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Monitor Lehrerbildung

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Baden-Württemberg Wählen Sie ein anderes Land

In Baden-Württemberg ist entsprechend der landesweiten Vorgaben das Studium der Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen), 3 (Lehramt Sekundarstufe I), 4 (Lehramt Gymnasien), 5 (Lehramt an Beruflichen Schulen) und 6 (Lehramt Sonderpädagogik) möglich. Eine Besonderheit in Baden-Württemberg sind die Pädagogischen Hochschulen, an denen künftige Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Hauptschulen, Real- und Sonderschulen ausgebildet werden.
Seit dem Wintersemester 2015/16 werden alle Lehramtstypen in einer gestuften Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt im Bachelor für alle Lehramtstypen sechs Semester (180 Leistungspunkte) und im Master für alle Lehramtstypen vier Semester (120 Leistungspunkte).
In allen Studiengängen sind während des Studiums Praxisphasen (inklusive Praxissemester) zu absolvieren.
Auf Landesebene existiert kein zentrales Gremium, das die universitäre Lehrerbildung mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet. Lehrerbildungszentren bestehen aufgrund eines Ministerratsbeschlusses von 2003 an den Landesuniversitäten – die Pädagogischen Hochschulen benötigen sie aufgrund ihrer Spezialisierung nicht.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Nein

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der erste Phase

Beschreibung der Maßnahmen

  • Bedarfsorientierte ZZVO-Regelungen im Bereich des Studiums an den Pädagogischen Hochschulen

Welche Initiativen hat das Land seit 2012 ergriffen, um das Image des Lehramtsstudiums zu steigern?

  • Informationen zum Berufsbild "Lehrerin und Lehrer" zu den einzelnen Lehramtstypen

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Anzahl der eingestellten Bewerber(innen) in den öffentlichen Schuldienst im Jahr 2014

Eingestellte Bewerber davon Seiteneinsteiger
4614 119
 

Anzahl von Lehrkräften 2014/15 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
91398 27116
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
894 295
 

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt Grundschule Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt Sekundarstufe I Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt Gymnasium Gymnasien, Berufliche Schulen und Gemeinschaftsschulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an Beruflichen Schulen Berufliche Schulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt Sonderpädagogik Sonderschulen
 
Anmerkung:
Staatliche Prüfungsordnungen unter www.llpa-bw.de
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Nein

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Ja, eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

 
Anmerkung:
gestufte Studienstruktur seit WS 2015/16

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 2+2=4 (siehe Anmerkung) Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 4 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 6 Semester 4 Semester
 
Anmerkung:
Lehramtstyp 1: 2 Hochschulsemester und 2 Semester über Anrechnung aus dem Vorbereitungsdienst

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 180 LP 120 LP 300 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Anzahl weiterer Fächer, die studiert werden können Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 3 0 Erweiterungsfach mit 60 LP RahmenVO-KM vom 27.05.2015
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 0 Erweiterungsfach mit 90 LP RahmenVO-KM vom 27.05.2015
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 0 Erweiterungsfach mit 90 bzw. 120 LP RahmenVO-KM vom 27.05.2015
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 0 - Wissenschaftliche Prüfungsordnung Gesundheit und Gesellschaft (Care) sowie Sozialpädagogik/ Pädagogik 2009 (WPrOSozPäd-Care)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 3 0 zusätzlich verpflichtend sind sonderpädagogische Grundlagen und Handlungsfelder (48 LP) RahmenVO-KM vom 27.05.2015

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Vorgabe für Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 k.A. k.A. k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 k.A. k.A. k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 3 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 4 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 5 k.A. k.A. 63
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 6 k.A. k.A. 30
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. k.A. 21
Optionalbereich / Sonstiges k.A. k.A. k.A.
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 65
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 65
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 21
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 21
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 7 k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 8 k.A. k.A. 63
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 9 k.A. k.A. 30
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. k.A. 21
Optionalbereich / Sonstiges k.A. k.A. k.A.
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 90
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 90
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 15
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. mindestens 15
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 10 k.A. k.A. mindestens 45
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 11 k.A. k.A. 16
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. k.A. 21
Optionalbereich / Sonstiges k.A. k.A. k.A.
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 125
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 63
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 12 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 13 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 14 k.A. k.A. 60
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 15 15-20 k.A. 20
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. k.A. 30
Optionalbereich / Sonstiges k.A. k.A. k.A.
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 16 k.A. k.A. mindestens 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 17 k.A. k.A. mindestens 20
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 18 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 19 k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften k.A. k.A. 45
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 20 k.A. k.A. 34
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. k.A. 21
Optionalbereich / Sonstiges 21 k.A. k.A. 114
 
Anmerkung:
1 Fachwissenschaft und Fachdidaktik sind nicht getrennt (21 bzw. 50 LP)
2 Fachwissenschaft und Fachdidaktik sind nicht getrennt (21 bzw. 50 LP)
3 Fachwissenschaft und Fachdidaktik sind nicht getrennt (21 bzw. 50 LP)
4 Fachwissenschaft und Fachdidaktik sind nicht getrennt (21 bzw. 50 LP)
5 inklusive Modul "Grundfragen der Inklusion" (mindestens 6 LP)
6 Orientierungs- und Einführungspraktikum (3 Wochen), Integriertes Semesterpraktikum (12 Wochen), gegebenenfalls Professionalisierungspraktikum
7 in Fachwissenschaften integriert
8 inklusive Modul "Grundfragen der Inklusion" (mindestens 6 LP)
9 Orientierungs- und Einführungspraktikum (3 Wochen), Integriertes Semesterpraktikum (12 Wochen), gegebenenfalls Professionalisierungspraktikum
10 inklusive Modul "Grundfragen der Inklusion" (mindestens 6 LP)
11 Orientierungspraktikum (3 Wochen), Schulpraxissemester (12 Wochen)
12 in Bildungswissenschaften integriert
13 in Bildungswissenschaften integriert
14 einschließlich Fachdidaktik der Fächer, insgesamt 60 LP Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik
15 15-20 LP im Bachelor/42 Wochen Betriebspraxis Schulpraxissemester (10 Wochen) 20 LP
16 Fachwissenschaften und Fachdidaktik sind zusammengefasst
17 Grundbildung Deutsch oder Mathematik: Fachwissenschaften und Fachdidaktik sind zusammengefasst
18 in Fachwissenschaften integriert
19 in Fachwissenschaften integriert
20 Orientierungs- und Einführungspraktikum (3 Wochen), Integriertes Semesterpraktikum (12 Wochen), Blockpraktikum 2. Fachrichtung (4 Wochen); Professionalisierungspraktikum (3 Wochen)
21 verpflichtend: sonderpädagogische Fachrichtungen 66 LP (erste Fachrichtung: mindestens 38 LP, zweite Fachrichtung: mindestens 20 LP); sonderpädagogische Grundlagen 18 LP, drei sonderpädagogische Handlungsfelder 30 LP

Ist die Vermittlung bestimmter Themenschwerpunkte verpflichtend vorgesehen?

Lehramtstyp Themenfelder
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, und zwar:
Inklusion
Deutsch als Zweitsprache
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, und zwar:
Inklusion
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, und zwar:
Inklusion
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, und zwar:
Inklusion
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, und zwar:
Inklusion
 
Anmerkung:
Im Rahmen der Reform der Lehrerbildung in Baden-Württemberg zum Wintersemester 2015/16 (Umstellung der Lehramtsstudiengänge auf die Bachelor-/Masterstruktur) sind Themenschwerpunkte als Querschnittsaufgaben verankert, u.a.: Umgang mit Heterogenität, Individuelle Förderung, Medienpädagogik, Fähigkeit zur Teamarbeit, Gendersensibilität, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Indikatoren-Info:
Es standen sieben Themenfelder zur Auswahl. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von 21 (Grundbildung) bzw. 50 (Fach 1 oder 2) LP Ja und zwar im Umfang von 21 (Grundbildung) bzw. 50 (Fach 1 oder 2) LP Nein Ja und zwar im Umfang von 21 bzw. 50 (im Studium "Europalehramt") LP
 
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen inkl. Praxissemester/anders benannter Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Welche Unterstützungsstrukturen stellt das Land bereit, damit Lehrende Studierende in den Praxisphasen umfassend betreuen können, z.B. durch Besuche am Arbeitsplatz?

  • Das Orientierungspraktikum wird in allen allgemeinbildenden Lehrämtern durch die Hochschulen begleitet, ebenso das Integrierte Semesterpraktikum (Lehramtstyp 1, 3, 6). Das Praxissemester (Lehramtstyp 4) wird durch die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung begleitet. Die Anmeldung für die Praktika erfolgt über eine zentrale Online-Plattform. Die Schulpraxis (Lehramtstyp 5) wird durch die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung begleitet.

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler der Hochschule

  • Fachseminarleiter des Studienseminars

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Anmerkung:
Außerschulische Praktika sind aber für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst erforderlich: Für alle Anwärter/Referendare ist ein Betriebs- oder Sozialpraktikum (mindestens 3 Wochen) erforderlich bzw. für Lehramtsstudierende mit dem Fach Sport ein Vereinspraktikum und für Lehramtsstudierende der Fächer Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Geographie und Informatik ein Betriebspraktikum (mindestens 3 Wochen). Lehramtstyp 5: Alle Bewerber müssen vor dem Eintritt in den Vorbereitungsdienst ein 52-wöchiges Betriebspraktikum abgeleistet haben (Schulpraxis wird i.d.R. angerechnet). Je nach Schultyp sind bestimmte Module vorgesehen.

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Ja, dieses dient ausschließlich der Reflexion seitens der Studierenden und wird nicht von der Hochschule eingesehen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Detaillierte Informationen zum Praxissemester

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Dauer (an der Praktikumsschule) 12 Wochen -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 30 LP -
Studiensemester nicht vor dem 3. Semester -
Verantwortung Die Hochschule -
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Dauer (an der Praktikumsschule) - 12 Wochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - zu Beginn des Masterstudiums
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Dauer (an der Praktikumsschule) - 12 Wochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 16 LP
Studiensemester - Wintersemester des Masterstudiums
Verantwortung - Das Studienseminar
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Dauer (an der Praktikumsschule) 10 Wochen -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 10-15 LP -
Studiensemester 1.-4. Semester -
Verantwortung Sowohl die Hochschule als auch das Studienseminar Sowohl die Hochschule als auch das Studienseminar
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Dauer (an der Praktikumsschule) 12 Wochen -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 34 LP -
Studiensemester nicht vor dem 3. Semester -
Verantwortung Die Hochschule -
 
Anmerkung:
Lehramtstyp 1 (Bachelor): Dauer 12 Wochen, LP: 30 (ges. für 3 Wochen OSP und 12 Wochen ISP); Lehramtstyp 3 (Master): Dauer 12 Wochen, LP: 30 (ges. für 3 Wochen OSP und 12 Wochen ISP); Lehramtstyp 4 (Master): Dauer 12 Wochen, LP: 16; Lehramtstyp 6 (Bachelor): Dauer 12 Wochen, LP: 34 (ges. für 3 Wochen OSP, 12 Wochen ISP, 4 Wochen Blockpraktikum)

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate für die Lehramtstypen 1, 3, 4, 5, 6 www.kmk.org/fileadmin/Da...
 

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

  • Lehramtstyp 4: Es werden 8 Wochen Praktikum an einer vom Kultusministerium anerkannten Auslandsschule anerkannt, weitere 4 Wochen Praktikum sind zudem an einem baden-württembergischen Gymnasium abzuleisten. Lehramtstyp 5: 8 Wochen Schulpraxis an einer beruflichen Schule im Ausland können angerechnet werden.

 
Indikatoren-Info:
(z. B. Studienleistungen, Praktika)

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Sonstiges, und zwar: zwischen beiden Institutionen abgestimmte Fachpapiere für die beiden Phasen

 
Anmerkung:
Zudem gibt es unterschiedliche Verfahren je nach Intensität der Kooperation zwischen Hochschule, Pädagogischer Hochschule und den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung.

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

Stelle, an der Beratungsangebote zum Vorbereitungsdienst für Lehramtsabsolventen existieren Art der Angebote
An den Hochschulen k.A.
Beim Landesministerium k.A.
Bei den Bezirksregierungen k.A.
An sonstiger Stelle k.A.
 
Anmerkung:
Vorbereitungsdienst: www.vorbereitungsdienst-... ; Kultusportal: www.kultusportal-bw.de

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Nein

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Nein, kein vorgesehener Bestandteil der Zielvereinbarungen

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge, Staatsexamensstudiengänge)

 
Anmerkung:
Ja, für Lehramtstyp 5; im allgemeinbildenden Bereich haben die BA-/MA-Lehramtsstudiengänge erst zum Wintersemester 2015/16 eingesetzt - es erfolgt eine nachlaufende Akkreditierung.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Ja, und zwar: Förderprogramm "Lehrerbildung in Baden-Württemberg" (20 Mio Euro für 5 Jahre seit 2015)

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • siehe Anmerkungen

 
Anmerkung:
Lehrerbildungszentren bestehen aufgrund eines Ministerratsbeschlusses von 2003 an den neun Landesuniversitäten. Zudem werden im Zuge der Reform der Lehrerbildung in Baden-Württemberg und der Qualitätsoffensive Lehrerbildung fünf Professional Schools of Education eingerichtet (auch hochschulübergreifend). Eine Ausnahme bilden die Pädagogischen Hochschulen, die sich institutionalisiert überwiegend mit Lehrerbildung beschäftigen und somit eine klar verantwortliche Institution für die Lehrerbildung darstellen.

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Bildungswissenschaften?

  • Nein

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken?

  • Nein

 
Anmerkung:
Im Bereich Bildungswissenschaften und Fachdidaktik gibt es an den Pädagogischen Hochschulen Forschungs- und Nachwuchskollegs sowie Promotionskollegs, die vom Wissenschaftsministerium gefördert werden.
Indikatoren-Info:
Es konnten bis zu drei laufende Initiativen angegeben werden, die das Land durchführt.