Monitor Lehrerbildung

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In jedem Land und an jeder Hochschule ist das Lehramtsstudium unterschiedlich geregelt - der Monitor Lehrerbildung stellt diese Vielfalt des Lehramtsstudiums, also der ersten Phase der Lehrerbildung, übersichtlich dar. Als Experten-Tool richtet sich der Monitor Lehrerbildung insbesondere an Akteure im Bildungswesen und in der Politik, die an Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerbildung beteiligt sind. Er bietet kostenlose, aktuelle Informationen für faktenbasierte Diskussionen und Entscheidungen.

11. May 2015

Mehr als 9.000 Fakten: Neue Daten im Monitor Lehrerbildung

Die Website des Monitors Lehrerbildung bietet ab sofort einen aktualisierten Überblick über das Lehramtsstudium. Eingeflossen sind die Daten aller 16 Länder sowie 67 von 70 im Winter 2014 befragten Hochschulen. Neben Ergebnissen zu Schwerpunkten wie Praxisbezug, Mobilität oder Studieninhalten sind erstmals auch Detailinformationen zum Thema Inklusion abrufbar.

Auf Landes- und Hochschulebene bietet der Monitor Lehrerbildung als erste Datenbank Zahlen, Daten und Fakten zur Debatte um die Inklusion in der Lehrerbildung. So lässt sich mit wenigen Klicks beispielsweise feststellen, in welchem Land die Inklusion Gegenstand der Zielvereinbarungen von Ministerien und Hochschulen ist. Auch Daten zu einzelnen lehrerbildenden Hochschulen, etwa zu Praktika an inklusiven Schulen im Rahmen des Studiums, sind kostenlos verfügbar.

Die wichtigsten Ergebnisse, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen zum Thema finden sich in der im April 2015 herausgegebenen Sonderpublikation „Inklusionsorientierte Lehrerbildung – vom Schlagwort zur Realität?!“. Diese steht ebenfalls kostenfrei zum Download bereit.

Zu neun weiteren Themenfeldern wie Studieneinstieg, Praxisbezug oder Mobilität sind ebenfalls mehr als 9.000 aktuelle Daten von Hochschulen und Ländern verfügbar. Ob Studierendenzahlen, verpflichtende Eignungstests oder der Einstellungsbedarf nach Lehramtstypen – spezifische Daten gibt es für jede Institution. Landesspezifische Regelungen und Vorgaben runden das ohne Registrierung frei zugängliche Informationsangebot ab.

11. May 2015

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - Mai 2015

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus 

Thema: Ein- und Umstiegsmöglichkeiten


MINT-Fachdidaktiken in Deutschland – Eine empirische Erhebung zur aktuellen Situation – Deutsche Telekom Stiftung
Die Lehrerausbildung gewinnt an deutschen Hochschulen immer weiter an Bedeutung, vor allem in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Hierzu trägt neben den Fachwissenschaften und der Pädagogik die Fachdidaktik einen wichtigen Teil bei. Doch welche Rolle nehmen die MINT-Fachdidaktiken inzwischen im universitären Alltag ein? Wie sind sie organisatorisch und fachlich in Forschung und Lehre eingebettet? Wie beurteilen sie ihren Einfluss bei der Theorie-Praxis-Ausbildung? Diesen und weiteren Fragen sind der Chemiedidaktiker Prof. Dr. Ralle und die Bildungsforscherin Dr. Seipp von der Technischen Universität Dortmund im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung nachgegangen.
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Ein Großteil der Hochschulen bemüht sich, im Rahmen gezielter Projekte und/oder Kampagnen für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums von MINT-Fächern zu werben und entsprechende Anreize zu schaffen. Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Hochschulen befragt, ob sie Projekte und/oder Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums in den MINT-Fächern durchführen. An 46 Hochschulen wurden spezielle Maßnahmen initiiert, an 17 Hochschulen hingegen nicht. Zwei weitere befragte Hochschulen bieten keine MINT-Fächer an. Die jeweiligen Ergebnisse der befragten Hochschulen, finden Sie auf den einzelnen Hochschulseiten unter dem Punkt "Ein- und Umstiegsmöglichkeiten". So bietet beispielsweise die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Dr. Hans Riegel-Fachpreise für Chemie, Mathematik und Physik sowie die Oldenburger Lehr- Lern-Labore an. Die Antworten der Universität finden Sie hier. Eine bundesweite Übersicht über die Situation an allen befragten Hochschulen, die auf diese Frage antworteten, finden Sie hier (absolute Nennungen) und hier (bundesweite Ansicht).


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Gesellschaft für Informatik und die Initiative "MINT Zukunft schaffen" schmieden Allianz für Bildung – Gesellschaft für Informatik e.V.
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und die Initiative "MINT Zukunft schaffen" haben vereinbart, sich verstärkt gemeinsam für die Förderung einer umfassenden digitalen Bildung in Schule, Hochschule und Ausbildung einzusetzen. Bereits heute zeichnet die GI zusammen mit weiteren bundesweiten Partnern Schulen mit MINT-Schwerpunkten mit dem Signet "MINT-freundliche Schule" aus. Die Partner seien sich einig, dass die Auseinandersetzung mit digitalen Medien eine gesellschaftliche Notwendigkeit sei.
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Ein Bindeglied zwischen Bildungsforschung und Lehrkräften – Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Was macht guten Unterricht aus und wie lässt sich der Austausch hierzu verbessern? Das neue DIPF-Projekt "wissenschaf(f)tpraxis" soll den Dialog zwischen Forschung und Praxis systematisieren. Auf der Basis ausführlicher Interviews sollen in einem Workshop Vertreterinnen und Vertreter beider Gruppen herausarbeiten, was sie jeweils unter gutem Unterricht verstehen und wie sich der Dialog zwischen Forschung und Praxis weiterentwickeln lässt. "Es gibt viele verschiedene Ansätze, wie man den Austausch verbessern könnte. Uns interessiert vor allem, welche Faktoren dazu beitragen, dass von einem solchen Austausch beide Seiten profitieren – sowohl die Forschung als auch die Praxis", fasst Dr. Hartmann, Teil der Projektleitung, zusammen.
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Deutschlands "Stärkste Schule" steht im Saarland – Starke Schule
Bundespräsident Gauck hat die Sieger des Wettbewerbs "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" bekannt gegeben. Den ersten Platz auf Bundesebene belegt die Gemeinschaftsschule/Gesamtschule Nohfelden-Türkismühle aus dem Saarland. Die Pfingstbergschule aus Mannheim (Baden-Württemberg) konnte sich den zweiten Platz sichern, den dritten Platz erreichte die Städtische Gesamtschule Nettetal aus Nordrhein-Westfalen. Die Schulen setzten sich unter rund 650 Bewerbern durch und überzeugten die Jury mit innovativen Konzepten, systematischer Förderung und einer gelungenen Berufsorientierung für ihre Schülerinnen und Schüler.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Wissenschaftsministerium fördert starke Orte für die Lehrerbildung mit 20 Millionen Euro – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
"Für die gestiegenen Anforderungen in der Schulpraxis brauchen die Lehrkräfte im Klassenzimmer das notwendige Rüstzeug. Darauf müssen wir die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer abstimmen", sagte Ministerpräsident Kretschmann. Daher habe die Landesregierung eine Reform der Lehrerbildung auf den Weg gebracht, die ein starkes fachwissenschaftliches Fundament mit gutem fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichem Wissen verbinden solle. Darüber hinaus soll das Lehramtsstudium stärker auf die Praxis bezogen werden. Um die Umsetzung der Reform zu unterstützen, initiiere das Wissenschaftsministerium nun ein Förderprogramm zur Entwicklung "starker Orte für die Lehrerbildung" an den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen des Landes.
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[Baden-Württemberg] Weiterentwicklung der Realschulen – Kabinett gibt Entwurf der Schulgesetzänderung zur Anhörung frei – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Der Ministerrat hat die geplante Schulgesetzänderung zur Weiterentwicklung der Realschulen zur Anhörung freigegeben. Kern dieser Änderung ist, dass Schülerinnen und Schülern an Realschulen nicht nur der Realschulabschluss, sondern ebenfalls der Hauptschulabschluss ermöglicht wird. "So können wir Brüche in den Bildungsbiografien vermeiden und machen einen weiteren Schritt zu einem integrativen Angebot in der zweiten Säule", sagte Ministerpräsident Kretschmann. Dies sei auch ein Beitrag zur Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Für die Schülerinnen und Schüler der Realschule soll zukünftig am Ende der Orientierungsstufe der Klassen 5 und 6 entschieden werden, auf welcher Niveaustufe - dem grundlegenden oder dem mittleren Niveau – sie unterrichtet werden. Ein Wechsel zwischen den Bildungsniveaus soll zum Ende des jeweiligen Schulhalbjahres möglich sein.
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[Bayern] Das Gymnasium braucht Reformen – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Der BLLV hat sein Konzept für ein Gymnasium der Zukunft vorgestellt. Es umfasst Änderungen im Lehrplan, in der Fächerstruktur und der Abiturprüfung. Schwerpunkt der BLLV-Reformpläne bilden neben dem Ausbau der individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler eine Reduzierung der Fächerzersplitterung in der Mittelstufe, eine neu konzipierte Prüfungskultur sowie Anpassungen in der Lehrerbildung.
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[Bremen] Bündnis fordert mehr Personal und Geld – Weser Kurier
Damit Inklusion an Regelschulen gelingen könne, müsse einerseits mehr Personal einstellt werden, andererseits müssten aber auch räumliche Gegebenheiten, die Ausstattung und neues Lernmaterial finanziert werden. Das Bündnis aus 24 verschiedenen Institutionen, Vereinen und Verbänden rechnet mit ca. 6,5 Millionen Euro jährlich für den Ausbau eines inklusiven Schulsystems.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Erste Lehrerfortbildungen "Inklusion" erfolgreich abgeschlossen – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
In Mecklenburg-Vorpommern haben die ersten 100 Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer die Fortbildung "Auf dem Weg zur inklusiven Grundschule" erfolgreich beendet. Die Fortbildungsveranstaltungen des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern erstreckten sich über einen Zeitraum von zwei Jahren und hatten einen Umfang von 120 Stunden. Für den Besuch der Veranstaltungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Anrechnungsstunde erhalten. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Frage, wie guter Unterricht in heterogenen Lerngruppen funktionieren kann. Außerdem waren die Bereiche Teamarbeit im Unterricht, Diagnostik, Förderung und die Arbeit mit Sozialtrainingsprogrammen Bestandteil des Curriculums.
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[Niedersachsen] 3.192 angehende Lehrkräfte qualifizierten sich im Jahr 2014 für den Schuldienst – Landesamt für Statistik Niedersachsen
An den niedersächsischen Studienseminaren beendeten 2014 insgesamt 3.192 angehende Lehrkräfte die Ausbildung mit der Staatsprüfung. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, blieb damit die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im Vergleich zum Vorjahr (2013: 3.205) nahezu konstant. Im Jahr 2014 bestanden 2.354 (73,7%) Frauen und 838 (26,3%) Männer die Staatsprüfung. Der Anteil weiblicher Absolventinnen lag bei den Lehrämtern an Grund- und Hauptschulen mit 87,7% (619), für Sonderpädagogik mit 79,9% (143) und an Grund-, Haupt- und Realschulen mit 78,3% (260) besonders hoch. Bei den Lehrämtern an Realschulen (72,8%, 303) und an Gymnasien (68,1%, 849) stellten die angehenden weiblichen Lehrkräfte ebenfalls eine deutliche Mehrheit dar.
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[Nordrhein-Westfalen] Auslaufende Studiengänge in NRW: Tausende Lehramtsstudierende fürchten um Abschluss – Spiegel Online
An den Hochschulen in NRW beginnen ab nächstem Jahr alte Lehramtsstudiengänge auszulaufen. Das hat zur Folge, dass die Studierenden der alten Ordnungen bis dahin entweder einen Abschluss gemacht oder auf einen anderen Abschluss gewechselt haben müssen – doch viele bereits absolvierte Prüfungen lassen sich nicht für den anderen Abschluss anrechnen. Die Universitäten und die Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden treten nun für eine Verlängerung der Frist ein.
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[Nordrhein-Westfalen] Zunehmender Wunsch nach Inklusion und längerem gemeinsamen Lernen drücke sich in Zahlen aus – Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Immer mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen inklusiv an einer allgemeinen Schule. Das gehe aus dem neuen "Statistik-Telegramm" des Schulministeriums zu den aktuellen Schuleckdaten für das Schuljahr 2014/15 hervor. So nehmen aktuell 34,0 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in der Primarstufe und Sekundarstufe I am gemeinsamen Unterricht teil. Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 29,6 Prozent. Den zahlenmäßig größten Zuwachs bei den inklusiv beschulten Kindern und Jugendlichen konnten die Gesamtschulen (Sekundarstufe I) mit etwa 2.300 Schülerinnen und Schülern und die Realschulen mit etwa 900 Schülerinnen und Schülern verzeichnen.
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[Sachsen-Anhalt] Sachsen-Anhalt stellt zusätzlich 100 Lehrkräfte ein – Mitteldeutsche Zeitung
Zum kommenden Schuljahr soll die Vertretungsreserve mit 100 zusätzlichen Lehrkräften aufgestockt werden. Die sollen je nach Bedarf zwischen den Schulen pendeln und so flexibel eingesetzt werden können, sodass der Unterricht an den Schulen sicher gestellt werden kann.
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[Schleswig-Holstein] Das Ende der "Kreidezeit" an Schulen – shz.de
Im Unterricht werden technische Entwicklungen und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten oft noch zu wenig genutzt – der Grund hierfür liege jedoch weniger in der Bereitschaft der Lehrkräfte als bei fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich digitaler Endgeräte. Deshalb wurde an der Fachhochschule Westküste vor vier Jahren ein Lehrertrainingszentrum für elektronische Medien gegründet, dass diese Lücke zu schließen versucht. Die Lehrkräfte sollen in Workshops lernen, digitale Endgeräte zu bedienen und Unterrichtsmaterial zu visualisieren. Darüber hinaus soll gleichzeitig der Einsatz von elektronischen Medien im Unterricht erforscht werden.
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[Schleswig-Holstein] Zahl der befristet beschäftigten Lehrkräfte gesunken – Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein
Zum Stichtag 13.04.2015 waren insgesamt 1.457 Lehrkräfte im Umfang von 981 Stellen im Schuldienst des Landes Schleswig-Holstein befristet beschäftigt. Im Verhältnis zur Gesamtzahl von 22.468 Planstellen im Landeshaushalt für Lehrkräfte seien dies rund 4,37 Prozent aller Stellenbesetzungen, die zunächst befristet erfolgten, erläuterte Bildungsministerin Ernst. Gegenüber dem Vorjahresmonat April sei die Anzahl befristet beschäftigter Lehrkräfte deutlich zurückgegangen. Am 13.04.2014 waren noch 1.800 Lehrkräfte auf 1.216 Stellen befristet beschäftigt.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Humboldt-Universität zu Berlin] Graduiertenkolleg Inklusion, Bildung und Schule eröffnet – Humboldt-Universität zu Berlin
Am 10.04.2015 wurde das Graduiertenkolleg Inklusion, Bildung und Schule an der Humboldt-Universität zu Berlin eröffnet. Es sei das erste Kolleg in Deutschland, in dem Doktorandinnen und Doktoranden Fragen von Inklusion und damit insbesondere die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen im deutschen Schulsystem untersuchen. Das Graduiertenkolleg soll durch Forschung und Lehre die Ausbildung der Lehramtsstudierenden umfangreich unterstützen.
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[Universität Hannover] Inklusive Grundschulen wissenschaftlich begleiten – Universität Hannover
Seit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wird die inklusive Schule an den niedersächsischen Grundschulen schrittweise eingeführt. So erhalten alle Klassen im Primarbereich zwei Stunden sonderpädagogische Unterstützung je Klasse. Förderschwerpunkte sind Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung. Das kürzlich unter Leitung von Prof. Dr. Werning und Prof. Dr. Mackowiak vom Institut für Sonderpädagogik gestartete Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Inklusive schulische Bildung in Niedersachsen" soll den Prozess bis Ende 2017 wissenschaftlich begleiten.
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[Universität Leipzig] Universität Leipzig gehört zu Gewinnern bei "MINTernational Digital" – Universität Leipzig
Beim Wettbewerb "MINTernational Digital" zählt die Universität Leipzig zu den Gewinner-Hochschulen. Sie konnte mit ihrem Konzept zur Internationalisierung der Lehrerbildung per E-Learning punkten. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Daimler-Fonds sowie die Daimler und Benz Stiftung haben den Wettbewerb ins Leben gerufen, um die Internationalisierung sowie Digitalisierung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) voranzutreiben. Die besten acht Konzepte werden mit je 50.000 Euro gefördert. Das prämierte Konzept aus Leipzig sieht vor, ein internetbasiertes Qualifizierungsangebot zu implementieren, um die internationale Dimension in der Ausbildung von MINT-Lehrkräften im Ausland zu fördern. Das Projekt soll eine Grundlage für eine nachhaltige Gewinnung, Betreuung und berufliche Integration von angehenden ausländischen MINT-Lehrkräften sowie für die Kooperation mit den deutschen Kommilitonen und im Anschluss mit den deutschen Lehrerkollegien schaffen.
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[Universität Potsdam] Neues Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Die Verordnung zur Errichtung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam wurde am 06.11.2014 erlassen. Im Lehrerbildungs-Zentrum sind alle mit der Lehramtsausbildung befassten Fächer und Fakultäten vertreten. Es soll unter anderem zuständig sein für die fakultätsübergreifende Struktur- und Entwicklungsplanung der lehramtsbezogenen Lehre und Forschung sowie des Lehramtsstudiums; die Studien- und Prüfungsordnungen für die lehramtsbezogenen weiterbildenden Studiengänge; die Praktikumsordnungen; den Bereich der Schul-, Unterrichts- und Bildungsforschung einschließlich des Einsatzes der Sonder- und Drittmittel für Lehrerbildung und Bildungsforschung sowie die Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam im Bereich der frühkindlichen Bildung.
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04 Veranstaltungen  

[Pädagogischer Austauschdienst (PAD)] Fachtagung "Die internationale Dimension in der Lehrerbildung – Impulse aus dem internationalen Schulaustausch" – 11./12.05.2015
Im Mittelpunkt der Tagung soll vor allem die Frage stehen, welche Impulse der internationale Schulaustausch heute für eine zeitgemäße Lehrerbildung setzen kann. Auf der Tagung sollen Angebote für die Lehrerbildung und Projektergebnisse aus internationalen Programmen vorgestellt werden. Die Tagung soll damit zugleich ein Diskussionsforum sein, um Perspektiven zu entwickeln und internationale Projekte zu entwerfen, die dem Fortbildungsbedarf jetziger und künftiger Lehrkräfte entsprechen. Sie soll damit einen Beitrag für den "International Summit on the Teaching Profession" leisten, den die Kultusministerkonferenz im Jahr 2016 ausrichten wird.
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[Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW)] Öffentliche Fachtagung des "Zukunftsforum Lehrer_innenbildung" – 28.05.2015
Die GEW möchte im Rahmen des "Zukunftsforum Lehrer_innenbildung" an innovativen Leitlinien für eine inklusive, länder- und phasenübergreifende Lehrerbildung arbeiten. Die diesjährige Fachtagung soll sich daher um die Frage drehen, was angehende Lehrerinnen und Lehrer lernen müssen, um inklusive Schulen gestalten zu können. Darüber soll mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Hochschule und Schule diskutiert werden.
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[EduMINT, Universität Bremen] MINT Lehrerbildung: Fachdidaktik und Heterogenität – 30.05.2015
Diagnose und Förderung in heterogenen Lerngruppen im Kontext von fachlichen Unterrichtsprozessen erfordern eine hohe fachdidaktische Professionalität und inhaltlich adaptive Handlungsfähigkeit sowie Sensibilität gegenüber verschiedenen Facetten von Heterogenität von Lerngemeinschaften. Umso wichtiger ist es, dass sich bereits Lehramtsstudierende mit verschiedenen Konzepten von Binnendifferenzierung auseinandersetzen und erste Versuche zur Gestaltung gemeinsamer Lernsituationen durchführen. Auch die Sensibilisierung von Lehramtsstudierenden für verschiedene Facetten von Heterogenität und ihre Relevanz im Fachunterricht sind dabei zentral. Wie eine solche Professionalisierung in der fachdidaktischen universitären Lehrerbildung im Bereich Mathematik und Chemie gelingen kann, soll Gegenstand der geplanten Fachtagung "MINT-Lehrerbildung: Fachdidaktik und Heterogenität" sein.
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[Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Würth] Podiumsveranstaltung "Von Kohle und Knete keine Ahnung – Wie viel ökonomische Bildung brauchen Schüler?" – 08.06.2015
Gemeinsam mit Bildungs- und Wirtschaftsexpertinnen und Bildungs- und Wirtschaftsexperten sowie (Schul-)Praktikerinnen und (Schul-)Praktikern sollen die folgenden Fragen diskutiert werden: Welche Rolle soll und kann Schule in der Vermittlung von alltagstauglichem Wissen spielen? Wie viel und welche Formen ökonomischer Bildung braucht die Schule? Wie lernen Schülerinnen und Schüler unternehmerisch denken und handeln? Wie könnten diese Themen im Sinne einer soliden Allgemeinbildung und einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung Eingang in Lehrpläne finden? Brauchen wir ein eigenständiges Fach "Ökonomische Bildung"? Oder lassen sich wirtschaftliche Themen in allen Fächern vermitteln? Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail möglich. Anmeldeschluss ist der 03.06.2015.
Zur Anmeldung

[Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln] Fachtagung: "Neuzugewanderte Kinder und Jugendliche in der Schule" – 17.06.2015
Kinder und Jugendliche, die neu nach Deutschland zuwandern, stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen eine neue Sprache lernen und sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden. Wie müssen Schule und Unterricht für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse aussehen, um die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln und gleichzeitig Potenziale zu fördern? Wie bereitet man Lehrkräfte auf den Unterricht, aber auch auf den Umgang mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler vor? Ziel der Tagung soll es sein, Erkenntnisse aus der Wissenschaft systematisch mit Erfahrungen aus der Praxis zu verknüpfen. Am Vormittag sollen Vorträge und Fachgespräche das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Am Nachmittag sollen moderierte Fachforen stattfinden, die Tandems aus der Wissenschaft und Praxis oder Bildungsadministration gemeinsam gestalten.
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[Graduiertenakademie Pädagogische Hochschulen] Lehrerbildung im Fokus – Forschungsperspektiven auf Kompetenz und Professionalisierung – 27./28.11.2015
Unterrichtsqualität wird maßgeblich von der Expertise der Lehrerinnen und Lehrern beeinflusst. Daher ist die Erforschung von Kompetenzentwicklung und Professionalisierung in den drei Phasen der Lehramtsausbildung in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses gerückt. Die wissenschaftliche Entwicklung und Erforschung der Lehrerbildung fokussiert unterschiedliche Ebenen, die sich aus den hohen Anforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen ergeben: Hierzu zählen zum Beispiel Kompetenzmodelle, Diagnoseinstrumente sowie Formate und Konzepte der Aus- und Weiterbildung. Auch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aktueller Bildungsprozesse – etwa Migration und Heterogenität – und ihre Implikationen für die Lehramtsausbildung rückten in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Debatten. Die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs möchte aus diesen Gründen die Erforschung der Lehrerbildung in den Fokus ihres zweiten "Zukunftsforums Bildungsforschung" rücken.
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05 Internationales  

[China] Mangel an ausländischen Lehrkräften steigt – China.Org.CN
In China gibt es zu wenig ausländische Bewerberinnen und Bewerber auf Lehrerstellen. China habe für das kommende Schuljahr ungefähr 4.000 ausländische Lehrkräfte zu wenig. Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers scheine nicht genügend angesehen und liege zudem unter den Qualifikationen, die potentielle Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland mitbringen.
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[Kuba] Die Revolution frisst ihre Lehrkräfte – Süddeutsche Zeitung
Bis zur Wirtschaftskrise in den Neunzigerjahren und deren Folgen wie Subventionskürzungen und steigenden Lebenshaltungskosten war Kubas Bildungssystem eines der besten in Lateinamerika. So sind zum Beispiel das Universitätsstudium kostenlos und die Analphabetenrate sehr gering. Allerdings wurden die Gehälter der Lehrkräfte in Kuba nicht angeglichen, sodass die 550 Pesos (ca. 21,70 Euro) monatlich, die eine Lehrkraft an einer Oberstufe verdient, kaum ausreichen, um selbst die alltäglichen Kosten zu decken.
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[Österreich] Kampfansage an Lehrkräfte: Neuer Streit um zwei Stunden – Tiroler Tageszeitung
Lehrkräfte in Österreich sollen zwei Stunden pro Woche mehr unterrichten, ohne dafür zusätzlich bezahlt zu werden. Diesem Vorschlag stimmten Mitte April auch Bundeskanzler Fayman und sein Vize Mitterlehner zu. Damit könne das Land ca. 360 Millionen Euro sparen.
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[Schweiz] Zürcher Lehrkräfte schlagen Bonus aus – Tagesanzeiger
Nach dem Beispiel der Privatwirtschaft sollen Lehrerinnen und Lehrer in der Schweiz demnächst für herausragende Leistungen Boni erhalten. Kantone und Gemeinden stellen dafür in diesem Jahr sechs Millionen Franken zur Verfügung. Eine repräsentative Umfrage des Züricher Lehrerinnen- und Lehrerverbandes hat allerdings ergeben, dass ungefähr 72 Prozent der Befragten solche Boni ablehne, weil die gerechte, objektive Verteilung kaum möglich sei und zu Verstimmungen innerhalb der Kollegien führen könne.
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[Schweiz] Weiterhin steigendes Interesse am Lehramtsstudium – Pädagogische Hochschule Zürich
An der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich) haben sich zu Beginn des kommenden Semesters 769 Personen für das Studium zur Lehrperson angemeldet. Dies entspricht einer Zunahme von rund 13 Prozent. 2014 hatten sich 679 Personen für die Regelstudiengänge Kindergarten, Kindergarten-Unterstufe, Primarstufe und Sekundarstufe I eingeschrieben. Damit habe sich der Aufwärtstrend bei den Anmeldungen noch einmal verstärkt: 2013 meldeten sich 662 Personen an, 2012 waren es 628 Personen.
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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: Mai 2015 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder bzw. der Hochschulen (Winter 2014))
 
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15. April 2015

Lehramtsstudium: Inklusion noch längst nicht selbstverständlich

Vom Grundschullehrer über den Studienrat am Gymnasium bis zur Berufsschullehrerin – Inklusion betrifft mittlerweile alle Lehrkräfte. In der Debatte um inklusionsorientierte Lehrerbildung legt der Monitor Lehrerbildung in seiner neuen Publikation "Inklusionsorientierte Lehrerbildung - vom Schlagwort zur Realität?!" erstmals Daten vor. Diese zeigen, dass in Deutschland längst nicht alle Lehramtsstudierenden hinreichend auf ihre Arbeit in einem inklusiven Schulsystem vorbereitet werden. Einen Bericht mit ersten Daten und Ergebnissen finden Sie zudem bei Spiegel Online.

Mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben einen besonderen Förderbedarf. Inzwischen werden über 28 Prozent von ihnen an Regelschulen unterrichtet. An deutschen Hochschulen sind Inklusion und Umgang mit Vielfalt in der Lehrerbildung allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Lediglich sieben Prozent aller Hochschulen haben Inklusion im Curriculum, also sowohl in den Bildungswissenschaften als auch in den Fachwissenschaften und der Fachdidaktik verankert. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung im Rahmen des Monitors Lehrerbildung, deren Ergebnisse in einer Publikation ab sofort online zur Verfügung stehen.

Inklusion als Querschnittsthema gleichermaßen in den Bildungs- und Fachwissenschaften sowie in der Fachdidaktik zu implementieren, ist einer von drei wichtigen Erfolgsfaktoren inklusionsorientierter Lehrerbildung. Daneben sollten Studierende aller Lehramtstypen Veranstaltungen zu Inklusion besuchen und Praktika in inklusiven Schulen absolvieren. Weniger als die Hälfte der befragten Hochschulen gab an, zumindest einen der drei Erfolgsfaktoren inklusionsorientierter Lehrerbildung umzusetzen. Nur vier Hochschulen sehen Praktika in inklusiven Settings verpflichtend für alle Studierenden vor. Keine einzige Hochschule setzt alle drei Maßnahmen umfassend in der Lehrerbildung ein.

Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung: „Die Lehrerbildung an den Hochschulen ist zentral für gelingende Inklusion. Guten inklusiven Unterricht erlernen Lehramtsstudierende am besten, wenn sich das Thema als roter Faden durch das gesamte Curriculum zieht.“

Die Experten vom Monitor Lehrerbildung empfehlen den Hochschulen deshalb Inklusionskonzepte und -maßnahmen möglichst ohne Verzögerung einzuführen, sowie ihre Umsetzung durch Begleitforschung kontinuierlich zu verbessern. Bestandteil jedes Lehramtsstudiums müssten frühzeitige Praxiserfahrungen in inklusiven Umgebungen sein. Ein bundesweit einheitliches Verständnis von Inklusion und ihren Zielen könnte diese Aktivitäten maßgeblich unterstützen. „Die gesamte Lehrerbildung muss auf die Erfordernisse inklusiver Schulpraxis hin neu gestaltet und strukturiert werden“, fordert Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung: „Gleichzeitig müssen wir flächendeckend sowohl Lehrerbildner als auch Lehrkräfte, die heute im System sind, durch Fortbildungen für inklusives Arbeiten qualifizieren.“

Weitere Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen beinhaltet die aktuelle Publikation des Monitors Lehrerbildung „Inklusionsorientierte Lehrerbildung – vom Schlagwort zur Realität?!“. Diese liefert erstmalig Daten zum Thema auf Grundlage einer Befragung, an der sich 65 von 70 deutschen Hochschulen und alle 16 Länder beteiligt haben.

Die Publikation finden Sie hier. Darüber hinaus finden Sie hier zahlreiche weitere Daten und Grafiken zur Inklusion in der ersten Phase der Lehrerbildung.

15. April 2015

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - April 2015

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus 

Thema:
Inklusionsorientierte Lehrerbildung

Vor über sechs Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten. Sie beinhaltet die Verpflichtung zur Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems. Werden (angehende) Lehrerinnen und Lehrer derzeit bereits entsprechend auf die hieraus resultierenden Herausforderungen vorbereitet? Wird das Thema Inklusion im Studium entsprechend reflektiert? Was können Politik, Hochschule und sonstige Akteure tun, um die Lehrerbildung inklusionsorientierter zu gestalten? Antworten liefert die Publikation "Inklusionsorientierte Lehrerbildung – vom Schlagwort zur Realität?!".

Inklusion als Querschnittsthema gleichermaßen in den Bildungs- und Fachwissenschaften sowie in der Fachdidaktik zu implementieren, ist einer von drei wichtigen Erfolgsfaktoren inklusionsorientierter Lehrerbildung. Daneben sollten Studierende aller Lehramtstypen Veranstaltungen zu Inklusion besuchen und Praktika in inklusiven Schulen absolvieren. Weniger als die Hälfte der befragten Hochschulen gab an, zumindest einen der drei Erfolgsfaktoren inklusionsorientierter Lehrerbildung umzusetzen. Nur vier Hochschulen sehen Praktika in inklusiven Settings verpflichtend für alle Studierenden vor. Keine einzige Hochschule setzt alle drei Maßnahmen umfassend in der Lehrerbildung ein. Weitere Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen beinhaltet die aktuelle Publikation des Monitors Lehrerbildung "Inklusionsorientierte Lehrerbildung – vom Schlagwort zur Realität?!". Diese liefert erstmalig Daten zum Thema auf Grundlage einer Befragung, an der sich 65 von 70 befragten lehrerbildenden Hochschulen und alle 16 Länder beteiligt haben.

Einen Exklusivbericht zu einigen Daten und Ergebnissen finden Sie bei Spiegel Online.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Empfehlung für Lehrkräfte für eine Schule der Vielfalt – Kultusministerkonferenz (KMK)
Kultusministerkonferenz (KMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben eine gemeinsame Empfehlung "Lehrerbildung für eine Schule der Vielfalt" zum Thema Inklusion beschlossen. Die Lehramtsstudiengänge sollen so weiterentwickelt werden, dass die angehenden Lehrkräfte besser auf die Herausforderungen durch eine vielfältige Schülerschaft vorbereitet werden. KMK und HRK empfehlen eine inklusive Gesamtkonzeption der lehrerbildenden Studiengänge. Übergreifende Konzepte für bildungswissenschaftliche, fachdidaktische und fachwissenschaftliche Module und Lehrveranstaltungen sollten die Module der Basisqualifizierung ergänzen. Damit sollen inklusionsspezifische Themen in die Curricula integriert werden.
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Qualitätsoffensive Lehrerbildung – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Für die zweite Bewilligungsrunde können bis zum 12.06.2015 Vorhabenbeschreibungen eingereicht werden. An der zweiten Runde können sich weitere lehrerbildende Hochschulen beteiligen – auch Hochschulen, deren Vorhabenbeschreibungen in der ersten Runde als nicht förderwürdig beurteilt wurden. Bund und Länder wollen mit der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" Reformen in der Lehrerbildung anstoßen und unterstützen. Angehende Lehrkräfte sollen auch unter dem Aspekt der inklusiven Bildung besser auf die Schulpraxis vorbereitet werden. Das Programm will in allen Ländern einen wettbewerblichen, breit wirkenden und kapazitätsneutralen Impuls geben, mit dem eine Verbesserung für den gesamten Prozess der Lehrerbildung bis in die berufliche Einstiegsphase und die Weiterbildung erreicht werden soll.
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Bildung leicht verständlich – Medienpreis Bildungsjournalismus – Deutsche Telekom Stiftung
Bildungsjournalistinnen und Bildungsjournalisten stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen oftmals komplexe Themen so aufbereiten, dass sie auch für Laien gut verständlich sind. Die Deutsche Telekom Stiftung würdigt diese Leistung mit dem Medienpreis Bildungsjournalismus. Die Auszeichnung wird an freie und festangestellte Journalistinnen und Journalisten aller deutschsprachigen Medientypen (Print, Online, Hörfunk und Fernsehen) verliehen, die über Bildung, Bildungspolitik, Bildungspraxis und Bildungskritik berichten. Zusätzlich zu den zwei mit jeweils 10.000 Euro dotierten Hauptpreisen vergibt die Stiftung einen mit bis zu 3.000 Euro dotierten Nachwuchspreis.
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Bildung am Bildschirm – Süddeutsche Zeitung
Die Schulen sollen nach Ansicht der großen Koalition digital besser ausgerüstet werden, etwa durch einen Breitbandanschluss oder durch die Vereinfachung von Urheberrechten für Bildungsinstitutionen. Außerdem sollen durch einen "Pakt für Digitale Bildung" die digitale Ausstattung und Infrastruktur der Schulen optimiert werden, indem Akteure aus Staat, Gesellschaft und Wirtschaft miteinander kooperieren. Ebenfalls sollen Schülerinnen und Schüler Hilfe bekommen, die sich kein eigenes "digitales Endgerät" leisten können. Ziel der Maßnahmen soll sein, die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.
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Doch gibt es nicht nur zustimmende Meinungen zu einer voranschreitenden Digitalisierung der Schule. So fordert etwa Gerald Lembke, Studiengangsleiter für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim und Präsident des Bundesverbandes für Medien und Marketing, "Raus mit den Computern". Im Interview erläutert er seinen Standpunkt.
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Lehrkräfte: Nett, aber nicht blöd – Zeit Online
Vorurteile gegen Lehrkräfte sind weit verbreitet, doch oft reichen diese sogar bis zu den Lehramtsstudierenden an den Hochschulen. Der Psychologe Müller erläutert, warum diese Einstellung die Leistungen beeinflusst.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Land baut Islamische Religionspädagogik aus – MiGAZIN.de
Für einen Ausbau islamischer Religionspädagogik und einer damit einhergehenden verbesserten Ausbildung von islamischen Religionslehrkräften wird sowohl an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe als auch Ludwigsburg eine Juniorprofessur geschaffen. So wird das Modellprojekt "Islamischer Religionsunterricht", das seit dem Schuljahr 2006/07 an den Schulen in Baden-Württemberg läuft, weiter vorangetrieben.
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[Brandenburg] 300 Euro mehr? Finanzielle Zulage soll ländlichen Raum für Lehrkräfte attraktiver machen – news4teachers.de
Lehrkräfte fehlen vor allem in den ländlichen Regionen Brandenburgs. Um diesem Defizit entgegen zu wirken, sollen Lehrkräfte durch eine finanzielle Zulage von ungefähr 300 Euro im Monat über drei Jahre zu einem Umzug auf's Land bewegt werden.
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[Brandenburg] 4.300 neue Lehrerinnen und Lehrer für Brandenburgs Schulen in den nächsten fünf Jahren – Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Brandenburgs Bildungsminister Baaske will in der laufenden Legislatur insgesamt etwa 4.300 Lehrkräfte neu einstellen, darunter zum Schuljahresbeginn 2015/16 mehr als 1.000. Die ersten Verfahren dazu laufen. Die Stellen werden ab sofort über das Fachkräfteportal des Landes schulscharf veröffentlicht. In das Portal sind auch allgemeine Informationen über die Bildung in Brandenburg und ein kurzer Imagefilm eingebunden, mit dem Baaske für den Lehrerberuf im Land Brandenburg werben will.
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[Hessen] Neue Struktur für hessische Bildungsverwaltung beschlossen – Hessisches Kultusministerium
Der Hessische Landtag hat das "Gesetz zur Neustrukturierung der hessischen Bildungsverwaltung" beschlossen. Neben dem Erhalt und der Selbstständigkeit der 15 Schulämter ist der weitere zentrale Aspekt die Gründung der Hessischen Lehrkräfteakademie. "Diese wird künftig im Auftrag des Kultusministeriums und in enger Abstimmung mit den Staatlichen Schulämtern zu den Themen, die für die Weiterentwicklung des Unterrichts und des Schulwesens prioritär sind, landesweit gültige Fortbildungskonzeptionen und Qualitätsstandards erarbeiten", erläuterte Kultusminister Lorz.
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[Niedersachsen] Arbeitszeitstudie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) startet – GEW Landesverband Niedersachsen
Mit dem Ende der Osterferien startete am 13.04.2015 eine landesweite Studie zur Erfassung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen. An 262 Schulen aller Schularten werden mehrere tausend Lehrkräfte über ein Jahr lang ihre Arbeitszeit minutengenau erfassen. Ziel der Studie ist eine exakte Erfassung der geleisteten Arbeit über ein ganzes Schuljahr hinweg. "Die gefühlte Belastung bei den Kolleginnen und Kollegen ist sehr hoch", berichtete Pooth, "wir wollen nun durch eine wissenschaftliche Studie konkrete Zahlen erreichen".
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[Nordrhein-Westfalen] Ministerin Schulze will mehr Lehrkräfte-Austausch mit der Türkei – WDR
In der Türkei werden immer mehr deutschsprachige Lehrkräfte benötigt. Ein vermehrter Lehrkräfte-Austausch könnte nicht nur das kulturelle Verständnis fördern, sondern ebenfalls einen Einblick in das türkische Schulsystem geben und angehenden Lehrkräften Berufsalternativen im Ausland aufzeigen.
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[Sachsen] Sachsen bildet mehr Lehrkräfte aus – MDR
Seit 2011 hat sich die Zahl der Studienplätze für Lehramtsstudiengänge in Sachsen mehr als verdoppelt. Allerdings ist nicht für alle Lehramtstypen auch der Zulauf an Studierenden gestiegen. Bewerberinnen und Bewerber für ein Lehramt an Grundschulen und Gymnasium gab es genügend, allerdings fehle es an Anwärterinnen und Anwärter für das Lehramt an Mittelschulen. Ungefähr 20 Prozent der Plätze blieben hier unbesetzt, besonders betroffen seien die Fächer Mathematik, Biologie, Musik und die Sprachen. Ein Mangel bestehe ebenfalls für das Lehramt an Berufsschulen.
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[Sachsen-Anhalt] Haseloff will pensionierte Lehrkräfte für Deutsch-Unterricht – MDR
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Haseloff sei es besonders wichtig, dass die Flüchtlingskinder gut integriert werden. Deshalb sollen sie möglichst früh Deutsch lernen. Allerdings fehlen dafür Lehrkräfte. Nun werde überlegt, ob pensionierte Lehrkräfte die Kinder ehrenamtlich unterrichten.
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[Schleswig-Holstein] Im Lehrerzimmer droht Nachwuchs-Mangel – shz.de
In Schleswig-Holstein ist die Einstellung von Referendarinnen und Referendaren um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies sei dem Umstand der Verlängerung der Masterstudiengänge geschuldet. Besonders stark betroffen sind Grundschulen (58 Prozent), Gemeinschaftsschulen (65 Prozent) und Sonderschulen (62 Prozent). Der Geschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Schauer, befürchtet, dass sich dies auf Unterrichtsressourcen auswirken wird, da Referendarinnen und Referendare im Durchschnitt zehn Stunden die Woche Unterricht erteilen.
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[Thüringen] 184 Lehrkräfte sind eingestellt: Doch wie viele werden noch folgen? – Thüringer Allgemeine Zeitung
Die Koalition wird ihr Wahlversprechen, 500 neue Lehrkräfte pro Jahr an den Schulen anzustellen, voraussichtlich erfüllen. Allerdings werde das Kollegium dadurch nicht wesentlich verjüngt, da somit nur die Pensionierungen ausgeglichen würden. Deshalb müsse außerdem die Reserve an Vertretungslehrkräften aufgestockt werden, damit Ausfälle, bedingt durch hohe Krankheitsquoten, aufgefangen werden können.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Universität Erfurt] Bundesministerium fördert Projekt "NOW" für weitere 2,5 Jahre – Universität Erfurt
"NOW" steht für "Nachfrage- und adressatenorientierte akademische Weiterbildung an der Universität Erfurt". Es ist ein Projekt der Erfurter Hochschule zu berufsbegleitenden Studienangeboten und wird in den nächsten 2,5 Jahren mit Fördermitteln in Höhe von rund 560.000 Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. So soll das konzipierte berufsbegleitende weiterbildende Studienprogramm zum Master "Lehramt berufsbildende Schulen" in Kombination mit einem Zertifikatsstudium für ein zweites Unterrichtsfach Mathematik oder Sozialkunde in der Praxis umgesetzt werden. "Damit ermöglichen wir neuen Zielgruppen den Zugang zu einer universitären Ausbildung mit dem Berufsziel Berufsschullehrer." Zudem sollen Erfahrungen in die Konzipierung eines weiteren berufsbegleitenden Master-Studiengangs "Inklusive Pädagogik: Förderpädagogik" einfließen.
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[Europa-Universität Flensburg] Deutschlandweit einzigartig: Das Mini-Referendariat – Europa-Universität Flensburg
Sieben Wochen lang absolvieren ausländische Lehramtsstudierende an vier Schulen in Flensburg das sogenannte Mini-Referendariat. Dessen Ziel: Zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern in Schulen und in Gastfamilien sprachliche und kulturelle Erfahrungen sowie Einblicke in das deutsche Schulsystem zu ermöglichen. Die EULE (Einrichtung für Unterrichtsentwicklung, Lernkultur und Evaluation), eine Einrichtung der Europa-Universität Flensburg und des IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) für Unterrichtsentwicklung, Lernkultur und Evaluation, organisiert das Mini-Referendariat. Die Europa-Universität Flensburg kooperiert dabei mit der Deutschen Auslandsgesellschaft e.V. in Lübeck. Finanziert wird das Mini-Referendariat seit 2008 vom Auswärtigen Amt.
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[Universität Gießen] Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen mit zwei Wetzlarer Schulen – Universität Gießen
Die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsschulen können unter anderem die naturwissenschaftlichen Schülerlabore der Universität nutzen. Darüber hinaus werden Fort- und Weiterbildungsangebote des Zentrums für Lehrerbildung mit den Schulen angesprochen und gegebenenfalls auch gemeinsam entwickelt. Außerdem unterstützt die Universität Gießen den schulischen Unterricht bei besonderen Projekten. Im Gegenzug verpflichten sich die Schulen, mehr Praktikantinnen und Praktikanten als üblich aufzunehmen und zu betreuen. Auch gestatten die Schulen die Umsetzung kleinerer Forschungsvorhaben, die etwa für die Bildungswissenschaften und die Fachdidaktiken an der Universität notwendig sind.
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[Musikhochschule Lübeck] Inklusion wird Bestandteil der Lehrerausbildung – Lübecker Nachrichten
Inklusion wird an der Musikhochschule in Lübeck zu einem festen Bestandteil der gesamten Lehrerausbildung und soll in allen Modulen thematisiert werden. Damit ist die Hochschule die erste Musikhochschule bundesweit, die Inklusion als Querschnittsbereich in der Lehrerbildung etabliert.
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[Hochschule Ostwestfalen-Lippe] Hochschule intensiviert "Lehramt an Berufskollegs" – Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Die Hochschule hat ihr Studienangebot erweitert: In diesem Semester startet in den beiden Lemgoer Fachbereichen Elektrotechnik und Technische Informatik sowie Maschinenbau und Mechatronik das Modell "Lehramt an Berufskollegs". Damit können Studierende in den Fächern Elektrotechnik, Maschinentechnik und Zukunftsenergien einen Bachelor of Science erwerben und gleichzeitig einen Teil der Ausbildung zur Lehrerin oder zum Lehrer absolvieren. Ziel sei es, das Studienangebot an der Hochschule OWL sinnvoll zu ergänzen und mehr Lehrkräfte für Berufskollegs mit gewerblich-technischen Fachrichtungen zu gewinnen.
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[Universität Trier] Pilotprojekt soll neue Akzente in der Lehrerausbildung setzen – Universität Trier
"Wir haben uns jahrelang nur mit denjenigen Studierenden beschäftigt, die für den Lehrerberuf nicht geeignet waren und alle unserer Anstrengungen auf deren Förderung gelegt", so Weyand vom Zentrum für Lehrerbildung an der Universität Trier. Dabei zeigten Studien, dass es viel mehr Lehramtsstudierende gibt, die besonders begabt und engagiert sind und somit gute Voraussetzungen für Leadership mitbringen. Deren Stärken und Kompetenzen zu entdecken und sie in die Lage zu versetzen, Führungsaufgaben und Verantwortung im System Schule zu übernehmen, ist das Ziel des Pilotprojekts Perlentaucher.
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04 Veranstaltungen  

[Universität Bremen] Internationales Symposium: How does change happen? Fachbezogene Bildungsprozesse in Transformation – 06./07.07.2015
Gesellschaftliche (demographische) Entwicklungen in Verbindung mit tiefgreifenden Reformen des Bildungs- und Schulsystems stellen den Fachunterricht vor neue Herausforderungen. Das internationale Symposium soll danach fragen, wie sich Lehren und Lernen aus der Perspektive des Fachunterrichts unter diesen neuen Rahmenbedingungen verändern muss/kann, wie diese Veränderungen stattfinden (können) und wie Lernarrangements gestaltet sein müssen, um die erforderlichen Veränderungsprozesse zu initiieren und erfolgreich zu gestalten. Im ersten Teil soll Design-Based Research als ein methodologischer Ansatz zur Erforschung und Gestaltung von Wandel vorgestellt werden. Im zweiten Teil soll die Frage fokussiert werden, wie diese fachdidaktische Entwicklungsperspektive im Mehrebenensystem Schule verankert werden muss, um erfolgreich zu sein. Im dritten Teil soll ausgehend von der Situation an der Universität bzw. im Bundesland Bremen danach gefragt werden, wie und mit welchem Nutzen Design-Based Research für die Ausbildung einer Kompetenz der "Gestaltung von Wandel im Fachunterricht" in den unterschiedlichen Phasen der Lehrerbildung fruchtbar gemacht werden kann.
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05 Internationales  

[Finnland] Abschaffung der Schulfächer – Wirtschaftswoche
Anstatt der gängigen Einteilung der Lehrinhalte an Schulen nach Fächern, sollen diese nun durch "Phänomene" ersetzt werden, die dem "echten" Leben entnommen werden. Der Grund für diese Neustrukturierung sei die Annahme, dass die Einteilung der klassischen Schulfächer den Kindern später den Einstieg in den Beruf erschwere.
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[Großbritannien] More new teachers leaving profession says ATL (Association of Teachers and Lecturers) leader – BBC
Around 38 per cent of newly qualified teachers are quitting their teaching profession after their first year. Some of them do not even start teaching after graduation at all. That's the outcome of a teachers' union's analysis of official figures. In 2005 80 per cent of newly qualified teachers were still working as teachers after their year of qualifying.
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[Österreich] Lehrkräfte sollen länger unterrichten – Kronen Zeitung
Die Steuerreform in Österreich wird Einsparungen im Staatshaushalt für 2016 notwendig machen. Geld soll unter anderem durch eine Erhöhung der Unterrichtszeit für Lehrkräfte eingespart werden. Dies würde bedeuten, dass Lehrkräfte künftig pro Woche um die zwei Stunden mehr Unterricht geben sollen. Bis jetzt erteilen die Lehrkräfte 20-22 Wochenstunden, was einer Gesamtarbeitszeit von 40 Stunden entspricht. Damit würden ca. 360 Millionen Euro pro Jahr im Staatshaushalt eingespart werden.
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[Österreich] Ein neues Studium für fünf Hochschulen – Tiroler Tageszeitung Online
Die Universität Innsbruck, die Pädagogischen Hochschulen Vorarlberg und Tirol, die Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein sowie das Mozarteum Salzburg wollen künftig in Bezug auf das Lehramtsstudium miteinander kooperieren. Im Moment wird in einer Arbeitsgruppe eine Kooperationsvereinbarung erstellt, damit ab Herbst 2016 die ersten Studierenden für das gemeinsame Lehramtsstudium zugelassen werden können.
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[Schweiz] Wenn die schwächste Schülerin bzw. der schwächste Schüler eine Maschine ist – Schweizer Radio und Fernsehen
Ein kleiner Roboter mit Schreibschwäche soll Schulkindern beim Schreiben-Lernen helfen, indem sie diesen selbst unterrichten. Dies ist ein Experiment der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Lausanne, das bereits bei sechs- bis achtjährigen Schulkindern in der Internationalen Schule Genf getestet wurde. Im Interview berichtet Hughes, Verantwortlicher für Ausbildung und Innovation an der Schule, über seine Erfahrungen mit dem Experiment.
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06 Dokumente/Literatur  

Berkemeyer, Nils; Berkemeyer; Jana; Meetz, Frank (Hrsg.): Professionalisierung und Schulleitungshandeln. Wege und Strategien der Personalentwicklung an Schulen. Weinheim, 2015
Wirksames Führungshandeln lässt sich vor allem am Grad der Professionalisierungsprozesse in einem Kollegium bemessen. Der Sammelband möchte dem Zusammenhang von Professionalisierung und Schulleitungshandeln nachgehen und ihn entlang von Beiträgen aus Wissenschaft, Praxis und bildungspolitischer Administration diskutieren.
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Gawlitza, Gabriele: Analyse der Eingangsvoraussetzungen und des Studienerfolges von natur-, sprach-, geistes- und sportwissenschaftlichen Referendaren in Anlehnung an die SioS-L Studie. Saarbrücken, 2015
Die SioS-L Studie der Universität des Saarlandes hat die individuellen Voraussetzungen von Lehramtsstudierenden untersucht. In Anlehnung an diese Studie ist es ein Ziel dieser Arbeit herauszufinden, ob sich natur-, sprach-, geistes- und sportwissenschaftliche Referendarinnen und Referendare für das Lehramt an Gymnasien und an Gesamtschulen bezüglich ihrer kognitiven sowie motivationalen Eingangsvoraussetzungen, ihrer Persönlichkeit sowie in ihrem Studienerfolg voneinander unterscheiden. Zudem wird analysiert, in wieweit die Variablen Abiturnote und Spaß am Studium die Varianz des Studienerfolges aufklären können.
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Krause, Sandra: Die Funktion des Rechts bei der Steuerung schulischer Bildung. Eine rechtsvergleichende Untersuchung für Deutschland, Finnland und die Niederlande. Münster, 2015
Das Abschneiden deutscher Bundesländer bei den Bildungsstudien der vergangenen Jahre indiziere vielfältige Defizite der gegenwärtigen deutschen Bildungspolitik. Ziel der politischen Bemühungen in der näheren Zukunft müsse es sein, diese Defizite zu analysieren, ihre Ursachen zu identifizieren und Wege in Richtung besserer Bildungsergebnisse sowie einer qualifizierteren Erfüllung des schulischen Bildungsauftrages zu weisen. Die vorliegende Dissertation möchte sich der Frage widmen, ob zur besseren Erreichung von Bildungszielen neben einer möglichen Veränderung von Lehrinhalten und Methoden und einer Steigerung der finanziellen Aufwendungen auch eine Modifikation der rechtlichen Strukturen des Bildungssystems empfehlenswert oder gar erforderlich ist.
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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: April 2015 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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04. March 2015

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - März 2015

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus 

Thema:
Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW): "Provokation: Arbeitgeber wollen Tarifvertrag für Lehrkräfte diktieren" – GEW
Auch der zweite Verhandlungstermin in der Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder ist am 27.02.2015 ohne Ergebnis geblieben. Als "Provokation" bezeichnete GEW-Verhandlungsführer Gehrke den Vorstoß der Arbeitgeber, den "angestellten Lehrkräften einen Tarifvertrag zu diktieren". Seit dem 02.03.2015 sind die 200.000 angestellten Lehrerinnen und Lehrer zum Streik aufgerufen.
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Die Entscheidung, ob Lehrkräfte angestellt oder verbeamtet werden, liegt bei den Ländern. Trotz gleicher Qualifikation haben verbeamtete Lehrkräfte gegenüber angestellten Lehrkräften eine Reihe von Vorteilen, ihnen kann nicht gekündigt werden und sie müssen keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen. Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder danach befragt, ob Lehrkräfte, einschließlich Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, verbeamtet werden. Zwischen den Ländern bestehen diesbezüglich erhebliche Unterschiede. In sieben von 13 Ländern, die auf diese Frage antworteten, werden alle Lehrkräfte, auch Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, verbeamtet, zwei Länder verbeamten eingeschränkt, vier Länder verbeamten gar nicht. Die jeweiligen Ergebnisse der Länder finden Sie auf den einzelnen Landesseiten unter dem Punkt „Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil”. Eine bundesweite Übersicht zur Verbeamtung aller Lehrkräfte finden Sie hier, zur Verbeamtung von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern hier.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Frischer Wind für die Lehrerbildung – Erste erfolgreiche Hochschulen bei der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" stehen fest – Gemeinsame Wissenschaftkonferenz
In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern stehen die erfolgreichen Hochschulen der ersten Bewilligungsrunde fest. Für die erste Förderphase wurden 80 Konzepte von Hochschulen eingereicht. In der ersten von zwei Bewilligungsrunden dieser Phase haben 19 Konzepte die Gutachterinnen und Gutachter überzeugt und sind als förderwürdig eingestuft worden. Die Stärkung des Praxisbezugs im Lehramtsstudium und eine intensivere Begleitung angehender Lehrerinnen und Lehrer vom Studium bis zum Beruf bilden dabei Schwerpunkte. Die Lehrerbildung reagiert zudem auf neue gesellschaftliche Anforderungen: Viele Maßnahmen zielen auf den Umgang mit Inklusion und heterogenen Schülerschaften sowie auf den Einbezug neuer Medientechnologien im Lehramtsstudium.
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Podcast: Lehrerausbildung heute – Digital, inklusiv, kompetent – Deutschlandfunk
Die aktuelle Bildungsforschung zeigt, dass Lehrkräfte einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildungserfolge der Schülerinnen und Schüler haben. In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an diesen Beruf immer weiter verändert. Der Podcast beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen, wie eine Reform der Lehrerausbildung aussehen kann, wie Praxiserfahrungen in das Studium integriert werden können und welchen Einfluss die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" nehmen kann.
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Quereinstieg als Lehrkraft: Die Schule ist kein Zufluchtsort – Spiegel Online
Besonders im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) fehlt es an Lehrkräften. Diese Defizite werden teilweise durch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger kompensiert. Hoffmann, Leiterin des Organisationsbereiches Schule in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, rät allerdings, dass potentielle Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zunächst durch ein Praktikum prüfen sollen, ob sie sich wirklich für den Lehrerberuf eignen.
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Hilbert Meyer im Interview über den Lehrerberuf: "Es muss auch mal hart zugehen." – Süddeutsche Zeitung
In dem Interview geht Meyer auf die künftigen Herausforderungen für Lehrkräfte und die daraus resultierenden Anforderungen der Lehrerbildung ein und skizziert die Veränderungen des Lehrerberufs. Meyer war bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Schulpädagogik an der Universität Oldenburg.
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Wissenschaftliche Untersuchung von Sprachfördermaßnahmen in Kitas und Schulen gestartet – Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)
In 120 Kitas und Schulen in zehn Bundesländern hat im Februar 2015 die Untersuchung von sprachfördernden Maßnahmen im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Bildung durch Sprache und Schrift" (BiSS) begonnen. Die beauftragten Projektgruppen führen zunächst eine Bestandsaufnahme der Sprachfördermaßnahmen in den Kitas, in Grundschulen und in weiterführenden Schulen durch. Anschließend erarbeiten sie gemeinsam mit den Einrichtungen Vorschläge für einen wirkungsvolleren Einsatz der Maßnahmen. Schließlich soll auch die Weiterbildung der Lehrkräfte für die Sprachförderung in den Blick genommen werden.
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Robert Bosch Stiftung gewinnt Prof. Pant für die Gründung der Deutschen Schulakademie – Robert Bosch Stiftung
Mit der Deutschen Schulakademie haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung eine bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung gegründet. Die Akademie soll sich mit ihren Angeboten künftig an alle Schulen in Deutschland sowie an Ministerien, Lehrerfortbildungsinstitute, Kommunen und private Schulträger wenden. Sie möchte Materialien für gute Schulpraxis zur Verfügung stellen, zum Erfahrungsaustausch einladen, zu Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung beraten und innovative Fortbildungsmaßnahmen organisieren. Die Programme der Akademie sollen auf dem Wissen der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises aufbauen.
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Primus-Preis des Jahres 2014 – Stiftung Bildung und Gesellschaft
Den Primus-Preis des Jahres 2014 erhält das niedersächsische Projekt "Lehrer im Wohnzimmer". Das Integrationsprojekt bekommt 10.000 Euro von der Stiftung Bildung und Gesellschaft. Bei dem Projekt helfen ehrenamtliche Lehrkräfte Kindern aus Migrationsfamilien, sich in der Schule und im deutschen Alltag besser zurechtzufinden.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Lehramtsstudium: Pädagogische Hochschule (PH) und Universität Hand in Hand – Badische Zeitung
Zum Wintersemester 2015/16 werden die Lehramtsstudiengänge auf das Bachelor-Master-System umgestellt. In diesem Rahmen sollen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen verstärkt miteinander kooperieren. Die Universitäten sollen von der Expertise der Pädagogischen Hochschulen im Bereich der Fachdidaktik und Bildungswissenschaft profitieren, während anders herum die Universitäten ihre Erfahrungen in der Fachwissenschaft zugänglich machen sollen.
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[Baden-Württemberg] Land will Inklusion mit 1.350 neuen Lehrkräften fördern – Stuttgarter Nachrichten
Um den Zusatzbedarf von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen an Regelschulen zu decken, plant die Landesregierung bis 2022/23 insgesamt ca. 1.350 neue Lehrkräfte einzustellen. Dies entspricht einer jährlichen Neueinstellung von etwa 150-200 Lehrkräften im Bereich der Sonderpädagogik. Dabei werden Zusatzkosten von ca. 100 Millionen Euro im Jahr entstehen, so das Kultusministerium.
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[Bayern] Islamunterricht als Schule gegen Extremismus – Die Welt
Der Islamunterricht an Schulen stellt eine Möglichkeit dar, Vorurteilen und Ausländerfeindlichkeit entgegenzuwirken. Allerdings würden noch zu wenige Lehrkräfte für dieses Fach ausgebildet. In Bayern können Studierende den islamischen Religionsunterricht nur an der Universität Erlangen-Nürnberg und auch nur als freiwillige Drittfach-Option studieren. Dadurch könne der Bedarf an Lehrkräften nicht gedeckt werden, so El-Kaisy-Friemuth, Inhaberin des Lehrstuhls für Islamisch-Religiöse Studien.
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[Bayern] Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und Land wollen Lehrerbildung verbessern – BLLV
Der BLLV und das Kultusministerium wollen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Vorschläge für Verbesserungen erarbeiten. Beide Seiten haben vereinbart, dass die Arbeitsgruppe nach Ostern ihre Arbeit aufnehmen wird. So sollen die drei Phasen der Lehrerbildung stärker miteinander verzahnt werden. Dringender Handlungsbedarf bestehe aus BLLV-Sicht auch bei der Berufsfeldorientierung der universitären Lehrerbildung. Hochschullehrkräfte sollten deshalb mehr Unterrichtspraxis an Schulen nachweisen müssen und Lehrkräften sollte der Wechsel von der Schule an die Universität erleichtert werden.
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[Berlin] Jede siebte Lehrkraft ist eine Quereinsteigerin bzw. ein Quereinsteiger – Berliner Zeitung
Für das zweite Schulhalbjahr konnten 700 neue Lehrkräfte eingestellt werden. Etwa 100 dieser Lehrkräfte sind Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ohne abgeschlossenes Lehramtsstudium, von denen man bereits im Sommer, zu Beginn des Schuljahres 2014/15, 300 eingestellt hatte, um dem Lehrkräftemangel entgegen zu wirken.
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[Niedersachsen] Kaum männliche Lehrkräfte an Grundschulen – Nordwest-Zeitung
Immer weniger Männer entscheiden sich für ein Studium für das Lehramt an Grundschulen. In Niedersachsen hat deshalb der Anteil von männlichen Lehrkräften an Grundschulen innerhalb von 25 Jahren von 18,2 auf 11,8 Prozent abgenommen. Nur 2.694 von landesweit 22.882 Lehrkräften an Grundschulen sind männlich.
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[Nordrhein-Westfalen] IT.NRW legt neuen Bildungsreport NRW 2014 vor – Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in NRW ist erstmals seit 20 Jahren wieder knapp unter die Zwei-Millionen-Marke gesunken. Erfreulich: Das Durchschnittsalter der Lehrkräfte in NRW ist im vergangenen Jahr erstmals wieder leicht zurückgegangen. Die knapp 157.000 hauptberuflichen Lehrkräfte waren im Schnitt 46,2 Jahre alt. Weitere Erkenntnisse sind: Knapp 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden im Schuljahr 2013/14 inklusiv, d. h. an einer Regelschule, unterrichtet.
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[Nordrhein-Westfalen] Fortbildung als ein Schlüssel für den Umgang mit Vielfalt – Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Schulministerin Löhrmann hat in Düsseldorf die 135 Absolventinnen und Absolventen des zweiten Durchgangs der landesweiten Moderatorenqualifizierung "Fortbildung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion" ausgezeichnet. Damit sollen die Schulen vor Ort in allen Teilen des Landes Fortbildungen zur Inklusion erhalten können. Interessierte Kollegien können über die Internetseite der Kompetenzteams für die Lehrerfortbildung Kontakt zu den insgesamt 285 Moderatorinnen und Moderatoren aufnehmen.
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[Nordrhein-Westfalen] Latinums-Pflicht für Lehramtsstudierende soll abgeschafft werden – Deutschlandfunk
Schulministerin Löhrmann plant, die Latinumspflicht für Fremdsprachenlehrkräfte abzuschaffen. Das große Latinum sollen künftig nur noch angehende Latein- und Griechischlehrkräfte nachweisen müssen.
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[Rheinland-Pfalz] 10 Millionen Euro gehen für Ausbau der Inklusion an die Kommunen – Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
Seit dem 01.03.2015 erhalten Landkreise und Gemeinden ihre erste Jahresüberweisung auf Basis der "Vereinbarung über den Unterstützungsfonds für die Wahrnehmung inklusiv-sozialintegrativer Aufgaben" zwischen der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden. Mit der Vereinbarung soll die Inklusion im Schulbereich weiter vorangetrieben werden. 10 Millionen Euro jährlich stellt das Land den Kommunen damit zusätzlich zur Verfügung.
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[Sachsen-Anhalt] Rund jede 50. Unterrichtsstunde an Schulen ausgefallen – Die Welt
An allgemeinbildenden Schulen sind im Schuljahr 2013/14 2,3 Prozent aller Unterrichtsstunden entfallen, dies beträgt in etwa jede 50. Unterrichtsstunde. Damit stieg die Ausfallquote im Gegensatz zum Schuljahr 2009/10 (1,5 Prozent) um mehr als 50 Prozent an.
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[Thüringen] Thüringer Kultusministerin verspricht: Lehrkräfte sollen verbeamtet werden – Thüringer Allgemeine
Obwohl die Verbeamtung von Lehrkräften 2008 abgeschafft wurde, wird erneut über dieses Thema diskutiert. Grund dafür sind fehlende Lehrkräfte in den Naturwissenschaften und Fremdsprachen. Auch stünden viele Lehrkräfte in diesen Bereichen kurz vor der Pensionierung.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Universität Münster] 300 Studierende beginnen Praxissemester – Universität Münster
Mit dem ersten Praxissemester in der Ausbildungsregion Münster haben jetzt knapp 300 Studierende der Universität Münster die Möglichkeit, bereits während des Studiums mehr Praxiserfahrungen in Schule und Unterricht zu sammeln als bisher. Nach einer mehr als vierjährigen Vorbereitungsphase wird das neue Element der universitären Lehrerausbildung nun in die Praxis umgesetzt.
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[Universität und Pädagogische Hochschule Heidelberg] Gemeinsame "School of Education" geplant – Rhein-Neckar-Zeitung
Nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrags zwischen beiden Hochschulen im vergangenen Oktober, soll die gemeinsame "School of Education" ab dem 01.04.2015 ihre Arbeit aufnehmen. Für den weiteren Ausbau wurde zudem ein Antrag auf Förderung im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gestellt.
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[Universität des Saarlandes] Wie Grundschülerinnen und Grundschüler mit digitalen Medien leichter Mathe lernen – Universität des Saarlandes
Eine Forschergruppe um Professorin Ladel erforscht, wie Tablet und Whiteboard Grundschülerinnen und Grundschülern helfen, Mathematik besser zu verstehen und wie Lehrkräfte digitale Medien sinnvoll und erfolgreich im Unterricht einsetzen können. Gemeinsam mit angehenden Lehrerinnen und Lehrern entwickelt Ladel derzeit Lehr- und Lernsoftware für Multitouch-Tische weiter. Das sind Arbeitstische mit berührungsempfindlichem Bildschirm.
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[Universität Siegen] Gemeinsam ins Praxissemester – Universität Siegen
36 Studierende der Universität Siegen begannen im Februar 2015 das Praxissemester. Vor und während des Praxissemesters sollen erstmals alle ausbildungsbeteiligten Institutionen gleichzeitig mit den Studierenden zusammenarbeiten. Das neue Praktikumsformat wird von der Universität Siegen verantwortet und in enger Kooperation zwischen dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Siegen, den beteiligten Zentren für Lehrerbildung sowie den Schulen der Ausbildungsregion durchgeführt.
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[Universität Würzburg] Auf dem Weg zur inklusiven Schule – Universität Würzburg
Herausfordernd, spannend und manchmal auch schwierig sei der Weg bayerischer Schulen zur Inklusion. Der bisherige Verlauf und weitere notwendige Schritte standen im Mittelpunkt einer Tagung an der Universität Würzburg. Eingeladen zu der Tagung "Bayern auf dem Weg zu inklusiven Schulen" hatte das Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg – speziell das Begleitforschungsprojekt Inklusive Schulentwicklung. Ziel sollte es sein, zum einen den aktuellen Stand des Forschungsprojekts vorzustellen; zum anderen wollten die Organisatoren "sowohl theoretisch als auch sehr praxisnah Impulse für Lehrkräfte allgemeiner Schulen, Lehrkräfte für Sonderpädagogik, Schulleiter und all jene geben, die derzeit mit der inklusiven Schulentwicklung befasst sind."
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04 Veranstaltungen  

[Verband für Bildung und Erziehung] Deutscher Lehrertag 2015 – Frühjahrstagung – 12.03.2015
Der Weiterbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen befasst sich auf der Frühjahrstagung mit dem Thema "Schüler unter Druck. Die Schule als Ventil?". Der Hauptvortrag von Prof. Dr. med. Schulte-Markwort beschäftigt sich mit Burnout bei Kindern. Darüber hinaus sollen didaktische, praxisorientierte Workshops angeboten werden.
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[Kultusministerium Baden-Württemberg] Umgang mit Vielfalt – Inklusion – vernetzt – 19.03.2015
Ab dem Schuljahr 2015/16 soll durch eine Änderung des Schulgesetzes das Wahlrecht der Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung deutlich gestärkt werden: Künftig sollen sie selbst entscheiden können, ob ihr Kind an einer allgemeinen Schule oder an einer Sonderschule lernt. Kultusminister Stoch wird die für das kommende Schuljahr geplanten schulgesetzlichen Änderungen in der Veranstaltung erläutern und mit den Anwesenden diskutieren.
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[Universität Erfurt] Spring School 2015 – 24./25.03.2015
Die Spring School 2015 hat sich die Professionalisierung von Lehrpersonen und entsprechende Forschungs- und Handlungsansätze zum Rahmenthema gesetzt. Angehende Lehrpersonen stehen vor der Herausforderung, ihre theoriebezogenen Kenntnisse mit den Erfahrungen in der Praxis zu verbinden. Dies gelinge am besten durch die analytische Reflexion des eigenen Handelns während und nach praktischen Tätigkeiten. Reflexionskompetenz bilde somit eine wichtige Komponente pädagogischer Professionalität.
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[Deutsche Telekom Stiftung, Hochschulrektorenkonferenz und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft] Tagung: "Lehrerbildung – Verantwortung für die Zukunft Herausforderungen und Perspektiven" – 11.06.2015
Ende Oktober 1999 verabschiedete die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Expertise zur Situation und Reform der Lehrerbildung und empfahl sie den Bundesländern als Rahmenvorgabe. Der Bericht bündelte damals die vielfältigen Veränderungsideen und wurde zu einem der zentralen Dokumente im weiteren Verlauf der Reform der Lehrerbildung. Was hat sich seitdem in der Lehrerbildung getan? Welche Reformprozesse wurden angestoßen? Was hat sich umsetzen lassen – und was nicht? Welche neuen Ideen, Erkenntnisse und Einsichten sind aufgetreten? Auf dieser Tagung sollen die aktuelle Situation an den Hochschulen diskutiert und einen Blick auf die weiteren Herausforderungen und Perspektiven geworfen werden.
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[Universität zu Köln und Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen] Expertentagung: "Chancen portfoliogestützter Reflexionsarbeit II" – 12.-13.06.2015
Seit Einführung der reformierten BA-/MA-Lehramtsausbildung (LABG 2009) ist die Portfolioarbeit in Form des Portfolio Praxiselemente fest in der nordrhein-westfälischen Lehrerbildung verankert. Zielsetzung dieser Tagung soll sein, die bisherigen Erfahrungen mit dem Portfolio Praxiselemente aus Sicht der beteiligten Akteure aus Schulen, den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und Universitäten hinsichtlich einer reflexiven Praxisbegleitung zu beleuchten und zu bilanzieren. Im Fokus sollen dabei die Chancen portfoliogestützter Reflexionsarbeit innerhalb der Lehramtsausbildung und Anregungen für eine optimierte Reflexionsarbeit stehen.
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[Initiative Schulen der Zukunft] 3. Bildungskongress Schulen der Zukunft – 13.06.2015
"Kompetenzen" ist das Schlag- und Reizwort in der Bildungslandschaft. Der 3. Bildungskongress der Initiative Schulen der Zukunft soll ganz in dessen Zeichen stehen: "Ist das, was die Wirtschaft will und die Wissenschaft sagt, auch das, was Kinder brauchen? Was bedeutet das für die Schule?" Diesen Fragen soll sich in drei Referaten und einem Podiumsgespräch gewidmet werden. Der Nachmittag steht unter dem Motto: "Achtung, fertig, los!" Es gehe darum, über Potenzialentfaltung nicht nur zu reden, sondern mit ganz konkreten Projekten an Schulen aktiv zu werden.
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[Universität zu Köln] Expertentagung: Blickwechsel. Diversity. Internationale Perspektiven der LehrerInnenbildung – 17./18.09.2015
Diversity als Ressource – die Chancen, die sich aus Diversität für die Lehrerbildung ergeben, lassen sich nicht in engen Ländergrenzen und regionalen Zuständigkeiten denken. In Hinblick auf die Ressource Diversity, die oft auch als Herausforderung betrachtet wird, sollen Bildungskonzepte und grundlegende Ansätze der Professionalisierung von Lehrkräften auf internationaler Ebene betrachtet werden. Die Tagung möchte inner- und außeruniversitäre Akteure der Lehrerbildung mit Ideen und Best-Practice-Beispielen anderer Länder in Berührung bringen.
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05 Internationales  

[Luxemburg] Understanding how to teach "intelligence" – Université du Luxembourg
Mehr denn je werde heute Problemlösekompetenz gebraucht, um sich an die rasch verändernde Wirtschaft und Gesellschaft anzupassen. Laut Forscherinnen und Forschern der Universität Luxemburg ist es möglich, diese Fähigkeit, die gemeinhin als "Intelligenz" benannt wird, zu üben und zu lehren. Die Studie soll die Möglichkeit einer neuen Orientierung im Bildungswesen eröffnen. Sie könnte allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ein aktiver Teil der Wissensgesellschaft zu werden.
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[Österreich] Lehrkräfte wünschen sich mehr Entscheidungsfreiheit – derStandard.at
In einer Umfrage "Was Lehrer wirklich wollen" der Initiative "Talente blühen" von Neos gaben die knapp 1.500 befragten Lehrerinnen und Lehrer an, in der alltäglichen Arbeit meist zufrieden zu sein. Sie wünschen sich jedoch mehr Entscheidungsfreiheit, etwa beim Lehrplan, beim Benotungssystem oder der Einteilung von Schulstunden.
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06 Dokumente/Literatur  

Kraus, Anja: Anforderungen an eine Wissenschaft für die Lehrer(innen)bildung. Wissenschaftstheoretische Überlegungen zur praxisorientierten Lehrer(innen)bildung. Münster, 2015
Lehrerinnen und Lehrer sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, einem in stetigem Wandel begriffenen Berufsbild gerecht zu werden. Dieses Buch möchte versuchen die Transformationsprozesse von erziehungs-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Ergebnissen in der Praxis beruflichen Handelns, die bisher kaum beforscht sind, genauer zu untersuchen.
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Meier, Stefan: Kompetenzen von Lehrkräften. Eine empirische Studie zur Entwicklung fachübergreifender Kompetenzeinschätzungen. Münster, 2015
Lehrpersonen als zentrale Akteure des Bildungssystems werden immer stärker in den Blick genommen. So werde eine implizite Wirkungskette unterstellt, die sich über eine gut funktionierende Lehrerbildung, kompetentes Lehrerhandeln bis auf die Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler auswirke. Neben fachspezifischen spielten hierbei auch fachübergreifende Kompetenzen eine wichtige Rolle. Der Autor versucht die Entwicklung fachübergreifender pädagogischer Kompetenzen von Lehrkräften auf individueller Ebene zu untersuchen. Hierzu wurde eine Studie konzipiert, die die subjektiv wahrgenommene Kompetenzentwicklung angehender Lehrpersonen über einen Untersuchungszeitraum von drei Jahren und in drei Phasen der Lehrerbildung erfassen sollte.
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Wirth, Doris: Durch Bildung zur Erziehung oder durch Erziehung zur Bildung. Wege einer gelingenden Schule mit Fällen aus der Praxis. Münster, 2015
Die Arbeit in der Schule könne für jede/n bereichernd sein, wenn er/sie dies wolle, so die These des Buchs. Es hänge vom Einsatz der Person ab, sich auf Erziehung und Bildung einzulassen und Gegebenheiten zu verändern. Beispiele im Buch sollen die harte Seite der Schule aufzeigen, aber auch Wege zu einer gelingenden Veränderung.
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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: März 2015 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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03. March 2015

Gemeinsame Tagung der Deutsche Telekom Stiftung, der Hochschulrektorenkonferenz und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft: "Lehrerbildung – Verantwortung für die Zukunft. Herausforderungen und Perspektiven" am 11.06.2015 in Berlin

Ende Oktober 1999 verabschiedete die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Expertise zur Situation und Reform der Lehrerbildung und empfahl sie den Ländern als Rahmenvorgabe. Der Bericht bündelte damals die vielfältigen Veränderungsideen und wurde zu einem der zentralen Dokumente im weiteren Verlauf der Reform der Lehrerbildung. Was hat sich seitdem in der Lehrerbildung getan? Welche Reformprozesse wurden angestoßen? Was hat sich umsetzen lassen – und was nicht? Welche neuen Ideen, Erkenntnisse und Einsichten sind aufgetreten?

An den Hochschulen ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Lehrerbildung gestiegen. Es wurden fast überall eigene Zentren dafür gegründet, Studienprogramme in den bildungswissenschaftlichen Anteilen deutlicher auf das spätere Berufsfeld abgestimmt; die Situation der Fachdidaktiken hat sich schrittweise verbessert. Zwar gibt es weiterhin große Unterschiede zwischen den Hochschulen, aber die Reformbewegung hat so viel Schwung gewonnen, dass jede Hochschulleitung mit Vorzeigeprojekten dabei sein will.

Auf dieser Tagung wollen die Deutsche Telekom Stiftung, die Hochschulrektorenkonferenz und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die aktuelle Situation an den Hochschulen diskutieren und einen Blick auf die weiteren Herausforderungen und Perspektiven werfen. Der erste Teil des Programms steht unter dem Aspekt: Was haben wir in der Lehrerbildung in der jüngsten Vergangenheit erreicht? Dazu werden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik die bisherigen Entwicklungen bilanzieren. Im zweiten Teil geht es dann um die aktuelle Situation an den Hochschulen. Hier sollen aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, diskutiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Ein "Markt der Möglichkeiten" ergänzt die Tagung. Dort stehen Expertinnen und Experten zum Gespräch zur Verfügung und Beispiele guter Praxis der Lehrerbildung werden präsentiert.

Die Tagung richtet sich an die Fachöffentlichkeit: Hochschulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern, Fachverbänden und Lehrerbildungszentren.

Weitere Informationen

04. February 2015

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - Februar 2015

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus 

Thema:
Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Mehr MINT-Lehrkräfte für Deutschland benötigt. Prognose zum MINT-Lehrerbedarf und zur Bedarfsdeckung – Deutsche Telekom Stiftung
Ein Mangel an Lehrkräften gehöre an vielen allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufe I und II bereits jetzt zum Alltag – in den MINT-Fächern sei die Situation besonders prekär. Im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung ist der Bildungsforscher Klemm der Frage nachgegangen, wie sich der Bedarf an MINT-Lehrkräften (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und die Bedarfsdeckung bis zum Jahr 2025 entwickeln. Bis zum Schuljahr 2025/26 halbiere sich die Zahl der derzeit an allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufe I und II tätigen MINT-Lehrkräfte auf knapp 25.000; der Nachwuchs decke den künftigen Bedarf nicht. Vor allem in den Fächern Technik, Physik und Chemie werden zu wenige Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
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Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder und Hochschulen danach befragt, ob sie spezielle Projekte/Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums in den MINT-Fächern anbieten. Zehn Länder und 39 von 57 Hochschulen, die auf diese Frage antworteten, haben entsprechende Projekte/Kampagnen initiiert. An 15 Hochschulen, die MINT-Fächer anbieten, wird nicht speziell für ein solches Lehramtsstudium geworben. Die Mehrheit der Länder und Hochschulen betreibt also spezielle Maßnahmen für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums in MINT-Fächern. Die jeweiligen Ergebnisse der 16 Länder finden Sie auf den einzelnen Landesseiten, die Ergebnisse der Hochschulen auf den einzelnen Hochschulseiten jeweils unter dem Punkt „Ein- und Umstiegsmöglichkeiten”. Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Auswärtiges Amt vergibt Preise an Auslandsschulen – Bundesverwaltungsamt
Am 06.01.2015 verliehen die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof.' in Dr. Böhmer, und die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Schmidt, die Preise an sieben Auslandsschulen. Bei der Preisvergabe für die beiden Wettbewerbe „Beruf macht Schule – Exzellenzpreis Berufsorientierung in der deutschen Auslandsschularbeit” und „DAS – Gemeinsam lernen und leben – Inklusion an Deutschen Auslandsschulen” zeichne sich der hohe Stellenwert ab, den die Themen „Berufliche Bildung” und „Inklusion” an den Auslandsschulen hätten.
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Startschuss für den Aufbau eines DFG-geförderten „Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung” – bildungsklick.de
Der neue „Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung”, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, hat zwei Ziele: Zum einen soll das Fachportal Pädagogik mit der FIS Bildung Literaturdatenbank zu einem Nachweis- und Recherchesystem erweitert werden. Zum anderen soll die Bereitstellung digitaler Publikationen vereinfacht werden.
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Warum haben Lehrkräfte so einen schlechten Ruf? – Stern.de
Angesichts einer internationalen Studie der Varkey GEMS Stiftung über das negative Image der Lehrkräfte führt der Stern ein Interview mit Udo Rauin, Leiter der Akademie für Lehrerbildung an der Universität Frankfurt.
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Wer wird Lehrkraft? Studie zu Eigenschaften angehender Gymnasiallehrkräfte widerlegt Vorurteile – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
Ein gängiges Vorurteil lautet, dass nur die mittelmäßigen Abiturientinnen und Abiturienten ein Lehramtsstudium beginnen. Dieses Vorurteil widerlegt nun eine Studie des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel und der Universität Tübingen. Die aktuelle Studie zeigt, dass Lehramtsstudierende an Universitäten zu Studienbeginn gleich gute Lernvoraussetzungen aufweisen wie ihre Kommilitonen anderer Fächer und widerlegt damit die in der Öffentlichkeit und an Universitäten bestehenden Vorurteile, nur die Mittelmäßigen und Labilen würden Lehrerinnen und Lehrer.
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Schülerinnen und Schüler wünschen sich ein Pflichtfach Informatik – Bitkom
Die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler wünscht sich ein verpflichtendes Schulfach Informatik in den Klassen 5 bis 10. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 512 Schülerinnen und Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Digitalverbands BITKOM und der LEARNTEC, der Messe für digitales Lernen. Drei Viertel der Schülerschaft halten Informatik als Pflichtfach für eine gute Idee, gerade einmal acht Prozent lehnen dies ab.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Land und Kommunen pokern um Kosten für Inklusion – Focus Online
In Baden-Württemberg ist noch nicht entschieden, ob Land oder Kommunen für die notwendigen baulichen und personellen Kosten der Inklusion aufkommen sollen. Die Kommunen sehen die Umsetzung der Inklusion gefährdet, wenn das Land weiterhin wie geplant nur 12 Millionen Euro zur Verfügung stellen will.
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[Berlin] 30.000 Unterrichtsstunden müssen pro Woche vertreten werden – Der Tagesspiegel
Insgesamt kommt Berlin auf 36 Krankmeldungstage in einem Jahr. In einer Woche müssen ungefähr 30.000 Unterrichtsstunden wegen erkrankter Lehrkräfte vertreten werden. Damit liegt die Krankenquote bei ca. zehn Prozent, wobei an den Schulen keine feste Vertretungsreserve bestehe.
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[Bremen] Männermangel an Grundschulen – Spiegel Online
Um dem Männermangel an deutschen Grundschulen entgegenzuwirken, hat ein Bremer Pädagoge vor zwei Jahren das Projekt „Rent an Teacherman” gegründet. Er stellt männliche Lehrkräfte ein, die er dann für zehn Stunden im Monat an Grundschulen verleiht. Für dieses Projekt erhält der Pädagoge 10.000 Euro von der Bremer Bildungsbehörde.
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[Hamburg] Jede dritte schulische Lehrkraft fordert: 550 Stellen für eine gelingende Inklusion – Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg
Während der letzten Monate hat die GEW unter den schulischen Lehrkräften 5.000 Unterschriften zum Thema „Inklusion braucht mehr” gesammelt, die am 12.01.2015 übergeben wurden. „Die größte Reform an Hamburgs Schulen seit Jahrzehnten soll ohne zusätzliche personelle und sächliche Mittel ins Werk gesetzt werden. Viele Kolleginnen und Kollegen an den Grund- und Stadtteilschulen fühlen sich allein gelassen mit der Verantwortung für gelingende Inklusion”, kommentiert Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Land stellt 115 zusätzliche Stellen für Lehrerinnen und Lehrer bereit – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Das Land möchte im laufenden Schuljahr 115 weitere Stellen für Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stellen. Weil mehr Schülerinnen und Schüler die Schulen besuchen als in der Prognose angenommen, stehen auch mehr Stellen für Lehrkräfte bereit. 60 Stellen sind für Vertretungslehrerinnen und Vertretungslehrer an allgemein bildenden und beruflichen Schulen vorgesehen. Grundschulen, Gymnasien und berufliche Schulen erhalten jeweils 20 Stellen. Im Schuljahr 2013/2014 lag der originäre Unterrichtsausfall an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bei 2,1 Prozent.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Land legt erstes umfassendes Programm für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Schuldienst auf – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern erhalten ca. 170 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Schuldienst eine grundlegende pädagogische Qualifizierung. Das Land startete im Schuljahr 2014/2015 erstmals ein umfassendes Seiteneinsteigerprogramm. Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung vertiefen berufsbegleitend ihre Kenntnisse, wie sie Schülerinnen und Schülern den Unterrichtsstoff besser vermitteln und Unterricht besser gestalten können. Schwerpunkte der grundlegenden Qualifizierung sind die Vermittlung von Unterrichtsinhalten, Planung von Unterricht, Förderdiagnostik sowie Bewertung von Schülerleistungen.
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[Nordrhein-Westfalen] Grundlegende Reformierung der Qualitätsanalyse gefordert – lehrer nrw - Verband für den Sekundarbereich
Die Vorsitzende des Verbands lehrer nrw, Balbach, erklärt, dass die Qualitätsanalyse ein wichtiges und sinnvollles Instrument sei, jedoch von der Landesregierung so praktiziert werde, dass sie an der Unterrichtspraxis und an der schulischen Realität vorbeigehe. „In der Regel kommen die Qualitätsprüferinnen und Qualitätsprüfer der Bezirksregierungen für eine 20-minütige Stippvisite in den Unterricht, haken ihren Kriterienkatalog ab und besuchen dann die nächste Unterrichtsstunde. Das wirft bestenfalls ein Schlaglicht auf das Unterrichtsgeschehen und begünstigt inszenierte Vorführstunden”, kritisiert Balbach.
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[Thüringen] Gothaer Erklärung – Sofortprogramm zur Unterstützung von Flüchtlingskindern in der Schulbildung – Thüringer Allgemeine
Aufgrund der ad-hoc-Verteilung von Flüchtlingen sind nahezu alle Kindergärten und Schulen mit deren Integration konfrontiert. Kinder und Jugendliche ohne deutsche Sprachkenntnisse in den Einrichtungen aufzunehmen und zu fördern, ist keine leichte Aufgabe und braucht Unterstützung. Insbesondere fehle es laut GEW an qualifizierten Lehrkräften im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und an der Einrichtung von Netzwerkschulen, um Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen gemeinsam im Deutschunterricht unterrichten zu können.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Stiftung Universität Hildesheim] Suchen mit der blinden Kuh: Digitale Medien in der Grundschule – Stiftung Universität Hildesheim
Wie digitale Medien in der Grundschule eingesetzt werden, damit befassen sich Studierende der Informationswissenschaft der Universität Hildesheim. Sie wollen mit dem Online-Kurs „Digitales Lernen in der Grundschule” ab Januar bundesweit Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer sowie Lehramtsstudierende erreichen und über den sicheren Einsatz von mobilen Geräten wie Tablets im Unterricht informieren. „Digitale Medien erlauben es uns im Idealfall Lehr- und Lernumgebungen zu verbessern. Das Lernen selbst können sie uns nicht abnehmen”, sagt Prof. Griesbaum.
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[Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)] 10-jähriges Bestehen des Münchner Zentrums für Lehrerbildung (MZL) – Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
In den zehn Jahren seines Bestehens sei es dem MZL gelungen, den Lehramtsstudierenden im großen universitären Betrieb der LMU ein echtes Zuhause zu geben. „Es galt, das Nebeneinander von Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik und Fachwissenschaften zu überwinden, die schulpraktischen Studien neu zu gestalten, den wissenschaftlichen Nachwuchs besser zu fördern, die erste und zweite Phase der Lehrerausbildung stärker miteinander zu verzahnen und den Kontakt zwischen Universität und Schule weiterzuentwickeln”, sagte Wissenschaftsminister Spaenle.
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[Universität des Saarlandes] Besser lernen durch freies Forschen: Grundschullabor soll neue Wege für den Sachunterricht zeigen – Universität des Saarlandes
Wer selbst eine Lösung erarbeitet hat, versteht besser, wie die Dinge zusammenhängen. Markus Peschel will den kindlichen Forscherdrang für ein solch tieferes Verständnis im Sachunterricht nutzen. Er setzt sich für eine Öffnung des Sachunterrichts hin zum freien Forschen ein. Im neuen Grundschullabor für Offenes Experimentieren (GOFEX) wollen Peschel und sein Team Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Kinder für neue Wege zum Aha-Erlebnis begeistern. Hierzu hat Peschel jetzt eine Kooperation mit saarländischen Schulen gestartet.
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[Universität Siegen] Universität Siegen und Stadt planen Netzwerk zur Schulentwicklung – WAZ
Siegen plant ein Netzwerk zur Schulentwicklung. Es soll den Schulen einerseits helfen, den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln. Die Universität soll auf der anderen Seite in Bezug auf die Lehrerbildung profitieren. Ein Konzept soll dem Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung spätestens im Februar vorgelegt werden, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Schmidt.
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04 Veranstaltungen  

[Universität Osnabrück] Lernwerkstattarbeit als Prinzip – Möglichkeiten für Lehre und Forschung – 08.-10.02.2015
Hier soll eine Plattform bereitgestellt werden, die es ermöglicht, Erfahrungen, Erkenntnisse und Ergebnisse von Hochschullernwerkstätten in ihrer konzeptionellen Vielfalt auszutauschen und zu diskutieren. Dabei sollen zwei Felder in den Veranstaltungen beleuchtet werden: Zum einen Konzepte von Hochschullernwerkstätten als Räume für Lehre und/oder Forschung und ihre Umsetzung in der universitären Praxis und zum anderen die Lernwerkstattarbeit als Arbeitsprinzip im Wissenschaftskontext.
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[Professional School of Education der Ruhr-Universität Bochum] 3. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) – 11.-13.03.2015
Die Tagung steht unter dem Motto „Heterogenität.Wert.Schätzen” und soll ein Forum für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten, die in den unterschiedlichsten Disziplinen mit empirischen Methoden Fragen der Bildungsforschung bearbeiten. Durch die Vorstellung der wissenschaftlichen Ergebnisse sollen Themen der Bildungsforschung aus verschiedenen disziplinären Perspektiven beleuchtet werden und aus dem Zusammenführen der verschiedenen Blickwinkel ein umfassenderes Bild zu Fragen der Bildung ergeben. Die Tagung wird ergänzt durch eine Nachwuchstagung, die vom 09.-10.03.2015 unter dem gleichen Motto wie die GEBF-Tagung mit dem Titel „Zwischen empirischen Daten und unterrichtspraktischer Relevanz – Publizieren in den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften” stattfinden wird.
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[Universität Paderborn] 7. Paderborner Grundschultag „Grundschule aktuell: inklusiv – kooperativ – vernetzt” – 18.03.2015
Mit dem gewählten Motto möchte die Projektgruppe „Grundschule Plus” des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) beim siebten Paderborner Grundschultag den Fokus auf Inklusion, Kooperation und Vernetzung richten. Die intensive Diskussion zeigt, dass Kooperation eine der wichtigsten Aufgaben im Zusammenhang mit Inklusion ist. Gemeint ist nicht nur der Austausch innerhalb der Schulen, beispielsweise zwischen Regelschul- und Förderlehrkräften oder Lehrerteams und Eltern, sondern auch die Kooperation der Kinder untereinander im Sinne von Peer-Learning-Prozessen. Darüber hinaus sollen aber auch institutionsübergreifende Kooperationen zwischen Grundschulen, weiterführenden Schulen, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten usw. angestoßen werden, um ein multiprofessionelles Netzwerk aufbauen zu können, aus dem sich eine bestmögliche Förderung der Kinder einerseits und eine Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer andererseits entwickeln können.
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[Bundeszentrale für politische Bildung] 13. Bundeskongress Politische Bildung – Ungleichheiten in der Demokratie – 19.-21.03.2015
Der Kongress will aktuelle Befunde über asymmetrische Entwicklungen zur Diskussion stellen. Dabei werden neuere Themen, wie z.B. Big Data oder Neuro-Enhancement, aber auch „klassische” Fragestellungen, wie Diskriminierung und soziale Ungleichheit, thematisiert. Dazu gehören z.B. die Entstehung von Daten- und Technologiemonopolen, der in diesem Zusammenhang prognostizierte Einfluss auf menschliches Konsum- und Kommunikationsverhalten, veränderte Wertschöpfung, das Verschwinden der Arbeit und daraus resultierende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen.
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[Universität Flensburg] Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit in Ausbildung und Unterricht – 20.-21.03.2015
Gegenstand der Tagung soll die Auseinandersetzung mit methodischen und inhaltlichen Fragen sein, die sich bei der Erforschung von Einstellungen angehender Lehrkräfte zu den Themen Deutsch als Zweitsprache und migrationsbedingter Mehrsprachigkeit ergeben. Den Ausgangspunkt stellt dabei das Projekt „Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit in Ausbildung und Unterricht” dar. Im Laufe der Tagung sollen sowohl Ergebnisse einer im Projekt durchgeführten (bundes-)länderübergreifenden Fragebogenstudie vorgestellt als auch methodische Fragestellungen, z. B. die Arbeit mit Fallvignetten betreffend, diskutiert werden. Diese Beiträge sollen um weitere Vorträge von projektexternen Referentinnen und Referenten ergänzt werden, die aus Forschungsprojekten mit ähnlichen inhaltlichen Schwerpunkten berichten.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)] 25. DGfE-Kongress: Räume für Bildung. Räume der Bildung – 13.-16.03.2016
Das Kongressthema „Räume für Bildung. Räume der Bildung.” möchte den gesellschaftlichen Raum, der Bildung gewährt oder verhindert, ebenso in den Blick nehmen wie die physischen und sozialen Räume, in denen Bildung stattfindet. Ermöglicht werden soll die Diskussion von Fragen einer optimalen Modulation von Kulturen der Bildung und Erziehung ebenso wie der Bedeutung sozial-räumlicher Strukturen und Bedingungen für die Gestaltung institutionalisierter, öffentlicher Bildung und Erziehung. Unterschiedliche erziehungswissenschaftliche Fragestellungen sollen unter Rückgriff auf theoretische und empirische Wissensbestände und mit Bezug auf verschiedene, quantitative und qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden diskutiert werden.
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05 Internationales  

[Niederlande] Wo jeder eine Schule gründen kann – derStandard.at
Die Niederlande gestehen laut des OECD-Vergleichs ihren Schulen die meiste Autonomie zu. Dazu gehört, dass niederländische Schulen ihre Lehrkräfte selbst einstellen und diese frei über Unterrichtsmethoden entscheiden können. Darüber hinaus kann in den Niederlanden gemäß Verfassung jeder eine Schule gründen.
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[Österreich] Verländerung der Lehrerinnen und Lehrer: Volkspartei nimmt neuen Anlauf – kurier.at
Ziel der Bildungsreform soll eine bessere Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern sein. Um zu verhindern, dass in Österreich viele verschiedene Schulsysteme entstehen, sollen Ziele und Lehrinhalte vom Bund vorgegeben und von den Ländern organisiert werden.
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[Schweden] Inklusion in Schweden – Süddeutsche Zeitung
Die UNESCO-Kommission nennt Schweden als Vorbild, wenn es um die Umsetzung von Inklusion an Schulen geht. Hier werden Kinder bis zum neunten Schuljahr an einer gemeinsamen Schule unterrichtet, die Eltern haben lediglich die Wahl zwischen einer öffentlichen oder privaten Trägerschaft. Allerdings bestehen auch in Schweden noch Probleme: Die Gemeinden haben große Freiheit in der Umsetzung, was zu erheblichen regionalen Unterschieden führt, und oft werden Kinder mit speziellem Förderbedarf in kleinen Sondergruppen unterrichtet.
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[Schweiz] Studiengänge für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sollen verstetigt werden – Neue Zürcher Zeitung
Aufgrund des Lehrermangels an den Volksschulen, sollen die im Jahre 2011 eingeführten und ursprünglich bis 2015 befristeten Studiengänge an der Pädagogischen Hochschule Zürich ins reguläre Angebot aufgenommen werden. Darüber hinaus soll gesetzlich die Möglichkeit geschaffen werden, einen Masterstudiengang für Lehrkräfte der Sekundarstufe I einzurichten. Dieser solle sich an Lehrkräfte mit einem Bachelorabschluss für die Primarstufe bzw. an Personen mit einem Bachelorabschluss in möglichen Unterrichtsfächern der Volksschule richten.
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[Schweiz] Institut für Bildungswissenschaften in Basel eröffnet zahlreiche Promotionsmöglichkeiten – Schweiz am Sonntag
Das gemeinsame Institut der Universität Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) soll künftig allen Absolventinnen und Absolventen aller Hochschulen eine Promotion ermöglichen, also auch jenen der Fachhochschule und der Pädagogischen Hochschule. Spätestens im Herbst sollen die ersten Kandidatinnen und Kandidaten mit ihrer Promotion in Fachdidaktik beginnen, weitere Promotionsstudiengänge im Bildungsbereich sollen in den kommenden Jahren folgen. Dabei gehe es auch darum, den akademischen Nachwuchs zu sichern. Promovierte Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker fehlen, weil es kein entsprechendes Pendant an der Universität gibt.
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[Tschechien] Stopp für 2.000 Lehrkräfte wegen fehlender Qualifikation – Radio Praha
Seit dem 01.01.2015 gilt in Tschechien ein Gesetz, das besagt, dass nur Lehrkräfte, die ein Schulamtsstudium absolviert haben, auch an den Schulen unterrichten dürfen. Diese Regelung wird schätzungsweise 2.000 von 145.000 Lehrkräften betreffen. Diese können meist nur ein entsprechendes Fachstudium vorweisen.
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06 Dokumente/Literatur  

Klemm, Klaus: Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Fächer: Zur Bedarfs- und Angebotsentwicklung in den allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufen I und II am Beispiel Nordrhein-Westfalens. Essen, 2015
Ein Mangel an Lehrkräften gehöre an vielen allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufe I und II bereits jetzt zum Alltag – in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sei die Situation besonders prekär. Im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung ist der Bildungsforscher Klemm der Frage nachgegangen, wie sich der Bedarf an MINT-Lehrkräften und die Bedarfsdeckung bis zum Jahr 2025 entwickeln. Hierzu hat Klemm eine Prognose am Beispiel Nordrhein-Westfalens erstellt.
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Perrefort, Marion: Der deutsch-französische Grundschullehreraustausch. Mobilitätserfahrungen im Perspektivenwechsel. Münster, 2015
Obwohl zahlreiche Studien zu verwandten Themen vorliegen, ist die Auslandserfahrung im Rahmen einer Grundschullehrerlaufbahn noch nicht eingehend als Forschungsgegenstand behandelt worden. Aus der Sicht der Beteiligten und aus einer analytischen Perspektive sollen die sozialen, kulturellen und symbolischen Dimensionen der Grundschullehrermobilität erfasst und gedeutet werden. Wie haben sich die Lehrenden ihr Potential im anderen Land erschlossen? Welchen persönlichen, berufsbiografischen und interkulturellen Ertrag sehen sie in ihrem Auslandsaufenthalt? Sind Perspektiven- und Kompetenzzuwachs bei der Rückkehr in den Berufsalltag übertragbar? Wie positionieren sie sich gegenüber Identitätsfragen, die der Auslandsaufenthalt aufgeworfen hat?
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Streber, Doris: Grundwissen Lehrerbildung: Umgang mit Heterogenität. Berlin, 2015
Das dritte Band zur Cornelsen-Reihe „Grundwissen Lehrerbildung” beschäftigt sich mit der Frage: Welche Argumente bestehen für das Unterrichtsprinzip der Heterogenität? Dabei sollen die Chancen und Bereicherungen, Diagnoseinstrumente, hilfreiche Maßnahmen bei der Umsetzung sowie der Einsatz von Förderplänen vorgestellt werden.
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Ulbricht, Arne: Schule ohne Lehrer? Zurück in die Zukunft. Göttingen, 2015
Mit fiktivem Personal möchte Ulbricht aufzeigen, welche Gefahren es berge, wenn Schule so weitermache wie bisher. Die Analyse des Ist-Zustands, der den Trend zur totalen Digitalisierung gerade erst erahnen lasse, münde in ein sich dramatisch negativ zuspitzendes Szenario: Schülerinnen und Schüler ergoogeln sich während der Gruppenarbeit in Sekundenschnelle das Weltwissen und spielen anschließend Quizduell. Der verpönte Lehrervortrag werde durch den Schülervortrag in Form einer unverstandenen Hochglanz-Powerpoint-Präsentation abgelöst; die Benotung erfolge mithilfe einer Lehrersoftware, die vom Tablet abgelesen wird. Die Lehrkraft als pädagogisch agierende Person verschwinde vollkommen von der Bildfläche.
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Stand: Februar 2015 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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07. January 2015

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - Januar 2015

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus 

Thema: Mobilität


[Thüringen] Lehrermangel: Hunderte Absolventinnen und Absolventen müssen angeworben werden – Thüringer Allgemeine Zeitung
Die rot-rot-grüne Landesregierung versprach in ihrem Wahlprogramm, dass 2015 500 neue Lehrkräfte eingestellt werden sollen. Allerdings könnten nur 300 Stellen mit Absolventinnen und Absolventen aus Thüringen besetzt werden. Vor allem in den Fremdsprachen und Naturwissenschaften fehle es an Bewerberinnen und Bewerbern. Diese sollen jetzt aus anderen Bundesländern angeworben werden.
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Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder befragt, ob es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende gibt. So werden in vier Ländern Informationen landesweit zur Verfügung gestellt. Die übrigen Länder bieten keine solchen Informationen auf Landesebene an. Entsprechend schwierig erscheint es für Länder, Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen zu rekrutieren, wenn in der Mehrzahl der Länder nicht flächendeckend über Mobilitätsmöglichkeiten informiert wird. Die jeweiligen Ergebnisse der 16 Länder finden Sie auf den einzelnen Landesseiten unter dem Punkt "Mobilität". Eine bundesweite Übersicht über die Situation in allen Ländern finden Sie hier.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Chancenspiegel: Bildungschancen stark abhängig von sozialer Herkunft und Wohnort – Bertelsmann Stiftung
Seit dem Pisa-Schock habe sich in Deutschlands Schulen eine Menge verbessert: Weniger Jugendliche ohne Schulabschluss, mehr Abiturientinnen und Abiturienten, Aufstieg bei internationalen Leistungsvergleichen. Die größte Baustelle aber bleibe die Chancengerechtigkeit. Benachteiligte Kinder vermöge die Schule nicht ausreichend zu fördern. Der Chancenspiegel versucht jährlich zu analysieren, wie gerecht und leistungsstark das jeweilige Schulsystem der Bundesländer ist. Die diesjährige Neuauflage kommt zu dem Schluss, dass die Unterschiede zwischen den Bundesländern groß seien, aber kein Land in allen Bereichen Spitze oder Schlusslicht. Neu und im Ausmaß überraschend sei, dass Bildungschancen auch innerhalb der einzelnen Bundesländer regional höchst ungleich verteilt seien.
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Quereinstieg im Kunstunterricht – Süddeutsche Zeitung
Neben Lehrkräften in den Fächern Mathematik und Physik mangele es nun auch im Bereich Kunst an Lehrkräften. So gab es für den Februar 2014 in Bayern lediglich 14 neue Referendarinnen und Referendare. Die Kultusministerien suchen bereits Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die teilweise weder ein Studium noch ein Abitur vorweisen können.
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Wann ist eine Schule wirklich gut? – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bislang waren die Klassengrößen, Fortbildung der Lehrkräfte und die Ausstattung der Schulen bei den Eltern wichtige Faktoren, um sich für eine Schule zu entscheiden. Neuesten Erkenntnissen zufolge seien diese Kriterien allerdings sekundär. Entscheidend sei – wie bei Unternehmen – das Management.
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Wirtschaft in der Schule: Keine Angst vor Unternehmen – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Scheu vor einer engeren Kooperation von Schulen und Unternehmen sei wegen ihrer unterschiedlichen Zielsetzung meist recht groß. In den Schulen gehe es um Bildung, Unternehmen hingegen hätten Umsatz und Gewinn im Blick. Allerdings könnten Schulen von einer Kooperation, bei der die Erfahrungen mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam reflektiert werden, ebenso wie die Unternehmen profitieren.
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Länderspezifische News

[Bayern] Inklusion: Lehrkräfte seien am Ende ihrer Kraft – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Für viele Lehrkräfte sowie Schulleiterinnen und Schulleiter zähle die Inklusion zum größten Belastungsfaktor. Auch gut fünf Jahre nach der Ratifizierung der UN-Konvention durch die Bayerische Staatsregierung erlebten viele Pädagoginnen und Pädagogen, dass die Voraussetzungen für eine gelungene Umsetzung an den Schulen noch immer mangelhaft seien. Die Tatsache, dass sich immer mehr Lehrkräfte an die Rechtsabteilung des BLLV wenden, wertet Wenzel, der Präsident des Verbandes, als Indiz dafür, dass der Handlungsbedarf groß sei.
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[Bayern] Studierende kritisieren Lehrerausbildung an bayerischen Unis – Nordbayern.de
Die "Initiative Bayerischer Lehramtsstudierender" (IbLS) kritisiert in einem offenen Brief an das Bildungsministerium die Lehramtsausbildung an den bayerischen Universitäten. Die Universitäten seien unterfinanziert: Sowohl die räumlichen als auch die personellen Ressourcen seien nicht ausreichend, worunter die Qualität der Lehre leide.
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[Berlin] Wie Lehrkräfte Inklusion lernen: Das kleine Einmaleins für alle – Der Tagesspiegel
Zum Wintersemester 2015/16 wird das reformierte Lehrerbildungsgesetz an den Berliner Universitäten in Kraft treten. Mit der Reform wird der Studiengang Sonderpädagogik abgeschafft, dafür müssen alle angehenden Lehrkräfte zwölf von insgesamt 300 Leistungspunkten im Bereich der sonderpädagogischen Grundqualifikationen erwerben.
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[Niedersachsen] Niedersachsen fehlen mehr als 1.000 Sonderpädagogen – Weser Kurier
In Niedersachsen fehlen an Regelschulen Lehrkräfte mit sonderpädagogischen Qualifikationen für Kinder mit speziellem Förderbedarf. Insgesamt mangele es ungefähr an 1.000 Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, um den Bedarf an sonderpädagogischen Stunden zu erfüllen.
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[Rheinland-Pfalz] Bundesurteil: Rheinland-Pfalz muss bei Schulreform nachbessern – Allgemeine Zeitung
Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts muss es den Lehrkräften in Rheinland-Pfalz, die von einer Grund- oder Hauptschule an eine "Realschule plus" wechselten, ermöglicht werden, Zusatzqualifikationen zu erwerben, sodass sie für das "Amt eines Lehrers" mit der Befähigung für das Lehramt an einer "Realschule plus" geeignet sind. Bis jetzt werden ehemalige Lehrkräfte der Grund- und Hauptschulen schlechter bezahlt als Lehrkräfte, die ein Studium für die Realschule abgeschlossen haben.
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[Sachsen] Einheitliche Bildungsstandards sollen forciert werden – sz-online.de
Am 01.01.2015 übernahm Sachsens Kultusministerin Kurth den Vorsitz in der Kultusministerkonferenz. Ihr Anliegen sei es, länderübergreifend weitere Standards festzusetzen und die Lehrerausbildung an den Universitäten weiter in den Fokus zu rücken.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Graduiertenakademie Pädagogische Hochschulen] "Zukunftsforum Bildungsforschung" der Graduiertenakademie – Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Mit dem "Zukunftsforum Bildungsforschung" haben die Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg ein neues Element in das Programm der "Graduiertenakademie Pädagogische Hochschulen" (graph) integriert. Das Nachwuchssymposium soll verstärkt auf thematische Fokussierung und wissenschaftliche Vernetzung setzen.

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[Universität Bremen] Fachdidaktik-Team gewinnt "MINT von morgen Schulpreis" – Universität Bremen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Bremen haben gemeinsam mit vier Lehrkräften der Lise-Meitner-Schule (KGS) Stuhr-Moordeich Unterrichtsvorschläge entwickelt. "Natur inspiriert: Bionik" ist das Thema für ihre multimediale Lernumgebung. Jetzt haben sie beim Wettbewerb "MINT von morgen Schulpreis" dafür den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz gewonnen. Er wird von der Joachim-Herz-Stiftung und der Initiative "MINT Zukunft schaffen e. V." vergeben. Der preisgekrönte Unterricht aus Bremen basiert auf der Vermittlung von Inhalten durch die Verbindung von digitalen Medien, Experimenten und forschendem Lernen.

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[Universität Koblenz-Landau (Campus Landau)] 65 Jahre Lehrerbildung in Landau – Universität Koblenz-Landau
Landau ist – seit 1990 – eine der kleinsten Universitätsstädte Deutschlands. Damals wurde die Erziehungswissenschaftliche Hochschule (EWH) des Landes Rheinland-Pfalz zur Universität erhoben. Gemeinsam mit dem Campus in Koblenz und dem Präsidialamt in Mainz besteht seitdem die Universität Koblenz-Landau. Zum Jubiläum im kommenden Herbst soll die Geschichte der Universität und ihrer Vorgänger eingehender erforscht werden. Ein Ergebnis: Am 10.12.1949 erfolgte die feierliche Übergabe der Pädagogischen Akademie Landau. Sie war ursprünglich eine rein katholische Bildungsstätte. Mit dem Wintersemester 1949/1950 begann die Lehrerausbildung in Landau.

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[Universität Köln] Studierende bringen Flüchtlingen Deutsch bei – Deutschlandfunk
Um jungen Flüchtlingen zu ermöglichen, Deutsch zu lernen, unterrichten Lehramtsstudierende der Universität Köln freiwillig ungefähr 150 Flüchtlingskinder. Eine vermutlich für beide Seiten gewinnbringende Initiative.

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[Universität Wuppertal] Bergische Universität für Internationalisierung in der Lehrerbildung ausgezeichnet – Universität Wuppertal
Für beispielhafte Förderung der Mobilität im Lehramtsstudium hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) der Universität Wuppertal den mit 20.000 Euro dotierten Preis "Committed to Uniqueness 2014" (COM2UNI) verliehen. Im Rahmen des Programms "PrimA" (Praktikum im Ausland) erleben Wuppertaler Lehramtsstudierende den Unterrichtsalltag an britischen Schulen und sollen sich auf diese Weise noch besser auf ihren künftigen Beruf vorbereiten können.

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04 Veranstaltungen  

[Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)] Internationales Expertenseminar zur Internationalisierung der universitären Lehrerbildung – 11.02.2015
Da auch der Lehrerberuf von den Auswirkungen der Globalisierung betroffen ist, sind Lehrkräfte nun gefragt, ihre Schülerinnen und Schüler zu einer aktiven Teilhabe an einer globalisierten Welt zu befähigen. Diese Entwicklung erfordert zwangsläufig eine Neuausrichtung der Lehrerbildung an deutschen Hochschulen. So rückt der Erwerb interkultureller Kompetenzen zunehmend in den Vordergrund der universitären Lehrerbildung. Das internationale Expertenseminar soll über die Grenzen der deutschen Lehrerbildung hinausblicken und mittels Praxisbeispielen aus verschiedenen europäischen Ländern Einblicke in erfolgreiche Modelle zur Internationalisierung geben.
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[Humboldt-Universität] Inklusion im Fokus von Schule und Universität – 27.02.2015
Die Professional School of Education (PSE) lädt alle an der Lehrerbildung Beteiligten und Interessierten zu einem Dialog über die Schule und Universität verbindenden Aufgaben und Herausforderungen im Zuge der Inklusion ein. Das Ziel des PSE-Diskussionsforums "Inklusion im Fokus von Schule und Universität" soll sein, theoretische und praktische Perspektiven auf inklusiven Unterricht zusammenzuführen und Möglichkeiten der Verzahnung von Ausbildungsinhalten in den unterschiedlichen Phasen der Lehrerbildung herauszuarbeiten.
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05 Internationales  

[Finnland] Mit finnischem Muuvit-Programm soll mehr Bewegung in den Unterricht gebracht werden – Finnland.de
Das kostenlose Unterrichtsprogramm "Muuvit" soll Lehrkräfte dabei unterstützen, mehr körperliche Bewegung in den alltäglichen Unterricht zu integrieren. Die Kinder sollen motiviert werden, sich wenigstens zwei Stunden am Tag körperlich zu betätigen, da sich Bewegung nachweislich positiv auf die Funktionen und Strukturen des Gehirns auswirke.
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[Luxemburg] Optimierung der Lehrerausbildung durch neues Bildungsinstitut soll Unterricht verbessern – Tageblatt
Die Einrichtung eines neuen Bildungsinstituts, dem "Institut de formation de l'éducation nationale" (IFEN), soll die Lehrerausbildung in Luxemburg verbessern. Schulminister Meisch stellte dieses am 10.12.2014 vor. Das Institut soll unter anderem die neu eingeführte dreijährige Praktikumszeit und die Fortbildung der Lehrkräfte sowie des übrigen schulischen Personals organisieren und evaluieren.
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[Schweiz] Schweizer Lehrkräfte fühlen sich überlastet – Schweizer Radio und Fernsehen
Schweizer Lehrkräfte fühlen sich in ihrem Beruf überlastet, wie eine Umfrage des Lehrerverbandes, an der sich 15.000 Lehrkräfte beteiligt haben, zeigt. Viele Lehrkräfte seien deshalb auf Teilzeitarbeit umgestiegen. Die ausführliche Studie „Die Berufszufriedenheit der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer” finden Sie hier.
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06 Dokumente/Literatur  

Aktionsrat Bildung (Hrsg.): Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal. Empfehlungen zur Kompetenz- und Organisationsentwicklung. Münster, 2014
Das vorliegende Gutachten geht der Frage nach, wie eine effektive Prävention psychischer Belastungen beim Bildungspersonal aussehen kann. Es gelte, die Diskussion über psychische Belastungen zu versachlichen und auf der Basis einer wissenschaftlich fundierten Bestandsaufnahme Handlungsoptionen zu identifizieren. Denn Personal, das auch schon vor einer Verrentung unter der als Burnout bezeichneten Syndromatik leidet, leiste zwangsläufig in der Qualität beeinträchtigte Arbeit. Qualitätsabstriche solcher Art im Bildungswesen haben indessen erhebliche Folgen für den Bildungs- und Ausbildungsstatus der nachwachsenden Generationen und damit auch langfristige Effekte.
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Beiträge zur Lehrerbildung. Zeitschrift zu Theorie und Praxis der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern 3/2014: Kompetenzorientierung. Langnau, 2014
Das aktuelle Heft beschäftigt sich unter anderem mit den folgenden Themen: Kompetenzorientierung als Leitbegriff der Didaktik – Das kognitive Anforderungsniveau von Aufgaben analysieren und modifizieren können – Lehr- und Lernmaterialien im kompetenzorientierten Unterricht – Kompetenzorientierten Unterricht planen.
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Bertelsmann Stiftung; Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund; Institut für Erziehungswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Hrsg.): Chancenspiegel 2014. Regionale Disparitäten in der Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme. Bielefeld, 2014
Die Chancengerechtigkeit in den deutschen Schulsystemen mache zwar stetige, aber nur langsame Fortschritte. Weniger Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss, und der Anteil der Hochschulzugangsberechtigten steigt. Der Bildungserfolg jedoch ist nach wie vor stark von der sozialen Herkunft abhängig. Der Chancenspiegel analysiert jährlich, wie gerecht und leistungsstark das jeweilige Schulsystem der Bundesländer ist. Bildungsforscher vergleichen dafür die Durchlässigkeit der Schulsysteme sowie die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler, sich ins Schulsystem zu integrieren, fachliche Kompetenzen zu entwickeln und gute Abschlüsse zu erhalten.
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Bosse, Stefanie; Spörer, Nadine: Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. In: Empirische Sonderpädagogik 4/2014. S. 279-299. Lengerich, 2014
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern unterschiedliche Facetten der Einstellung und der Selbstwirksamkeit bezogen auf inklusives Unterrichten reliabel mittels Selbstauskunft erhoben werden können. Hierzu wurden Lehramtsstudierende über ihre Einstellung zur Gestaltung inklusiven Unterrichts sowie zu Effekten und zum Einfluss des Schülerverhaltens auf inklusiven Unterricht befragt. Zudem wurde die Selbstwirksamkeit bezogen auf die Gestaltung inklusiven Unterrichts, den Umgang mit Unterrichtsstörungen sowie die Zusammenarbeit mit Eltern erfasst.
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Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) (Hrsg.): Der Berufsauftrag der Lehrerinnen und Lehrer. Zürich, 2014
Der Lehrberuf hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Neue Tätigkeitsfelder von erheblichem Ausmaß sind dazu gekommen. Der "Berufsauftrag der Lehrerinnen und Lehrer" berücksichtige sowohl neue Arbeitsfelder als auch Erkenntnisse aus Berufszufriedenheits- und Arbeitszeitstudien. Des Weiteren seien im Berufsauftrag wichtige Postulate für eine bessere Grundausbildung und eine professionelle Weiterbildung für Lehrpersonen enthalten.
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Hänsel, Dagmar: Sonderschulausbildung im Nationalsozialismus. Bad Heilbrunn, 2014
Mit diesem Band soll eine auf umfassender Quellenforschung basierende Analyse der Sonderschullehrerausbildung im Nationalsozialismus vorgelegt werden, die reichsweite und regionale Entwicklungen in Hamburg, Halle an der Saale, Hannover und München in den Blick nimmt. Die Entwicklung im Nationalsozialismus soll im Zusammenhang vorangegangener und nachfolgender Entwicklungen der Sonderschullehrerausbildung analysiert und Kontinuitäten herausgearbeitet werden.
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Eine Rezension finden Sie hier.

Hanushek, Eric A., Piopionik, Marc; Wiederhold, Simon: The Value of Smarter Teachers: International Evidence on Teacher Cognitive Skills and Student Performance. München, 2014
Differences in teacher quality are commonly cited as a key determinant of the huge international student performance gaps. However, convincing evidence on this relationship is still lacking, in part because it is unclear how to measure teacher quality consistently across countries. The study uses international assessment data to investigate the role of teacher cognitive skills as one main dimension of teacher quality in explaining student outcomes. Using student-level test score data, it is found that teacher cognitive skills are an important determinant of international differences in student performance.
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Terhart, Ewald; Bennewitz, Hedda; Rothland, Martin (Hrsg.): Handbuch der Forschung zum Lehrerberuf. Münster, 2014
Unter Berücksichtigung der internationalen Fachdiskussion sollen die 45 Beiträge des Handbuchs über die Forschung zum Lehrerberuf zu folgenden Themenfeldern informieren: Geschichte des Lehrerberufs, Charakteristika und Rahmenbedingungen des Lehrerberufs, Konzepte der Forschung zum Lehrerberuf, Berufsbiographien von Lehrerinnen und Lehrern, Lehrerbildung, Kognitionen, Emotionen und Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern, Lehrerhandeln sowie Belastung und Beanspruchung im Lehrerberuf.
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03. December 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung - Inklusion in der Lehrerbildung

Um das Bewusstsein der Gesellschaft für die Probleme und Herausforderungen von Menschen mit Behinderung zu stärken und das gesellschaftliche Engagement für das Wohl und die Anerkennung dieser Menschen zu fördern, haben die Vereinten Nationen den 3. Dezember zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung erklärt. Der gleichberechtigte Zugang zu hochwertiger Bildung und die adäquate individuelle Förderung jedes Einzelnen sind in besonderem Maße von Bedeutung, um die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wird Inklusion bzw. das Recht auf inklusive Beschulung, wie es die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 vorsieht, auch für die Lehrerbildung zu einem zentralen Thema. Viele Lehrkräfte fühlen sich jedoch nur unzureichend auf die Herausforderungen vorbereitet, die das Unterrichten in einem inklusiven Kontext an sie stellt. Zukünftig wäre es daher möglicherweise sinnvoll, Inhalte zum Thema Inklusion, theoretische Fachkenntnisse und praktische Erfahrungen der inklusiven Unterrichtsgestaltung sowie Kenntnisse im Umgang mit heterogenen Lerngruppen obligatorisch in das Lehramtsstudium für alle Lehramtstypen zu integrieren. Kenntnisse und Praxiserfahrungen in den Bereichen Inklusion und Heterogenität erscheinen zudem notwendig, um den gesellschaftlichen Prozess der Inklusion weiter voranzutreiben, da gesellschaftliche Teilhabe zu großen Teilen durch gleiche Bildungschancen bedingt ist.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember zeigt der Indikator im Blickpunkt, an wie vielen Hochschulen die Themen Inklusion und Heterogenität als fachübergreifende Schwerpunktthemen, differenziert nach Studiengängen für die einzelnen Lehramtstypen, fest als Studieninhalt verankert sind. Berücksichtigt sind hier nur Masterstudiengänge sowie grundständige Studiengänge, die mit dem ersten Staatsexamen und damit der Berechtigung zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst abschließen.*

Hier gelangen Sie zum aktuellen Indikator im Blickpunkt.

Bitte beachten Sie: Bei den im Folgenden dargestellten Zahlen, handelt es sich um Daten aus dem Jahr 2012. In der aktuell laufenden Erhebung auf Landes- und Hochschulebene erfragt der Monitor Lehrerbildung spezifische Angaben zur Inklusion in der der Lehrerbildung. Gemeint ist hier die Vorbereitung der Lehramtsstudierenden auf die „inklusive Schule/inklusiven Unterricht“ in der ersten Phase der Lehrerbildung. Darüber hinaus ist für nächstes Jahr eine genauere Betrachtung der Thematik geplant.

03. December 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - Dezember 2014

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus  


Thema: Praxisbezug

[Nordrhein-Westfalen] Praxissemester ist ab 2015 in der Lehrerausbildung Pflicht – WDR.de
Im Jahr 2015 beginnen in NRW die ersten Studierenden ihr Praxissemester. Lehramtsstudierende sollen fünf Monate lang in einer Schule Praxiserfahrungen sammeln und ihren zukünftigen Beruf auf Grund der langen Zeitspanne eingehend reflektieren lernen. Damit soll dem Vorwurf von zu wenig Praxis in der Lehrerbildung begegnet werden.
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Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder befragt, ob es landesweite Vorgaben darüber gibt, dass Praxisphasen und/oder Praxissemester vorzusehen sind. So gibt es beispielsweise in zehn Ländern landesweit vorgeschriebene Praxisphasen, aber keine Praxissemester. In fünf Ländern wird den Hochschulen vorgegeben, neben den Praxisphasen auch ein Praxissemester in das Curriculum des Lehramtsstudiums zu integrieren. In einem Land gibt es keine landesweiten Vorgaben. Jedoch sind der Zeitpunkt, die Länge oder die institutionelle Zuständigkeit höchst unterschiedlich geregelt. Die jeweiligen Ergebnisse der 16 Länder finden Sie auf den einzelnen Landesseiten unter dem Punkt "Praxisbezug". Eine bundesweite Übersicht über die Situation in allen Ländern finden Sie hier.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Lehrkräfte für eine Schule der Vielfalt – Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz
Was müssen Lehrkräfte können, um Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen gemeinsam zu unterrichten? Diese Frage stand im Zentrum einer gemeinsamen Fachtagung der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Montag, den 01.12.2014, in Berlin. Die Tagung sollte der Vorbereitung einer gemeinsamen Empfehlung von HRK und KMK dienen. Sie soll die gemeinsamen Ziele zur Weiterentwicklung der Lehramtsstudiengänge in diesem Bereich konkretisieren.
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Lehrerbildung stärken: Start der Nachwuchsakademie Sprachliche Bildung – Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Mit dem Programm sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus bundesweit 16 Hochschulen auf ihrem Weg zur Promotion oder Habilitation unterstützt werden. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten trafen sich am 10.11.2014 zu ihrem ersten Akademietag, um sich kennen zu lernen und gemeinsam über Wege in die Wissenschaft zu diskutieren. Neben den Treffen sollen ein Mentoring-Programm und finanzielle Unterstützung für die individuelle Weiterbildung zentrale Bestandteile der Nachwuchsakademie sein.
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Internationale Bildungsstudie "International Computer- and Information Literacy Study" (ICILS) misst Computerkompetenzen – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Während nach der ICILS-Studie die Ausstattung der deutschen Schulen im internationalen Durchschnitt liegt, werden die neuen Medien im Unterricht zu selten genutzt. "Ein Schlüssel für den Erfolg wird es sein, die Lehrerinnen und Lehrer für Computer- und Informationstechnologien zu gewinnen", sagte Staatssekretärin Quennet-Thielen. "Dazu unterstützt der Bund die Länder mit der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, für die er in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stellt."
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Länderspezifische News

[Bayern] Mit Lehrerfortbildung zu mehr Inklusion – Pädagogischer Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz (KMK)
Zwei Schulämter in Wales und Bayern arbeiten auf interessante Weise zusammen, um über Lehrerfortbildungen der Inklusion an Regelschulen neue Impulse zu geben. Der PAD zeichnet das COMENIUS-Regio-Projekt des Schulamtes im Landkreis Nürnberger Land mit der Schulverwaltung im walisischen Cardiff als "Projekt des Monats November" aus.
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[Berlin] Notstand bei der Lehrerausbildung an Berliner Universitäten – Berliner Morgenpost
Um langfristig genügend Lehrkräfte, besonders im Bereich des Grundschullehramts, einstellen zu können, hat Berlin die Studienplatzkapazitäten für diesen Lehramtstypen erhöht. Dieser Beschluss kann jedoch zu Problemen an den Universitäten führen, da diese bei erhöhten Zulassungszahlen gleichbleibende räumliche und personelle Ressourcen haben.
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[Berlin] Kritik an bisheriger Umsetzung der Inklusion – Der Tagesspiegel
Inklusionsexpertinnen und Inklusionsexperten haben auf die Missstände beim Reformvorhaben der Inklusion aufmerksam gemacht. Der Anstieg der Anzahl von Förderkindern, die künftig auf eine inklusive Schule gehen sollen, um 60 Prozent stehe in keinem Verhältnis zur Aufstockung des sonderpädagogischen Personals um 17 Prozent. Die Expertinnen und Experten warnen vor Akzeptanzverlust des Inklusionsvorhabens in den Kollegien.
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[Brandenburg/Berlin] Was auf Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in naher Zukunft zukommt – Der Nordkurier
Berlin und Brandenburg wollen zum Schuljahr 2016/17 die Lehrpläne in ihren Ländern reformieren, indem diese für alle Schultypen vereinheitlicht werden. Die Lehrpläne sollen die gesamten Unterrichtsinhalte für die Klassen eins bis zehn zusammenfassen, wobei gleichzeitig neue Unterrichtsfächer vorgesehen sind. So sollen beispielsweise Geographie, Geschichte und politische Bildung in einem Unterrichtsfach Gesellschaftswissenschaften zusammengefasst werden.
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[Niedersachsen] Förderung des Praxisbezugs in der Ausbildung von Lehrkräften – Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Unter dem Namen "GHR 300" ist zum Wintersemester 2014/15 ein neues Konzept der universitären Ausbildung für die Lehrämter für Grund-, Haupt- und Realschulen gestartet. Mit der Neustrukturierung würden Theorie und Praxis, Unterricht und Forschung stärker miteinander verknüpft, erklärte Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajic. Zum einen sollen die Studiengänge der verschiedenen Lehramtstypen neu geordnet werden. Zukünftig sollen für das Grundschullehramt sowie für das Lehramt an Haupt- und Realschulen jeweils eigenständige Studiengänge eingeführt werden. Zum anderen sollen die Studienzeiten angeglichen werden. Alle Lehramtsstudierenden sollen in Zukunft zehn Semester studieren. Des Weiteren soll in den Masterstudiengängen ein 18wöchiger Praxisblock implementiert werden.
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[Nordrhein-Westfalen] Schlechte Chancen für junge Lehrkräfte – Aachener Zeitung
In NRW haben zum dritten Mal seit 2012 mehr Studierende ihr Referendariat beendet als Stellen zur Verfügung stehen. Dies hat zur Folge, dass zur Zeit 5.234 Lehrkräfte arbeitslos gemeldet sind. Zum Vergleich: 2010 lag die Anzahl der arbeitslosen Lehrkräfte bei 4.195.
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[Rheinland-Pfalz] Zehn Millionen für Inklusion – Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Um den erwarteten Ausbau des Angebots an gemeinsamem Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern entsprechend der Nachfrage abzusichern, sagt die "Vereinbarung über den Unterstützungsfonds für die Wahrnehmung inklusiv-sozialintegrativer Aufgaben" den Kommunen eine zusätzliche Landesleistung in Höhe von jährlich zehn Millionen Euro zu.
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[Sachsen-Anhalt] Koalition vereinbart Vertretungsreserve für Lehrkräfte – Mittelhochdeutsche Zeitung
Um dem Lehrermangel in Sachsen-Anhalt entgegenzuwirken, hat die große Koalition in Magdeburg eine Vertretungsreserve für das kommende Schuljahr 2015/16 beschlossen. Dabei müsse allerdings der Bedarf an neuen Lehrkräften konkret nachgewiesen werden, also an welcher Schule welche Lehrkraft mit welcher Fächerkombination gebraucht wird.
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News zum Thema MINT-Fächer in der Lehrerbildung

Kooperation zur Verbesserung des Mathematikunterrichtes an Grundschulen unterzeichnet – Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Die Qualität des Mathematikunterrichts an den Thüringer Grundschulen soll weiter verbessert werden. Dafür hat das Thüringer Bildungsministerium am 27.11.2014 in Erfurt eine Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik sowie dem Projekt PIKAS abgeschlossen. Ziel des heute vereinbarten Projekts ist es, den Forschergeist der Schülerinnen und Schüler auf dem Feld der Mathematik stärker zu wecken und dabei im Rahmen der Unterrichtsgestaltung auf die individuellen Voraussetzungen der Kinder einzugehen.
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MINT Nachwuchsbarometer 2014: Trendwende noch nicht geschafft – Körber-Stiftung
Bei der MINT-Förderung in Deutschland besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf. Die MINT-Fächer werden sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehramtsstudierenden unbeliebter: Aktuell entfällt bei der Wahl der Leistungskurse nur ein Anteil von drei Prozent auf Chemie und vier Prozent auf Physik – noch weniger als vor zehn Jahren. Und trotz exzellenter Berufsaussichten für Mathematik-, Chemie- und Physiklehrkräfte entscheiden sich immer weniger Lehramtsstudierende für diese Fächer. Während der Anteil der Absolventinnen und Absolventen im Fach Physik seit 2003 von 4,5 auf 2,8 Prozent sank, stieg er in Geschichte von 8,5 auf 9,6 Prozent.
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Mit Mathe durch die Weihnachtszeit: Der digitale Mathe-Adventskalender öffnet seine Türchen – Deutsche Mathematiker-Vereinigung
Schülerinnen und Schüler aus allen Schulformen können ab dem ersten Dezember bei den Mathekalendern wieder online und kostenlos mitspielen. Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV) bietet mit "Mathe im Advent" gleich zwei Mathekalender an: einen für die Klassenstufen 4 bis 6, bei dem auch Frühstarter aus der 2. und 3. Klasse mitmachen können, und einen für die Klassenstufen 7 bis 9. Das Forschungszentrum MATHEON geht wieder mit seinem Oberstufenkalender an den Start.
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03 Hochschulspezifische Links  

[Universität Flensburg] Schuladoption in Sieverstedt – Universität Flensburg
Die Europa-Universität Flensburg organisiert eine sogenannte "Schuladoption": Ein Team aus Lehramtsstudierenden übernimmt für eine Woche den kompletten Unterricht in der Grundschule "Schule im Autal" in Sieverstedt, begleitet von einem Team von Dozierenden der Universität. Das gesamte Kollegium absolviert in dieser Zeit ein Fortbildungs- und Schulentwicklungsprogramm. Nach Ablauf der "Adoptionswoche" wird die Schule wieder dem Kollegium übergeben. Diese Schuladoption findet im Rahmen des Praxissemesters statt. Zum Abschluss der Woche am Freitag, den 05.12.2014, findet ein Pressegespräch statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

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[Universität Lüneburg] Campus-Schulen sollen praxisnahe Lehrerbildung in Lüneburg intensivieren – Universität Lüneburg
Grundlage des Netzwerks Campus-Schulen soll eine enge inhaltliche, methodische und organisatorische Zusammenarbeit zwischen akademischer Ausbildung, wissenschaftlicher Forschung und berufspraktischer Arbeit auf Augenhöhe sein. Hierzu kooperiert die Universität Lüneburg mit Schulen und Studienseminaren aus der Region. Am 10.11.2014 traten mit der Oberschule am Wasserturm und der Integrierten Gesamtschule Lüneburg dem Netzwerk Campus-Schulen zwei weitere Schulen bei.

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[Universität Magdeburg] Magdeburg will wieder Lehrkräfte ausbilden – Die Volksstimme
Nach elf Jahren möchte die Universität Magdeburg wieder ein Lehramtsstudium für allgemeinbildende Schulen anbieten und zwar für die Mangelfächer Mathe und Physik. Der Rektor argumentiert mit dem Lehrermangel in diesen Fächern.

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[Universität Mainz] Lehramtsstudierende entwickeln Orientierungslauf für das Naturschutzgebiet Mainzer Sand – Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Lehramtsstudierende mit ganz unterschiedlichen Fächerkombinationen sollen einen Orientierungslauf für das Naturschutzgebiet Mainzer Sand ausarbeiten und den Lauf im kommenden Jahr mit Schulklassen aus der Region durchführen. Die Idee dazu stammt von der Arbeitsgruppe Didaktik der Biologie, die für ihr Projekt mit der Bezeichnung "L.A.U.F. – Lehramtsausbildung angewandt und fächerübergreifend" von der Vodafone Stiftung, dem Deutschen Philologenverband und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft unterstützt wird. Das Konzept für den Orientierungslauf soll einen stark praxisorientierten und fächerübergreifenden Ansatz verfolgen.

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[Universität Mainz] Studierenden- und Wissenschaftleraustausch in der Physik mit Universität Nagoya – Universität Mainz
Ein kürzlich geschlossenes Kooperationsabkommen zwischen der Universität Nagoya und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ermöglicht nun den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Zwei Lehramtsstudierende der Physik aus Mainz werden nächstes Jahr ihr Studium an der "School of Engineering" der Universität Nagoya fortsetzen. Neben dem Austausch von Studierenden und Lehrpersonal umfasst die Kooperation auch wissenschaftliche Kooperationen, womit eine langjährige Zusammenarbeit in der physikalischen Grundlagenforschung auf eine formelle Basis gestellt wird.

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[Universität Wuppertal] Universität bietet erstmals Sonderpädagogik an – Remscheider General Anzeiger
Die Universität Wuppertal reagiert auf die durch die Inklusion aufkommende Nachfrage an sonderpädagogischem Förderpersonal. Im WS 2014/15 haben erstmals 100 Studierende ein Studium für das neue Fach Lehramt für sonderpädagogische Förderung aufgenommen.

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04 Internationales  

[Chile] Lehrerinnen und Lehrer streiken gegen Regierung und Gewerkschaft – amerika21.de
Bereits seit einigen Wochen befinden sich die Lehrkräfte im Streik. Unter anderem fordern sie die Festanstellung von bislang nur befristet eingestellten Lehrerinnen und Lehrern, die Anhebung des Mindestlohns, eine arbeitszeitliche Entlastung sowie einen Rentenzuschlag.
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[Italien] Bis zu 300.000 Lehrkräfte müssen fest angestellt werden – stol.it
Italien hat in den vergangenen Jahren viele Lehrkräfte in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt, um Personalkosten einzusparen. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg fordert die Regierung nun dazu auf, die Arbeitsverträge zu reformieren.
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[Österreich] Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten fordern bessere Sprachförderung für Flüchtlinge – KleineZeitung.at
Die Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten aller Länder in Österreich haben bei ihrem ersten Treffen folgende Forderungen aufgestellt: die Verbesserung der Nachmittagsbetreuung, den Ausbau der Schulautonomie, mehr Gelder für Sonderpädagogik und eine verstärkte Sprachförderung für Flüchtlinge.
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[Schweiz] Selbstorganisiert in der Schule – Lerne zu Lernen! – Neue Zürcher Zeitung
In der Schweizer Bildungslandschaft wird das Selbstorganisierte Lernen als Grundkonzept für Schulen diskutiert. An Schulen, die ganz oder teilweise keinen Klassenunterricht mehr anbieten, treten die Lehrkräfte als Wissensvermittler auf – allerdings klassenübergreifend und in wesentlich kürzeren Einheiten. Den Rest der Zeit sollen die Schülerinnen und Schüler eigenständig ihre individuellen Lernziele verfolgen.
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[Schweiz] Lehramtsstudierende kritisieren Ausbildung: "Bezug zur Praxis fehlt" – Solothurner Zeitung
Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz kritisieren eine fehlende Theorie-Praxis-Verzahnung im Studium. Dafür sei der Anteil an wissenschaftlichen Arbeiten zu hoch.
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[USA] Grading Teacher Prep – Inside Higher ED
To improve the quality of teacher education programs in America the government has decided that the financing for teacher preparation programs should depend on the employment rates of recent graduates and on the quality of their teaching performing. This way the administration wants to increase the responsibility of the states for the efficiency of teacher education programs.
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05 Dokumente/Literatur  

Deutsche Gesellschaft für Bildungsverwaltung e.V. (DGBV) (Hrsg.): Zeitschrift für Bildungsverwaltung 2/2014: Lehrerberuf am Wendepunkt: Rückblick und Vorausschau. 3. Sankelmarker Gespräch zur Lehrerbildung. Baltmannsweiler, 2014
Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Bildungsverwaltung möchte unter anderem folgende Fragen beantworten: Wie weit und wie erfolgreich ist der Bolognaprozess umgesetzt? Wie ist die Rolle der Didaktik in den Lehramtsstudiengängen konzeptionell zu füllen und zu gewichten? Welche Kompetenzen sind hier zu vermitteln? Wie wäre das Verhältnis von Praxis und Theorie strukturell und inhaltlich weiterführend/neu zu bestimmen? Wie "passgenau" sind Lehrerbildung und Schulsysteme aufeinander bezogen? Wie müssen/können Gestalt und Inhalte der Lehrerbildung auf die sich veränderten/künftig zu erwartenden/sinnvoll zu fordernden Schulstrukturen abgestimmt werden?

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Döbert, Hans; Kopp, Botho von; Weishaupt, Horst (Hrsg.): Innovative Ansätze der Lehrerbildung im Ausland. Münster, 2014
Bis heute ist die Suche nach überzeugenden Lösungen für die Ausbildung und die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften, die den zunehmenden Anforderungen an den Lehrerberuf gerecht werden, von kontroversen Debatten begleitet. Insbesondere seit den Ergebnissen internationaler Leistungsstudien gibt es zahlreiche Herausforderungen für eine Neustrukturierung der Lehrerbildung. Dieser Sammelband nimmt den Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), innovative Ansätze aus der internationalen Diskussion zur Lehrerbildung zu ermitteln, als Ausgangspunkt und will mit den hier vorgestellten innovativen Maßnahmen und Überlegungen Denkimpulse für die deutsche Debatte zur Reform der Lehrerbildung geben. Diese Publikation vereint internationale Beiträge zur aktuellen Entwicklung der Lehrerbildung in Australien, England, Frankreich, Italien bis hin zu Lettland, Portugal und Skandinavien.

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Schüssler, Renate; Schwier, Volker (Hrsg) u.a.: Das Praxissemester im Lehramtsstudium: Forschen, Unterrichten, Reflektieren. Stuttgart 2014
In immer mehr Bundesländern ist ein Praxissemester im Lehramtsstudium verpflichtend. Mit diesem Buch soll der Praxisschock vermieden werden. Es soll die erfolgreiche Einbettung der Praxisphase ins Studium skizzieren: von der Vorbereitung an Universität und Seminar über die ersten Unterrichtserfahrungen bis hin zu Auswertung und Begleitung. Ziel ist eine Grundhaltung des forschenden Lernens und Reflexivität zwischen wissenschaftlicher und schulischer Theorie und Praxis.

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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: Dezember 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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19. November 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Rekrutierung unterrepräsentierter Zielgruppen

Um der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft gerecht zu werden, könnte eine größere Heterogenität der Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten selbst vorteilhaft sein. Hochschulen sollten daher durch gezielte Projekte und Maßnahmen versuchen, diese zu fördern. So sehen sich Hochschulen vor die Herausforderung gestellt, insbesondere bislang unterrepräsentierte Zielgruppen für ein Lehramtsstudium zu interessieren. Unterrepräsentiert sind derzeit unter anderem Männer im Grundschullehramt, Frauen in MINT-Fächern sowie Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund oder mit Behinderungen. Beispielsweise lag der Anteil von männlichen Lehrkräften an Grundschulen im Jahr 2013 bei nur 12%, der Anteil von Frauen, die im Jahr 2012 ein naturwissenschaftliches Studium absolviert haben bei 40,5% und der Anteil der Lehrenden mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen bei nur ca. 6%. Der Anteil der Lehramtsstudierenden mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung wurde für das Wintersemester 2011/12 auf ca. 8%* geschätzt.

Vor dem Hintergrund des regional und/oder fachspezifisch erhöhten Lehrerbedarfs einerseits und der zunehmenden Heterogenität der Schulklassen andererseits wären vor allem Informations- und Werbemaßnahmen wünschenswert, die diese unterrepräsentierten Gruppen gezielt ansprechen. Beispielsweise hat ca. ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund, dieser Wandel sollte sich auch in der Lehrerschaft widerspiegeln. Dies könnte die Integration von Kindern mit ausländischen Wurzeln erleichtern. Zum anderen wird der Mangel an Männern im Grundschullehramt beklagt, da ihm negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Jungen zugeschrieben werden, denen männliche Vorbilder im Klassenzimmer fehlen. Des Weiteren besteht eine Herausforderung für Hochschulen darin, die Rekrutierung von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Fächer durch gezielte Maßnahmen zu fördern.

Der Indikator im Blickpunkt zeigt, welche der befragten Hochschulen gesonderte Maßnahmen zur Rekrutierung unterrepräsentierter Gruppen durchführen.

*: Vgl. Jungwirth, Martin (2012): Lehramtsstudium und Benachteiligung - Herausforderungen für die universitäte Beratung. Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Nachteilsausgleich im Licht von Diversität und Inklusion“ am 29./30.11.2012 in Münster.

05. November 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - November 2014

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus  


Thema: Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Lehramtsstipendium FundaMINT: Bewerbung ab sofort möglich – Deutsche Telekom Stiftung
Lehramtsstudierende aller Schulformen können sich derzeit wieder bei der Deutsche Telekom Stiftung für ein FundaMINT-Stipendium bewerben. Unterstützt werden in jedem Jahr bis zu 25 Studierende, die Mathematik, Informatik, Physik oder Technik als ein Hauptfach studieren bzw. Sachunterricht oder Naturwissenschaften in der Primarstufe. Ziel des Programms soll sein, künftigen Lehrkräften eine finanzielle und ideelle Grundlage zu bieten, um sich auf ihren späteren Beruf vorzubereiten. Neben der finanziellen Unterstützung sollen in Seminaren, Workshops und Jahrestreffen Themen behandelt werden, die für den späteren Lehrerberuf von zentraler Bedeutung sind, im Hochschulstudium jedoch (noch) nicht flächendeckend behandelt werden.
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Insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern ist weiterhin bundesweit ein bestehender Lehrermangel zu konstatieren. Möglicherweise ist ein Problem, dass die Lehramtsausbildung in MINT-Fächern mit attraktiven natur-, ingenieur- und technikwissenschaftlichen Berufsfeldern konkurriert. Um einem Lehrkräftemangel in diesen Fächern entgegenzuwirken, bedarf es insofern besonderer Anstrengungen. Ein Großteil der Hochschulen bemüht sich daher, im Rahmen gezielter Projekte und/oder Kampagnen für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums von MINT-Fächern zu werben und entsprechende Anreize zu schaffen. Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Hochschulen befragt, ob sie Projekte und/oder Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums in den MINT-Fächern durchführen. An 39 Hochschulen wurden spezielle Maßnahmen initiiert, an 15 Hochschulen hingegen nicht. Drei weitere befragte Hochschulen bieten keine MINT-Fächer an. Die jeweiligen Ergebnisse der befragten Hochschulen, finden Sie auf den einzelnen Hochschulseiten unter dem Punkt "Ein- und Umstiegsmöglichkeiten". So bietet beispielsweise die Universität Freiburg Seminarkurse für begabte Schülerinnen und Schüler sowie Mädchentage an den naturwissenschaftlichen Fakultäten an. Die Antworten der Universität finden Sie hier. Eine bundesweite Übersicht über die Situation an allen befragten Hochschulen, die auf diese Frage antworteten, finden Sie hier und hier.


02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Inklusion: Überarbeitungen der inhaltlichen Anforderungen für die Lehrerbildung gehen weiter – Kultusministerkonferenz (KMK)
Die KMK hat die Überarbeitung der ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Lehrerbildung mit Blick auf die Erfordernisse inklusiven Unterrichts fortgesetzt. Zur weiteren Umsetzung der Anforderungen, die ein inklusives Schulsystem an die Ausbildung von Lehrkräften stellt, aktualisierte die KMK die Fachprofile für Chemie, Geschichte, Mathematik, Physik, Evangelische Religionslehre und Katholische Religionslehre der "Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung".
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Herbstakademie "ganz!individuell": Ganztagsschule inklusiv – Bildungsministerium für Bildung und Forschung
Unter der Überschrift "ganz!individuell" widmete sich die diesjährige Herbstakademie der Serviceagentur "Ganztägig lernen" dem Thema Inklusion. In Impulsforen stellten Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der inklusiven Ganztagsschule ihre Erfahrungen vor, die in Workshops weiter bearbeitet wurden. Viele wichtige Aspekte waren vertreten: von den notwendigen personellen Ressourcen über "Teamentwicklung und Multiprofessionalität", "Regeln und Kommunikation im inklusiven Ganztag", die Partizipation von Kindern und Eltern bis hin zu inklusiven Raumkonzepten.
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Tagungsbericht: "Außen Lehrer Innen Bildung" – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die Heterogenität der Schülerschaft und mit ihr die Ansprüche an das, was Lehrkräfte leisten müssen, sind enorm gestiegen. Laut GEW seien die Lehrerinnen und Lehrer auf die an sie gestellten Herausforderungen nur unzureichend vorbereitet. Aus diesem Grunde möchte sich die GEW die Reform der Lehrerbildung zum Schwerpunkt ihrer Arbeit bis zum nächsten Gewerkschaftstag im Jahr 2017 machen. Hierfür hat die GEW ein "Zukunftsforum Lehrer_innenbildung" eingerichtet, in dem an Reformvorschlägen gearbeitet werden soll.
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Lehrergehälter im internationalen Vergleich – ZEIT ONLINE
Im internationalen Vergleich der Gehälter von Lehrkräften liegt Deutschland im oberen Drittel und knapp über dem OECD-Durchschnitt. Damit unterscheidet sich ihr Gehalt nur minimal von dem, was andere Akademikerinnen und Akademiker in Vollzeitbeschäftigung verdienen.
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Länderspezifische News

[Berlin] Berlin will 1.700 neue Lehrkräfte einstellen – Berliner Zeitung
Im nächsten Jahr sollen insgesamt 1.700 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden. Bereits ab Februar 2015 sollen die ersten 500 bis 600 Lehrkräfte an den Schulen beginnen. Diese Zahl soll in Zukunft sogar noch gesteigert werden. Wegen des Lehrermangels gibt es seit diesem Schuljahr schon ein Quereinsteigerprogramm.
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[Brandenburg] Rot-Rot einig: 4.300 neue Lehrerinnen und Lehrer – Berliner Zeitung
SPD und Linke legten in ihren Verhandlungsrunden fest, dass an den Schulen in Brandenburg in den nächsten fünf Jahren 4.300 neue Lehrkräfte eingestellt werden sollen.
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[Brandenburg] Startschuss für Landesamt für Schule und Lehrerbildung – Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Die bisherigen sechs staatlichen Schulämter und das Landesinstitut für Lehrerbildung wurden zum 01.10.2014 in das Landesamt für Schule und Lehrerbildung als Landesoberbehörde mit vier Regionalstellen überführt. Das Landesamt für Schule und Lehrerbildung wird seinen Hauptsitz in Potsdam und vier Regionalstellen in Neuruppin, Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg an der Havel haben.
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[Bremen] Entlastung von Lehrkräften – Radio Bremen
Die Lehrkräfte aus Bremen haben auf ihrer Personalversammlung einige Kritikpunkte angesprochen. Unter anderem wurde bemängelt, dass Überstunden nicht bezahlt und die Belastung der einzelnen Lehrkräfte nicht ausgeglichen sei. Bildungssenatorin Quante-Brandt verkündete daraufhin, dass sie die Lehrerinnen und Lehrer künftig entlasten will.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Auftakt einer Qualitätsoffensive – news4teachers.de
Um die Unterrichtsqualität in Mecklenburg-Vorpommern zu steigern, sollen 12.000 Lehrkräfte in den nächsten fünf Jahren Fortbildungskurse besuchen. Diese Maßnahme wird mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus dem EU-Sozialfond finanziert.
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[Niedersachsen] Lehrkräfte klagen über Inklusion – Land legt nach – NDR.de
In Niedersachsen sollen in den kommenden Jahren bereits ausgebildete Grundschullehrkräfte Fortbildungen im Bereich Inklusion besuchen, um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Zunächst erhalten 15.000 der insgesamt ca. 20.000 Lehrkräfte die Möglichkeit, die Weiterbildungsmaßnahmen zu ergreifen. Bis in fünf Jahren sollen alle Grundschullehrkräfte an den Angeboten teilnehmen können.
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[Nordrhein-Westfalen] Männeranteil im Lehrerberuf sinkt – Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)
Von den 154.844 hauptamtlichen bzw. hauptberuflichen Lehrkräften an den allgemeinbildenden Schulen (ohne zweiten Bildungsweg) in Nordrhein-Westfalen sind weniger als ein Drittel (29,1 Prozent) Männer. Wie IT.NRW anlässlich des Weltmännertages (03.11.2014) mitteilt, ist der Anteil der männlichen Lehrkräfte gegenüber dem Schuljahr 2012/13 um 0,6 Prozentpunkte und gegenüber dem Schuljahr 2003/04 um 4,7 Prozentpunkte gesunken. Der Trend erfasst sämtliche Schulformen von der Grundschule bis zum Gymnasium.
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[Schleswig-Holstein] Inklusion: Dem Land fehlen Lehrkräfte – Lübecker Nachrichten
Nicht zuletzt wegen der Inklusion benötige Schleswig-Holstein Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen. Ein Mangel an Förderlehrkräften sei bereits vorherzusehen, allerdings noch keine Lösung gefunden worden, um diesen aufzufangen.
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[Thüringen] Überalterung und zu wenige Lehrkräfte – Thüringische Landeszeitung
Expertinnen und Experten konstatieren, dass der Altersdurchschnitt der thüringischen Lehrkräfte zu hoch sei. Mehr als die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer ist über 50 Jahre alt. Die angekündigten Neueinstellungen seien zu niedrig.
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03 Forschungsprojekte  

[Humboldt-Universität zu Berlin / Freie Universität Berlin / Technische Universität Berlin] Projekt: "Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt" – Sprachen – Bilden – Chancen

Mit dem gemeinsamen Projekt der drei Berliner Universitäten soll die Lehrerbildung in den Bereichen Sprachbildung, Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) überarbeitet und verbessert werden. Ziel sei es, ein übergreifendes Ausbildungskonzept für die drei Ausbildungsphasen zu entwickeln: Vom Studium über den Vorbereitungsdienst bis zur Qualifizierung von Mentorinnen und Mentoren in Lehrkräftefortbildungen. Hierfür wird eine organisatorische und curriculare Verzahnung des Lehramtsstudiums mit den weiteren Phasen der Lehrerbildung angestrebt. Am 10.10.2014 wurde das bereits im April 2014 bewilligte Projekt gestartet.
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[Pädagogische Hochschule Karlsruhe] Neue Wege in der Erforschung außerschulischer Lernorte – Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Die Vermittlung fachlicher Inhalte an außerschulischen Lernorten gewinne neben dem alltäglichen Unterricht immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grunde kooperieren die Stiftung "Erlebnispark Fördertechnik gGmbH" und die Pädagogische Hochschule Karlsruhe künftig miteinander. Das Feld soll verstärkt erforscht und auch in der Qualifizierung von Lehrkräften eine größere Rolle spielen. Zudem soll die Qualifikation zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer im Bereich der Technikdidaktik eine größere Rolle spielen.
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04 Hochschulspezifische Links  

[Universität Bochum] Miteinander voneinander lernen: Förderpreis Lehrerausbildung Ruhr 2014 verliehen – Universität Bochum

Mit dem Förderpreis sollen ein über das normale Maß hinausgehendes Engagement in der Lehrerausbildung, innovative Arbeiten und praxisorientierte Konzepte ausgezeichnet werden. Die Professional School of Education und die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen verliehen den Preis am 28.10.2014 an insgesamt sechs Preisträgerinnen und Preisträger. Zum dritten Mal wurde die Auszeichnung mit Schwerpunkt auf den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgelobt.
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[Technische Universität Dresden] Vom Hörsaal in die Berufsschule – Erster KAtLA-Studiengang kombiniert Tischler-Ausbildung mit Lehramtsstudium – lifePR
Seit dem Wintersemester 2011/12 können Studierende im Modellprojekt "Kooperative Ausbildung im technischen Lehramt" (KAtLA) ein Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen zusammen mit einer Berufsausbildung beginnen. In Zukunft sollen solche kooperativen Studiengänge für die Fachrichtungen Labor- und Prozesstechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Holztechnik sowie Metall- und Maschinentechnik eingeführt werden. Kürzlich schloss der erste Jahrgang die Tischler-Ausbildung ab.
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[Universität Duisburg-Essen] TV-Lehr- und Lernredaktion Lehrerbildung "on air" – Universität Duisburg-Essen
Die landesweit erste TV-Lehr- und Lernredaktion in der Lehrerbildung startete kürzlich an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Das Angebot ist offen für Lehramtsstudierende der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Hier sollen die künftigen Lehrkräfte lernen, wie sich selbst produzierte Fernsehaufnahmen sinnvoll in Schule und Unterricht integrieren lassen. Die Beiträge werden vom TV-Lernsender nrwision übertragen.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Lehrerausbildung im länderübergreifenden Netzwerk: Deutsch-österreichische Kooperation auf dem Weg – Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU)
Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent möchten die KU und die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPH) eine Kooperation im Bereich der Lehrerbildung aufbauen. Erste Planungen sehen vor, dass im Rahmen eines gemeinsamen Masterstudiums österreichische Studierende insbesondere fachwissenschaftliche Inhalte an der KU vermittelt bekommen; für die zusätzlichen Vertiefungen im bildungswissenschaftlichen Bereich wird die KPH weiterhin selbst zuständig bleiben.
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[Universität Flensburg] Stärkere Kooperation zwischen Praxis und Theorie – Universität Flensburg
Die Praxisorientierung des Lehramtsstudiums und damit die Qualifikation künftiger Lehrerinnen und Lehrer zu stärken, ist das Ziel des Praxissemesters, das 2014 im neuen Lehrkräftebildungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein verankert wurde. Die Europa-Universität Flensburg ist die erste Hochschule in Schleswig-Holstein, die das Praxissemester umsetzt. Am 27.10.2014 starteten rund 300 Master-Studierende der Studiengänge für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Gemeinschaftsschulen in das Praxissemester.
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[Universität Leipzig] Lehrerbildungszentrum feiert zehnjähriges Jubiläum – Universität Leipzig
Mit einem Festakt feierte das Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) der Universität Leipzig am 22.10.2014 sein zehnjähriges Bestehen. In jüngster Vergangenheit habe das Zentrum gemeinsam mit dem sächsischen Kultusministerium das Sachsen-Stipendium konzipiert und realisiert. Dieses soll angehende Lehrkräfte zum Dienst an einer Schule im ländlichen Raum bewegen und im Schuljahr 2015 starten.
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[Universität Marburg] Neuer Studiengang "Kulturelle Bildung an Schulen!" – Universität Marburg
Ziel des neu entwickelten Weiterbildungsstudienganges sei die Professionalisierung von Lehrkräften sowie Künstlerinnen und Künstlern für nachhaltige Schulentwicklung im kulturellen Bereich an Schulen. Im Kern gehe es darum, Lehrende parallel zu ihrer Unterrichtstätigkeit an der Schule dazu anzuregen, selbst wieder künstlerische Erfahrungen zu machen und zugleich mit professionellem Wissen um Schulentwicklung und Projektmanagement zu verknüpfen. Der Studiengang wurde zusammen mit der ALTANA Kulturstiftung initiiert.
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[Universität Siegen] Ausbau des Schwerpunktes Inklusion – Universität Siegen
Die Universität Siegen vergibt insgesamt acht neue Professuren. Die Lehrerbildung solle dadurch aufgewertet und die Fokussierung auf Förderpädagogik gefestigt werden. Es handele sich um neue Stellen, die im Rahmen des Projekts für den Auf- und Ausbau zusätzlicher Studienkapazitäten für das sonderpädagogische Lehramt geschaffen werden.
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05 Veranstaltungen  

[Stifterverband für Deutsche Wissenschaft] Forum Bildung und Zivilgesellschaft: "Verein(t) für gute Schule" – 11.11.2014

Schulen sind ein wichtiges Feld zivilgesellschaftlichen Engagements. Das Forum möchte eine Diskussionsplattform bieten, wie Schule und Zivilgesellschaft miteinander kooperieren und voneinander profitieren können. Des Weiteren findet die Preisverleihung des Förderpreises "Verein(t) für gute Schule", einer gemeinsamen Initiative der Stiftung Bildung und Gesellschaft sowie der Stiftung Bildung, statt. Der Preis möchte Projekte auszeichnen, die eine gelungene Zusammenarbeit von Schule und Zivilgesellschaft darstellen.
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[Universität Gießen] Fach-Tage des Zentrums für Lehrerbildung 2014 – 17.11.-21.11.2014
Die Fach-Tage sind ein universitäres Angebot, das der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Fortbildung von Lehrkräften dient und den Dialog zwischen Schulen und Universität unterstützt soll. Sie werden vom Referat Lehrerfortbildung am Zentrum für Lehrerbildung organisiert.
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[Stiftung der Deutschen Wirtschaft] 5. Forum Leadership in der Lehrerbildung – 20./21.11.2014
Wie kann Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in den einzelnen Phasen der Lehrerbildung aussehen? Wie wird aus Nachwuchsförderung systematische Personalentwicklung an Schule? Das 5. Forum "Leadership in der Lehrerbildung" möchte konkrete Umsetzungsbeispiele für die Etablierung von Leadership-Themen und Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in der Lehrerbildung in den Blick nehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
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[Verband für Bildung und Erziehung] Deutscher Lehrertag 2014 – Herbsttagung – 21.11.2014
Der Weiterbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen befasst sich mit dem Thema "Herausforderung Schule". Neben den Hauptvorträgen "Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an" von Prof. Ulrich Trautwein und "Leben zwischen Bluff und Wirklichkeit" von Dr. Manfred Lütz, kann ein individuelles Workshop-Programm zusammengestellt werden. Zudem findet eine Bildungsmedienausstellung statt.
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[Universität Münster] Tagung: "Lernen durch Lehren (LdL) in der universitären LehrerInnenausbildung und in der Schule?! Grenzen und Potenziale einer didaktischen Haltung" – 29./30.11.2014
Die Tagung soll interdisziplinär und interinstitutionell ausgerichtet sein. Sie möchte zum einen LdL-bezogene Lehrinnovationen aus verschiedenen universitären Fächern fokussieren, die das Erlernen fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und pädagogischer Theorie und die Gewinnung unterrichtlicher Praxiserfahrungen miteinander verknüpfen sollen. Zum anderen soll sie LdL-bezogene Praxisvarianten in den Blick nehmen, die in der Schule und in der zweiten Phase der Lehrerbildung Anwendung finden.
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[Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD)] 44. DGHD Jahrestagung 2015: "Hochschuldidaktik im Dialog" – 03.-06.03.2015
Hochschuldidaktik hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Hinzugekommen sind vielfältige Akteure aus Praxis, Forschung und Politik, die sich aus unterschiedlichen Disziplinen rekrutieren. Die Jahrestagung will den Austausch und Dialog zwischen den Akteuren aus unterschiedlichen Feldern und Disziplinen fördern und Raum für Diskussionen, Reflexion, Ideen und Kontakte geben. Im Rahmen der Tagung können praktische, empirisch forschungsbezogene und theoretische Beiträge zu den folgenden und diesen verwandten Themenbereichen eingereicht werden: Lehren und Lernen, hochschuldidaktische Konzeptentwicklung, Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement im Bereich Studium und Lehre, Professionalisierung.
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[Verband für Bildung und Erziehung und Wolters Kluwer] Deutscher Schulleiterkongress 2015: "Schulen gehen in Führung" – 12.-14.03.2015
Der vierte Deutsche Schulleiterkongress (DSLK) soll über 90 Fachvorträge und Workshops aus folgenden Themenschwerpunkten bieten: "Unterricht und Lernen – Neue Perspektiven", "Personalentwicklung – Schlüssel für Schulqualität", "Schulmanagement – Fit für die Zukunft" und "Partner gewinnen – Netzwerke gestalten". Der DSLK wendet sich an schulische Führungskräfte aller Schulstufen und Schulformen im deutschsprachigen Europa.
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[Staatliches Studienseminar für Lehrerbildung Gera] 14. Expertentagung Lehrerbildung: "Potenziale erkennen, Kompetenzen stärken" – 19./20.03.2015
Welche Potenziale, individuellen Erfahrungen und Kompetenzen bringen die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter beim Antritt des Vorbereitungsdienstes mit? Wie werden diese für die Ausbilderinnen und Ausbilder sichtbar? Welche Herausforderungen ergeben sich für die inhaltliche, strukturelle und organisatorische Gestaltung der Ausbildung, die den berufsbiografischen Entwicklungsprozess von Individuen befördern will? In welchem Umfang kann/muss der Gleichschritt einer standardorientierten Ausbildung aufgegeben werden, um der Einzigartigkeit subjektiver Theorien, spezifischer Vorkenntnisse und individueller Motivationslagen gerecht zu werden? Wie kann die Seminar-Ausbildung zu einem Modell für schulisches Lernen werden?
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[Universität Bamberg] 8. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung: "Leadership in der Lehrerbildung" – 26./27.03.2015
Das nächstjährige Bundestreffen der Zentren für Lehrerbildung soll nicht nur Fragen der Schulführung und des Bildungsmanagements thematisieren, sondern auch Fragen zu Führungsaufgaben im Unterricht.
Die Online-Anmeldung ist voraussichtlich ab Ende November 2014 möglich.
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06 Internationales  

[Schweiz] 350 Lehrerinnen und Lehrer verlieren ihren Job – Basellandschaftliche Zeitung

Durch die Umstrukturierung des Schulwesens im Zuge der sogenannten Bildungsharmonisierung sind ca. 350 Lehrerstellen im Bereich der Sekundarstufe I gefährdet. Die Umstrukturierung sieht für das Schuljahr 2015/16 eine Ausweitung von fünf Primarschuljahren auf sechs sowie eine Verkürzung von vier Sekundarschuljahren auf drei vor. Wer genau von den Kürzungen betroffen ist, wurde erst kürzlich entschieden.
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[Schweiz] Ein Drittel der Lehrkräfte ist Burn-out-gefährdet – Der Tagesanzeiger
Eine schweizweite Erhebung der Nationalfondsstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz hat ergeben, dass ca. ein Drittel der Volksschulehrkräfte Burn-out gefährdet sei.
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[Weltweit] Acute global teacher shortage, warns UN – BBC
The acute global teacher shortage affects almost half the countries in the world. In order to solve this problem some countries recruit untrained staff. This measures cause serious problems in the quality of teacher-education.
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07 Dokumente/Literatur  

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.: Inklusion. Leitlinien für die Bildungspolitik. 3. erweit. Auflage. Bonn, 2014

Die deutsche Neuauflage möchte aufzeigen, wie gemeinsames Lernen gelingen kann. Die dritte Auflage soll über das Konzept aufklären, über die relevanten internationalen Verträge informieren und Empfehlungen zur Umsetzung in Deutschland geben. Die Neuauflage enthält die Ergebnisse des bundesweiten Gipfels "Inklusion – Die Zukunft der Bildung", der im März 2014 in Bonn stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hatten dort Empfehlungen und Lösungsansätze erarbeitet, um eine inklusive Bildung von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter sicherzustellen.
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DJI Impulse 3/2014: Bildung in Deutschland. Befunde und Perspektiven aus dem Bildungsbericht 2014. München, 2014
Alle zwei Jahre geben Bund und Länder den Bericht "Bildung in Deutschland" in Auftrag. Für die Ausgabe 107 der "DJI Impulse", verfassten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Autorengruppe Beiträge über ihre jeweiligen Schwerpunktthemen im Bildungsbericht – von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Weiterbildung. Ein Artikel befasst sich mit dem Schwerpunktthema des Bildungsberichts 2014, der Inklusion von behinderten Menschen.
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Misamer, Melanie; Thies, Barbara: Machtverhältnisse im Unterricht - Eine Analyse des Spannungsfeldes von Macht, Gerechtigkeit und Vertrauen. In: Politische Psychologie 1/2014. Lengerich, 2014
In der schulpsychologischen Studie wurden Handlungsmuster von Lehrkräften analysiert. Die Haltung und das Handeln von Lehrerinnen und Lehrern seien für die Qualität der Beziehung von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern wirksamer als häufig angenommen. Eine gelungene Vertrauensbeziehung bringe weitere Vorteile mit sich, so die Forscherinnen. Vertrauen erfülle eine strukturierende und stabilisierende Funktion und erhöhe damit grundsätzlich Motivation und Leistungsbereitschaft von Schülerinnen und Schülern.
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Rangosch-Schneck, Elisabeth: Methoden – Strukturen – Gestalten. Lerngelegenheiten und Lernen in der interkulturellen Lehrerbildung. Baltmannsweiler, 2014
Der vorliegende Band versammelt Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die aus unterschiedlichen Perspektiven den Blick auf das Lernen von Lehrerinnen und Lehrern im Themenfeld Migration richten. Dabei gehe es um Konzepte, um theoretische und empirische Perspektiven und um konkrete Lerngelegenheiten, um Einblicke in Möglichkeiten, aber auch um Hindernisse und Grenzen des Lehrens und Lernens in der "interkulturellen Lehrerbildung".
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Schroeter, Romy: Eine Bestandsaufnahme von überzeugungen (Beliefs) Lehramtsstudierender zu Lehrerbildung und Lehrerberuf. Bd. 5. Leipzig, 2014
Überzeugungen von Lehramtsstudierenden stellen einen zentralen Zugang zum Verständnis der Wahrnehmung der Lehrerbildung und des Lehrerberufs aus Sicht der Studierenden dar: Überzeugungen bestimmen zum einen, mit welchem Blick die Studierenden Möglichkeiten und Angebote des Studiums bewerten, aber auch, ob und wie sie diese in Anspruch nehmen. In der vorliegenden Dissertationsschrift möchte die Autorin entlang ihrer Erkenntnisse aus einer qualitativen Interviewstudie wesentliche Einblicke in die Gedanken Lehramtsstudierender über ihr Studium, ihre beruflichen Entwicklungswege und den Lehrerberuf selbst geben.
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Schulpädagogik-heute: Inklusion in Schule und Unterricht. 10/2014. Immenhausen, 2014
Inklusion ist mehr als nur ein neuer Begriff für die Integration von Behinderten in eine Gruppe Nicht-Behinderter, sondern beschreibt vielmehr ein neues Konzept gesellschaftlicher Teilhabe aller – ohne wertende Etikettierungen. In seiner pädagogischen Ausprägung bedeutet es, alle Kinder und Jugendlichen in der Schule in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen und zu fördern. Die neue Ausgabe der "Schulpädagogik-heute" möchte sich daher den verschiedenen Spektren der Inklusionsforschung, schulpädagogischen Überlegungen und Diskussionen zur Inklusion und der inklusiven Schulpraxis widmen.
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Mit den aufgeführten Beiträgen sollen u.a. aktuelle Diskussionen in den Medien zum Thema der Lehrerbildung aufgezeigt werden. Die Inhalte der Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Kooperationspartner wieder.


Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: November 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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27. October 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Möglichkeiten internationaler Mobilität

Ein Auslandsaufenthalt bietet u.a. die Möglichkeit, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und darüber hinaus eine neue Kultur kennen zu lernen. Neben akademischen können somit auch personale und soziale Kompetenzen erweitert werden. Gleichzeitig ermöglichen internationale Schulpraktika den Einblick in ein anderes Schulsystem und können dabei helfen, die eigene Lehrerprofessionalität vor diesem Hintergrund weiter zu reflektieren und zu entwickeln.
Die internationale Mobilität sollte durch die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums im Rahmen des Bologna-Prozesses gefördert werden. Dies soll unter anderem dadurch gelingen, dass die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen vereinfacht wird, sodass ein Wechsel zwischen Hochschulen national wie international erleichtert wird.

Neben bundesweiten und europäischen Regelungen sollten jedoch auch die einzelnen Hochschulen die internationale Mobilität der Studierenden unterstützen. Die Hochschulen können dafür unter anderem Auslandsaufenthalte verpflichtend vorsehen – wie es bei fremdsprachigen Studiengängen häufig der Fall ist – oder Projekte zu internationalen Mobilitätsmöglichkeiten initiieren. Neben Auslandssemestern können die Hochschulen den Lehramtsstudierenden zum Beispiel Schulpraktika an Partnerschulen vermitteln. Darüber hinaus können sie außerschulische Praktika, Sprachkurse oder eine Summer School anbieten. Vermehrt werden inzwischen auch Konzepte im Kontext der sogenannten „Internationalisation at home“ erprobt und angeboten.

Eine vertiefte Betrachtung dieses Indikators bzw. Themas findet sich in der im März 2013 vom Monitor Lehrerbildung veröffentlichten Broschüre "Mobilität in der Lehrerbildung – gewollt und nicht gekonnt ?!", die kostenlos als Download und als Printausgabe verfügbar ist.

Welche Möglichkeiten an den jeweiligen Hochschulen zur internationalen Mobilität bestehen, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

01. October 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - Oktober 2014

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus  


Thema: Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer, die Anderssein verstehen – Süddeutsche Zeitung
Etwa 30 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen haben einen Migrationshintergrund, wobei der Anteil der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund nur ein bis sechs Prozent beträgt. Die Multikulturalität der Schülerinnen und Schüler sollte sich laut Expertinnen und Experten jedoch auch in der Lehrerschaft widerspiegeln.
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Um der Vielfalt der Schüler- und Studierendenschaft gerecht zu werden, ist es wichtig, Menschen mit Migrationshintergrund für das Lehramtsstudium zu gewinnen. Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Hochschulen befragt, ob sie Maßnahmen zur Rekrutierung bislang unterrepräsentierter Zielgruppen im Lehramtsstudium anbieten. An 23 Hochschulen wurden spezielle Maßnahmen initiiert. Die jeweiligen Ergebnisse der befragten Hochschulen, finden Sie auf den einzelnen Hochschulseiten unter dem Punkt "Ein- und Umstiegsmöglichkeiten". So bietet beispielsweise die Humboldt-Universität zu Berlin das Projekt MigraMENTOR an. Die Antworten der Universität finden Sie hier. Eine bundesweite Übersicht über die Situation an allen befragten Hochschulen, die auf diese Frage antworteten, finden Sie hier.
  

02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Arbeitsmarkt für Pädagoginnen und Pädagogen: Der Lehrerbedarf im Osten werde massiv unterschätzt – Süddeutsche Zeitung
In Deutschland zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt für Lehrerinnen und Lehrer regionale Unterschiede. Während im Westen teilweise, je nach Region und Fächerkombination, Junglehrerinnen und Junglehrer länger auf eine Einstellung warten müssten, würden im Osten dringend Lehrkräfte gesucht.
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"Dialog macht Schule" sucht Dialogmoderatorinnen und Dialogmoderatoren  Dialog macht Schule
Das neue bundesweite Mentoringprogramm möchte Studierende, meist mit eigener Einwanderungsgeschichte, zu sogenannten Dialogmoderatorinnen und Dialogmoderatoren ausbilden. In Tandems sollen sie in Schulen, im Rahmen des Unterrichts oder in freiwilligen AGs, Schülerinnen und Schüler mit Einwanderungsgeschichte in wöchentlichen Sitzungen für eine Dauer von 2-3 Jahren begleiten. Es sollen Räume geschaffen werden, in denen Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen, sozialen und politischen Kompetenzen entfalten können. Die theoretischen und praktischen Grundlagen für diese Aufgabe sollen während einer mehrtägigen Ausbildung vermittelt werden. In den kommenden Wochen startet die Ausschreibungsphase für eine Ausbildung als Dialogmoderatorin bzw. Dialogmoderator ab August 2015.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Mehr Stellen für die Bildung – Stuttgarter Nachrichten

Auf Grund der sinkenden Schülerzahlen hatte die Grün-Rote Regierung beschlossen, bis 2016 5.770 Lehrerstellen und bis 2020 11.600 Lehrerstellen abzubauen. Diese Entscheidung wurde nun revidiert: Im kommenden Jahr sollen keine und 2016 nur noch 400 Stellen gestrichen werden.
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[Berlin] Bildungsverwaltung will 2015 rund 1.700 neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen – Berliner Morgenpost
Um die zu erwartenden 1.700 fehlenden Lehrerstellen an den Berliner Schulen zu besetzen, sollen bereits im Februar zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres 500-600 Lehrkräfte eingestellt werden. Außerdem soll die Anzahl an Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in den kommenden Jahren wieder reduziert werden.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Schuljahr 2014/2015: So viele Lehrerinnen und Lehrer wie noch nie eingestellt – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Das Land hat insgesamt 630 Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung (Personal mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung, PmsA) eingestellt. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Bildungsministeriums und der vier Staatlichen Schulämter hervor. Insgesamt haben 565 neu eingestellte Lehrkräfte, 10 Vertretungslehrkräfte und 55 PmsA die Arbeit in den Schulen aufgenommen.
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[Niedersachsen] Studie: Lehrkräfte arbeiten fast 50 Stunden pro Woche – NDR.de
Gymnasiallehrkräfte in Niedersachsen sollen künftig eine Stunde pro Woche mehr Unterricht erteilen. Doch dieser Beschluss stößt auf Widerstand, da dabei die außerunterrichtlichen Arbeitsstunden außer Acht gelassen würden. Die tatsächliche Arbeitszeit von Lehrkräften liege einer aktuellen Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zufolge bereits bei ungefähr 50 Stunden pro Woche.
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[Sachsen] Neues Förderprogramm für Lehramtsstudierende – Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Im September startet in Sachsen das Programm "Lehramt MINToring". Damit sollen interessierte Schülerinnen und Schüler für ein Lehramtsstudium gewonnen und auf das Studium vorbereitet werden. Es geht dabei vor allem um die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer). "Lehramt MINToring" ist ein gemeinsames Projekt der TÜV SÜD Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Seit 2012 gibt es dieses Projekt bereits in Baden-Württemberg.
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[Schleswig-Holstein] Schule fällt nach Plan aus – NDR.de
In Schleswig-Holstein fehlten bis zu 1.250 Lehrerstellen. Dies zeige die Unterrichtsversorgung, die in Schleswig-Holstein bei 94 Prozent liege – für eine Gewährleistung des Unterrichts nach Lehrplan sei jedoch eine Versorgung von über 100 Prozent notwendig. Bereits ohne erkrankte Lehrerinnen und Lehrer herrsche demnach ein Unterrichtsausfall von sechs Prozent. Die Konsequenz: Teilweise könne in Fächern ein ganzes Halbjahr kein Unterricht erteilt werden oder es fänden zumindest Einschränkungen statt und Stunden müssten ausfallen.
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[Thüringen] Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert 800 neue Lehrerinnen und Lehrer jährlich – GEW Thüringen
In der "Ilmenauer Erklärung" stellt die Thüringer GEW acht zentrale Forderungen an die künftige Landesregierung auf. Unter anderem werden jährlich mindestens 800 Neueinstellungen von Lehrkräften gefordert. Um den Unterrichtsausfall zu minimieren, müssten außerdem 300 Vollzeitstellen als Reserve bereitstehen.
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03 Hochschulspezifische Links 

[Universität Duisburg-Essen] Zusatzqualifikation "Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft (ZuS)" – Universität Duisburg-Essen
Mehrsprachigkeit und sprachliche Heterogenität sind an deutschen Schulen Alltag und Studierende des Lehramts werden in ihrem späteren Berufsleben auf heterogene Klassen treffen. Daher bietet die Universität Duisburg-Essen ab dem Wintersemester 14/15 allen Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation "Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft (ZuS)" zu erwerben. Diese besteht unter anderem aus einzelnen Veranstaltungen und Praxisphasen zu den Themen Sprachbildung, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität sowie einem Sprachkurs im Bereich "Sprachen der Migrantinnen und Migranten" (z.B. Türkisch, Arabisch, Griechisch, Italienisch, Russisch, Spanisch).
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[Universität Duisburg-Essen] Mehr Praxisbezug im Lehramtsstudium mit dem Basic und Advanced Training – Universität Duisburg-Essen
Das Lehramtsstudium und der daran anschließende Lehrerberuf verlangen neben fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen auch überfachliche Schlüsselqualifikationen. Das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) bietet daher studienbegleitende, extracurriculare Workshops zu folgenden Themenfeldern an: Beruf und Rolle des Lehrers, Didaktik und Methodik, Kommunikation, Differenzierung, Integration und Förderung, Diagnostik, Beurteilung und Beratung sowie Medienbildung. Das Besondere des Basic und Advanced Trainings ist, dass Lehramtsstudierende aller Fächer und Schulformen angesprochen seien und die Trainings nach Studienfortschritt bzw. Vorkenntnissen abgestuft angeboten werden.
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[Universität Kassel] 13 Studienwerkstätten als Schnittstellen zwischen Universität und Schule – Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung
Die Universität Kassel bietet stufenbezogene Werkstätten für die Sekundarstufe I, die gymnasiale Oberstufe und die Beruflichen Schulen an. So umfasst beispielsweise die Grundschulwerkstatt eine Forschungs-, Lern- und Entwicklungswerkstatt. Mit dieser Vielzahl nehme sie deutschlandweit eine besondere Stellung ein. In den Studienwerkstätten sollen die Studierenden praxisnahe Erfahrungen sammeln und den Bereich Lernen und Lehren aus neuen Perspektiven heraus betrachten.
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[Universität Lüneburg] Netzwerk "LehrerInnenbildung für nachhaltige Entwicklung" (LeNa) stellt Memorandum zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Lehrerbildung vor – Bildung für nachhaltige Entwicklung
Das 2013 an der Leuphana Universität Lüneburg gegründete Netzwerk von Hochschulen und anderen lehrerbildenden Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz möchte sich dafür einsetzen, die Lehrerbildung mit Blick auf die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu reformieren. Mit dem küzlich veröffentlichten Memorandum fordern die Mitglieder eine Neuorientierung der Lehrerbildung: Künftige Lehrerinnen und Lehrer sollen in die Lage versetzt werden, Kindern und Jugendlichen Kompetenzen und Wissen zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu vermitteln.
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[Universität Tübingen] Neues Hector-Institut für Bildungsforschung – Universität Tübingen
Das Land Baden-Württemberg, die Hector Stiftung II und die Universität Tübingen haben am 19.09.2014 das "Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung" gegründet. Die Hector Stiftung II wird das Institut in den kommenden zehn Jahren mit insgesamt 7,5 Millionen Euro unterstützen. Weitere Mittel in Höhe von bis zu 1,8 Millionen Euro stellt das Land Baden-Württemberg für ein Postdoktorandenprogramm zur Verfügung. Zu den Schwerpunkten des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung gehören unter anderem die Durchführung und Auswertung von großen Längsschnittstudien wie TOSCA oder TRAIN. Auch groß angelegte Interventionsstudien zur Motivationsförderung von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften sowie Studien zu den Effekten von Reformen im Bildungssystem sollen durchgeführt werden.
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04 Veranstaltungen 

[Deutsches Institut für Erwachsenenbildung und Forschungsverbund Bildungspotenziale der Leibniz-Gemeinschaft] "Bildungsinvestitionen und Bildungserträge im Lebenslauf" – 07.10.2014
Es sollen auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene Ansatzpunkte für tragfähige Konzepte und erfolgversprechende Reformen gesucht werden, um Potenziale von und für Bildung weiter nutzbar machen zu können. Ebenso soll die Interdependenz zwischen Bildungspolitik und Bildungsforschung beleuchtet werden. Im Bereich der Lehrerbildung soll erörtert werden, wie Reformen in Schule und Lehrerbildung zusammenhängen und welche Effekte sie zeitigen. Des Weiteren soll die Nutzung von Initiativen zur Förderung der Professionsentwicklung in der Lehrerbildung, wie zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen, und deren Erträge diskutiert werden.
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[Pädagogische Hochschule Karlsruhe] Fachtagung: Tagung "Ganztagsschule und Umweltbildung" – 09./10.10.2014
Das Team von "Naturwissenschaftliche Didaktik Qualifikationslehrgang AkademikerInnen" (NaDiQuAk) lädt zum Informationsaustausch über die vergangene und zukünftige Entwicklung von Ganztagsschulen und deren Nachmittagsangebote im Bereich der Umweltbildung ein. Es sollen neu gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse, Musterbeispiele und potentielle Verbesserungsmöglichkeiten in den Themenbereichen Didaktik, Naturwahrnehmung, Schulgarten etc. vorgestellt und über die Integration der Umweltbildung an Ganztagsschulen diskutiert werden.
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[RuhrFutur] "Sprache bildet! Auf dem Weg zu einer durchgängigen Sprachbildung in der Metropole Ruhr" – 12.11.2014
Sprache gilt als zentraler Schlüssel zu Bildung und Chancengleichheit. Die Bildungsinitiative RuhrFutur hat sich daher das Ziel gesetzt, eine durchgängige Sprachbildung in der Metropole Ruhr zu etablieren und allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, gleichermaßen gute Chancen auf Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. Gegenstand der Diskussion soll sein, wie dies gelingen kann und welche verschiedenen Aspekte einer durchgängigen Sprachbildung berücksichtigt werden sollten.
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[Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache] Jahrestagung des Mercator-Instituts 2015: "Sprachsensibler Unterricht in den Fächern" – 16.-17.03.2015
Welche Funktion hat Sprache in den einzelnen Fächern? Wie kann man sprachliche und fachliche Kompetenzen gleichermaßen fördern? Wie bereitet man Lehrkräfte auf sprachsensiblen Unterricht vor? Und wie gelingt die Kooperation zwischen Deutsch- und Fachdidaktik an den Hochschulen? Diese und weitere Fragen sollen im Mittelpunkt der Jahrestagung des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache stehen.
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[Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz] Aufgaben als Schlüssel zur Kompetenz – 19.03.-21.03.2015
Die verstärkte Outcomeorientierung hat zur Entwicklung von Kompetenzmodellen und Implementierung von Bildungsstandards sowie von kompetenzorientierten Lehrplänen (z.B. Lehrplan 21) geführt. In den Fachdidaktiken hat dies eine Akzentverschiebung in deren Aufgabenkulturen ausgelöst. Stärker als zuvor werden Aufgaben fokussiert, die testtheoretischen Qualitätsstandards genügen und mit denen sich die Kompetenzen der Lernenden messen sowie die Wirksamkeit des Bildungssystems beurteilen lassen sollen. Die wesentlichen Themen und Fragestellungen der Tagung sollen (1) die konzeptionelle Entwicklung von Aufgabensettings sowie ihre (empirische) Überprüfbarkeit, (2) die Festlegung von Kompetenzzielen und ihre Überprüfung durch Testaufgaben sowie (3) die Frage nach der Umsetzbarkeit kompetenzorientierter Lehrpläne in guten Unterricht sein.
[Update 28.11.14: Der Call for Papers wurde verlängert, neue Deadline: 30.11.2014.]
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05 Internationales 

[Finnland] PISA-Schock in Finnland – Deutschlandradio Kultur
Bei der letzten PISA-Studie 2012 erreichte Finnland den zwölften Platz. Expertinnen und Experten sehen hierfür vielfältige Gründe, unter anderem sei dies eine Folge von Ausgabenkürzungen im Bildungsbereich.
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[Österreich] Nur wenige Interessentinnen und Interesserenten bei Aufnahmetest für Lehramtsstudium durchgefallen – nachrichten.at
Erstmalig wurden an den Universitäten Graz, Wien, Klagenfurt und Innsbruck Aufnahmetests für das Lehramtsstudium durchgeführt. Die Erfolgsquote des ersten Durchgangs ist vielversprechend – die höchste Durchfallquote besteht an der Universität Klagenfurt, an der "nur" 85 Prozent bestanden.
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In diesem Zusammenhang berichtet der Vizerektor der Universität Graz in einem Interview mit DiePresse.com von den bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Aufnahmeverfahren.
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[Österreich] Viele Ältere werden Lehrerinnen und Lehrer – Österreichischer Rundfunk
In Österreich steigt die Anzahl an Studierenden, die zunächst einen anderen Beruf erlernen und ausüben und sich im Nachhinein für ein Lehramtsstudium entscheiden, je nach Hochschule auf bis zu 30 Prozent an.
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[Österreich] Fachkompetenz künftig wichtiger als Wartezeit – derStandard.at
Anfang 2015 sollen neue Objektivierungsrichtlinien in Kraft treten. Somit sollen künftig bei der Einstellung von Pflichtschullehrkräften Kriterien wie fachliche Kompetenzen und berufliche Erfahrungen mehr Gewicht erhalten als individuell-persönliche Gründe, wie Wartezeiten oder sogenannte unversorgte Ehepartnerinnen und Ehepartner.
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[Schweiz] Französisch-Lehrkräfte gesucht – Tagblatt Online
An den Ostschweizer Schulen fehlen Lehrkräfte für das Fach Französisch, obwohl sich genügend Lehramtsstudierende für dieses Fach einschreiben.
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[Schweiz] Erleichterter Zugang für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger – Pädagogische Hochschule Zug
Der Kanton Zug reagiert auf den Mangel an Lehrpersonen in der Schweiz. Nun soll der Zugang zum Studium für über 30-Jährige erleichtert werden. In einem Assessment wird geprüft, ob die Bewerberinnen und Bewerber die notwendigen Voraussetzungen für das Studium mitbringen.
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06 Dokumente/Literatur 

Beiträge zur Lehrerbildung. Zeitschrift zu Theorie und Praxis der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern 2/2014: Videobasierte Fallarbeit/Kasuistik in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Langnau, 2014
Formen des fallbasierten Lernens an Unterrichtsvideos haben in der Aus- und Weiterbildung zunehmend Verbreitung gefunden. Dabei wird die Entwicklung und Anwendung videobasierter Lernarrangements zunehmend systematisch in Bezug auf Prozessqualitäten und Wirksamkeit untersucht. Das Themenheft versucht die folgenden Fragestellungen zu beantworten: Wie wirken sich einzelne Komponenten videogestützter Lernarrangements auf das Lernen der Adressatinnen und Adressaten aus? Welche theorie- und evidenzbasierten Empfehlungen für die Gestaltung und Nutzung wirksamer videobasierter Lernumgebungen und Materialien für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften lassen sich auf der Basis dieser Forschung gewinnen?
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Fischer, Hans-Peter; Göres, Joachim u.a.: Klett-Themendienst "Schule, Wissen, Bildung" Nr. 65. Stuttgart, 2014
In Deutschland haben nahezu eine halbe Million Schülerinnen und Schüler einen diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf. Gefordert werden ein neues Lehrerbild, neue Bewertungssysteme und auch neue didaktische Modelle. In einem Schwerpunkt stellt der Klett-Themendienst die unterschiedlichen Standpunkte gegenüber.
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Scherf, Daniel: Leseförderung aus Lehrersicht. Eine qualitativ-empirische Untersuchung professionellen Wissens. Wiesbaden, 2013
Was wissen Lehrerinnen und Lehrer bezüglich Leseförderung? – mit dieser Frage hat sich Daniel Scherf in seiner Doktorarbeit befasst, die kürzlich mit dem Förderpreis Deutschdidaktik ausgezeichnet wurde. Dabei habe er nicht nur Kenntnisse über bestimmte Leseförderkonzepte abgefragt, sondern auch solche, die aus dem nichtwissenschaftlichen Bereich stammen oder die sich aus persönlichen Erfahrungen herleiten. Gerade in Gruppengesprächen sei deutlich geworden, dass Lehrerinnen und Lehrer bestimmte Konzepte wie das Lesestrategietraining zwar oft kennen, es jedoch aus einem Bauchgefühl heraus ablehnten. Auch der Einfluss des schulischen Umfelds sei hier besonders deutlich geworden. Zudem sei er zu überraschenden Ergebnissen gekommen. So gehe die Deutschdidaktik davon aus, dass Leseförderung fächerübergreifend stattfinden müsse. Nach Scherf habe Leseförderung aber just dort besonders gut funktioniert, wo sich vor allem die Deutschlehrkräfte dafür zuständig fühlen.
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19. September 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Zuständigkeit für die inhaltliche Gestaltung der Lehramtsstudiengänge

An der inhaltlichen Gestaltung der Lehramtsstudiengänge können verschiedene hochschulische Akteure und Institutionen (z.B. Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) beteiligt sein. Damit die Ausbildungsinhalte möglichst aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt sind, könnte es vorteilhaft sein, wenn die Verantwortungsstrukturen präzise formuliert und dementsprechend umgesetzt werden.

 

Um eine solche interinstitutionelle Zusammenarbeit zu koordinieren und einen regelmäßigen Austausch der einzelnen Akteure zu gewährleisten, besteht z.B. die Möglichkeit, eine zentralisierte hochschulinterne Einrichtung für Lehrerbildung (z.B. ein Zentrum für Lehrerbildung bzw. eine School of Education) einzuführen. Auch bei ihnen kann die verantwortliche Zuständigkeit für die inhaltliche Gestaltung der Lehramtsstudiengänge liegen. Schließlich gibt es Modelle, die die inhaltliche Ausgestaltung der Lehramtsstudiengänge zwischen den einzelnen Akteuren aufteilen, z. B. in Form von gemeinsamen Lehramts- bzw. Studienkommissionen.
An welchen Stellen die Hochschulen die inhaltliche Gestaltung der Lehramtsstudiengänge institutionell verankern, zeigt der Indikator im Blickpunkt.
Besonders bei der Verortung der inhaltlichen Gestaltung der Lehramtsstudiengänge ist eine klare Zuweisung der Kompetenzen wichtig, da grundsätzlich alle oben genannten Akteure und Institutionen daran beteiligt seien können. Dabei ist es maßgeblich, dass Kompetenzüberlagerungen durch Absprachen verhindert und Transparenz gewährleistet werden.

An welchen Stellen die Hochschulen die inhaltliche Gestaltung der Lehramtsstudiengänge institutionell verankern, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

12. September 2014

Nutzerbefragung zum Monitor Lehrerbildung

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

zusammen mit Ihnen möchten wir die vielfältigen Angebote des Monitors Lehrerbildung weiter optimieren, um Sie auch in Zukunft mit den für Sie relevanten Informationen versorgen zu können: Wir haben einige Fragen zur Bewertung unserer Website und unserer Broschüren zusammengestellt und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich kurz die Zeit nehmen würden, diese zu beantworten. Zur Befragung gelangen Sie hier.

Die Befragung wird etwa 5-10 Minuten dauern. Ihre Daten werden natürlich streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.

Vielen Dank!

Bei Rückfragen oder weiteren Anmerkungen, können Sie sich gerne an uns wenden:
Dominik Baedorf, Tel.: 05241/9761-76, E-Mail: dominik.baedorf@che.de
Melanie Rischke, Tel.: 05241/9761-33, E-Mail: melanie.rischke@che.de

Zur Nutzerbefragung

02. September 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - September 2014

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus  


Thema: Studienverlauf

[Niedersachsen] Alle angehenden Lehrkräfte sollen künftig zehn Semester studieren – Neue Osnabrücker Zeitung
Die Lehrerbildung in Niedersachsen soll reformiert werden. Die Pläne von Rot-Grün sehen zwei wesentliche Änderungen vor: Zum einen sollen die Studiengänge der verschiedenen Lehramtstypen neu geordnet werden. Zukünftig sollen für das Grundschullehramt sowie für das Lehramt an Haupt- und Realschulen jeweils eigenständige Studiengänge eingeführt werden. Zum anderen sollen die Studienzeiten angeglichen werden. Alle Lehramtsstudierenden sollen in Zukunft zehn Semester studieren. Des Weiteren soll in den Masterstudiengängen ein 18wöchiger Praxisblock implementiert werden.
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Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder befragt, für welche der sechs Lehramtstypen (gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen) in ihrem Land Studiengänge angeboten werden. Beispielsweise wird das Studium für den Lehramtstyp 4 (Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium) in allen 16 Ländern angeboten, für den Lehramtstyp 2 (Übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I) hingegen nur in sechs Ländern. Die Antworten der einzelnen Ländern, finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten unter dem Punkt "Studienverlauf". Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.
Darüber hinaus wurde danach gefragt, welche landesweite Regelstudienzeit für die jeweiligen Lehramtsstudiengänge vorgesehen sind. Beispielsweise ist in Baden-Württemberg für das Studium für die Lehramtstypen 1 und 3 eine Regelstudienzeit von acht Semestern, für die Lehramtstypen 4 und 5 von zehn Semestern und für den Lehramtstypen 6 von neun Semestern vorgegeben. Die Antworten der einzelnen Ländern, finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten ebenfalls unter dem Punkt "Studienverlauf".
Des Weiteren wurden ebenfalls die Hochschulen danach befragt, für welche der sechs Lehramtstypen (gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen) an ihrer Hochschule Studiengänge angeboten werden. Die Antworten der einzelnen Hochschulen finden Sie auf den jeweiligen Hochschulseiten unter dem Punkt "Studienverlauf". Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.
  

02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Bildungsmonitor 2014 – Sachsen habe das leistungsstärkste Bildungssystem – Süddeutsche Zeitung
Der Bildungsmonitor versucht anhand von 90 Kriterien Daten der Statistikämter und Kultusministerien auszuwerten, um die Schulsysteme der einzelnen Länder miteinander zu vergleichen. Den Gesamtsieg habe hierbei Sachsen mit einem besonders leistungsstarken Schulssystem errungen. Vergleicht man allerdings die verschiedenen untersuchten Handlungsfelder, so habe jedes Land spezifische Stärken bzw. bestehe individuelles Verbesserungspotential.
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Hörtipp: Hochschulquartett zum Thema "Setzen, mangelhaft: Schlechte Noten für die Lehrerausbildung" – Deutschlandfunk
Am 29.08.2014 diskutierten Experten über die Zukunft der Lehrerbildung. Im Fokus standen dabei mögliche Entwicklungsperspektiven durch die gestartete "Qualitätsoffensive Lehrerbildung". So sollen beispielsweise die Rahmenbedingungen der Lehrerbildung an den Hochschulen verbessert werden.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Lehrerfortbildungen auf dem Prüfstand – Stuttgarter Zeitung
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg fördert für die Laufzeit von drei Jahren an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg ein Promotionskolleg zum Thema "Professionalisierung im Lehrberuf – Konzepte und Modelle auf dem Prüfstand", welches am 01.08.2014 startete. In 15 Teilprojekten, die an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen verortet sind, werden die Qualität und die Wirksamkeit von Maßnahmen der Lehrerfortbildung untersucht.
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[Bayern] Wild will "Deutsch als Zweitsprache" zum Pflichtfach in der Lehrerbildung machen – Das Wochenblatt
Obwohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprache innerhalb zwei Jahren lernen sollen, seit 2008 von 1.200 auf 3.634 stieg und sich somit verdreifachte, gilt dasselbe nicht für die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer eben dieses Faches. Diese Quote stieg bis 2013 um ein Drittel.
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[Berlin] Neues Schuljahr – Mehr Schülerinnen und Schüler, mehr Lehrkräfte, mehr Probleme – Berliner Morgenpost
Zum Schulstart in Berlin seien einige Schwierigkeiten noch nicht behoben. Diese betreffen unter anderem den Lehrermangel, der für dieses Schuljahr durch die Einstellung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern zu kompensieren versucht wird. Weitere Problemfelder seien die Grundschulen und Baumängel.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Mit 540 neuen Lehrkräften ins neue Schuljahr – NDR
Um mehr Interesse am Lehrerberuf zu wecken, werden in Mecklenburg-Vorpommern mit Beginn des neuen Schuljahres erstmals Lehrerinnen und Lehrer unter 40 Jahren verbeamtet. Die Maßnahme scheint erste Erfolge zu zeigen: Es gingen dreimal so viele Bewerbungen ein, als Stellen ausgeschrieben worden sind.
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[Nordrhein-Westfalen] Rechtsanspruch auf Inklusion – Umsetzung klappt von reibungslos bis gruselig – Deutschlandfunk
Mit Beginn dieses Schuljahres haben Kinder mit Förderbedarf einen Rechtsanspruch, eine Regelschule besuchen zu dürfen. Allerdings bestehe ein großer Unterschied bei der Umsetzung an den einzelnen Schulen, so Thoms vom Elternverein "Mittendrin".
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[Sachsen-Anhalt] Mehr, aber nicht genügend Lehrkräfte – Mitteldeutsche Zeitung
Kultusminister Dorgerloh sieht die Situation an den Schulen durch Neueinstellungen verbessert. Von den insgesamt 370 zusätzlichen Stellen seien nahezu alle besetzt. Allerdings liege die Versorgungsquote mit Lehrerinnen und Lehrern nur an den Grundschulen mit 106 Prozent über den von der Bildungsgewerkschaft Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als erforderlich angesehenen 105 Prozent.
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[Schleswig-Holstein] Bildungsministerin Wende stellt Konzept vor: "Schleswig-Holsteins Weg zur inklusiven Schule" – Ministerium für Bildung und Wissenschaft Schleswig-Holstein
"Wir begreifen Inklusion nicht als Wettlauf um die höchste Inklusionsquote", sagte die Ministerin und erläuterte ihr Konzept, wie im Land in den kommenden zehn Jahren eine Verbesserung der Qualität von Inklusion erreicht werden solle. Damit die inklusive Schule ihren pädagogischen Auftrag erfüllen und von allen Beteiligten akzeptiert werden könne, seien eine angemessene Ausstattung, eine verlässliche Organisation sowie qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer erforderlich. Unter anderem solle die Schulische Assistenz ausgebaut, Lehramtsstudierende besser vorbereitet und bestehende Lehrkräfte fortgebildet sowie eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Schulen gewährleistet werden.
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03 Hochschulspezifische Links 

[Universität Magdeburg] Neues Format für optimalen Start ins Lehramtsstudium – Universität Magdeburg
In diesem Semester soll ein neues Veranstaltungsformat zur Studienvorbereitung angeboten werden. Während der Bewerbungs- und Immatrikulationsphase findet ein Start-up-Coaching für zukünftige Lehramtsstudierende statt. Das Format richtet sich gezielt an die registrierten Bewerberinnen und Bewerber für die Lehramtsstudiengänge des Unterrichtsfaches Technik und für die ingenieurpädagogischen beruflichen Fachrichtungen wie Bau-, Elektro-, Metall-, Informations- und Prozesstechnik. Sie sollen somit vor dem eigentlichen Studienbeginn im Oktober die Möglichkeit erhalten, ihre Studien- und Berufsplanung zu diskutieren, sich mit dem Berufsbild des Lehrers auseinanderzusetzen, ihren zukünftigen Lernort, die Hörsäle, Werkstätten und Labore sowie die Stadt Magdeburg kennenzulernen.
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[Universität Osnabrück] Land sichert Fortbestand des Instituts für Islamische Theologie – Universität Osnabrück
Die Niedersächsische Landesregierung möchte sich für die Ausbildung von Lehrkräften für den Islamischen Religionsunterricht und islamische Theologinnen und Theologen stark machen. Die Finanzplanung des Landes sieht in den kommenden vier Jahren den Einstieg in eine dauerhafte Landesförderung vor. Für diesen Zeitraum sind für das Institut Landesmittel in Höhe von etwa vier Millionen Euro eingeplant. Dauerhaft soll die Universität Osnabrück rund 1,4 Millionen Euro jährlich für das Institut für Islamische Theologie (IIT) erhalten.
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04 Veranstaltungen 

[Universität Duisburg-Essen] Herbstschule: "Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht" – 29.09.-02.10.2014
Ein potentialorientierter Umgang mit Heterogenität ist eine Kernkompetenz, um die Schulwirklichkeit, unter anderem der Metropolregion Ruhr, produktiv aufzugreifen. Nach einführenden Vorträgen sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben, aus zahlreichen Workshops zu wählen und sich fächerspezifisch und den eigenen Interessen gemäß fortzubilden. Themenschwerpunkte sollen Schule und besondere Rahmenbedingungen, persönliche Hintergrundmerkmale/fachübergreifende Themen, Grundlegende Dimensionen des Umgangs mit Heterogenität und der Umgang mit Heterogenität im Fachunterricht sein.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) und Pädagogische Hochschule Heidelberg] Fachtagung: "Inklusion – Zwischen idealistischer Forderung, individueller Förderung und institutioneller Herausforderung" – 10./11.10.2014
Die Tagung soll sich unter anderem mit Einstellungen von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften gegenüber Inklusion, Voraussetzungen und Herausforderungen für Universitäten und Schulen im Hinblick auf die Vorbereitung von (angehenden) Lehrkräften für die Inklusion, Aspekten der Professionalisierung sowie der Differenz zwischen der Inklusion als Ideal und deren Realisierung beschäftigen.
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[Universität Aachen] Aachener Lehrertag Mathematik – "Auf den Lehrer kommt es an!" – 25.10.2014
Neben Kurzvorträgen zum "Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule Nordrhein-Westfalen" und zu Neuerungen in der Lehrerbildung im Fachbereich Mathematik sollen Workshops zu verschiedenen mathematikdidaktischen Themenbereichen stattfinden. Der Fortbildungstag wird gemeinsam vom Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. (MNU) und der Fachgruppe Mathematik der RWTH Aachen organisiert. Zielgruppe sind Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare, Lehramtsstudierende sowie Hochschulangehörige.
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[Bundesverband der Studierenden und Absolventen des Hochschulstudiums der Fachrichtungen Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL)] BHGL-Forum: "Die Ausbildung von Lehrern für den Gartenbau in Deutschland" – 20.11.2014
Das diesjährige Forum soll mit Referentinnen und Referenten aus den Bereichen der Lehrerbildung, der Berufsschulkräfte und der Berufspraxis unter anderem folgende Fragestellungen analysieren: Welche Konzepte für die Lehrerbildung werden an der Universität und der Hochschule vorgehalten? Welche strategischen Ansätze gibt es, die Vermittlung der Grundlagen des Faches mit dem Erwerb von pädagogischen Kompetenzen zu verbinden? Welche Anforderungen werden aus der Praxis an die Absolventinnen und Absolventen der Lehramtsstudiengänge gerichtet und wie erfolgt die Rückkopplung der Berufspraxis zur Lehrerbildung an den Hochschulen?
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[Stiftung der Deutschen Wirtschaft] 5. Forum Leadership in der Lehrerbildung – 20./21.11.2014
Wie kann Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in den einzelnen Phasen der Lehrerbildung aussehen? Wie wird aus Nachwuchsförderung systematische Personalentwicklung an Schule? Das 5. Forum "Leadership in der Lehrerbildung" möchte konkrete Umsetzungsbeispiele für die Etablierung von Leadership-Themen und Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in der Lehrerbildung in den Blick nehmen.
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05 Internationales 

[Dänemark] Anwesenheitspflicht für Lehrkräfte – bluewin.ch
Dänische Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer dürfen in Zukunft nicht mehr zu Hause arbeiten. Durch eine Reform wurde eine Anwesenheitspflicht für ihre komplette Arbeitszeit festgelegt.
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[Österreich] Betriebspraktika für Lehrerinnen und Lehrer: Aktion wird ausgeweitet – Wirtschaftskammer Wien
Da die Aktion "Betriebspraktika für Lehrkräfte" im Februrar 2014 mit über 50 beteiligten Unternehmen und 70 teilgenommenen Lehrerinnen und Lehrern positive Resonanz fand, wird das Projekt im kommenden Schuljahr wiederholt. Ausgebildete Lehrkräfte sowie Lehramtsstudierende können an drei Praxistage in Wiener Firmen Erfahrungen im unternehmerischen Alltag sammeln, um diese im Unterricht an ihre Schülerinnen und Schüler zu übermitteln.
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[Österreich] Lehrerinnen und Lehrer mit inklusiver Kompetenz als Erfolgskriterium – Tiroler Tageszeitung Online
(Angehende) Lehrkräfte sollen in Österreich künftig durch Spezialisierung im Bereich der Inklusion während des Studiums besser auf diese vorbereitet werden. Die Lehramtsstudierenden müssen mit Beginn der neuen Lehrerausbildung ein Viertel der Lehrveranstaltungen im Bereich Inklusiver Pädagogik belegen. Diese würden laut Expertinnen und Experten allerdings größtenteils in Form von Vorlesungen angeboten. Für andere Veranstaltungen – wie Übungen oder Seminare – sei nicht genügend qualifiziertes Personal vorhanden.
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06 Dokumente/Literatur 

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.): Bildungsmonitor 2014. Die richtigen Prioritäten setzen. Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Köln, 2014
Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) versucht anhand von 12 Handlungsfeldern und 93 Indikatoren zu bewerten, inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstumskr&aumlfte stärken. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Ausgangslage in den einzelnen Handlungsfeldern in den Ländern höchst heterogen ist.
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Wocken, Hans: Bayern integriert Inklusion. Zur schwierigen Koexistenz widersprüchlicher Systeme. Hamburg, 2014
Bayern hat mit dem Gymnasium, der Realschule, der Hauptschule und der Sonderschule ein vierfach gegliedertes Schulwesen. Das Buch versucht in mehreren Beiträgen, diese spannungsreiche Koexistenz gegensätzlicher Konzepte zu analysieren. Unter anderem werden erste empirische Untersuchungen über die bisherige Inklusionsentwicklung in bayerischen Schulen von 2008 bis 2013 vorgelegt. Die Zwischenbilanz sei in hohem Maße ernüchternd: Nach fünf Jahren Inklusionspolitik gebe es in Bayern mehr Separation als jemals zuvor.
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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: September 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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25. August 2014

Hörtipp: Hochschulquartett zum Thema "Setzen, mangelhaft: Schlechte Noten für die Lehrerausbildung" am Freitag, 29.08.2014 um 19:15 Uhr im Deutschlandfunk

500 Millionen Euro will die Bundesregierung in den nächsten zehn Jahren locker machen, um die Lehrerausbildung zu verbessern. "Qualitätsoffensive" nennt sie das. Die Länder haben die Hilfe vom Bund zur Verbesserung der Rahmenbedingungen tatsächlich nötig. Lehramtsstudierende fristen an manchen Hochschulen ein stiefmütterliches Dasein, ohne Renommee, aber in überfüllten Hörsälen.

Die Misere beginnt schon bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Die Besten eines Jahrgangs zieht es in die Forschung oder in die Wirtschaft, kaum einer kommt auf die Idee, mit einem Einser-Abitur auf Lehramt zu studieren. Während der Pisa-Musterschüler Finnland vor das Lehramtsstudium strenge Auswahltests setzt, kann in Deutschland jede Abiturientin und jeder Abiturient Lehrerin bzw. Lehrer werden. Lehrerin bzw. Lehrer ist dennoch für viele kein Traumberuf – trotz Beamtengehalts und ausgedehnter Ferien.

Doch langsam setzt sich auch hierzulande die Erkenntnis durch, dass die Qualität des Unterrichts bereits bei der Ausbildung der Lehrkräfte beginnt. Es gilt, die pädagogische Praxis mehr in das Studium einzubeziehen und die Mobilität der Lehrkräfte zwischen den Bundesländern zu erleichtern. Doch reicht die Finanzspritze aus Berlin, um die Lehrerausbildung in Deutschland entscheidend zu verbessern?

Im Hochschulquartett diskutieren:

- Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig
- Prof. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg
- Prof. Werner Reinhart
, Präsident Universität Flensburg
- Andreas Stephan, Referatsleiter Lehrerbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

Moderation:
Michael Kröher, manager magazin, Christian Floto, Deutschlandfunk

18. August 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Verbeamtung von Referendarinnen und Referendaren sowie Lehrkräften

Gemäß Artikel 7 des Grundgesetzes steht das gesamte Schulwesen unter Aufsicht des Staates, allerdings besitzen die 16 Länder nach Artikel 30 bzw. 70 des Grundgesetzes die sogenannte Kulturhoheit, sie sind also in Gesetzgebung und Verwaltung in kulturellen Fragen selbstbestimmt. Die Ein- bzw. Anstellung von Lehrkräften obliegt somit dem öffentlichen Dienst der Länder. Eine etwaige Verbeamtung bietet Lehrerinnen und Lehrern eine große Sicherheit hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes und in finanzieller Hinsicht. Ob ein Land Lehrkräfte verbeamtet, könnte somit einen maßgeblichen Einfluss darauf haben, in welchem Land sich Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger bevorzugt bewerben.

Zwischen den Ländern bestehen Unterschiede darin, ob alle Lehrkräfte, wenn sie die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen, verbeamtet werden oder ob sie im Angestelltenverhältnis beschäftigt werden. Zudem sind befristete Verträge zu Vertretungszwecken möglich. Einheitlich geregelt ist jedoch, dass Referendarinnen und Referendare im Falle einer Verbeamtung zunächst Beamte auf Widerruf sind und bei Übernahme nach dem Zweiten Staatexamen drei Jahre lang zum Beamten auf Probe ernannt werden.
Auch die allgemeinen Voraussetzungen für eine Verbeamtung sind von Land zu Land unterschiedlich. Generell wird die gesundheitliche Eignung im Rahmen einer amtsärztlichen Untersuchung überprüft, die sich unter anderem am Bodymaßindex sowie an der Abwesenheit physischer und psychischer (Vor-)Erkrankungen bemisst. Außerdem kann das Land eine Altersgrenze festsetzen, bis zu der Lehrkräfte verbeamtet werden können. Ausnahmen bestehen meist für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aber auch für Lehrkräfte, die bisher in einem Land gearbeitet haben, das eine Verbeamtung vorsieht und die in ein Bundesland wechseln wollen, das Angestelltenverträge bietet.

Welche Vorgaben die Länder zur Verbeamtung von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern bzw. zur Verbeamtung aller Lehrkräfte machen, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

05. August 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - August 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

am 24.07.2014 gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den sofortigen Start der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" bekannt und veröffentlichte die entsprechende Förderrichtlinie. Die Hochschulen haben nun vier Monate Zeit, sich für eine Förderung innerhalb der ersten Bewilligungsrunde zu bewerben und ihre Projektvorschläge einzureichen.

Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist ein von Bund und Ländern gemeinsam beschlossenes Programm zur Qualitätsverbesserung der Lehrerbildung. Die Förderanträge sollen aufzeigen, wie die Hochschulen mittels neuer Projekte die Qualität der Lehrerbildung verbessern wollen, wie das Profil der Hochschule gestärkt und die entsprechenden Prozesse begleitet und verstetigt werden können. Ein Gremium aus 18 Expertinnen und Experten aus der Lehrerbildung, der Studierendenschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern begutachten die Anträge und entscheiden über die Förderfähigkeit und die Förderhöhe.

Zu vielen der Handlungsfeldern der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" können Sie sich auf der Website des Monitors Lehrerbildung über den Status quo informieren. So können Sie die Struktur der Lehramtsstudiengänge für 65 lehrerbildende Hochschulen in Deutschland sowie alle 16 Länder abfragen. Diese bilden wir auch entlang von neun Themenbereichen ab. Beispielsweise ist der Praxisbezug in der Lehrerbildung, ein Schwerpunkt der Förderung bei der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung", nicht nur eines dieser neun Themenfelder, sondern war bereits im letzten Jahr ein Schwerpunktthema, zu dem wir die Broschüre "Praxisbezug in der Lehrerbildung - je mehr, desto besser?!" veröffentlicht haben. Unter dem Punkt "Ein- und Umstiegsmöglichkeiten" finden Sie wiederum Daten zur gezielten Gewinnung geeigneter Studierender. Des Weiteren finden Sie weitergehende Informationen zu diesem Thema in unserer zuletzt veröffentlichten Sonderpublikation "Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern - sinnvoll und machbar?!".

Was sonst noch im Bereich der Lehrerbildung wichtig war, senden wir Ihnen mit diesem Newsletter Monitor Lehrerbildung zu. Sollten Sie Hinweise haben, die wir für kommende Ausgaben nutzen könnten, freuen wir uns über Ihre Nachrichten.

Mit besten Grüßen

Melanie Rischke und Dominik Baedorf

 

01 (Hoch)schulpolitik  
Länderübergreifende News

Das Anerkennungsportal wirbt mehrsprachig – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weitet sein Informationsangebot zum Anerkennungsgesetz aus. Gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wirbt das Ministerium international für das Informationsportal "Anerkennung in Deutschland". Dabei gilt ein besonders großes Interesse den Berufsprofilen im Ingenieurs-, Medizin- und Bildungsbereich (Lehrerinnen und Lehrer). Seit dem 30.07.2014 gibt es für Italien, Polen, Rumänien, Spanien und die Türkei kompakte Werbeseiten in der entsprechenden Landessprache. Neben dem Online-Angebot können auch mehrsprachige Informationsmaterialien bestellt werden, die den Anerkennungsprozess einfach erklären sollen.
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Länderspezifische News

[Bayern] Über 3.800 neue Lehrkräfte für die staatlichen Schulen in Bayern im kommenden Schuljahr – Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Für die Grund- und Mittelschulen stellt der Freistaat insgesamt rund 2.000 Lehrkräfte an, die große Mehrzahl davon unbefristet. Dabei finden an Mittelschulen fast alle Bewerberinnen und Bewerber eine Festanstellung. Im Laufe des Schuljahres werden weitere, vorwiegend befristete Stellen besetzt. Darüber hinaus werden über 200 Fach- und Förderlehrerinnen und Fach- und Förderlehrer für Grund-, Mittel- und Realschulen neu angestellt. In den Förderzentren können rund 470 Lehrkräfte neu angestellt werden.
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Eine etwas kritischere Sichtweise, vor allem hinsichtlich der Gymnasial- und Realschullehrkräfte, wird hingegen im Merkur Online deutlich.
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[Baden-Württemberg] Landesregierung beschließt Eckpunkte zur Inklusion – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Für das kommende Schuljahr 2014/2015 ist ein zusätzliches Einstellungskontingent im Umfang von 200 Deputaten vorgesehen, die für inklusive Bildungsangebote an allgemeinen Schulen zur Verfügung stehen sollen. Des Weiteren sollen die Fortbildungsangebote zum Thema Inklusion deutlich ausgebaut werden. Schließlich ist eine Reform der Lehrerbildung vorgesehen, so dass künftig alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer während ihres Studiums eine Grundausbildung zu Fragen der Inklusion erhalten.
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[Berlin] Einheitslehrkraft light - wie die Universitäten den Kompromiss der Koalition umsetzen – Der Tagesspiegel
Das im Januar verabschiedete, neue Lehrkräftebildungsgesetz wurde zwar bereits im Januar verabschiedet, jedoch blieb für die Hochschulen weitestgehend unklar, wie der Kompromiss umzusetzen sei. Nun liegen erste Konzepte vor.
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[Brandenburg] Genügend Lehrerinnen und Lehrer und mehr als genug Streit – Der Tagesspiegel
Zum neuen Schuljahr 2014/2015 sollen insgesamt 1.000 Lehrkräfte eingestellt werden. Um den hohen Bedarf decken zu können, hatte das Land im März 2014 eine Anzeigenkampagne gestartet, die äußerst erfolgreich lief. Nach über 6.500 eingegangenen Bewerbungen, ist der Bedarf inzwischen zu über 80% gedeckt. Dagegen ruft die Reform der Staatlichen Schulämter Kritik hervor.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Verbeamtungen & Höhergruppierungen der Lehrerinnen und Lehrer – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
In Mecklenburg-Vorpommern werden erstmals Lehrerinnen und Lehrer verbeamtet. Die Verbeamtungen & Höhergruppierungen sind Teil eines Maßnahmenbündels, mit dem die Landesregierung den Lehrerberuf attraktiver machen und Lehrkräfte gewinnen will.
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[Sachsen] Aktionsbündnis "Warum auch sonst?": Kultusministerin ignoriere Probleme in der Lehrerbildung – Leipziger Internet Zeitung
Anlässlich der Werbeaktion "Lehrer in Sachsen werden. Aus Überzeugung." seitens der Sächsischen Landesregierung im Frühjahr 2013, machen angehende Lehrerinnen und Lehrer nun auf vermeintliche Defizite der Lehrerbildung aufmerksam. Diese seien der Grund, weshalb viele Nachwuchslehrkräfte Sachsen verlassen.
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[Schleswig-Holstein] Universitäten stellen gemeinsamen Antrag zur "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" – shz.de
Nach dem Start der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" haben nun die Universitäten Kiel und Flensburg angekündigt, einen gemeinsamen Antrag für eine Finanzierung stellen zu wollen.
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02 Hochschulspezifische Links  
[Universität Göttingen] Lehramtsstudierende können Schulpraktika weltweit absolvieren – Universität Göttingen
Seit dem Sommersemester 2014 besteht die Möglichkeit, ein Praktikum an Partnerschulen der Goethe-Institute im Ausland zu absolvieren. Das Angebot der Zentralen Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) der Hochschule gilt für Studierende im Studiengang Master of Education und wird mithilfe des von Bund und Ländern geförderten Programms "Göttingen Campus QPLUS" durchgeführt.
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[Universität Kiel] Inklusion in der Lehramtsausbildung – Universität Kiel
Das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Kiel führte bereits zum zweiten Mal den Zertifikatkurs "Inklusive Schule" durch. Dieser Kurs wird in Kooperation mit dem Jugendpfarramt in der Nordkirche Plön sowie mit dem Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche angeboten. Achtzehn Lehramtsstudierenden wurde die Möglichkeit geboten, Inklusion in Theorie und Praxis kennenzulernen.
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[Universität Paderborn] Hochschulen und weitere Partner fördern Lehrkräftenachwuchs für Berufskollegs – Universität Paderborn
Mehrere Partner aus dem Bildungsbereich der Region trafen Anfang Juli eine Vereinbarung, um neue Lehrkräte für das Lehramt an Berufskollegs mit gewerblich-technischen Fachrichtungen zu gewinnen. Mit dem neuen Projekt "Edu-Tech Net OWL" soll der Mangel an Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich behoben werden. Konkret soll der Übergang in die gewerblich-technischen Master-Studiengänge der Universität Paderborn mit Abschluss Master of Education durch Anerkennung früherer Bachelor-Abschlüsse aus FH-Studiengängen vereinfacht werden.
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03 Veranstaltungen  
[Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)] Jahrestagung 2014 – Fort- und Weiterbildung konkret! – 06.09.2014
Das Tagungsprogramm umfasst zum einen das Fort- und Weiterbildungsprogramm des DZLM für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen und zum anderen die Fort- und Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren – also von jenen Lehrkräften, die andere Lehrkräfte fortbilden, ausbilden, beraten, unterstützen, Unterrichtsentwicklung anstoßen und begleiten. Für Lehrerinnen und Lehrer soll es Workshops zu aktuellen Themen und "Klassikern" aus aktueller Perspektive geben. Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollen Workshops zur Konzeption, Initiierung und Umsetzung von Fortbildungen und Professionellen Lerngemeinschaften angeboten werden.
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[Universität Oldenburg] 31. Pädagogische Woche: "Auf die Lehrkräfte kommt es an!" – 22.-25.09.2014
Folgt man dem neuseeländischen Bildungsforscher Hattie, hängen erfolgreiches Lernen und hoher Lernerfolg stark vom Lehrverhalten der Lehrkräfte ab. Danach sei es vor allem wichtig, wie Lehrkräfte Unterricht gestalten. Bei der diesjährigen Pädagogischen Woche werden über 100 Fachvorträge und praktische Workshops angeboten, die dabei helfen sollen, das eigene Lehrverhalten so auszurichten, dass Lernen erfolgreich stattfindet. Die Angebote greifen dabei Themen von Feedback, Diagnose und Classroom-Management bis hin zur direkten Instruktion, Heterogenität und Lern- und Arbeitsklima auf.
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[Universität Bremen] Internationale Tagung: "Teaching is Touching the Future – Academic teaching within and across disciplines" – 25./26.09.2014
Mit dieser Tagungsreihe soll insbesondere eine in den Fächern und Fachkulturen verankerte Reflexion von Lehre und Lernen ins Zentrum gestellt werden. Neben einigen zentralen Vorträgen internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll die Tagung ihren Schwerpunkt in parallel stattfindenden Workshops verschiedener Fächergruppen bzw. Fachdisziplinen haben.
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[Universität Kassel] Internationale Tagung der Kasseler Studienwerkstätten: "Erforschen, Erlernen, Erkennen" – 26.09.2014
Die Tagung soll der Vernetzung zwischen Theorie und Praxis in der Lehrerbildung dienen und gleichzeitig ein Bindeglied zwischen Universitäten und Schulen darstellen. Die Tagung richtet sich hauptsächlich an Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitäten und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt der Tagung soll die Sichtbarmachung des Nutzens der Arbeit stehen, welche in Lern- und Studienwerkstätten vollzogen wird: Was ist Studienwerkstattarbeit? Worin liegen ihre Stärken und ihr Nutzen? Inwieweit können Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrerinnen und Lehrer von einer Studienwerkstatt profitieren?
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[Universität Regensburg] 2. Thementag Theorie-Praxis 2014: "Vielfalt annehmen – Unterricht flexibilisieren im Kontext innovativer, inklusiver Schulentwicklung" – 01.10.2014
Der Thementag Theorie-Praxis wird vom Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung organisiert und soll sich zentralen Themen der aktuellen Diskussion um die Lehrerbildung und Schulentwicklung widmen. Er will allen an der Lehrerbildung beteiligten Akteuren die Möglichkeit bieten, sich untereinander über die Bereiche Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Heterogenität und Inklusion auszutauschen und voneinander zu lernen.
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[Universität Leipzig] 4. FFF-Konferenz: "Fortschritte im Frühen Fremdsprachenlernen" – 02.-04.10.2014
Die Konferenz soll mit insgesamt 40 Einzelvorträgen und fünf Workshops einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Methodik der Fremdsprachenvermittlung und der Weiterentwicklung von Lehrmaterialien sowie praktische Erfahrungen im frühen Fremdsprachenunterricht bieten. Darüber hinaus soll auf der FFF-Konferenz auch das Sprachenlernen im Vorschulbereich und der Übergang vom Vorschulbereich zur Grundschule thematisiert werden.
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[Universität Mainz] "Deutsch-Französische Lehrer(aus)bildung" – 06./07.11.2014
Die Universität Mainz wird zusammen mit ihrer französischen Partneruniversität, der Université de Bourgogne, die zweite binationale Tagung mit dem Thema "Deutsch-Französische Lehrer(aus)bildung" durchführen. Das Ziel der Tagung soll sein, maßgebliche Institutionen und Akteure aus beiden Ländern miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam die Weiterentwicklung der deutsch-französischen Lehramtsausbildung auf allen Ebenen – Licence/Bachelor, Master und Stage/Referendariat – durch die Entwicklung konkreter und innovativer Konzepte voranzubringen.
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[Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)] "Educating the Educators" – Internationale Tagung für Aus- und Fortbildner von Lehrkräften und Multiplikatoren – 15./16.12.2014
Die zweitägige Veranstaltung ist vorrangig als Plattform für den Austausch von Konzepten und Erfahrungen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern konzipiert. Sie soll dazu dienen, sich über die Bedingungen und die Praxis der Lehrkräftefortbildung bzw. der Fortbildung von Fortbildnerinnen und Fortbildnern in anderen Ländern zu informieren sowie auf europäischer Ebene Netzwerke zu knüpfen und zu stärken. Hauptzielgruppe sind Aus- und Fortbildnerinnen und Aus- und Fortbildner von Lehrkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Mathematik und den Naturwissenschaften.
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[Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)] Internationaler Kongress: "Lernen in der Praxis – Strategien und Wege der Professionalisierung angehender Lehrerinnen und Lehrer im Kontext schulpraktischer Studien" – 04.-06.05.2015
Mit dem gegenwärtigen "practice turn" in der Lehrerbildung verbindet sich die Forderung nach mehr und besserer Unterrichtspraxis angehender Lehrpersonen. Doch welche Praxis ist überhaupt geeignet, professionelle Handlungsfähigkeit und das berufliche Selbstverständnis zukünftiger Lehrpersonen nachhaltig aufzubauen? Der Kongress "Lernen in der Praxis" soll eine Plattform für den Austausch zwischen Fachleuten der Lehrerbildung, Forschenden, Akteuren der Bildungsverwaltung, Praktikerinnen und Praktikern schaffen.
Der Call for Papers läuft im folgenden Zeitraum: 01.07.-31.10.2014
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04 Internationales  
[Österreich] Gemeinsame Lehrerausbildung in "Österreich Mitte" – Salzburger Nachrichten
Ab dem Schuljahr 2016/17 soll es in den Ländern Salzburg und Oberösterreich eine einheitliche Ausbildung für Sekundarlehrerinnen und Sekundarlehrer geben. An den neun Universitäten und Pädagogischen Hochschulen der Region sollen Lehramtsstudierende ihre Veranstaltungen aus dem gesamten Lehrangebot frei wählen und an allen Standorten mit dem Bachelor, Master oder Doktor abschließen können.
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[Österreich] Deutsch als Stolperstein – ORF
Zum Abschluss der diesjährigen Aufnahmeverfahren an den Pädagogischen Hochschulen zeigt sich, dass viele Bewerberinnen und Bewerber für ein Lehramtsstudium an den Hürden des Deutschtests der Aufnahmeprüfung scheitern.
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[Österreich] Deutschförderlehrkräfte: "Pool bei Weitem nicht ausgeschöpft" – DiePresse.com
In Österreich fehlen qualifizierte Lehrkräfte für die Deutschförderung. Laut Schmölzer-Eibinger, Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Graz, liegt dies zum einen daran, dass zu wenige Personen eine entsprechende Ausbildung absolviert haben und zum anderen daran, dass diejenigen, die qualifiziert sind, nicht an den Schulen beschäftigt werden. Das Problem sei, dass viele ausgebildete Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache kein klassisches Lehramtsstudium absolviert, sondern ihre Qualifikation, etwa im Rahmen eines Moduls oder eines Lehrgangs, an der Universität erlangt haben.
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05 Dokumente/Literatur  
Deutsche Telekom Stiftung: Wie gute mathematische Bildung an den Grundschulen gelingt. Erkenntnisse und Erfahrungen aus PIKAS. Bonn, 2014
Das Buch soll Impulse und praktische Unterstützung für gute mathematische Bildung an Grundschulen bieten. Es ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Erfahrungen aus fünf Jahren PIKAS – einem Projekt der Telekom-Stiftung, des nordrhein-westfälischen Schulministeriums sowie der Universitäten Dortmund und Münster.
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Herfter, Christian: Qualität universitärer Bildung. Theoretische und empirische Explorationen zur Perspektive der Studierenden. Leipzig, 2014
Herfter möchte vielfältige Perspektiven auf die Qualität universitärer Bildung eröffnen. Dabei soll der internationale Wissensstand zu Merkmalen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität systematisierend zu einem Rahmenmodell aus der Perspektive der Studierenden zusammengefasst werden. Neben dem grundlegenden Vergleich der Charakteristika von Studierenden mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollen ferner gesellschaftliche Einflussfaktoren, Interessen- und Fähigkeitsprofile der Studierenden, fachkulturelle Spezifika sowie eine Reihe von Kriterien des subjektiven und objektiven Studienerfolgs in ihrer komplexen wechselseitigen Bedingtheit diskutiert werden. Die Umsetzbarkeit dieses Anspruchs soll am Beispiel von Interviews mit Leipziger Lehramtsstudierenden demonstriert werden.
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Stand: August 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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22. July 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Recruitment in der ersten Phase der Lehrerbildung

Da die Erwartungshaltung an Lehrerinnen und Lehrer stetig steigt, wie etwa die individuelle Förderung in heterogener werdenden Klassen, und da Schülerleistungen in bedeutendem Maße vom Lehrerhandeln abhängen, ist es enorm wichtig, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf zu gewinnen. Zudem werden der Ausbau der Ganztagsschulen und die Umsetzung der Inklusion den zukünftigen Lehrerbedarf erhöhen. Schon Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler sollten für ein Lehramtsstudium begeistert werden. Der Bedarf an Lehrkräften differiert allerdings je nach Land, Fach und Schulart.

Verantwortlich für das erforderliche Recruitment sind Länder und Hochschulen in gleichem Maße. Zum einen sind Informationskampagnen und Werbemaßnahmen denkbar, die entweder über das Lehramtsstudium allgemein informieren oder explizit für Mangelfächer (wie z.B. die sogenannten MINT-Fächer) werben. Darüber hinaus besteht der Wunsch, bislang in Lehramtsstudium und Lehrerberuf unterrepräsentierte Gruppen, wie zum Beispiel männliche Studierende eines Grundschullehramtes oder Studierende mit Zuwanderungsgeschichte, gezielt anzusprechen. Ferner sind Angebote zur Studienorientierung, selbstreflexive Eignungstests und Beratungsangebote hilfreiche Verfahren, um für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf geeignete (zukünftige) Studierende zu identifizieren.

Weitere Information zu diesem Indikator bzw. Thema bietet die im April 2014 vom Monitor Lehrerbildung herausgegebene Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern - sinnvoll und machbar?!“, die kostenlos als Download und als Printausgabe verfügbar ist.

Ob und welche Maßnahmen die Länder und Hochschulen zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden anwenden, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

22. April 2014

Verschenktes Potenzial bei der Gewinnung zukünftiger Lehrkräfte

Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für den Lehramtsberuf systematisch anzuwerben, zu beraten und auf ihre Eignung hin zu überprüfen, davon kann in Deutschland noch keine Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Sonderpublikation des Monitors Lehrerbildung. Die Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern – sinnvoll und machbar?!“ zeigt dabei auf, in welchen Bereichen Länder und Hochschulen ihre bisherigen Bemühungen noch steigern sollten, um geeignete Kandidaten für den Lehrerberuf zu gewinnen.

Genügend und vor allem die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten für ein Lehramtsstudium zu begeistern, ist in Deutschland wichtiger denn je. Schließlich gilt es, den bis 2025 prognostizierten Bedarf von 25.800 neuen Lehrerinnen und Lehrern pro Jahr zu erfüllen. Darüber hinaus  ergeben Studien, wie etwa die des US-amerikanischen Bildungsökonomen Eric Hanushek, dass nicht nur die Quantität, sondern vielmehr auch die Qualität des Lehrpersonals einen entscheidenden Einfluss auf diverse Bereiche hat, von den Noten der Schülerinnen und Schülern bis zu deren späterem Lebenseinkommen. Und der erste Schritt zur Qualität ist das Recruiting der Lehramtsstudierenden.

Deshalb hat der Monitor Lehrerbildung in seiner Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern – sinnvoll und machbar?!“ besonders den Fokus auf den Bereich des Recruitings gelegt. Das gemeinsame Projekt von  Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat das Engagement von Ländern und Hochschulen in diesem Bereich untersucht.

Zu einem strategischen Recruitment gehört als erstes, den Lehrerberuf als eine erstrebenswerte Joboption zu präsentieren, wie Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, betont: „Ein erstrebenswerter Karriereweg hat viel mit Wertschätzung zu tun. Hochschulen müssen die Frage beantworten, was sie dafür tun, dass sich Lehramtsstudierende willkommen fühlen und ihre spezifischen Fragestellungen auch in der Wissenschaft wiederfinden.“

Daneben umfasst Recruiting auch eine umfassende Beratung der potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren Überprüfung der Eignung für den Beruf. In einer Befragung von 65 lehrerbildenden Hochschulen in Deutschland hat der Monitor Lehrerbildung ermittelt, welche der folgenden Elemente eingesetzt werden:

-Projekte /Programme zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden
-Beratungsgespräche als Zulassungsvoraussetzung
-verpflichtende Eignungspraktika
-Eignungstests als Zulassungsvoraussetzung

Das Ergebnis: Lediglich 17 von 65 Hochschulen (26 Prozent) führen mindestens drei der vier genannten Maßnahmen durch. Keine einzige Hochschule sieht alle Elemente vor, die zu einem strategischen Recruitingprozess gehören sollten.

Gerade Eignungsabklärungen werden noch zu selten genutzt. Nur rund die Hälfte der befragten Hochschulen sieht einen obligatorischen Eignungstest vor Studienbeginn vor. Ein verpflichtendes Eignungspraktikum muss lediglich an drei Prozent der Hochschulen bereits vor Studienbeginn absolviert werden.

Neben einer Optimierung der bestehenden Möglichkeiten, sollte zur Strategie von Ländern und Hochschulen auch gehören, flexible Alternativen innerhalb der Ausbildung anzubieten, falls Studierende erkennen, dass sie für einen anderen Berufsweg besser geeignet sind. Deshalb sprechen sich die Kooperationspartner des Monitors Lehrerbildung für eine bedarfsgerechte Flexibilisierung innerhalb des Studiensystems aus.

„Die Strukturen der einzelnen Phasen der Lehrerbildung sollten so gestaltet werden, dass sie den Lehramtsstudierenden sowie den Lehrerinnen und Lehrern größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Schulform bieten“, erklärt CHE Geschäftsführer Frank Ziegele. Dabei gelte es, die Chancen polyvalenter Bachelorstudiengänge besser zu nutzen als bisher.

Der Monitor Lehrerbildung ist die bundesweit einzige Datenbank zum Lehramtsstudium. Unter www.monitor-lehrerbildung.de sind insgesamt mehr als 8.000 relevante Daten und Fakten zur ersten Phase der Lehrerbildung abrufbar. Zu ausgewählten Themen veröffentlicht der Monitor Lehrerbildung Sonderpublikationen aufgrund von stetig aktualisierten Daten und qualitativen Erhebungen. Der Monitor Lehrerbildung ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die Broschüre finden Sie hier.

23. January 2014

Internationale Konferenz zur Lehrerbildung – deutsche und europäische Perspektiven

Auf der Tagung „Education and Training for European Teachers: Competence Models, Curricular Objectives and Harmonising Theory and Practice”, welche am 20. und 21.01.2014 von dem Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Essen ausgerichtet wurde und an der auch das Projektteam des Monitors Lehrerbildung mit einem Posterbeitrag teilnahm, wurden viele relevante, aktuelle Themen der Lehrerbildung diskutiert.

Durch die zahlreichen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Referentinnen und Referenten – unter anderem aus Norwegen, Schweden, Österreich und England – bekam die Tagung einen europäischen Rahmen und ermöglichte somit eine international vergleichende Perspektive, Reflexion und Austausch. Neben der strukturellen und inhaltlichen Ausgestaltung der drei Phasen der Lehrerbildung wurden Themen wie beispielsweise Kompetenzmodelle und Professionalisierungsstrategien in der Lehrerbildung, die Rekrutierung von geeigneten Lehramtsstudierenden sowie Lehrerinnen und Lehrern und die notwendigen Anforderungen an eine inklusive Lehrerbildung diskutiert.

Die ausgestellten Posterbeiträge sowie erläuternde Abstracts finden Sie hier.

20. December 2013

Expertentagung zur Lehrerbildung in Paderborn am 27./28.02.2014 - „Erfahrung, Reflexion und Entwicklung – Lehrer(aus)bildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten“

Die Bedeutung der Gestaltung der Lehrerprofessionalisierung als phasenübergreifender Prozess wird sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik herausgestellt. Hiermit verbindet sich die Forderung Lehrerbildung verstärkt als berufsbiografischen Prozess zu verstehen. Die Akteure der einzelnen Ausbildungsabschnitte sind somit neben ihren spezifischen Aufgaben und Funktionen dazu aufgefordert, eine kontinuierliche und anschlussfähige Lern- und Entwicklungsphase zu ermöglichen und zu unterstützen. Neben einer notwendigen curricularen Abstimmung wird ebenfalls eine verstärkte Kooperation und Koordination der institutionellen Akteure aller drei Phasen der Lehrerbildung gefordert sein.

Vor diesem Hintergrund sollen auf der Expertentagung „Erfahrung, Reflexion und Entwicklung – Lehrer(aus)bildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten“ am 27./28.02.2014 in Paderborn Konzepte, Erfahrungen und Entwicklungen, wie der Erwerb professioneller Kompetenzen als eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe realisiert werden kann, diskutiert werden.

Neben einem Grußwort der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW Sylvia Löhrmann und einem gemeinsamen Eingangsvortrag der Veranstalter, beinhaltet das Tagungsprogramm 16 Workshops rund um die Aspekte des Tagungsthemas sowie den Schlussvortrag „Forschende Lehrerbildung“ von Prof. Dr. Herbert Altrichter (Johannes Kepler Universität Linz). Die Tagung wird von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung Detmold und Paderborn und dem Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) der Universität Paderborn veranstaltet.

Weitere Informationen auf der Homepage des PLAZ

03. December 2013

PISA-Studie: Deutschland verbessert sich – kein Grund, Anstrengungen in der Lehrerbildung nachzulassen

Das Abschneiden in Tests wie PISA wird als Indikator für das Funktionieren eines nationalen Schulsystems angesehen. Für ein gutes Ergebnis der Schülerinnen und Schüler sind vielfältige Anstrengungen nötig, auch und gerade in der Lehrerbildung. Die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, welche am 03.12.13 vorgestellt wurden, zeigen, dass sich Deutschland in allen drei Kompetenzbereichen (Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen) statistisch signifikant verbessert hat und über dem OECD-Durchschnitt liegt.

Zu beachten ist allerdings, dass es sich hierbei um den Bundesdurchschnitt handelt – und die 16 Länder durchaus unterschiedlich abgeschnitten haben können. Insgesamt liegt Deutschland teilweise über zwei Schuljahre hinter den Spitzenreitern aus Südostasien zurück. Diese Lücke lässt sich nur durch weiterhin konsequente und bedachte Reformvorhaben schließen. Vor allem im Bereich der Lehrerbildung können und müssen qualitativ hochwertige Ansätze gefunden und konsequent umgesetzt werden. Ein Ansatzpunkt könnte die Rekrutierung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten für den Lehrberuf sein, um zu verhindern, dass Schulstunden ausfallen oder fachfremder Unterricht erteilt wird. Auch die adäquate Vorbereitung von Lehramtsstudierenden auf den beruflichen Alltag mit Hilfe eines angemessenen Praxisbezugs kann ein Mosaikstein sein, der dazu beiträgt, dass Schülerinnen und Schüler in allen Fächern individuell gefördert werden.

Der Monitor Lehrerbildung hat in einer Broschüre den Praxisbezug der Lehrerbildung genauer beleuchtet und bietet auf der Website www.monitor-lehrerbildung.de Daten zur Situation der ersten Phase der Lehrerbildung.

Die Studienergebnisse im Überblick

02. December 2013

Adventskalender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und MATHEON

19. November 2013

Lehrerbildung muss internationaler werden – Resolution zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung

Auf der Tagung „Internationalisierung der Lehrerbildung“ am 08.11.2013, welche vom DAAD in Berlin ausgerichtet wurde und an der auch das Projektteam des Monitors Lehrerbildung teilnahm, wurde eine Resolution zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung verabschiedet. In dieser wenden sich die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gemeinsam an die künftige Bundesregierung und die Landesregierungen.

Sie konstatieren, dass die internationale Mobilität der Lehramtsstudierenden in Deutschland bisher nur unterdurchschnittlich ausgeprägt ist. Vor dem Hintergrund der Diversität der Schülerschaft, aber auch, um andere Lernkulturen und -konzepte kennenzulernen, werden internationale Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sicherlich wichtiger werden. Die Lehramtsausbildung bietet hierfür aus Sicht der unterzeichnenden Teilnehmer(innen) jedoch bisher keine ausreichenden Gelegenheiten und Möglichkeiten, so dass die zukünftigen Lehrkräfte nicht adäquat auf die Herausforderungen vorbereitet werden. In der Resolution werden sieben Ansätze benannt, um die Lehrerbildung zukünftig internationaler auszurichten. So sollte z.B. nicht nur die Möglichkeit geschaffen werden Praxisphasen im Ausland absolvieren zu können und anerkennen zu lassen, sondern ebenso Anreize und Hilfestellungen für die internationale Mobilität geschaffen werden. Darüber hinaus sollte etwa verstärkt um ausländische Lehramtsstudierende geworben werden. Aber auch der jetzigen Lehrergeneration sollten interkulturelle und internationale Erfahrungen durch Weiterbildungen und Auslandsangebote ermöglicht werden.

Lesen Sie hier die Resolution im Original.

15. October 2013

Praxisbezug in der Lehrerbildung: Mehr Angebote, aber keine einheitlichen Lösungen

Lehramtsstudierende wünschen sich mehr Praxisbezug im Studium. Zwar gibt es mittlerweile deutlich mehr entsprechende Angebote, doch diese sind weder zwischen den Ländern noch den Hochschulen untereinander abgestimmt, auch ihre Wirkung ist nicht ausreichend erforscht. Zu diesem Ergebnis kommt der Monitor Lehrerbildung in seiner aktuellen Publikation „Praxisbezug in der Lehrerbildung – Je mehr, desto besser?!“ und fordert unter anderem eine bessere Betreuung durch Mentorinnen und Mentoren.

Der „Praxisschock“ beim Einstieg in den Lehrerberuf ist unbestritten. Darauf haben die Länder und Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Maßnahmen reagiert. Doch nach einheitlich umgesetzten Standards sucht man vergeblich, wie die aktuelle Auswertung des Monitors Lehrerbildung zeigt. Ob im zweiten oder siebten Semester, in 14 Wochen, an 65 Tagen oder mit 30 Leistungspunkten, gemessen oder gezählt werden die Praxisphasen in jedem Land anders. Die Zuständigkeiten sind nicht eindeutig, in einigen Ländern sind die Hochschulen, in anderen die Studienseminare oder Zentren für Lehrerbildung verantwortlich, was einen Praxisbezug aus einem Guss erschwert.

Dies ist ein zentrales Ergebnis des Monitor Lehrerbildung in seiner aktuellen Publikation „Praxisbezug in der Lehrerbildung – Je mehr, desto besser?!“. Das gemeinsame Projekt der Bertelsmann Stiftung, des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Deutsche Telekom Stiftung und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Diskussion über die Lehrerbildung mit aktuellen Fakten zu untermauern und Unterschiede zwischen den Ländern und Hochschulen sichtbar zu machen.

Als Erfolgsfaktor identifiziert der Monitor Lehrerbildung eine bessere Verzahnung von Schulpraxis und Hochschulstudium und empfiehlt insbesondere den verstärkten Einsatz von Lehrkräften aus dem Schuldienst in der Lehreramtsausbildung und bei der Betreuung der Studierenden. Den Bedarf nach gut ausgebildeten Mentorinnen und Mentoren begründet Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung: „Gute Schule ist guter Unterricht und der wird durch gute Lehrerinnen und Lehrer gemacht. Regelmäßiges und persönliches Feedback für angehende Lehrerinnen und Lehrer von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen sollten ein verbindlicher Bestandteil der Ausbildung werden.“

Auch bei den Praxisphasen fordern die Projektpartner des Monitors Lehrerbildung künftig eine engere Kooperation aller Akteure, wie sie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vorgesehen ist. Dort soll das Praxissemester zwar von den Hochschulen verantwortet, aber dennoch mit den Schulen und Studienseminaren gemeinsam durchgeführt werden. Gleichzeitig sprechen sich die Initiatoren des Monitors Lehrerbildung für eine bessere Evaluation und Erforschung der Wirkung von Praxisphasen aus.

Ein zentraler Punkt ist die Erfahrung außerschulischer Praktika innerhalb des Lehramtsstudiums, wie Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, erläutert: „Fasst man den Praxisbegriff weiter und nimmt die Lebens- und künftige Arbeitswelt der Schülerinnen und Schüler in den Blick, so fällt auf, dass hierzu kaum Konzepte zur Integration in die Lehramtsausbildung vorliegen. Notwendig wäre hier ein erweiterter Praxisbegriff, der künftigen Lehrkräften einen Perspektivwechsel ermöglichen kann.“

Der Monitor Lehrerbildung ist die bundesweit einzige Datenbank zum Lehramtsstudium. Unter www.monitor-lehrerbildung.de sind insgesamt mehr als 8000 relevante Daten und Fakten zur ersten Phase der Lehrerbildung abrufbar. Zu ausgewählten Themen veröffentlicht der Monitor Lehrerbildung Sonderpublikationen aufgrund von stetig aktualisierten Daten und qualitativen Erhebungen, so wie die im März 2013 erschienene Broschüre „Mobilität in der Lehrerbildung – gewollt und nicht gekonnt?!“. Der Monitor Lehrerbildung ist ein gemeinsames Projekt von der Bertelsmann Stiftung, dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die aktuelle Publikation ist unter www.monitor-lehrerbildung.de/schwerpunkt/praxisbezug als Download verfügbar.

16. July 2013

Neue Ebene: Diagramme ermöglichen einen schnelleren Überblick

Der Monitor Lehrerbildung bietet auf seiner Website eine neue Betrachtungsebene: Die neuen Diagramme ermöglichen eine vereinfachte Übersicht über ausgewählte Indikatoren. Daten auf Hochschul- und Landesebene werden somit im bundesweiten Überblick grafisch dargestellt.

Es besteht die Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, wie viele Hochschulen beispielsweise Projekte/Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums von MINT-Fächern initiiert haben (zum Diagramm). Die Diagramme sind den neun Themen zugeordnet und können zum Beispiel für das Thema „Ein- und Umstiegsmöglichkeiten“ unter http://www.monitor-lehrerbildung.de/web/thema/ein--und-umstiegsmoeglichkeiten betrachtet werden. Zudem werden die Diagramme auf allen Landes- und Hochschuldetailseiten verknüpft.

14. June 2013

Immer auf dem Laufenden beim Thema Lehrerbildung

Fakten zur Lehrerbildung sind nicht allein deshalb unüberschaubar, weil 16 Bundesländer den Bereich unterschiedlich regeln, sondern weil sich auf diesem Feld auch jede Menge Neuigkeiten ergeben. Der kostenlose Newsletter Monitor Lehrerbildung bietet deshalb jetzt monatlich Informationen rund um das Thema der Lehrerbildung an. Wir informieren Sie über politische Aspekte, hochschulspezifische Neuigkeiten, Informationen zu Forschungsprojekten und führen Veranstaltungen auf, die sich mit Lehrerbildung beschäftigen.

Interessiert? Dann nutzen Sie unser Anmeldeformular und bleiben Sie informiert.

Ausgabe 1 vom Juni 2013 unter anderem mit diesen Themen:

- Klares Bekenntnis zur Bedeutung der Lehrerbildung – HRK beschließt Empfehlungen

- Pressestimmen zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung+

- Diskussionen zu den Empfehlungen der Expertenkommission in Baden-Württemberg

- News zu Praxissemestern

Im Newsletter-Archiv finden Sie die vollständige Ausgabe des ersten Newsletters.

24. May 2013

HRK beschließt Empfehlungen: Ein aktueller Faktencheck zeigt den Stand

Auf der 14. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 14./15. Mai wurden Empfehlungen zur Lehrerbildung verabschiedet. Aber wie steht es an den deutschen Hochschulen wirklich um die angesprochenen Punkte? Der Monitor Lehrerbildung liefert Daten und Fakten zum Stand der Umsetzung der HRK-Leitlinien.

Die HRK betont, dass sich die Hochschulen ihrer besonderen Verantwortung, die sie mit ihrem Beitrag zur Lehrerbildung übernehmen, bewusst sind und der Lehrerbildung einen angemessenen Stellenwert zusprechen. Diese Botschaft scheint bereits angekommen: Gut 86 Prozent der Hochschulen, die die Frage in der Befragung im Sommer 2012 beantwortet haben, ordnen die Lehrerbildung explizit als Verantwortungsbereich der Leitungsebene zu. An 48 Prozent der Hochschulen wird die Lehrerbildung im Leitbild/Mission Statement berücksichtigt. Strategischen Ziele für die Lehrerbildung sind innerhalb 79 Prozent der Hochschulen formuliert, die Angaben hierzu machten.

Des Weiteren wird von der HRK die Verankerung der Lehrerbildung in hochschulischen Strukturen angesprochen, das könnte z. B. bedeuten in Lehrerbildungszentren bzw. Schools of Education. Auch hier liefert der Monitor interessante Daten: Nur drei Universitäten hatten zum Wintersemester WS 2011/12 keine derartige Einrichtung. Die genaue Umsetzung ist heterogen: In zwei Fällen sind die Organisationen eigene Fakultäten, teils sind sie Querschnittseinrichtungen zu den Fachbereichen und in über 70 Prozent der Fälle zentrale fachbereichsübergreifende Einrichtungen. Die HRK betont, dass die „Einrichtungen von Lehrerbildungszentren an den Universitäten oder die vereinzelt eingerichteten Professional Schools of Education für sich alleine noch keine qualitätsverbessernden Maßnahmen“ darstellen.

Die inhaltliche Gestaltung der Lehrerbildung kann an den Hochschulen an mehreren Institutionen verankert sein: So ist sie nur an etwa einem Drittel der Hochschulen (38 Prozent) bei den Lehrerbildungszentren bzw. bei den Schools of Education verankert. Deutlich überwiegend (an knapp 80 Prozent der Hochschulen) sind die Fachbereiche an der inhaltlichen Gestaltung der Lehrerbildung beteiligt. 69 Prozent der Hochschulen gaben an, dass das Promotionsrecht für Absolventinnen und Absolventen der Lehramtsstudiengänge bei den Fachwissenschaften liegt. Die Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education besitzen nur in zwei Fällen das Promotionsrecht und das sind zwei Schools of Education.

Die HRK greift in ihren Empfehlungen noch weitere Aspekte auf, zu denen Daten und Fakten zum Status Quo der Lehrerbildung im Monitor Lehrerbildung zu finden sind.

12. April 2013

„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ soll ab 2014 wichtige Herausforderungen in den Blick nehmen – der Monitor Lehrerbildung bietet dafür relevante Daten

Die heute beschlossene Bund-Länder-Vereinbarung für eine „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist eine begrüßenswerte und wichtige Initiative. Sie benennt wichtige Stellschrauben für die Qualität der Lehrerbildung, wie z.B. Studienstrukturen, Praxisbezug, Inklusion oder Mobilität. Der Monitor Lehrerbildung liefert zu diesen Themen Daten und Fakten, die ansonsten in der Form nicht zur Verfügung stehen. Das Kooperationsprojekt von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bietet damit die Möglichkeit, den aktuellen Stand der Lehrerbildung vor der Etablierung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ aufzuzeigen und ist somit ein passendes Instrument, um in Zukunft die Effekte von Maßnahmen abzubilden, die im Rahmen der Bund-Länder-Initiative etabliert werden.

05. March 2013

Bundesweite Mobilität in der Lehrerbildung ermöglichen: „Verlässliche und transparente Übergänge schaffen und auf singuläre Sonderwege der Länder verzichten".

Wechselwillige Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudiengängen stoßen immer noch auf gravierende Hürden. Das zeigt eine aktuelle Sonderpublikation des gemeinsamen Projekts „Monitor Lehrerbildung" von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Die Broschüre „Mobilität in der Lehrerbildung – gewollt und nicht gekonnt?!" identifiziert Hindernisse der Mobilität in der Lehrerbildung und zeigt mögliche Lösungswege auf. Die Projektpartner rufen die Kultusminister dazu auf, bei ihrer Konferenz im März verlässliche und transparente Regelungen für Wechselwillige zu beschließen und bei der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen im Bereich der Lehrerbildung flexibel und ergebnisorientiert vorzugehen. Es sei überfällig, auf singuläre Sonderwege der Länder zu verzichten.

„Mit einem deutschen Biologie-Bachelor kann man leicht einen Master in Spanien anschließen und später in Frankreich arbeiten. Warum werden Lehramtsstudierenden dagegen bei einem innerdeutschen Wechsel von einem Land in ein anderes so viele Steine in den Weg gelegt?", sagt Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Lehramtsstudierende haben auch heute noch mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen, wenn sie die Hochschule wechseln oder den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland beginnen möchten: Die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen durch die Länder und Hochschulen ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. So erschweren unter anderem die unterschiedlichen Schulformen und Lehramtstypen sowie verschiedene Studienstrukturen und -abschlüsse, die in den 16 Ländern anzutreffen sind, die Anschlussfähigkeit und einfache Übergänge.

In letzter Zeit erhöht der Bund jedoch den Druck auf die Länder, sich rasch auf verbindliche Lösungen zu einigen: Er will erst dann die Mittel der Qualitätsoffensive für die Lehrerbildung freigeben, wenn durch die Länder bundesweite Mobilität während des Studiums, zum Vorbereitungsdienst sowie im Beruf sichergestellt ist. Die Kultusministerkonferenz plant, noch im März 2013 entsprechende Richtlinien zur Verbesserung der nationalen Mobilität in der Lehrerbildung zu beschließen und in entsprechenden Ländergesetzen und Verordnungen umzusetzen.

Die Bertelsmann Stiftung, das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft begrüßen diesen Ansatz, bedarfsorientierte Einzelfallsteuerung durch verbindliche Regelungen zu ersetzen, und weisen aus diesem Anlass in einer Sonderpublikation aus dem Projekt „Monitor Lehrerbildung“ auf mögliche Lösungswege hin.

In erster Linie entscheidet sich der Erfolg der angestrebten Regelungen daran, ob die Länder bereit sind, auf singuläre Sonderwege in Bezug auf strukturelle Fragen zu verzichten wie etwa Schulformen oder Fächerkombinationen, die es in kaum einem anderen Land gibt. Ebenfalls wesentlich ist eine Verständigung auf verlässliche und transparente Regelungen zum „Einfädeln“ von Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen aus anderen Ländern über einheitliche Einstiegspunkte und -voraussetzungen für einen Wechsel.

„Mindestens ebenso wichtig wie eine Vereinheitlichung der Regeln ist eine liberale Anerkennungspraxis, die auf kleinteilige Überprüfungen verzichtet“, sagt Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes: „Es darf nicht darum gehen, um jeden Preis die Unterschiede in den einzelnen Ausbildungssystemen zu finden, sondern einzig und allein um die Frage: Was kann ein angehender Lehrer und welche Kompetenzen bringt er mit? Hier müssen nicht nur die Länder, sondern auch die Hochschulen und Studienseminare deutlich flexibler werden.“ Bei der länderübergreifenden gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen sollten daher nicht kleinteilig  einzelne Module im Hinblick auf inhaltliche Vergleichbarkeit überprüft werden – es kommt auf die erworbenen Kompetenzen, nicht auf den Input an.

Prof. Dr. Frank Ziegele: „Es ist überfällig und im Interesse aller, dass endlich vernünftige Übergangsregelungen vereinbart werden. Entscheidend wird sein, dass sinnvolle Ansätze von allen Beteiligten gewollt, mitgetragen und auch umgesetzt werden."

Printexemplare können angefordert werden bei Barbara Grüwaz (barbara.gruewaz@che.de).

17. December 2012

Inklusion und Heterogenität – Jede fünfte Hochschule bereitet Lehramtsstudierende explizit auf diese Herausforderungen vor.

Die Ergebnisse von IGLU und TIMSS zeigen die große Herausforderung für die Lehrerbildung: Inklusion und die vielgestaltige Schülerschaft. Etwa ein Fünftel der Hochschulen in Deutschland haben „Inklusion“ und „Heterogenität“ zum verpflichtenden und im Zeugnis ausgewiesenen Schwerpunkt der Lehrerbildung gemacht. D.h. angehende Lehrerinnen und Lehrer werden dort intensiv darauf vorbereitet, auf Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und vielfältigen sozialen Hintergründen einzugehen. Je nach Lehramtstyp zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Dies belegt der Monitor Lehrerbildung, der umfassende Vergleichsdaten über die Lehrerbildung in Deutschland bereitstellt.

Beinahe täglich gibt es Meldungen zu den Schulen in Deutschland: Laut IGLU und TIMSS schneiden Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland im weltweiten Vergleich aktuell gut ab. Trotzdem hinke jedes fünfte Kind bei den Leistungen im Lesen und Mathematik zu stark hinterher. Ein zudem immer wieder in Studien gefundenes Fazit: Bildungschancen sind stark abhängig vom Elternhaus und die Schülerschaft wird vielfältiger. Auf die aufgeworfenen Fragen muss die Lehrerbildung Antworten finden: Inklusion und der Umgang mit Heterogenität müssen bereits Gegenstand des Studiums werden, um Lehrerinnen und Lehrer auf die gestiegenen und veränderten Anforderungen vorzubereiten.

Schnell wird in der öffentlichen Debatte den Hochschulen Untätigkeit vorgeworfen, aber ist dies gerechtfertigt? Um solche Fragen klären zu können, haben die Bertelsmann Stiftung, das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Monitor Lehrerbildung ins Leben gerufen, eine umfassende Sammlung von Daten und Fakten zur Lehrerbildung. Dort zeigt sich: In jeweils etwa einem Fünftel der befragten Hochschulen existieren die Themen „Inklusion“ und „Heterogenität“ als verpflichtende Studienschwerpunkte und werden als solche explizit im Zeugnis als spezielle Qualifikation ausgewiesen. „Diese Hochschulen leisten Pionierarbeit, die Einbeziehung dieser Inhalte ist aber noch deutlich ausbaufähig“, sagt Melanie Rischke, Projektleiterin für den Monitor beim CHE.

Um an einer bestimmten Schulform arbeiten zu können, müssen sich die Studierenden für einen der so genannten „Lehramtstypen“ entscheiden – je nachdem, ob sie Grundschülerinnen und Grundschüler oder Abiturientinnen und Abiturienten unterrichten werden. Für jede Schulform und die dortigen spezifischen Herausforderungen benötigen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer das passende Rüstzeug. Die Daten im Monitor Lehrerbildung zeigen: Im Vergleich der Lehramtstypen treten deutliche Unterschiede zu Tage. Bei den sonderpädagogischen Lehrämtern ist das Gewicht der Inklusion erwartungsgemäß hoch, bei den Lehrämtern der Grundschule bzw. Primarstufe ist nur an 14 Prozent der Hochschulen, die für diesen Typen ausbilden und die auf die Frage antworteten, Inklusion ein verpflichtender Schwerpunkt, der auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen wird. Bei den Lehrämtern für die Sekundarstufe II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium sind es 7 Prozent der Hochschulen. Nicht in allen Ausbildungsgängen ist demnach die Inklusion als Thema gleichermaßen angekommen.

08. November 2012

Orientierung: Wie funktioniert der Monitor Lehrerbildung?

08. November 2012

Ergebnisse: Was bietet der Monitor Lehrerbildung?