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Monitor Lehrerbildung

© 2015 | Bertelsmann Stiftung, CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Akkreditierung

Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen soll Qualität sichern, Studierbarkeit nachweisen, Transparenz schaffen und Vielfalt ermöglichen. Sie wurde 1998 eingeführt. Mit der Einführung der Akkreditierung in Deutschland soll neben der Sicherung der Studienqualität auch der Gedanke an eine stete Qualitätsverbesserung verbunden sein. Die Akkreditierung von Studiengängen soll es den Hochschulen ermöglichen, ihr Studienangebot dem Verständnis ihrer individuellen Rolle im Wissenschaftssystem und ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gemäß zu gestalten und größere Freiräume bei der Gestaltung von Lehre und Studium zu nutzen. Die Akkreditierung der Studiengänge erfolgt durch Akkreditierungsagenturen, die vom Akkreditierungsrat zertifiziert werden und dessen Siegel vergeben.

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (2014)

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Allgemein bildende Schulen

Zu den allgemein bildenden Schulen zählen Grundschulen, schulartunabhängige Orientierungsstufen, Hauptschulen, Schularten mit mehreren Bildungsgängen, Realschulen, Gymnasien, integrierte Gesamtschulen, freie Waldorfschulen, Förderschulen, Abendhauptschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien, Kollegs. Nicht zu den allgemein bildenden Schulen gehören die beruflichen Schulen.

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Allgemeine Didaktik

Die Allgemeine Didaktik gehört zu den erziehungswissenschaftlichen Grundlagendisziplinen und beschäftigt sich mit den Prozessen des Lehrens und Lernens in ihrem wechselseitigen Bezug aufeinander.

Quelle: Universität Duisburg-Essen (2014)

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Allgemeine Schulen

Allgemeine Schulen umfassen allgemein bildende Schulen ohne Förderschulen.

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Außerschulische Praktika und Betriebspraktika

Im außerschulischen Praktikum erkunden Lehramtsstudierende einen von der Schule unabhängigen Lebens- und Arbeitsbereich und stellen dabei Bezüge zur ihrer angestrebten Tätigkeit als Lehrerinnen und Lehrer her. Neben einem außerschulischen Praktikum in einem Betrieb oder Unternehmen kommen auch außerschulische Bildungseinrichtungen in Betracht. Erfahrungen sowie Kenntnisse der Wirtschafts- und außerschulischen Arbeitswelt können hierüber gefördert werden. Die Studierenden können somit ihren Erfahrungshorizont erweitern und Prozesse im Schuldienst aus anderen Perspektiven betrachten.

Quelle: Universität Trier (2014); Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz (2015)

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Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit, auch Bachelor-Thesis, ist eine wissenschaftliche Abschlussarbeit am Ende des Bachelorstudiums. Laut den ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen sieht die KMK zur Qualitätssicherung für Bachelor- ebenso wie Masterstudiengänge obligatorisch eine Abschlussarbeit (Bachelor-/Masterarbeit) vor, mit der die Fähigkeit nachgewiesen wird, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem jeweiligen Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Der Bearbeitungsumfang für die Bachelorarbeit beträgt mindestens 6 ECTS-Punkte und darf 12 ECTS-Punkte nicht überschreiten.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Bachelorstudiengang

Im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses erfolgte eine Reform der Studiengänge: Um den Bachelorstudiengang als ersten, grundständigen Studiengang näher zu beschreiben und von dem auf den Bachelor folgenden Masterstudiengang abzugrenzen, formulierte die Kultusministerkonferenz Strukturvorgaben, die die nationalen Ziele vorgaben: „In einem System mit gestuften Studienabschlüssen ist der Bachelor der Regelabschluss eines Hochschulstudiums. Er hat ein gegenüber dem Diplom- und Magisterabschluss eigenständiges berufsqualifizierendes Profil, das durch die innerhalb der vorgegebenen Regelstudienzeit zu vermittelnden Inhalte deutlich werden muss.“

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Berufliche Fachrichtungen

Berufliche Fachrichtungen sind berufsbezogene Lehramtsfächer, die auf den Lehrberuf an beruflichen Schulen/Berufskollegs vorbereiten (Lehramtstyp 5). Als solche können studiert werden: Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik, Elektrotechnik, Bautechnik, Holztechnik, Textiltechnik und -gestaltung, Labortechnik/Prozesstechnik, Medientechnik, Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik, Gesundheit und Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft, Sozialpädagogik, Pflege, Fahrzeugtechnik, Informationstechnik.

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2013)

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Berufsbildende Schule/Berufskolleg

„Die Berufsschule hat gemäß der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz über die "Bezeichnungen zur Gliederung des beruflichen Schulwesens" (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.12.1975) die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern allgemeine und berufliche Lerninhalte unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen der Berufsausbildung zu vermitteln. Die Berufsschule hat darüber hinaus die Aufgabe, ein die Berufsausbildung vorbereitendes oder die Berufstätigkeit begleitendes Bildungsangebot zu machen. Nach Maßgabe landesrechtlicher Regelungen kann sie zusätzlich bei Aufgaben der beruflichen Fort- und Weiterbildung mitwirken. Die Bezeichnung Berufskolleg beschränkt sich auf Nordrhein-Westfalen.“

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2007)

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Bildungsstandards

Im Zuge des nur mittelmäßigen Abschneidens des deutschen Schulsystems in international vergleichenden Schulleistungsstudien hat die Kultusministerkonferenz einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Entwicklung und Einführung von bundesweit geltenden Bildungsstandards gelegt.
Den Bildungsstandards kommen sowohl eine Überprüfungs- als auch eine Entwicklungsfunktion zu.
Mit ihrer Überprüfungsfunktion bieten Bildungsstandards die Möglichkeit, mit geeigneten Testverfahren zu untersuchen, in welchem Maße die in den Bildungsstandards ausgewiesenen Kompetenzen von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden.

Bundesweit geltende Bildungsstandards gibt es derzeit

  • für den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4) für die Fächer Deutsch und Mathematik,
  • für den Hauptschulabschluss (Jahrgangsstufe 9) für die Fächer Deutsch, Mathematik und Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch),
  • für den Mittleren Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10) für die Fächer Deutsch, Mathematik, Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch), Biologie, Chemie und Physik,
  • für die Allgemeine Hochschulreife für die Fächer Deutsch, Mathematik und die fortgeführte Fremdsprache (Englisch/Französisch).

Die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz

Quelle: Kultusministerkonferenz (2014)

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Bildungswesen

Das deutsche Bildungswesen ist gestuft organisiert. Auf Kindergarten folgt die Primarstufe (Grundschule), im Anschluss daran die Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6 und die Differenzierung in verschiedene Schulformen der Sekundarstufe: Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium. Der mittlere Schulabschluss (Realschulabschluss) erfolgt nach zehn Jahren, der erste allgemeinbildende Abschluss (Hauptschulabschluss) nach neun Jahren. An die Sekundarstufe schließt sich entweder eine berufsqualifizierende Oberstufe oder die gymnasiale Oberstufe an, in der die Fachhochschul- oder die allgemeine Hochschulreife erworben werden kann. Im Tertiären Bildungsbereich kann unter anderem ein berufsqualifizierender Studienabschluss und/oder eine Promotion erworben werden.

Eine grafische Übersicht über die Gliederung des Bildungswesens in Deutschland findet sich hier.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2012)

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Bildungswissenschaften

„Die Bildungswissenschaften umfassen die wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit Bildungs- und Erziehungsprozessen, mit Bildungssystemen sowie mit deren Rahmenbedingungen auseinandersetzen.“ Hierzu gehören in der Regel Erziehungswissenschaften, Pädagogische Psychologie, Bildungssoziologie, Bildungsökonomie und Bildungsphilosophie. Der Sammelbegriff weist auf den interdisziplinären Zugang zur Bildung hin.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2004)

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Bologna-Prozess

Am 19. Juni 1999 haben 30 europäische Staaten in der italienischen Universitätsstadt die sogenannte Bologna-Erklärung unterzeichnet. Sie legten damit den Grundstein für einen Europäischen Hochschulraum, der inzwischen 47 Mitgliedstaaten umfasst. Zu den Instrumenten des Bologna-Prozesses gehören unter anderem vergleichbare Studienstrukturen (gestufte Studienstruktur mit Bachelor und Master), eine Qualitätssicherung auf der Grundlage gemeinsamer Standards und Richtlinien sowie Transparenzinstrumente wie Qualifikationsrahmen, Diploma Supplement und ECTS (European Credit Transfer System).

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2014)

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CCT-Career Counselling for Teachers

Das Career Counselling for Teachers ist eine europäische Beratungsplattform, die Studieninteressierten, Studierenden, angehenden und bereits ausgebildeten Lehrkräften oder Quer- und Seiteneinsteigern ein Selbsterkundungs-Verfahren, Laufbahnberatung und Informationen rund um den Lehrerberuf bietet.

Quelle: Career Counselling für Teachers (2014)

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Credits/Credit Points

s. Leistungspunkte

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Deutsch als Fremdsprache

Deutsch als Fremdsprache (DaF) kennt viele Formen, Möglichkeiten und Angebote. Vergleichsweise jung – erst in den 1970er-Jahren wurde es als eigenständiges Fach gegründet – verzweigen sich bei DaF die Schwerpunkte in drei verschiedene Richtungen: eine germanistische, eine kulturwissenschaftliche und eine methodisch-didaktische.

Quelle: Goethe-Institut (2014)

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Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

„Als Zweitsprache wird [.] die Sprache bezeichnet, die Personen mit einer anderen Erstsprache als der mehrheitlich gesprochenen Sprache notwendigerweise im alltäglichen Leben verwenden müssen.“ Um Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprache erwerben, adäquat fördern zu können, soll Deutsch als Zweitsprache (DaZ) als Bestandteil der Lehramtsstudiengänge die zukünftigen Lehrkräfte auf diese Aufgabe vorbereiten.

Quelle: Lütke (2011): Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule

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Eignungsabklärung

„Eignung meint das Vorliegen von Dispositionen und Kompetenzen, die erwarten lassen, dass eine Person nach Durchlaufen der Lehrerausbildung den Lehrerberuf kompetent ausüben wird.“ (Quelle: Kultusministerkonferenz 2013) Hochschulen haben seitens der Länder teilweise die Möglichkeit erhalten, ihre Studierenden selber auszuwählen. Dafür nutzen sie unterschiedliche Instrumente der Eignungsabklärung. Ihr Ziel ist es, „‚gut geeignete‘ Personen in das Lehramtsstudium und in weiterer Folge in den Lehrerberuf zu bringen bzw. ‚weniger geeignete‘ Personen von einer solchen Laufbahn abzuhalten. Dabei gibt es allerdings keine klare Trennung in ‚Geeignete‘ und ‚Ungeeignete‘. Es geht vielmehr um eine – mit vielerlei Unwägbarkeiten verbundene – Prognose späterer Berufsbewährung.“

Quelle: Nieskens/Demarle-Meusel (2013)

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Eignungspraktikum

Damit Lehramtsstudierende bereits vor der Aufnahme eines Studiums ihre Studienwahl reflektieren können, sind in manchen Bundesländern Eignungspraktika vorgesehen, die in Schulen absolviert werden. Es gibt z. B. Unterschiede dahingehend, ob das Absolvieren des Eignungspraktikums verpflichtend ist bzw. bis zu welchem Zeitpunkt es nachgewiesen werden muss.

Quelle: Veith/Schmidt (2010): Pädagogische Professionalität und qualitätsbewusste Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung.

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Fachdidaktik

Die Fachdidaktik ist – neben den Bildungswissenschaften, den Fachwissenschaften und Praxiselementen – eine der Säulen, aus denen das Curriculum des Lehramtsstudiums besteht. „Fachdidaktik ist die Wissenschaft vom fachspezifischen Lehren und Lernen innerhalb und außerhalb der Schule. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten befasst sie sich mit der Auswahl, Legitimation und der didaktischen Rekonstruktion von Lerngegenständen, der Festlegung und Begründung von Zielen des Unterrichts, der methodischen Strukturierung von Lernprozessen sowie der angemessenen Berücksichtigung der psychischen und sozialen Ausgangsbedingungen von Lehrenden und Lernenden. Außerdem befasst sie sich mit der Entwicklung und Evaluation von Lehr-Lernmaterialien.“

Quelle: Konferenz der Vorsitzenden Fachdidaktischer Fachgesellschaften (KVFF) (1998)

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Fachwissenschaft

Die Fachwissenschaften (oder auch Einzelwissenschaften, Einzeldisziplinen) sind – neben den Bildungswissenschaften, der Fachdidaktik und den Praxiselementen – eine der Säulen, aus denen das Curriculum des Lehramtsstudiums besteht. Gemeint sind die universitären Fächer, die einen unmittelbaren Bezug zum jeweiligen Unterrichtsfach haben, also etwa Biologie, Mathematik oder Latein. „Die inhaltlichen Anforderungen an das fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studium für ein Lehramt leiten sich aus den Anforderungen im Berufsfeld von Lehrkräften ab; sie beziehen sich auf die Kompetenzen und somit auf Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen, über die eine Lehrkraft zur Bewältigung ihrer Aufgaben im Hinblick auf das jeweilige Lehramt verfügen muss.“

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Förderschule (auch Sonderschule oder Schule für sonderpädagogische Förderung)

Bei diesen Schulformen handelt es sich um Schulen für Kinder und Jugendliche, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf aufweisen. In Deutschland existieren verschiedene Schultypen, die sich auf besondere Bildungs-, Entwicklung- und Lernmöglichkeiten spezialisiert haben.

Quelle: Bildungsserver (2014)

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Förderschwerpunkte

Es werden 7 Förderschwerpunkte unterschieden: Emotionale und soziale Entwicklung, Lernen, Sprache, Sehen, Hören, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, für die im Lehramt für sonderpädagogische Förderung schwerpunktmäßig ausgebildet wird.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2014)

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Fremdsprachenassistentin bzw. Fremdsprachenassistent

Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) organisiert ein weltweites Austauschprogramm, in dem Lehramtsstudierende des Faches Deutsch eine gewisse Zeit als Fremdsprachenassistent/in an Schulen im Ausland verbringen können, um dort im Deutschunterricht unterstützend mitzuwirken.

Quelle: Kultusministerkonferenz – Pädagogischer Austauschdienst (2014)

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Gestufte Studienstruktur

Bei der gestuften Studienstruktur ist der Bachelor der Regelabschluss. Er ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss und ermöglicht zudem die Aufnahme eines Masterstudiums – im Gegensatz zu den Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengängen liegt hier eine Stufung vor. In Bezug auf die gestuften Lehramtsstudiengänge ist der Bachelor of Education (B.Ed.) kein berufsqualifizierender Abschluss für den Schuldienst; hierzu muss ein Masterstudiengang (Master of Education, M.Ed.) absolviert werden, um die Zulassung zum Vorbereitungsdienst bzw. Referendariat zu erhalten.

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Grundständige Studienstruktur

Im Monitor Lehrerbildung werden unter dem Begriff „grundständige Studiengänge“ nur jene verstanden, welche mit dem Ersten Staatsexamen abschließen.

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Hochschulleitbild

Als Hochschulleitbild wird die Formulierung eines Profils oder Selbstverständnisses einer Hochschule bezeichnet, in dem u.a. bestimmte Aufgabengebiete in Forschung und Lehre für die jeweilige Hochschule besonders hervorgehoben werden.

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Inklusion

"Inklusive Bildung bedeutet, dass allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Religion, ethnischer Zugehörigkeit, besonderen Lernbedürfnissen, sozialen oder ökonomischen Voraussetzungen – die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln."

Quelle: UNESCO (abgerufen am 18.08.2014)

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Institutionelle Verankerung

Institutionelle Verankerung, beispielsweise der Lehrerbildung, meint die Einbettung und Organisation von an der Lehrerbildung beteiligten Akteuren innerhalb der Hochschulen. Zumeistexistiert ein zentraler Ort an der Hochschule, an dem sowohl die Steuerung und Koordination als auch Impulse für die Weiterentwicklung der Lehrerbildung zusammenlaufen. Die Lehrerbildung kann etwa durch Zentren für Lehrerbildung, Schools of Education oder Forschungszentren innerhalb der Hochschule institutionell verankert sein.

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Konsekutive Studiengänge

„Konsekutive Studiengänge bezeichnen inhaltlich aufeinander aufgebaute Bachelor- und Masterstudiengänge. Laut § 19 Absatz 4 des HRG dürfen konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge im Vollzeitstudium eine Regelstudienzeit von zusammen fünf Jahren nicht überschreiten. Kürzere bzw. längere Regelstudienzeiten sind bei entsprechender studienorganisatorischer Gestaltung in Ausnahmefällen möglich, z. B. für Teilzeit und Intensivstudiengänge. Gestufte Lehramtsstudiengänge sind i.d.R. konsekutive Studiengänge.“

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 13.05.2013)

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Kultusministerkonferenz (KMK)

Gemäß Artikel 7 des Grundgesetzes steht das gesamte Schulwesen unter Aufsicht des Staates, allerdings besitzen die 16 Länder nach Artikel 30 bzw. 70 des Grundgesetzes die sogenannte Kulturhoheit, sie sind also in Gesetzgebung und Verwaltung in kulturellen Fragen selbstbestimmt. Die Kultusministerkonferenz behandelt nach ihrer Geschäftsordnung "Angelegenheiten der Bildungspolitik, der Hochschul- und Forschungspolitik sowie der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung und der Vertretung gemeinsamer Anliegen".
„Eine wesentliche Aufgabe der Kultusministerkonferenz besteht darin, durch Konsens und Kooperation in ganz Deutschland für die Lernenden, Studierenden, Lehrenden und wissenschaftlich Tätigen das erreichbare Höchstmaß an Mobilität zu sichern, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sicherzustellen und die gemeinsamen Interessen der Länder im Bereich Kultur zu vertreten und zu fördern. Die erforderliche Koordination erfolgt in der Regel durch Beschlüsse, Empfehlungen, Vereinbarungen oder Staatsabkommen. Im Sinne von mehr Toleranz und Vielfalt im Bildungswesen soll auf Detailregelungen verzichtet werden. Das gemeinsam vereinbarte Niveau muss Experimente und Innovationen zulassen.“

Quelle: Kultusministerkonferenz (2014)

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Lehramtstyp (1 bis 6)

auch: Lehramt

In den Ländern gibt es unterschiedliche Schulformen. Um in einer bestimmten Schulform unterrichten zu können, muss ein Studium absolviert werden, das dem entsprechenden Lehramtstyp zugeordnet wird. Die Kultusministerkonferenz (KMK) klassifiziert diese wie folgt (im Monitor Lehrerbildung werden die Lehrämter a bis f als Lehramtstypen 1 bis 6 bezeichnet):

„a) Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe,

b) Übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I,

c) Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I,

d) Lehrämter für die allgemein bildenden Fächer der Sekundarstufe II oder für das Gymnasium,

e) Lehrämter für die beruflichen Fächer der Sekundarstufe II oder für die beruflichen Schulen,

f) Sonderpädagogische Lehrämter,

g) Fachlehrämter (ohne Lehrer für Fachpraxis),

h) Lehrämter für Fachpraxis,

i) Lehrer ohne (anerkannte) Lehramtsprüfung.“

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Lehrerfortbildung

Lehrerfortbildung wird auch als dritte Phase der Lehrerbildung bezeichnet und subsumiert Bildungsmaßnahmen für Lehrkräfte. Organisiert wird sie von staatlichen Lehrerfortbildungsinstituten oder anderen öffentlichen und privaten Trägern.

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Lehrerweiterbildung

Die Lehrerweiterbildung dient dem berufsbegleitenden Erwerb der Lehrbefähigung für ein weiteres Unterrichtsfach, einer weiteren Fachrichtung oder eines weiteren Lernbereichs sowie der Befähigung für ein weiteres Lehramt.

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Lehrkräfte (an Schulen)

„Als Lehrkräfte zählen alle Personen, die ganz oder teilweise im Rahmen der durch Rechtsvorschrift oder Vertrag festgesetzten Pflichtstunden eigenverantwortlich unterrichten oder unterrichten müssten bzw. unter Berücksichtigung von Anrechnungsstunden eine Schule leiten.“

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Leistungspunkte (LP)

oder auch: Kreditpunkte, credits, credit points, ECTS-Punkte

Leistungspunkte sind eine Maßeinheit für den in Stunden gemessenen quantitativen studentischen Arbeitsaufwand (Workload). Die Vergabe von Leistungspunkten richtet sich nach der erwarteten Arbeitszeit, die durchschnittlich begabte Studierende investieren müssen, um eine bestimmte Lehrveranstaltung oder ein Modul zu absolvieren. Sie ist abhängig von erfolgreich abgelegten Prüfungen oder Leistungsnachweisen und erfolgt nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip, d. h. sie ist unabhängig von der Benotung der jeweiligen Leistung. Leistungspunkte sind somit quantitative, jedoch keine qualitativen Indikatoren. Nach den Regeln des ECTS entspricht ein Leistungspunkt einem Sechzigstel des Jahresarbeitsaufwandes und spiegelt einen zwischen 25 und 30 Stunden variierenden studentischen Arbeitsaufwand wieder.

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 24.09.2013)

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Mangelfächer

Als Mangelfächer werden Unterrichtsfächer bezeichnet, in denen bundes- und/oder landesweit ein Mangel an Lehrkräften besteht.

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Masterarbeit

Zur Qualitätssicherung sehen Bachelor- ebenso wie Masterstudiengänge obligatorisch eine Abschlussarbeit (Bachelor-/Masterarbeit) vor, mit der die Fähigkeit nachgewiesen wird, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem jeweiligen Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Der Bearbeitungsumfang für die Masterarbeit beträgt mindestens 15 und maximal 30 ECTS-Punkte.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Masterstudiengang

Nach dem Bachelorstudiengang führt der Masterstudiengang zu einem weiteren berufsqualifizierende Abschluss, dem Master: „Zugangsvoraussetzung für einen Masterstudiengang ist in der Regel ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss. […] Masterstudiengänge dienen der fachlichen und wissenschaftlichen Spezialisierung“. In Bezug auf gestufte Lehramtsstudiengänge berechtigt erst der Masterabschluss zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst bzw. Referendariat.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Migrationshintergrund

In Anlehnung an die Definition der Kultusministerkonferenz wird ein Migrationshintergrund angenommen, wenn auf eine Person mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft: „keine deutsche Staatsangehörigkeit, nichtdeutsches Geburtsland und/oder nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie bzw. im häuslichen Umfeld (auch wenn der Studierende die deutsche Sprache beherrscht)“.

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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MINT-Fächer

Die MINT-Fächer umfassen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technikwissenschaften.

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Mobilität

Mobilität in der Lehrerbildung lässt sich nach verschiedenen Zeitpunkten unterscheiden: während des Studiums, nach dem Studium, nach dem Vorbereitungsdienst sowie nach dem Berufseinstieg. Im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ soll „die Vergleichbarkeit von lehramtsbezogenen Studienleistungen und Lehramtsabschlüssen sowie der gleichberechtigte Zugang beziehungsweise die gleichberechtige Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst und damit die verbesserte Mobilität von Studierenden und Lehrkräften verbindlich und nachhaltig gewährleistet werden“. Bis Ende 2013 verpflichten sich die Länder sowohl auf der Ebene der Vereinbarungen innerhalb der Kultusministerkonferenz als auch auf landesrechtlicher Ebene Regelungen und Verfahren anzupassen bzw. einzuleiten, die die Mobilität erleichtern.

Quelle: Gemeinsame Wissenschaftskonferenz: Bund-Länder-Vereinbarung (2013)

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Modul

Module bezeichnen Bündel von Lehrveranstaltungen und Lernzeiten, die inhaltlich und/oder methodisch zusammen gehören und zeitlich begrenzt sind. Module können verschiedene Lehr- und Lernformen umfassen (z. B. Vorlesungen, Übungen, Praktika, e-learning, Lehrforschung etc.) und werden i.d.R. nur mit einer Prüfung abgeschlossen, deren Ergebnis in das Abschlusszeugnis eingeht. Module sind einschließlich des Arbeitsaufwandes und der zu vergebenden Leistungspunkte zu beschreiben (siehe Modulbeschreibung). Die Vergabe von Leistungspunkten setzt nicht zwingend eine benotete Prüfung, sondern den erfolgreichen Abschluss des Moduls voraus.

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 24.09.2013)

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Multiprofessionalität

Unter Multiprofessionalität versteht man die Zusammenarbeit von Personen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Im Kontext Schule bedeutet dies, dass Lerngruppen von multiprofessionellen Teams unterrichtet werden, in denen beispielsweise eine Lehrkraft mit einer Sonderpädagogin / einem Sonderpädagogen zusammenarbeitet.

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NC

Der NC (Numerus clausus) ist eine Zulassungsbeschränkung für die Aufnahme in einen bestimmten Studiengang, der entweder bundesweit für einige Fächer, oder hochschulspezifisch als Orts-NC/lokaler NC vorliegen kann. Die Zulassung für einen Studiengang ist in der Regel beschränkt, wenn die Nachfrage nach Studienplätzen das Angebot übersteigt und die Hochschule zuvor eine Zulassungsbeschränkung beantragt hat.

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Onlinebasiertes Self-Assessment

Mit onlinebasierten Self-Assessments (z. B. „Career Counselling for Teachers“ – CCT oder „Fit für den Lehrerberuf“) kann die Entscheidung für den Lehrerberuf auf eine an der Berufsrealität orientierte und auf empirische Daten gestützte wissenschaftliche Basis gestellt werden. […] Die Hochschulen können den Nachweis über ein onlinebasiertes Self-Assessment als Zugangsvoraussetzung für einen lehramtsbezogenen Studiengang verlangen.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2013)

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Orts-NC/lokaler NC

siehe: NC

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Pädagogische Hochschule

Dieser Hochschultypus, der den Universitäten gleichgestellt ist, existiert ausschließlich in Baden-Württemberg. Der Schwerpunkt der Pädagogischen Hochschulen liegt in der Lehrerbildung und den damit verbundenen Forschungsaufgaben. „Angeboten werden die Studiengänge für die Lehrämter an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen sowie an beruflichen Schulen. Bei der Ausbildung für das gymnasiale Lehramt kooperieren Pädagogische Hochschulen und Universitäten.“ Im Zuge der Reform der Lehrerbildung zum WS 2015/16 werden die Pädagogischen Hochschulen und Universitäten des Landes künftig stärker miteinander kooperieren.

Quelle: Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg (o.J.)

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Pädagogischer Austauschdienst (PAD)

„Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) ist als einzige staatliche Einrichtung in Deutschland im Auftrag der Länder für den internationalen Austausch und die internationale Zusammenarbeit im Schulbereich tätig. Der PAD ist eine Abteilung im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.“

Quelle: Kultusministerkonferenz – Pädagogischer Austauschdienst (2014)

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Phasen der Lehrerbildung

Die Lehrerbildung gliedert sich in drei Phasen. Die Phase der universitären Ausbildung, entweder in grundständiger Studienstruktur oder im Bachelor-Master-System, die zum Ersten Staatsexamen führt, stellt die erste Phase der Lehrerbildung dar. Der Vorbereitungsdienst oder das Referendariat zur Erlangung des zweiten Staatsexamens die zweite Phase. Etwaige Lehrerfort- und -weiterbildungen, die im Anschluss absolviert werden, bilden die dritte Phase der Lehrerbildung.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (2014)

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Polyvalenz

„Mit Polyvalenz wird die Qualifizierung für verschiedene Berufs- oder Tätigkeitsfelder angesprochen, mit anderen Worten die Berufs- bzw. Tätigkeitsbefähigung für mehrere Arbeitsmarktbereiche.“ Im Bereich der Studiengänge bedeutet Polyvalenz, dass ein Bachelor-Studienabschluss für unterschiedliche Masterstudiengänge befähigen kann. Das heißt, ein polyvalenter Bachelorstudiengang kann z. B. sowohl in einen Master münden, der eine Tätigkeit als Lehrer(in) ermöglicht (M.Ed.) als auch in einen rein fachspezifischen Master (M.A. oder M.Sc.) ohne Lehramtsbezug. Unter Umständen müssen im letzteren Fall Studienleistungen nachgeholt werden.

Quelle: Reuter (2010)

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Portfolio

„Ein Portfolio ist eine zielgerichtete und systematische Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der / des Lernenden in einem oder mehreren Lernbereichen darstellt und reflektiert.“ (Thomas Häcker, 2002) „Das Portfolio kann von den Hochschulen als verpflichtendes oder freiwilliges Instrument eingesetzt werden. Bei entsprechenden landesweiten Regelungen kann das Portfolio auch phasenübergreifend angelegt werden. […] Studierende können während des Studiums ein Ausbildungsportfolio führen. Darin können die verschiedenen berufsfeldbezogenen Erfahrungen, Reflexionen und Arbeiten enthalten sein, ebenso die Protokolle der verschiedenen Feedbackgespräche. Dieses Dokument kann im gesamten Ausbildungsprozess zur Grundlage der berufspraktischen Beratung werden.“

Quelle: Kultusministerkonferenz (2013)

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Praxisphase

Die Praxisphasen sind – neben den Bildungswissenschaften, der Fachdidaktik und den Fachwissenschaften – eine der Säulen, aus denen das Curriculum des Lehramtsstudiums besteht. Die Praxisphasen, die in einem Lehramtsstudium durchlaufen werden müssen, unterscheiden sich u.a. hinsichtlich ihrer Bezeichnung (Praxisphase, Schulpraktikum, Schulpraktische Studien usw.), ihrer Dauer, der zeitlichen Verortung im Studienverlauf, der Lernprogression, der Anrechenbarkeit auf den Vorbereitungsdienst sowie hinsichtlich des Umfangs der Begleitung durch die Hochschule und/oder Studienseminare/Schulen.

Quelle: Gröschner/Schmitt (2010)

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Praxissemester

Ein Praxissemester ist eine Praxisphase über den Zeitraum eines Hochschulsemesters. Die in einzelnen Ländern etablierten Praxissemester können sich z. B. in ihrer Bezeichnung, ihrer Dauer, der zeitlichen Verortung im Studienverlauf, der Verantwortung und Anrechenbarkeit auf den Vorbereitungsdienst sowie hinsichtlich des Umfangs der Begleitung durch die Hochschule und/oder Studienseminare unterscheiden.

Quelle: Schubarth / Speck / Seidel / Gottmann / Kamm / Krohn (2012): Das Praxissemester im Lehramt – ein Erfolgsmodell?

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Primarstufe

Kinder sind in der Regel im Jahr der Vollendung des sechsten Lebensjahres schulpflichtig und treten in die für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsame Grundschule ein, die von Jahrgangsstufe 1 bis 4 reicht. In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule sechs Jahrgangsstufen.

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Promotion

„Mit der Promotion bestätigt die Universität die Befähigung zu vertiefter selbständiger wissenschaftlicher Arbeit. Die Ausbildung der Doktorandinnen und Doktoranden bildet im Verständnis der HRK nicht den dritten Studienabschnitt nach dem Erwerb der Grade 'Bachelor' und 'Master', sondern vielmehr die erste Stufe einer Forscherlaufbahn oder jeder anderen Laufbahn, die den Beleg einer eigenständigen Forschungsleistung (Dissertation) voraussetzt. Das Promotionsrecht wird durch den Staat nur an Universitäten – und gleichgestellte Hochschulen – verliehen, denen daher eine besondere Verantwortung für die Ausgestaltung des Promotionswesens zukommt, auch wenn dieses Recht jeweils von den Fakultäten wahrgenommen wird.“

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 13.05.2013)

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Qualifikationsstelle

Um einen weiteren wissenschaftlichen Abschluss, etwa in Form einer Promotion zu erlangen, sieht das Hochschulrahmengesetz befristete Mitarbeiterstellen vor: „Soweit befristet beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Aufgaben übertragen werden, die auch der Vorbereitung einer Promotion oder der Erbringung zusätzlicher wissenschaftlicher Leistungen förderlich sind, soll ihnen im Rahmen ihrer Dienstaufgaben ausreichend Gelegenheit zu eigener wissenschaftlicher Arbeit gegeben werden.“

Quelle: Hochschulrahmengesetz (in der Fassung vom 12. April 2007)

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Qualitätsoffensive Lehrerbildung

„Der Bund wird die Länder und Hochschulen ab 2014 über einen Zeitraum von zehn Jahren mit bis zu 500 Millionen Euro dabei unterstützen, innovative Konzepte für das Lehramtsstudium in Deutschland zu entwickeln und dessen Qualität noch weiter zu verbessern. Insbesondere der Wechsel von einem Bundesland in ein anderes wird für Studierende und Absolventen eines Lehramts künftig nachhaltig verbessert. Der Bund hatte dies zur Bedingung für seine Finanzierungszusage gemacht. Die Länder haben daraufhin in der Kultusministerkonferenz „gemeinsame Umsetzungsrichtlinien zur Verbesserung der Mobilität“ beschlossen, die nun durch den GWK Beschluss mit entsprechenden Regelungen in die Bund-Länder-Vereinbarung über das gemeinsame Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ vereinbart werden. […] Voraussetzung für eine Förderung ist die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen im Lehramt durch die Länder und die antragstellenden Hochschulen.“

Für die erste Förderphase wurden im März 2015 19 Konzepte ausgewählt. Die eingereichten Konzepte sehen vor, den Praxisbezug während des Lehramtsstudiums zu stärken und die angehenden Lehrkräfte in den verschiedenen Etappen ihrer Ausbildung – Studium, Referendariat und spätere Weiterbildungen – besser zu begleiten und zu unterstützen. Viele Projekte wollen die Vorbereitung auf Inklusion oder neue Medien in das Lehramtsstudium einbinden. Die Frist für die zweite Bewerbungsrunde endet am 12. Juni 2015.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2015)

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Quereinsteiger

Im Gegensatz zu den so genannten Seiteneinsteigern, welche auch den Vorbereitungsdienst „überspringen“ und direkt mit der Berufstätigkeit beginnen – und parallel zu dieser berufsbegleitend ausgebildet werden, handelt es sich bei den Quereinsteigern um Personen, die ohne vorangegangenes Lehramtsstudium den Vorbereitungsdienst beginnen.

Quelle: Reintjes/Bellenberg/Greling/Weegen (2012): Landesspezifische Ausbildungskonzepte für Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf: Eine Bestandsaufnahme

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Referendariat

siehe: Vorbereitungsdienst

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Regelstudienzeit

„Die Regelstudienzeiten für ein Vollzeitstudium betragen sechs, sieben oder acht Semester für die Bachelorstudiengänge und vier, drei oder zwei Semester für die Masterstudiengänge. Bei konsekutiven Studiengängen beträgt die Gesamtregelstudienzeit im Vollzeitstudium fünf Jahre (zehn Semester). Kürzere und längere Regelstudienzeiten sind bei entsprechender studienorganisatorischer Gestaltung in Ausnahmefällen möglich.“

Quelle: Kultusministerkonferenz (2010)

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Rekrutierung

Rekrutierung bezieht sich in der Lehrerbildung vornehmlich auf Werbe- und Informationskampagnen seitens der Hochschulen und Länder, genügend geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für das Lehramtsstudium und letztlich den Lehrerberuf zu gewinnen. Länder und Hochschulen sind oftmals an Projekten beteiligt, die speziell über das Lehramtsstudium informieren. Neben Informationskampagnen gehören jedoch auch Beratung und Eignungsabklärungsverfahren zur Rekrutierung.

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School of Education

Angelehnt an die so genannten „(Professional) Schools“, die es insbesondere an amerikanischen Hochschulen gibt, wurden in den letzten Jahren „Schools of Education“ initiiert, die als zentrale, für die Lehrerbildung an einer Hochschule zuständige Einrichtung fungieren. Es gibt keine eindeutige Definition einer solchen Einrichtung und die bereits an deutschen Hochschulen etablierten Organisationsformen unterscheiden sich z. B. in Bezug auf Ausstattung, Kompetenzen, Aufgaben.

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Schulpraktische Studien

Als Schulpraktische Studien werden diejenigen Veranstaltungen bezeichnet, die sowohl Praxisphasen (insbesondere in Schulen) als auch Reflexionsphasen (beispielsweise in Form von Begleitseminaren) beinhalten. Schulpraktische Studien werden in der Regel durch die Hochschulen verantwortet.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Schulpraktische Studien (BaSS) (2015)

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Schulsystem

Nach der Grundschule gibt es in der Sekundarstufe I drei Bildungsgänge, den Hauptschulbildungsgang, den Realschulbildungsgang und den gymnasialen Bildungsgang.
Diese drei Bildungsgänge werden entweder in Schularten, die spezifisch auf sie ausgerichtet sind angeboten oder in Schularten, die zwei oder drei der Bildungsgänge "unter einem Dach" vereinen. Dabei gibt es Länder, die in der Sekundarstufe I für die drei Bildungsgänge nur zwei verschiedene Schularten haben, andere haben drei oder vier.
Die hier abrufbare Übersicht über die Bildungsgänge und Schularten im Bereich der allgemeinen Bildung gibt einen Überblick über die Grundstruktur des Schulwesens und die spezifischen Bezeichnungen der einzelnen Schularten in den Ländern.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2014)

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Seiteneinsteiger

Im Gegensatz zu den so genannten Quereinsteigern, welche ohne vorangegangenes Lehramtsstudium den Vorbereitungsdienst beginnen, handelt es sich bei den Seiteneinsteigern um Personen, die auch den Vorbereitungsdienst „überspringen“ und direkt mit der Berufstätigkeit beginnen – und parallel zu dieser berufsbegleitend ausgebildet werden.

Quelle: Reintjes/Bellenberg/Greling/Weegen (2012): Landesspezifische Ausbildungskonzepte für Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf: Eine Bestandsaufnahme

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Sekundarstufe I

„Aufbauend auf der gemeinsamen vierjährigen – in Berlin und Brandenburg sechsjährigen – Grundschule sind die Bildungsgänge der Sekundarstufe I in den Ländern in unterschiedlichen Schularten organisiert, und zwar in der Regel als Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule.“

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Sekundarstufe II

„Nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht – in der Regel mit dem 15. Lebensjahr – erfolgt der Übergang in den Sekundarbereich II, entsprechend den Abschlüssen und Berechtigungen, die am Ende des Sekundarbereichs I erlangt werden.“

Quelle: Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2011)

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Selbststudium

Das Selbststudium dient dem Erwerb von Kompetenzen in einem nicht formal vorgegebenen Rahmen und grenzt sich hierdurch vom Präsenzlernen ab. Stattdessen werden die Kompetenzen eigenständig (autodidaktisch) angeeignet. Weit verbreitet ist das angeleitete Selbststudium, in dem Aufgaben klar umrissen werden und Formate wie Tutorien oder Blended-Learning-Angebote zum Einsatz kommen können.

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Semesterwochenstunde (SWS)

Eine Semesterwochenstunde (SWS) bedeutet, dass die entsprechende Lehrveranstaltung für die Dauer eines Semesters wöchentlich 45 Minuten beträgt. In der Regel werden für eine Lehrveranstaltung 2 SWS berechnet, was einer wöchentlichen Präsenzzeit von 90 Minuten entspricht. Insbesondere in den nicht gestuften Studiengängen werden die Lehrnachfrage der Studierenden und das Lehrangebot der Lehrenden mit Hilfe von so genannten Semesterwochenstunden berechnet. Hierbei wird nur die Präsenzzeit in einer Lehrveranstaltung in einem Semester berücksichtigt, nicht aber deren Vor- und Nachbereitung, das Selbststudium sowie Studien- und Prüfungsleistungen.

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Staatsexamen

„Staatsexamensstudiengänge stellen eine deutsche Besonderheit innerhalb der europäischen Hochschullandschaft dar. Sie werden nur an Universitäten angeboten, sind auf konkrete Berufsziele ausgerichtet, deren Zugang staatlich reglementiert ist, und der Staat selbst gilt als wichtiger Arbeitgeber. Entsprechend werden die Studieninhalte und Prüfungen durch den Staat gesichert. Zu den so genannten Staatsexamensstudiengängen zählen das Lehramt, die Medizin (darin enthalten: Zahnmedizin, Pharmazie und Veterinärmedizin) und die Rechtswissenschaften.“ In Bezug auf die Lehramtsstudiengänge wurden diese schon in vielen Bundesländern auf die gestufte Bachelor-/Master-Struktur umgestellt, so dass der Master-Abschluss für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst qualifiziert. Die nicht gestuften Lehramtsstudiengänge schließen mit einer staatlichen Prüfung, dem Staatsexamen, ab. Nach dem Vorbereitungsdienst (Referendariat) erfolgt ein zweites Staatsexamen.

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 13.05.2013)  

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Studienseminar

Studienseminare sind Einrichtungen, an der angehende Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst / Referendariat (zweite Phase der Lehrerbildung) absolvieren. In NRW heißen diese Ausbildungsstätten seit 2011 „Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung.“

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Studienstruktur

Jeder Studiengang erfolgt in der Regel nach einer fest vorgegebenen Studienstruktur. Unterschieden wird in Deutschland meist nach Studiengängen mit einer gestuften Studienstruktur (Bachelor/Master) und Studiengängen mit einer grundständigen Studienstruktur (im Lehramt Staatsexamen).

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Verbeamtung

In der Regel werden Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten verbeamtet. Jedoch gibt es länderspezifische Ausnahmen. In einigen Ländern werden Lehrkräfte  im Angestelltenverhältnis eingestellt. Gesundheitliche Eignungsvoraussetzungen für die Verbeamtung, wie BMI oder psychische Gesundheit, bestehen in allen Bundesländern.

Quelle: Referendar.de (abgerufen am 05.05.2015)

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Verzahnung

An der Lehrerbildung sind in den einzelnen Phasen (Lehramtsstudium, Vorbereitungsdienst und Weiterbildung) unterschiedliche Akteure beteiligt. Um Lehrerbildung aus einem Guss bieten zu können, wird vielfach eine so genannte Verzahnung gefordert, die definiert ist als: „organisatorische, curriculare und personelle Kooperation der an der Lehrerbildung beteiligten Institutionen mit dem Ziel, die jeweiligen Stärken für die Ausbildung in den je anderen Phasen zu nutzen“.

Quelle: Hericks (2004): Verzahnung der Phasen der Lehrerbildung

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Vollzeitäquivalent (VZÄ)

Um eine Einheit für die personelle Ausstattung z. B. eines Zentrums für Lehrerbildung zu erhalten, kann zusätzlich zu der Anzahl der Personen auch die Anzahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) angegeben werden. "Vollzeitbeschäftigte oder -studierende werden somit mit jeweils einem VZÄ gezählt, während bei Teilzeitbeschäftigten oder -studierenden die anteilige Arbeits- oder Studienstundenzahl erfasst wird. So werden beispielsweise Teilzeitbeschäftigte mit 20 Stunden Wochenarbeitszeit bei einer Vollzeit-Wochenarbeitszeit von 40 Stunden mit 0,5 VZÄ erfasst."

Quelle: eurostat (o.J.)

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Vorbereitungsdienst

auch: Referendariat

„Der Vorbereitungsdienst ist die eigenständige, schulpraktisch ausgerichtete, abschließende Phase der Lehrerausbildung. […] Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst gründet auf den im Studium erworbenen fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Kompetenzen.“ Er stellt das Bindeglied zwischen Hochschulstudium und späterer Berufstätigkeit dar.

Quelle: Kultusministerkonferenz (2012)  

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Weiterbildende Studiengänge

Weiterbildende Studiengänge werden in Regel nach einem ersten Hochschulabschluss absolviert. Im Bereich der Lehrerbildung können sie im Anschluss an einen bereits erworbenen Master of Education bzw. das Staatsexamen angeschlossen werden, so dass eine zusätzliche Lehrbefähigung, beispielsweise für Sonderpädagogik oder ein weiteres Unterrichtsfach, erworben werden kann.

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Workload (WL)

„Workload ist der in Zeitstunden ausgedrückte erwartete studentische Arbeitsaufwand, der, im Unterschied zum System der Semesterwochenstunden, das gesamte Studienpensum berücksichtigt. Er bildet die Grundlage für die Zuordnung von Leistungspunkten zu Modulen bzw. Lehrveranstaltungen und setzt sich zusammen aus der Kontaktzeit, der Zeit für Prüfungen, Prüfungsvorbereitung und Abschlussarbeit sowie dem Selbststudium. Der studentische Arbeitsaufwand liegt in einem Korridor zwischen 1500 und 1800 Stunden pro Jahr. Die Workload ist Planungsgröße bei der Studiengangsentwicklung (Überlastschutz) und erleichtert die Anerkennung von Studienleistungen beim Hochschulwechsel.“

Quelle: Hochschulrektorenkonferenz (abgerufen am 24.09.2013)

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Zentrum für Lehrerbildung

„Zentren für Lehrerbildung verstehen sich in der Regel als zentrale, fachbereichsübergreifende Einrichtungen zur Koordination und Steuerung in der Lehrerausbildung, mit der Maxime einer, zumindest inneruniversitären, Verzahnung inhaltlicher und struktureller Interessen.“

Quelle: Weyand/Schnabel-Schüle (2010)

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Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

siehe: Studienseminare