Monitor Lehrerbildung

© 2014 | Bertelsmann Stiftung, CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

In jedem Land und an jeder Hochschule ist das Lehramtsstudium unterschiedlich geregelt - der Monitor Lehrerbildung stellt diese Vielfalt des Lehramtsstudiums, also der ersten Phase der Lehrerbildung, übersichtlich dar. Er bietet allen Interessierten kostenlose, aktuelle Informationen für faktenbasierte Diskussionen und Entscheidungen. Der Zugang zu den Daten kann über neun relevante Themen, über landesweite Regelungen oder hochschulspezifische Ausgestaltungen der Lehramtsstudiengänge erfolgen.

12. September 2014

Nutzerbefragung zum Monitor Lehrerbildung

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

zusammen mit Ihnen möchten wir die vielfältigen Angebote des Monitors Lehrerbildung weiter optimieren, um Sie auch in Zukunft mit den für Sie relevanten Informationen versorgen zu können: Wir haben einige Fragen zur Bewertung unserer Website und unserer Broschüren zusammengestellt und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich kurz die Zeit nehmen würden, diese zu beantworten. Zur Befragung gelangen Sie hier.

Die Befragung wird etwa 5-10 Minuten dauern. Ihre Daten werden natürlich streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.

Vielen Dank!

Bei Rückfragen oder weiteren Anmerkungen, können Sie sich gerne an uns wenden:
Dominik Baedorf, Tel.: 05241/9761-76, E-Mail: dominik.baedorf@che.de
Melanie Rischke, Tel.: 05241/9761-33, E-Mail: melanie.rischke@che.de

Zur Nutzerbefragung

02. September 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - September 2014

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus  


Thema: Studienverlauf

[Niedersachsen] Alle angehenden Lehrkräfte sollen künftig zehn Semester studieren – Neue Osnabrücker Zeitung
Die Lehrerbildung in Niedersachsen soll reformiert werden. Die Pläne von Rot-Grün sehen zwei wesentliche Änderungen vor: Zum einen sollen die Studiengänge der verschiedenen Lehramtstypen neu geordnet werden. Zukünftig sollen für das Grundschullehramt sowie für das Lehramt an Haupt- und Realschulen jeweils eigenständige Studiengänge eingeführt werden. Zum anderen sollen die Studienzeiten angeglichen werden. Alle Lehramtsstudierenden sollen in Zukunft zehn Semester studieren. Des Weiteren soll in den Masterstudiengängen ein 18wöchiger Praxisblock implementiert werden.
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Im Rahmen des Monitors Lehrerbildung wurden die Länder befragt, für welche der sechs Lehramtstypen (gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen) in ihrem Land Studiengänge angeboten werden. Beispielsweise wird das Studium für den Lehramtstyp 4 (Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium) in allen 16 Ländern angeboten, für den Lehramtstyp 2 (Übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I) hingegen nur in sechs Ländern. Die Antworten der einzelnen Ländern, finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten unter dem Punkt "Studienverlauf". Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.
Darüber hinaus wurde danach gefragt, welche landesweite Regelstudienzeit für die jeweiligen Lehramtsstudiengänge vorgesehen sind. Beispielsweise ist in Baden-Württemberg für das Studium für die Lehramtstypen 1 und 3 eine Regelstudienzeit von acht Semestern, für die Lehramtstypen 4 und 5 von zehn Semestern und für den Lehramtstypen 6 von neun Semestern vorgegeben. Die Antworten der einzelnen Ländern, finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten ebenfalls unter dem Punkt "Studienverlauf".
Des Weiteren wurden ebenfalls die Hochschulen danach befragt, für welche der sechs Lehramtstypen (gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen) an ihrer Hochschule Studiengänge angeboten werden. Die Antworten der einzelnen Hochschulen finden Sie auf den jeweiligen Hochschulseiten unter dem Punkt "Studienverlauf". Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.
 

02 (Hoch)schulpolitik  

Länderübergreifende News

Bildungsmonitor 2014 – Sachsen habe das leistungsstärkste Bildungssystem – Süddeutsche Zeitung
Der Bildungsmonitor versucht anhand von 90 Kriterien Daten der Statistikämter und Kultusministerien auszuwerten, um die Schulsysteme der einzelnen Länder miteinander zu vergleichen. Den Gesamtsieg habe hierbei Sachsen mit einem besonders leistungsstarken Schulssystem errungen. Vergleicht man allerdings die verschiedenen untersuchten Handlungsfelder, so habe jedes Land spezifische Stärken bzw. bestehe individuelles Verbesserungspotential.
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Hörtipp: Hochschulquartett zum Thema "Setzen, mangelhaft: Schlechte Noten für die Lehrerausbildung" – Deutschlandfunk
Am 29.08.2014 diskutierten Experten über die Zukunft der Lehrerbildung. Im Fokus standen dabei mögliche Entwicklungsperspektiven durch die gestartete "Qualitätsoffensive Lehrerbildung". So sollen beispielsweise die Rahmenbedingungen der Lehrerbildung an den Hochschulen verbessert werden.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Lehrerfortbildungen auf dem Prüfstand – Stuttgarter Zeitung
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg fördert für die Laufzeit von drei Jahren an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg ein Promotionskolleg zum Thema "Professionalisierung im Lehrberuf – Konzepte und Modelle auf dem Prüfstand", welches am 01.08.2014 startete. In 15 Teilprojekten, die an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen verortet sind, werden die Qualität und die Wirksamkeit von Maßnahmen der Lehrerfortbildung untersucht.
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[Bayern] Wild will "Deutsch als Zweitsprache" zum Pflichtfach in der Lehrerbildung machen – Das Wochenblatt
Obwohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprache innerhalb zwei Jahren lernen sollen, seit 2008 von 1.200 auf 3.634 stieg und sich somit verdreifachte, gilt dasselbe nicht für die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer eben dieses Faches. Diese Quote stieg bis 2013 um ein Drittel.
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[Berlin] Neues Schuljahr – Mehr Schülerinnen und Schüler, mehr Lehrkräfte, mehr Probleme – Berliner Morgenpost
Zum Schulstart in Berlin seien einige Schwierigkeiten noch nicht behoben. Diese betreffen unter anderem den Lehrermangel, der für dieses Schuljahr durch die Einstellung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern zu kompensieren versucht wird. Weitere Problemfelder seien die Grundschulen und Baumängel.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Mit 540 neuen Lehrkräften ins neue Schuljahr – NDR
Um mehr Interesse am Lehrerberuf zu wecken, werden in Mecklenburg-Vorpommern mit Beginn des neuen Schuljahres erstmals Lehrerinnen und Lehrer unter 40 Jahren verbeamtet. Die Maßnahme scheint erste Erfolge zu zeigen: Es gingen dreimal so viele Bewerbungen ein, als Stellen ausgeschrieben worden sind.
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[Nordrhein-Westfalen] Rechtsanspruch auf Inklusion – Umsetzung klappt von reibungslos bis gruselig – Deutschlandfunk
Mit Beginn dieses Schuljahres haben Kinder mit Förderbedarf einen Rechtsanspruch, eine Regelschule besuchen zu dürfen. Allerdings bestehe ein großer Unterschied bei der Umsetzung an den einzelnen Schulen, so Thoms vom Elternverein "Mittendrin".
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[Sachsen-Anhalt] Mehr, aber nicht genügend Lehrkräfte – Mitteldeutsche Zeitung
Kultusminister Dorgerloh sieht die Situation an den Schulen durch Neueinstellungen verbessert. Von den insgesamt 370 zusätzlichen Stellen seien nahezu alle besetzt. Allerdings liege die Versorgungsquote mit Lehrerinnen und Lehrern nur an den Grundschulen mit 106 Prozent über den von der Bildungsgewerkschaft Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als erforderlich angesehenen 105 Prozent.
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[Schleswig-Holstein] Bildungsministerin Wende stellt Konzept vor: "Schleswig-Holsteins Weg zur inklusiven Schule" – Ministerium für Bildung und Wissenschaft Schleswig-Holstein
"Wir begreifen Inklusion nicht als Wettlauf um die höchste Inklusionsquote", sagte die Ministerin und erläuterte ihr Konzept, wie im Land in den kommenden zehn Jahren eine Verbesserung der Qualität von Inklusion erreicht werden solle. Damit die inklusive Schule ihren pädagogischen Auftrag erfüllen und von allen Beteiligten akzeptiert werden könne, seien eine angemessene Ausstattung, eine verlässliche Organisation sowie qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer erforderlich. Unter anderem solle die Schulische Assistenz ausgebaut, Lehramtsstudierende besser vorbereitet und bestehende Lehrkräfte fortgebildet sowie eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Schulen gewährleistet werden.
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03 Hochschulspezifische Links 

[Universität Magdeburg] Neues Format für optimalen Start ins Lehramtsstudium – Universität Magdeburg
In diesem Semester soll ein neues Veranstaltungsformat zur Studienvorbereitung angeboten werden. Während der Bewerbungs- und Immatrikulationsphase findet ein Start-up-Coaching für zukünftige Lehramtsstudierende statt. Das Format richtet sich gezielt an die registrierten Bewerberinnen und Bewerber für die Lehramtsstudiengänge des Unterrichtsfaches Technik und für die ingenieurpädagogischen beruflichen Fachrichtungen wie Bau-, Elektro-, Metall-, Informations- und Prozesstechnik. Sie sollen somit vor dem eigentlichen Studienbeginn im Oktober die Möglichkeit erhalten, ihre Studien- und Berufsplanung zu diskutieren, sich mit dem Berufsbild des Lehrers auseinanderzusetzen, ihren zukünftigen Lernort, die Hörsäle, Werkstätten und Labore sowie die Stadt Magdeburg kennenzulernen.
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[Universität Osnabrück] Land sichert Fortbestand des Instituts für Islamische Theologie – Universität Osnabrück
Die Niedersächsische Landesregierung möchte sich für die Ausbildung von Lehrkräften für den Islamischen Religionsunterricht und islamische Theologinnen und Theologen stark machen. Die Finanzplanung des Landes sieht in den kommenden vier Jahren den Einstieg in eine dauerhafte Landesförderung vor. Für diesen Zeitraum sind für das Institut Landesmittel in Höhe von etwa vier Millionen Euro eingeplant. Dauerhaft soll die Universität Osnabrück rund 1,4 Millionen Euro jährlich für das Institut für Islamische Theologie (IIT) erhalten.
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04 Veranstaltungen 

[Universität Duisburg-Essen] Herbstschule: "Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht" – 29.09.-02.10.2014
Ein potentialorientierter Umgang mit Heterogenität ist eine Kernkompetenz, um die Schulwirklichkeit, unter anderem der Metropolregion Ruhr, produktiv aufzugreifen. Nach einführenden Vorträgen sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben, aus zahlreichen Workshops zu wählen und sich fächerspezifisch und den eigenen Interessen gemäß fortzubilden. Themenschwerpunkte sollen Schule und besondere Rahmenbedingungen, persönliche Hintergrundmerkmale/fachübergreifende Themen, Grundlegende Dimensionen des Umgangs mit Heterogenität und der Umgang mit Heterogenität im Fachunterricht sein.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) und Pädagogische Hochschule Heidelberg] Fachtagung: "Inklusion – Zwischen idealistischer Forderung, individueller Förderung und institutioneller Herausforderung" – 10./11.10.2014
Die Tagung soll sich unter anderem mit Einstellungen von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften gegenüber Inklusion, Voraussetzungen und Herausforderungen für Universitäten und Schulen im Hinblick auf die Vorbereitung von (angehenden) Lehrkräften für die Inklusion, Aspekten der Professionalisierung sowie der Differenz zwischen der Inklusion als Ideal und deren Realisierung beschäftigen.
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[Universität Aachen] Aachener Lehrertag Mathematik – "Auf den Lehrer kommt es an!" – 25.10.2014
Neben Kurzvorträgen zum "Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule Nordrhein-Westfalen" und zu Neuerungen in der Lehrerbildung im Fachbereich Mathematik sollen Workshops zu verschiedenen mathematikdidaktischen Themenbereichen stattfinden. Der Fortbildungstag wird gemeinsam vom Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. (MNU) und der Fachgruppe Mathematik der RWTH Aachen organisiert. Zielgruppe sind Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare, Lehramtsstudierende sowie Hochschulangehörige.
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[Bundesverband der Studierenden und Absolventen des Hochschulstudiums der Fachrichtungen Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL)] BHGL-Forum: "Die Ausbildung von Lehrern für den Gartenbau in Deutschland" – 20.11.2014
Das diesjährige Forum soll mit Referentinnen und Referenten aus den Bereichen der Lehrerbildung, der Berufsschulkräfte und der Berufspraxis unter anderem folgende Fragestellungen analysieren: Welche Konzepte für die Lehrerbildung werden an der Universität und der Hochschule vorgehalten? Welche strategischen Ansätze gibt es, die Vermittlung der Grundlagen des Faches mit dem Erwerb von pädagogischen Kompetenzen zu verbinden? Welche Anforderungen werden aus der Praxis an die Absolventinnen und Absolventen der Lehramtsstudiengänge gerichtet und wie erfolgt die Rückkopplung der Berufspraxis zur Lehrerbildung an den Hochschulen?
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[Stiftung der Deutschen Wirtschaft] 5. Forum Leadership in der Lehrerbildung – 20./21.11.2014
Wie kann Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in den einzelnen Phasen der Lehrerbildung aussehen? Wie wird aus Nachwuchsförderung systematische Personalentwicklung an Schule? Das 5. Forum "Leadership in der Lehrerbildung" möchte konkrete Umsetzungsbeispiele für die Etablierung von Leadership-Themen und Nachwuchsförderung für pädagogische Führungskräfte in der Lehrerbildung in den Blick nehmen.
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05 Internationales 

[Dänemark] Anwesenheitspflicht für Lehrkräfte – bluewin.ch
Dänische Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer dürfen in Zukunft nicht mehr zu Hause arbeiten. Durch eine Reform wurde eine Anwesenheitspflicht für ihre komplette Arbeitszeit festgelegt.
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[Österreich] Betriebspraktika für Lehrerinnen und Lehrer: Aktion wird ausgeweitet – Wirtschaftskammer Wien
Da die Aktion "Betriebspraktika für Lehrkräfte" im Februrar 2014 mit über 50 beteiligten Unternehmen und 70 teilgenommenen Lehrerinnen und Lehrern positive Resonanz fand, wird das Projekt im kommenden Schuljahr wiederholt. Ausgebildete Lehrkräfte sowie Lehramtsstudierende können an drei Praxistage in Wiener Firmen Erfahrungen im unternehmerischen Alltag sammeln, um diese im Unterricht an ihre Schülerinnen und Schüler zu übermitteln.
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[Österreich] Lehrerinnen und Lehrer mit inklusiver Kompetenz als Erfolgskriterium – Tiroler Tageszeitung Online
(Angehende) Lehrkräfte sollen in Österreich künftig durch Spezialisierung im Bereich der Inklusion während des Studiums besser auf diese vorbereitet werden. Die Lehramtsstudierenden müssen mit Beginn der neuen Lehrerausbildung ein Viertel der Lehrveranstaltungen im Bereich Inklusiver Pädagogik belegen. Diese würden laut Expertinnen und Experten allerdings größtenteils in Form von Vorlesungen angeboten. Für andere Veranstaltungen – wie Übungen oder Seminare – sei nicht genügend qualifiziertes Personal vorhanden.
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06 Dokumente/Literatur 

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.): Bildungsmonitor 2014. Die richtigen Prioritäten setzen. Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Köln, 2014
Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) versucht anhand von 12 Handlungsfeldern und 93 Indikatoren zu bewerten, inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstumskr&aumlfte stärken. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Ausgangslage in den einzelnen Handlungsfeldern in den Ländern höchst heterogen ist.
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Wocken, Hans: Bayern integriert Inklusion. Zur schwierigen Koexistenz widersprüchlicher Systeme. Hamburg, 2014
Bayern hat mit dem Gymnasium, der Realschule, der Hauptschule und der Sonderschule ein vierfach gegliedertes Schulwesen. Das Buch versucht in mehreren Beiträgen, diese spannungsreiche Koexistenz gegensätzlicher Konzepte zu analysieren. Unter anderem werden erste empirische Untersuchungen über die bisherige Inklusionsentwicklung in bayerischen Schulen von 2008 bis 2013 vorgelegt. Die Zwischenbilanz sei in hohem Maße ernüchternd: Nach fünf Jahren Inklusionspolitik gebe es in Bayern mehr Separation als jemals zuvor.
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Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: September 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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Melanie Rischke
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25. August 2014

Hörtipp: Hochschulquartett zum Thema "Setzen, mangelhaft: Schlechte Noten für die Lehrerausbildung" am Freitag, 29.08.2014 um 19:15 Uhr im Deutschlandfunk

500 Millionen Euro will die Bundesregierung in den nächsten zehn Jahren locker machen, um die Lehrerausbildung zu verbessern. "Qualitätsoffensive" nennt sie das. Die Länder haben die Hilfe vom Bund zur Verbesserung der Rahmenbedingungen tatsächlich nötig. Lehramtsstudierende fristen an manchen Hochschulen ein stiefmütterliches Dasein, ohne Renommee, aber in überfüllten Hörsälen.

Die Misere beginnt schon bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Die Besten eines Jahrgangs zieht es in die Forschung oder in die Wirtschaft, kaum einer kommt auf die Idee, mit einem Einser-Abitur auf Lehramt zu studieren. Während der Pisa-Musterschüler Finnland vor das Lehramtsstudium strenge Auswahltests setzt, kann in Deutschland jede Abiturientin und jeder Abiturient Lehrerin bzw. Lehrer werden. Lehrerin bzw. Lehrer ist dennoch für viele kein Traumberuf – trotz Beamtengehalts und ausgedehnter Ferien.

Doch langsam setzt sich auch hierzulande die Erkenntnis durch, dass die Qualität des Unterrichts bereits bei der Ausbildung der Lehrkräfte beginnt. Es gilt, die pädagogische Praxis mehr in das Studium einzubeziehen und die Mobilität der Lehrkräfte zwischen den Bundesländern zu erleichtern. Doch reicht die Finanzspritze aus Berlin, um die Lehrerausbildung in Deutschland entscheidend zu verbessern?

Im Hochschulquartett diskutieren:

- Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig
- Prof. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg
- Prof. Werner Reinhart
, Präsident Universität Flensburg
- Andreas Stephan, Referatsleiter Lehrerbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

Moderation:
Michael Kröher, manager magazin, Christian Floto, Deutschlandfunk

18. August 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Verbeamtung von Referendarinnen und Referendaren sowie Lehrkräften

Gemäß Artikel 7 des Grundgesetzes steht das gesamte Schulwesen unter Aufsicht des Staates, allerdings besitzen die 16 Länder nach Artikel 30 bzw. 70 des Grundgesetzes die sogenannte Kulturhoheit, sie sind also in Gesetzgebung und Verwaltung in kulturellen Fragen selbstbestimmt. Die Ein- bzw. Anstellung von Lehrkräften obliegt somit dem öffentlichen Dienst der Länder. Eine etwaige Verbeamtung bietet Lehrerinnen und Lehrern eine große Sicherheit hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes und in finanzieller Hinsicht. Ob ein Land Lehrkräfte verbeamtet, könnte somit einen maßgeblichen Einfluss darauf haben, in welchem Land sich Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger bevorzugt bewerben.

Zwischen den Ländern bestehen Unterschiede darin, ob alle Lehrkräfte, wenn sie die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen, verbeamtet werden oder ob sie im Angestelltenverhältnis beschäftigt werden. Zudem sind befristete Verträge zu Vertretungszwecken möglich. Einheitlich geregelt ist jedoch, dass Referendarinnen und Referendare im Falle einer Verbeamtung zunächst Beamte auf Widerruf sind und bei Übernahme nach dem Zweiten Staatexamen drei Jahre lang zum Beamten auf Probe ernannt werden.
Auch die allgemeinen Voraussetzungen für eine Verbeamtung sind von Land zu Land unterschiedlich. Generell wird die gesundheitliche Eignung im Rahmen einer amtsärztlichen Untersuchung überprüft, die sich unter anderem am Bodymaßindex sowie an der Abwesenheit physischer und psychischer (Vor-)Erkrankungen bemisst. Außerdem kann das Land eine Altersgrenze festsetzen, bis zu der Lehrkräfte verbeamtet werden können. Ausnahmen bestehen meist für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aber auch für Lehrkräfte, die bisher in einem Land gearbeitet haben, das eine Verbeamtung vorsieht und die in ein Bundesland wechseln wollen, das Angestelltenverträge bietet.

Welche Vorgaben die Länder zur Verbeamtung von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern bzw. zur Verbeamtung aller Lehrkräfte machen, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

05. August 2014

Die neue Ausgabe des Newsletters Monitor Lehrerbildung - August 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

am 24.07.2014 gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den sofortigen Start der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" bekannt und veröffentlichte die entsprechende Förderrichtlinie. Die Hochschulen haben nun vier Monate Zeit, sich für eine Förderung innerhalb der ersten Bewilligungsrunde zu bewerben und ihre Projektvorschläge einzureichen.

Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist ein von Bund und Ländern gemeinsam beschlossenes Programm zur Qualitätsverbesserung der Lehrerbildung. Die Förderanträge sollen aufzeigen, wie die Hochschulen mittels neuer Projekte die Qualität der Lehrerbildung verbessern wollen, wie das Profil der Hochschule gestärkt und die entsprechenden Prozesse begleitet und verstetigt werden können. Ein Gremium aus 18 Expertinnen und Experten aus der Lehrerbildung, der Studierendenschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern begutachten die Anträge und entscheiden über die Förderfähigkeit und die Förderhöhe.

Zu vielen der Handlungsfeldern der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" können Sie sich auf der Website des Monitors Lehrerbildung über den Status quo informieren. So können Sie die Struktur der Lehramtsstudiengänge für 65 lehrerbildende Hochschulen in Deutschland sowie alle 16 Länder abfragen. Diese bilden wir auch entlang von neun Themenbereichen ab. Beispielsweise ist der Praxisbezug in der Lehrerbildung, ein Schwerpunkt der Förderung bei der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung", nicht nur eines dieser neun Themenfelder, sondern war bereits im letzten Jahr ein Schwerpunktthema, zu dem wir die Broschüre "Praxisbezug in der Lehrerbildung - je mehr, desto besser?!" veröffentlicht haben. Unter dem Punkt "Ein- und Umstiegsmöglichkeiten" finden Sie wiederum Daten zur gezielten Gewinnung geeigneter Studierender. Des Weiteren finden Sie weitergehende Informationen zu diesem Thema in unserer zuletzt veröffentlichten Sonderpublikation "Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern - sinnvoll und machbar?!".

Was sonst noch im Bereich der Lehrerbildung wichtig war, senden wir Ihnen mit diesem Newsletter Monitor Lehrerbildung zu. Sollten Sie Hinweise haben, die wir für kommende Ausgaben nutzen könnten, freuen wir uns über Ihre Nachrichten.

Mit besten Grüßen

Melanie Rischke und Dominik Baedorf

 

01 (Hoch)schulpolitik  
Länderübergreifende News

Das Anerkennungsportal wirbt mehrsprachig – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weitet sein Informationsangebot zum Anerkennungsgesetz aus. Gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wirbt das Ministerium international für das Informationsportal "Anerkennung in Deutschland". Dabei gilt ein besonders großes Interesse den Berufsprofilen im Ingenieurs-, Medizin- und Bildungsbereich (Lehrerinnen und Lehrer). Seit dem 30.07.2014 gibt es für Italien, Polen, Rumänien, Spanien und die Türkei kompakte Werbeseiten in der entsprechenden Landessprache. Neben dem Online-Angebot können auch mehrsprachige Informationsmaterialien bestellt werden, die den Anerkennungsprozess einfach erklären sollen.
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Länderspezifische News

[Bayern] Über 3.800 neue Lehrkräfte für die staatlichen Schulen in Bayern im kommenden Schuljahr – Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Für die Grund- und Mittelschulen stellt der Freistaat insgesamt rund 2.000 Lehrkräfte an, die große Mehrzahl davon unbefristet. Dabei finden an Mittelschulen fast alle Bewerberinnen und Bewerber eine Festanstellung. Im Laufe des Schuljahres werden weitere, vorwiegend befristete Stellen besetzt. Darüber hinaus werden über 200 Fach- und Förderlehrerinnen und Fach- und Förderlehrer für Grund-, Mittel- und Realschulen neu angestellt. In den Förderzentren können rund 470 Lehrkräfte neu angestellt werden.
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Eine etwas kritischere Sichtweise, vor allem hinsichtlich der Gymnasial- und Realschullehrkräfte, wird hingegen im Merkur Online deutlich.
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[Baden-Württemberg] Landesregierung beschließt Eckpunkte zur Inklusion – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Für das kommende Schuljahr 2014/2015 ist ein zusätzliches Einstellungskontingent im Umfang von 200 Deputaten vorgesehen, die für inklusive Bildungsangebote an allgemeinen Schulen zur Verfügung stehen sollen. Des Weiteren sollen die Fortbildungsangebote zum Thema Inklusion deutlich ausgebaut werden. Schließlich ist eine Reform der Lehrerbildung vorgesehen, so dass künftig alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer während ihres Studiums eine Grundausbildung zu Fragen der Inklusion erhalten.
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[Berlin] Einheitslehrkraft light - wie die Universitäten den Kompromiss der Koalition umsetzen – Der Tagesspiegel
Das im Januar verabschiedete, neue Lehrkräftebildungsgesetz wurde zwar bereits im Januar verabschiedet, jedoch blieb für die Hochschulen weitestgehend unklar, wie der Kompromiss umzusetzen sei. Nun liegen erste Konzepte vor.
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[Brandenburg] Genügend Lehrerinnen und Lehrer und mehr als genug Streit – Der Tagesspiegel
Zum neuen Schuljahr 2014/2015 sollen insgesamt 1.000 Lehrkräfte eingestellt werden. Um den hohen Bedarf decken zu können, hatte das Land im März 2014 eine Anzeigenkampagne gestartet, die äußerst erfolgreich lief. Nach über 6.500 eingegangenen Bewerbungen, ist der Bedarf inzwischen zu über 80% gedeckt. Dagegen ruft die Reform der Staatlichen Schulämter Kritik hervor.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Verbeamtungen & Höhergruppierungen der Lehrerinnen und Lehrer – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
In Mecklenburg-Vorpommern werden erstmals Lehrerinnen und Lehrer verbeamtet. Die Verbeamtungen & Höhergruppierungen sind Teil eines Maßnahmenbündels, mit dem die Landesregierung den Lehrerberuf attraktiver machen und Lehrkräfte gewinnen will.
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[Sachsen] Aktionsbündnis "Warum auch sonst?": Kultusministerin ignoriere Probleme in der Lehrerbildung – Leipziger Internet Zeitung
Anlässlich der Werbeaktion "Lehrer in Sachsen werden. Aus Überzeugung." seitens der Sächsischen Landesregierung im Frühjahr 2013, machen angehende Lehrerinnen und Lehrer nun auf vermeintliche Defizite der Lehrerbildung aufmerksam. Diese seien der Grund, weshalb viele Nachwuchslehrkräfte Sachsen verlassen.
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[Schleswig-Holstein] Universitäten stellen gemeinsamen Antrag zur "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" – shz.de
Nach dem Start der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" haben nun die Universitäten Kiel und Flensburg angekündigt, einen gemeinsamen Antrag für eine Finanzierung stellen zu wollen.
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02 Hochschulspezifische Links  
[Universität Göttingen] Lehramtsstudierende können Schulpraktika weltweit absolvieren – Universität Göttingen
Seit dem Sommersemester 2014 besteht die Möglichkeit, ein Praktikum an Partnerschulen der Goethe-Institute im Ausland zu absolvieren. Das Angebot der Zentralen Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) der Hochschule gilt für Studierende im Studiengang Master of Education und wird mithilfe des von Bund und Ländern geförderten Programms "Göttingen Campus QPLUS" durchgeführt.
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[Universität Kiel] Inklusion in der Lehramtsausbildung – Universität Kiel
Das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Kiel führte bereits zum zweiten Mal den Zertifikatkurs "Inklusive Schule" durch. Dieser Kurs wird in Kooperation mit dem Jugendpfarramt in der Nordkirche Plön sowie mit dem Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche angeboten. Achtzehn Lehramtsstudierenden wurde die Möglichkeit geboten, Inklusion in Theorie und Praxis kennenzulernen.
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[Universität Paderborn] Hochschulen und weitere Partner fördern Lehrkräftenachwuchs für Berufskollegs – Universität Paderborn
Mehrere Partner aus dem Bildungsbereich der Region trafen Anfang Juli eine Vereinbarung, um neue Lehrkräte für das Lehramt an Berufskollegs mit gewerblich-technischen Fachrichtungen zu gewinnen. Mit dem neuen Projekt "Edu-Tech Net OWL" soll der Mangel an Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich behoben werden. Konkret soll der Übergang in die gewerblich-technischen Master-Studiengänge der Universität Paderborn mit Abschluss Master of Education durch Anerkennung früherer Bachelor-Abschlüsse aus FH-Studiengängen vereinfacht werden.
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03 Veranstaltungen  
[Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)] Jahrestagung 2014 – Fort- und Weiterbildung konkret! – 06.09.2014
Das Tagungsprogramm umfasst zum einen das Fort- und Weiterbildungsprogramm des DZLM für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen und zum anderen die Fort- und Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren – also von jenen Lehrkräften, die andere Lehrkräfte fortbilden, ausbilden, beraten, unterstützen, Unterrichtsentwicklung anstoßen und begleiten. Für Lehrerinnen und Lehrer soll es Workshops zu aktuellen Themen und "Klassikern" aus aktueller Perspektive geben. Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollen Workshops zur Konzeption, Initiierung und Umsetzung von Fortbildungen und Professionellen Lerngemeinschaften angeboten werden.
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[Universität Oldenburg] 31. Pädagogische Woche: "Auf die Lehrkräfte kommt es an!" – 22.-25.09.2014
Folgt man dem neuseeländischen Bildungsforscher Hattie, hängen erfolgreiches Lernen und hoher Lernerfolg stark vom Lehrverhalten der Lehrkräfte ab. Danach sei es vor allem wichtig, wie Lehrkräfte Unterricht gestalten. Bei der diesjährigen Pädagogischen Woche werden über 100 Fachvorträge und praktische Workshops angeboten, die dabei helfen sollen, das eigene Lehrverhalten so auszurichten, dass Lernen erfolgreich stattfindet. Die Angebote greifen dabei Themen von Feedback, Diagnose und Classroom-Management bis hin zur direkten Instruktion, Heterogenität und Lern- und Arbeitsklima auf.
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[Universität Bremen] Internationale Tagung: "Teaching is Touching the Future – Academic teaching within and across disciplines" – 25./26.09.2014
Mit dieser Tagungsreihe soll insbesondere eine in den Fächern und Fachkulturen verankerte Reflexion von Lehre und Lernen ins Zentrum gestellt werden. Neben einigen zentralen Vorträgen internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll die Tagung ihren Schwerpunkt in parallel stattfindenden Workshops verschiedener Fächergruppen bzw. Fachdisziplinen haben.
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[Universität Kassel] Internationale Tagung der Kasseler Studienwerkstätten: "Erforschen, Erlernen, Erkennen" – 26.09.2014
Die Tagung soll der Vernetzung zwischen Theorie und Praxis in der Lehrerbildung dienen und gleichzeitig ein Bindeglied zwischen Universitäten und Schulen darstellen. Die Tagung richtet sich hauptsächlich an Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitäten und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt der Tagung soll die Sichtbarmachung des Nutzens der Arbeit stehen, welche in Lern- und Studienwerkstätten vollzogen wird: Was ist Studienwerkstattarbeit? Worin liegen ihre Stärken und ihr Nutzen? Inwieweit können Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrerinnen und Lehrer von einer Studienwerkstatt profitieren?
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[Universität Regensburg] 2. Thementag Theorie-Praxis 2014: "Vielfalt annehmen – Unterricht flexibilisieren im Kontext innovativer, inklusiver Schulentwicklung" – 01.10.2014
Der Thementag Theorie-Praxis wird vom Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung organisiert und soll sich zentralen Themen der aktuellen Diskussion um die Lehrerbildung und Schulentwicklung widmen. Er will allen an der Lehrerbildung beteiligten Akteuren die Möglichkeit bieten, sich untereinander über die Bereiche Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Heterogenität und Inklusion auszutauschen und voneinander zu lernen.
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[Universität Leipzig] 4. FFF-Konferenz: "Fortschritte im Frühen Fremdsprachenlernen" – 02.-04.10.2014
Die Konferenz soll mit insgesamt 40 Einzelvorträgen und fünf Workshops einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Methodik der Fremdsprachenvermittlung und der Weiterentwicklung von Lehrmaterialien sowie praktische Erfahrungen im frühen Fremdsprachenunterricht bieten. Darüber hinaus soll auf der FFF-Konferenz auch das Sprachenlernen im Vorschulbereich und der Übergang vom Vorschulbereich zur Grundschule thematisiert werden.
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[Universität Mainz] "Deutsch-Französische Lehrer(aus)bildung" – 06./07.11.2014
Die Universität Mainz wird zusammen mit ihrer französischen Partneruniversität, der Université de Bourgogne, die zweite binationale Tagung mit dem Thema "Deutsch-Französische Lehrer(aus)bildung" durchführen. Das Ziel der Tagung soll sein, maßgebliche Institutionen und Akteure aus beiden Ländern miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam die Weiterentwicklung der deutsch-französischen Lehramtsausbildung auf allen Ebenen – Licence/Bachelor, Master und Stage/Referendariat – durch die Entwicklung konkreter und innovativer Konzepte voranzubringen.
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[Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)] "Educating the Educators" – Internationale Tagung für Aus- und Fortbildner von Lehrkräften und Multiplikatoren – 15./16.12.2014
Die zweitägige Veranstaltung ist vorrangig als Plattform für den Austausch von Konzepten und Erfahrungen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern konzipiert. Sie soll dazu dienen, sich über die Bedingungen und die Praxis der Lehrkräftefortbildung bzw. der Fortbildung von Fortbildnerinnen und Fortbildnern in anderen Ländern zu informieren sowie auf europäischer Ebene Netzwerke zu knüpfen und zu stärken. Hauptzielgruppe sind Aus- und Fortbildnerinnen und Aus- und Fortbildner von Lehrkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Mathematik und den Naturwissenschaften.
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[Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)] Internationaler Kongress: "Lernen in der Praxis – Strategien und Wege der Professionalisierung angehender Lehrerinnen und Lehrer im Kontext schulpraktischer Studien" – 04.-06.05.2015
Mit dem gegenwärtigen "practice turn" in der Lehrerbildung verbindet sich die Forderung nach mehr und besserer Unterrichtspraxis angehender Lehrpersonen. Doch welche Praxis ist überhaupt geeignet, professionelle Handlungsfähigkeit und das berufliche Selbstverständnis zukünftiger Lehrpersonen nachhaltig aufzubauen? Der Kongress "Lernen in der Praxis" soll eine Plattform für den Austausch zwischen Fachleuten der Lehrerbildung, Forschenden, Akteuren der Bildungsverwaltung, Praktikerinnen und Praktikern schaffen.
Der Call for Papers läuft im folgenden Zeitraum: 01.07.-31.10.2014
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04 Internationales  
[Österreich] Gemeinsame Lehrerausbildung in "Österreich Mitte" – Salzburger Nachrichten
Ab dem Schuljahr 2016/17 soll es in den Ländern Salzburg und Oberösterreich eine einheitliche Ausbildung für Sekundarlehrerinnen und Sekundarlehrer geben. An den neun Universitäten und Pädagogischen Hochschulen der Region sollen Lehramtsstudierende ihre Veranstaltungen aus dem gesamten Lehrangebot frei wählen und an allen Standorten mit dem Bachelor, Master oder Doktor abschließen können.
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[Österreich] Deutsch als Stolperstein – ORF
Zum Abschluss der diesjährigen Aufnahmeverfahren an den Pädagogischen Hochschulen zeigt sich, dass viele Bewerberinnen und Bewerber für ein Lehramtsstudium an den Hürden des Deutschtests der Aufnahmeprüfung scheitern.
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[Österreich] Deutschförderlehrkräfte: "Pool bei Weitem nicht ausgeschöpft" – DiePresse.com
In Österreich fehlen qualifizierte Lehrkräfte für die Deutschförderung. Laut Schmölzer-Eibinger, Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Graz, liegt dies zum einen daran, dass zu wenige Personen eine entsprechende Ausbildung absolviert haben und zum anderen daran, dass diejenigen, die qualifiziert sind, nicht an den Schulen beschäftigt werden. Das Problem sei, dass viele ausgebildete Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache kein klassisches Lehramtsstudium absolviert, sondern ihre Qualifikation, etwa im Rahmen eines Moduls oder eines Lehrgangs, an der Universität erlangt haben.
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05 Dokumente/Literatur  
Deutsche Telekom Stiftung: Wie gute mathematische Bildung an den Grundschulen gelingt. Erkenntnisse und Erfahrungen aus PIKAS. Bonn, 2014
Das Buch soll Impulse und praktische Unterstützung für gute mathematische Bildung an Grundschulen bieten. Es ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Erfahrungen aus fünf Jahren PIKAS – einem Projekt der Telekom-Stiftung, des nordrhein-westfälischen Schulministeriums sowie der Universitäten Dortmund und Münster.
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Herfter, Christian: Qualität universitärer Bildung. Theoretische und empirische Explorationen zur Perspektive der Studierenden. Leipzig, 2014
Herfter möchte vielfältige Perspektiven auf die Qualität universitärer Bildung eröffnen. Dabei soll der internationale Wissensstand zu Merkmalen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität systematisierend zu einem Rahmenmodell aus der Perspektive der Studierenden zusammengefasst werden. Neben dem grundlegenden Vergleich der Charakteristika von Studierenden mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollen ferner gesellschaftliche Einflussfaktoren, Interessen- und Fähigkeitsprofile der Studierenden, fachkulturelle Spezifika sowie eine Reihe von Kriterien des subjektiven und objektiven Studienerfolgs in ihrer komplexen wechselseitigen Bedingtheit diskutiert werden. Die Umsetzbarkeit dieses Anspruchs soll am Beispiel von Interviews mit Leipziger Lehramtsstudierenden demonstriert werden.
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Mit den aufgeführten Beiträgen sollen u.a. aktuelle Diskussionen in den Medien zum Thema der Lehrerbildung aufgezeigt werden. Die Inhalte der Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Kooperationspartner wieder.


Die Erhebungen zum Monitor Lehrerbildung wurden von dem Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH mit der gebotenen Sorgfalt und unter Einsatz anerkannter Methoden durchgeführt. Für die Richtigkeit der Daten übernimmt das CHE keine Haftung.

Stand: August 2014 (Erhebungsstand der Daten: Selbstauskunft der Länder (Sommer 2013) bzw. der Hochschulen (Sommer 2012))
 
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22. July 2014

Der neue Indikator im Blickpunkt - Recruitment in der ersten Phase der Lehrerbildung

Da die Erwartungshaltung an Lehrerinnen und Lehrer stetig steigt, wie etwa die individuelle Förderung in heterogener werdenden Klassen, und da Schülerleistungen in bedeutendem Maße vom Lehrerhandeln abhängen, ist es enorm wichtig, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf zu gewinnen. Zudem werden der Ausbau der Ganztagsschulen und die Umsetzung der Inklusion den zukünftigen Lehrerbedarf erhöhen. Schon Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler sollten für ein Lehramtsstudium begeistert werden. Der Bedarf an Lehrkräften differiert allerdings je nach Land, Fach und Schulart.

Verantwortlich für das erforderliche Recruitment sind Länder und Hochschulen in gleichem Maße. Zum einen sind Informationskampagnen und Werbemaßnahmen denkbar, die entweder über das Lehramtsstudium allgemein informieren oder explizit für Mangelfächer (wie z.B. die sogenannten MINT-Fächer) werben. Darüber hinaus besteht der Wunsch, bislang in Lehramtsstudium und Lehrerberuf unterrepräsentierte Gruppen, wie zum Beispiel männliche Studierende eines Grundschullehramtes oder Studierende mit Zuwanderungsgeschichte, gezielt anzusprechen. Ferner sind Angebote zur Studienorientierung, selbstreflexive Eignungstests und Beratungsangebote hilfreiche Verfahren, um für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf geeignete (zukünftige) Studierende zu identifizieren.

Weitere Information zu diesem Indikator bzw. Thema bietet die im April 2014 vom Monitor Lehrerbildung herausgegebene Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern - sinnvoll und machbar?!“, die kostenlos als Download und als Printausgabe verfügbar ist.

Ob und welche Maßnahmen die Länder und Hochschulen zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden anwenden, zeigt der Indikator im Blickpunkt.

22. April 2014

Verschenktes Potenzial bei der Gewinnung zukünftiger Lehrkräfte

Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für den Lehramtsberuf systematisch anzuwerben, zu beraten und auf ihre Eignung hin zu überprüfen, davon kann in Deutschland noch keine Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Sonderpublikation des Monitors Lehrerbildung. Die Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern – sinnvoll und machbar?!“ zeigt dabei auf, in welchen Bereichen Länder und Hochschulen ihre bisherigen Bemühungen noch steigern sollten, um geeignete Kandidaten für den Lehrerberuf zu gewinnen.

Genügend und vor allem die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten für ein Lehramtsstudium zu begeistern, ist in Deutschland wichtiger denn je. Schließlich gilt es, den bis 2025 prognostizierten Bedarf von 25.800 neuen Lehrerinnen und Lehrern pro Jahr zu erfüllen. Darüber hinaus  ergeben Studien, wie etwa die des US-amerikanischen Bildungsökonomen Eric Hanushek, dass nicht nur die Quantität, sondern vielmehr auch die Qualität des Lehrpersonals einen entscheidenden Einfluss auf diverse Bereiche hat, von den Noten der Schülerinnen und Schülern bis zu deren späterem Lebenseinkommen. Und der erste Schritt zur Qualität ist das Recruiting der Lehramtsstudierenden.

Deshalb hat der Monitor Lehrerbildung in seiner Broschüre „Strategisches Recruitment von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern – sinnvoll und machbar?!“ besonders den Fokus auf den Bereich des Recruitings gelegt. Das gemeinsame Projekt von  Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat das Engagement von Ländern und Hochschulen in diesem Bereich untersucht.

Zu einem strategischen Recruitment gehört als erstes, den Lehrerberuf als eine erstrebenswerte Joboption zu präsentieren, wie Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, betont: „Ein erstrebenswerter Karriereweg hat viel mit Wertschätzung zu tun. Hochschulen müssen die Frage beantworten, was sie dafür tun, dass sich Lehramtsstudierende willkommen fühlen und ihre spezifischen Fragestellungen auch in der Wissenschaft wiederfinden.“

Daneben umfasst Recruiting auch eine umfassende Beratung der potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren Überprüfung der Eignung für den Beruf. In einer Befragung von 65 lehrerbildenden Hochschulen in Deutschland hat der Monitor Lehrerbildung ermittelt, welche der folgenden Elemente eingesetzt werden:

-Projekte /Programme zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden
-Beratungsgespräche als Zulassungsvoraussetzung
-verpflichtende Eignungspraktika
-Eignungstests als Zulassungsvoraussetzung

Das Ergebnis: Lediglich 17 von 65 Hochschulen (26 Prozent) führen mindestens drei der vier genannten Maßnahmen durch. Keine einzige Hochschule sieht alle Elemente vor, die zu einem strategischen Recruitingprozess gehören sollten.

Gerade Eignungsabklärungen werden noch zu selten genutzt. Nur rund die Hälfte der befragten Hochschulen sieht einen obligatorischen Eignungstest vor Studienbeginn vor. Ein verpflichtendes Eignungspraktikum muss lediglich an drei Prozent der Hochschulen bereits vor Studienbeginn absolviert werden.

Neben einer Optimierung der bestehenden Möglichkeiten, sollte zur Strategie von Ländern und Hochschulen auch gehören, flexible Alternativen innerhalb der Ausbildung anzubieten, falls Studierende erkennen, dass sie für einen anderen Berufsweg besser geeignet sind. Deshalb sprechen sich die Kooperationspartner des Monitors Lehrerbildung für eine bedarfsgerechte Flexibilisierung innerhalb des Studiensystems aus.

„Die Strukturen der einzelnen Phasen der Lehrerbildung sollten so gestaltet werden, dass sie den Lehramtsstudierenden sowie den Lehrerinnen und Lehrern größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Schulform bieten“, erklärt CHE Geschäftsführer Frank Ziegele. Dabei gelte es, die Chancen polyvalenter Bachelorstudiengänge besser zu nutzen als bisher.

Der Monitor Lehrerbildung ist die bundesweit einzige Datenbank zum Lehramtsstudium. Unter www.monitor-lehrerbildung.de sind insgesamt mehr als 8.000 relevante Daten und Fakten zur ersten Phase der Lehrerbildung abrufbar. Zu ausgewählten Themen veröffentlicht der Monitor Lehrerbildung Sonderpublikationen aufgrund von stetig aktualisierten Daten und qualitativen Erhebungen. Der Monitor Lehrerbildung ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die Broschüre finden Sie hier.

23. January 2014

Internationale Konferenz zur Lehrerbildung – deutsche und europäische Perspektiven

Auf der Tagung „Education and Training for European Teachers: Competence Models, Curricular Objectives and Harmonising Theory and Practice”, welche am 20. und 21.01.2014 von dem Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Essen ausgerichtet wurde und an der auch das Projektteam des Monitors Lehrerbildung mit einem Posterbeitrag teilnahm, wurden viele relevante, aktuelle Themen der Lehrerbildung diskutiert.

Durch die zahlreichen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Referentinnen und Referenten – unter anderem aus Norwegen, Schweden, Österreich und England – bekam die Tagung einen europäischen Rahmen und ermöglichte somit eine international vergleichende Perspektive, Reflexion und Austausch. Neben der strukturellen und inhaltlichen Ausgestaltung der drei Phasen der Lehrerbildung wurden Themen wie beispielsweise Kompetenzmodelle und Professionalisierungsstrategien in der Lehrerbildung, die Rekrutierung von geeigneten Lehramtsstudierenden sowie Lehrerinnen und Lehrern und die notwendigen Anforderungen an eine inklusive Lehrerbildung diskutiert.

Die ausgestellten Posterbeiträge sowie erläuternde Abstracts finden Sie hier.

20. December 2013

Expertentagung zur Lehrerbildung in Paderborn am 27./28.02.2014 - „Erfahrung, Reflexion und Entwicklung – Lehrer(aus)bildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten“

Die Bedeutung der Gestaltung der Lehrerprofessionalisierung als phasenübergreifender Prozess wird sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik herausgestellt. Hiermit verbindet sich die Forderung Lehrerbildung verstärkt als berufsbiografischen Prozess zu verstehen. Die Akteure der einzelnen Ausbildungsabschnitte sind somit neben ihren spezifischen Aufgaben und Funktionen dazu aufgefordert, eine kontinuierliche und anschlussfähige Lern- und Entwicklungsphase zu ermöglichen und zu unterstützen. Neben einer notwendigen curricularen Abstimmung wird ebenfalls eine verstärkte Kooperation und Koordination der institutionellen Akteure aller drei Phasen der Lehrerbildung gefordert sein.

Vor diesem Hintergrund sollen auf der Expertentagung „Erfahrung, Reflexion und Entwicklung – Lehrer(aus)bildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten“ am 27./28.02.2014 in Paderborn Konzepte, Erfahrungen und Entwicklungen, wie der Erwerb professioneller Kompetenzen als eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe realisiert werden kann, diskutiert werden.

Neben einem Grußwort der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW Sylvia Löhrmann und einem gemeinsamen Eingangsvortrag der Veranstalter, beinhaltet das Tagungsprogramm 16 Workshops rund um die Aspekte des Tagungsthemas sowie den Schlussvortrag „Forschende Lehrerbildung“ von Prof. Dr. Herbert Altrichter (Johannes Kepler Universität Linz). Die Tagung wird von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung Detmold und Paderborn und dem Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) der Universität Paderborn veranstaltet.

Weitere Informationen auf der Homepage des PLAZ

03. December 2013

PISA-Studie: Deutschland verbessert sich – kein Grund, Anstrengungen in der Lehrerbildung nachzulassen

Das Abschneiden in Tests wie PISA wird als Indikator für das Funktionieren eines nationalen Schulsystems angesehen. Für ein gutes Ergebnis der Schülerinnen und Schüler sind vielfältige Anstrengungen nötig, auch und gerade in der Lehrerbildung. Die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, welche am 03.12.13 vorgestellt wurden, zeigen, dass sich Deutschland in allen drei Kompetenzbereichen (Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen) statistisch signifikant verbessert hat und über dem OECD-Durchschnitt liegt.

Zu beachten ist allerdings, dass es sich hierbei um den Bundesdurchschnitt handelt – und die 16 Länder durchaus unterschiedlich abgeschnitten haben können. Insgesamt liegt Deutschland teilweise über zwei Schuljahre hinter den Spitzenreitern aus Südostasien zurück. Diese Lücke lässt sich nur durch weiterhin konsequente und bedachte Reformvorhaben schließen. Vor allem im Bereich der Lehrerbildung können und müssen qualitativ hochwertige Ansätze gefunden und konsequent umgesetzt werden. Ein Ansatzpunkt könnte die Rekrutierung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten für den Lehrberuf sein, um zu verhindern, dass Schulstunden ausfallen oder fachfremder Unterricht erteilt wird. Auch die adäquate Vorbereitung von Lehramtsstudierenden auf den beruflichen Alltag mit Hilfe eines angemessenen Praxisbezugs kann ein Mosaikstein sein, der dazu beiträgt, dass Schülerinnen und Schüler in allen Fächern individuell gefördert werden.

Der Monitor Lehrerbildung hat in einer Broschüre den Praxisbezug der Lehrerbildung genauer beleuchtet und bietet auf der Website www.monitor-lehrerbildung.de Daten zur Situation der ersten Phase der Lehrerbildung.

Die Studienergebnisse im Überblick

02. December 2013

Adventskalender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und MATHEON

Die Idee der digitalen Adventskalender ist, in der Vorweihnachtszeit Mathematik-Aufgaben zu stellen, die auf spielerische und faszinierende Weise viele Facetten der Mathematik zeigen. Zwischen dem 1. und dem 24. Dezember wird hinter virtuellen Kalendertürchen täglich je eine Aufgabe pro Altersstufe zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftler des MATHEON und der DMV sowie andere Mathe-Begeisterte aus ganz Deutschland haben sich knifflig-spaßige Matheaufgaben ausgedacht, unterhaltsam verpackt in weihnachtliche Geschichten und humorvoll illustriert von dem Technomathematik-Studenten Michael Gralmann. Die Kalender gibt es wieder in den bekannten drei Schwierigkeitsstufen: für die 4. bis 6. Klassen die 7. bis 9. und die Oberstufe (ab Jahrgangsstufe 10).

Bei entsprechendem Durchhaltevermögen und überwiegend richtigen Lösungen können die Schülerinnen und Schüler hochwertige Preise mit Bezug zur Mathematik gewinnen. Inzwischen haben sich die Mathe-Adventskalender zu einem der größten bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe gemausert, die auch in den Nachbarstaaten und in den deutschen Auslandsschulen weltweit gerne gespielt werden.

Bei den DMV-Kalendern für die 4. bis 9. Klassen sind auch Frühstarter (ab 2. Klasse) und Schulklassen zugelassen, Erwachsene können ihr Schulwissen in Mathematik über den so genannten „Spaß-Account" testen. Der MATHEON-Kalender richtet sich an einzelne Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und an Erwachsene. Traditionell gibt es wieder tolle Preise in verschiedenen Preiskategorien zu gewinnen, siehe www.mathekalender.de

19. November 2013

Lehrerbildung muss internationaler werden – Resolution zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung

Auf der Tagung „Internationalisierung der Lehrerbildung“ am 08.11.2013, welche vom DAAD in Berlin ausgerichtet wurde und an der auch das Projektteam des Monitors Lehrerbildung teilnahm, wurde eine Resolution zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung verabschiedet. In dieser wenden sich die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gemeinsam an die künftige Bundesregierung und die Landesregierungen.

Sie konstatieren, dass die internationale Mobilität der Lehramtsstudierenden in Deutschland bisher nur unterdurchschnittlich ausgeprägt ist. Vor dem Hintergrund der Diversität der Schülerschaft, aber auch, um andere Lernkulturen und -konzepte kennenzulernen, werden internationale Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sicherlich wichtiger werden. Die Lehramtsausbildung bietet hierfür aus Sicht der unterzeichnenden Teilnehmer(innen) jedoch bisher keine ausreichenden Gelegenheiten und Möglichkeiten, so dass die zukünftigen Lehrkräfte nicht adäquat auf die Herausforderungen vorbereitet werden. In der Resolution werden sieben Ansätze benannt, um die Lehrerbildung zukünftig internationaler auszurichten. So sollte z.B. nicht nur die Möglichkeit geschaffen werden Praxisphasen im Ausland absolvieren zu können und anerkennen zu lassen, sondern ebenso Anreize und Hilfestellungen für die internationale Mobilität geschaffen werden. Darüber hinaus sollte etwa verstärkt um ausländische Lehramtsstudierende geworben werden. Aber auch der jetzigen Lehrergeneration sollten interkulturelle und internationale Erfahrungen durch Weiterbildungen und Auslandsangebote ermöglicht werden.

Lesen Sie hier die Resolution im Original.

15. October 2013

Praxisbezug in der Lehrerbildung: Mehr Angebote, aber keine einheitlichen Lösungen

Lehramtsstudierende wünschen sich mehr Praxisbezug im Studium. Zwar gibt es mittlerweile deutlich mehr entsprechende Angebote, doch diese sind weder zwischen den Ländern noch den Hochschulen untereinander abgestimmt, auch ihre Wirkung ist nicht ausreichend erforscht. Zu diesem Ergebnis kommt der Monitor Lehrerbildung in seiner aktuellen Publikation „Praxisbezug in der Lehrerbildung – Je mehr, desto besser?!“ und fordert unter anderem eine bessere Betreuung durch Mentorinnen und Mentoren.

Der „Praxisschock“ beim Einstieg in den Lehrerberuf ist unbestritten. Darauf haben die Länder und Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Maßnahmen reagiert. Doch nach einheitlich umgesetzten Standards sucht man vergeblich, wie die aktuelle Auswertung des Monitors Lehrerbildung zeigt. Ob im zweiten oder siebten Semester, in 14 Wochen, an 65 Tagen oder mit 30 Leistungspunkten, gemessen oder gezählt werden die Praxisphasen in jedem Land anders. Die Zuständigkeiten sind nicht eindeutig, in einigen Ländern sind die Hochschulen, in anderen die Studienseminare oder Zentren für Lehrerbildung verantwortlich, was einen Praxisbezug aus einem Guss erschwert.

Dies ist ein zentrales Ergebnis des Monitor Lehrerbildung in seiner aktuellen Publikation „Praxisbezug in der Lehrerbildung – Je mehr, desto besser?!“. Das gemeinsame Projekt der Bertelsmann Stiftung, des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Deutsche Telekom Stiftung und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Diskussion über die Lehrerbildung mit aktuellen Fakten zu untermauern und Unterschiede zwischen den Ländern und Hochschulen sichtbar zu machen.

Als Erfolgsfaktor identifiziert der Monitor Lehrerbildung eine bessere Verzahnung von Schulpraxis und Hochschulstudium und empfiehlt insbesondere den verstärkten Einsatz von Lehrkräften aus dem Schuldienst in der Lehreramtsausbildung und bei der Betreuung der Studierenden. Den Bedarf nach gut ausgebildeten Mentorinnen und Mentoren begründet Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung: „Gute Schule ist guter Unterricht und der wird durch gute Lehrerinnen und Lehrer gemacht. Regelmäßiges und persönliches Feedback für angehende Lehrerinnen und Lehrer von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen sollten ein verbindlicher Bestandteil der Ausbildung werden.“

Auch bei den Praxisphasen fordern die Projektpartner des Monitors Lehrerbildung künftig eine engere Kooperation aller Akteure, wie sie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vorgesehen ist. Dort soll das Praxissemester zwar von den Hochschulen verantwortet, aber dennoch mit den Schulen und Studienseminaren gemeinsam durchgeführt werden. Gleichzeitig sprechen sich die Initiatoren des Monitors Lehrerbildung für eine bessere Evaluation und Erforschung der Wirkung von Praxisphasen aus.

Ein zentraler Punkt ist die Erfahrung außerschulischer Praktika innerhalb des Lehramtsstudiums, wie Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, erläutert: „Fasst man den Praxisbegriff weiter und nimmt die Lebens- und künftige Arbeitswelt der Schülerinnen und Schüler in den Blick, so fällt auf, dass hierzu kaum Konzepte zur Integration in die Lehramtsausbildung vorliegen. Notwendig wäre hier ein erweiterter Praxisbegriff, der künftigen Lehrkräften einen Perspektivwechsel ermöglichen kann.“

Der Monitor Lehrerbildung ist die bundesweit einzige Datenbank zum Lehramtsstudium. Unter www.monitor-lehrerbildung.de sind insgesamt mehr als 8000 relevante Daten und Fakten zur ersten Phase der Lehrerbildung abrufbar. Zu ausgewählten Themen veröffentlicht der Monitor Lehrerbildung Sonderpublikationen aufgrund von stetig aktualisierten Daten und qualitativen Erhebungen, so wie die im März 2013 erschienene Broschüre „Mobilität in der Lehrerbildung – gewollt und nicht gekonnt?!“. Der Monitor Lehrerbildung ist ein gemeinsames Projekt von der Bertelsmann Stiftung, dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Deutsche Telekom Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die aktuelle Publikation ist unter www.monitor-lehrerbildung.de/schwerpunkt/praxisbezug als Download verfügbar.

16. July 2013

Neue Ebene: Diagramme ermöglichen einen schnelleren Überblick

Der Monitor Lehrerbildung bietet auf seiner Website eine neue Betrachtungsebene: Die neuen Diagramme ermöglichen eine vereinfachte Übersicht über ausgewählte Indikatoren. Daten auf Hochschul- und Landesebene werden somit im bundesweiten Überblick grafisch dargestellt.

Es besteht die Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, wie viele Hochschulen beispielsweise Projekte/Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums von MINT-Fächern initiiert haben (zum Diagramm). Die Diagramme sind den neun Themen zugeordnet und können zum Beispiel für das Thema „Ein- und Umstiegsmöglichkeiten“ unter http://www.monitor-lehrerbildung.de/web/thema/ein--und-umstiegsmoeglichkeiten betrachtet werden. Zudem werden die Diagramme auf allen Landes- und Hochschuldetailseiten verknüpft.

14. June 2013

Immer auf dem Laufenden beim Thema Lehrerbildung

Fakten zur Lehrerbildung sind nicht allein deshalb unüberschaubar, weil 16 Bundesländer den Bereich unterschiedlich regeln, sondern weil sich auf diesem Feld auch jede Menge Neuigkeiten ergeben. Der kostenlose Newsletter Monitor Lehrerbildung bietet deshalb jetzt monatlich Informationen rund um das Thema der Lehrerbildung an. Wir informieren Sie über politische Aspekte, hochschulspezifische Neuigkeiten, Informationen zu Forschungsprojekten und führen Veranstaltungen auf, die sich mit Lehrerbildung beschäftigen.

Interessiert? Dann nutzen Sie unser Anmeldeformular und bleiben Sie informiert.

Ausgabe 1 vom Juni 2013 unter anderem mit diesen Themen:

- Klares Bekenntnis zur Bedeutung der Lehrerbildung – HRK beschließt Empfehlungen

- Pressestimmen zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung+

- Diskussionen zu den Empfehlungen der Expertenkommission in Baden-Württemberg

- News zu Praxissemestern

Im Newsletter-Archiv finden Sie die vollständige Ausgabe des ersten Newsletters.

24. May 2013

HRK beschließt Empfehlungen: Ein aktueller Faktencheck zeigt den Stand

Auf der 14. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 14./15. Mai wurden Empfehlungen zur Lehrerbildung verabschiedet. Aber wie steht es an den deutschen Hochschulen wirklich um die angesprochenen Punkte? Der Monitor Lehrerbildung liefert Daten und Fakten zum Stand der Umsetzung der HRK-Leitlinien.

Die HRK betont, dass sich die Hochschulen ihrer besonderen Verantwortung, die sie mit ihrem Beitrag zur Lehrerbildung übernehmen, bewusst sind und der Lehrerbildung einen angemessenen Stellenwert zusprechen. Diese Botschaft scheint bereits angekommen: Gut 86 Prozent der Hochschulen, die die Frage in der Befragung im Sommer 2012 beantwortet haben, ordnen die Lehrerbildung explizit als Verantwortungsbereich der Leitungsebene zu. An 48 Prozent der Hochschulen wird die Lehrerbildung im Leitbild/Mission Statement berücksichtigt. Strategischen Ziele für die Lehrerbildung sind innerhalb 79 Prozent der Hochschulen formuliert, die Angaben hierzu machten.

Des Weiteren wird von der HRK die Verankerung der Lehrerbildung in hochschulischen Strukturen angesprochen, das könnte z. B. bedeuten in Lehrerbildungszentren bzw. Schools of Education. Auch hier liefert der Monitor interessante Daten: Nur drei Universitäten hatten zum Wintersemester WS 2011/12 keine derartige Einrichtung. Die genaue Umsetzung ist heterogen: In zwei Fällen sind die Organisationen eigene Fakultäten, teils sind sie Querschnittseinrichtungen zu den Fachbereichen und in über 70 Prozent der Fälle zentrale fachbereichsübergreifende Einrichtungen. Die HRK betont, dass die „Einrichtungen von Lehrerbildungszentren an den Universitäten oder die vereinzelt eingerichteten Professional Schools of Education für sich alleine noch keine qualitätsverbessernden Maßnahmen“ darstellen.

Die inhaltliche Gestaltung der Lehrerbildung kann an den Hochschulen an mehreren Institutionen verankert sein: So ist sie nur an etwa einem Drittel der Hochschulen (38 Prozent) bei den Lehrerbildungszentren bzw. bei den Schools of Education verankert. Deutlich überwiegend (an knapp 80 Prozent der Hochschulen) sind die Fachbereiche an der inhaltlichen Gestaltung der Lehrerbildung beteiligt. 69 Prozent der Hochschulen gaben an, dass das Promotionsrecht für Absolventinnen und Absolventen der Lehramtsstudiengänge bei den Fachwissenschaften liegt. Die Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education besitzen nur in zwei Fällen das Promotionsrecht und das sind zwei Schools of Education.

Die HRK greift in ihren Empfehlungen noch weitere Aspekte auf, zu denen Daten und Fakten zum Status Quo der Lehrerbildung im Monitor Lehrerbildung zu finden sind.

12. April 2013

„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ soll ab 2014 wichtige Herausforderungen in den Blick nehmen – der Monitor Lehrerbildung bietet dafür relevante Daten

Die heute beschlossene Bund-Länder-Vereinbarung für eine „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist eine begrüßenswerte und wichtige Initiative. Sie benennt wichtige Stellschrauben für die Qualität der Lehrerbildung, wie z.B. Studienstrukturen, Praxisbezug, Inklusion oder Mobilität. Der Monitor Lehrerbildung liefert zu diesen Themen Daten und Fakten, die ansonsten in der Form nicht zur Verfügung stehen. Das Kooperationsprojekt von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bietet damit die Möglichkeit, den aktuellen Stand der Lehrerbildung vor der Etablierung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ aufzuzeigen und ist somit ein passendes Instrument, um in Zukunft die Effekte von Maßnahmen abzubilden, die im Rahmen der Bund-Länder-Initiative etabliert werden.

Darüber hinaus benennt der Monitor Lehrerbildung weitere, die Qualität der Lehrerbildung bestimmende Aspekte, wie etwa Eignung oder Diversität von Lehramtsstudierenden, die bisher nicht im Fokus der  „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ stehen.

Der Monitor Lehrerbildung ist seit November 2012 als Informationsangebot im Internet zu finden (www.monitor-lehrerbildung.de). Er zeigt sowohl die landesspezifischen Regelungen zur ersten Phase der Lehrerbildung als auch die Gestaltung der Ausbildung durch die einzelnen Hochschulen. Das Ziel ist aktuelle Diskussionen über die Lehrerbildung mit Fakten zu untermauern und Transparenz über die hohe Komplexität der Lehrerbildung zu schaffen.

05. March 2013

Bundesweite Mobilität in der Lehrerbildung ermöglichen: „Verlässliche und transparente Übergänge schaffen und auf singuläre Sonderwege der Länder verzichten".

Wechselwillige Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudiengängen stoßen immer noch auf gravierende Hürden. Das zeigt eine aktuelle Sonderpublikation des gemeinsamen Projekts „Monitor Lehrerbildung" von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Die Broschüre „Mobilität in der Lehrerbildung – gewollt und nicht gekonnt?!" identifiziert Hindernisse der Mobilität in der Lehrerbildung und zeigt mögliche Lösungswege auf. Die Projektpartner rufen die Kultusminister dazu auf, bei ihrer Konferenz im März verlässliche und transparente Regelungen für Wechselwillige zu beschließen und bei der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen im Bereich der Lehrerbildung flexibel und ergebnisorientiert vorzugehen. Es sei überfällig, auf singuläre Sonderwege der Länder zu verzichten.

„Mit einem deutschen Biologie-Bachelor kann man leicht einen Master in Spanien anschließen und später in Frankreich arbeiten. Warum werden Lehramtsstudierenden dagegen bei einem innerdeutschen Wechsel von einem Land in ein anderes so viele Steine in den Weg gelegt?", sagt Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Lehramtsstudierende haben auch heute noch mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen, wenn sie die Hochschule wechseln oder den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland beginnen möchten: Die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen durch die Länder und Hochschulen ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. So erschweren unter anderem die unterschiedlichen Schulformen und Lehramtstypen sowie verschiedene Studienstrukturen und -abschlüsse, die in den 16 Ländern anzutreffen sind, die Anschlussfähigkeit und einfache Übergänge.

In letzter Zeit erhöht der Bund jedoch den Druck auf die Länder, sich rasch auf verbindliche Lösungen zu einigen: Er will erst dann die Mittel der Qualitätsoffensive für die Lehrerbildung freigeben, wenn durch die Länder bundesweite Mobilität während des Studiums, zum Vorbereitungsdienst sowie im Beruf sichergestellt ist. Die Kultusministerkonferenz plant, noch im März 2013 entsprechende Richtlinien zur Verbesserung der nationalen Mobilität in der Lehrerbildung zu beschließen und in entsprechenden Ländergesetzen und Verordnungen umzusetzen.

Die Bertelsmann Stiftung, das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft begrüßen diesen Ansatz, bedarfsorientierte Einzelfallsteuerung durch verbindliche Regelungen zu ersetzen, und weisen aus diesem Anlass in einer Sonderpublikation aus dem Projekt „Monitor Lehrerbildung“ auf mögliche Lösungswege hin.

In erster Linie entscheidet sich der Erfolg der angestrebten Regelungen daran, ob die Länder bereit sind, auf singuläre Sonderwege in Bezug auf strukturelle Fragen zu verzichten wie etwa Schulformen oder Fächerkombinationen, die es in kaum einem anderen Land gibt. Ebenfalls wesentlich ist eine Verständigung auf verlässliche und transparente Regelungen zum „Einfädeln“ von Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen aus anderen Ländern über einheitliche Einstiegspunkte und -voraussetzungen für einen Wechsel.

„Mindestens ebenso wichtig wie eine Vereinheitlichung der Regeln ist eine liberale Anerkennungspraxis, die auf kleinteilige Überprüfungen verzichtet“, sagt Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes: „Es darf nicht darum gehen, um jeden Preis die Unterschiede in den einzelnen Ausbildungssystemen zu finden, sondern einzig und allein um die Frage: Was kann ein angehender Lehrer und welche Kompetenzen bringt er mit? Hier müssen nicht nur die Länder, sondern auch die Hochschulen und Studienseminare deutlich flexibler werden.“ Bei der länderübergreifenden gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen sollten daher nicht kleinteilig  einzelne Module im Hinblick auf inhaltliche Vergleichbarkeit überprüft werden – es kommt auf die erworbenen Kompetenzen, nicht auf den Input an.

Prof. Dr. Frank Ziegele: „Es ist überfällig und im Interesse aller, dass endlich vernünftige Übergangsregelungen vereinbart werden. Entscheidend wird sein, dass sinnvolle Ansätze von allen Beteiligten gewollt, mitgetragen und auch umgesetzt werden."

Printexemplare können angefordert werden bei Barbara Grüwaz (barbara.gruewaz@che.de).

17. December 2012

Inklusion und Heterogenität – Jede fünfte Hochschule bereitet Lehramtsstudierende explizit auf diese Herausforderungen vor.

Die Ergebnisse von IGLU und TIMSS zeigen die große Herausforderung für die Lehrerbildung: Inklusion und die vielgestaltige Schülerschaft. Etwa ein Fünftel der Hochschulen in Deutschland haben „Inklusion“ und „Heterogenität“ zum verpflichtenden und im Zeugnis ausgewiesenen Schwerpunkt der Lehrerbildung gemacht. D.h. angehende Lehrerinnen und Lehrer werden dort intensiv darauf vorbereitet, auf Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und vielfältigen sozialen Hintergründen einzugehen. Je nach Lehramtstyp zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Dies belegt der Monitor Lehrerbildung, der umfassende Vergleichsdaten über die Lehrerbildung in Deutschland bereitstellt.

Beinahe täglich gibt es Meldungen zu den Schulen in Deutschland: Laut IGLU und TIMSS schneiden Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland im weltweiten Vergleich aktuell gut ab. Trotzdem hinke jedes fünfte Kind bei den Leistungen im Lesen und Mathematik zu stark hinterher. Ein zudem immer wieder in Studien gefundenes Fazit: Bildungschancen sind stark abhängig vom Elternhaus und die Schülerschaft wird vielfältiger. Auf die aufgeworfenen Fragen muss die Lehrerbildung Antworten finden: Inklusion und der Umgang mit Heterogenität müssen bereits Gegenstand des Studiums werden, um Lehrerinnen und Lehrer auf die gestiegenen und veränderten Anforderungen vorzubereiten.

Schnell wird in der öffentlichen Debatte den Hochschulen Untätigkeit vorgeworfen, aber ist dies gerechtfertigt? Um solche Fragen klären zu können, haben die Bertelsmann Stiftung, das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Monitor Lehrerbildung ins Leben gerufen, eine umfassende Sammlung von Daten und Fakten zur Lehrerbildung. Dort zeigt sich: In jeweils etwa einem Fünftel der befragten Hochschulen existieren die Themen „Inklusion“ und „Heterogenität“ als verpflichtende Studienschwerpunkte und werden als solche explizit im Zeugnis als spezielle Qualifikation ausgewiesen. „Diese Hochschulen leisten Pionierarbeit, die Einbeziehung dieser Inhalte ist aber noch deutlich ausbaufähig“, sagt Melanie Rischke, Projektleiterin für den Monitor beim CHE.

Um an einer bestimmten Schulform arbeiten zu können, müssen sich die Studierenden für einen der so genannten „Lehramtstypen“ entscheiden – je nachdem, ob sie Grundschülerinnen und Grundschüler oder Abiturientinnen und Abiturienten unterrichten werden. Für jede Schulform und die dortigen spezifischen Herausforderungen benötigen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer das passende Rüstzeug. Die Daten im Monitor Lehrerbildung zeigen: Im Vergleich der Lehramtstypen treten deutliche Unterschiede zu Tage. Bei den sonderpädagogischen Lehrämtern ist das Gewicht der Inklusion erwartungsgemäß hoch, bei den Lehrämtern der Grundschule bzw. Primarstufe ist nur an 14 Prozent der Hochschulen, die für diesen Typen ausbilden und die auf die Frage antworteten, Inklusion ein verpflichtender Schwerpunkt, der auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen wird. Bei den Lehrämtern für die Sekundarstufe II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium sind es 7 Prozent der Hochschulen. Nicht in allen Ausbildungsgängen ist demnach die Inklusion als Thema gleichermaßen angekommen.

08. November 2012

Orientierung: Wie funktioniert der Monitor Lehrerbildung?

Wie ist das Lehramtsstudium in Deutschland organisiert? Welche landesweiten Regelungen gibt es? Inwiefern unterscheiden sich die Lehramtsstudiengänge an den einzelnen Hochschulen? Oder aber auch: Sind die Studiengänge, die für die einzelnen Schulformen ausbilden, an einer Hochschule gleich konzipiert oder gibt es auch hier Differenzen?

Der Monitor Lehrerbildung bietet strukturiert und übersichtlich vergleichende Daten zu diesen und weiteren Fragen. Damit die Heterogenität der Lehrerbildung handhabbar gemacht wird, strukturiert diese Website die vorliegenden Daten in mehreren Zugängen. So sollen möglichst viele Interessen bedient und Einstiege in dieses komplexe Thema geboten werden.

Die einzelnen Zugänge zu den Daten:

Themen

Um die erste Phase der Lehrerbildung, das Lehramtsstudium, beschreiben zu können, wurden neun Themen identifiziert. Für jede der neun thematischen Fragen werden Merkmale über alle Länder und Hochschulen eines Landes hinweg dargestellt.

Länder

Bei diesem Einstieg steht die Lehrerbildung innerhalb eines Landes im Fokus. Hier kann ein Land ausgewählt werden und für dieses werden bis zu 36 Merkmale zu allen neun Themen aufgeführt.

Hochschulen

Für jede der 63 Hochschulen, die an der Befragung teilgenommen haben, findet sich eine Zusammenstellung von bis zu 49 Merk malen zu den neun Themen.

Lehramtstypen

In den Ländern gibt es unterschiedliche Schulformen. Um in einer bestimmten Schulform unterrichten zu können, muss ein Studium absolviert werden, dass dem entsprechenden Lehramtstypen zugeordnet wird. Für einen schnellen Überblick über die grundlegenden Unterschiede zwischen den Lehramtstypen finden sich hier die spezifischen Merkmale.

08. November 2012

Ergebnisse: Was bietet der Monitor Lehrerbildung?

Der Monitor Lehrerbildung erlaubt unterschiedliche Herangehensweisen - so kann die Lehrerbildung innerhalb eines Landes oder einer Hochschule betrachtet werden - oder aber es können Übersichten entlang der neun Themen gewonnen werden.

Für einen ersten Überblick, welche Erkenntnisse der Monitor Lehrerbildung bieten kann, hier beispielhaft die Ergebnisse zu einem Thema.

Landesebene:

Generell versuchen in Deutschland 14 Länder, Studienberechtigte durch gezieltes landesweites Marketing für ein Lehramtsstudium zu rekrutieren. Vier Länder betreiben landesweit allgemein Werbung für ein Lehramtsstudium, neun Länder haben zusätzlich zu einer allgemeinen Werbung für das Lehramtsstudium auch Maßnahmen für das Studium der MINT-Fächer initiiert. Ein Land wirbt nur die Aufnahme von MINT-Fächern, nicht allgemein für das Lehramtsstudium. Zwei Länder verzichten auf entsprechende Maßnahmen.

Hochschulebene:

Rekrutierungsmaßnahmen finden nicht nur auf der Ebene der Länder, sondern auch auf Hochschulebene statt: 55% der 63 Hochschulen, die an der Befragung teilnahmen, haben Rekrutierungsmaßnahmen, um Studierwillige für das Lehramtsstudium zu interessieren. Ein Drittel der Hochschulen bieten spezielle Maßnahmen zur Rekrutierung bislang unterrepräsentierter „Zielgruppen“, wie beispielsweise Studienanfänger mit Migrationshintergrund. Von den Hochschulen, die MINT-Fächer anbieten und die auf die Frage antworteten, gaben73 Prozent an, besondere Projekte/Kampagnen zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums in MINT-Fächern initiiert zu haben.

Bei den Staatsexamens-Studiengängen ist laut Aussage der Hochschulen die Zahl der verpflichteten Eignungstests höher als bei den Bachelorstudiengängen (für alle Fächer/Lehramtstypen 18,5 vs. 4,8 % und bei einigen Fächern/Lehramtstypen 37 vs. 31%). Beratungsgespräche vor Studienbeginn sind nur an drei Hochschulen verpflichtend.

Über 72% der Hochschulen, die auf diese Frage geantwortet haben, bieten Beratungsangebote für Lehramtsstudierende zu Karrieremöglichkeiten außerhalb der allgemeinen Schulen.