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Monitor Lehrerbildung

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In Sachsen-Anhalt werden Lehrerinnen und Lehrer für alle Schulformen, ausgenommen Lehramtstyp 2, ausgebildet. Die Lehramtstypen 1 (Lehramt an Grundschulen) und 6 (Lehramt an Förderschulen (Rehabilitationspädagogik)) werden in grundständiger Struktur mit Abschluss Staatsexamen angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt beim Lehramtstyp 1 acht Semester (mit 240 Leistungspunkten) und beim Lehramtstyp 6 neun Semester (mit 270 Leistungspunkten). Ebenfalls mit dem Abschluss Staatsexamen werden die Lehramtstypen 3 (Lehramt an Sekundarschulen) und 4 (Lehramt an Gymnasien) studiert, allerdings ist bei einer Fächerkombination mit den Fächern Wirtschaft oder Technik ein gestuftes Studium vorgesehen. Das grundständige Studium dauert im Lehramtstyp 3 acht Semester (mit 240 Leistungspunkten) und im Lehramtstyp 4 neun Semester (mit 270 Leistungspunkten). In der gestuften Variante beträgt die Regelstudienzeit beider Lehramtstypen insgesamt zehn Semester (mit 300 Leistungspunkten). In nur gestufter Struktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master wird der Lehramtstyp 5 (Lehramt an berufsbildenden Schulen) angeboten, mit einer Regelstudienzeit von insgesamt zehn Semestern (300 Leistungspunkten).
In den Studiengängen sind Praxisphasen, jedoch keine Praxissemester vorgesehen. Darüber hinaus sind für alle Lehramtstypen zusätzlich außerschulische Praktika zu absolvieren.
Das Thema Lehrerbildung stellt ein verpflichtendes Themenfeld in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen dar.

Mehr Information

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Betreibt oder betrieb das Land seit 2014 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Ja

 
Anmerkung:
Flyer, verschiedenartige Informationsveranstaltungen der Universitäten, Zusammenarbeit mit Prime-Gymnasien, Praktikumsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler

Worauf lag der Schwerpunkt bei den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium?

  • Auf dem Lehramtsstudium allgemein

Welche Zielgruppen sollten mit den speziellen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Werbung für das Lehramtsstudium erreicht werden?

  • Alle Abiturienten

  • Studienanfänger mit Migrationshintergrund

  • Frauen in MINT-Lehramtsfächern

  • Männer

  • Studierende des Dritten Bildungswegs (Studieren ohne Abitur oder Fachhochschulreife)

  • Personen mit Behinderungen

Für welche drei Fächer gibt es langfristig (bis 2021) den höchsten Lehrereinstellungsbedarf?

Lehramtstyp Erstes Fach Zweites Fach Drittes Fach
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Mathematik Deutsch k.A.
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Mathematik Englisch Deutsch
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Deutsch Englisch Mathematik
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen gewerblich-technische Fachrichtungen Mathematik Informatik
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter k.A. k.A. k.A.

Anzahl der Lehramtsstudierenden im Jahr 2016

Grundschule, Primarbereich Primarbereich / Sek. I alle oder einzelne Schularten Sek. I Gymnasien / Sek. II (allgemeinbildende Fächer) Berufliche Schulen / Sek. II (berufliche Fächer) Förderschule
68 - 82 168 52 68
 
Indikatoren-Info:
Lehramtsstudierende mit angestrebtem Abschluss Master im 1. und 2. Fachsemester und mit angestrebtem Abschluss Staatsexamen im 7. und 8. Fachsemester

Anzahl von Lehrkräften 2016/17 (Voll- und Teilzeit)

Anzahl der Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen Lehrkräfte
15597 2947
 

Anzahl von ausländischen Lehrkräften

Anzahl der ausländischen Lehrkräfte insgesamt Anzahl der männlichen ausländischen Lehrkräfte
72 23
 

Betreibt oder betrieb das Land seit 2013 spezielle öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Werbung für die Aufnahme eines Studiums 'Lehrämter der Sekundarstufe II (berufliche Fächer) oder für die beruflichen Schulen'?

  • Ja und zwar: Veranstaltungen im Bildungsministerium zur Vorstellung neuer Studiengangsmodelle mit Fachhochschulen vor Schulleitungen von Berufsbildenden Schulen, Informationsveranstaltungen an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Informationsveranstaltungen an Technik-Fachschulen, Informationsveranstaltungen an Fachhochschulen für Bachelorabsolventen bestimmter gewerblich-technischer Fachrichtungen

Studienverlauf

Angebotene Lehramtstypen

  • Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe

  • Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I

  • Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

  • Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen

  • Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind hier Lehramtstypen gemäß Bezeichnungen und Klassifizierung nach KMK Lehramtstypen.

Genaue Bezeichnung der angebotenen Lehramtstypen und Schularten

Lehramtstypenbezeichnung Schulartbezeichnung
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Lehramt an Grundschulen Grundschulen
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Lehramt an Sekundarschulen Sekundarschulen, Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Lehramt an Gymnasien Gymnasien, Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen, Berufsbildende Schulen
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Lehramt an Berufsbildenden Schulen Berufsbildende Schulen
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Lehramt an Förderschulen (Rehabilitationspädagogik) Förderschulen, Grundschulen, Sekundarschulen, Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen
Geben Sie bitte die Quellen an, in der die Lehramtstypen und Schulformen aufgezeigt werden: - Schulgesetz www.bildung-lsa.de/schul...
 
Indikatoren-Info:
Es wurde gefragt, an welchen Schularten die Absolvent(inn)en des entsprechenden Lehramtstyps unterrrichten dürfen.

Ist eine bestimmte Studienstruktur für Lehramtsstudiengänge landesweit vorgeschrieben?

  • Nein, es gibt sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Studienstruktur der einzelnen Lehramtstypen

Studienstruktur
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Für den Lehramtstyp existiert sowohl eine gestufte als auch eine grundständige Studienstruktur
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Eine gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor/Master
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Eine grundständige Studienstruktur mit dem Abschluss "Erstes Staatsexamen"

Landesweite Regelstudienzeit

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - - 8 Semester
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 6 Semester 4 Semester 8 Semester
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 6 Semester 4 Semester 9 Semester
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 6 Semester 4 Semester -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - - 9 Semester
 
Anmerkung:
Für den Lehramtstyp 1 wurde die Regelstudienzeit ab dem WS 2017/2018 von 7 auf 8 Semester verlängert. Für die Lehramtstypen 3 und 4 gibt es sowohl den Abschluss als Erstes Staatsexamen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) als auch, allerdings nur für Fächerkombinationen mit Wirtschaft oder Technik, den Abschluss Master of Education (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg).

Anzahl der Leistungspunkte

Lehramtstyp (Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe - LP - LP 240 LP
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 180 LP 120 LP 240 LP
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 180 LP 120 LP 270 LP
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 180 LP 120 LP - LP
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter - LP - LP 270 LP
 
Anmerkung:
Staatsexamensstudiengänge mit einem Fach Kunst oder Musik umfassen beim Lehramt an Sekundarschulen 270 LP, beim Lehramt an Gymnasien 300 LP.

Anzahl der angebotenen/zu belegenden Unterrichtsfächer

Lehramtstyp Anzahl der Fächer, die studiert werden müssen Existenz von Sonderregelungen Dokumentation/Quelle der Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 3 Weitere Fächer sind möglich Staatsprüfungen: www.landesrecht.sachsen-...
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 Weitere Fächer sind möglich Staatsprüfungen: www.landesrecht.sachsen-...
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 2 Weitere Fächer sind möglich Staatsprüfungen: www.landesrecht.sachsen-...
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 2 Weitere Fächer sind möglich Studienangebot: www.ovgu.de/studium/inha...
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter siehe Anmerkungen Weitere Fächer sind möglich Staatsprüfungen: www.landesrecht.sachsen-...
 
Anmerkung:
Lehramtstyp 6: Es müssen zwei sonderpädagogische Fachrichtungen und entweder zwei Grundschulfächer oder ein Sekundarschulfach studiert werden.

Gibt es Überlegungen, die sonderpädagogischen Lehramtsstudiengänge neu zu strukturieren oder abzuschaffen?

  • Nein

Wurden oder werden im Land seit 2011 Reformen/Reformmodelle des 'Lehramts an beruflichen Schulen' (Lehramtstyp 5) durchgeführt?

  • Ja, und zwar im Jahr/in den Jahren Beginn: Wintersemester 2015/16

Beschreibung der Reformen

  • Kooperationen mit Fachhochschulen des Landes: Lehrexport der Bildungswissenschaften in einen fachlich geeigneten Bachelorstudiengang der Fachhochschule und nahtloser Übergang mit dem Bachelorabschluss in den lehramtsbezogenen Masterstudiengang an der Universität Magdeburg.

Studieninhalte

Gibt es landesweite Vorgaben zur Verteilung der Pflichtanteile der verschiedenen Studieninhalte (Fachanteile, Fachdidaktik, Praxisphasen, ...)?

  • Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

Wie werden die Pflichtanteile der Studieninhalte nach den landesweiten Vorgaben verteilt? (Angaben in LP)

(Lehramtsbezogener / Polyvalenter) Bachelorstudiengang / B.Ed. Bachelor of Education Lehramtsbefähigender Masterstudiengang / M.Ed. Master of Education Grundständiger Lehramtsstudiengang (Abschluss Erstes Staatsexamen)
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - - 25
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - - 20
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - - 20
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - - 25
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - - 15
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - - 15
Bildungswissenschaften - - 50
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) - - 20
Abschlussarbeit / -prüfung - - 10
Optionalbereich / Sonstiges 1 - - 5
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 60 10 65
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 60 10 60
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 60
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 5 10 15
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 5 10 15
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 15
Bildungswissenschaften 40 30 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 10 30 20
Abschlussarbeit / -prüfung 10 20 15
Optionalbereich / Sonstiges 2 k.A. k.A. 5
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 60 15 80
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 60 15 75
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 75
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 5 10 15
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 5 10 15
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. 15
Bildungswissenschaften 40 20 35
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 10 30 20
Abschlussarbeit / -prüfung 10 20 15
Optionalbereich / Sonstiges 3 k.A. k.A. 5
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs 100 10 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 40 25 -
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. -
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs 0 20 -
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs 0 15 -
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs k.A. k.A. -
Bildungswissenschaften 30 30 -
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) 6 k.A. -
Abschlussarbeit / -prüfung 10 20 -
Optionalbereich / Sonstiges 4 k.A. k.A. -
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter
Fachwissenschaftlicher Anteil des ersten Unterrichtsfachs - - 25
Fachwissenschaftlicher Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - - 25
Fachwissenschaftlicher Anteil des dritten Unterrichtsfachs - - 45
Fachdidaktischer Anteil des ersten Unterrichtsfachs - - 15
Fachdidaktischer Anteil des zweiten Unterrichtsfachs - - 15
Fachdidaktischer Anteil des dritten Unterrichtsfachs - - 35
Bildungswissenschaften - - 65
Praktika (inkl. Praxissemester/anders benannte Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)) - - 25
Abschlussarbeit / -prüfung - - 15
Optionalbereich / Sonstiges - - 5
 
Anmerkung:
1 Im Bereich Bildungswissenschaften sind 15 LP "Fächerübergreifende Grundschuldidaktik" enthalten. Obligatorisch sind die Module "Deutsch als Zweitsprache" und "Förderpädagogische Kompetenzen" im Umfang von je 10 LP.
2 Der Masterstudiengang enthält im Bereich Bildungswissenschaften explizit 5 LP Inklusion und 10 LP Berufsorientierung.
3 Der Masterstudiengang enthält im Bereich Bildungswissenschaften explizit 5 LP Inklusion.
4 Im Masterstudiengang sind die Praktika im Rahmen des Modellversuches des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft im Umfang von 30 LP verankert.

Existieren landesweite Vorgaben, in welchem Bereich (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften) die Abschlussarbeit für das Lehramtsstudium geschrieben werden muss?

  • Nein

 
Indikatoren-Info:
Die Frage bezieht sich auf die Abschlussarbeit für lehramtsbefähigende Masterstudiengänge/M.Ed. Master of Education oder für grundständige Lehramtsstudiengänge mit Staatsexamen.

Sind Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und/oder Englisch verpflichtender Bestandteil der Grundschullehrerausbildung?

Mathematik Deutsch Sachunterricht Englisch
Ja und zwar im Umfang von 50 LP Ja und zwar im Umfang von 50 LP Ja und zwar im Umfang von 35 LP Ja und zwar im Umfang von 35 LP
 
Indikatoren-Info:
Es wurde nach fachwissenschaftlichen und -didaktischen Studieninhalten der oben genannten Fächer gefragt. Es wurde der Umfang angegeben, wie er im jeweiligen Land festgelegt ist (in Leistungspunkten).

Gibt es landesweit einheitliche Vorgaben über die Vermittlung der folgenden professionellen Kompetenzen in Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Kompetenz
Die folgenden Kompetenzen standen zur Auswahl: Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching, Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote, Inklusion/Heterogenität, Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen), Deutsch als Zweitsprache, Sprachsensibler Unterricht, Pädagogische Diagnostik, Inner-/außerschulische Kooperation im Ganztag, Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen, Demokratiebildung, Menschenrechtserziehung. Darüber hinaus konnten Freitextangaben gemacht werden.
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe 1 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Demokratiebildung
Menschenrechtserziehung

Nein, aber geplant:
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inner-/außerschulische Kooperation im Ganztag
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen

Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I 2 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Demokratiebildung
Menschenrechtserziehung

Nein, aber geplant:
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching
Inner-/außerschulische Kooperation im Ganztag
Organisation und Gestaltung von Ganztagsschulen

Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium 3 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Demokratiebildung
Menschenrechtserziehung

Nein, aber geplant:
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching

Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen 4 Ja, es gibt landesweit einheitliche Vorgaben, und zwar:
Planung und Umsetzung außerunterrichtlicher Bildungsangebote
Inklusion/Heterogenität
Individuelle Förderung (z.B. unterschiedliche Aufgabenformate, kooperatives Lernen)
Deutsch als Zweitsprache
Sprachsensibler Unterricht
Pädagogische Diagnostik
Demokratiebildung
Menschenrechtserziehung

Nein, aber geplant:
Arbeit im multiprofessionellen Team/Teamteaching

Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter 5 Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: Zwischen Ministerien und Universitäten wurden Zielvereinbarungen abgeschlossen, in denen die Ausbildung spezifischer Kompetenzen dargelegt ist.

 
Anmerkung:
1 Außerunterrichtliche Bildungsangebote werden im "außerunterrichtlichen pädagogischen Praktikum" vorgehalten.
2 Außerunterrichtliche Bildungsangebote werden im "außerunterrichtlichen pädagogischen Praktikum" vorgehalten.
3 Außerunterrichtliche Bildungsangebote werden im "außerunterrichtlichen pädagogischen Praktikum" vorgehalten.
4 Außerunterrichtliche Bildungsangebote werden im "außerunterrichtlichen pädagogischen Praktikum" vorgehalten.
5 Außerunterrichtliche Bildungsangebote werden im "außerunterrichtlichen pädagogischen Praktikum" vorgehalten.

Gibt es landesweit einheitliche Vorgaben über die Vermittlung professioneller Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Medien im Rahmen von Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja
Dokumentation der Maßnahme:
www.mk.bildung-lsa.de/bi...
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja
Dokumentation der Maßnahme:
www.mk.bildung-lsa.de/bi...
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja
Dokumentation der Maßnahme:
www.mk.bildung-lsa.de/bi...
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja
Dokumentation der Maßnahme:
mw.sachsen-anhalt.de/the...
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja
Dokumentation der Maßnahme:
www.mk.bildung-lsa.de/bi...

Gibt es landesweit einheitliche Vorgaben über die Vermittlung professioneller Kompetenzen zum methodisch-didaktischen Einsatz digitaler Medien in der Schule im Rahmen von Lehrveranstaltungen?

Lehramtstyp Vorgaben
Typ 1: Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe Ja, geplant
Typ 3: Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I Ja, geplant
Typ 4: Lehrämter für die Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium Ja, geplant
Typ 5: Lehrämter für die Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen Ja, geplant
Typ 6: Sonderpädagogische Lehrämter Ja, geplant

Angebotene Förderschwerpunkte in den Studiengängen der sonderpädagogischen Lehrämter

  • Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

  • Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

  • Förderschwerpunkt Lernen

  • Förderschwerpunkt Sprache

  • Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Praxisbezug

Gibt es landesweite Vorgaben darüber, dass Praxisphasen vorzusehen sind?

  • Ja, Praxisphasen, aber kein/e Praxissemester/anders benannten Langzeitpraktika (länger als zehn Wochen)

Sind Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen für die Praxiszeit in den Schulen (bzw. schulische Praktika) an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, aber andere Steuerungsmaßnahmen des Landes, nämlich: hochschulspezifische Zielvereinbarungen

Sind außerschulische Praktika für Lehramtsstudierende an den Hochschulen des Landes verpflichtend vorgegeben?

  • Ja, verpflichtend für alle Lehramtstypen vorgegeben

Gibt es landesweite Vorgaben, dass Lehramtsstudierende ein Portfolio, oder ein anders benanntes, vergleichbares Instrument zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs, führen müssen?

  • Nein, das Anlegen und Führen einer solchen Dokumentation wird aber empfohlen

 
Indikatoren-Info:
Gemeint sind Instrumente zur Reflexion, Weiterentwicklung und Dokumentation des eigenen Kompetenzerwerbs.

Dauer des Vorbereitungsdienstes

Dauer des Vorbereitungsdienstes Quelle
16 Monate www.kmk.org/fileadmin/Da...
 

Mobilität

Gibt es landesweit konzipierte Informationen zu Mobilitätsmöglichkeiten für "wechselwillige" Lehramtsstudierende?

  • Nein, es gibt keine landesweit einheitlichen Vorgaben, die Beratung der Studierenden obliegt den Hochschulen

Nach welchen Kriterien werden im Ausland erworbene Erfahrungen und Leistungen anerkannt?

  • Vergleich zur Lehramtsausbildung in Sachsen-Anhalt

 
Indikatoren-Info:
z.B. Studienleistungen, Praktika

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

Welche Instrumente/Verfahren zur Kooperation zwischen den zwei Phasen (Hochschulstudium/Vorbereitungsdienst) existieren in Ihrem Land?

  • Formalisierter, regelmäßiger Austausch der Beteiligten, wie z.B. AGs, Gremien

  • Gemeinsame Informationsaktivitäten für Studierende (z.B. Veranstaltungen, Materialien)

  • Sonstiges, und zwar: Mentorenfortbildungen, Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes zur "Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

An welchen Stellen können sich Lehramtsabsolvent(inn)en über die Zulassungsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst beraten lassen?

  • Beim Landesministerium

  • An sonstiger Stelle

 
Anmerkung:
Landesschulamt Sachsen-Anhalt, Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt

Ist die praktische Berufserfahrung als Lehrer(in) eine Bedingung für eine Fachdidaktik-Professur?

  • Ja und zwar mind. 3 Jahre Berufserfahrung (ohne Vorbereitungsdienst)

 
Anmerkung:
SOLL-Vorschrift im Hochschulgesetz Sachsen-Anhalt: 3 Jahre (Ausnahmen möglich).

Bietet das Land für bereits berufstätige Lehrkräfte Fort- bzw. Weiterbildungsmaßnahmen zum Erwerb von Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Medien und zum methodisch-didaktischen Einsatz digitaler Medien in der Schule an?

  • Ja

Beschreibung der Maßnahmen

  • In Sachsen-Anhalt wird ein mittelfristiges „Fortbildungskonzept zur Qualifizierung von Lehrkräften in allgemeinen und fachbezogenen IT-Kompetenzen“ umgesetzt, bei dem die Fortbildung zum Einsatz digitaler Medien und Werkzeuge im Unterricht je nach individuellem Fortbildungsbedarf in einem modularen Stufenmodell erfolgt. Lehrkräfte können aus den Modulen „Grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten hinsichtlich schulrelevanter IT- Anwendungen (Basiskenntnisse – Modul A)“, Fachübergreifende Medienkompetenzen (Modul B) und Fachdidaktische Anwendungen und Szenarien (Modul C) die für sie geeigneten Fortbildungsthemen auswählen. Auf dem Bildungsserver wurden die Angebote für die Fortbildung zum Erwerb von Medienkompetenz der Lehrkräfte neu strukturiert. Landeszentrale Fortbildungen sowie Abrufangebote, die Schulen für die schulbezogene Fortbildung anfordern können, sind dort entsprechend der Kompetenzbereiche der Strategie der KMK zur Bildung in der digitalen Welt strukturiert. Link: www.bildung-lsa.de/index...

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Existiert auf Landesebene ein zentrales Gremium o. ä., das kontinuierlich die universitäre Lehrerbildung Ihres Landes mit Analysen, Bewertungen und/oder Empfehlungen begleitet?

  • Nein

Bezeichnung der Einrichtungen/Gremien

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Zentrum für Lehrerbildung, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg: Zentrum für Lehrerbildung

 
Anmerkung:
Es handelt sich um Gremien, die eng mit dem Wissenschaftsministerium und dem Bildungsministerium zusammenarbeiten und die beim Rektorat der jeweiligen Universität verortet sind. Darüber hinaus existiert kein übergeordnetes Gremium.

Ist die Lehrerbildung in den zuletzt abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen ein Themenfeld gewesen, zu dem Vereinbarungen getroffen werden mussten?

  • Ja

 
Anmerkung:
Es existieren Zielvereinbarungen zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

Betreibt oder betrieb das Land seit 2014 Maßnahmen zur Qualitätssicherung seiner Lehramtsstudiengänge in der ersten Phase der Lehrerbildung?

  • Ja und zwar: Akkreditierung gestufter lehramtsbezogener Studiengänge, Evaluation von Staatsexamensstudiengängen

Existieren Förderprogramme seitens des Landes, die speziell auf das Lehramtsstudium ausgerichtet sind?

  • Nein

Welche Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Lehramtsstudium an den Hochschulen bei der Vermittlung professioneller Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Medien und zum methodisch-didaktischen Einsatz digitaler Medien in der Schule ergreift das Land bzw. plant das Land zu ergreifen?

Steuerungsmaßnahme Stand der Umsetzung
Berücksichtigung der Thematik in Zielvereinbarungen Maßnahme ist geplant
Berücksichtigung der Thematik in Regelungen in staatlichen Prüfungsordnungen Maßnahme ist geplant
 
Indikatoren-Info:
Zur Auswahl standen mehrere in der KMK-Strategie 'Bildung in der digitalen Welt' genannte Maßnahmen.

Klare Verantwortungsstrukturen

Ist an den Hochschulen die Existenz einer hochschulinternen, zentralisierten Einrichtungen für die Lehrerbildung (z. B. ein Zentrum für Lehrerbildung) landesweit gesetzlich vorgeschrieben?

  • Ja, diese sind landesweit vorgegeben

Dokumentation/Quelle der Vorgaben

  • siehe Anmerkungen

 
Anmerkung:
Die Schaffung derartiger Einrichtungen an den Universitäten wurde im Jahr 2004 mit der Zielvereinbarung zwischen Landesregierung und Hochschulen ausgelöst.

Förderung Forschung und wiss. Nachwuchs

Gibt es die Möglichkeit für Lehrkräfte aus dem Schuldienst, eine Tätigkeit in der Lehrerbildung an den Hochschulen auszuüben?

  • Ja, in Teilzeit

Gibt es Initiativen/Projekte im Bereich der Inklusion in der ersten Phase der Lehrerbildung, die das Land fördert?

  • Ja

Initiativen/Projekte im Bereich der Inklusion in der ersten Phase der Lehrerbildung

  • siehe Anmerkung

 
Anmerkung:
Teilnahme an der Qualitätsinitiative Lehrerbildung mit dem Thema "Kasuistische Lehrerbildung für den inklusiven Unterricht"
Indikatoren-Info:
Es konnten bis zu drei laufende Initiativen angegeben werden, die das Land fördert.