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Monitor Lehrerbildung

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Faktenblatt zur Lehrerbildung in Bayern.

Lehramtstypen:

• LAT 1 (Lehramt an Grundschulen)
• LAT 3 (Lehramt an Mittelschulen; Lehramt an Realschulen)
• LAT 4 (Lehramt an Gymnasien)
• LAT 5 (Lehramt an Beruflichen Schulen)
• LAT 6 (Lehramt Sonderpädagogik)

Studienstruktur:

• Bachelor/Master (Lehramtstyp 5)
• Staatsexamen (Lehramtstypen 1 / 3 / 4 / 5 / 6)

Regelstudienzeit:

• Bachelor & Master:

‣ insgesamt 10 Semester, 300 LP (LAT 5)

• Staatsexamen:

‣ 7 Semester, 210 LP (LAT 1 / 3)
‣ 9 Semester, 270 LP (LAT 4 / 5 / 6)

Praxisphasen:

• Praxisphasen sind während des Studiums zu erbringen, ein Praxissemester ist landesweit aber nicht vorgegeben.

Zentrales Gremium, das die universitäre Lehrerbildung mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet:

• Existiert auf Landesebene nicht.

Lehrerbildungszentren:

• Zentren für Lehrerbildung an den lehrerbildenden Hochschulen sind in Bayern laut Vorgaben landesweit vorgesehen.

Besonderheit:

• Das Lehramt an beruflichen Schulen (Lehramtstyp 5) kann in gestufter Struktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master studiert werden oder mit dem Abschluss Staatsexamen.
• Eine weitere Besonderheit stellen die zwei Varianten des Lehramtstyp 3 dar, der für das Lehramt an Mittelschulen oder das Lehramt an Realschulen studiert werden kann.

 

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der ersten und zweiten Phase, und zwar folgende: Jährliche Lehrerbedarfsprognose des Staatsministeriums Lehramtstyp I: Zu, Wintersemester 2018/2019 Ausbau der Studienkapazitäten um 700 Studienplätze; Zum Wintersemester 2020/21 Ausbau um weitere 300 Studienplätze; Lehramtstyp VI: Erhöhung der Kapazitäten durch 1) Schaffung von 10 zusätzlichen Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter 2) Aufbau eines dritten bayerischen Standorts für Sonderpädagogik an der Universität Regensburg mit zunächst 3 Lehrstühlen, Aufnahme des Studienbetriebs vsl. zum WS 2020/21 3) Ausbau des Standorts für Sonderpädagogik an der LMU München mit einem weiteren Lehrstuhl vsl. zum WS 2020/21 4) Ausbau des Standorts für Sonderpädagogik an der JMU Würzburg mit einem weiteren Lehrstuhl vsl. zum WS 2021/22

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

 
Anmerkung:
Lehrerbildung erfolgt in Bayern an den Universitäten im staatlichen Auftrag und damit grundsätzlich mit anderen Instrumenten als mit Zielvereinbarungen oder Hochschulverträgen. Eine Ausnahme stellt hier das Lehramt für Sonderpädagogik dar, insofern dieses nicht an allen bayerischen Universitätsstandorten angeboten wird. Der aktuelle Ausbau hat demnach an den betroffenen Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität München, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Universität Regensburg individuell abhängig vom jeweiligen Ausbau Eingang in die Zielvereinbarungen gefunden.

Hat das Land seit 2016 Maßnahmen ergriffen, um die Studienplätze im Lehramt auszubauen?

  • Ja, und zwar folgende: Lehramtstyp I: Zu, Wintersemester 2018/2019 Ausbau der Studienkapazitäten um 700 Studienplätze; Zum Wintersemester 2020/21 Ausbau um weitere 300 Studienplätze; Lehramtstyp VI: Erhöhung der Kapazitäten durch 1) Schaffung von 10 zusätzlichen Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter 2) Aufbau eines dritten bayerischen Standorts für Sonderpädagogik an der Universität Regensburg mit zunächst 3 Lehrstühlen, Aufnahme des Studienbetriebs vsl. zum WS 2020/21 3) Ausbau des Standorts für Sonderpädagogik an der LMU München mit einem weiteren Lehrstuhl vsl. zum WS 2020/21 4) Ausbau des Standorts für Sonderpädagogik an der JMU Würzburg mit einem weiteren Lehrstuhl vsl. zum WS 2021/22

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

 
Anmerkung:
Lehrerbildung erfolgt in Bayern an den Universitäten im staatlichen Auftrag und damit grundsätzlich mit anderen Instrumenten als mit Zielvereinbarungen oder Hochschulverträgen. Eine Ausnahme stellt hier das Lehramt für Sonderpädagogik dar, insofern dieses nicht an allen bayerischen Universitätsstandorten angeboten wird. Der aktuelle Ausbau hat demnach an den betroffenen Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität München, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Universität Regensburg individuell abhängig vom jeweiligen Ausbau Eingang in die Zielvereinbarungen gefunden.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

 
Anmerkung:
Auf die entsprechende Lehrerbedarfsprognose des Staatsministeriums wird hingewiesen.

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturient(inn)en

  • Studieninteessierte mit Migrationshintergrund

  • Studieninteressierte für das Grundschullehramt (Lehramtstyp 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe)

  • Studieninteressierte des Dritten Bildungsweges (Studieren ohne Abitur oder Fachhochschulreife)

  • Studieninteressierte für MINT-Lehramtsfächer

  • Studieninteressierte für Lehrämter der Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Studierende eines nicht-lehramtsbezogenen Fachstudiums

  • Quereinsteigende/Seiteneinsteigende

  • Studieninteressierte für das sonderpädagogische Lehramt

  • Personen mit Behinderungen

 
Anmerkung:
Entsprechende Voraussetzungen für das Studium müssen vorhanden sein.

Welche Maßnahmen ergreift das Land, um eine möglichst hohe Absolvent(inn)enquote im Lehramtsstudium zu gewährleisten?

  • Die bayerischen Universitäten mit einschlägigem Angebot halten grundsätzlich ein Angebot an Vorbereitungskursen für die Erste Staatsprüfung vor.

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2025) den höchsten Einstellungsbedarf von Lehrkräften?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - - -
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen - - -
Typ 3: Lehramt an Realschulen Informatik Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt Kunst
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Kunst Physik Informatik
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Elektro- und Informationstechnik Metalltechnik Bautechnik
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Didaktik der Grundschule - -

Anzahl der Lehramtsstudierenden im Jahr 2019

Grundschule, Primarbereich Primarbereich / Sek. I alle oder einzelne Schularten Sek. I Gymnasien / Sek. II (allgemeinbildende Fächer) Berufliche Schulen / Sek. II (berufliche Fächer) Sonderpädagogik
1458 k.A. 1203 1450 167 364
 
Indikatoren-Info:
Lehramtsstudierende mit angestrebtem Abschluss Master im 1. und 2. Fachsemester und mit angestrebtem Abschluss Staatsexamen im 7. und 8. Fachsemester

Anzahl von Lehrkräften 2018/19 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
96989 27461
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften 2018/19

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
1244 356
 

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
24 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...

Gibt es die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat berufsbegleitend zu absolvieren?

  • Nein

 
Anmerkung:
Es gibt keinen Vorbereitungsdienst in Teilzeit, aber der Freistaat Bayern ermöglicht eine familienfreundliche Ausgestaltung des Vorbereitungsdiensts - um die Qualität der Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu erhalten, ist die Reduzierung auf den eigenverantwortlichen Unterricht beschränkt.

Macht das Land Vorgaben dazu, welche Qualifizierungsmaßnahmen Quer- und Seiteneinsteigende durchlaufen müssen, um als Lehrkräfte in der Schule eingesetzt werden zu können?

  • Nein

Gibt es für Quer- und Seiteneinsteigende im Land die Möglichkeit, durch speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen eine volle Lehramtsbefähigung zu erhalten?

  • Nein

Gibt es die Möglichkeit für voll ausgebildete Lehrkräfte, sich zusätzlich für das Lehramt an einer anderen Schulform berufsbegleitend weiter zu qualifizieren?

  • Nein

 
Anmerkung:
Nein, es gibt aber über Sondermaßnahmen die Möglichkeit zur Zweitqualifizierung z. B. ggf. für Gymnasial- und Realschullehkräfte für das Lehramt an Grundschulen oder für das Lehramt an Mittelschulen.

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Lehramt an Mittelschulen Mittelschulen
Typ 3: Lehramt an Realschulen Lehramt an Realschulen Realschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an beruflichen Schulen Berufliche Schulen (Berufsschule, Berufsfachschule, Wirtschaftsschule, Fachschule, Fachoberschule, Berufsoberschule, Fachakademie)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt für Sonderpädagogik Förderschulen, mobile sonderpädagogische Dienste
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: Art. 2 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz Art. 7 bis Art. 22 Bayerisches Gesetz über das Erziehungs und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 , das zuletzt durch das Gesetz vom 23. Dezember 2019 geändert worden ist
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Nein, es gibt sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Art. 4 und 6 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG) i.d.F. der Bekanntmachung vom 12.12.1995, Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl) 1996 S. 16, ber. S. 40; das zuletzt durch Gesetz vom 5. November 2019 (GVBl. S. 618) geändert geändert worden ist (einsehbar unter www.gesetze-bayern.de/Co...).

 
Anmerkung:
Der Zugang zum Lehramt an beruflichen Schulen ist nur über eine gestufte Studienstruktur mit Masterabschlüssen möglich.

Studienstruktur der einzelnen Lehramtstypen

Studienstruktur
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehramt an Realschulen Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - - 7 Semester
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen - - 7 Semester
Typ 3: Lehramt an Realschulen - - 7 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - - 9 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester 9 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - - 9 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - LP - LP 210 LP
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen - LP - LP 210 LP
Typ 3: Lehramt an Realschulen - LP - LP 210 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - LP - LP 270 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP 270 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - LP - LP 270 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 4 Didaktik der Grundschule (Didaktiken von drei Fächern) und ein Unterrichtsfach (wie bei Lehramt an Realschulen) Art. 8 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 35 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen 4 Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule (Didaktiken von drei Fächern) und ein Unterrichtsfach (wie bei Lehramt an Realschulen) Art. 9 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 37 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 3: Lehramt an Realschulen 2 - Art. 10 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 39 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 - Art. 11 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 59 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 - Art. 12 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 86ff Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 4 Didaktik der Grundschule (Didaktiken von drei Fächern) bzw. Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule (Didaktiken von drei Fächern) sowie eine vertiefte sonderpädagogische Fachrichtung Ab WS 2020/2021 zusätzliche sonderpädagogische Fachrichtung Art. 13 Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG), § 90 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I)

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) vom 13. März 2008 (GVBl. S. 180), die zuletzt durch Verordnung vom 29. Januar 2020 (GVBl. S. 51) geändert worden ist. (www.gesetze-bayern.de/Co...)

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 54
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 1 - 70
Bildungswissenschaften 2 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 3 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 54
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 4 - 70
Bildungswissenschaften 5 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 6 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 3: Lehramt an Realschulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 12
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften 7 - 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 8 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 92
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 92
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 10
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften - 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 9 - 6
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 10 100 114
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 11 60 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs 12 k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 13 k.A. 10
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 14 k.A. 12
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 15 43 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 16 6 6
Abschlussarbeit / -prüfung 20 10
Optionalbereich / Sonstiges k.A. 15
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 17 - 120
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 18 - 70
Bildungswissenschaften 19 - 43
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 20 - 12
Abschlussarbeit / -prüfung - 10
Optionalbereich / Sonstiges - 15
 
Anmerkung:
1 Didaktik der Grundschule
2 Pädagogik und Psychologie (35 LP), Gesellschaftswissenschaften (8 LP)
3 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
4 Didaktiken der Fächergruppe der Mittelschule
5 Pädagogik und Psychologie (35 LP), Gesellschaftswissenschaften (8 LP)
6 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
7 35 LP in Pädagogik und Psychologie
8 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
9 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.
10 Berufliche Fachrichtung
11 Unterrichtsfach
12 Für Erweiterungsfächer: Erste Staatsprüfung oder mind. 60 ECTS-Punkte
13 Gem. KMK-Rahmenvereinbarung: Bildungswissenschaften sowie Fachdidaktiken und schulpraktische Studien insgesamt mind. 80 ECTS-Punkte
14 Gem. KMK-Rahmenvereinbarung: Bildungswissenschaften sowie Fachdidaktiken und schulpraktische Studien insgesamt mind. 80 ECTS-Punkte
15 Gem. KMK-Rahmenvereinbarung: Bildungswissenschaften sowie Fachdidaktiken und schulpraktische Studien insgesamt mind. 80 ECTS-Punkte
16 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.Gem. KMK-Rahmenvereinbarung: Bildungswissenschaften sowie Fachdidaktiken und schulpraktische Studien insgesamt mind. 80 ECTS-Punkte
17 Mit dem Beginn des Wintersemesters 2020/2021 tritt an die Stelle der hier ausgewiesenen vertieft studierten sonderpädagogischen Fachrichtung mit einem Studienumfang von 120 Leistungspunkten eine Kombination aus einer vertieft studierten Sonderpädagogischen Fachrichtung (90 LP) und einer weiteren sonderpädagogischen Fachrichtung im Qualifizierungsstudium (30 LP)
18 Didaktik der Grundschule oder Didaktiken einer Fächergruppe der Hauptschule
19 Pädagogik, Psychologie, Gesellschaftswissenschaften (8 LP)
20 Leistungspunkte für Praktika sind nur ausgewiesen, soweit sie von der Universität begleitet werden. Für das 3-4-wöchige Orientierungspraktikum und das Betriebspraktikum sind keine Leistungspunkte vorgesehen. Leistungspunkte für verschiedene verpflichtende Praktika sind in den Fächern/Studienbereichen integriert und hier nicht gesondert aufgeführt.

Existieren landesweite einschränkende Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Ja

 
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

In welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaft) muss die Abschlussarbeit geschrieben werden?

Lehramtstyp Fachwissenschaft Fachdidaktik Bildungswissenschaften
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja Ja Ja
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Ja Ja Ja
Typ 3: Lehramt an Realschulen Ja Ja Ja
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja Ja Ja
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja Ja Ja
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja - -

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrkräfteausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von mindestens 9 LP Ja und zwar im Umfang von mindestens 9 LP Ja, als integrativer Bestandteil des Studiums, der nicht in gesonderten LPs ausgewiesen wird Nein
 
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Zu welchen Themen existieren landesweit einheitliche Vorgaben über den Erwerb von professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Thema
Die folgenden Themen standen zur Auswahl: Schulentwicklung, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Unterrichtsentwicklung (d.h. systematische Verbesserung der Qualität des Unterrichts), Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Inklusion/Heterogenität, Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik), Interkulturelle Kompetenz, Überfachliche Kompetenzen (wie Kommunikation, kreatives Problemlösen und Gestaltungsfähigkeit), Personale Kompetenzen (wie Diskurs- und Reflexionsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstführung). Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: In den fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und inhaltlichen Prüfungsanforderungen für die Erste Staatsprüfung sind entsprechende Vorgaben getroffen.

Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: In den fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und inhaltlichen Prüfungsanforderungen für die Erste Staatsprüfung sind entsprechende Vorgaben getroffen.

Typ 3: Lehramt an Realschulen Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: In den fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und inhaltlichen Prüfungsanforderungen für die Erste Staatsprüfung sind entsprechende Vorgaben getroffen.

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: In den fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und inhaltlichen Prüfungsanforderungen für die Erste Staatsprüfung sind entsprechende Vorgaben getroffen.

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: In den fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und inhaltlichen Prüfungsanforderungen für die Erste Staatsprüfung sind entsprechende Vorgaben getroffen.

In welchen landesspezifischen Vorgaben ist Inklusion in Ihrem Land als Gegenstand der 1. Phase der Lehrkräftebildung schriftlich festgehalten?

  • Lehramtsprüfungsordnung(en), Lehrkräftebildungsgesetz, Lehramtszugangsverordnung

  • Curriculare Standards

Gibt es Landesvorgaben darüber, dass Lehrveranstaltung(en) zum Thema "Inklusion" verpflichtend absolviert werden müssen?

  • Ja, für alle angebotenen Lehramtstypen im Umfang von -LP

 
Anmerkung:
Alle lehrerbildenden Universitäten in Bayern setzen das Basiswissen „Inklusion und Sonderpädagogik“ seit dem Studienjahr 2018/19 um. Damit erhalten alle Lehramtsstudierenden Grundlageninformationen zu den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten, zu sonderpädagogischen Organisationsformen sowie zum inklusiven Unterricht und zur inklusiven Schulentwicklung im Primar- und Sekundarbereich. Keine Vorgaben zu bestimmten LP; inklusive Lehreinheiten innerhalb bestehender Veranstaltungen (insb. durch abgeordnete Lehrkräfte für Sonderpädagogik), aber auch zusätzliche Lehrveranstaltungen. Regelmäßiger und organisierter Austausch zwischen den Universitäten sichert die Umsetzung ab und steigert die Qualität der Lehre.

In welchen Bereichen stellt Inklusion ein Querschnittsthema dar?

  • Existierendes Querschnittsthema in den Bildungwissenschaften

  • Existierendes Querschnittsthema in den Fachdidaktiken

 
Indikatoren-Info:
Das heißt, es muss kein gesondertes Modul / keine gesonderte Lehrveranstaltung zur Inklusion, aber das Thema ist Gegenstand mehrerer Lehrveranstaltungen.

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler(innen) der Hochschule

  • Sonstige: Ausgewählte Praktikumslehrkräfte

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

 
Anmerkung:
Betriebspraktikum gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I). Das Orientierungspraktikum gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) kann teilweise auch in außerschulischen Einrichtungen abgeleistet werden.

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrende(r) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja, und zwar müssen mind. 3 Jahre Berufserfahrung vorliegen (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
Die entsprechende Regelung in Art. 7 Abs. 1 Satz 2 Bayerisches Hochschulpersonalgesetz (BayHSchPG) ist eine "Soll"-Bestimmung. Es ist hier die praktische Berufserfahrung als Lehrer (ohne Vorbereitungsdienst) und nicht nur als Lehrender ausschlaggebend.

Gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote, die von Lehrkräften ausschließlich an Hochschulen absolviert werden müssen?

  • Nein

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrkräftebildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Nein

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrkräftebildung?

  • Ja und zwar: Auswertung der Ergebnisse der Ersten Lehramts-/Staatsprüfung an den Universitäten

 
Anmerkung:
Der Freistaat Bayern ist hier nicht selbst aktiv. Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist rechtlich geregelt.

Stellte die Lehrkräftebildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen/Hochschulverträgen oder ähnlichen Steuerungsinstrumenten zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld dar?

  • Ja

Quelle der Dokumente

 
Anmerkung:
Lehrerbildung erfolgt in Bayern an den Universitäten im staatlichen Auftrag und damit grundsätzlich mit anderen Instrumenten als mit Zielvereinbarungen oder Hochschulverträgen. Eine Ausnahme stellt hier das Lehramt für Sonderpädagogik dar, insofern dieses nicht an allen bayerischen Universitätsstandorten angeboten wird. Der aktuelle Ausbau hat demnach an den betroffenen Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität München, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Universität Regensburg individuell abhängig vom jeweiligen Ausbau Eingang in die Zielvereinbarungen gefunden.

War die Sicherung des Lehrkräftenachwuchses Gegenstand der letzten Zielvereinbarungen/Hochschulverträge oder ähnlicher Steuerungsinstrumente im Land?

  • Lehrerbildung erfolgt in Bayern an den Universitäten im staatlichen Auftrag und damit grundsätzlich mit anderen Instrumenten als mit Zielvereinbarungen oder Hochschulverträgen. Eine Ausnahme stellt hier das Lehramt für Sonderpädagogik dar, insofern dieses nicht an allen bayerischen Universitätsstandorten angeboten wird. Der aktuelle Ausbau hat demnach an den betroffenen Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität München, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Universität Regensburg individuell abhängig vom jeweiligen Ausbau Eingang in die Zielvereinbarungen gefunden.

Welche Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Lehramtsstudium an den Hochschulen zum Erwerb von Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik) ergreift das Land bzw. plant das Land zu ergreifen?

Steuerungsmaßnahme Stand der Umsetzung
Berücksichtigung der Thematik in Regelungen in staatlichen Prüfungsordnungen Maßnahme wird bereits umgesetzt: Lehramtsübergreifend verankert in den §§ 32 "Erziehungswissenschaften" und 33 "Fachdidaktik" der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I), aber auch fachspezifisch, z. B. zu Deutsch, Ethik, Kunst …; Möglichkeit der Erweiterung "Medienpädagogik" § 115 (www.gesetze-bayern.de/Co...); Konsequente Fortsetzung in der schulpraktischen Ausbildung im Vorbereitungsdienst: Ausbildungsordnungen aller Lehrämter beinhalten die Aspekte des kompetenten Medieneinsatzes und der Medienerziehung (z. B. www.gesetze-bayern.de/Co...).
Sonstige Maßnahmen: Einrichtung und Ausstattung von Kompetenzzentren für digitales Lehren und Lernen an den lehrerbildenden Universitäten (DigiLLabs); bayernweit an 9 Universitäten (Universität Augsburg, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Universität Bayreuth, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München,Universität Passau, Universität Regensburg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg). Maßnahme wird bereits umgesetzt: Die Maßnahme ist im Masterplan BAYERN DIGITAL (S. 11) fixiert: www.bayern.de/wp-content...
 
Indikatoren-Info:
Zur Auswahl standen mehrere in der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' genannte Maßnahmen und es konnten weitere Maßnahmen genannt werden.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Ja, und zwar: Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Verstärkung des Praxisbezugs in der Lehrerbildung sowie Weiterentwicklung der Lehrerausbildung gemäß der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I); Förderprogramm zur Weiterqualifizierung von Lehramtsabsolventinnen und -absolventen der Lehrämter an Gymnasien und Realschulen

 
Anmerkung:
Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 26.10.2006 Nr. III.10-5 S 4006-PRA76 864, Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (KWMBl) I S. 335f. (www.gesetze-bayern.de/Co...)

In welchem Themenbereichen gibt es landeseigene Förderlinien, die Projekte in der ersten Phase der Lehrkräftebildung zu diesen Themenbereichen fördern?

  • Digitalisierung in der Lehrkräftebildung, und zwar: DigiLLabs an allen lehrerbildenden Universitäten, Abgeordnete Lehrkräfte an Universitäten, die das nachträgliche Erweiterungsfach Medienpädagogik anbieten.

  • Inklusion, und zwar: Basiswissen Inklusion: Abordnung von Lehrkräften für Sonderpädagogik an die Universitäten und Mitfinanzierung zweier Koordinationsbüros; Studienbuch Inklusion als E-Book kostenlos für alle Studierenden zugänglich aufgrund finanzieller Unterstützung durch das StMUK

 
Anmerkung:
Basiswissen Inklusion an allen lehrerbildenden Universitäten in Bayern. Abgeordnete Lehrkräfte für Sonderpädagogik, zwei Koordinierungsbüros, regelmäßiger Austausch der Universitäten sowie kostenloser Zugang der Studierenden zum Studienbuch Inklusion unterstützen die Umsetzung.
Indikatoren-Info:
Die Themen Digitalisierung und Inklusion wurden als mögliche Antwortoptionen vorgegeben. Zudem konnten die Länder weitere Themenbereiche unter Sonstiges nennen.

Verantwortungsstrukturen

Gibt es an den Hochschulen des Landes hochschulinterne, zentralisierte Einrichtungen für die Lehrerbildung Lehrkräftebildung (z. B. Zentren für Lehrerbildung)?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Art. 19 Abs. 5 Satz 2 Bayerisches Hochschulgesetz (BayHSchG) vom 23.05.2006, Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl) S. 245, das zuletzt durch § 1 Abs. 186 der Verordnung vom 26. März 2019 (GVBl. S. 98) geändert worden ist. (www.gesetze-bayern.de/Co...)

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrkräftebildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Form von Abordnungen