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Monitor Lehrerbildung

© 2015 | Bertelsmann Stiftung, CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Strategisches Recruitment

Wie kann ein erfolgreiches Recruitment erreicht werden?

Aus der Analyse der Daten aus dem Monitor Lehrerbildung, den Interviews mit Expertinnen und Experten, weiteren Hinweisen von Hochschulangehörigen und der einschlägigen Literatur lassen sich drei übergreifende Empfehlungen ableiten, welche ein erfolgreiches Recruitment unterstützen:

  1. Ein strategisches Recruitment benötigt ein klares Anforderungsprofil. Zunächst sollte geklärt werden, was eine gute Lehrkraft ausmacht. Hierzu bedarf es empirischer Forschung und eines hierauf aufbauenden Konsenses.
  2. Interessentinnen und Interessenten für ein Lehramtsstudium müssen gezielt angesprochen und gewonnen werden. Neben Informationskampagnen und einer aktiven Ansprache sollten die Zugangswege zu einem Lehramtsstudium bzw. im Lehrerberuf flexibilisiert werden.
  3. Es sollte eine Passung zwischen den Kompetenzen der Kandidatinnen und Kandidaten und den Anforderungsprofilen des Berufs erreicht werden. Hierzu sollten Maßnahmen der Eignungsabklärung verpflichtend vorgesehen werden und über den Studiengang hinausreichen.

1. Eignungsprofile empiriegeleitet definieren!

»Es kommt auf die Lehrerin bzw. auf den Lehrer an!« Diese Aussage findet vermutlich überall große Zustimmung. Dennoch ist empirisch noch nicht genügend geklärt, wie die Eignung für den Lehrerberuf definiert, operationalisiert sowie gemessen werden kann. Auch ist unklar, welchen Einfluss die jeweiligen Aspekte der Eignung auf Schülerleistungen tatsächlich besitzen. Diese Fragen kann und sollte nicht jede Hochschule und jedes Land für sich selbst und somit eventuell unterschiedlich beantworten. Hierzu sollten vielmehr Ergebnisse empirischer Forschung, die Eignungsmerkmale und -profile in ihrer Wirkung prüfen, systematisch als Grundlage einfließen. Auf dieser Basis braucht es einen nationalen Konsens, zumindest hinsichtlich einer gewissen Bandbreite – denn natürlich gibt es nicht nur ein Anforderungsprofil, wenn es um den Lehrerberuf geht, sondern in Abhängigkeit von Schulform und sozialem Umfeld eine Vielzahl von Anforderungsprofilen. Es wäre ein falsches Signal, wenn zu enge Definitionen und Auslegungen weitere Mobilitätshemmnisse zwischen Ländern und Hochschulorten schaffen würden.

Praxisbeispiel

Das Studienelement Psychosoziale Basiskompetenzen für den Lehrerberuf an der Universität Kassel verbindet die Eignungsabklärung für den Lehrerberuf mit gesundheitlichen Aspekten des Berufs. Das Studienelement muss im ersten Studienjahr absolviert werden und besteht aus einer schriftlichen Reflexion der Berufswahl, einer Blockveranstaltung und einer schriftlichen Reflexion dieser. Ziel ist der Erwerb von psychosozialen Basiskompetenzen, die Selbsterfahrung eigener Kommunikations- und Interaktionsmuster, die Reflexion der Studienwahlmotivation und die individuelle Beratung zur kompetenzorientierten Gestaltung der Ausbildung.

2. Geeignete Talente aktiv und systematisch für den Beruf gewinnen!

Um jetzigen und zukünftigen Bedarfen gerecht zu werden, müssen sich Maßnahmen zum Teil differenziert auf unterschiedliche Personengruppen beziehen.

Für alle Zielgruppen gilt: Der Lehrerberuf muss als ein erstrebenswerter Karriereweg wahrgenommen werden.

Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen müssen das Berufsfeld des Lehrers als eine attraktive berufliche Option ansehen – damit der Lehrerberuf mit anderen möglichen Karrierewegen, z.B. in der Privatwirtschaft, konkurrieren kann. Aus diesem Grund sollten alle beteiligten Akteure zu einer medialen Darstellung des Lehrerberufs beitragen, die Einfluss- und Karrieremöglichkeiten nuanciert abbildet, so dass das Berufsfeld des Lehrers möglichen Kandidatinnen und Kandidaten attraktiver als bisher erscheint.

Die Akteure der ersten Phase der Lehrerbildung können auf die Rahmenbedingungen des Lehrerberufs zwar nur bedingt Einfluss nehmen, sie könnten aber die Zulassung zu Lehramtsstudiengängen derart gestalten, dass Studieninteressierten vermittelt wird, dass nur wirklich gute und geeignete Personen zugelassen werden. Eine Aufgabe der gesamten Studiengangsgestaltung sollte es sein, eine »Willkommenskultur« zu schaffen, in der sich die Lehramtsstudierenden erwünscht fühlen und das Gefühl haben, dass sie keine Studierenden zweiter Klasse sind, sondern Anwärterinnen und Anwärter für einen gesamtgesellschaftlich besonders wichtigen Beruf.

"Gerade in den MINT-Fächern wie Physik und Mathematik wird sich der Lehrkräftemangel noch verstärken. Um besonders geeignete und engagierte Kandidatinnen und Kandidaten für den Lehrerberuf zu gewinnen, müssen das gesellschaftliche Ansehen und die Wertschätzung des Berufs gesteigert werden. Hilfreich wäre außerdem ein modernes Besoldungs- und Beförderungssystem, das Engagement belohnt."

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung

Studieninteressierte und Studierende: Am Lehrerberuf interessierte Personen müssen aktiv angesprochen werden.

Schülerinnen und Schüler sollten bereits in der Oberstufe gezielt zu einem Lehramtsstudium motiviert werden. Die Werbung von Lehramtsstudierenden sollte sich jedoch nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern auch an Studierende richten, die sich z.B. in einem fachwissenschaftlichen Bachelor- oder auch Masterstudiengang befinden. Eine weitere Strategie, Personen für ein Lehramtsstudium zu gewinnen, ist die Vergabe von Stipendien für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums. Zudem sollte es spezielle Programme geben, um gezielt Personen für Mangelfächer oder bestimmte Schularten anzusprechen und zu finden.

Praxisbeispiel

Das Projekt StudiengangsLOTSEN an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg möchte Lehramtsstudierende dahingehend schulen, dass sie Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe nach einem ausgearbeiteten Konzept eine fundierte Studienorientierung von Lehramtsstudiengängen bieten können. Neben Informationsveranstaltungen an Schulen sollen die Studierenden zudem Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sein.
Praxisbeispiel

Das Projekt MINToring der Stiftung der Deutschen Wirtschaft setzt im vorletzten Schuljahr der Sekundarstufe II ein und fördert Schülerinnen und Schüler zunächst zwei Jahre bis zum Abitur und anschließend bis zum Ende des ersten MINT-Studienjahres. Die MINToren, Studierende der MINT-Fächer, sind Wegbegleiter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der MINTees, und sollen ihnen bei allen Fragen rund um das Thema Studium mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zentrale Förderbausteine in allen drei Förderjahren sollen weiteres Rüstzeug auf dem Weg von der Schule in das MINT-Studium bieten.

Studierende: Flexibilität der Studienstrukturen muss erhöht werden.

Starre Studienstrukturen ohne zweckmäßige Ein- und Umstiegsmöglichkeiten stehen einer bedarfsgerechten Mobilität entgegen und sollten aufgelöst werden. Wenn Studierende im Prozess der Eignungsabklärung erkennen, dass sie einen anderen Weg einschlagen möchten, sollte dies relativ problemlos möglich sein. Es wäre vorteilhaft wenn Studierenden, die einen polyvalenten Bachelorstudiengang gewählt haben, die Möglichkeit offen gehalten wird, sich erst mit dem Einstieg ins Masterstudium definitiv für das Lehramt, zumindest aber für einen bestimmten Lehramtstyp zu entscheiden. Des Weiteren sollte der Wechsel zwischen den Lehrämtern, auch für bereits im Beruf befindliche Lehrerinnen und Lehrer, ermöglicht und erleichtert werden.

"Die Strukturen der einzelnen Phasen der Lehrerbildung sollten so gestaltet werden, dass sie den Lehramtsstudierenden sowie den Lehrerinnen und Lehrern größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Schulform bieten. Dabei gilt es, die Chancen polyvalenter Bachelorstudiengänge besser zu nutzen."

Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung

"Die Lehrerbildung in Deutschland geht von der Schimäre aus, dass nur ein ›integriertes‹ Lehramtsstudium, bei dem ich mich von Anfang an für den Lehrerberuf entscheide und durchgängig auf diesen vorbereitet werde, gute Lehrer hervorbringt. Dafür gibt es allerdings keine empirischen Belege. Es wäre deshalb wünschenswert, den Bolognaprozess auch in der Lehrerbildung konsequent umzusetzen, indem die Entscheidung für den Lehrerberuf regelmäßig erst bei Eintritt in das Masterstudium fällt und auch mit einem Ein-Fach-Bachelor möglich wird."

Dr. Volker Meyer-Guckel, Stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft

Quer- und Seiteneinsteiger: Zugangswege sollten durch Individualisierung geöffnet werden.

Eine Flexibilisierung der Ein- und Umstiegsmöglichkeiten trägt dazu bei, Lehrermangel vorzubeugen bzw. zu beseitigen, ohne dabei die qualitativen Standards herabzusetzen. Zum Beispiel könnten die bestehenden Möglichkeiten zur Anerkennung beruflicher Erfahrungen für das Studium, insbesondere im Berufsschulbereich, erweitert und flexibel angewandt werden. Ferner sind berufsbegleitende bzw. weiterbildende lehramtsbefähigende Masterstudiengänge denkbar. Wünschenswert wären verlässliche Bedingungen für den Quer- und Seiteneinstieg. Außerdem sollten Quer- und Seiteneinsteiger nicht als Notnagel, sondern als eine Bereicherung des Schullebens wahrgenommen werden.

Praxisbeispiel

An der Universität Erfurt wird derzeit das Projekt Nachfrage- und adressatenorientierte akademische Weiterbildung (NOW) ausgearbeitet. Auf der Grundlage eines regulären lehramtsbefähigenden Masterstudiengangs soll ein berufsbegleitender Studiengang für das Lehramt an berufsbildenden Schulen konzipiert werden. Darüber hinaus ist die Einführung eines Zertifikatsangebots für einzelne Teilmodule geplant.
Praxisbeispiel

Die Pädagogische Einführung in den Schuldienst ist ein einjähriges Seiteneinstiegsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Es wird in eine Orientierungs- und eine Intensivphase unterteilt. Die angehenden Lehrkräfte werden hierbei von einer Mentorin oder einem Mentoren begleitet. Im Mittelpunkt des Programms sollen die Klärung beruflicher Anforderungen, verbunden mit entsprechenden Vereinbarungen zur Einarbeitung und ein kontinuierliches Feedback in Reflexionsgesprächen stehen. Angeregt und unterstützt werden sollen diese Prozesse durch die Bearbeitung eines speziell für Seiteneinsteiger konzipierten Selbsterkundungsverfahrens.

Bisher unterrepräsentierte Gruppen: Gewünschte Zielgruppen müssen gezielt gefördert werden.

Die Klassen werden immer heterogener, da Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Biografien und Bedürfnisse aufweisen – nun muss die Lehrerschaft in dieser Hinsicht nachziehen. Bereits bei den Studierenden des Lehramts sollte darauf geachtet werden, dass alle relevanten, gesellschaftlichen Gruppen möglichst repräsentativ vertreten sind. Dies kann durch eine zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit und Ansprache geschehen, damit auch gerade das Potential in bisher unterrepräsentieren Gruppen genutzt werden kann. Auch Stipendien oder andere Förderinitiativen wie Mentoring oder Patenprogramme können helfen, gezielt bisher unterrepräsentierte gesellschaftliche Gruppen anzusprechen und zu fördern.

Praxisbeispiel

Der viertägige Schülercampus Mehr Migranten werden Lehrer der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hat zum Ziel, verstärkt geeignete Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für ein Lehramtsstudium zu begeistern.
Praxisbeispiel

Das Projekt Männer und Grundschullehramt der Universität Hildesheim soll jungen Männern das Grundschullehramt als berufliche Perspektive vorstellen, Gender-Kompetenzen im Lehramtsstudium vermitteln und ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten gründen, um mehr Männer für das Grundschullehramt zu interessieren.

3. Eignungsabklärung regelmäßig und als kontinuierlichen Prozess vorsehen!

Neben der Klärung, welche Eigenschaften und Merkmale eine gute Lehrkraft ausmachen, und der Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Gewinnung von Interessentinnen und Interessenten für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf sollte schließlich eine Deckung zwischen den Anforderungen an die Kandidatinnen und Kandidaten und ihren Kompetenzen bzw. Potentialen hergestellt werden. So verweist die Kultusministerkonferenz (KMK) darauf, dass sie eine systematische Eignungsabklärung als Beitrag zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Lehrerbildung ansieht und hat bereits Empfehlungen zur Ausgestaltung ausgesprochen1.

Alle Länder sollten daher eine Eignungsabklärung vorsehen, aber den Hochschulen jeweils die konkrete Ausgestaltung überlassen. So ließe sich Unterschieden zwischen Regionen und Lehramtstypen Rechnung tragen.

Eine angemessene Eignungsabklärung unterstützt das Ziel, geeignete Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger für den Lehrerberuf zu gewinnen, sie zu unterstützen und zu begleiten. Sie hilft aber auch denjenigen, die trotz möglicher Kompetenzentwicklung für den Beruf nicht geeignet sind, dies frühzeitig zu erkennen. Die Eignungsabklärung sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt einsetzen, diagnostisch präzise und wissenschaftlich fundiert sein und so kommuniziert werden, dass sie tatsächlich eine angemessene Funktion für die Studierenden erhält.

Insbesondere sollte die Eignungsabklärung einen begleitenden Charakter erhalten und nicht als einmalige punktuelle Maßnahme, sondern als kontinuierlicher Prozess verstanden werden. Da Eignung bis zu einem gewissen Grad entwickelbar ist, dürfte die Eignungsabklärung nicht ausschließlich zur Selektion, sondern vielmehr auch zur gezielten Kompetenzförderung genutzt werden. Auch müsste den Studierenden klar vermittelt werden, dass es dabei nicht um eine Prüfung geht, sondern, dass die Eignungsabklärung eine wertvolle Hilfe für sie selber darstellt. Die entsprechenden Maßnahmen sollten vor allem an den sensiblen Übergangspunkten stattfinden, also etwa beim Wechsel vom Bachelor- zum Masterstudium oder in Verbindung mit Praxisphasen, und professionell und individuell begleitet werden.

Praxisbeispiel

Der Assessment-Prozess an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. sieht mehrere, aufeinander aufbauende Elemente vor, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten ansetzen und somit die Eignungsabklärung als fortlaufenden Prozess konzipieren: Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stehen Informationsmaterialien, Beratungssprechstunden und spezielle Veranstaltungen zur Verfügung. Zu Studienbeginn findet sowohl eine Beratung als auch eine Selbsterkundung und Fremdeinschätzung statt. Nach dem ersten Schulpraktikum wird die Eignungsreflexion fortgesetzt. Das gesamte Studium soll durch spezielle Workshop- und Beratungsangebote begleitet werden.
Praxisbeispiel

Das Trierer Modell der Eignungsberatung und -klärung basiert auf der Grundlage verschiedener Berufswahltheorien zur Passung zwischen Person und Beruf. Es sieht mehrere verschiedene Elemente vor. Unter anderem werden verschiedene Informations-, Seminar-, Reflexions- und Beratungsangebote unterbreitet, Portfolios genutzt sowie Formen des Assessments angeboten. Aufbauend auf den Ergebnissen sollen in Beratungsgesprächen Lern- und Entwicklungsaufgaben gestellt werden.

"In einer Zeit, in der wir in weiten Bereichen (MINT-Fächer) einen Lehrkräftemangel erwarten, ist es sicherlich schwierig, institutionelle Eignungsprüfungen einzuführen – aber sinnvoll wäre es. Eine verbindliche Eignungsprüfung für den Lehramtsberuf vor Beginn des Studiums, gekoppelt mit Beratungsangeboten, wäre sogar dann hilfreich, wenn sie nicht gleich mit einem Studienverbot bei schlechtem Abschneiden kombiniert würde."

Prof. em. Dr. Klaus Klemm, Professor für Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Bildungsforschung / Bildungsplanung, Universität Duisburg-Essen

"Eignungsfeststellung und -förderung dürfen sich nicht nur auf die Eingangsphase konzentrieren, sondern sollten sich durch das gesamte Studium, durch den ganzen Beruf ziehen."

Prof. em. Dr. Uwe Schaarschmidt, Professor für Persönlichkeits- und Differenzielle Psychologie, COPING – Psychologische Diagnostik & Personalentwicklung, Universität Potsdam

"Ich würde die Frage, wie man geeignete Kandidaten finden kann, umkehren und sagen: Wie können wir uns vor Ungeeigneten bestmöglich schützen? Wie können wir die Lehramtsstudierenden, die wir haben, möglichst so qualifizieren, dass sie die Realität ihres Berufes sehen und erkennen? Sie sollen sich nicht nur als Fachleute fühlen, sondern auch allmählich an die fachdidaktische, unterrichtliche und soziale Dimension und die pädagogischen Aufgaben – also an den Ernst der Aufgabe, wie sie sie später im Referendariat vorfinden, herangeführt werden."

Prof. em. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Professor für Historische Erziehungswissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin
  1. Kultusministerkonferenz (2013): Empfehlungen zur Eignungsabklärung in der ersten Phase der Lehrerausbildung: http://bit.ly/1htmgvZ.