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Monitor Lehrerbildung

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Inklusion

Vertiefende Daten

Neben den in der Publikation ausgewerteten und dargestellten Daten, möchten wir Ihnen hier einige zusätzliche Informationen und Daten zum Thema "Inklusionsorientierte Lehrerbildung" anbieten. Grundlage ist, sofern nicht anders angegeben, die Datenerhebung aus dem Jahr 2014, an der sich 67 von 70 befragten lehrerbildenden Hochschulen und alle 16 Länder beteiligt haben.

Erhebungsfrage: Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen? (Länder + Hochschulen)

Im Zuge einer inklusionsorientierten Lehrerbildung stellt sich die Frage, ob die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge umstrukturiert werden sollen. Der Monitor Lehrerbildung hat die Länder und die Hochschulen nach ihren Planungen befragt.


Landesebene:

 

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die Nennungen
in absoluten Zahlen.)

 

Hochschulebene:

 

 

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die Nennungen
in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Werden Studiengänge mit integrierter Förderpädagogik angeboten? (Hochschulen)

Als Maßnahme für eine inklusionsorientierte Lehrerbildung haben einige Hochschulen in die Studiengänge für das Lehramt an Regelschulen strukturell sonderpädagogische Anteile integriert. Die Hochschulen wurden nach der Umsetzung und nach den Planungen zur Einrichtung von Studiengängen mit integrierter Förderpädagogik befragt.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die Nennungen
in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Für welche Förderschwerpunkte wird im Sonderpädagogischen Lehramt ausgebildet? (Länder + Hochschulen)

Um den Bedarf an sonderpädagogischem Fachpersonal sicherzustellen, muss in ausreichendem Maße für die verschiedenen Förderschwerpunkte ausgebildet werden. Länder und Hochschulen wurden danach befragt, für welche Förderschwerpunkte im sonderpädagogischen Lehramt ausgebildet wird.

Landesebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

 

 

Hochschulebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Gibt es Vorgaben darüber, dass Lehrveranstaltung(en) zum Thema "Inklusion" verpflichtend absolviert werden müssen? (Länder + Hochschulen)

Im Jahr 2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, die zu einem inklusiven Bildungssystem verpflichtet. Um dieses Ziel zu erreichen und die Umsetzung einheitlich voranzutreiben, wäre es eine Möglichkeit, verpflichtende Lehrveranstaltungen zum Thema „Inklusion“ vorzusehen. Diese Reglung kann alle angebotenen oder nur bestimmte Lehramtstypen betreffen.

Landesebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Hochschulebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Falls es an der Hochschule verpflichtend zu absolvierende Lehrveranstaltungen zur 'Inklusion' bzw. eine sonderpädagogische Grundqualifizierung für alle Lehramtsstudierenden gibt oder geplant sind: Wie wurden/werden die LP umverteilt? (Hochschulen)

Falls spezifische Veranstaltungen oder Module verpflichtend zu absolvieren sind, müssen bisherige Module/Veranstaltungen umstrukturiert werden. Da Hochschulen zum Beispiel in Bezug auf die Gesamtzahl der Leistungspunkte oder Modulgrößen bestimmte Vorgaben einzuhalten haben, müssen Leistungspunkte umverteilt werden, wenn nicht die gesamte Struktur des Lehramtsstudiums verändert werden soll. Zu diesem Zweck können Leistungspunkte anderer Lehrveranstaltungen verkleinert oder gestrichen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen die bis dato verpflichtend vorgesehen waren, als Wahlveranstaltungen anzubieten.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

In welchen Bereichen stellt Inklusion ein Querschnittsthema dar? (Länder + Hochschulen)

Eine weitere Möglichkeit, Inklusion in die Studieninhalte der Lehramtsstudiengänge einzubeziehen, besteht darin, diese als Querschnittsthema festzusetzen. In der Umsetzung heißt das, dass es kein gesondertes Modul zur Inklusion gibt, sondern das Thema in die bestehenden Lehrveranstaltungen integriert wird. Inklusion als Querschnittsthema kann entweder einen bestimmten Bereich (Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken, Fachwissenschaften) oder das gesamte Curriculum betreffen. Die Länder können die Umsetzung von Inklusion entweder den Hochschulen überlassen oder landesweite Vorgaben machen.

Landesebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Länder, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Hochschulebene:

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Sind Kenntnisse oder Kompetenzen in inklusiven Kontexten oder hierfür relevante Ausbildungen Kriterien bei der Besetzung von Stellen im akademischen Mittelbau, die an der Lehrerbildung beteiligt sind? (Hochschulen)

Um Lehramtsstudierende gezielt auf den Unterricht in inklusiven Kontexten vorbereiten zu können, ist es wichtig, dass auch die Lehrerbildnerinnen und Lehrerbildner über entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen verfügen. Der Monitor Lehrerbildung hat daher erfragt, ob Kenntnisse und Kompetenzen im Themenfeld der Inklusion bei der Stellenbesetzung im akademischen Mittelbau eine Rolle spielen und welcher Art diese Kenntnisse und Kompetenzen sein müssen.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die
Nennungen in absoluten Zahlen.)

 

 

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Sind Kenntnisse oder Kompetenzen in inklusiven Kontexten oder hierfür relevante Ausbildungen Kriterien bei der Besetzung von Professuren, die an der Lehrerbildung beteiligt sind? (Hochschulen)

Weiterhin wurde erfragt, ob Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich Inklusion für die Besetzung von Professuren in der Lehrerbildung eine Rolle spielen und welcher Art diese Kenntnisse und Kompetenzen sein müssen.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die
Nennungen in absoluten Zahlen.)

 

 

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Welche Maßnahmen der Personalentwicklung werden genutzt, um das vorhandene wissenschaftliche Hochschulpersonal dafür auszubilden, dass sie die Lehramtsstudierenden kompetent auf inklusiv arbeitende Schulen vorbereiten können? (Hochschulen)

Um die Studierenden auf die mit der Inklusion verbundenen Aufgaben vorzubereiten, wäre es vorteilhaft, wenn auch das bereits vorhandene wissenschaftliche Personal weitergebildet wird. Die Dozierenden an den Hochschulen, die im Bereich der Lehrerbildung tätig sind, könnten etwa Praxiserfahrungen in inklusiven Kontexten besitzen. Die Dozierenden können zum Beispiel durch eigene Praxisphasen in inklusiven Kontexten Erfahrungen sammeln. Denkbar sind außerdem interne Workshops sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus können die Kenntnisse und Kompetenzen im Selbststudium und Qualifikationsarbeiten erworben werden.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Wer führt die Lehre zur Inklusion in der Lehrerbildung durch? (Hochschulen)

Neben Kenntnissen und Kompetenzen des hochschulischen Lehrpersonals hat der Monitor Lehrerbildung die Hochschulen befragt, wer die Lehre im Bereich Inklusion durchführt.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Wenn bestimmte Themenschwerpunkte in der Lehrerbildung verpflichtend zu vermitteln sind, welche sind diese? (Länder)

Länder können in den Lehrerbildungsgesetzen verschiedene Themenfelder obligatorisch als Gegenstand der Lehramtsstudiengänge festschreiben. Sofern die Länder die Vermittlung bestimmter Themenschwerpunkte in der Lehrerbildung verpflichtend vorsehen, konnten bei der Befragung verschiedene Themenschwerpunkte, u.a. Inklusion und Team Teaching angegeben werden. Die Ergebnisse finden Sie hier aufgeschlüsselt nach Themen und Lehramtstypen.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Sind schulpraktische Studien in inklusiv arbeitenden Schulen bzw. Schulen mit 'Gemeinsamem Unterricht' (von Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf) verpflichtend oder als Wahlmöglichkeit vorgesehen? (Hochschulen)

Um schon während der Praxisphasen des Studiums Erfahrung in inklusiven Kontexten zu sammeln, dienen schulpraktische Studien in Inklusionsklassen oder Schulen mit gemeinsamem Unterricht von Schülern und Schülerinnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf als wichtige Elemente einer inklusionsorientierten Lehramtsausbildung.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Wie werden die Studierenden betreut, wenn sie in inklusiv arbeitenden Schulen bzw. Schulen mit 'Gemeinsamem Unterricht' (von Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf) ihre schulpraktischen Studien ableisten? (Hochschulen)

Nicht nur die eigentliche Praxisphase an Schulen mit gemeinsamem Unterricht, sondern auch eine entsprechende Betreuung ist ein wichtiger Gelingensfaktor für eine inklusionsorientierte Lehrerbildung.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die
Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Sind schulpraktische Studien in Regelschulen für Studierende von Studiengängen der sonderpädagogischen Lehrämter verpflichtend oder als Wahlmöglichkeit vorgesehen? (Hochschulen)

Ebenso wie schulpraktische Erfahrungen in inklusiven Kontexten für Lehramtsstudierende der Regelschulämter bedeutsam sind, sollte auch die Möglichkeit für Studierende der sonderpädagogischen Lehrämter gegeben sein, ihre Praxisphasen in Regelschulen abzuleisten.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Mehrfachnennungen waren möglich.
Diagramme zeigen die Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Gibt es Initiativen/Projekte im Bereich der Inklusion in der ersten Phase der Lehrerbildung, die das Land fördert? (Länder)

Fördermaßnahmen im Bereich Inklusion auf Länderebene können den aktuellen Umbruch in der Lehrerbildung vorantreiben und den Hochschulen entsprechende Umstrukturierungen erleichtern.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die
Nennungen in absoluten Zahlen.)

Erhebungsfrage: Ist Inklusion in der Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Landesregierung und den Hochschulen ein Thema gewesen? (Länder)

Neben konkreten Fördermaßnahmen in Form von Projekten stellen insbesondere die Zielvereinbarungen zwischen Ländern und Hochschulen einen wichtigen formalisierten Schritt dar, um Inklusion in der Lehrerbildung zu verankern.

(Diese Darstellung beruht auf Angaben aller Hochschulen, die geantwortet
haben und auf die diese Frage zutrifft. Diagramme zeigen die
Nennungen in absoluten Zahlen.)

Förder-, Inklusions- und Exklusionsquoten im Überblick1

Land

Förder-

quote

Inklusions-

quote

Exklusions-

quote

Baden-Württemberg 7,1% 2,1%

5,1%

Bayern 6,3% 1,6%

4,6%

Berlin 7,4% 4,1%

3,4%

Brandenburg 8,3% 3,6%

4,7%

Bremen 5,9% 4,1%

1,9%

Hamburg 8,8% 5,2%

3,6%

Hessen 5,7% 1,2% 4,5%
Mecklenburg-Vorpommern 10,8% 4,0% 6,8%
Niedersachen 5,3% 1,2% 4,1%
Nordrhein-Westfalen 7,1%

2,1%

5,1%
Rheinland-Pfalz 5,4%

1,4%

3,9%

Saarland

8,1%

3,6%

4,5%

Sachsen

8,5%

2,4%

6,1%

Sachsen-Anhalt

9,0%

2,3%

6,8%

Schleswig-Holstein

6,2%

3,7%

2,4%

Thüringen

6,8%

2,1%

4,6%

(Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen geringfügige Abweichungen ergeben.)

  1. Berechnungen folgen den offiziellen Schülerzahlen der Kultusministerkonferenz: Kultusministerkonferenz (2014): Sonderpädagogische Förderung in Förderschulen (Sonderschulen) 2013/2014. http://bit.ly/1w6zVlY; Kultusministerkonferenz (2014): Sonderpädagogische Förderung in allgemeinen Schulen (ohne Förderschulen) 2013/2014. http://bit.ly/1ALGWnJ und Dokumentation 206: Schüler, Klassen, Lehrer und Absolventen der Schulen 2004-2013 http://bit.ly/1DXu71W.