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Monitor Lehrerbildung

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Im Land Schleswig-Holstein ist ein Studium der Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen), 3 (Lehramt an Gemeinschaftsschulen, Lehramt an Gymnasium und Gemeinschaftsschulen mit Schwerpunkt Sekundarstufe I), 4 (Lehramt an Gymnasien, Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen), 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt für Fachpraxis an berufsbildenden Schulen) und 6 (Lehramt für Sonderschulen) möglich. Das Studium erfolgt für alle Lehramtstypen in einer gestuften Struktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master. Die Regelstudienzeit beträgt in den Bachelorstudiengängen jeweils sechs Semester, in denen 180 Leistungspunkte erbracht werden müssen. In den Masterstudiengängen beträgt sie jeweils vier Semester; erbracht werden müssen hier 120 Leistungspunkte.
Die Curricula enthalten landesweit verpflichtende Praxisphasen inklusive eines Praxissemesters.
Auf Landesebene existiert ein die Lehrerbildung begleitender und koordinierender Beirat für Lehrkräftebildung in Schleswig-Holstein. Zudem war das Thema Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Staat und beteiligten Hochschulen auch ein verpflichtendes Themenfeld. Lehrerbildungszentren sind laut Lehrkräftebildungsgesetz an den Universitäten vorgesehen.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2013 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

 
Anmerkung:
Internetplattform: www.lehrer-in-sh.de, Studieninformationstage, Flyer

Worauf lag der Schwerpunkt bei den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Auf dem Lehramtsstudium allgemein

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturienten

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2020) den höchsten Lehrereinstellungsbedarf?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Englisch Mathematik Musik
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Physik Chemie Mathematik
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Physik Chemie Wirtschaft und Politik
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Fahrzeugtechnik Metalltechnik Elektrotechnik
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lernschwäche Sprachschwäche emotionale Entwicklung

Anzahl der eingestellten Bewerber(innen) in den öffentlichen Schuldienst im Jahr 2015

Eingestellte Bewerber davon Seiteneinsteiger
1209 19
 

Anzahl von Lehrkräften 2015/16 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
23319 6644
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
412 145
 

War im Land die Einstellung in den Schuldienst an beruflichen Schulen im Schuljahr 2015/16 für den Seiten- bzw. Quereinstieg geöffnet?

  • Ja, für den Seiteneinstieg, d.h. für Lehramtsanwärter, die in der Regel ohne vorangegangenes Lehramtsstudium und ohne Vorbereitungsdienst berufsbegleitend für den Schuldienst ausgebildet werden

  • Ja, für den Quereinstieg, d.h. für Lehramtsanwärter, die ohne vorangegangenes Lehramtsstudium den Vorbereitungsdienst beginnen

Für welche beruflichen Fachrichtungen bzw. Unterrichtsfächer war der Seiten- bzw. Quereinstieg in den Schuldienst an beruflichen Schulen im Schuljahr 2015/16 geöffnet?

  • Für den Seiten- bzw. Quereinstieg geöffnete Fächer: Alle beruflichen Fachrichtungen außer Wirtschaft und Verwaltung.

  • Für den Seiteneinstieg geöffnete Fächer: Alle beruflichen Fachrichtungen.

  • Für den Quereinstieg geöffnete Fächer: Alle beruflichen Fachrichtungen außer Wirtschaft und Verwaltung.

Welche Qualifikationen mussten im Schuljahr 2015/16 für eine Einstellung in den Schuldienst an beruflichen Schulen über den Seiten- bzw. Quereinstieg erfüllt werden?

  • Für den Seiten- bzw. Quereinstieg nötige Qualifikationen: Abgeschlossenes universitäres Studium, das einer beruflichen Fachrichtung zugeordnet werden kann.

  • Für den Seiteneinstieg nötige Qualifikationen: 2 Jahre Berufserfahrung

  • Für den Quereinstieg nötige Qualifikationen: 1 Jahr Berufserfahrung

Neueinstellungen in den Schuldienst an beruflichen Schulen im Schuljahr 2015/16

  • 106 Neueinstellungen in den Schuldienst an beruflichen Schulen (Vollzeitäquivalente)

 
Indikatoren-Info:
Gefragt wurde nach Vollzeitäquivalenten.

Über den Seiten- bzw. Quereinstieg neu in den Schuldienst an beruflichen Schulen eingestellte Lehrkräfte im Schuljahr 2015/16

  • 61 Einstellungen über den Seiten- bzw. Quereinstieg insgesamt (Vollzeitäquivalente)

  • 22 Einstellungen über den Seiteneinstieg (Vollzeitäquivalente)

  • 39 Einstellungen über den Quereinstieg (Vollzeitäquivalente)

 
Indikatoren-Info:
Gefragt wurde nach Vollzeitäquivalenten.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2013 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für die Aufnahme eines Studiums 'Lehrämter der Sekundarstufe II (berufliche Fächer) oder für die beruflichen Schulen'?

  • Ja und zwar: Präsenz auf Jobmessen aller Art sowie Studieninformationstage der Universitäten.

Anzahl der Lehramtsstudierenden der 'Lehrämter der Sekundarstufe II (berufliche Fächer) oder für die beruflichen Schulen' im 1. und 2. Fachsemester zum WS 2015/16 mit angestrebtem Abschluss Master

Universitäten Fachhochschulen
Anzahl der Lehramtsstudierenden insgesamt (berufliche und allgemeinbildende Fächer) 36 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Nur Studierende der einzelnen beruflichen Fachrichtungen:
Wirtschaft und Verwaltung 19 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Metalltechnik 8 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Elektrotechnik 6 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Bautechnik - -
Holztechnik - -
Textiltechnik und -gestaltung - -
Labortechnik/Prozesstechnik - -
Druck- und Medientechnik - -
Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik - -
Gesundheit und Körperpflege - -
Ernährung und Hauswirtschaft - -
Agrarwirtschaft - -
Sozialpädagogik - -
Pflege - -
Fahrzeugtechnik 0 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Informationstechnik 0 Lehramtsstudierende im 1. und 2. Fachsemester -
Angaben zu Studierendenanzahlen können nicht immer sinnvoll zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt werden.
Studierende aller beruflichen Fachrichtungen (Gesamtzahl) - -
 
Anmerkung:
In den Fachrichtungen Fahrzeugtechnik und Informationstechnik kann die Anzahl der Studierenden aufgrund der niedrigen Zahl aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt werden.
Indikatoren-Info:
Kopfzahlen, nur Ersthörer, auch Beurlaubte

Anzahl der Absolventen im Sommersemester 2015 eines Studiums des Lehramtstyp 5 in den einzelnen beruflichen Fachrichtungen

Fach Anzahl der Absolventen
Anzahl der Lehramtsabsolventen insgesamt (berufliche und allgemeinbildende Fächer) siehe Anmerkung
Wirtschaft und Verwaltung siehe Anmerkung
Metalltechnik siehe Anmerkung
Elektrotechnik siehe Anmerkung
Bautechnik siehe Anmerkung
Holztechnik siehe Anmerkung
Textiltechnik und -gestaltung siehe Anmerkung
Labortechnik/Prozesstechnik siehe Anmerkung
Druck- und Medientechnik siehe Anmerkung
Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik siehe Anmerkung
Gesundheit und Körperpflege siehe Anmerkung
Ernährung und Hauswirtschaft siehe Anmerkung
Agrarwirtschaft siehe Anmerkung
Sozialpädagogik siehe Anmerkung
Pflege siehe Anmerkung
Fahrzeugtechnik siehe Anmerkung
Informationstechnik siehe Anmerkung
 
Anmerkung:
Statistische Zahlen zum Sommersemester 2015 liegen noch nicht vor.

Anzahl der Personen, die im Schuljahr 2015/16 in den einzelnen beruflichen Fachrichtungen des Lehramts an berufsbildenden Schulen den Vorbereitungsdienst begonnen haben

Personen, die den Vorbereitungsdienst begonnen haben, insgesamt davon Absolventen eines Lehramtsstudiums des Lehramtstyp 5
Wirtschaft und Verwaltung 46 46
Metalltechnik 7 6
Elektrotechnik 9 3
Bautechnik 3 1
Holztechnik 2 2
Textiltechnik und -gestaltung 1 1
Labortechnik/Prozesstechnik 0 0
Druck- und Medientechnik 0 0
Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik 1 1
Gesundheit und Körperpflege 14 11
Ernährung und Hauswirtschaft 5 5
Agrarwirtschaft 10 0
Sozialpädagogik 20 9
Pflege 0 0
Fahrzeugtechnik 0 0
Informationstechnik 3 1
Personen/Absolventen insgesamt 121 86

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt an Gemeinschaftsschulen, Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (Sekundarschullehramt) Schwerpunkt Sekundarstufe I Gemeinschaftsschulen; bei besonderem Bedarf auch in geeigneten Bildungsgängen anderer Schularten
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien, Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (Sekundarschullehramt) Gymnasien, Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe, Wirtschaftsgymnasien, Berufsbildende Schulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt für Fachpraxis an berufsbildenden Schulen Berufsbildende Schulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt an Sonderschulen Förderzentren; alle Schularten (integrativ)
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14 Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz (Schulgesetz - SchulG ) vom 04.02.2014
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Ja, eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15. Juli 2014; Gesetz über die Hochschulen und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Hochschulgesetz - HSG) vom 28. Februar 2007

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 4 Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 4 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 6 Semester 4 Semester
 
Anmerkung:
Lehramtstyp 4: beim Fach Musik im Bachelorstudiengang 8 Semester.

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 180 LP 120 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 180 LP 120 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 180 LP 120 LP
 
Anmerkung:
Im Fach Musik 240 LP im Bachelorstudiengang.

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 2 Im Masterstudiengang zusätzlich zwei Lernbereiche Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 - Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 - Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 ein allgemeinbildendes Fach, eine berufliche Fachrichtung Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 3 ein allgemeinbildendes Fach, zwei sonderpädagogische Fachrichtungen Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Ja, es gibt Überlegungen, sie neu zu strukturieren, aber sie eigenständig beizubehalten

 
Anmerkung:
In den Masterstudiengang wird ein Praxissemester integriert. Es sollen weiterhin zwei sonderpädagogische Fachrichtungen und ein allgemeinbildendes Fach studiert werden. Das allgemeinbildende Fach wird bei der Spezialisierung Grundschule im Umfang von 70 LP und bei der Spezialisierung Sekundarstufe im Umfang von 90 LP studiert.

Wurden oder werden im Land seit 2011 Reformen/Reformmodelle des 'Lehramts an beruflichen Schulen' (Lehramtstyp 5) durchgeführt?

  • Ja, solche Umsetzungen sind geplant

Beschreibung der geplanten Reformen

  • Anpassung der Handelslehrerausbildung an das Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG); Ausweitung des Kooperationsmodells der Europa-Universität Flensburg mit der FH Flensburg auf weitere Fachhochschulen.

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

Existieren landesweite Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Nein

 
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von mindestens 15 LP Ja und zwar im Umfang von mindestens 15 LP Nein Nein
 
Anmerkung:
Wenn Mathematik oder Deutsch nicht als Fach mit 70 LP gewählt wurden, ist ein entsprechender Lernbereich mit 15 LP zu wählen.
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Gibt es landesweit einheitliche Vorgaben über die Vermittlung der folgenden professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Kompetenz
Die folgenden Kompetenzen standen zur Auswahl: Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote, Inklusion/Heterogenität, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Inner-/außerschulische Kooperation im Ganztag, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Demokratiebildung, Menschenrechtserziehung. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 1 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik

Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 3 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 4 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik

Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 5 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik

 
Anmerkung:
1 Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
2 Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
3 Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
4 Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14
5 Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen inkl. Praxissemester/anders benannter Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

 
Anmerkung:
Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14

Welche Unterstützungsstrukturen stellt das Land bereit, damit Lehrende Studierende in den Praxisphasen umfassend betreuen können, z.B. durch Besuche am Arbeitsplatz?

  • Die Schulen erhalten eine halbe Ausgleichsstunde pro Studierendem im Praxissemester; das Landesinstitut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) bietet verpflichtende Reflexionsveranstaltungen an.

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

 
Anmerkung:
Neben den hochschuleigenen Veranstaltungen bietet in Kooperation mit der Universität das Landesinstitut (IQSH) insgesamt acht dreistündige Reflexionsveranstaltungen für Studierende im Praxissemester an.

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler der Hochschule

  • Fachseminarleiter des Studienseminars

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Ja, dieses wird auch von der Hochschule eingesehen, aber nicht zur Benotung herangezogen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2013 Initiativen, um Lehramtsstudierende auf die praktische Arbeit in einer multiprofessionellen Kooperationskultur vorzubereiten?

  • Es gibt keine Maßnahmen

Detaillierte Informationen zum Praxissemester

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Dauer (an der Praktikumsschule) - 10-14 Schulwochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - 3. Mastersemester
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Dauer (an der Praktikumsschule) - 10-14 Schulwochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - 3. Mastersemester
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Dauer (an der Praktikumsschule) - 10-14 Schulwochen
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - 30 LP
Studiensemester - 3. Mastersemester
Verantwortung - Die Hochschule
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Dauer (an der Praktikumsschule) - -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - -
Studiensemester - -
Verantwortung - -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Dauer (an der Praktikumsschule) - -
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) - -
Studiensemester - -
Verantwortung - -
 
Anmerkung:
Das Praxissemester wird von der Hochschule verantwortet und in Kooperation mit dem Studienseminar (IQSH) umgesetzt. Für die Lehramtstypen 4, 5 und 6 ist ebenfalls die Einführung eines Praxissemesters geplant.

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...
 

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

  • Studien- und Prüfungsleistungen, die an inländischen oder anerkannten ausländischen Hochschulen erbracht worden sind, werden anerkannt, wenn die Hochschule keine wesentlichen Unterschiede zu den Leistungen, die sie ersetzen sollen, nachweist.

 
Anmerkung:
Im § 51 des Gesetzes über die Hochschulen und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Hochschulgesetz - HSG) in der Fassung vom 5. Februar 2016 geregelt.
Indikatoren-Info:
z.B. Studienleistungen, Praktika

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Formalisierter, regelmäßiger Austausch der Beteiligten, wie z.B. AGs, Gremien

  • Schriftlich fixierte Kooperationsvereinbarungen mit k.A.

  • Gemeinsame Informationsaktivitäten für Studierende (z.B. Veranstaltungen, Materialien)

 
Anmerkung:
Beirat für Lehrkräftebildung Schleswig-Holstein

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

  • Beim Landesministerium

  • An sonstiger Stelle

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
Eine Sonderregelung nach HSG (Gesetz über die Hochschulen und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein vom 28. Februar 2007).

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Beirat für Lehrkräftebildung in Schleswig-Holstein

 
Anmerkung:
Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Ja

Betreibt oder betrieb das Land seit 2013 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge, Staatsexamensstudiengänge)

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Nein

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holstein (LehrBG) vom 15.07.14

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrerbildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Voll- und Teilzeit