Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weiteres dazu finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Monitor Lehrerbildung

© 2015 | Bertelsmann Stiftung, CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
 

Länder zum Vergleich wählen

Bitte wählen Sie die Länder aus, deren Ergebnisse Sie vergleichen möchten

 

Erhebungsjahr zum Vergleich auswählen

Bitte wählen Sie die Erhebungsjahre aus, mit denen Sie die Ergebnisse vergleichen möchten

Der Freistaat Bayern ermöglicht durch landesweite Vorgaben das Studium aller Lehramtstypen, mit Ausnahme des Lehramtstyp 2. Abgeschlossen wird das Lehramtsstudium mit der ersten Staatsprüfung; eine Ausnahme bildet der Studiengang Lehramt an beruflichen Schulen (Lehramtstyp 5), bei dem auch eine gestufte Studienstruktur möglich ist. Eine Besonderheit stellen die zwei Ausführungen des Lehramtstyp 3 dar, der für das Lehramt an Mittelschulen oder das Lehramt an Realschulen studiert werden kann.
Die Regelstudienzeit beträgt für die Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen) und 3 (Lehramt an Mittelschulen; Lehramt an Realschulen) sieben Semester (210 Leistungspunkte), für die Lehramtstypen 4 (Lehramt an Gymnasien), 5 (Lehramt an beruflichen Schulen) und 6 (Lehramt für Sonderpädagogik) neun Semester (270 Leistungspunkte). Für Bachelor-/Master-Studiengänge, die den Zugang zum Lehramt an beruflichen Schulen (Lehramtstyp 5) ermöglichen, beträgt die Regelstudiendauer insgesamt zehn Semester (300 Leistungspunkte).
Praxisphasen sind während des Studiums zu erbringen, ein Praxissemester ist landesweit aber nicht vorgegeben.
Zentren für Lehrerbildung sind laut Landesvorgabe an den lehrerbildenden Hochschulen in Bayern verpflichtend vorgesehen.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Nein

 
Anmerkung:
Auf die entsprechende Lehrerbedarfsprognose des Staatsministeriums wird hingewiesen.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Nein

Welche Initiativen hat das Land seit 2012 ergriffen, um das Image des Lehramtsstudiums zu steigern?

  • keine

Anzahl der eingestellten Bewerber(innen) in den öffentlichen Schuldienst im Jahr 2014

Eingestellte Bewerber davon Seiteneinsteiger
3661 0
 

Anzahl von Lehrkräften 2014/15 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
96572 29387
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
982 302
 

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Lehramt an Mittelschulen Mittelschulen
Typ 3: Lehramt an Realschulen Lehramt an Realschulen Realschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an beruflichen Schulen berufliche Schulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt für Sonderpädagogik Förderschulen, mobile sonderpädagogische Dienste
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Ja, es gibt Überlegungen, sie neu zu strukturieren, aber sie eigenständig beizubehalten

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Nein, es gibt sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Art. 4 und 6 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG) i.d.F. der Bekanntmachung vom 12.12.1995, Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl) 1996 S. 16, ber. S. 40; zuletzt geändert durch § 1 Abs. 280 der Verordnung vom 22. Juli 2014 (GVBl. S. 286) (einsehbar unter www.gesetze-bayern.de)

 
Anmerkung:
Der Erwerb der Befähigung für das Lehramt an beruflichen Schulen ist in bestimmten beruflichen Fachrichtungen nur über eine gestufte Studienstruktur mit Masterabschlüssen möglich.

Studienstruktur der einzelnen Lehramtstypen

Studienstruktur
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehramt an Realschulen Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - - 7 Semester
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen - - 7 Semester
Typ 3: Lehramt an Realschulen - - 7 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - - 9 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester 9 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - - 9 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - LP - LP 210 LP
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen - LP - LP 210 LP
Typ 3: Lehramt an Realschulen - LP - LP 210 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - LP - LP 270 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP 270 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - LP - LP 270 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 4 Didaktik der Grundschule (Didaktiken von drei Fächern) und ein Unterrichtsfach (wie bei Lehramt an Realschulen) Art. 8 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 35 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen 4 Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule (Didaktiken von drei Fächern) und ein Unterrichtsfach (wie bei Lehramt an Realschulen) Art. 9 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 37 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 3: Lehramt an Realschulen 2 - Art. 10 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 39 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 - Art. 11 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 59 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 - Art. 12 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 85 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 4 Didaktik der Grundschule (Didaktiken von drei Fächern) bzw. Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule (Didaktiken von drei Fächern) sowie eine vertiefte sonderpädagogische Fachrichtung Art. 13 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 90 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Ordnung der Ersten Prüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen (Lehramtsprüfungsordnung I - LPO I) vom 13.03.2008, Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl) S. 180, zuletzt geändert durch Verordnung vom 09.09.2013

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 54
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 1 - 70
Bildungswissenschaften 2 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 3 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 54
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 4 - 70
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften 5 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 6 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 3: Lehramt an Realschulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften 7 - 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 8 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 92
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 92
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 10
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften - 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 9 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 10 114 114
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 11 60 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 12 10 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 13 12 12
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 14 43 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 15 6 6
Abschlussarbeit / -prüfung 10 10
Optionalbereich / Sonstiges 15 15
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 16 - 120
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 17 - 70
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften 18 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 19 - 12
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
 
Anmerkung:
1 Didaktik der Grundschule
2 Pädagogik, Psychologie, Gesellschaftswissenschaften (8 LP)
3 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
4 Didaktiken der Fächergruppe der Mittelschule
5 35 LP in Pädagogik und Psychologie und 8 LP in den Gesellschaftswissenschaften
6 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
7 35 LP in Pädagogik und Psychologie
8 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
9 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
10 berufliche Fachrichtung
11 Unterrichtsfach
12 Didaktik der beruflichen Fachrichtung
13 Didaktik des Unterrichtsfachs
14 Pädagogik, Psychologie, Gesellschaftswissenschaften/Festlegungen durch die Universitäten; die Anteile müssen den staatlichen Vorgaben entsprechen
15 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
16 sonderpädagogische Fachrichtung
17 Didaktik der Grundschule oder Didaktiken einer Fächergruppe der Hauptschule
18 Pädagogik, Psychologie, Gesellschaftswissenschaften (8 LP)
19 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.

Ist die Vermittlung bestimmter Themenschwerpunkte verpflichtend vorgesehen?

Lehramtstyp Themenfelder
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32, 33 und 36 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 16 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Grundschulen und Mittelschulen (ZALGM)
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32, 33 und 38 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 16 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Grundschulen und Mittelschulen (ZALGM)
Typ 3: Lehramt an Realschulen Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32 und 33 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 15 und 16 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Realschulen (ZALR)
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32 und 33 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 17 und 18 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Gymnasien (ZALG)
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32 und 33 Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 11 und 15 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an beruflichen Schulen (ZALB)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Sonstiges, und zwar vgl. § 32, 33, 36 und 38 Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) sowie zugehörige Kerncurricula und § 15 Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt für Sonderpädagogik (ZALS)
 
Indikatoren-Info:
Es standen sieben Themenfelder zur Auswahl. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von mindestens 9 LP Ja und zwar im Umfang von mindestens 9 LP Ja, als integrativer Bestandteil des Studiums, der nicht in gesonderten LPs ausgewiesen wird Nein
 
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Welche Unterstützungsstrukturen stellt das Land bereit, damit Lehrende Studierende in den Praxisphasen umfassend betreuen können, z.B. durch Besuche am Arbeitsplatz?

  • Hinweise finden sich in der Bekanntmachung des Staatsministeriums über die Organisation der Praktika für die Lehrämter an öffentlichen Schulen

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler der Hochschule

  • und sonstige: Ausgewählte Praktikumslehrkräfte

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

 
Anmerkung:
Betriebspraktikum gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I). Das Orientierungspraktikum gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) kann teilweise auch in außerschulischen Einrichtungen abgeleistet werden.

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
24 Monate für die Lehramtstypen 1, 3, 4, 5, 6 www.kmk.org/fileadmin/Da...
 

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

  • Maßgeblich sind Art. 63 Abs. 1 Bayerisches Hochschulgesetz (BayHSchG) (Umsetzung der Lissabon-Konvention) und § 34 Abs. 2 Lehramtsprüfungs- ordnung I (LPO I). Die Zuständigkeit liegt bei den jeweiligen Universitäten und Praktikumsämtern.

 
Indikatoren-Info:
(z. B. Studienleistungen, Praktika)

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Gemeinsame Informationsaktivitäten für Studierende (z.B. Veranstaltungen, Materialien)

  • Sonstiges, und zwar: Kooperationsprojekte von Universitäten mit Schulen; Tagungen von Universitätsvertretern mit Seminarausbildern

 
Anmerkung:
Formalisierter, regelmäßiger Austausch geplant.

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

Stelle, an der Beratungsangebote zum Vorbereitungsdienst für Lehramtsabsolventen existieren Art der Angebote
An den Hochschulen Informationen der Zentren für Lehrerbildung, ggf. Studienberatungen
Beim Landesministerium Internetveröffentlichung der Rechtsvorschriften; Informationen auf der Homepage; Direktkontakt
Bei den Bezirksregierungen Direktkontakt
An sonstiger Stelle Informationen der Lehrerverbände, Einrichtungen der Seminarausbildung; Informationen der Arbeitsagenturen

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
Die entsprechende Regelung in Art. 7 Abs. 1 Satz 2 Bayerisches Hochschulpersonalgesetz (BayHSchPG) ist eine "Soll"-Bestimmung.

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Nein

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Nein, kein vorgesehener Bestandteil der Zielvereinbarungen

 
Anmerkung:
Die Zielvereinbarungen enthalten in der Regel auch Aussagen zur Lehrerbildung.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Nein

 
Anmerkung:
Der Freistaat Bayern ist hier nicht selbst aktiv. Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist rechtlich geregelt. Ansonsten wird die Auswertung der Ergebnisse der Ersten Lehramtsprüfung an den Universitäten als Qualitätssicherungsmaßnahme gesehen.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Ja, und zwar: Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Verstärkung des Praxisbezugs in der Lehrerbildung sowie Weiterentwicklung der Lehrerausbildung gemäß der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I); Förderprogramm zur Weiterqualifizierung von Lehramtsabsolventinnen und -absolventen der Lehrämter an Gymnasien und Realschulen

 
Anmerkung:
Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 26.10.2006 Nr. III.10-5 S 4006-PRA76 864, Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (KWMBl) I S. 335f.

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Art. 19 Abs. 5 Satz 2 Bayerisches Hochschulgesetz (BayHSchG) vom 23.05.2006, Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl) S. 245

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Bildungswissenschaften?

  • Ja

  • Programm "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" nach Gem. Kultusministerieller Bekanntmachung (KMBek) vom 26.10.2006

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken?

  • Ja

  • Programm "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" nach Gem. Kultusministerieller Bekanntmachung (KMBek) vom 26.10.2006

 
Indikatoren-Info:
Es konnten bis zu drei laufende Initiativen angegeben werden, die das Land durchführt.