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Monitor Lehrerbildung

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Themen

Zu welchen Themen bietet der Monitor Lehrerbildung Informationen?

Der Monitor Lehrerbildung bildet Daten zum Lehramtsstudium, der ersten Phase der Lehrerbildung in Deutschland, ab und bereitet diese anhand von neun Schwerpunktthemen übersichtlich auf. Präsentiert werden länder- und hochschulspezifische Informationen sowie Daten zu den einzelnen Lehramtstypen.

Ein- und Umstiegsmöglichkeiten

Für ein erfolgreiches Studium sollte die Lehrerbildung gute Ein- und Umstiegsmöglichkeiten in das Lehramtsstudium - sowohl bei einer Erstimmatrikulation als auch bei einem Studiengangswechsel - bieten. Zur Rekrutierung geeigneter Lehramtsstudierender zählt die Eignungsklärung für den Lehrerberuf, die vor oder zu Beginn des Studiums durchgeführt werden kann. Eignungstests sowie Eignungs- und Orientierungspraktika können freiwillig oder obligatorisch vorgesehen sein, um eine Eignungsklärung durchzuführen und Studieninteressierte bei der berufsperspektivischen Selbsterkundung zu beraten und unterstützen. Auch studienbegleitende Angebote zur Beratung Lehramtsstudierender und Beratungsangebote zu Karrieremöglichkeiten außerhalb des Schuldienstes an bzw. durch die Hochschulen können diesen Prozess fördern.    

 

Studienverlauf

Lehrerbildung ist in Deutschland Ländersache: Sowohl die angebotenen Lehramtstypen als auch die Schulformen, für die diese ausgebildet werden, sind länderspezifisch und somit in jedem Land unterschiedlich ausgestaltet. Studienstrukturen (Abschluss Bachelor/Master oder Staatsexamen), Regelstudienzeiten oder die Anzahl im Lehramtsstudium zu erbringender Leistungspunkte sind zum Teil durch landesweite Vorgaben geregelt. Im Zuge gesellschafts- und bildungspolitischer Entwicklungen, wie z.B. der 2011 vorgelegten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, müssen Studienverläufe auf die entsprechenden Entwicklungen ausgerichtet werden. Lehrerbildung ist somit in einem stetigen (Reform-)Prozess inbegriffen.   

 

Studieninhalte

Die hochschulische Lehrerbildung (1. Phase) sollte Lehramtsstudierende durch an externen Anforderungen orientierte Studieninhalte auf den Vorbereitungsdienst/das Referendariat (2. Phase) und die Berufstätigkeit als Lehrkraft vorbereiten. Dies gelingt durch eine Ausgewogenheit der curricularen Bausteine.

 

Praxisbezug

Lehramtsstudierende sollten bereits während des Studiums praxis- und berufsfeldorientiert auf die Tätigkeit als Lehrkraft vorbereitet werden. Reformen der Lehrerbildung sind daher u.a. explizit auf die Stärkung des Praxisbezugs ausgerichtet, weshalb in einigen Ländern das verpflichtende Praxissemester eingeführt wurde. Im Allgemeinen kann der bedarfsorientierte Praxisbezug in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgebildet sein und je nach Lehramtstyp variieren. In der Regel werden die Lehramtsstudierenden während der Praxisphasen betreut und die Praxiszeit durch Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsveranstaltungen begleitet. Auch außerschulische Praktika können als Teil des Studiums der praxis- und berufsfeldorientierten Vorbereitung dienen.

 

Mobilität

Mobilität bedeutet im Lehramtsstudium einen Studiengangswechsel innerhalb einer oder an eine andere Hochschule im gleichen Bundesland, oder die Aufnahme eines Lehramtsstudiums an einer Hochschule in einem anderen Bundesland. Letzteres ist aufgrund der unterschiedlichen landesweiten Vorgaben oft problematisch. Im Rahmen der von Bund und Ländern unterstützten Qualitätsoffensive Lehrerbildung soll erreicht werden, dass lehramtsbezogene Studienleistungen vergleichbar werden, sodass die Mobilität der Studierenden gefördert wird. Strukturen und Prozesse der Lehrerbildung sollten somit so angelegt sein, dass sie Mobilität unterstützen.

 

Kohärenz und Verzahnung der Phasen

In Deutschland besteht die Lehrerbildung aus drei Phasen: Dem Hochschulstudium, dem Vorbereitungsdienst/Referendariat sowie der Fort- und Weiterbildung während der Berufstätigkeit als Lehrkraft. Da an der Ausführung und Gestaltung der mehrphasigen Lehrerbildung Akteure aus den verschiedenen Bereichen beteiligt sind, sollte eine angemessene Kohärenz und Verzahnung der Phasen gewährleistet sein. Im Monitor Lehrerbildung werden länder- und hochschulbezogene Angaben zur Verzahnung der ersten und der zweiten Phase, also dem Lehramtsstudium und dem Vorbereitungsdienst, abgebildet.

 

Einbettung in das Hochschul-/Landesprofil

Die Lehrerbildung sollte als ein Element des Hochschul- und Landesprofils verstanden werden und somit einen angemessenen Stellenwert in den strategischen Ausrichtungen der Hochschulen und Länder erhalten.

 

Klare Verantwortungsstrukturen

Die Verantwortungsstrukturen innerhalb der Lehrerbildung sind auf Länder- und Hochschulebene sehr komplex und sollten deshalb klar formuliert und umgesetzt werden. Zu einem Großteil sind hochschulinterne, zentralisierte Einrichtungen für die Lehrerbildung (z.B. ein Zentrum für Lehrerbildung, eine School of Education oder vergleichbare Einrichtungen) landesweit vorgeschrieben, deren Aufgaben u.a. in der konzeptionellen Weiterentwicklung der Lehrerbildung sowie deren Qualitätssicherung bestehen. 

 

Förderung der Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses

Eine erfolgreiche Nachwuchsförderung kann die Qualität der Lehrerbildung an den Hochschulen sichern: Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs im Bereich Lehrerbildung sollten aus diesem Grund, z.B. durch die Förderung von Promotionen oder von Forschungsprojekten im Bereich Schul- bzw. Lehrerbildungsforschung, unterstützt werden.