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Monitor Lehrerbildung

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Faktenblatt zur Lehrerbildung im Saarland.

Lehramtstypen:

• LAT 1 (Lehramt für die Primarstufe)
• LAT 3 (Lehramt für die Sekundarstufe I)
• LAT 4 (Lehramt für die Sekundarstufe I und II, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
• LAT 5 (Lehramt an beruflichen Schulen)

Studienstruktur:

• Staatsexamen (LAT 1 / 3 / 4 / 5) • Bachelor/Master (LAT 5)

Regelstudienzeit:

• Staatsexamen:

‣ 8 Semester, 240 LP (LAT 1 / 3)
‣ 10 Semester, 300 LP (LAT 4 / 5)

• Bachelor/Master:

‣ insgesamt 10 Semester, 300 LP (LAT 5)

Praxisphasen:

• Die landesweit geregelten Pflichtanteile schreiben Praxisphasen vor, jedoch kein Praxissemester. Zudem ist für die Studierenden ein außerschulisches Praktikum verpflichtend.

Zentrales Gremium, das die universitäre Lehrerbildung mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet:

• Das Zentrum für Lehrerbildung an der Universität des Saarlandes fungiert als zentrales Gremium, das auch auf Landesebene die Lehrerbildung koordiniert.

Lehrerbildungszentren:

• Die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierenden Einrichtung für die Lehrkräftebildung ist landesweit vorgegeben.

 

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung des Lehrkräftenachwuchses auf Landesebene?

  • Ja, im Rahmen der ersten Phase, und zwar folgende: Festlegungen der Bedarfe insgesamt und je Fach

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

  • im Rahmen des Landeshochschulentwicklungsplans 2015-2020 und Anpassungen über Empfehlungen des Zentrums für Lehrerbildung

Hat das Land seit 2016 Maßnahmen ergriffen, um die Studienplätze im Lehramt auszubauen?

  • Ja, und zwar folgende: Erhöhung der Anzahl der Studienplätze in bestimmten (Bedarfs-)Fächern

Dokumentation/Quelle der Maßnahmen

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Nein

Welche Maßnahmen ergreift das Land, um eine möglichst hohe Absolvent(inn)enquote im Lehramtsstudium zu gewährleisten?

  • Die Absolventenzahl insgesamt ist Bestandteil der leistungsorientierten Mittelvergabe im Rahmen der Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen Land und Hochschule.

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2025) den höchsten Einstellungsbedarf von Lehrkräften?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Musik Evangelische Religion Bildende Kunst
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Physik Musik Bildende Kunst
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Bildende Kunst Musik Philosophie/Ethik
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ingenieurwissenschaft (Metall- bzw. Automobiltechnik; Elektrotechnik/ technische Informatik) Mathematik Sozialpädagogik

Anzahl der Lehramtsstudierenden im Jahr 2019

Grundschule, Primarbereich Primarbereich / Sek. I alle oder einzelne Schularten Sek. I Gymnasien / Sek. II (allgemeinbildende Fächer) Berufliche Schulen / Sek. II (berufliche Fächer) Sonderpädagogik
42 1 45 118 3 k.A.
 
Indikatoren-Info:
Lehramtsstudierende mit angestrebtem Abschluss Master im 1. und 2. Fachsemester und mit angestrebtem Abschluss Staatsexamen im 7. und 8. Fachsemester

Anzahl von Lehrkräften 2018/19 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
8297 2303
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften 2018/19

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
72 18
 

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
18 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...

Gibt es die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat berufsbegleitend zu absolvieren?

  • Nein

Macht das Land Vorgaben dazu, welche Qualifizierungsmaßnahmen Quer- und Seiteneinsteigende durchlaufen müssen, um als Lehrkräfte in der Schule eingesetzt werden zu können?

  • Nein

Gibt es für Quer- und Seiteneinsteigende im Land die Möglichkeit, durch speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen eine volle Lehramtsbefähigung zu erhalten?

  • Nein

Gibt es die Möglichkeit für voll ausgebildete Lehrkräfte, sich zusätzlich für das Lehramt an einer anderen Schulform berufsbegleitend weiter zu qualifizieren?

  • Ja, und zwar für das Lehramt an folgenden Schulformen: Grundschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium, berufliche Schulen

 
Anmerkung:
Möglichkeit eines Zweitstudiums

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt für die Primarstufe Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5-10) Gemeinschaftsschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt für die Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) Gymnasien und Gemeinschaftsschulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an beruflichen Schulen Berufliche Schulen
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: Saarländisches Lehrerinnen- und Lehrerbildungsgesetz (SLBiG) vom 23. Juni 1999 zuletzt geändert durch das Gesetz vom 17. Juni 2015 (Amtsbl. I S. 446). -
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Nein, es gibt sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Studienstruktur der einzelnen Lehramtstypen

Studienstruktur
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - - 8 Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I - - 8 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - - 10 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester 10 Semester

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - LP 240 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I - LP 240 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium - LP 300 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 300 LP 300 LP

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Anzahl weiterer Fächer, die studiert werden können Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 3 1 Fach 1: Didaktik der Primarstufe (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht) Fach 2: Profilfach (aus dem Nebenfachkanon der Grundschulen) Fach 3: Studienfach (Auswahl wie Profilfach, zusätzlich: Deutsch als Zweitsprache) Lehramtsprüfungsordnung: www.uni-saarland.de/file...
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 1 - Lehramtsprüfungsordnung: www.uni-saarland.de/file...
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 1 - Lehramtsprüfungsordnung: www.uni-saarland.de/file...
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 1 - Lehramtsprüfungsordnung: www.uni-saarland.de/file...

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

Vorgabe für Bachelor und Master zusammen Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 1 - 75
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 2 - zwischen 30 (mindestens) und 35
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs 3 - 18
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 4 - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 5 - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs 6 - k.A.
Bildungswissenschaften - 39
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 7 - 42
Abschlussarbeit / -prüfung - 20
Optionalbereich / Sonstiges 8 - bis zu 16
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 63
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 63
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 25
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 25
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften - 48
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 9 - siehe Anmerkung
Abschlussarbeit / -prüfung - 16
Optionalbereich / Sonstiges - k.A.
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 90
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 90
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - 25
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - 25
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - k.A.
Bildungswissenschaften - 48
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 10 - siehe Anmerkung
Abschlussarbeit / -prüfung - 22
Optionalbereich / Sonstiges - k.A.
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 11 117 117
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 12 63 63
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 25 25
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 25 25
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A.
Bildungswissenschaften 48 48
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 13 k.A. siehe Anmerkung
Abschlussarbeit / -prüfung k.A. 22
Optionalbereich / Sonstiges k.A. k.A.
 
Anmerkung:
1 Didaktik der Primarstufe umfasst fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile der 3 Kernfächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht (je 25 LP)
2 Profilfach mit mindestens 30 LP ( fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile)
3 fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile eines Faches aus den Wahlpflichtbereichen
4 Didaktik der Primarstufe umfasst fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile der 3 Kernfächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht (je 25 LP)
5 Profilfach mit mindestens 30 LP ( fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile)
6 fachwissenschaftliche und -didaktische Anteile eines Faches aus den Wahlpflichtbereichen
7 4 x je 9 LP in Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Bildungswissenschaften, 1 x 6 LP Frankreich/Luxemburg/zweisprachige Einrichtungen
8 Übergänge, Individuelle Lehr-Lern-Situationen/Inklusion, Französisch/DaZ...
9 fünfwöchiges Orientierungspraktikum (2 Wochen Grundschule, 3 Wochen weiterführende Schule); semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im 1. Fach; semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im 2. Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im 1. Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im 2. Fach
10 fünfwöchiges Orientierungspraktikum (2 Wochen Grundschule, 3 Wochen weiterführende Schule); semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im 1. Fach; semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im 2. Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im 1. Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im 2. Fach
11 berufliches Fach
12 allgemeinbildendes Fach
13 fünfwöchiges Orientierungspraktikum (2 Wochen Gemeinschaftsschule; 3 Wochen berufliche Schule); semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im beruflichen Fach; semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum im allgemeinbildenden Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im beruflichen Fach; vierwöchiges fachdidaktisches Schulpraktikum im allgemeinbildenden Fach; 36-wöchiges Betriebspraktikum.

Existieren landesweite einschränkende Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Ja

 
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

In welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaft) muss die Abschlussarbeit geschrieben werden?

Lehramtstyp Fachwissenschaft Fachdidaktik
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - Ja
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja Ja
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja Ja
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja Ja

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrkräfteausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von 25 (Fachwissenschaft) LP Ja und zwar im Umfang von 25 (Fachwissenschaft) LP Ja und zwar im Umfang von 25 (Fachwissenschaft) LP Nein
 
Anmerkung:
Statt Englisch wird Französisch oder Deutsch als Zweitsprache angeboten (18 LP + 6 LP Praktikum), zu den fachwissenschaftlichen Anteilen in Deutsch, Mathe und Sachunterricht kommen je ein fachdidaktisches Praktikum (3 x 9 = 27 LP) und die Module "Übergänge" (12 LP) und "Individuelle Lehr-Lernsituationen/Inklusion" (16 LP) hinzu.
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Zu welchen Themen existieren landesweit einheitliche Vorgaben über den Erwerb von professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Thema
Die folgenden Themen standen zur Auswahl: Schulentwicklung, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Unterrichtsentwicklung (d.h. systematische Verbesserung der Qualität des Unterrichts), Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Inklusion/Heterogenität, Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik), Interkulturelle Kompetenz, Überfachliche Kompetenzen (wie Kommunikation, kreatives Problemlösen und Gestaltungsfähigkeit), Personale Kompetenzen (wie Diskurs- und Reflexionsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstführung). Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz

Nein, aber geplant:
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:Schulentwicklung
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz

Nein, aber geplant:
Sprachsensibler Unterricht
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz

Nein, aber geplant:
Sprachsensibler Unterricht
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar zu:
Schulentwicklung
Unterrichtsentwicklung
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inklusion/Heterogenität
Deutsch als Zweitsprache
Pädagogische Diagnostik
Individuelle Förderung
Demokratiebildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Medienkompetenz in einer digitalen Welt
Interkulturelle Kompetenz

Nein, aber geplant:
Sprachsensibler Unterricht
Überfachliche Kompetenzen
Personale Kompetenzen

In welchen landesspezifischen Vorgaben ist Inklusion in Ihrem Land als Gegenstand der 1. Phase der Lehrkräftebildung schriftlich festgehalten?

  • Curriculare Standards

Gibt es Landesvorgaben darüber, dass Lehrveranstaltung(en) zum Thema "Inklusion" verpflichtend absolviert werden müssen?

  • Nein, es gibt auch keine entsprechenden Planungen.

In welchen Bereichen stellt Inklusion ein Querschnittsthema dar?

  • Existierendes Querschnittsthema in den Bildungwissenschaften

  • Existierendes Querschnittsthema in den Fachdidaktiken

 
Indikatoren-Info:
Das heißt, es muss kein gesondertes Modul / keine gesonderte Lehrveranstaltung zur Inklusion, aber das Thema ist Gegenstand mehrerer Lehrveranstaltungen.

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Wer führt die Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen zu der Praxiszeit in den Schulen (oder schulische Praktika) durch?

  • Wissenschaftler(innen) der Hochschule

  • Fachseminarleiter(innen) des Studienseminars

  • Sonstige: Lehrbeauftragte für Fachdidaktik, Mentoren

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

 

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, das Anlegen und Führen einer solchen Dokumentation wird aber empfohlen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrende(r) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Nein, es gibt keine gesetzlichen Vorgaben

Gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote, die von Lehrkräften ausschließlich an Hochschulen absolviert werden müssen?

  • Nein

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrkräftebildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Ja

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Zentrum für Lehrerbildung an der Universität des Saarlandes

Betreibt oder betrieb das Land seit 2016 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrkräftebildung?

  • Ja, (Re-)Akkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge) und Evaluation (Staatsexamensstudiengänge)

 
Anmerkung:
Evaluation und Gestaltung von Lehramtsprüfungsordnungen in enger Anlehnung an die Kriterien der Systemakkreditierung von Ba-/Ma-Studiengängen

Stellte die Lehrkräftebildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen/Hochschulverträgen oder ähnlichen Steuerungsinstrumenten zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld dar?

  • Ja

Quelle der Dokumente

War die Sicherung des Lehrkräftenachwuchses Gegenstand der letzten Zielvereinbarungen/Hochschulverträge oder ähnlicher Steuerungsinstrumente im Land?

  • ja

Welche Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Lehramtsstudium an den Hochschulen zum Erwerb von Medienkompetenz in einer digitalen Welt (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung, Mediendidaktik) ergreift das Land bzw. plant das Land zu ergreifen?

Steuerungsmaßnahme Stand der Umsetzung
Berücksichtigung der Thematik in Zielvereinbarungen Maßnahme wird bereits umgesetzt: www.saarland.de/dokument...
Berücksichtigung der Thematik in Regelungen in staatlichen Prüfungsordnungen Maßnahme ist geplant
Sonstige Maßnahmen: Digitalisierungsstrategie der Universität des Saarlandes Maßnahme wird bereits umgesetzt: www.uni-saarland.de/proj...
 
Indikatoren-Info:
Zur Auswahl standen mehrere in der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' genannte Maßnahmen und es konnten weitere Maßnahmen genannt werden.

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Nein

In welchem Themenbereichen gibt es landeseigene Förderlinien, die Projekte in der ersten Phase der Lehrkräftebildung zu diesen Themenbereichen fördern?

  • Förderung im Bereich Digitalisierung in der Lehrkräftebildung ist geplant.

 
Indikatoren-Info:
Die Themen Digitalisierung und Inklusion wurden als mögliche Antwortoptionen vorgegeben. Zudem konnten die Länder weitere Themenbereiche unter Sonstiges nennen.

Verantwortungsstrukturen

Gibt es an den Hochschulen des Landes hochschulinterne, zentralisierte Einrichtungen für die Lehrerbildung Lehrkräftebildung (z. B. Zentren für Lehrerbildung)?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrkräftebildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Form von Abordnungen