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Monitor Lehrerbildung

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Faktenblatt zur Lehrerbildung in Berlin.

Lehramtstypen:

• LAT 1 (Lehramt an Grundschulen)
• LAT 4 (Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien)
• LAT 5 (Lehramt an Beruflichen Schulen)

Studienstruktur:

• Bachelor/Master (alle Lehramtstypen)

Regelstudienzeit:

• Bachelor:

‣ 6 Semester, 180 LP (alle Lehramtstypen)

• Master:

‣ 4 Semester, 120 LP (alle Lehramtstypen)

Praxisphasen:

• Praxisphasen (inklusive Praxissemester) sind vorgesehen.

Zentrales Gremium, das die universitäre Lehrerbildung mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet:

• Das Land Berlin besitzt ein zentral begleitendes und koordinierendes Gremium auf Landesebene, die Steuerungsgruppe Lehrerbildung.

Lehrerbildungszentren:

• Ja, an allen lehrerbildenden Universitäten landesweit vorgesehen.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der ersten Phase, und zwar folgende: Hochschulverträge

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

Hat das Land seit 2016 Maßnahmen ergriffen, um die Studienplätze im Lehramt auszubauen?

  • Ja, und zwar folgende: Steigerung der Ausbildungskapazitäten im Lehramt

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

  • Hochschulverträge

 

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

 
Anmerkung:
Zukunftscampus Neue Lehrkräfte für Berlin: www.zukunftscampus-berli... Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund: www.berlin.de/sen/bildun... Broschüre “So wirst Du Lehrerin oder Lehrer in Berlin” und Broschüre „Lehrerin oder Lehrer in Berlin. Ihr Beruf mit Zukunft“ abrufbar unter www.berlin.de/sen/bildun...

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturient(inn)en

  • Studieninteessierte mit Migrationshintergrund

  • Studieninteressierte für das Grundschullehramt (Lehramtstyp 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe)

  • Studieninteressierte für MINT-Lehramtsfächer

  • Studieninteressierte für Lehrämter der Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Studierende eines nicht-lehramtsbezogenen Fachstudiums

  • Quereinsteigende/Seiteneinsteigende

  • Studieninteressierte für das sonderpädagogische Lehramt

Welche Maßnahmen ergreift das Land, um eine möglichst hohe Absolvent(inn)enquote im Lehramtsstudium zu gewährleisten?

  • Die Steuerung erfolgt anhand der Zielzahlen in den Hochschulverträgen. Das Land garantiert den lehrkräftebildenden Universitäten damit grundsätzlich die für die Erreichung hoher Absolvent(inn)enquoten notwendigen Mittel. Zusätzliche Mittel zur zielgerichteten Absicherung hoher Absolvent(inn)enquoten werden im Einzelfall durch das Land Berlin geprüft und gewährt.

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2025) den höchsten Einstellungsbedarf von Lehrkräften?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Deutsch Mathematik Sonderpädagogische Förderschwerpunkte
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Mathematik Englisch Deutsch
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Wirtschaftslehre Metalltechnik Pädagogik

Anzahl der Lehramtsstudierenden im Jahr 2019

Grundschule, Primarbereich Primarbereich / Sek. I alle oder einzelne Schularten Sek. I Gymnasien / Sek. II (allgemeinbildende Fächer) Berufliche Schulen / Sek. II (berufliche Fächer) Sonderpädagogik
375 k.A. k.A. 1120 74 k.A.
 
Indikatoren-Info:
Lehramtsstudierende mit angestrebtem Abschluss Master im 1. und 2. Fachsemester und mit angestrebtem Abschluss Staatsexamen im 7. und 8. Fachsemester

Anzahl von Lehrkräften 2018/19 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
31122 8560
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften 2018/19

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
1587 517
 

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...

Gibt es die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat berufsbegleitend zu absolvieren?

  • Ja

Macht das Land Vorgaben dazu, welche Qualifizierungsmaßnahmen Quer- und Seiteneinsteigende durchlaufen müssen, um als Lehrkräfte in der Schule eingesetzt werden zu können?

  • Ja, und zwar folgende: Für den Quereinstieg werden Vorgaben für den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst und die berufsbegleitenden Studien gemacht.

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Gibt es für Quer- und Seiteneinsteigende im Land die Möglichkeit, durch speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen eine volle Lehramtsbefähigung zu erhalten?

  • Ja

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

  • Quereinstiegsprogramm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: § 12 Lehrkräftebildungsgesetzt i.V.m den Vorgaben des Programms QuerBer sowie der Arbeitsanweisung zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst und zu den berufsbegleitenden Studien Quereinstiegsmasterstudiengänge: § 9 Lehrkräftebildungsgesetz i.V.m Hochschulverträgen

Gibt es die Möglichkeit für voll ausgebildete Lehrkräfte, sich zusätzlich für das Lehramt an einer anderen Schulform berufsbegleitend weiter zu qualifizieren?

  • Ja, und zwar für das Lehramt an folgenden Schulformen: Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien, Lehramt an beruflichen Schulen durch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien im Rahmen von Ergänzungsstudien

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

 
Anmerkung:
Für jedes Lehramt können anstelle eines Faches zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gewählt werden.
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Integrierten Sekundarschulen (ISS) und Gymnasien Integrierte Sekundarschulen und Gymnasien
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an beruflichen Schulen Berufliche Schulen
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta... -
 
Anmerkung:
Ein Einsatz in anderen Schularten ist grundsätzlich möglich. Die Grundschule im Land Berlin umfasst die Jahrgangsstufen 1 bis 6.
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Ja, eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 4 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 180 LP 120 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 3 Für jedes Lehramt können anstelle eines Faches zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gewählt werden. Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta...
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 Für jedes Lehramt können anstelle eines Faches zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gewählt werden. Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta...
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 Für jedes Lehramt können anstelle eines Faches zwei sonderpädagogische Fachrichtungen gewählt werden. Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta...

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Vorgabe für Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 k.A. k.A. 75
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 k.A. k.A. 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs 3 k.A. k.A. 60
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 4 k.A. k.A. 75
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 5 k.A. k.A. 60
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 6 k.A. k.A. 60
Bildungswissenschaften 7 k.A. k.A. 60
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 8 k.A. k.A. 30
Abschlussarbeit / -prüfung 10 15 k.A.
Optionalbereich / Sonstiges 9 k.A. k.A. 35
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 95
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 30
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 30
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 10 k.A. k.A. 40
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 11 k.A. k.A. 30
Abschlussarbeit / -prüfung 10 15 k.A.
Optionalbereich / Sonstiges 12 k.A. k.A. 12
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 95
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 30
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 30
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 13 k.A. k.A. 40
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14 k.A. k.A. 30
Abschlussarbeit / -prüfung 10 15 k.A.
Optionalbereich / Sonstiges 15 k.A. k.A. 12
 
Anmerkung:
1 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
2 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
3 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
4 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
5 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
6 Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile sind nicht differenzierbar.
7 Hier werden Bildungswissenschaften (30 LP), Grundschulpädagogik (20 LP) und Sprachbildung (10 LP) zusammengefasst.
8 Insgesamt werden schulpraktische Studien im Umfang von 7,5 Monaten durchgeführt. Im Masterstudiengang entfallen davon 30 LP auf das Praxissemester. Das berufsfelderschließende Praktikum im Bachelor wird innerhalb eines erziehungswissenschaftlichen Moduls durchgeführt und nicht gesondert mit Leistungspunkten ausgewiesen.
9 15 LP entfallen auf Inklusion. Diese Studienleistungen sind in den Fachdidaktiken (je 3 LP) und in der Erziehungswissenschaft (6 LP) verortet. 20 LP entfallen auf die fach- oder professionsbezogene Ergänzung.
10 Hier werden Bildungswissenschaften (30 LP) und Sprachbildung (10 LP) zusammengefasst.
11 Insgesamt werden schulpraktische Studien im Umfang von 7,5 Monaten durchgeführt. Im Masterstudiengang entfallen davon 30 LP auf das Praxissemester. Das berufsfelderschließende Praktikum im Bachelor wird innerhalb eines erziehungswissenschaftlichen Moduls durchgeführt und nicht gesondert mit Leistungspunkten ausgewiesen.
12 12 LP entfallen auf Inklusion. Diese Studienleistungen sind in den Fachdidaktiken (je 3 LP) und in der Erziehungswissenschaft (6 LP) verortet.
13 Hier werden Bildungswissenschaften (30 LP) und Sprachbildung (10 LP) zusammengefasst.
14 Insgesamt werden schulpraktische Studien im Umfang von 7,5 Monaten durchgeführt. Im Masterstudiengang entfallen davon 30 LP auf das Praxissemester. Das berufsfelderschließende Praktikum im Bachelor wird innerhalb eines erziehungswissenschaftlichen Moduls durchgeführt und nicht gesondert mit Leistungspunkten ausgewiesen.
15 12 LP entfallen auf Inklusion. Diese Studienleistungen sind in den Fachdidaktiken (je 3 LP) und in der Erziehungswissenschaft (6 LP) verortet.

Existieren landesweite einschränkende Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Nein

 
Anmerkung:
Für das Lehramtan Grundschulen gilt, dass die Bachelor- und Masterarbeitin einer sonderpädagogischen Fachrichtung angefertigt werden, wenn an die Stelle eines Faches zwei sonderpädagogische Fachrichtungen treten. Lehramtszugangsverordnung vom 30.06.2014: gesetze.berlin.de/jporta...
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrkräfteausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von mindestens 60 LP Ja und zwar im Umfang von mindestens 60 LP Nein Nein
 
Anmerkung:
Deutsch und Mathematik sind obligatorische Fächer für das Lehramt an Grundschulen (außer in Verbindung mit Sonderpädagogik). Das dritte Fach ist frei wählbar.
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Zu welchen Themen existieren landesweit einheitliche Vorgaben über den Erwerb von professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Thema
Die folgenden Themen standen zur Auswahl: Schulentwicklung, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Unterrichtsentwicklung (d.h. systematische Verbesserung der Qualität des Unterrichts), Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Inklusion/Heterogenität, Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik), Interkulturelle Kompetenz, Überfachliche Kompetenzen (wie Kommunikation, kreatives Problemlösen und Gestaltungsfähigkeit), Personale Kompetenzen (wie Diskurs- und Reflexionsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstführung). Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 1 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Personale Kompetenzen

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Personale Kompetenzen

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 3 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Personale Kompetenzen

 
Anmerkung:
1 Die Angaben beziehen sich auf die 1. und die 2. Phase der Lehrkräftebildung. Die landesweit einheitlichen Vorgaben werden in Berlin nicht getrennt nach Phasen der Lehrkräftebildung ausgewiesen, sondern verstehen sich als Längsschnittaufgaben.
2 Die Angaben beziehen sich auf die 1. und die 2. Phase der Lehrkräftebildung. Die landesweit einheitlichen Vorgaben werden in Berlin nicht getrennt nach Phasen der Lehrkräftebildung ausgewiesen, sondern verstehen sich als Längsschnittaufgaben.
3 Die Angaben beziehen sich auf die 1. und die 2. Phase der Lehrkräftebildung. Die landesweit einheitlichen Vorgaben werden in Berlin nicht getrennt nach Phasen der Lehrkräftebildung ausgewiesen, sondern verstehen sich als Längsschnittaufgaben.

In welchen landesspezifischen Vorgaben ist Inklusion in Ihrem Land als Gegenstand der 1. Phase der Lehrkräftebildung schriftlich festgehalten?

  • Lehramtsprüfungsordnung(en), Lehrkräftebildungsgesetz, Lehramtszugangsverordnung

  • Curriculare Standards

 
Anmerkung:
Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta... ; Lehramtszugangsverordnung vom 30.06.2014: gesetze.berlin.de/jporta...

Gibt es Landesvorgaben darüber, dass Lehrveranstaltung(en) zum Thema "Inklusion" verpflichtend absolviert werden müssen?

  • Ja, für alle angebotenen Lehramtstypen im Umfang von 12-15LP

 
Anmerkung:
15 LP: Lehramt an Grundschulen; 12 LP Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien und Lehramt an beruflichen Schulen

In welchen Bereichen stellt Inklusion ein Querschnittsthema dar?

  • Existierendes Querschnittsthema in den Bildungwissenschaften

  • Existierendes Querschnittsthema in den Fachdidaktiken

 
Indikatoren-Info:
Das heißt, es muss kein gesondertes Modul / keine gesonderte Lehrveranstaltung zur Inklusion, aber das Thema ist Gegenstand mehrerer Lehrveranstaltungen.

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen inkl. Praxissemester/anders benannter Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

 
Anmerkung:
Rahmenvereinbarung über die Durchführung schulpraktischer Studien: abrufbar unter www.berlin.de/sen/bildun...

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler(innen) der Hochschule

  • Fachseminarleiter(innen) des Studienseminars

 
Anmerkung:
Im Rahmen der sog. Fachberatung werden die Studierenden durch hierzu spezifisch qualifizierte Fachseminarleitungen begleitet. Diese Form der Lernbegleitung umfasst folgende Elemente: Die Fachberaterinnen und Fachberater gestalten gemeinsam mit den fachdidaktischen Universitätslehrenden ein bis zwei Seminarsitzungen im Rahmens des auf das Praxissemester vorbereitenden Seminars im Sommersemester. Zudem führen sie die Studierenden in das Verfahren des „Kollegialen Unterrichtscoachings“ ein, zeigen ihnen eigenen Unterricht und bereiten diesen mit den Studierenden vor und nach. Des Weiteren vermitteln sie den Studierenden Einblicke in den Vorbereitungsdienst.

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Detaillierte Informationen zum Praxissemester

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Dauer (an der Praktikumsschule) mindestens 6 Wochen 6 Monate
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 11 LP 30 LP
Studiensemester in der Regel 2./3. Semester 3. Semester
Verantwortung Die Hochschule Die Hochschule
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Dauer (an der Praktikumsschule) mindestens 6 Wochen 6 Monate
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 11 LP 30 LP
Studiensemester in der Regel 2./3. Semester 3. Semester
Verantwortung Die Hochschule Die Hochschule
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Dauer (an der Praktikumsschule) mindestens 6 Wochen 6 Monate
Umfang (zugehöriger Veranstaltungen) 11 LP 30 LP
Studiensemester in der Regel 2./3. Semester 3. Semester
Verantwortung Die Hochschule Die Hochschule
 
Anmerkung:
In die Masterstudiengänge auf der Grundlage des Lehrkräftebildungsgesetzes vom 07.02.2014 wurde erstmalig im WS 2015/2016 eingeschrieben. Das Praxissemester wurde erstmals im WS 2016/2017 durchgeführt.

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrende(r) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja, und zwar müssen mind. 3 Jahre Berufserfahrung vorliegen (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
§ 100 Abs. 3 BerlHG gesetze.berlin.de/jporta...

Gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote, die von Lehrkräften ausschließlich an Hochschulen absolviert werden müssen?

  • Ja, und zwar folgende: In den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudien werden Ergänzungs- und Erweiterungsstudien in Kooperation mit lehrkräftebildenden Universitäten durchgeführt.

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrkräftebildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Steuerungsgruppe Lehrerbildung

 
Anmerkung:
Lehrkräftebildungsgesetz vom 07.02.2014: gesetze.berlin.de/jporta...

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrkräftebildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge)

Stellte die Lehrkräftebildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen/Hochschulverträgen oder ähnlichen Steuerungsinstrumenten zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld dar?

  • Ja

Quelle der Dokumente

War die Sicherung des Lehrkräftenachwuchses Gegenstand der letzten Zielvereinbarungen/Hochschulverträge oder ähnlicher Steuerungsinstrumente im Land?

  • Ja

 

Welche Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Lehramtsstudium an den Hochschulen zum Erwerb von Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik) ergreift das Land bzw. plant das Land zu ergreifen?

Steuerungsmaßnahme Stand der Umsetzung
Berücksichtigung der Thematik in Hochschulverträgen Maßnahme wird bereits umgesetzt: Hochschulverträge: www.berlin.de/sen/wissen...
Typ 3: Lehramt an Mittelschulen Ludwig-Maximilians-Universität München
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ludwig-Maximilians-Universität München
 
Anmerkung:
Die Hochschulverträge des Landes Berlin für die Jahre 2018-2022 beinhalten ein eigenes Kapitel zu den Chancen der Digitalisierung. Sie wird als Querschnittsaufgabe verstanden. Die Entwicklung neuer Konzepte für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien ist für alle Studiengänge der Berliner Hochschulen vorgesehen.
Indikatoren-Info:
Zur Auswahl standen mehrere in der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' genannte Maßnahmen und es konnten weitere Maßnahmen genannt werden.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

 
Anmerkung:
Projekte zur Verbesserung der Lehrkräftebildung werden im Rahmen der Berliner Qualitäts- und Innovationsoffensive gefördert. www.berliner-hochschulpo...

In welchem Themenbereichen gibt es landeseigene Förderlinien, die Projekte in der ersten Phase der Lehrkräftebildung zu diesen Themenbereichen fördern?

  • Sonstiger Themenbereich, und zwar: Berliner Lehramt-Stipendium für Studierende der MINT-Fächer in Quereinstiegsmaster-Studiengängen

 
Indikatoren-Info:
Die Themen Digitalisierung und Inklusion wurden als mögliche Antwortoptionen vorgegeben. Zudem konnten die Länder weitere Themenbereiche unter Sonstiges nennen.

Verantwortungsstrukturen

Gibt es an den Hochschulen des Landes hochschulinterne, zentralisierte Einrichtungen für die Lehrerbildung Lehrkräftebildung (z. B. Zentren für Lehrerbildung)?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

 
Anmerkung:
Zentren für Lehrkräftebildung bzw. Schools of Education als Zentralinstitute

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrkräftebildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Form von Abordnungen