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Monitor Lehrerbildung

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In Thüringen kann ein Lehramtsstudium der Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen), 3 (Lehramt an Regelschulen), 4 (Lehramt an Gymnasien), 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen) und 6 (Lehramt für Förderpädagogik) aufgenommen werden. Die Lehramtstypen 1, 5 und 6 werden in gestufter Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master angeboten. Für die Lehramtstypen 3 und 4 gibt es sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Struktur.
Das Studium der Lehramtstypen 1, 3, 4, 5 und 6 mit den Abschlüssen Bachelor und Master hat eine Regelstudienzeit von zehn Semestern (sechs Semester Bachelor, vier Semester Master). Im Bachelor und Master sind insgesamt 300 Leistungspunkte zu erbringen. Das Studium des Lehramtstypen 3 mit dem Abschluss Staatsexamen dauert neun Semester (mit 270 Leistungspunkten), das des Lehramtstypen 4 zehn Semester (mit 300 Leistungspunkten).
Praxisphasen, inklusive eines Praxissemesters, sind landesweit vorgesehen. Außerdem ist im Lehramtstyp 5 ein außerschulisches Praktikum verpflichtend.
Am Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurde ein Beirat für Lehrerbildung als beratendes Gremium eingerichtet, der aus Vertreterinnen und Vertretern aller Phasen der Lehrerbildung, der Schulen und des Ministeriums besteht und die universitäre Lehrerbildung mit Analysen und Bewertungen begleitet. Das Thema Lehrerbildung ist in Thüringen in den zuletzt geschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und lehrerbildenden Hochschulen verpflichtender Bestandteil, außerdem sind an den Hochschulen landesweit Zentren für Lehrerbildung gemäß § 37 a Thüringer Hochschulgesetz gesetzlich einzurichten.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

Worauf lag der Schwerpunkt bei den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Für das Lehramtsstudium allgemein

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturienten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der erste Phase

Beschreibung der Maßnahmen

  • Festlegung von Fächerkombinationen für das Studium, Ausbildung unter Berücksichtigung des erwarteten Fachkräftebedarfs seit dem Wintersemester 2015/16

 

Anzahl der eingestellten Bewerber(innen) in den öffentlichen Schuldienst im Jahr 2014

Eingestellte Bewerber davon Seiteneinsteiger
401 2
 

Anzahl von Lehrkräften 2014/15 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
17266 3288
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
65 23
 

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen, Thüringer Gemeinschaftsschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt an Regelschulen Regelschulen, Thüringer Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen,
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien, Thüringer Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen, Berufsbildende Schulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an berufsbildenden Schulen Berufsbildende Schulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt für Förderpädagogik Förderschulen, Gemeinsamer Unterricht
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Nein

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Nein, es gibt sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Thüringer Lehrerbildungsgesetz

Studienstruktur der einzelnen Lehramtstypen

Studienstruktur
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 4 Semester -
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 4 Semester 9 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester 10 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 6 Semester 4 Semester -

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 300 LP - LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 300 LP 270 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 300 LP 300 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 300 LP - LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 300 LP - LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 4 Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachkunde sowie ein weiteres Fach (Englisch, Ethik, Französisch, Kunsterziehung, Musik, Evangelische Religion, Katholische Religion, Russisch, Schulgarten, Sport, Werken) § 11 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 - § 12 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 - § 13 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 - § 14 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 4 Zwei sonderpädagogische Fachrichtungen sowie zwei allgemeinbildende Fächer (Mathematik oder Deutsch bzw. Englisch) § 15 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • www.thueringen.de/th2/tm... Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG), Thüringer Verordnung über die Fächer und die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Regelschulen (ThürEStPLRSVO9), Thüringer Verordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (ThürEStPLGymVO)

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 100 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 70 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs 3 24 -
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 10-15 -
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 4 k.A. -
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. -
Bildungswissenschaften 5 30 -
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 -
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. -
Optionalbereich / Sonstiges 6 k.A. -
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 7 80-85 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 8 80-85 85
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 9 10-15 mindestens 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 10 10-15 mindestens 10
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 11 30-40 30
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 30
Abschlussarbeit / -prüfung 12 30 20
Optionalbereich / Sonstiges 13 k.A. k.A.
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 14 210 100
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 15 k.A. 100
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 15 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. 10
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 16 30 30
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 30
Abschlussarbeit / -prüfung 17 30 20
Optionalbereich / Sonstiges 18 k.A. k.A.
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 19 105-115 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 20 65-75 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. -
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 21 15 -
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 22 15 -
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. -
Bildungswissenschaften 23 30-40 -
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 -
Abschlussarbeit / -prüfung 24 30 -
Optionalbereich / Sonstiges 25 k.A. -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 26 105 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 27 75-85 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. -
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 10-15 -
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 10-15 -
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. -
Bildungswissenschaften 28 30 -
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 30 -
Abschlussarbeit / -prüfung 29 30 -
Optionalbereich / Sonstiges 30 k.A. -
 
Anmerkung:
1 § 11 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG); 100 LP Grundschulpädagogik einschließlich der fachwissenschaftlichen Grundlagen des Deutsch-, Mathematik- und Heimat- und Sachkundeunterrichts
2 70 LP Schwerpunktfach, davon 15 LP Fachdidaktik
3 24 LP Prüfungsfach (bei Wahl von Deutsch bzw. Mathematik als Schwerpunktfach)
4 70 LP Schwerpunktfach, davon 15 LP Fachdidaktik
5 Innerhalb der Bildungswissenschaften und der Grundschulpädagogik sind grundlegende Kenntnisse in Sprecherziehung, der musisch-rhythmischen und der künstlerisch-ästhetischen Erziehung sowie für das Grundschullehramt relevante Kenntnisse aus der Sonder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
6 Nach dem Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG) können die Rahmenvorgaben für die Studienanteile in den Fachdidaktiken und Schulpraktika bis zu 10%, bei den übrigen Studienanteilen bis zu 15% abweichen. Die Angaben erfolgen ohne Berücksichtigung der Bachelor- und Masterarbeiten bzw. der Hausarbeiten im Rahmen der Ersten Staatsprüfung. Die schulpraktischen Studien werden durch vorausgehende fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studienanteile vorbereitet. Ferner sind grundlegende Kenntnisse der Sprecherziehung, der musisch-rhythmischen und künstlerisch-ästhetischen Erziehung sowie für den Grundschullehrer relevante Kenntnisse aus der Sonder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
7 § 12 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG); Bachelor/Master: 80-85 LP inklusive Fachdidaktik; Uni Erfurt: 65-75 LP je Fach ohne Fachdidaktik (zwei Fächer)
8 Bachelor/Master: 80-85 LP inklusive Fachdidaktik; Uni Erfurt: 65-75 LP je Fach ohne Fachdidaktik (zwei Fächer)
9 Bachelor/Master: 10-15 LP; Staatsexamen: mindestens 10 LP
10 Bachelor/Master: 10-15 LP; Staatsexamen: mindestens 10 LP
11 Bachelor/Master: 30-40 LP; in dem bildungswissenschaftlichen Studienanteil sind grundlegende Kenntnisse in Sprecherziehung sowie für den Regelschullehrer relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
12 Im Staatsexamensstudiengang wird die Erste Staatsprüfung studienbegleitend abgelegt.
13 Die schulpraktischen Studien werden durch vorausgehende fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studienanteile vorbereitet. Ferner sind grundlegende Kenntnisse der Sprecherziehung sowie für den Regelschullehrer relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
14 § 13 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG); für das Bachelor/Master-Studienkonzept für das Doppelfach Musik bzw. den Staatsexamensstudiengang für das Doppelfach Kunsterziehung gilt: Musik 210 LP, davon 15 LP Fachdidaktik, bzw. Kunsterziehung 205 LP, davon 15 LP Fachdidaktik
15 Für das Bachelor/Master-Studienkonzept für das Doppelfach Musik bzw. den Staatsexamensstudiengang für das Doppelfach Kunsterziehung gilt: Musik 210 LP, davon 15 LP Fachdidaktik, bzw. Kunsterziehung 205 LP, davon 15 LP Fachdidaktik.
16 Gilt für das Bachelor/Master-Studienkonzept für das Doppelfach Musik bzw. den Staatsexamensstudiengang für das Doppelfach Kunsterziehung. In dem bildungswissenschaftlichen Studienanteil sind grundlegende Kenntnisse in Sprecherziehung sowie für das Gymnasiallehramt relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
17 Im Staatsexamensstudiengang wird die Erste Staatsprüfung studienbegleitend abgelegt. Für das Bachelor/Master-Studienkonzept für das Doppelfach Musik bzw. den Staatsexamensstudiengang für das Doppelfach Kunsterziehung gilt: Bachelorarbeit 10 LP, Masterarbeit 20 LP bzw. Hausarbeit 20 LP.
18 Die schulpraktischen Studien werden durch vorausgehende fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studienanteile vorbereitet. Ferner sind grundlegende Kenntnisse der Sprecherziehung sowie für das Gymnasiallehramt relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
19 § 14 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG); Berufliche Fachrichtung: 120-125 LP inklusive Fachdidaktik
20 Zweites Unterrichtsfach: 80-85 LP inklusive Fachdidaktik
21 Berufliche Fachrichtung: 10-15 LP
22 Zweites Unterrichtsfach: 10-15 LP
23 Bachelor/Master: 30-40 LP; in dem bildungswissenschaftlichen Studienanteil sind grundlegende Kenntnisse in Sprecherziehung sowie für das Berufsschullehramt relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.
24 Bachelorarbeit: 10 LP; Masterarbeit: 20 LP
25 Nach dem Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG) können die Rahmenvorgaben für die Studienanteile in den Fachdidaktiken und Schulpraktika bis zu 10%, bei den übrigen Studienanteilen bis zu 15% abweichen. Die Angaben erfolgen ohne Berücksichtigung der Bachelor- und Masterarbeiten bzw. der Hausarbeiten im Rahmen der Ersten Staatsprüfung. Die schulpraktischen Studien werden durch vorausgehende fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studienanteile vorbereitet. Ferner sind grundlegende Kenntnisse der Sprecherziehung, der musisch-rhythmischen und künstlerisch-ästhetischen Erziehung sowie für das Berufsschullehramt relevante Kenntnisse aus der Sonder- und Förderpädagogik zu vermitteln.
26 § 15 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG); zwei sonderpädagogische Fachrichtungen einschließlich sonderpädagogisch grundlegender Fächer.
27 Mindestens 2 allgemeinbildende Fächer (davon Deutsch oder Mathematik) 105 LP, davon je Fach 10-15 LP Fachdidaktik.
28 In dem bildungswissenschaftlichen Studienanteil sind grundlegende Kenntnisse in Sprecherziehung zu vermitteln.
29 Bachelorarbeit: 10 LP. Sie bezieht sich auf eines der allgemeinbildenden Fächer einschließlich der Fachdidaktiken oder auf bildungswissenschaftliche Themen. Masterarbeit: 20 LP. Sie bezieht sich auf sonderpädagogische Themen.
30 Nach dem Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG) können die Rahmenvorgaben für die Studienanteile in den Fachdidaktiken und Schulpraktika bis zu 10%, bei den übrigen Studienanteilen bis zu 15% abweichen. Die Angaben erfolgen ohne Berücksichtigung der Bachelor- und Masterarbeiten bzw. der Hausarbeiten im Rahmen der Ersten Staatsprüfung. Die schulpraktischen Studien werden durch vorausgehende fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studienanteile vorbereitet. Ferner sind grundlegende Kenntnisse der Sprecherziehung, der musisch-rhythmischen und künstlerisch-ästhetischen Erziehung sowie für das Grundschullehramt relevante Kenntnisse aus der Sonder- und Sozialpädagogik zu vermitteln.

Ist die Vermittlung bestimmter Themenschwerpunkte verpflichtend vorgesehen?

Lehramtstyp Themenfelder
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, und zwar:
Inklusion
Umgang mit Heterogenität
Individuelle Förderung/Binnendifferenzierung
 
Indikatoren-Info:
Es standen sieben Themenfelder zur Auswahl. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja, als integrativer Bestandteil des Studiums, der nicht in gesonderten LPs ausgewiesen wird Ja, als integrativer Bestandteil des Studiums, der nicht in gesonderten LPs ausgewiesen wird Ja, als integrativer Bestandteil des Studiums, der nicht in gesonderten LPs ausgewiesen wird Nein
 
Anmerkung:
§ 11 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

 
Anmerkung:
§§ 11 bis 16 ThürLbG

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Anmerkung:
Aber entsprechende Veranstaltungen sind verpflichtender Bestandteil der Curricula der Hochschulen und werden mit Unterstützung von Vertretern aus dem Schulbereich umgesetzt.

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für folgende Lehramtstypen vorgegeben: Lehramtstyp 5

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, das Anlegen und Führen einer solchen Dokumentation wird aber empfohlen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate für den Lehramtstyp 1; 24 Monate für die Lehramtstypen 3, 4, 5, 6 www.kmk.org/fileadmin/Da...
 
Anmerkung:
Bei nachgewiesenen schulpraktischen Studien Verkürzung um 6 Monate

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Informationen befinden sich auch auf den Webseiten des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), Bildung/Lehrerbildung.

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

  • durch die Hochschule gemäß Lissabon-Konvention

 
Indikatoren-Info:
(z. B. Studienleistungen, Praktika)

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Formalisierter, regelmäßiger Austausch der Beteiligten, wie z.B. AGs, Gremien

 
Anmerkung:
Zudem: Lehre durch Lehrer in den schulpraktischen Studienbestandteilen

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

Stelle, an der Beratungsangebote zum Vorbereitungsdienst für Lehramtsabsolventen existieren Art der Angebote
Beim Landesministerium Webseite des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) sowie Beratung durch das Landesprüfungsamt
An sonstiger Stelle k.A.
 
Anmerkung:
Schulämter

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
Dreijährige Schulpraxis gemäß § 77 Abs. 3 Thüringer Hochschulgesetz. Es handelt sich um eine Sollvorschrift, d. h. es werden grundsätzlich mindestens drei Jahre Berufserfahrung verlangt, wovon jedoch in besonders begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden kann.

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Am Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) wurde der Beirat für Lehrerbildung als beratendes Gremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aller Phasen der Lehrerbildung, der Schulen und des Ministeriums, gebildet.

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Ja

Betreibt oder betrieb das Land seit 2012 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge, Staatsexamensstudiengänge)

 
Anmerkung:
§ 43 Thüringer Hochschulgesetz (ThürHG); § 17 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG)

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Nein

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Dies sind die Zentren für Lehrerbildung an den Hochschulen gemäß § 37 a Thüringer Hochschulgesetz.

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Bildungswissenschaften?

  • Ja

  • Möglichkeit für Lehrkräfte, an einer Hochschule in der schulpraktischen Lehre mitzuwirken, verbunden mit der Möglichkeit zur Promotion.

Gibt es Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken?

  • Ja

  • Möglichkeit für Lehrkräfte, an einer Hochschule in der schulpraktischen Lehre mitzuwirken, verbunden mit der Möglichkeit zur Promotion.

 
Indikatoren-Info:
Es konnten bis zu drei laufende Initiativen angegeben werden, die das Land durchführt.