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Monitor Lehrerbildung

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Faktenblatt zur Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz.

Lehramtstypen:

• LAT 1 (Lehramt an Grundschulen)
• LAT 3 (Lehramt an Realschulen plus)
• LAT 4 (Lehramt an Gymnasien)
• LAT 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen)
• LAT 6 (Lehramt an Förderschulen)

Studienstruktur:

• Bachelor/Master (alle Lehramtstypen)

Regelstudienzeit:

• Bachelor:

‣ 6 Semester, 180 LP (alle Lehramtstypen)

• Master:

‣ 2 Semester, 120 LP (LAT 1)
‣ 3 Semester, 120 LP (LAT 3 / 6)
‣ 4 Semester, 120 LP (LAT 4 / 5)

Praxisphasen:

• Praxisphasen sind in allen Lehramtsstudiengängen landesweit curricular verankert, nicht aber ein Praxissemester.

Zentrales Gremium, das die universitäre Lehrerbildung mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet:

• Das Landesprüfungsamt für die Lehrämter an Schulen unterstützt die universitäre Lehrerbildung als zentrale Gremien mit kontinuierlicher Begleitung.

Lehrerbildungszentren:

• Zentren für Lehrerbildung sind landesweit vorgegeben.

Besonderheit:

• Beim Studium des LAT 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen) sind zwölf Monate Praxis bis zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst nachzuweisen.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der ersten und zweiten Phase, und zwar folgende: 1. Phase: Kapazitätsbeschränkungen in bestimmten Fächern an den Universitäten und 2. Phase Lehramtsanwärter-Zulassungsverordnung

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

Hat das Land seit 2016 Maßnahmen ergriffen, um die Studienplätze im Lehramt auszubauen?

  • Ja, und zwar folgende: Einrichtung neuer Studiengänge (z.B. Gesundheit für das Lehramt an BBS an der TU Kaiserslautern und Lehramt an Grundschulen an der Uni Trier) Insbesondere für die Lehrämter an Grundschulen und an berufsbildenden Schulen

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturient(inn)en

  • Studieninteessierte mit Migrationshintergrund

  • Studieninteressierte für das Grundschullehramt (Lehramtstyp 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe)

  • Studieninteressierte für MINT-Lehramtsfächer

  • Studieninteressierte für Lehrämter der Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Studierende eines nicht-lehramtsbezogenen Fachstudiums

  • Quereinsteigende/Seiteneinsteigende

  • Studieninteressierte für das sonderpädagogische Lehramt

  • Personen mit Behinderungen

Welche Maßnahmen ergreift das Land, um eine möglichst hohe Absolvent(inn)enquote im Lehramtsstudium zu gewährleisten?

  • Im Rahmen der Mitte des Jahres 2020 abzuschließenden "Zielvereinbarung zur Umsetzung der Hochschulinitiative für gutes Studium und gute Lehre in Rheinland-Pfalz" zwischen dem Land und den Hochschulen hat die Förderung der Qualität in Studium und Lehre auch Folgen für die Steigerung der Absolvent(inn)enquote, d.h. die Zahl der Studienabbrüche soll reduziert werden.

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2025) den höchsten Einstellungsbedarf von Lehrkräften?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Grundschulbildung - -
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Französisch Physik Chemie
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Musik Informatik Bildende Kunst
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Sozialpädagogik Elektrotechnik Informationstechnik
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lernen Sozial-emotionale Entwicklung Sprache

Anzahl der Lehramtsstudierenden im Jahr 2019

Grundschule, Primarbereich Primarbereich / Sek. I alle oder einzelne Schularten Sek. I Gymnasien / Sek. II (allgemeinbildende Fächer) Berufliche Schulen / Sek. II (berufliche Fächer) Sonderpädagogik
527 k.A. 138 640 53 252
 
Indikatoren-Info:
Lehramtsstudierende mit angestrebtem Abschluss Master im 1. und 2. Fachsemester und mit angestrebtem Abschluss Staatsexamen im 7. und 8. Fachsemester

Anzahl von Lehrkräften 2018/19 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
35566 9923
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften 2018/19

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
301 66
 

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...

Gibt es die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat berufsbegleitend zu absolvieren?

  • Nein

 
Anmerkung:
Der Quereinstieg in ein Lehramt entspricht grundsätzlich dem Vorbereitungsdienst. Beim Seiteneinstieg in ein Lehramt erfolgt die pädagogische Zusatzausbildung berufsbegleitend zur Tätigkeit als Lehrkraft.

Macht das Land Vorgaben dazu, welche Qualifizierungsmaßnahmen Quer- und Seiteneinsteigende durchlaufen müssen, um als Lehrkräfte in der Schule eingesetzt werden zu können?

  • Ja, und zwar folgende: Landesrverordnung (LVO) und Verwaltungsvorschrift (VV). Für Näheres siehe nachfolgend "Dokumentation/Quelle der Vorgaben".

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • QE: - Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, an Realschulen plus, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und an Förderschulen vom 3. Januar 2012 SE: - Landesverordnung über die pädagogische Zusatzausbildung und Prüfung von Lehrkräften im Seiteneinstieg (Lehrkräfte-Seiteneinstiegsverordnung)vom 30. April 2013 - Pädagogische Zusatzausbildung für Lehrkräfte im Seiteneinstieg (Amtsbl. 2013, 156, GAmtsbl. 2018, 425)

Gibt es für Quer- und Seiteneinsteigende im Land die Möglichkeit, durch speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen eine volle Lehramtsbefähigung zu erhalten?

  • Ja

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

  • QE: - Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, an Realschulen plus, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und an Förderschulen vom 3. Januar 2012 SE: - Landesverordnung über die pädagogische Zusatzausbildung und Prüfung von Lehrkräften im Seiteneinstieg (Lehrkräfte-Seiteneinstiegsverordnung)vom 30. April 2013 - Pädagogische Zusatzausbildung für Lehrkräfte im Seiteneinstieg (Amtsbl. 2013, 156, GAmtsbl. 2018, 425)

Gibt es die Möglichkeit für voll ausgebildete Lehrkräfte, sich zusätzlich für das Lehramt an einer anderen Schulform berufsbegleitend weiter zu qualifizieren?

  • Ja, und zwar für das Lehramt an folgenden Schulformen: alle Lehrämter; Landesverordnung über die Prüfungen von Lehrkräften zum Wechsel des Laufbahnzweiges (Lehrkräfte-Wechselprüfungsverordnung) Vom 29. April 2014

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt an Realschulen plus Realschulen plus, Gesamtschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien, Berufsbildende Schulen, Gesamtschulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an berufsbildenden Schulen Berufsbildende Schulen, Gymnasien (falls zwei allgemeinbildende Fächer), Gesamtschulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt an Förderschulen Förderschulen, zur Inklusion an allen Schularten
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: Schulgesetz, Schullaufbahnverordnung, Landesverordnung über die Anerkennung als Erste Staatsprüfung Schullaufbahnverordnung
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Ja, eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengänge als Erste Staatsprüfung für Lehrämter: bm.rlp.de/de/bildung/sch...

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 6 Semester 2 Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 3 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 6 Semester 3 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP 300 LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 180 LP 120 LP 300 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 3 Erweiterungsprüfung für zusätzliches Fach Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter landesrecht.rlp.de/jport...
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 Erweiterungsprüfung für zusätzliches Fach Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter: landesrecht.rlp.de/jport...
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 Erweiterungsprüfung für zusätzliches Fach Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter: landesrecht.rlp.de/jport...
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 Erweiterungsprüfung für zusätzliches Fach Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter: landesrecht.rlp.de/jport...
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 4 Erweiterungsprüfung für zusätzliches Fach Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter: landesrecht.rlp.de/jport...
 
Anmerkung:
Lehramtstyp 1: Fach 1 (Deutsch, Mathematik oder Fremdsprache), Fach 2 (frei wählbar), Fach 3 (Grundschulbildung mit den Lernbereichen Deutsch, Mathematik, Fremdsprache, Sachunterricht/Naturwissenschaften, Ästhetische Bildung sowie Profilbereiche Religion, Musik, Bildende Kunst oder Sport)

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 50
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 50
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs 3 66
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 4 mindestens 16
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 5 mindestens 16
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 10
Bildungswissenschaften 6 46
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14
Abschlussarbeit / -prüfung 26
Optionalbereich / Sonstiges 7 k.A.
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 88
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 88
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs mindestens 14
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs mindestens 14
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 54
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14
Abschlussarbeit / -prüfung 26
Optionalbereich / Sonstiges 8 k.A.
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 9 107
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 10 107
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 11 mindestens 16
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 12 mindestens 16
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 42
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14
Abschlussarbeit / -prüfung 30
Optionalbereich / Sonstiges 13 k.A.
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 14 134
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs mindestens 20
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs mindestens 12
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 42
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14
Abschlussarbeit / -prüfung 30
Optionalbereich / Sonstiges 15 k.A.
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 98
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 98
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs mindestens 14
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs mindestens 14
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A.
Bildungswissenschaften 16 34
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 14
Abschlussarbeit / -prüfung 26
Optionalbereich / Sonstiges 17 k.A.
 
Anmerkung:
1 Ohne Bachelor-/Master-Arbeiten und ohne Praktika.
2 Ohne Bachelor-/Master-Arbeiten und ohne Praktika.
3 In Grundschulbildung mit den Fächern Fremdsprache, Sachunterricht/Naturwissenschaften, Ästhetische Bildung sowie Profilbereiche Religion, Musik, Bildende Kunst oder Sport.
4 Ohne Bachelor-/Master-Arbeiten und ohne Praktika.
5 Ohne Bachelor-/Master-Arbeiten und ohne Praktika.
6 Einschließlich Grundschulpädagogik (ab 5. Semester Bildungswissenschaften als Teilbereich in Grundschulbildung).
7 Die beiden Fachwissenschaften und die Bildungswissenschaften gehen ab dem 5. Semester in dem Fach Grundschulbildung auf. Der Anteil der Fachdidaktik beträgt mindestens 15 % der LP für Fachwissenschaften.
8 Der Anteil der Fachdidaktik beträgt mindestens 15 % der LP für Fachwissenschaften.
9 Bei Bildender Kunst oder Musik: insgesamt 134 LP.
10 In Kombination mit Bildender Kunst oder Musik: insgesamt 80 LP.
11 Bei Bildender Kunst oder Musik: 20 LP.
12 In Kombination mit Bildender Kunst oder Musik: insgesamt 12 LP.
13 Der Anteil der Fachdidaktik beträgt mindestens 15 % der LP für Fachwissenschaften.
14 Berufliches Fach
15 Der Anteil der Fachdidaktik beträgt mindestens 15 % der LP für Fachwissenschaften.
16 ab 5. Semester (zusätzlich) Bildungswissenschaften als Teilbereich in Sonderpädagogik
17 Der Anteil der Fachdidaktik beträgt mindestens 15 % der LP für Fachwissenschaften.

Existieren landesweite einschränkende Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Ja

 
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

In welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaft) muss die Abschlussarbeit geschrieben werden?

Lehramtstyp Fachwissenschaft Fachdidaktik Bildungswissenschaften Keine landesweiten Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja Ja Ja -
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja Ja Ja -
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja Ja - -
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja Ja - -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja Ja - -
 
Anmerkung:
Die Angaben besziehen sich auf die Vorgaben für die Masterarbeit.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrkräfteausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von 16-74 LP Ja und zwar im Umfang von 18-76 LP Ja und zwar im Umfang von 16-72 LP Ja und zwar im Umfang von 16-74 LP
 
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Zu welchen Themen existieren landesweit einheitliche Vorgaben über den Erwerb von professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Thema
Die folgenden Themen standen zur Auswahl: Schulentwicklung, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Unterrichtsentwicklung (d.h. systematische Verbesserung der Qualität des Unterrichts), Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Inklusion/Heterogenität, Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik), Interkulturelle Kompetenz, Überfachliche Kompetenzen (wie Kommunikation, kreatives Problemlösen und Gestaltungsfähigkeit), Personale Kompetenzen (wie Diskurs- und Reflexionsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstführung). Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:Schulentwicklung
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

In welchen landesspezifischen Vorgaben ist Inklusion in Ihrem Land als Gegenstand der 1. Phase der Lehrkräftebildung schriftlich festgehalten?

  • Lehramtsprüfungsordnung(en), Lehrkräftebildungsgesetz, Lehramtszugangsverordnung

  • Curriculare Standards

Gibt es Landesvorgaben darüber, dass Lehrveranstaltung(en) zum Thema "Inklusion" verpflichtend absolviert werden müssen?

  • Ja, für alle angebotenen Lehramtstypen im Umfang von *LP

 
Anmerkung:
* Das Thema Inklusion ist verpflichtender Studien- und Prüfungsbestandteil in den Bildungswissenschaften und den Fächern sowie der Schulpraktika. Hierbei handelt es sich nicht um separate Module, das Thema findet sich in den Inhalten und Kompetenzerwartungen der Module

In welchen Bereichen stellt Inklusion ein Querschnittsthema dar?

  • Existierendes Querschnittsthema in den Bildungwissenschaften

  • Existierendes Querschnittsthema in den Fachdidaktiken

  • Existierendes Querschnittsthema in den Fachwissenschaften

 
Indikatoren-Info:
Das heißt, es muss kein gesondertes Modul / keine gesonderte Lehrveranstaltung zur Inklusion, aber das Thema ist Gegenstand mehrerer Lehrveranstaltungen.

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler(innen) der Hochschule

  • Fachseminarleiter(innen) des Studienseminars

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben

 
Anmerkung:
Lehramt an berufsbildenden Schulen: 12 Monate Praxis spätestens bis Eintritt in den Vorbereitungsdienst, Betriebspraktika für alle Lehrämter werden empfohlen und können ein Orientierendes Schulpraktikum ersetzen.

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Ja, dieses dient ausschließlich der Reflexion seitens der Studierenden und wird nicht von der Hochschule eingesehen

 
Anmerkung:
Das Praktikumsbuch kann der Hochschule von den Studierenden (freiwillig) vorgelegt werden.
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrende(r) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja, und zwar sollen mind. 3 Jahre Berufserfahrung vorliegen (ohne Vorbereitungsdienst)

Gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote, die von Lehrkräften ausschließlich an Hochschulen absolviert werden müssen?

  • Ja, und zwar folgende: Zertifikatsstudiengang als Erweiterungsprüfung für Lehrämter

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter vom 8. Juli 2011

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrkräftebildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Landesprüfungsamt für die Lehrämter an Schulen, Zentren für Lehrerbildung

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrkräftebildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge) und Evaluation (Staatsexamensstudiengänge)

 
Anmerkung:
Im Zeitraum 2017-2019 waren die lehramtsbezogenen Studiengänge darüber hinaus Bestandteil einer Evaluation der Lehrkräfteausbildung in Rheinland-Pfalz.

Stellte die Lehrkräftebildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen/Hochschulverträgen oder ähnlichen Steuerungsinstrumenten zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld dar?

  • Nein, aber geplant

Quelle der Dokumente

  • In den "Zielvereinbarungen zur Umsetzung der Hochschulinitative für gutes Studium und gute Lehre in Rheinland-Pfalz", die Mitte 2020 zwischen dem Land und den Universitäten abgeschlossen werden, stellt die Lehrkräftebildung ein Themenfeld bei der Profilentwicklung dar.

War die Sicherung des Lehrkräftenachwuchses Gegenstand der letzten Zielvereinbarungen/Hochschulverträge oder ähnlicher Steuerungsinstrumente im Land?

  • Ja. Darüber hinaus: Im Rahmen der Mitte des Jahres 2020 abzuschließenden "Zielvereinbarung zur Umsetzung der Hochschulinitiative für gutes Studium und gute Lehre in Rheinland-Pfalz" zwischen dem Land und den Hochschulen wird u.a. auch die Sicherung und der Ausbau des Lehrkräftenachwuchses thematisiert.

Welche Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Lehramtsstudium an den Hochschulen zum Erwerb von Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik) ergreift das Land bzw. plant das Land zu ergreifen?

Steuerungsmaßnahme Stand der Umsetzung
Berücksichtigung der Thematik in Regelungen in staatlichen Prüfungsordnungen Maßnahme wird bereits umgesetzt: landesrecht.rlp.de/jport...
Sonstige Maßnahmen: Einrichtung einer Kommission zur Umsetzung der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in Rheinland-Pfalz Maßnahme wird bereits umgesetzt
 
Anmerkung:
Die entsprechende Landesverordnung (staatliche Prüfungsordnung) wird mit Blick auf die Konsequenzen der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" geändert.
Indikatoren-Info:
Zur Auswahl standen mehrere in der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' genannte Maßnahmen und es konnten weitere Maßnahmen genannt werden.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Nein

In welchem Themenbereichen gibt es landeseigene Förderlinien, die Projekte in der ersten Phase der Lehrkräftebildung zu diesen Themenbereichen fördern?

  • Digitalisierung in der Lehrkräftebildung, und zwar: MeSUS - Medienbildung an der Schnittstelle von Universität und Studienseminar

 
Indikatoren-Info:
Die Themen Digitalisierung und Inklusion wurden als mögliche Antwortoptionen vorgegeben. Zudem konnten die Länder weitere Themenbereiche unter Sonstiges nennen.

Verantwortungsstrukturen

Gibt es an den Hochschulen des Landes hochschulinterne, zentralisierte Einrichtungen für die Lehrerbildung Lehrkräftebildung (z. B. Zentren für Lehrerbildung)?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrkräftebildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Form von Abordnungen