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Monitor Lehrerbildung

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Im Land Niedersachsen ist entsprechend der landesweiten Vorgaben das Studium der Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen), 3 (Lehramt an Haupt- und Realschulen), 4 (Lehramt an Gymnasien), 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen) und 6 (Lehramt für Sonderpädagogik) möglich. Die Lehramtsstudiengänge werden in einer gestuften Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt für alle Lehramtsstudiengänge im Bachelorstudium sechs Semester mit 180 zu erbringenden Leistungspunkten, im Masterstudium vier Semester mit 120 Leistungspunkten.
Praxisphasen, inklusive eines Praxissemesters sind vorgeschrieben, ebenso sieht das Land Niedersachsen außerschulische Praktika für alle Lehramtstypen verpflichtend vor.
Der niedersächsische Verbund zur Lehrerbildung begleitet als zentrales Gremium die universitäre Lehrerausbildung in Niedersachsen. Das Thema Lehrerbildung war in den letzten Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein verpflichtendes Themenfeld. Zentren für Lehrerbildung sind nicht landesweit gesetzlich vorgeschrieben, sondern werden autonom von den Hochschulen initiiert.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

Worauf lag der Schwerpunkt bei den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Sonstige: Für Fächer des besonderen Ersatzbedarfs; für das Lehramt an berufsbildenden Schulen

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturienten

  • Studienanfänger mit Migrationshintergrund

  • Sonstige: Bachelorabsolventen technischer Fächer an Fachhochschulen

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der erste Phase

Beschreibung der Maßnahmen

  • Insbesondere dem wachsenden Bedarf an sonderpädagogisch qualifizierten Lehrkräften wurde durch den Ausbau der Kapazitäten Rechnung getragen.

Anzahl der eingestellten Bewerber(innen) in den öffentlichen Schuldienst im Jahr 2014

Eingestellte Bewerber davon Seiteneinsteiger
4167 157
 

Anzahl von Lehrkräften 2014/15 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
66930 20116
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
494 199
 

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt an Haupt- und Realschulen Haupt-, Real-, Oberschulen, Gesamtschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien, Gesamtschulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an berufsbildenden Schulen Berufsbildende Schulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt für Sonderpädagogik Förderschulen
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Nein

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Ja, eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 4 Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 4 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 6 Semester 4 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 180 LP 120 LP 300 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 2 Studieninhalte in Deutsch und Mathematik in Bezug auf Erstunterricht sind Bestandteil der Bildungswissenschaften Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 - Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 - Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 - Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 3 - Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.
 
Anmerkung:
Beim Lehramt an berufsbildenden Schulen werden ein Unterrichtsfach und eine berufliche Fachrichtung studiert. Beim Lehramt für Sonderpädagogik werden ein Unterrichtsfach und Sonderpädagogik in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen studiert.

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Mit der "Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. Master-VO-Lehr) wurden die fachlichen Voraussetzungen zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst von Absolventinnen und Absolventen lehramtsbezogener Masterstudiengänge (Master of Education) niedersächsischer Hochschulen formuliert.

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 3 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 4 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 5 75
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30
Abschlussarbeit / -prüfung 35
Optionalbereich / Sonstiges 40
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 6 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 7 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 8 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 9 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 10 75
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30
Abschlussarbeit / -prüfung 35
Optionalbereich / Sonstiges 40
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 11 95
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 12 95
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 13 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 14 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 15 mindestens 45
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 16 k.A.
Abschlussarbeit / -prüfung 35
Optionalbereich / Sonstiges 17 30
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 18 70
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 19 120
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 20 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 21 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 22 mindestens 45
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 23 k.A.
Abschlussarbeit / -prüfung 35
Optionalbereich / Sonstiges 24 30
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 25 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 26 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 27 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 28 k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 29 mindestens 90
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 k.A.
Abschlussarbeit / -prüfung 35
Optionalbereich / Sonstiges 31 35
 
Anmerkung:
1 inklusive Fachdidaktik
2 inklusive Fachdidaktik
3 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften und der Praxisphase integriert.
4 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften und der Praxisphase integriert.
5 inklusive Schul- und Betriebspraktikum
6 inklusive Fachdidaktik
7 inklusive Fachdidaktik
8 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften und der Praxisphase integriert.
9 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften und der Praxisphase integriert.
10 inklusive Schul- und Betriebspraktikum
11 (davon mindestens 1/5 Fachdidaktik und Fachpraktika)
12 (davon mindestens 1/5 Fachdidaktik und Fachpraktika)
13 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften integriert.
14 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften integriert.
15 inklusive Schul- und Betriebspraktikum
16 Die LP für Praktika werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken integriert.
17 Diese LP können von den Hochschulen im Rahmen ihrer jeweiligen Curricula auf die anderen Bereiche verteilt werden.
18 (davon jeweils mindestens 1/5 Fachdidaktik und Fachpraktika)
19 Diese Angaben beziehen sich auf die berufliche Fachrichtung (davon jeweils mindestens 1/5 Fachdidaktik und Fachpraktika).
20 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaften integriert.
21 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der beruflichen Fachrichtung integriert.
22 inklusive Schulpraktikum
23 Die LP für Praktika werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken integriert.
24 Diese LP können von den Hochschulen im Rahmen ihrer jeweiligen Curricula auf die anderen Bereiche verteilt werden.
25 (davon jeweils mindestens 1/4 Fachdidaktik und Fachpraktika)
26 Die Angaben beziehen sich auf die zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen (davon jeweils mindestens 1/4 Fachdidaktik und Fachpraktika).
27 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Fachwissenschaft integriert.
28 Die LP für die Fachdidaktik werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der sonderpädagogischen Fachrichtungen integriert.
29 inklusive Sozialpraktikum und förderdiagnostisches Praktikum
30 Die LP für Praktika werden nicht extra ausgewiesen. Sie sind in den LP der Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken integriert.
31 Diese LP können von den Hochschulen im Rahmen ihrer jeweiligen Curricula auf die anderen Bereiche verteilt werden.

Ist die Vermittlung bestimmter Themenschwerpunkte verpflichtend vorgesehen?

Lehramtstyp Themenfelder
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Berufs- und Studienorientierung der Schülerinnen und Schüler
Deutsch als Zweitsprache
Medienpädagogik
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Teamteaching
 
Anmerkung:
Alle diese Kompetenzfelder sind in den Kompetenzanforderungen der Masterverordung und/oder den KMK-Standards enthalten und daher auch Bestandteil der Lehrerbildung in Niedersachsen.
Indikatoren-Info:
Es standen sieben Themenfelder zur Auswahl. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von 60 LP Ja und zwar im Umfang von 60 LP Nein Ja und zwar im Umfang von 60 LP
 
Anmerkung:
Für das Lehramt an Grundschulen muss mindestens eines der Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch oder Mathematik sein. Studieninhalte in Deutsch und Mathematik in Bezug auf Erstunterricht sind Bestandteil der Bildungswissenschaften, wenn Deutsch bzw. Mathematik nicht Unterrichtsfach sind.
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen inkl. Praxissemester/anders benannter Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Welche Unterstützungsstrukturen stellt das Land bereit, damit Lehrende Studierende in den Praxisphasen umfassend betreuen können, z.B. durch Besuche am Arbeitsplatz?

  • Der besondere Aufwand im Rahmen des Praxissemesters ist curricular berücksichtigt und entsprechend finanziert. Darüber hinaus findet eine enge Abstimmung aller beteiligten Akteure in Regionalnetzen, Fachnetzen sowie übergreifend im Verbund Lehrerbildung statt.

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für folgende Lehramtstypen vorgegeben: Lehramtstyp 1 und 3

 
Anmerkung:
Grundsätzlich sind auch die Praktika der anderen Lehrämter regulär ins Studium eingebunden und damit entsprechend vorbereitet, begleitet und nachbereitet.

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler der Hochschule

  • Fachseminarleiter des Studienseminars

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, das Anlegen und Führen einer solchen Dokumentation wird aber empfohlen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Detaillierte Informationen zum Praxissemester

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Dauer (an der Praktikumsschule) - 18 Wochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - 1.-3. (inklusive Vor- und Nachbereitung)
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Dauer (an der Praktikumsschule) - 18 Wochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - 1.-3. (inklusive Vor- und Nachbereitung)
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Dauer (an der Praktikumsschule) - -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - -
Studiensemester - -
Verantwortung - Kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen) verpflichtend vorgegeben
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Dauer (an der Praktikumsschule) - -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - -
Studiensemester - -
Verantwortung - Kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen) verpflichtend vorgegeben
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Dauer (an der Praktikumsschule) - -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - -
Studiensemester - -
Verantwortung - Kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen) verpflichtend vorgegeben

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate für die Lehramtstypen 1, 3, 4, 5, 6 www.kmk.org/fileadmin/Da...
 

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

 
Indikatoren-Info:
(z. B. Studienleistungen, Praktika)

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Formalisierter, regelmäßiger Austausch der Beteiligten, wie z.B. AGs, Gremien

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

Stelle, an der Beratungsangebote zum Vorbereitungsdienst für Lehramtsabsolventen existieren Art der Angebote
An den Hochschulen k.A.
Beim Landesministerium k.A.
Bei den Bezirksregierungen k.A.
An sonstiger Stelle k.A.
 
Anmerkung:
Landesschulbehörde

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Niedersächsischer Verbund zur Lehrerbildung

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Ja

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge, Staatsexamenstudiengänge) und Evaluation

 
Anmerkung:
Neben der (Re-)Akkreditierung der Studiengänge führt Niedersachsen eine Forschungsevaluation der Berufswissenschaften der Lehrerbildung durch.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Ja, und zwar: Zur Förderung der Hochschulstruktur werden Projekte der Lehrerbildung gefördert.

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind nicht landesweit vorgegeben, sondern werden autonom von den Hochschulen initiiert

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Bildungswissenschaften?

  • Ja

  • Promotionsprogramme

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken?

  • Ja

  • Promotionsprogramme

 
Indikatoren-Info:
Es konnten bis zu drei laufende Initiativen angegeben werden, die das Land durchführt.