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Monitor Lehrerbildung

© 2015 | Bertelsmann Stiftung, CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

In jedem Land und an jeder Hochschule ist das Lehramtsstudium unterschiedlich geregelt - der Monitor Lehrerbildung stellt diese Vielfalt des Lehramtsstudiums, der ersten Phase der Lehrerbildung, übersichtlich dar. Als Experten-Tool richtet sich der Monitor Lehrerbildung insbesondere an Akteure im Bildungswesen und in der Politik, die an Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerbildung beteiligt sind. Er bietet kostenlose, aktuelle Informationen für faktenbasierte Diskussionen und Entscheidungen.

05. August 2019

August-Newsletter erschienen

Bundesweiter Lehrermangel zum neuen Schuljahr

Nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes verschärfe sich der Lehrermangel in Deutschland im kommenden Schuljahr weiter (Focus). Bundesweit sei mit 15.000 unbesetzten Stellen zu rechnen. Über die Hintergründe der angespannten Personallage berichtet auch Spiegel Online.

Betroffene Länder decken ihren Lehrkräftebedarf zunehmend durch Studierende, Quereinsteigende und durch Mehrarbeit von Pensionären. In Sachsen-Anhalt können sich nun auch bereits Bachelorabsolventinnen und –absolventen für Grund-, Sekundar- und Förderschulen bewerben (Mitteldeutsche Zeitung). In Berlin seien fast zwei Drittel der zum neuen Schuljahr eingestellten Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg (News4Teachers). Vor allem der hohe Seiteneinsteigeranteil an Schulen in sozialen Brennpunktbezirken stehe in der Kritik, hier werden Forderungen nach einer gerechteren Verteilung laut (Der Tagesspiegel).

Hamburg hingegen habe zum neuen Schuljahr nur 18 Lehrkräfte im Quereinstieg eingestellt und könne sich nicht über einen Mangel an Bewerbenden beklagen (Die Welt). Das Kultusministerium in Bayern plane zur Sicherung des Lehrkräftebedarfs eine Erhöhung der Studienplätze für das Grundschullehramt und zusätzliche Lehrstühle für Sonderpädagogik. Außerdem setze das Land weiterhin auf Zweitqualifizierungen (B5 aktuell). Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und die GEW Bayern warnen derweil vor steigendem Lehrermangel und fordern eine nachhaltige Personalpolitik und eine weitreichende Reform der Lehrerbildung.

Der Monitor Lehrerbildung befragt seit 2012 die lehrerbildenden Hochschulen zu Projekten und Programmen zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden. Seit 2015 werden auch die Bundesländer nach öffentlichkeitswirksamen Werbemaßnahmen für das Lehramtsstudium befragt: 12 von 16 Ländern gaben an, öffentlichkeitswirksam für das Lehramtsstudium zu werben.

01 Länderübergreifende News

Dachverband VBIO bezieht Position zu Schulbiologie und Lehrkräftebildung – VBIO
In zwei Positionspapieren zu den Themen Schulbiologie und Lehrkräftebildung Biologie fordert der Verband unter anderem eine bundesweite Harmonisierung des Lehramtsstudiums auf Bachelor/Master-Struktur und eine Stärkung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Ausbildungsanteile.
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Aktuelle Studie zur Lehrkräftefortbildung in Deutschland – Deutsches Schulportal
Das Deutsche Schulportal berichtet über eine Studie des Bildungsforschers Peter Daschner zum Stand der Lehrkräftefortbildung. Deutschland lege im internationalen Vergleich viel mehr Wert auf die Erstausbildung und zu wenig auf die Fortbildung der Lehrkräfte. Außerdem fehle es bei Fortbildungsangeboten an Transparenz. Bemängelt werden außerdem eine fehlende Zusammenarbeit der Länder untereinander sowie die Tatsache, dass es keine systematische Erfassung des Fortbildungsbedarfes gebe.
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02 Länderspezifische News

[Bayern] Anstieg der Zweiten Staatsprüfungen um 2,9 Prozent, Rückgang beim Vorbereitungsdienst um 6,8 Prozent – Bayerisches Landesamt für Statistik
Das Amt für Statistik hat neue Zahlen zum Lehrkräftenachwuchs vorgelegt. Demnach traten zum Schuljahr 2018/19 mit einem Rückgang um 6,8% gegenüber dem Vorjahr weniger Lehramtsabsolventinnen und –absolventen den Vorbereitungsdienst an. Allerdings schlossen von denjenigen, die den Vorbereitungsdienst absolvierten, mit einem Plus von 2,9 Prozent mehr Personen auch die Zweite Staatsprüfung ab.
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[Brandenburg] Land erhöht Hürden für geflüchtete Lehrkräfte – Jan-Martin Wiarda
Das Brandenburger Bildungsministerium erschwere laut Jan-Martin Wiarda den Absolventinnen und Absolventen des „Refugee Teachers Program” der Universität Potsdam ein Einstieg in den Lehrerberuf. Künftig komme eine Einstellung als Lehrkraft nur noch für Absolventinnen und Absolventen in Frage, die bereits beim Programmabschluss nahezu muttersprachliche Deutschkenntnisse vorweisen könnten. Zudem würden die geflüchteten Lehrerinnen und Lehrer nur noch befristet und als Hilfslehrkräfte eingestellt.
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[Nordrhein-Westfalen] Studierendenreport zur sozialen Lage von angehenden Lehrkräften – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Wer wirksam den Lehrkräftemangel beseitigen will, muss am Lehramtsstudium ansetzen und schnellstmöglich bessere Rahmenbedingungen schaffen: Der Studierendenreport der GEW in Nordrhein-Westfalen hat die Situation und soziale Lage von Studierenden auf Lehramt im Land untersucht und analysiert, warum diese ihr Studium abbrechen, unterbrechen oder unnötig lange studieren.
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03 Hochschulspezifische News

[Universität Bochum] Bericht über „Lehrkäfte Plus” – Stern
Der Stern berichtet über das Programm „Lehrkäfte Plus” der Universität Bochum, in dem geflüchtete Lehrkräfte für den Einsatz an Schulen in Deutschland qualifiziert werden. Dabei wird ein Absolvent des Programms, der derzeit an einer Gesamtschule in Duisburg Mathe unterrichtet, begleitet. Der Schulleiter der Schule plädiere dafür, geflüchteten Lehrkräften den Einstieg in den Schuldienst durch Ausnahmeregelungen zu erleichtern.
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[Universität Gießen] Interkulturelle Kompetenz in der Lehrerbildung
Um bei Lehramtsstudierenden die Bereitschaft für einen Auslandsaufenthalt zu steigern, fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst künftig ein Modellprojekt an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Rahmen des Pilotprojekts soll zunächst die Mobilität der Studierenden im Lehramt an Grundschulen mit dem Unterrichtsfach Islamische Religion gesteigert werden – eine Ausweitung auf weitere Lehramtsstudiengänge ist geplant.
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[PH Heidelberg] Bericht über das „Active Learning Center” – Deutschlandfunk
Campus & Karriere berichtet über das „Active Learning Center” an der PH Heidelberg, in welchem Studierende neue Lernkonzepte erproben, in denen Bewegungsmöglichkeiten aktiv in den Schulunterricht integriert werden sollen. Dies fördere das Lernen und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.
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[Universität Paderborn] Ernährungsbildung an Kitas und Schulen
In einer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beauftragten Studie zum Stellenwert der Ernährungsbildung in Schulen stellte eine Forschergruppe der Universität Paderborn unter anderem fest, dass in Lehramtsstudiengängen die notwendigen ernährungsbezogenen Inhalte nicht immer vorhanden seien. Die komplette Studie gibt es hier.
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04 Veranstaltungen

[Universität Bamberg] Fachtagung „Digitale Souveränität in der Schule – Konzepte, Kompetenzen und Prävention” – 02.10.2019
Sowohl der Bund als auch Bayern propagieren Digitalisierung in den Schulen, die Prävention von Internetsucht oder Medienkompetenz werde dabei bis jetzt leider vernachlässigt. Hier setzt die Fachtagung an. Für interessierte Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialpädagogen/-pädagoginnen und andere sozialpädagogische Fachkräfte, auch Eltern- und Schülervertreter/-innen informiert die Universität Bamberg über einen kreativen Einsatz digitaler Medien im Unterricht, damit diese nicht nur als Ersatz für Papier und Bleistift gesehen werden.
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[Stifterverband] Konferenz „Professionelles Handeln für die Schule der Migrationsgesellschaft. Der Beitrag der universitären Lehrkräftebildung” – 07.11.2019
In einer Migrationsgesellschaft sind Lehrkräfte gefordert, mit sprachlicher und kultureller Vielfalt umgehen zu können. Wie können angehende Lehrkräfte auf diese Herausforderungen vorbereitet werden? Auf der Abschlusskonferenz des Netzwerks „Stark durch Diversität” sollen neben den Ergebnissen der Netzwerkarbeit weiterführende Fragen und Anknüpfungspunkte mit Vertreterinnen und Vertretern der Lehrkräftebildung an Hochschulen, Lehramtsstudierenden, Lehrkräften sowie Akteuren aus Hochschul- und Bildungspolitik diskutiert werden. Die Anmeldung zur Konferenz ist ab Anfang September 2019 möglich.
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05 Dokumente/Literatur

Janík, Tomáš / Dalehefte, Inger Marie / Zehetmeier, Stefan (Hrsg.): Supporting Teachers: Improving Instruction. Examples of Research-based Teacher Education. Waxmann, 2019.
Individual approaches, models or designs of pre-service and in-service teacher education developed by the authors (action research, video clubs, lesson studies, and others) are introduced and their impact and shortcomings for further development are specified. In the concluding chapter, a reflective discussion across individual approaches to reveal particular issues that are shaping the field is provided.
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Scheid, Claudia / Wenzl, Thomas (Hrsg.): Wieviel Wissenschaft braucht die Lehrerbildung? Zum Stellenwert von Wissenschaftlichkeit im Lehramtsstudium. Springer VS, 2019.
Der Band stellt Beiträge zusammen, die die Bedeutung einer genuin wissenschaftlichen Ausbildungsphase in der Lehrerbildung hervorheben, und steht damit quer zum aktuell allgegenwärtigen „Ruf nach mehr Praxis”. Die Forderung nach mehr Wissenschaftlichkeit bietet dabei interessante Einblicke in einen wieder neuen Diskurs um die Spannung zwischen berufspraktischen Orientierungen und wissenschaftlichen Ansprüchen im Lehramtsstudium.
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Wisniewski, Benedikt: Psychologie für die Lehrerbildung. 3. Auflage. utb, 2019.
Das Manual „Psychologie für die Lehrerbildung” ist eine Zusammenstellung psychologischer Inhalte, die für angehende Lehrkräfte von Bedeutung sind. Die pädagogisch relevanten Inhalte der Persönlichkeitspsychologie, der Entwicklungspsychologie, der Sozialpsychologie und der Psychologie des Lernens und Lehrens werden verständlich und im Hinblick auf ihre jeweiligen Implikationen für die schulische Praxis dargestellt.
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06 Interviews/Kommentare

Gastbeitrag von Ewald Kiel (LMU München) zu Anspruch und Wirklichkeit in der Lehrerbildung – Cicero
Kiel kritisiert, dass das Geld, das in die Lehrerbildung gesteckt werde, sich nicht ausreichend in echten Erfolgen in Bereichen wie Inklusion und Digitalisierung niederschlage. Kiel sieht eine Diskrepanz zwischen der Außendarstellung in den „Hochglanzbroschüren” der Qualitätsoffensive Lehrerbildung und den problematischen Bedingungen in der Praxis und belegt dies mit einigen Beispielen aus der LMU München.
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07 Ausschreibungen

Fellowship Fachdidaktik MINT – MINT-Inhalte gekonnt vermitteln – Deutsche Telekom Stiftung
Um die Fachdidaktiken als zentrales Element für die Lehrerausbildung an Hochschulen zu stärken, hat die Deutsche Telekom Stiftung das Fellowship Fachdidaktik MINT ins Leben gerufen. Pro Jahr vergibt sie bis zu neun Stipendien in drei Förderlinien an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die ein Postdoc-Vorhaben im Bereich der MINT-Fachdidaktiken planen oder bereits durchführen. Derzeit läuft die Ausschreibung der Stipendien für 2020. Bewerbungen können bis zum 21. November 2019 über das Bewerberportal eingereicht werden.
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08 Sonstiges

Newsletter der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” 03/2019 – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Im aktuellen Newsletter der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” reflektieren unter anderem Manfred Prenzel und Cornelia Gräsel über die Anträge zur neuen QLB-Ausschreibung aus der Sicht des Auswahlgremiums. Vorgestellt werden außerdem die Projekte „TUD-Sylber” an der TU Dresden und „PSI-Potsdam: Professionalisierung – Schulpraktische Studien – Inklusion” an der Universität Potsdam.
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Eltern prägen die Bildungsbiographie – SWR2 Wissen
FAZ-Journalistin Heike Schmoll berichtet über den Einfluss der Eltern auf die Bildungsbiographie ihrer Kinder und über den schwierigen Umgang mit Eltern in der Schule. Sie findet, dass das Lehramtsstudium an der Universität eigentlich nicht der richtige Ort ist, um Kompetenzen zur erfolgreichen Elternarbeit zu erwerben. Dies gehöre in die zweite und vor allem in die dritte Phase der Lehrerbildung.
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Depressionen unter angehenden Lehrkräften – Stern
Zwei ehemalige Lehramtsstudierende berichten im Stern über ihre Erfahrungen mit Depressionen im Referendariat. Vom Lehramtsstudium berichten beide, dass sie sich mehr Praxisnähe und eine bessere Vorbereitung auf die Realität an Schulen gewünscht hätten. Auch der Umgang mit sozialen Problemen und dem eigenen Zeitmanagement komme an den Hochschulen zu kurz.
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08. Juli 2019

Juli-Newsletter erschienen

Quereinstieg ins Lehramt

Diesen Sommer ist der Lehrermangel zum neuen Schuljahr wieder in vielen Bundesländern ein Thema. So fehlen in Sachsen Lehrkräfte weiterhin besonders auf dem Land sowie an Grund- und Oberschulen, obwohl mittlerweile weniger Quereinsteigende die Lehrerausbildung abbrechen (MDR). In Berlin sei damit zu rechnen, dass auch im kommenden Schuljahr der Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen vor allem mit Lehrkräften ohne volle Lehrbefähigung und Quereinsteigenden ausgeglichen werde. Für eine Verschärfung der Situation sorge der Trend zu mehr Teilzeitlehrkräften (Tagesspiegel).

Absolventinnen und Absolventen aus ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen mit Interesse an einem Quereinstieg in den Lehrerberuf ermöglicht die TU Berlin zum kommenden Wintersemester mit vier neuen Quereinstiegsmasterstudiengängen in den Fachrichtungen Bautechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik und Metalltechnik den regulären und gleichwertigen Zugang zum Lehramt an Beruflichen Schulen.

Der Monitor Lehrerbildung hat sich in einer Sonderpublikation Attraktiv und zukunftsorientiert?! - Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen vom Dezember 2017 mit dem Lehrermangel an Beruflichen Schulen auseinandergesetzt und empfiehlt, einen qualitätsgesicherten Quereinstieg dauerhaft als tragfähige Alternative zum grundständigen Lehramtsstudium zu etablieren.

01 Länderübergreifende News

Nationales MINT Forum will Qualitätsallianz in der MINT-Bildung auf den Weg bringen – Stifterverband
Als eine der sechs Kernforderungen des NMF wurde auf dem 7. Nationalen MINT Gipfel in Berlin ein Perspektivenwechsel in der Berufs- und Studienorientierung diskutiert. Um Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, die gängigen MINT-Berufsbilder kennenzulernen, brauche es die Kooperation mit außerschulischen Akteuren in MINT-Initiativen und die Integration von Quereinsteigenden mit Bildungsbiographien jenseits der klassischen Lehramtsausbildung in den Schulbetrieb.
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Studie: „Nehmt sie ernst!” Junge Menschen wollen gehört und beteiligt werden – Bertelsmann Stiftung
Laut einer Befragung fühlen sich Kinder und Jugendliche insbesondere in der Schule und von der Politik nicht ernst genommen. Je älter sie werden, desto weniger haben Jugendliche den Eindruck, in der Schule mitgestalten zu können. Nur 34 Prozent der 14-Jährigen können dort aus ihrer Sicht mitbestimmen, bei den Achtjährigen ist es immerhin noch jede(r) zweite. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie Children's Worlds+, die Sabine Andresen von der Universität Frankfurt im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat.
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Der Verband Bildung und Erziehung reagiert auf die Bertelsmann-Studie und ihre Ergebnisse zum Thema physische und psychische Gewalt und fordert ein breiteres Angebot von spezifischen Angeboten in der Lehreraus-, fort- und –weiterbildung, das sich intensiv mit den Anforderungen durch heterogene Schülergruppen auseinandersetzt.

Studie: Digitalisierung überfordert Großteil der angehenden Lehrkräfte – Studitemps
Einer Umfrage von Maastricht University und Studitemps zufolge fühlen sich nur 40 Prozent der Lehramtsstudierenden in Deutschland auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet. Damit lägen die angehenden Lehrkräfte fünf Prozent unter dem Gesamtschnitt der befragten Studierenden. Studitemps-Geschäftsführer Eckhard Köhn bezeichnet das Ergebnis als „fatal”, der Digitalpakt laufe ins Leere, wenn selbst junge Lehrkräfte nicht auf die digitalen Anforderungen vorbereitet seien.
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Lehrkräfte nicht ausreichend vorbereitet auf traumatisierte Kinder mit Fluchterfahrung – Deutsche UNESCO-Kommission
Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl von Kindern mit Migrations- und Fluchterfahrung im schulpflichtigen Alter weltweit um 26 Prozent gestiegen. Viele von ihnen haben traumatische Erfahrungen gemacht, die sich negativ auf ihre Lernfähigkeit auswirken. Die Bildungssysteme der Aufnahmeländer stellt das vor große Herausforderungen. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.06.2019 ruft die UNESCO in einem Positionspapier dazu auf, die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu verbessern, die traumatisierte Kinder unterstützen.
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Ländervergleich zu Quereinstieg ins Lehramt – Deutsches Schulportal
Das Deutsche Schulportal berichtet über eine Untersuchung der Untersuchung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die den Anteil von Quer- und Seiteneinstieg bei Neueinstellungen von Lehrkräften in den einzelnen Bundesländern im Schuljahr 2017/18 vergleicht. Während in einigen Bundesländern fast jede zweite neueingestellte Lehrkraft nicht voll ausgebildet sei, müssten andere Bundesländer nicht eine einzige Stelle über den Quer- und Seiteneinstieg besetzen.
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Deutscher Schulpreis 2019: Die Schule des Jahres kommt aus Hamm – Robert Bosch Stiftung
In Berlin sind die Schulen des Jahres mit dem Deutschen Schulpreis 2019 ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis geht in diesem Jahr an die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm. Die Jury war beeindruckt, wie die Grundschule in einem sozial benachteiligten Stadtteil, räumlich beengt und mit wenigen Ressourcen eine Umgebung geschaffen hat, in der Lernen hervorragend gelingt.
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Was wünschen sich angehende Lehrkräfte vom Lehramtsstudium? – Das Deutsche Schulportal
Das Deutsche Schulportal hat Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreidestaub Lehramtsfestivals befragt, was für sie gute Lehrerbildung ausmacht und was sich ihrer Einschätzung nach ändern müsse. Kreidestaub ist eine studentische Initiative zur Verbesserung der Lehrerbildung, die thematisiert, was angehenden Lehrkräften in ihrem Studium fehlt.
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Bericht vom Forum Open Education – Deutschlandfunk
Campus & Karriere berichtet über die Open Education Bewegung, die für eine neue Art von Bildung auf Basis von internetbasierter Wissensvermittlung und Austausch von frei zugänglichen Unterrichtsmaterialien eintritt. Laut Luca Mollenhauer vom Leibnitz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation hätten insbesondere Lehramtsstudierende größere Vorbehalte gegenüber digitalen Unterrichtsbausteinen als andere Studierende, weswegen die Open Education Bewegung gezielt in die Lehrerausbildung gehen müsse.
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02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Neuer Leitfaden: Demokratiebildung in Schule und Unterricht stärken – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Ein neuer Leitfaden zur Demokratiebildung soll Lehrkräfte künftig bei der wichtigen Aufgabe „Demokratiebildung” unterstützen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat den Leitfaden im Haus der Wirtschaft vorgestellt. Mitgewirkt haben neben den Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung, dem Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung auch zahlreiche Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler.
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[Brandenburg] Land wirbt um polnische Lehrkräfte – Potsdamer Neueste Nachrichten
Aufgrund der kommenden Pensionierungswelle werbe das Bildungsministerium um qualifizierte Lehrkräfte aus Polen. Vor allem an Grundschulen, aber auch in einigen Mangelfächern an weiterführenden Schulen werde gesucht. Lehrkräfte, die in Polen nur ein Unterrichtsfach studiert haben, könnten in Brandenburg ein zweites Fach studieren und die Befähigung für ein Lehramt erwerben.
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[Bremen] Erste Stellungnahme der Bildungsgewerkschaft GEW zum Koalitionsvertrag – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die GEW sieht im rot-grün-roten Koalitionsvertrag positive Tendenzen, aber (noch) nicht den großen Wurf. Die Erhöhung der Studienplätze für das Lehramt auch durch wieder eingeführte Studiengänge sei eine richtige Entscheidung. An den Universitäten werden die Grundlagen für eine bessere Lehrkräfteversorgung gelegt, deshalb regt die GEW auch eine durch Bremen mitgetragene KMK-Strategie an.
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[Hessen] SPD will Lehrerausbildung modernisieren – Frankfurter Rundschau
Die SPD im Hessischen Landtag wolle das Lehramtsstudium von sieben bzw. neun Semestern mit Abschluss Staatsexamen auf zehn Semester erweitern und in eine Bachelor- und Masterphase gliedern, um Lehramtsstudierenden zusätzliche Kenntnisse vermitteln zu können und den Umstieg von Fachwissenschaftsstudierenden ins Lehramt zu vereinfachen. Inhalte zu Inklusion, Heterogenität und Ganztagsunterricht sollen ausgebaut werden.
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[Mecklenburg-Vorpommern] GEW fordert Pakt für gute Schule – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die GEW Mecklenburg-Vorpommern hat ein Personalentwicklungskonzept vorgestellt, das sich mit der Frage beschäftigt, wie die Wege in den Beruf und der Arbeitsplatz Schule für Lehrkräfte weiterentwickelt und damit attraktiver werden können. Zu den Themenbereichen gehören eine Reform des Lehramtsstudiums und die Begleitung und Qualifizierung von Seiteneinsteigenden.
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Laut NDR habe derweil das Bildungsministerium beschlossen, Seiteneinsteigende ins Lehramt früher einzustellen, um sie noch vor Beginn des neuen Schuljahrs qualifizieren zu können.

[Mecklenburg-Vorpommern] Angehende Lehrkräfte besuchen Schulen auf dem Land – NDR
Der NDR berichtet über eine Landpartie für künftige Lehrkräfte unter dem Motto „Land erfahren. Schule erleben”. Dabei unternehmen Lehramtsstudierende eine Bustour durch den ländlichen Raum, lernen Orte und Schulen kennen und begleiten Unterricht. Mit dem Programm solle für das Lehramt in ländlichen Regionen geworben werden, wo akuter Lehrermangel herrsche.
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[Sachsen] Kandidatenkreis diskutiert Lehrermangel vor Landtagswahl – Freie Presse
Bei einer moderierten Debatte mit den Kandidatinnen und Kandidaten von sieben Parteien gut zwei Monate vor der Landtagswahl sei auch der Lehrermangel im Land thematisiert worden. FDP-Kandidat Hartewig fordere, ein Lehramtsstudium an der TU Chemnitz für Ober- und Berufsschulen zu ermöglichen. Grünen-Kandidatin Sauer setze auf Seiteneinsteigende, für diese brauche es eine ordentliche Nachqualifizierung. Uneinigkeit zwischen den Parteien herrschte vor allem bei den Themen Inklusion und Lehrerverbeamtung.
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[Sachsen] Interview mit Christoph Bülau zur Neugründung des Ganztagsschulverbands Sachsen – ganztagsschulen.org
Verbandsvorsitzender Bülau spricht über die zentralen Ideen und Vorhaben hinter der Neugründung. Durch das neue Schulgesetz und höhere Finanzierung durch den Freistaat werde der Bedarf nach Unterstützung der Schulen steigen. Eine große Aufgabe des Verbandes werde das Engagement für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften sein. Derzeit gebe es an den lehrerbildenden Hochschulen im Land wenig bis keine Veranstaltungen zum Thema Ganztag.
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[Sachsen] Absolventenbefragung: Mehrheit der Junglehrkräfte will in Sachsen bleiben – aber es könnten noch mehr sein – Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Der Ausbau der Lehramtsstudiengänge in Sachsen trägt Früchte. Die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen eines Lehramtsstudiums an einer sächsischen Hochschule strebt den Berufseinstieg an einer Schule in Sachsen an. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Die Hochschulen erfüllen ihre Aufgabe bei der Lösung des Personalproblems an den Schulen”.
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[Sachsen-Anhalt] Bachelor-Absolventinnen und Absolventen als Lehrkräfte? – Volksstimme
Mit Beginn der neuen Ausschreibungsrunde für 550 Lehrerstellen habe Bildungsminister Marco Tullner aufgrund des Mangels an Bewerbenden erneut die Voraussetzungen für eine Einstellung ins Lehramt gelockert. Nun könnten auch Absolventinnen und Absolventen mit FH-Diplom und Lehramts-Bachelor als Lehrkraft arbeiten. Die GEW warne vor „Dumping-Lehrkräften” und fordere umfangreichere Weiterbildungen von Seiteneinsteigenden.
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[Thüringen] CDU kritisiert neues Schulgesetz und fordert mehr ausgebildete Lehrkräfte – Ostthüringer Zeitung
Nach Einschätzung des CDU-Abgeordneten Christoph Zippel werde das von Rot-Rot-Grün verabschiedete Schulgesetz die Belastung von Lehrkräften steigern und einzelne Schultypen benachteiligen. Die CDU fordere, die Ausbildungskapazitäten an Thüringer Universitäten und Studienseminaren zu erhöhen und Lehramtsstudierenden in Mangelfächern und im Regelschul- und Berufsschulbereich nach erfolgreicher zweiter Staatsprüfung eine Einstellungsgarantie in den Thüringer Schuldienst zu geben.
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03 Hochschulspezifische News

[RWTH Aachen] Kostenlose Stimmscreenings und Online-Test für Lehramtsstudierende – News4Teachers
Das Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen biete jetzt ein kostenloses computergestütztes Stimmscreening für angehende Lehrkräfte an. Ein Online-Test biete erstes Feedback zu Stimme, Artikulation und rhetorischen Praxiserfahrungen. In ergänzenden Workshops können Interessierte ihre Stimme so trainieren, dass sie im Lehrerberuf belastbar und wohlklingend bleibe.
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[HU Berlin] Konstruktiv digital: Eröffnung des math.media.lab
Als Expertin für Mathematikdidaktik in der Grundschule hat Prof. Dr. Katja Eilerts einen Ort geschaffen, an dem Expertenwissen zu digitalen Hilfsmitteln gebündelt wird. Das Ziel des math.media.lab ist es, über moderne Unterrichtsmethoden zu informieren, Lehrerinnen und Lehrer fortzubilden und digitale Methodik als zentrales Element des Lehramtsstudiums zu etablieren.
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Über die Arbeit im math.media.lab berichten u.a. News4Teachers und die Süddeutsche Zeitung.

[TU Berlin] Neue Studiengänge für Quereinsteigende ins Lehramtsstudium
Zum kommenden Wintersemester werden Studieninteressierte die Möglichkeit haben, sich für einen der vier neuen Quereinstiegsmasterstudiengänge (Q-Master für das Lehramt) an der TU Berlin zu bewerben. Die vier neuen Q-Masterstudiengänge (Fachrichtungen Bautechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik und Metalltechnik) richten sich an Absolventinnen und Absolventen aus ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen und ermöglichen den regulären und gleichwertigen Zugang zum Lehramt an Beruflichen Schulen.
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[Universität Gießen] Gießener Offensive Lehrerbildung präsentiert Ergebnisbericht 2018
Die Gießener Offensive Lehrerbildung hat ihren Ergebnisbericht 2018 vorgestellt. Darin sind die Arbeiten und Ergebnisse des Strukturentwicklungsprojekts in den Bereichen Konzeption, Ausgestaltung und Evaluation aus dem vergangenen Jahr dokumentiert.
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[PH Heidelberg] Senat verabschiedet Digitalisierungsstrategie
Die PH Heidelberg verfolgt das Ziel, den Umgang mit Digitalisierung im Kontext von Bildung zu erforschen, ihre Lehre entsprechend innovativ zu gestalten und ihre Expertise in die Gesellschaft zu transferieren. Die Bereiche Medienbildung und Mediendidaktik sowie technische Anwenderkompetenzen und informatische Grundlagen sollen fest im Curriculum des Lehramtsstudiums verankert werden. Darüber hinaus soll Digitalisierung als Querschnittsthema in allen Fächern thematisiert werden.
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[Universität Koblenz-Landau] Erste Masterabschlüsse Inklusion und Schule
Die ersten Studierenden des Fernstudiengangs „Inklusion und Schule” (M.A.) haben ihr berufsbegleitendes Studium abgeschlossen. Das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) an der Universität in Koblenz hat den interdisziplinären Studiengang als berufsbegleitendes Fernstudium konzipiert und bietet Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudiengängen eine ideale Form, sich neben dem Beruf oder familiären Verpflichtungen neue Kompetenzen anzueignen oder das vorhandene Wissen zu vertiefen.
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[Universität Leipzig] Digitale Unterstützung auf dem Weg zum Lehrerberuf
Experten der beiden Zentren für Lehrerbildung der Universität Leipzig und der TU Dresden haben den Lehramtskompass entwickelt. Dieses Projekt soll Lehramtsstudierenden und -interessierten in Sachsen den Weg zum Lehrerberuf erleichtern und Studienabbrüche verhindern. Offiziell startete der Lehramtskompass am 12. Juni bei der Veranstaltung „Lehramt digital” an der Universität Leipzig.
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[Universität Rostock] Neues Institut für Grundschulpädagogik – News4Teachers
Die neue Einrichtung kopple sich vom Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung ab, um die Ausbildung von Grundschullehrkräften auf neue Füße zu stellen. Mit dem Institut sollen Grundschullehramtsstudierende wissenschaftlicher ausgebildet und gezielter auf ihren Beruf, z.B. den Umgang mit Diversität, vorbereitet werden. Es solle auch einen Beitrag dazu liefern, den Nachwuchs an Grundschullehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern.
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[Universität Wuppertal] Universität und Musikhochschule kooperieren in der Lehrerbildung
Um den aktuellen Formen musikalischer Bildung an Grundschulen in der Lehrerbildung gerecht zu werden, intensivieren die Hochschule für Musik und Tanz Köln und die Universität Wuppertal ihre Zusammenarbeit. Im Rahmen der Studiengänge „Elementare Musikpädagogik” und „Musik für das Lehramt an Grundschulen” führen sie ab dem Wintersemester 2019/2020 das Projekt „Elementare Musikpädagogik in der Primarstufe” ein.
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04 Veranstaltungen

[TU Kaiserslautern] 53. Seminartag des BAK-Lehrerbildung: Bildung 4.0 – Digitalisierung im Kontext der Lehrerbildung – 17.-20.09.2019
Im Fokus des 53. Seminartages stehen Konzepte, die aus theoretischer, empirischer oder praxisorientierter Perspektive das Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Lehrerbildung beleuchten. Dabei geht es u.a. um Fragestellungen zur Digitalisierung in der Ausbildung der Lehrkräfte und der Digitalisierung in der Planung und Verwaltung von Ausbildung.
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Helmut Klaßen, Bundesvorsitzender des BAK-Lehrerbildung, spricht mit News4Teachers über die Hintergründe zum Kongress.

[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft – Sektion Medienpädagogik] Tagung „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt” – 26./27.09.2019
Lernen mit und über Medien ist das Thema der diesjährigen Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die an der PH Zürich in Zusammenarbeit mit der PH Weingarten stattfindet. Die Tagung richtet sich an interessierte Personen aus Wissenschaft und Praxis. Da sie von der PH Zürich in Zusammenarbeit mit der PH Weingarten veranstaltet wird, werden auch spezifische Aspekte der Bodenseeregion thematisiert.
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[didacta Verband / Verband Bildungsmedien] didacta 2020 – 24.-28.03.2020
Als weltweit größte Fachmesse gibt die didacta umfassenden Einblick in das gesamte Bildungswesen von der frühkindlichen Bildung, über die berufliche Bildung bis hin zum lebenslangen Lernen. Ein Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erziehende, Ausbildende, Trainerinnen und Trainer sowie Personalentwicklerinnen und -entwickler ergänzt das Angebot der Ausstellung.
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05 Dokumente/Literatur

Falkenhagen, Charlott / Grimm, Nancy / Volkmann, Laurenz: Internationalisierung des Lehramtsstudiums – Modelle, Konzepte, Erfahrungen. Ferdinand Schöningh, 2019.
Warum sollte ein Auslandsaufenthalt integrativer Teil des Lehramtsstudiums sein? Angesichts der Herausforderungen kulturell heterogener und von Diversität geprägter Klassenzimmer zeigt dieser Band neue bildungspolitische und pädagogische Perspektiven auf. Die theoretisch-konzeptuell fundierten sowie praxisbezogenen Beiträge setzen sich facettenreich mit der Forderung nach einer intensivierten „Internationalisierung” der Lehrerbildung auseinander und greifen damit ein viel diskutiertes Schlagwort der aktuellen bildungspolitischen Debatte auf.
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Kreutz, Jessica / Leuders, Timo / Hellmann, Katharina (Hrsg.): Professionsorientierung in der Lehrerbildung. Kompetenzorientiertes Lehren nach dem 4-Component-Instructional-Design-Modell. Springer VS, 2019.
In diesem Sammelband werden hochschulische Lehr-Lern-Projekte aus der Lehrerbildung vorgestellt, welche nach dem Instruktionsmodell 4-Component-Instructional-Design (4C/ID) konzipiert, evaluiert und reflektiert sind. Gemäß dem 4C/ID-Modell werden Lernaufgaben bearbeitet, die auf authentischen Handlungssituationen aus dem Lehrberuf basieren.
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06 Interviews/Kommentare

Interview mit Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg, zu Reformen in der bayrischen Lehrerbildung – Augsburger Allgemeine
Doering-Manteuffel befürchtet, viele angehende Lehrkräfte seien auf Themen wie Digitalisierung, Heterogenität und Inklusion nicht hinreichend vorbereitet. Die Lehrerbildung müsse auf soziale Veränderungen reagieren. Digitale Kompetenzen müssten systematischer gefördert werden, auch über eine Ausweitung der Studienzeiten müsse nachgedacht werden. Zudem müssten Hochschulen stärker in die Reform des Lehramtsstudiums eingebunden werden.
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Gastkommentar zu Burnout-Prävention in der Lehrerbildung – News4Teachers
Die Autorinnen und Autoren des Buches AGIL – Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf weisen in ihrem Kommentar darauf hin, wie sehr die Überbelastung von Lehrkräften zum aktuellen Lehrermangel beitrage. Bei der Prävention von Burnout im Lehrerberuf komme es auch darauf an, bereits im Studium den angemessenen Umgang mit den eigenen Ressourcen zu vermitteln, dies werde jedoch bislang kaum bis gar nicht thematisiert.
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Interview mit Eva Reiter (Ganztagsschulverband) zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung – Deutschlandfunk
Reiter befürwortet im Interview die Pläne der Bundesfamilienministerin, Eltern einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern zu geben. Guter Ganztag müsse allerdings wachsen, Schulen bräuchten ausreichend Vorlauf und pädagogische Konzepte. Dafür müsse der Ganztag auch seinen Weg in die Lehrerbildung finden.
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07 Sonstiges

Hohe Schwundquoten im Lehramtsstudium – FAZ Schule
Ein Artikel der FAZ-Autorin Lisa Becker analysiert, wie das Lehramtsstudium zum Nachwuchsmangel in deutschen Lehrerzimmern beiträgt. Die Abbrecherquoten seien vermutlich wesentlich höher als bislang angenommen. Faktoren seien ein zu geringer Praxisbezug und die hohe Komplexität des Studiums. Zudem sei das Lehramtsstudium nur eine Notlösung für manche Studierende, die erst während des Praxissemesters die hohe Belastung des Lehrerberufs spürten.
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04. Juni 2019

Neue Förderrunde der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" startet

Das Auswahlgremium des Bund-Länder-Förderprogramms "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" hat am 20./21. Mai insgesamt 43 Projekte zur Förderung empfohlen. Schwerpunkte der Förderrunde waren Digitalisierung in der Lehrerbildung und Lehrerbildung für die beruflichen Schulen.

Eine Liste der zur Förderung empfohlenen Projekte sowie weitere Informationen finden sich auf den Seiten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Die neue Förderrunde nehmen einige der beteiligten Länder und Hochschulen zum Anlass, um in Pressemitteilungen ihre geförderten Projekte vorzustellen:

 

 

 

04. Juni 2019

Juni-Newsletter erschienen

Zusätzliche Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung startet

Bund und Länder ergänzen die Qualitätsoffensive Lehrerbildung ab 2020 um eine neue Förderrichtlinie. Förderschwerpunkte sind die Themen "Digitalisierung in der Lehrerbildung" und "Lehrerbildung für die beruflichen Schulen". An den 43 zur Förderung empfohlenen Projekten sind 64 Hochschulen beteiligt. 26 Projekte widmen sich dem Themenschwerpunkt „Digitalisierung in der Lehrerbildung”, 13 Projekte dem Bereich „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen”. Vier Projekte setzen vor allem an der Schnittstelle dieser Bereiche an.

Einige der beteiligten Länder und Hochschulen stellen anlässlich der neuen Förderrunde ihre Projekte per Pressemitteilung vor. Eine wachsende Liste der einzelnen Pressemeldungen finden Sie in unserem Newsfeed.

In der Publikation „Qualitätsoffensive Lehrerbildung – zielgerichtet und nachhaltig?!” (Juni 2016) gab der Monitor Lehrerbildung einen ersten Überblick über die thematischen Schwerpunktsetzungen der ersten Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung und ihrer Projekte und lieferte Impulse für den weiteren Verlauf des Programms. So sprachen sich die Kooperationspartner des Monitor Lehrerbildung beispielsweise für die Förderung von Kooperationen, Verbundvorhaben und für einen stärkeren Fokus auf die Digitalisierung aus.

01 Länderübergreifende News


23. Mai 2019 – 70 Jahre Grundgesetz: Lin-Klitzing: „Das Grundgesetz muss in die universitäre Phase der Lehrerbildung!” – Deutscher Philologenverband (DPhV)
Aus Sicht der Bundesvorsitzenden des DPhV, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, sei es zu kurz gedacht, wenn in Bezug auf mehr „Demokratieerziehung” in der Schule immer nur mehr Forderungen an die Schule und den Unterricht gestellt werden. Dies sei richtig und wichtig, aber grundlegender sei es, den Lehramtsanwärterinnen und –anwärtern gleich zu Beginn des Studiums die Kenntnis und das Verstehen des Grundgesetzes zu vermitteln.
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Auch der Verband Bildung und Erziehung fordert anlässlich des Grundgesetz-Jubiläums: „Für die Zukunft unserer Gesellschaft sind Werte- und Demokratieerziehung unerlässlich.” Dazu gehöre auch ein verbessertes, intensiveres und standardisiertes Angebot von Veranstaltungen zur Werteerziehung in allen Phasen der Lehrerbildung. News4Teachers fasst die Stimmen der Lehrerverbände zum Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes am 23.05. zusammen.

DigitalPakt Schule tritt in Kraft – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat für den Bund die Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule unterzeichnet, so dass der Digitalpakt am 17.05.2019 in Kraft getreten ist. Bis 2024 stellt der Bund fünf Milliarden Euro für den flächendeckenden Aufbau moderner digitaler Infrastrukturen an Deutschlands Schulen bereit.
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OECD-Studie: Regierungen müssen mehr tun, um Menschen die Kompetenzen für die digitale Welt zu vermitteln – OECD
Der OECD Skills Outlook 2019 ist Teil der OECD-Kampagne "I am the Future of Work" zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Die Studie plädiert dafür, aus traditionellen Bildungssystemen Systeme lebenslangen Lernens zu machen. Die Länder können das lebenslange Lernen fördern, indem sie sich mit Ungleichheiten bei den Lernangeboten im Laufe des Lebens auseinandersetzen, den Lehrplan an sich ändernde Qualifikationsanforderungen anpassen und Lehrkräften eine effektivere Ausbildung ermöglichen.
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Für ein Pflichtfach Informatik fehlen die Lehrkräfte – Zeit Online
Eine Analyse auf Zeit Online weist auf Hindernisse bei der Ausweitung von Informatik zum Pflichtfach hin. Auch wenn Schülerinnen und Schüler digital denken lernen sollten, gebe es Informatik weiterhin oft nur als Wahlpflichtfach, da Zeit und Fachlehrkräfte fehlten. Auch die derzeitigen Lösungen verschiedener Bundesländer werden beleuchtet.
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02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] forsa-Umfrage „Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrkräfte” – VBE / Bildungsklick
Bei drei von vier Lehrkräften, die an inklusiven Schulen unterrichten, war Inklusion nicht Teil der Lehrausbildung. Die Hälfte der Lehrkräfte, die inklusive Klassen unterrichten, gibt an, über keine sonderpädagogischen Kenntnisse zu verfügen. VBE-Landesvorsitzender Gerhard Brand: „Es bleibt ein Rätsel, wie Inklusion gelingen soll, wenn an den Schulen weder die baulichen noch personellen Voraussetzungen gegeben sind. Es wird auch nicht dadurch besser, dass die Lehrkräfte für Inklusion bisher weder ausgebildet, noch hochwertig fortgebildet sind”.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Linksfraktion will leichteren Zugang zum Lehramtsstudium – NDR
Die Linksfraktion im Landtag fordere das Bildungsministerium dazu auf, die Aufnahmeprüfungen für Lehramtsstudierende in den Fächern Musik, Kunst und Sport zu erleichtern. In Sport und Kunst scheiterten derzeit rund die Hälfte, in Musik ein Drittel der Bewerbenden an der Aufnahmeprüfung. Angesichts des Lehrermangels plädiere die Linke dafür, die Anforderungen anzupassen, statt auf Seiteneinsteigende ohne Lehrerausbildung zu setzen.
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[Nordrhein-Westfalen] Islamlehrkräfte fordern Reformen – News4Teachers
Der Verband der Islamlehrer/innen (VdI) kritisiere in einer Stellungnahme den Einfluss von konservativen Islamverbänden auf die Erteilung der Lehrerlaubnis für angehende islamische Religionslehrkräfte. Die Vergabe der „Idschaza”, einer religiösen Bevollmächtigung, durch die Islamverbände gleiche einem „Gesinnungstest”. Künftig sollten Lehramtsstudierende die Idschaza zusammen mit ihrem Studienabschluss von den theologischen Zentren an den Hochschulen erhalten.
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[Sachsen] Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: Verstärkung der Lehramtsausbildung zeigt Erfolge – Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, haben im vergangenen Jahr 1.338 Studierende eine Lehramtsprüfung an den sächsischen Hochschulen bestanden – im Jahr 2014 waren es 814 Lehramtsabsolventinnen und -absolventen. Stange: „Sachsen hat wie kein anderes Bundesland seit 2012 die Lehramtsausbildung verstärkt. Dabei geht es nicht nur darum, eine ausreichend hohe Zahl von Studierenden zu immatrikulieren, sondern ihnen ein gutes Studium zu ermöglichen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.”
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[Sachsen] Leichterer Studienzugang für künftige Lehrkräfte – Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Der Wissenschaftsausschuss des Landtages hat dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Erleichterung der Hochschulzulassung zugestimmt. Damit werden in Sachsen bei der Zulassung zum Lehramtsstudium das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Pädagogik bzw. vergleichbare pädagogisch-praktische Vorerfahrungen künftig angemessen berücksichtigt.
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[Schleswig-Holstein] Maßnahmenpaket für mehr Musiklehrkräfte – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Bildungsministerin Karin Prien hat eine Reihe von Maßnahmen bekannt gegeben, die mehr Musiklehrkräfte an Schulen bringen sollen. Unter anderem wird das Fach Musik als Unterrichtsfach des besonderen Bedarfs eingestuft, wodurch Bewerberinnen und Bewerber 50 zusätzliche Punkte im Ranking-System des Bewerbungsverfahrens bekommen. Außerdem wird ein „Ein-Fach-Lehramtsstudium” für das Lehramt an Gymnasien an der Musikhochschule in Lübeck angeboten.
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03 Hochschulspezifische News

[Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft] Staatlich anerkanntes Lehramtsstudium im Fach Kunst
Die Alanus Hochschule und das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Bonn weiten ihre Kooperation aus. Die Institutionen erklären ihren Willen zu einer intensiven Zusammenarbeit während des Masterstudiums, um die Ausbildung angehender Kunstlehrkräfte an der Hochschule und in der Schulpraxis eng aufeinander abzustimmen.
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[Universität Augsburg] Projekt: Artenschutz als Thema in der Lehrerbildung – Augsburger Allgemeine
Die Augsburger Allgemeine berichtet über ein Projekt an der Universität Augsburg, bei dem Lehramtsstudierende auf freiwilliger Basis ein „Zertifikat Umweltbildung und Nachhaltigkeit” erwerben können. Das Projekt solle angehende Lehrkräfte mit den nötigen Haltungen ausstatten, große Themen unserer Zeit in Schulen behandeln zu können. Die Nachfrage unter Studierenden sei schon in der Pilotphase größer als das Angebot.
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[HU Berlin] Studiengang Islamische Theologie startet ohne Lehramtsoption – Deutschlandfunk
Der Bachelorstudiengang „Islamische Theologie” könne zum Wintersemester an der HU starten, 80 Studienplätze stünden zur Verfügung. Allerdings sei die Lehramtsausbildung dann noch nicht Teil des Studiengangs, obwohl dies ein zentrales Anliegen der Einführung gewesen sei. Es fehle noch an Praktikumsplätzen für Lehramtsstudierende. Interessierte könnten allerdings bereits mit dem Bachelor beginnen und sich später für das Lehramtsstudium umschreiben lassen.
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[TU Chemnitz] Ausweitung der Lehrerbildung gefordert – Freie Presse
Vor dem Hintergrund des akuten Lehrermangels in Sachsen werden Forderungen laut, an der TU Chemnitz zusätzlich zum bereits vorhanden Grundschullehramt Studierende etwa auch für die Lehrtätigkeit an Oberschulen auszubilden. Unterstützung komme unter anderem von der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und dem ehemaligen VW-Vorstand Carl Hahn. Nur so könne der Lehrernachwuchs in der Region gesichert werden.
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[Universität Hannover] 8,2 Millionen Euro für den Neubau der Leibniz School of Education – Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Grünes Licht für den Neubau der Leibniz School of Education: Der Haushalts- und Finanzausschuss des Niedersächsischen Landtags hat der Baumaßnahme an der Universität Hannover zugestimmt. Der mehr als 2.800 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Neubau soll im Universitätsbereich Welfengarten in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes entstehen.
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[Universität Heidelberg / PH Heidelberg] Die politische Motivation von Lehramtsstudierenden – Heidelberg School of Education (HSE)
Matthias Heil von der Universität Heidelberg stellt in einem Blogbeitrag sein Projekt im Rahmen des Programms „PLACE-Fellowships Studierende” vor. Kernfrage des Projekts war, inwiefern politische Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten die Berufswahl angehender Lehrkräfte beeinflussen.
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04 Veranstaltungen

[Kreidestaub] Lehramtsfestival: Gute Lehrer*innen – gute Schule – 21./22.06.2019
Um gute Schule zu gestalten, braucht es gute Lehrerinnen und Lehrer und dementsprechend eine gute Lehrkräftebildung. Dennoch wird aktuell aufgrund des Lehrkräftemangels vor allem über die Quantität und weniger über die Qualität von Lehrkräften diskutiert. Es braucht eine Diskussion über die Qualität der Arbeit von Lehrkräften und die Anforderungen des Berufs. Und darüber, wie sie ausgebildet werden.
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[Forum Bildung Digitalisierung] Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Lehrkräfte stärken” – 25./26.06.2019
Das Forum Bildung Digitalisierung veranstaltet gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Lehrkräfte stärken. Schule gestalten und mit digitalen Medien rechtssicher umgehen”. Die Tagung setzt den Fokus auf Fort- und Weiterbildungsangebote für Schulleitungen und Lehrkräfte insbesondere zu Themen der Schul- und Medienentwicklungsplanung, wobei ein Schwerpunkt auf rechtlichen Aspekten des Datenschutzes sowie des Urheberrechts liegt.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft] Inklusionsforschung zwischen Normativität und Empirie – Abgrenzungen und Brückenschläge – 28./29.06.2019
Die Arbeitsgemeinschaft Inklusionsforschung hat als Ziel, einen Ort zu schaffen, an dem die Bedeutung von Inklusion in Forschung und Lehre über die teildisziplinären Grenzen hinweg diskutiert werden kann. Im Zentrum der kommenden Tagung an der PH Freiburg steht die Frage nach einer Verhältnisbestimmung von Normativität und Empirie in Bezug auf Gegenstände der Inklusionsforschung.
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[Forum Bildung Digitalisierung] Konferenz Bildung Digitalisierung 2019 – 12./13.09.2019
Das Forum Bildung Digitalisierung lädt am 12./13. September 2019 alle Interessierten aus Bildungspraxis, Bildungspolitik, Bildungsverwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Konferenz Bildung Digitalisierung nach Berlin ein. Diesmal stehen Bildungsinnovationen für gute Schule in der digitalen Welt im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung. Unter der Überschrift „Next Practice – Bildungsinnovationen für den digitalen Wandel” diskutieren über 700 Expertinnen und Experten gemeinsam über aktuelle Fragestellungen und zukunftsorientierte Ansätze.
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[Grundschulverband] Bundesgrundschulkongress: Kinder lernen Zukunft – 13./14.09.2019
Der Bundesgrundschulkongress wird unter dem Motto „Kinder Lernen Zukunft” stehen und bemüht sein, die Entwicklungsaufgaben für die Grundschule im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts zu ergründen und fachlich auszumalen. Es sollen insbesondere auch Zielperspektiven für die Weiterentwicklung der Institution Grundschule in Deutschland ermittelt und vermittelt werden.
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[Universität Duisburg-Essen] Herbstschule 2019 – 17./18.09.2019
Die Herbstschule ist eine Veranstaltung für alle Phasen der Lehrerbildung mit Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer besonders großen Bandbreite an Workshops. Ziel ist die Verbesserung des Bildungssystems im Ruhrgebiet, um allen Kindern und Jugendlichen Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen.
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[TU Dortmund] 4. IFS-Bildungsdialog „Ganztagsschule erfolgreich gestalten” – 19.09.2019
Der 4. IFS-Bildungsdialog widmet sich dem Thema, wie Ganztagsschule erfolgreich gestaltet werden kann und beleuchtet dies anhand der Schwerpunktthemen „Individuelle Fachförderung”, „Persönlichkeitsentwicklung und Förderung von sozialen Kompetenzen” sowie „Organisations- und Professionsentwicklung im Kontext von Ganztagsschulen”. Dabei steht der intensive Austausch der Teilnehmenden aus Bildungsadministration, Bildungspolitik, Bildungspraxis und Bildungsforschung im Zentrum.
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[Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale] Bildungspolitisches Forum: „Bildung braucht mehr als einen klugen Kopf” – 23.10.2019
Der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale veranstaltet jährlich ein Bildungspolitisches Forum. Es dient der Diskussion aktueller Herausforderungen im Bildungswesen, zu deren Bewältigung die empirische Forschung durch Aufklärung und handlungsleitendes Wissen beitragen kann. Das nächste Bildungspolitische Forum widmet sich der Rolle sozio-emotionaler Fähigkeiten im Bildungskontext.
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05 Internationale News

[Österreich] Bericht von der didacta Digital Austria – News4Teachers
Auf dem österreichischen Ableger der deutschen didacta präsentiere sich das Land als empfänglich für IT-Innovationen an Schulen. Deutschland habe man bei der Digitalisierung der Schulen längst abgehängt, ohne übermäßig viel Geld zu investieren. Anhand dessen geht der Artikel darauf ein, wie Österreich als Vorbild für die Umsetzung der Digitalisierung in der Bildung dienen könne.
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[Schweiz] Interview mit der Direktorin der Pädagogischen Hochschule der FH Nordwestschweiz über die Zukunft der Lehrerbildung – Aargauer Zeitung
Direktorin Sabina Larcher spricht im Interview über die sich verändernde Rolle von Lehrkräften in der Schule der Zukunft und die Anpassung der Lehrerbildung. Auch das gesellschaftliche Ansehen von Lehrkräften und Aussteigerquoten im Lehramt kommen zur Sprache.
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06 Dokumente/Literatur

Röbe, Edeltraud / Aicher-Jakob, Marion / Seifert, Anja: Lehrer werden – Lehrer sein – Lehrer bleiben. Ein Praxisbuch zur Professionalisierung. utb, 2019.
Studium, Referendariat und Beruf: Das Lehrerwerden und Lehrersein erfordert immer wieder Anpassung und mutige Reflexion der eigenen Rolle. Dieser Band hilft, sich mit den eigenen Vorstellungen und Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, ein Verständnis von pädagogischer Professionalität zu entwickeln und so langfristig erfolgreich und zufrieden zu unterrichten - auch in schwierigen Phasen.
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Syring, Marcus / Weiß, Sabine (Hrsg.): Lehrer(in) sein - Lehrer(in) werden - die Profession professionalisieren. Klinkhardt, 2019.
Der Band widmet sich der Arbeit als Lehrkraft, der Ausbildung zur Lehrkraft sowie Fragen der Professionalisierung von Lehrerberuf und anderen schulischen Professionen. Die Autorinnen und Autoren, die zu diesem Band beitragen, bilden das breite Spektrum an Theoriekonzepten und Ansätzen ab, die sich in Forschung und Lehre mit der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern beschäftigen.
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07 Ausschreibungen

Call for Papers und Posters zur Tagung „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt” – PH Zürich
Die Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft lädt ein, Vorschläge für ihre Herbsttagung 2019 zum Thema „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt” einzureichen. Lernen mit und über Medien war und ist in der deutschsprachigen Medienpädagogik Inhalt und Ziel mediendidaktischer und medienerzieherischer Überlegungen und Aktivitäten. Die Tagung soll beleuchten, wie Digitalisierung die Stellung von Medien im Lernprozess beeinflusst. Annahmeschluss ist am 17. Juni 2019.
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Stipendien für berufsbegleitenden Weiterbildungsmaster – Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)
Für den berufsbegleitenden DZLM-Weiterbildungsstudiengang für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Fach Mathematik schreibt die Deutsche Telekom Stiftung mehrere Stipendien aus. Für die Stipendiaten übernimmt die Deutsche Telekom Stiftung die Studiengebühren inkl. Semesterbeitrag. Bewerbungen sind bis zum 19. Juni 2019 möglich.
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08 Sonstiges

Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung 02/2019 – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der neue Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung legt einen Schwerpunkt auf das Thema Lehrerbildung für die beruflichen Schulen: Deren quantitative und qualitative Herausforderungen stellen die Professorinnen Manuela Niethammer (TU Dresden) und Carolin Frank (Universität Wuppertal) in einem Kommentar dar. Außerdem werden die Projekte MINTplus (TU Darmstadt) und WegE (Universität Bamberg), sowie das Stuttgarter Projekt LEBUS („Lehrerbildung an berufsbildenden Schulen”) vorgestellt.
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Hotspots der deutschen Lernforschung – Deutschlandfunk
Campus & Karriere stellt in seiner Beitragsreihe besondere Projekte aus der Lernforschung vor, darunter ein Konzept zur Lesekompetenzförderung am Leibniz-Institut für Bildungsforschung (DIPF), Daten für Bildungsgerechtigkeit am Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund, einen Fokus auf Fallbeispiele in der Lehrerbildung am Zentrum für Lehrer- und Lehrerinnenbildung der Universität Halle-Wittenberg, die Untersuchung der Effektivität von Förderprogrammen am Tübinger Hector Institut für empirische Bildungsforschung und die Erprobung von Inklusion an der Laborschule Bielefeld.
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07. Mai 2019

Mai-Newsletter erschienen

Strukturen für eine professionelle Lehrerbildung

Im Rahmen des Programmworkshops „Profilbildung Lehramt – Konturen für Studium, Fächer Universität” der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” am 16./17. Mai setzen sich die Teilnehmenden an der Universität Kiel mit der Frage auseinander, wie Strukturen der Lehrerbildung an den Hochschulen optimiert werden können.

Der Monitor Lehrerbildung hat das Thema Strukturen der Lehrerbildung zuletzt im Jahr 2016 fokussiert. Auf Basis einer Erhebung bei Hochschulen und Ländern ist die Broschüre „Form follows function?! – Strukturen für eine professionelle Lehrerbildung” entstanden. Zentrales Ergebnis: Durch Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education gewinnt die Lehrerbildung an den Hochschulen an Sichtbarkeit, bei der Ausstattung mit Ressourcen und der Handlungsfähigkeit innerhalb und außerhalb der Hochschule gibt es jedoch noch Luft nach oben.

Weitere Informationen des Monitor Lehrerbildung zu Zentren für Lehrerbildung/Schools of Education an Hochschulen, ihrer Ausgestaltung und ihren Zuständigkeiten finden sich hier sowie jeweils auf den Länder- und Hochschulseiten.

01 Länderübergreifende News


Umfrage: Digitalisierung an Schulen kommt zu langsam voran – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Nur jede dritte der bundesweit befragten 1.232 Schulleitungen allgemeinbildender Schulen sagt, dass es in allen Klassen- und Fachräumen Zugang zum schnellen Internet und WLAN gibt. Zudem gebe es an einem Drittel der Schulen für keine Lehrkraft einen dienstlichen Computer und für ebenso viele keine dienstliche E-Mail-Adresse. Nur ein Fünftel der Lehrerinnen und Lehrer gibt an, im Rahmen der Lehrkräfteausbildung die notwendigen Kenntnisse für die Nutzung digitaler Endgeräte erworben zu haben.
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Schulen stehen in vielen Ländern vor einer Pensionierungswelle – Die Welt
In vielen Bundesländern sei der Altersschnitt in den Lehrerkollegien hoch, vor allem in den ostdeutschen Bundesländern stehen viele Schulen vor einer Ruhestandswelle. Diese Entwicklung verschärfe den Lehrermangel weiter. Laut einem Schulleiter aus Sachsen-Anhalt sei es daher besonders wichtig, den Nachwuchs an der eigenen Schule zu fördern und Referendarinnen und Referendaren gute Arbeitsbedingungen zu bieten.
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Die Situation in Berlin und Brandenburg thematisiert rbb24.

Digitalisierung an Schulen: EU-Studie zeigt Handlungsfelder auf – IHK
In der von Deloitte und IPSOS durchgeführten Studie "2nd Survey of Schools: ICT in Education 2019" geht es um die Gewinnung aktueller Informationen über Verbreitung, Vermittlung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) an Schulen. Als eines der zentralen Handlungsfelder für die effektive Weiterentwicklung von ICT im Bildungsbereich wird in der Studie die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften herausgearbeitet.
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Es braucht mehr Werte- und Demokratieerziehung an Schulen – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
„Der zunehmenden Verrohung der Umgangsformen in unserer Gesellschaft und antidemokratischen und antipluralistischen Tendenzen muss bereits in der Schule durch eine intensivere Werte- und Demokratieerziehung begegnet werden”, kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, anlässlich der im April im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichten „Mitte-Studie”. Diese hatte einen Anstieg fremdenfeindlicher und rechtsgerichteter Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft festgestellt.
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Stellungnahme der GMK zum „DigitalPakt Schule” – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)
Die GMK bezeichnet den Digitalpakt als „großen Schritt für die technische Infrastruktur”, aber auch als einen „zu kleinen für die schulische Medienbildung”. Um Medienbildung als Lernen mit und vor allem über Medien in den verschiedenen Bildungseinrichtungen zu einem zentralen Gegenstand zu machen, bedürfe es einer Vielzahl weiterer Maßnahmen, besonders in den Bereichen der Aus- und Fortbildung der Lehrenden, der Entwicklung schulischer Medienbildungskonzepte oder auch der verbildlichen und prüfungsrelevanten Verankerung in den verschiedenen Lehrplänen.
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Digitales Lehren und Lernen in der Schule – SWR2
SWR2 stellt Möglichkeiten des sinnvollen Einsatzes von Tablets und Lern-Apps im Unterricht vor. Zu Wort kommen Ralph Müller-Eiselt, Bildungsexperte der Bertelsmann Stiftung, und Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien zu den Potenzialen digitaler Medien für zeitgemäßes Lernen. Müller-Eiselt erklärt, dass gerade junge und angehende Lehrkräfte beim Einsatz digitaler Medien besonders skeptisch agieren.
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Ohne Pädagogik ist das Tablet nichts – Deutschlandfunk Kultur
Der Beitrag stellt am Beispiel der Leonardo Da Vinci Schule in Nauen (Brandenburg) vor, wie digitale Medien gut in den Unterricht integriert werden können. Schulleiter Olaf Gündel erklärt die Potenziale digitaler Medien für die Differenzierung und die Individualisierung von Lerninhalten und betont die damit einhergehende Veränderung der Rollen in der Schule. Alles stehe und falle mit den Fähigkeiten der Lehrkräfte – so endet der Beitrag mit der Idee, nach dem Digitalpakt nun über einen Pakt für die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte zu sprechen.
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02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] GEW-Umfrage zeigt große Unzufriedenheit unter Lehrkräften – Süddeutsche Zeitung
Nur 15% der rund 5.700 befragten Lehrkräfte sehen einen pädagogischen Mehrwert in der Ganztagsschule, eine Mehrheit finde außerdem, dass die Inklusion an ihrer Schule nicht gut laufe. Des Weiteren geben knapp drei Viertel der Grundschullehrkräfte an, noch keine Erfahrungen mit digitalen Medien im Unterricht gemacht zu haben. Die GEW fordere mehr Studienplätze und Lehrerstellen.
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[Baden-Württemberg] Berufliche Schulen: Wie die hohe Unterrichts-Qualität gesichert werden kann – GEW Baden-Württemberg
Die Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor einem Lehrermangel an beruflichen Schulen. In Baden-Württemberg werden die Schülerzahlen an den beruflichen Schulen nach einem Rückgang bis 2024 bis zum Jahr 2030 wieder ansteigen. Die GEW hat Vorschläge entwickelt, wie dem drohenden Lehrermangel entgegengewirkt werden kann. Dazu gehören mehr Studienplätze in den Mangelfächern und mehr Direkteinsteigerinnen und –einsteiger.
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[Bayern] Positive Resonanz auf Projekt zur Bewertung von Nachwuchslehrkräften – Die Welt
Ein Modellversuch, bei dem Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre Referendarinnen und Referendare bewerten, werde insgesamt positiv aufgenommen. Die Mehrheit der Lehrkräfte in Ausbildung sei dankbar für das Feedback, vor allem die Qualität der Rückmeldungen älterer Schülerinnen und Schüler werde positiv eingeschätzt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Fragebögen zur Beleidigung von Lehrkräften genutzt würden.
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[Berlin] Kapazitätsprobleme im Lehramtsstudium – Berliner Morgenpost
Der große Zuwachs an Lehramtsstudierenden bringe die lehrerbildenden Hochschulen in Berlin an den Rand ihrer personellen und räumlichen Kapazitäten. Zwei Lehramtsstudentinnen schildern in der Morgenpost ihre Erfahrungen. Eine Planung von Kursbelegungen sei aktuell kaum möglich, vieles müsse dem Zufall überlassen werden.
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[Brandenburg] Bessere Qualifizierung beim Seiteneinstieg gefordert – rbb
In Brandenburg steige die Quote an Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern an den Schulen. Diese würden in dreimonatigen Schnellkursen auf den Unterricht vorbereitet. Lehrerverbände fordern, diese Vorqualifizierung auf mindestens sechs Monate auszuweiten. Eltern sorgen sich vor dem Hintergrund einer steigenden Seiteneinsteigerzahl derweil um ein mögliches Absinken des Unterrichtsniveaus.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Bildungsministerium will Abbrecherquoten im Lehramtsstudium senken – Spiegel Online
An den Universitäten Rostock und Greifswald seien massive Veränderungen im Lehramtsstudium geplant, um den Studienerfolg zu verbessern und Abbrecherquoten nachhaltig zu senken. Studienanfängerinnen und Studienanfänger sollen individueller betreut und ihre Eignung für den Lehrerberuf geklärt werden. Bildungsministerin Hesse hatte Ende April in Schwerin die geplanten Neuerungen vorgestellt. Dazu gehöre auch, dass sich das im Lehramtsstudium vermittelte Fachwissen stärker an den Bedarfen der späteren Schulpraxis orientiere sowie mehr Geld für die Lehrerausbildung im Land.
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Laut FDP-Landesfraktion reiche das Maßnahmenpaket der Regierung zur Verbesserung des Lehramtsstudiums nicht aus. FDP-Landesgeneralsekretär Wulff zufolge brauche es „mehr Didaktik, mehr Praxis, mehr Medienkompetenz und vor allem: mehr Freiheit im Studium.”

[Nordrhein-Westfalen] Breites Bündnis fordert Informatik als Pflichtfach in NRW – Gesellschaft für Informatik
Ein breites Bündnis aus der Digitalwirtschaft spricht sich für die Aufnahme von Informatik als Pflichtfach in die Verordnung zur Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I) in Nordrhein-Westfalen aus und fordert die Landesregierung sowie die Landtagsabgeordneten auf, den Anforderungen der zunehmenden digitalen Vernetzung endlich im Schulcurriculum Rechnung zu tragen. Es bedürfe sowohl der pädagogischen und didaktischen Konzepte als auch informatisch gut qualifizierter Lehrkräfte.
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[Sachsen] In Sachsen wollen wieder mehr Menschen Lehrkräfte werden – Leipziger Volkszeitung
Laut Angaben des Kultusministeriums zeichne sich beim Kampf gegen den Lehrermangel ein Licht am Ende des Tunnels ab. So hätten sich zum kommenden Schuljahr wieder mehr Referendarinnen und Referendare im Freistaat beworben. Einen Anstieg gebe es auch erstmals seit drei Jahren bei der Zahl der grundständig ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerber. Am beliebtesten sei nach wie vor ein Referendariat in den Regionen Leipzig und Dresden, im ländlichen Raum fehlten aber nach wie vor Bewerberinnen und Bewerber.
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[Sachsen-Anhalt] An der Uni Magdeburg werden wieder mehr Lehrkräfte ausgebildet – Volksstimme
Nachdem vor mehr als zehn Jahren die universitäre Lehrerbildung in Sachsen-Anhalt schwerpunktmäßig an die Uni Halle-Wittenberg verlagert wurde, werden nun auch an der Uni Magdeburg wieder mehr Lehramtsstudierende ausgebildet. Im Kampf gegen den landesweiten Lehrermangel werde der Uni Magdeburg bei der Lehrerbildung viel Potenzial zugeschrieben. Rektor Jens Strackeljan verweist auf das Problem, dass die Lehrerbildung für die Universitäten nicht sonderlich attraktiv sei.
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[Thüringen] „Sprache zählt!” – Erfolgreicher Abschluss eines Projekts zur Sprachbildung im Thüringer Mathematikunterricht – Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM)
Im Projekt „SiMa – Professionalisierungsprozesse zur Sprachbildung im Mathematikunterricht” hat das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) ein Fortbildungs- und Implementationsprojekt erfolgreich umgesetzt. Nach Abschluss des Projekts zeigt sich nun, dass fachbezogene Sprachbildung die Lernzuwächse von Jugendlichen in Mathematik steigert. Auch wurde deutlich, dass viele Mathematiklehrkräfte für einen sprachbildenden Mathematikunterricht noch nicht ausreichend ausgebildet sind.
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03 Hochschulspezifische News

[Universität Greifswald] Mehr Personal für die Lehrerbildung – Ostsee Zeitung
Die Uni Greifswald möchte den Stellenwert ihrer Lehrerbildung wieder erhöhen – unter anderem durch mehr Professuren in den Fachdidaktiken und entsprechende wissenschaftliche Mitarbeiterstellen. In der Lehrerbildung seien viele Stellen abgebaut worden. Die Wünsche der Hochschule nach mehr Personal würden vor allem mit dem Lehrermangel und der angestrebten Verbesserung der Qualität der Lehre begründet.
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[TU Kaiserslautern] Forschung mit künstlicher Intelligenz an der Zukunft des Unterrichtens – Deutsche Telekom Stiftung
An der TU Kaiserslautern werde aktiv am digitalen Wandel im Klassenzimmer geforscht, beispielsweise werde aktuell in Zusammenarbeit mit dem DFKI ein digitales Physikschulbuch namens HyperMind entwickelt. Über eine Wärmebildkamera erhalten Lehrkräfte Rückmeldung darüber, ob ihre Schülerinnen und Schüler Unterstützungsbedarf beim Lösen einer Aufgabe haben. Das Projekt gehöre zum durch die Qualitätsoffensive Lehrerbildung geförderten Projekt „U.EDU”, in dem neue Konzepte für eine zeitgemäße Lehrerbildung entstehen.
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[Hochschule Merseburg / Universität Leipzig] Konzept für mehr sexuelle Bildung im Lehramtsstudium – Mitteldeutsche Zeitung
Wissenschaftler der Hochschule Merseburg und der Universität Leipzig entwickeln derzeit ein Konzept, das bei der Prävention sexualisierter Gewalt bereits im Lehramtsstudium ansetze. Lehrkräfte fühlten sich im Umgang mit sexualisierter Gewalt laut einer Untersuchung nicht ausreichend ausgebildet, so dass es eines strukturierten Konzeptes bedürfe, das in die Lehrerausbildung integriert werden soll. Aktuell würden zu den Bedarfen 4.000 Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare sowie Lehrkräfte befragt.
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[Universität Potsdam] Abschluss und Neubeginn – Qualifizierung geflüchteter Lehrkräfte wird fortgesetzt
Dank der neuerlichen Förderung durch das brandenburgische Wissenschaftsministerium startete am 4. April 2019 ein fünfter Durchgang mit 20 Lehrerinnen und Lehrern, die vor Krieg und Verfolgung nach Deutschland geflohen sind. Die Teilnehmenden, die über einen Hochschulabschluss und Berufspraxis als Lehrkraft an einer Schule in ihrer Heimat verfügen, qualifizieren sich im Refugee Teachers Program sowohl sprachlich als auch pädagogisch.
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[Universität Regensburg] Inklusion im Unterricht kompetent meistern: Lehrstuhl für Grundschulpädagogik bietet neues Zusatzstudium an
Auf inklusiven Unterricht fachlich besser vorbereitet zu sein ist der Wunsch vieler Lehramtsstudierender. Der Lehrstuhl für Pädagogik (Grundschulpädagogik) der Universität Regensburg ermöglicht dies nun ab diesem Sommersemester im Rahmen eines Zusatzstudiums: Über drei Semester hinweg können Studierende aller Lehrämter grundlegende Kompetenzen für inklusiven Unterricht erwerben.
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04 Veranstaltungen

[Universität Erfurt] Fachtagung „Perspektive Lehrkraft – Neue Wege im Lehramtsstudium” – 23.05.2019
In der Fachtagung zieht das Projekt QUALITEACH an der Universität Erfurt, das aus Mitteln der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” von Bund und Ländern gefördert wird, nach Ende der ersten Förderphase Bilanz: Welche Veränderungen konnten für die Erfurter Lehrerbildung entwickelt, erprobt, evaluiert werden? Wie können diese in der zweiten Förderphase bis 2023 ausgebaut und wie können sie in die Lehramtsstudiengänge implementiert werden?
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[didacta / Education Group] didactaDIGITAL Austria – 23.-25.05.2019
Die didactaDIGITAL Austria bietet den Rahmen und die Plattform für neue Konzepte, Lösungen und Diskussionen, die sich intensiv mit der Digitalisierung in Bildungssystemen auseinandersetzen. Die neue Bildungsmesse setzt stark auf Mitmachen und Mitgestalten und schafft so einen Ort der Begegnung und des Austausches, ein Zusammenspiel von Praxis, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft – ein österreichweites Education Festival, das jährlich in Linz stattfinden wird.
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[Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) / Schweizerische Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL)] Kongress: Bildungsprozesse in heterogenen Kontexten – 26.-28.06.2019
Bildung vollzieht sich in Wechselwirkung mit verschiedenen Akteuren und ist damit an Kontexte gebunden. Kontexte heterogen und Bildungsprozesse kontextualisiert zu denken, hat sich in verschiedenen Forschungsbereichen zu einem Leitthema entwickelt. Beim Jahreskongress 2019 sollen Beiträge sowohl aus den Erziehungswissenschaften und den Fachdidaktiken wie aus anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungszusammenhängen diskutiert werden.
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[Niedersächsischer Verbund zur Lehrerbildung/HRK] Tagung Lehrer*innen als Alleskönner? Querschnittsthemen zwischen Professionsanspruch und De-Professionalisierung – 19.09.2019
Schulische Bildung soll die nächste Generation auf zentrale gesellschaftliche Herausforderungen und Entwicklungen vorbereiten und ihr die Chance zur Partizipation und Gestaltung eröffnen. Die heute identifizierten fächerübergreifenden Zukunftsthemen sind zentrale Gegenstände schulischer Bildung und damit auch der hochschulischen Lehrerbildung. Die Tagung beschäftigt sich mit dem Problemkomplex, wie eine Lösung innerhalb eines Spektrums von Basisqualifikationen bis hin zu Spezialisierungserfordernissen gestaltet werden kann. Anmeldungen und Beitragseinreichungen sind bereits möglich.
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[Reckahner Reflexionen] Fortbildung: Qualität pädagogischer Beziehungen stärken – 21.09.2019
In der Fortbildung geht es um die Frage, wie die Qualität pädagogischer Beziehungen gestärkt werden kann. Hierfür werden unter anderem die „Reckahner Reflexionen” vorgestellt. Dies sind zehn Leitlinien, die beschreiben, wodurch sich gute Beziehungen in pädagogischen Settings kennzeichnen. Die Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Studierende, die sich mit der Qualität von pädagogischen Beziehungen auseinandersetzen und das Thema in ihren Praxisfeldern verankern möchten.
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[Deutsche Telekom Stiftung] Fachtagung „Digitales Lernen in der Grundschule” – 07./08.11.2019
Im Projekt Digitales Lernen Grundschule wurden Konzepte entwickelt und erprobt, um Grundschullehrkräfte und Lehramtsstudierende auf die veränderten Anforderungen einer Bildung in der digitalen Welt vorzubereiten. Entstanden sind unterschiedliche Modelle, die ihnen pädagogisches Handwerkszeug für die produktive Nutzung digitaler Medien an die Hand geben. Im Rahmen der Fachtagung werden diese Konzepte vorgestellt. Die Tagung richtet sich an alle, die digitale Medien in der Aus- und Fortbildung von Grundschullehrkräften thematisieren, nutzen und reflektieren möchten.
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[Stiftung der Deutschen Wirtschaft/Robert Bosch Stiftung] 9. Forum Leadership in der Lehrer/innenbildung – 14./15.11.2019
Immer wieder heißt es in Veröffentlichungen rund um die Schulreformen, dass die Haltung von Lehrkräften ein ausschlaggebender Faktor ist, damit Inklusion und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern gelingen. Das 9. Forum Leadership in der Lehrer/innenbildung greift diese Diskussion auf und richtet den Blick besonders auf die Frage, wie (angehende) Lehrkräfte ausgebildet und unterstützt werden können, um eine professionelle pädagogische Haltung zu entwickeln.
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05 Internationale News

[Österreich] Neuen Mittelschulen drohen Personalprobleme – Die Presse
Das Bildungsministerium beordere Lehrkräfte von allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen, die derzeit an Neuen Mittelschulen unterrichteten, an ihre Stammschulen zurück. Der damit verbundene Verlust von mehr als 1.500 Lehrkräften könne für die Mittelschulen zum personellen Problem werden. Auch die neue Lehrerausbildung, nach der alle Absolventinnen und Absolventen sowohl an einer Mittelschule als auch an einem Gymnasium unterrichten könnten, verschärfe das Personalproblem an Mittelschulen.
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06 Dokumente/Literatur

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium – Erkenntnisse aus den Projekten der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung”. 2019
Die im März 2019 erschienene Broschüre bietet eine Darstellung von Ergebnissen zum Programmschwerpunkt der Theorie-Praxis-Verzahnung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung”. Eine Begleitbroschüre listet entstandene Produkte auf.
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Caruso, Carina: Das Praxissemester von angehenden Lehrkräften. Ein Mixed-Methods-Ansatz zur Exploration ausgewählter Effekte. Springer, 2019.
Carina Caruso zeigt, dass es insgesamt ein voraussetzungsreiches Unterfangen darstellt, ein in nahezu allen Bundesländern für Lehramtsstudiengänge integriertes Praktikum so zu gestalten, dass es einen Beitrag zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte leistet. Die Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Untersuchung, die sich auf das Praxissemester Religionslehre in NRW beziehen und in der vorliegenden Arbeit beschrieben werden, zeichnen ein ambivalentes Bild bezüglich der vom Praxissemester ausgehenden Effekte.
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Košinár, Julia / Gröschner, Alexander / Weyland, Ulrike (Hrsg.): Langzeitpraktika als Lernräume – Historische Bezüge, Konzeptionen und Forschungsbefunde. Waxmann, 2019.
Band 4 der Schriftenreihe der IGSP richtet den Fokus auf ein noch wenig erforschtes, aber zurzeit viel diskutiertes Format in den Schulpraktischen Studien: das Langzeitpraktikum. In Deutschland vor allem als Praxissemester, in der Schweiz vielfach als Partnerschulkonzept angelegt, findet sich – trotz unterschiedlicher Konzeptionen – eine gemeinsame Zielsetzung: intensiver, realitätsnaher Praxisbezug in einem die Professionalisierung angehender Lehrpersonen fördernden Rahmen.
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Tulodziecki, Gerhard / Herzig, Bardo / Grafe, Silke: Medienbildung in Schule und Unterricht, 2. Auflage. utb, 2019.
Medien bieten vielfältige Möglichkeiten der Information und des Lernens, der Unterhaltung und des Spiels, der Kommunikation und der Kooperation, der Analyse und der Simulation. Zugleich erweitern sich die Risiken einer missbräuchlichen Verwendung. Das Buch richtet sich an alle, die in pädagogischen Bereichen tätig sind oder werden wollen. Es eignet sich besonders für die Lehrerausbildung und die Lehrerfortbildung und erlaubt eine fallorientierte Auseinandersetzung mit praxis- und theorieorientierten Fragen der Medienbildung.
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07 Interviews/Kommentare

Gastbeitrag von Falk Radisch (Universität Rostock) und Dirk Zorn (Bertelsmann Stiftung) zu Schwundquoten im Lehramtsstudium – Jan-Martin Wiarda
Radisch und Zorn schreiben über eine bislang kaum diskutierte Facette des Lehrermangels: Eine aktuelle Studie der Universität Rostock zeige erstaunlich hohe Schwundquoten unter angehenden Lehrkräften, viele wechselten in andere Studiengänge. Es brauche konkrete Maßnahmen und Methoden zur Verringerung der Quote. Dafür müssten Hochschulen ihre Studienverlaufsdaten konsequenter einsetzen, um den Studienerfolg ihrer Lehramtskandidatinnen und –kandidaten zu verbessern.
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08 Sonstiges

Deutsche Schulen sind Smartphone-freie Zonen – Bitkom e.V.
Während nahezu jede Lehrkraft privat ein Smartphone nutzt (98 Prozent), spielt das Gerät laut einer repräsentativen Umfrage im Unterrichtsalltag keine Rolle. Neun von zehn Lehrkräften (90 Prozent) setzen es nie im Unterricht ein, 8 Prozent allenfalls in Ausnahmefällen. Dagegen hält sich ein Relikt aus analogen Zeiten weiter wacker: der Overhead-Projektor. Drei von vier Lehrkräften (78 Prozent) setzen dieses Gerät an allen Unterrichtstagen, regelmäßig oder zumindest in Ausnahmefällen ein.
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01. April 2019

News

Inklusion in Schule und Lehrerbildung

Seit zehn Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und mit ihr der Anstoß für einen gesellschaftlichen Änderungsprozess zugunsten von Inklusion. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Aktion Mensch gemeinsam mit der Zeit eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie es anno 2019 um die Einstellung zu schulischer Inklusion bestellt ist. Während sich nur 66% der Befragten für inklusiven Unterricht aussprechen, gilt die Inklusion an sich dennoch als wünschenswertes Ziel: 85% der Befragten sind der Meinung, dass Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Gesellschaft gleichberechtigt zusammen leben sollten.

In ihrem Kommentar zur Umfrage der Aktion Mensch erklärt Zeit-Redakteurin Parvin Sadigh, warum Deutschland endlich eine „Schule für alle” brauche. Ein ehemaliger Schulleiter in Hamburg berichtet im Zeit-Interview von seinen Erfahrungen mit Inklusion im praktischen Schulalltag. Die Grundschullehrerin und Autorin des Buches „Inklusion – So nicht!”, Dr. Ute Schimmler, liefert ihre Bestandsaufnahme im Deutschlandfunk.

Der Monitor Lehrerbildung hat in seiner Sonderpublikation Inklusionsorientierte Lehrerbildung - vom Schlagwort zur Realität?! im Winter 2014/2015, also nach gut fünf Jahren UN-BRK, von Ländern und Hochschulen erfragt, wie angehende Lehrkräfte in ihrem Studium auf das gemeinsame Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf vorbereitet werden und welche Strukturveränderungen zur Vermittlung des Inklusionsgedanken im Lehramtsstudium auf Länder- und Hochschulebene bereits umgesetzt bzw. in Planung waren.

01 Länderübergreifende News


Bund und Länder über DigitalPakt Schule einig – Kultusministerkonferenz
Die Zustimmung des Bundesrates zur Grundgesetz-Änderung macht den Weg frei für den DigitalPakt Schule und Investitionen in flächendeckende moderne digitale Infrastruktur in Deutschlands Schulen. Mit der Änderung des Artikels 104c des Grundgesetzes kann der Bund den Ländern Finanzhilfen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der kommunalen Bildungsinfrastruktur gewähren, die wie die Digitalisierung des Bildungswesens gesamtstaatlich besonders bedeutsam sind.
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Schulforscherin Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn betont im Tagesspiegel-Interview zum Digitalpakt, dass angehende Lehrkräfte in der theoretischen und praktischen Ausbildungsphase von Anfang an mit dem Lehren mit digitalen Medien vertraut gemacht werden müssten.

Digitalisierung: Empfehlungen für Hochschulen entwickelt – Kultusministerkonferenz
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in einem breit angelegten Dialogprozess Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre erarbeitet und verabschiedet. Zum Thema Lehrerbildung heißt es dort: „Im Rahmen ihres Studiums sind die angehenden Lehrerinnen und Lehrer optimal dafür auszubilden, digitale Kompetenz in die Schulbildung zu integrieren.” – „Die Länder [...] werden für die Weiterentwicklung des Lehrkräftestudiums Anreize für notwendige Veränderungsprozesse schaffen, etwa auch im Rahmen der zweiten Phase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.”
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Umfrage belegt: Schulen brauchen Kümmerer vor Ort für erfolgreiche Digitalisierung – Deutsche Telekom Stiftung
Eine aktuelle Umfrage der Deutsche Telekom Stiftung belegt: Viele Schulen sind noch nicht so aufgestellt, dass sie auch wirklich von der Unterstützung aus dem DigitalPakt Schule profitieren können. Die Studie macht es ganz klar: Für die erfolgreiche Umsetzung des DigitalPaktes ist neben Technik vor allem mehr qualifiziertes Personal an den Schulen notwendig”, erklärt Dr. Thomas de Maizière, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung.
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„Nach dem Digitalpakt: Zeit, das Ganztagsversprechen einzulösen” – Bertelsmann Stiftung
Nach der Grundgesetzänderung für den Digitalpakt kommt ein weiteres Vorhaben des Bundes in den Blick: der im Koalitionsvertrag versprochene Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder. Dass sich entsprechende Investitionen ökonomisch rechnen, zeigt eine Modellrechnung einer Forschergruppe um die ökonomen Prof. Tom Krebs und Dr. Martin Scheffel im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.
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Umfrage: Jede zweite Schulleitung kämpft mit Lehrermangel – Verband Bildung und Erziehung
Wie schon 2018 wurde erfragt, wie zufrieden Schulleitungen mit ihrem Beruf sind, was die größten Belastungsfaktoren sind und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Sagte letztes Jahr noch jede dritte Schulleitung, mit Lehrermangel kämpfen zu müssen, ist es jetzt jede zweite. Auch die Politik erhält insgesamt kein gutes Zeugnis der Schulleitungen: 86 Prozent der Befragten sehen es als belastend an, dass die Politik bei ihren Entscheidungen den tatsächlichen Schulalltag nicht ausreichend beachtet.
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Gegen die Fragmentierung der Lehrerbildung – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Prof. Stefan Kipf (HU Berlin) setzt sich in der FAZ mit dem Grundproblem der Lehrerbildung auseinander, theoretisches Lernen und Berufsvorbereitung ins Gleichgewicht zu bringen. Die Fachwissenschaft müsse sich stärker an ihrer Teilhabe an der Lehrerbildung bekennen, die Fachdidaktik ihrer Rolle als Bindeglied zwischen Universität und Schule besser gerecht werden.
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Umfrage: Lehrkräfte sehen deutsche Schulen digital abgehängt – Bitkom
Die Mehrheit der Lehrkräfte steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrkräfte eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 503 Lehrkräften im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
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Demokratiebildung in der Lehrerausbildung – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die FAZ beleuchtet in einem Artikel das Thema Demokratiebildung und den Umgang von Lehrkräften mit rassistischen und demokratiefeindlichen Aussagen im Klassenzimmer. Diese Themen müssten in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärker thematisiert werden.
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02 Länderspezifische News

[Hamburg] Professorinnen und Professoren kritisieren neue Zulassungskriterien für Referendariate – Universität Hamburg
Seit kurzem können angehende Lehrkräfte in Hamburg ihren Notenschnitt und ihre Chancen auf einen Referendariatsplatz dadurch verbessern, dass sie während des Studiums an Schulen arbeiten. In einem offenen Brief kritisieren dies nun mehr als 40 Professorinnen und Professoren der Universität Hamburg. Sie befürchten einen „Qualitätsverlust in Unterricht und Lehrerbildung”.
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[Sachsen] Kultusminister Piwarz macht sich für multiprofessionelle Teams stark – Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Sachsens Schulen werden vielfältiger und die Schülerschaft heterogener. Damit steigen die Herausforderungen für das Lehrpersonal und die Belastungen nehmen zu. Zwei neue Programme sollen Lehrkräfte entlasten: Mit dem Programm „Schulassistenz” erhalten Schulen mit besonderen Herausforderungen zusätzliches nichtpädagogisches Personal. Im Rahmen des Pilotprojekts „Budgetierung von Lehrerarbeitsvermögen” wird Schulen für außerunterrichtliche Projekte fehlendes Lehrpersonal in Geld ausgezahlt.
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[Sachsen-Anhalt] Hoher Seiteneinsteiger-Anteil bei Bewerbungen auf Lehrerstellen – News4Teachers
Nachdem das Land kürzlich knapp 900 Lehrerstellen ausgeschrieben habe, gebe es über 1.000 Bewerbende. Dennoch könnten wohl nicht alle Stellen besetzt werden: Fast die Hälfte der Bewerbungen komme von Seiteneinsteigenden ohne Lehramtsstudium, weniger als ein Fünftel der Bewerberinnen und Bewerber absolviere derzeit das Referendariat im Rahmen der Lehrerausbildung.
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[Thüringen] Lehrermangel: Grundschule muss Unterricht einstellen – News4Teachers
Der Fall einer Grundschule in Thüringen, die aufgrund des Lehrermangels kurzzeitig den Unterricht einstellen müsse, sorge für erneute Forderungen nach mehr Lehramtsstudienplätzen vonseiten der Verbände und Gewerkschaften. Außerdem sollten laut GEW-Chefin Marlies Tepe angehende Lehrkräfte in einem Bachelor-Studiengang zunächst Grundlagen studieren und sich erst später auf eine Schulform spezialisieren. Dies schaffe mehr Flexibilität zwischen den Lehrämtern.
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03 Hochschulspezifische News

[Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft] kunstlabore.de – Materialien für kreative Bildung in Schulen
www.kunstlabore.de, die Plattform für kreative Bildung an Schulen, ist online. Projektleiterin Prof. Dietmut Schilling: „Unsere Studierenden, mittlerweile angehende Kunst-Lehrerinnen, haben im Rahmen des Projektes als Artist-in-Residence bereits vor ihrem Masterstudium an den Schulen sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das intensive Erleben des Erfahrungsraums Schule in der Ausbildung von Kunstlehrern sollte eine deutlich größere Rolle spielen und sehr viel früher eingesetzt werden”.
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[Universität Bochum] Programm für geflüchtete Lehrkräfte: Neuer Durchgang startet
25 geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer haben sich ein Jahr lang an der Universität Bochum weitergebildet. Das Programm „Lehrkräfte plus” bietet ihnen eine Perspektive, ihren Beruf auch in Deutschland auszuüben. Mit Beginn des Sommersemesters 2019 starten die nächsten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms. Sie kommen überwiegend aus Syrien, aber auch aus der Türkei, dem Irak und Iran.
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[Universität Duisburg-Essen] Graduiertenkolleg zu querschnittlichen Fragen der Lehrerbildung startet am 1. April
Gegenstand des interdisziplinären Kollegs ist die fachdidaktische sowie bildungswissenschaftliche Beforschung von Lehr-Lern-Prozessen über die gesamte Breite der Lehrerausbildung, vom Grundschulbereich bis hin zum tertiären Sektor. Das Kolleg ist theoretisch eingebettet in das Projekt ProViel, dem Programm der Universität Duisburg-Essen im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung”.
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[Universität Paderborn] Offizieller Startschuss für Aufbau eines Instituts für Islamische Theologie
Das Institut soll einerseits Forschungsarbeit aus muslimischer Sicht im Bereich der Koranexegese – also der Interpretation des Korans –, der systematischen Theologie, der Normenlehre und der Religionspädagogik leisten. Andererseits sollen Studiengänge für die Ausbildung von Lehramtsstudierenden entwickelt werden.
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[Universität Wuppertal] Auftrag sexuelle Bildung: Angehende Lehrerinnen und Lehrer besser vorbereiten
Schülerinnen und Schüler sollen lernen, selbstbestimmt und selbstbewusst mit ihrer eigenen Sexualität umzugehen. Laut Schulordnungsgesetz gehört die Sexualerziehung – ergänzend zum Elternhaus – zum Erziehungsauftrag der Schule. Seit 1977 ist dies sogar bundesverfassungsgerichtlich beschlossen. Was jedoch fehlt, ist das entsprechende Angebot im Rahmen der universitären Lehrerbildung. Das Projekt „Sexuelle Bildung angehender Lehrerinnen und Lehrer” an der Universität Wuppertal will das ändern und Studierende besser auf ihren Auftrag der fächerübergreifenden Sexualerziehung vorbereiten.
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 04 Veranstaltungen

[Universität Vechta] Podiumsdiskussion: Das Ende der Kreidezeit? Mit Apps und Videos zum Schulabschluss – 04.04.2019
Begriffe wie Schule 4.0, Flipped Classroom oder Open Educational Ressources stehen für den kommenden digitalen Wandel in Schule und Unterricht, den Deutschland – so scheint es – dringend benötigt. Aber ist digital wirklich besser? Zur Podiumsdiskussion zu diesem Thema laden das Zentrum für Lehrerbildung und das Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung der Universität Vechta in Kooperation mit dem Gymnasium Lohne ein.
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[Universität Potsdam] 5. Netzwerktagung "Campusschulen" und Tag der Lehrerbildung 2019 – 09.05.2019
Am 9. Mai 2019 richtet das Projekt „Campusschulen” der Universität Potsdam gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung eine gemeinsame Tagung zum Thema „Reflexion fördern” aus. Mit dieser gemeinsamen Tagung werden erstmals auf der 5. Netzwerktagung des Projektes „Campusschulen” Planungen und Erfahrungen der gemeinsamen Netzwerkarbeit zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Ansätze der Reflexionsförderung in der ersten und zweiten Phase der Lehrkräftebildung in Brandenburg gebündelt vorgestellt.
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05 Internationale News

[Schweiz] Zürcher Hochschulen lancieren Digitalisierungsoffensive – Neue Zürcher Zeitung
Als Teil der Initiative, an der in Zürich auch die Universität, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Hochschule der Künste beteiligt seien, wolle sich die Pädagogische Hochschule Zürich neuen Formen des digitalen Lehrens und Lernens widmen. Beispiele dafür seien adaptive Lernfördersysteme für einen individualisierten Unterricht und digitale Selbstlernangebote zur Stärkung der digitalen Fähigkeiten von Lehrkräften.
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06 Dokumente/Literatur

Bikner-Ahsbahs, Angelika / Peters, Maria (Hrsg.): Unterrichtsentwicklung macht Schule. Forschung und Innovation im Fachunterricht. Springer VS, 2019.
Dieser Sammelband stellt die Ergebnisse aus dem Forschungsverbund der Creative Unit FaBiT (Universität Bremen) vor. Zunächst werden Innovation und Wandel im Fachunterricht aus philosophischer, kritisch-pädagogischer und institutioneller Sicht betrachtet. Dann wird illustriert, wie fachbezogene Designprojekte zu einem forschungsorientierten Entwicklungsmotor für Schule werden können.
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McElvany, Nele / Bos, Wilfried / Holtappels, Heinz Günter / Ohle-Peters, Annika (Hrsg.): Bedingungen und Effekte von Lehrerbildung, Lehrkraftkompetenzen und Lehrkrafthandeln. Waxmann, 2019.
Lehrkräften kommt als Gestalterinnen und Gestaltern von Lernumgebungen eine zentrale Rolle für erfolgreiche Lern- und Bildungsprozesse zu. Dieser vierte Band der Reihe „Dortmunder Symposium der Empirischen Bildungsforschung” nimmt die Anforderungen unterschiedlicher Disziplinen der Empirischen Bildungsforschung an die Lehrkraftausbildung in den Blick und diskutiert zu vermittelnde Kompetenzen, die Lehrkräfte benötigen, um erfolgreich unterrichten zu können.
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07 Interviews/Kommentare

Interview mit den Bildungsforschern John Hattie und Klaus Zierer – News4Teachers
Hattie und Zierer sprechen im Interview über die Rolle von Schulleitungen, die Umsetzung der Inklusion und die Frage nach den besten Unterrichtsmethoden. Mit Blick auf die multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schulen fordert Hattie, Lehrkräfte schon in ihrer Ausbildung darauf vorzubereiten.
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08 Ausschreibungen

Herausragender Journalismus zum Thema Bildung gesucht – Deutsche Telekom Stiftung
Die Deutsche Telekom Stiftung sucht ab sofort wieder Journalistinnen und Journalisten, denen es besonders gut gelungen ist, Bildungsthemen verständlich und interessant aufzubereiten. Der Medienpreis Bildungsjournalismus wird in den Hauptkategorien „Text” sowie „Audio/Video/Multimedia” verliehen. Bewerbungen und Beitragsvorschläge können bis zum 31. Mai 2019 bei der Stiftung eingereicht werden.
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09 Sonstiges

Bericht über Studienalltag von angehenden Mathematik-Lehrkräften – Deutschlandfunk
Aus der Themenwoche „Mathe fürs Leben”: Das Mathematik-Lehramtsstudium sei für viele Studierende eine große Herausforderung, da es psychologische und pädagogische Inhalte mit Themen wie Numerik und linearer Algebra verbinde. Das hohe Niveau habe allerdings auch den Nebeneffekt, dass viele der angehenden Lehrkräfte sich in Lerngruppen zusammenfänden und so mehr Teamarbeit lernten als Studierende anderer Fächer.
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21. März 2019

KMK-Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre

Die Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre sind Teil der Umsetzung der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" und richten sich an die Länder, den Bund und die Hochschulen. Die Empfehlungen sollen u.a. dazu beitragen, die Digitalisierung in der strategischen Gesamtentwicklung der Hochschulen zu berücksichtigen und die hochschulübergreifende Vernetzung zur Qualitätssicherung in den Studiengängen mit Hinblick auf digitale Kompetenzen voranzubringen.

Angehende Lehrerinnen und Lehrer seien im Rahmen ihres Studiums optimal dafür auszubilden, digitale Kompetenz in die Schulbildung zu integrieren. Die Länder werden für die Weiterentwicklung des Lehramtsstudiums für die digitale Welt Anreize für notwendige Veränderungsprozesse schaffen, auch im Rahmen der zweiten Phase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

08. März 2019

News

DigitalPakt Schule

Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag im Streit um den DigitalPakt Schule hat der Bundestag grünes Licht für eine Änderung des Grundgesetzes gegeben. Wie Bildungsjournalist Jan-Martin Wiarda berichtet, werde der Digitalpakt – entgegen der Forderungen von FDP und Grünen (SWP) – nur Investitionen in Ausstattung und keine Personal- und Wartungskosten abdecken. Dennoch solle die Vereinbarung am 15. März im Anschluss an die Verabschiedung der Grundgesetzänderung auch im Bundesrat unterzeichnet werden. Dann könne laut Bundesbildungsministerin Karliczek (News4Teachers) noch in diesem Jahr das erste Geld an die Schulen fließen.

Die Gesellschaft für Informatik begrüßt die Einigung, mahnt aber auch für die Umsetzung des Digitalpakts eine bessere informatische Qualifizierung der Lehrkräfte und die Ausbildung von mehr Informatik-Lehrkräften an.

Im Rahmen der Publikation des Monitor Lehrerbildung „Lehramtsstudium in der digitalen Welt – Professionelle Vorbereitung auf den Unterricht mit digitalen Medien?!” wurden im Winter 2017/2018 63 lehrerbildende Hochschulen in Deutschland nach verpflichtend im Curriculum verankerten Angeboten zum Erwerb digitaler Medienkompetenz und mediendidaktischer Kompetenzen für Lehramtsstudierende befragt: Beim Lehramt für die Sekundarstufe II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium gaben zum Zeitpunkt der Erhebung jeweils sieben von 49 Hochschulen an, verpflichtende Angebote in allen Fächern vorzuhalten. Aus den Angaben der befragten Hochschulen ging hervor, dass es aktuell noch mehrheitlich vom Fach abhängt, ob Lehramtsstudierende sich verpflichtend mit digitalen Medien auseinandersetzen müssen oder nicht.

01 Länderübergreifende News

Zivilgesellschaftliche Gemeinschaftsinitiative fördert Medienkonzepte von Schulen in der digitalen Welt – Stifterverband
Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung fördern in Partnerschaft mit regionalen Stiftungen und Unternehmen ausgewählte Schulen in ganz Deutschland, die gemeinsam mit einer lehrerbildenden Hochschule Medienkonzepte für den Schulalltag entwickeln und umsetzen wollen. Durch die Kooperation von Schulen und lehrerbildenden Hochschulen erhält die Lehrerausbildung gleichzeitig Impulse für den Erwerb von Kompetenzen, die angehende Lehrkräfte für einen zeitgemäßen Unterricht benötigen.
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Forsa-Umfrage: Elternarbeit ist für Lehrkräfte eine der größten Herausforderungen – Robert Bosch Stiftung
Neben dem Lehrermangel und der Inklusion gehört die Zusammenarbeit mit Eltern für Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen derzeit zu den größten Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung GmbH, die das Deutsche Schulportal veröffentlicht hat. Insgesamt wurden von Mitte November bis Mitte Dezember 2018 bundesweit 1.001 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen befragt.
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Die Zeit befragt Stephan Wassmuth, Vorsitzender des Bundeselternrates, zu seiner Sicht auf die Ergebnisse der Umfrage.

didacta 2019 – News4Teachers
Vom 19. bis zum 23. Februar fand in Köln die Bildungsmesse didacta 2019 statt. Mit rund 100.000 Besucherinnen und Besuchern und 915 Unternehmen aus 53 Ländern sei die Messe so groß und international wie nie zuvor gewesen. Zu den beherrschenden Themen habe dieses Jahr die Digitalisierung und ihre Herausforderungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Bildungswirtschaft gehört: Der Angebotsbereich „didacta digital” habe das meiste Interesse der Fachbesucherinnen und –besucher hervorgerufen.
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Auch der Deutschlandfunk berichtete von den Angebotsbereichen „didacta digital” und „didacta analog”.

Bundesbildungsministerium fördert über ein DAAD-Programm Internationalisierung der Lehrerbildung – Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen mehr internationale und interkulturelle Erfahrungen sammeln. Deshalb sollen die Hochschulen die Lehramtsstudiengänge internationaler gestalten können, zum Beispiel durch mehr Kooperationen mit ausländischen Partnerhochschulen. Diese Ziele verfolgt das neue Programm „Lehramt.International” des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Das BMBF finanziert das Programm für eine Laufzeit von vier Jahren.
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02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Modellrechnung zum Lehrerbedarf 2020 bis 2030 – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aus der Rechnung ergibt sich ein zusätzlicher Lehrerbedarf von rund 10.600 Stellen bis 2030. In die Berechnung zu einem voraussichtlichen Lehrkräfteangebot miteingeflossen ist auch die Studienabbrecherquote, die bei angehenden Grundschullehrkräften inzwischen bei rund 45 Prozent liegt. Kultusministerin Eisenmann: „Wir haben das Wissenschaftsministerium gebeten, gemeinsam mit den Hochschulen zu analysieren, wo die Ursachen dafür liegen, um im nächsten Schritt gemeinsam Maßnahmen zur Verringerung der Abbrecherquote auf den Weg bringen zu können.”
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[Bayern] Diskussionen um Weiterführung des Modellprojekts Islamunterricht – Augsburger Allgemeine
Bayerns neuer Schulminister Michael Piazolo spreche sich für eine Fortführung des Modellversuchs aus. Es sei allerdings noch offen, ob dies als verlängerter Probelauf oder bayernweit als bedarfsgerechter Regelunterricht geschehen werde. Die Resonanz auf das Projekt sei positiv, bei einer Ausweitung des Angebots könnten Islamlehrkräfte zukünftig auch an der Universität Augsburg ausgebildet werden.
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[Berlin] Lehrerverbeamtungspläne werden konkreter – Der Tagesspiegel
Bildungssenatorin Sandra Scheeres habe den SPD-Fachausschuss „Schule” von einer Rückkehr zur Verbeamtung von Lehrkräften überzeugt. Damit steige die Chance, dass auf dem Parteitag Ende März eine Abstimmung herbeigeführt werde. Ein Mitglied des Fachausschusses fordere außerdem die Abschaffung des Numerus Clausus in Lehramtsstudiengängen.
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[Brandenburg] Land stärkt Lehrerbildung mit rund 60 Millionen Euro – Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)
Die Zahl der Lehramtsstudienplätze für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an der Universität Potsdam wird von derzeit rund 650 auf künftig 1.000 Lehramtsstudienplätze jährlich ausgebaut. Dafür stellt das Land in diesem und im kommenden Jahr insgesamt zusätzlich 16,5 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 44 Millionen Euro stehen in den kommenden Jahren für die Planung und Errichtung eines neuen Lehr- und Forschungsgebäudes für die Lehrerbildung bereit. Unter anderem gibt es neue Studiengänge im Lehramt Förderpädagogik, die ab 2020 mit 60 Plätzen geplant sind.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Schwerin als Standort für neue Pädagogische Hochschule im Gespräch – Ostsee Zeitung
Nach Informationen der Ostsee Zeitung diskutiere die SPD über die Gründung einer Pädagogischen Hochschule in Schwerin, um den massiven Lehrermangel im Land zu bekämpfen. Vonseiten der lehrerbildenden Universitäten in Greifswald und Rostock komme hingegen Protest: Die Verlagerung der Lehrerbildung an eine PH sei ein Schritt zurück, die nötige wissenschaftliche Ausbildung könnten nur die Universitäten gewährleisten.
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[Nordrhein-Westfalen] Bericht über Lehrkräfte Plus-Programme – WDR
Westpol im WDR stellt die Programme an den Universitäten Bochum und Bielefeld vor, in denen geflüchtete Lehrkräfte für den Einsatz an Schulen in Nordrhein-Westfalen fortgebildet werden. Auf die Plätze gebe es einen großen Ansturm, dennoch würden die Projekte kaum vom Land gefördert.
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[Rheinland-Pfalz] Trennung der Universität Koblenz-Landau: GEW verlangt Stärkung der Lehramtsausbildung – GEW Rheinland-Pfalz
In einer Stellungnahme zur beabsichtigten Trennung der Universität Koblenz-Landau sorgt sich Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW in Rheinland-Pfalz um die Finanzierung der Hochschulstandorte und verlangt, dass die Bildungswissenschaften und die Bildungsforschung vorangetrieben werden. Außerdem will er, dass an der neuen Universität Koblenz zukünftig wieder das Lehramt für Förderschulen studiert werden kann.
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[Sachsen] Kultusministerium startet mit Hendrik Duryn Online-Kampagne zur Lehrergewinnung – Medienservice Sachsen
Sachsen bekommt im Werben um Lehrernachwuchs prominente Unterstützung. Begleitend zu dem am 11. März beginnenden Einstellungsverfahren für das neue Schuljahr 2019/2020 startet Sachsens Kultusministerium eine Online-Lehrerkampagne mit dem Schauspieler Hendrik Duryn, Hauptdarsteller in der Fernsehserie „Der Lehrer”. Zunächst geht es darum, Lehrerinnen und Lehrer für das kommende Schuljahr zu gewinnen. Aber auch Studierende und Schülerinnen und Schüler sollen für den Lehrerberuf in Sachsen angesprochen werden.
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[Sachsen-Anhalt] Größte Ausschreibung für Lehrerstellen startet – Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt schreibt so viele Lehrerstellen aus wie noch nie. Nach Angaben des Bildungsministeriums stünden 895 Stellen zur Verfügung. Der Schwerpunkt liege auf Grund- (170 Stellen) und Sekundarschulen (252 Stellen). Auch auf Quereinsteigerinnen und –einsteiger solle stärker gesetzt werden. Gleichzeitig starte das Land eine neue landesweite Lehrerwerbekampagne.
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Auch News4Teachers und der Deutschlandfunk berichten über die Ausschreibungen und die Lehrerwerbekampagne in Sachsen-Anhalt.

03 Hochschulspezifische News

[Universität Bielefeld] Kooperation an inklusiven Ganztagsschulen fördern: Bielefelder Projekt bei Bildungsforschungstagung in Berlin
Seit knapp einem Jahr führen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sonderpädagogik und Pädagogischer Psychologie der Universität Bielefeld im Rahmen des „Bielefelder Fortbildungskonzepts zur Kooperation in inklusiven Schulen” (BiFoKi) Fortbildungen an inklusiven Gesamt- und Sekundarschulen in ganz NRW durch und beforschen diese. Auf der Bildungsforschungstagung des BMBF vom 12. bis 13. März stellen die Projektverantwortlichen ein erstes Zwischenfazit und die Grundzüge ihres Projekts vor.
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[Universität Flensburg] Digitalisierung und Inklusion: Zwei schulische Herausforderungen gemeinsam erforschen
Das inter- und transdisziplinäre Verbundprojekt "Dig*In: Digitalisierung und Inklusion – Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen einer inklusiven digitalen Schul- und Unterrichtsentwicklung" der Universität Flensburg und der HU Berlin erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) knapp 1,2 Millionen Euro.
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[Universität Gießen] Lehrerbildung als Gemeinschaftsaufgabe: Justus-Liebig-Universität Gießen im Gespräch mit den Schulen der Region
Die Lehrerbildung nimmt an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) traditionell einen hohen Stellenwert ein. In den Lehramtsstudiengängen sind rund 25 Prozent aller Studierenden der JLU eingeschrieben; neun von elf Fachbereichen sind an der Lehrerbildung beteiligt. Dem regelmäßigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zu. Die JLU hat daher am 27. Februar 2019 Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufenschulen aus der Region zum jährlichen Kooperationsgespräch eingeladen, mehr als 40 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.
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[Universität Halle-Wittenberg] Lehrerbildung nicht auf Bedarf der Schulen abgestimmt – Volksstimme
Aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Linken durch das Wirtschaftsministerium gehe hervor, dass die Universität Halle am Fächerbedarf des Lehrerarbeitsmarktes vorbei ausbilde. Vor allem in Fächern mit hohem Bedarf wie Physik oder Geografie gebe es noch immer zu wenige Plätze für Lehramts-Erstsemester. Vonseiten der Universität heiße es, man wolle Studierenden keine Vorgaben bei der Fächerwahl machen.
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[Universität Würzburg] UNI-Schule für bessere Lehrerbildung
Studierende der Universität Würzburg organisieren seit 2015 die UNI-Schule, in der sie vor allem Deutsch, aber auch Mathematik und Englisch unterrichten. Diese Initiative trägt zu einer zukunftsfähigen Lehrerbildung bei. Zu den bisher insgesamt 320 Schülerinnen und Schülern der UNI-Schule gehörten Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 16 und 65 Jahren aus insgesamt 18 Nationen, darunter Syrien, Eritrea, Afghanistan und Äthiopien, aber auch USA, Thailand, Griechenland und Mexiko.
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04 Veranstaltungen

[Universität Siegen] Bildung in der digitalen Welt: Lernen individuell gestalten – Pädagogischer Fachtag – 27.03.2019
In dieser Veranstaltung sollen die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht zur Förderung individuellen Lernens in heterogenen Lerngruppen vorgestellt und in fachspezifischen Workshops vertieft werden. Anhand praktischer Beispiele sollen auch Bezüge zum Medienkompetenzrahmen NRW und zur Medienkonzeptarbeit in den Schulen hergestellt werden.
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[Universität Oldenburg] Schulmanagement-Tagung 2019. Aufbruch: Zukunftsfähige Bildung aktiv gestalten – 02.04.2019
Lassen Sie sich auf der Schulmanagement-Tagung 2019 von innovativen Gestaltungsmöglichkeiten und einem neuen Partizipationsverständnis inspirieren. Im Rahmen der Veranstaltung werden ein Hauptvortrag und Impulsreferate angeboten. Den Hauptvortrag zum Tagungsthema hält Margret Rasfeld, Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch gGmbH”.
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[Akademie für Innovative Bildung und Management] aim-Bildungskonferenz – 10./11.05.2019
Bei der aim-Bildungskonferenz am 10./11. Mai 2019 drehen sich mehr als 40 Workshops und Foren um die Frage: Welche Voraussetzungen sind in den Kitas und Schulen notwendig, damit Bildungsgerechtigkeit hergestellt wird? Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis berichten von ihren Erfahrungen. Anmeldungen sind jetzt möglich.
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[Qualitätsoffensive Lehrerbildung / Universität Kiel] Workshop: Profilbildung Lehramt – Konturen für Studium, Fächer, Universität – 16./17.05.2019
Ziel des Workshops ist es, den Austausch zwischen den Projekten der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung", allen lehrerbildenden Hochschulen und Universitäten und der interessierten Fachöffentlichkeit zum Programmschwerpunkt "Profilierung und Optimierung der Strukturen der Lehrerbildung an den Hochschulen" zu intensivieren. Das soll über das Kennenlernen der verschiedenen Projektansätze, den Erfahrungs- und Erkenntnisaustausch sowie den Transfer guter Ergebnisse erfolgen.
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[Stifterverband u.a.] Deutsches Lehrerforum 2019 – 12.-14.09.2019
Die Jahresveranstaltung des Deutschen Lehrerforums 2019 bietet unter dem Titel „Haltung zeigen! Demokratie lehren, lernen und leben.” engagierten Lehrkräften den Raum, ihre kreativen Lösungen und erprobten Praxiserfahrungen im Hinblick auf Demokratiebildung vorzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
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[Qualitätsoffensive Lehrerbildung] Netzwerktagung: Vernetzung und Kohärenz in der Lehrerbildung – 19./20.11.2019
Im Rahmen der Netzwerktagung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” 2019 werden Räume des Dialogs geschaffen, in denen praktische Erfahrungen geteilt und das Verständnis für die Fragestellungen und Arbeitsweisen aller an Studium, Lehre und (hoch-)schulischer Organisationsentwicklung beteiligten Akteurinnen und Akteure gestärkt werden sollen.
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05 Internationale News

[Niederlande] Lehrermangel mit dramatischen Ausmaßen – Deutschlandfunk
Das Image des Lehrerberufs sei in den Niederlanden aufgrund einer Sparpolitik beschädigt worden, wodurch sich der Lehrermangel in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet habe. Nun forderten Schulleitervereinigungen dazu auf, bei Krankmeldungen von Lehrkräften keinen Ersatz suchen zu lassen, um auf die prekäre Lage an niederländischen Schulen aufmerksam zu machen.
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[Österreich] Unterrichtsfach Ethik startet 2020/2021 – Wiener Zeitung
Ethik werde zunächst mit dem Schuljahr 2020/2021 an Polytechnischen Schulen und Oberstufen von allgemeinbildenden höheren Schulen eingeführt. Ein Jahr später folge der Unterricht an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Auch ein eigenes Lehramtsstudium für das Fach solle aufgebaut werden.
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06 Dokumente/Literatur

Fromm, Martin: Diversität in der Schule. Herausforderungen für Erziehung und Bildung in der Sekundarstufe. utb, 2019.
Die Frage, wie man mit individuellen Verschiedenheiten ergo Diversität pädagogisch reflektiert umgehen kann und will, spielt in der Lehrerbildung und in der Schule eine zentrale Rolle. Zunächst sollen Erscheinungsformen von Diversität und der gesellschaftliche Umgang mit ihr aufgezeigt werden, um das Spannungsfeld und die Rahmenbedingungen zu verdeutlichen, die sich daraus für das pädagogische Handeln in der Schule ergeben.
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Winkler, Iris / Gröschner, Alexander / May, Michael (Hrsg.): Lehrerbildung in einer Welt der Vielfalt. Befunde und Perspektiven eines Entwicklungsprojekts. Klinkhardt, 2018.
Der Band stellt Zielstellungen und Zwischenergebnisse des Entwicklungsprojekts Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung (ProfJL) vor, das in der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gefördert wird.
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07 Interviews/Kommentare

Interview mit Andreas Schleicher, OECD-Direktor und Leiter der PISA-Studie, zur Schule in einer digitalen Welt – News4Teachers
Schleicher spricht mit News4Teachers-Herausgeber Andrej Priboschek auf der didacta darüber, wie sich die Rolle der Lehrkraft durch die Digitalisierung verändert: Da die Entwicklung weg von der reinen Wissensvermittlung hin zum Mentoring und der Steuerung von Lernprozessen gehe, werde die Person der Lehrkraft noch wichtiger. Statt auf Fachkompetenzen komme es in Zukunft stärker auf eine charakterliche Vorbildfunktion an.
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Im zweiten Teil des Interviews erklärt Schleicher, was das deutsche Bildungssystem von den weltweit führenden Systemen lernen könne und wie Schulkinder aus sozial schwächeren Familien von der Digitalisierung profitieren.

Interview mit Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des Expertenkreises Inklusive Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission, zur Umsetzung der Inklusion in Deutschland – Bildungsklick
Erdsiek-Rave bemängelt im Interview, dass Förderschulen Schülerinnen und Schüler mehrheitlich nicht zu qualifizierenden Abschlüssen führten. Es brauche eine Zusammenführung von Förderschulen und allgemeinen Schulen. Außerdem empfiehlt sie die Schaffung eines langfristigen Planungsrahmens für ein inklusives Bildungssystem. Teil eines solchen Planungsrahmens sei auch eine auf Inklusion ausgerichtete Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.
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08 Ausschreibungen

Call for Participation: Konferenz Bildung Digitalisierung 2019 – Forum Bildung Digitalisierung
Die #KonfBD19 am 12./13.09.2019 ist eine Plattform für Bildungsinnovationen in der digitalen Welt und wird veranstaltet vom Forum Bildung Digitalisierung gemeinsam mit der Vodafone Stiftung. Ein Drittel des Konferenzprogramms wird aus Vorschlägen kuratiert, die im Rahmen dieses offenen Calls eingereicht werden. Beitragsvorschläge können bis zum Freitag, den 22.03.2019 zugesendet werden.
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09 Sonstiges

Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung 01/2019 – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Im neuen Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung werden diesmal die „Zukunftswerkstatt Inklusion” der Universitätsallianz Ruhr, eine Kooperation zwischen TU Berlin und FSU Jena und transdisziplinäre Entwicklungsteams der Universität Lüneburg vorgestellt. Weitere Artikel widmen sich der Frage, was Projekte nachhaltig erfolgreich macht und der Bedeutung von Nachhaltigkeit und Transfer in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.
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Umfrage: Sollte es Eignungstests für das Lehramt geben? – Deutsches Schulportal
Auf der Seite des Deutschen Schulportals kann man sich an einer Umfrage darüber beteiligen, ob es künftig – nach finnischem Vorbild – verbindliche Eignungstests für das Lehramtsstudium geben solle, in denen auch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale der Bewerberinnen und Bewerber geprüft werden.
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01. März 2019

Umfrage: Elternarbeit ist eine der größten Herausforderungen für Lehrkräfte

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die Zusammenarbeit mit Eltern für Lehrkräfte derzeit zu den größten Herausforderungen gehört. Insgesamt 21 Prozent der befragten Lehrkräfte sehen die Kommunikation mit Eltern als ein Problem an. 

In der Umfrage, die das Deutsche Schulportal veröffentlicht hat, wurden die Lehrkräfte offen und ohne Vorgabe nach den zurzeit größten Herausforderungen an ihrer Schule befragt. Neben der Elternarbeit nannten die Befragten vor allem den Lehrermangel (30 Prozent), das Verhalten der Schülerinnen und Schüler (23 Prozent) und die Inklusion (21 Prozent).

Auch die Erfahrungen der Lehrkräfte mit Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern waren Thema der Umfrage. Hier meinen 54 Prozent der Lehrkräfte, an deren Schulen Quereinsteigende unterrichten, dass es mit deren Einsatz Probleme gebe. Als häufigste Gründe werden "mangelhafte pädagogische Fähigkeiten" und "Probleme im Umgang mit Schülerinnen und Schülern" genannt .

Insgesamt wurden von Mitte November bis Mitte Dezember 2018 bundesweit 1.001 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen befragt.

22. Februar 2019

Schule in der digitalen Welt: Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung fördern Medienkonzepte

Zusammen mit regionalen Stiftungen und Unternehmen fördern Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung 14 Schulen in ganz Deutschland, die in Kooperation mit einer lehrerbildenden Hochschule Medienkonzepte für den Schulalltag entwickeln wollen.

Die geförderten Schulen erhalten jeweils 15.000 Euro und werden gemeinsam mit der jeweils kooperierenden Hochschule in das neue Netzwerk Schule in der digitalen Welt aufgenommen. Dieses Förderprogramm soll Schulen dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche besser auf ein Leben in der digitalen Welt vorzubereiten. Gleichzeitig soll die Lehrerbildung Impulse erhalten, damit angehende Lehrkräfte die notwendigen Kompetenzen für einen Unterricht in der digitalen Welt erwerben.

Das jetzt bestehende Netzwerk soll in den nächsten Monaten um weitere Teilnehmer erweitert werden.

08. Februar 2019

News

Lehrermangel zum neuen Schulhalbjahr


Zum Start des neuen Schulhalbjahres haben viele Bundesländer mit der Besetzung von Lehrerstellen zu kämpfen. Häufig wird deswegen auf Bewerberinnen und Bewerber ohne vollständige Lehramtsausbildung zurückgegriffen – in Berlin beispielsweise läge laut Tagesspiegel ihr Anteil unter Neueinstellungen bei 44 Prozent. In der Hauptstadt plane Bildungssenatorin Sandra Scheeres neben einer möglichen Rückkehr zur Lehrerverbeamtung (Tagesspiegel) außerdem ein Maßnahmenpaket (rbb), das auch zusätzliche Qualifikationsmaßnahmen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger enthalte.

In Brandenburg erhalten ab sofort Lehrkräfte, die Seiteinsteigerinnen und Seiteneinsteiger qualifizieren, eine monatliche Zulage (rbb). In Niedersachsen gehe derweil laut Kultusministerium der Anteil von Lehrkräften im Quereinstieg zurück. Eine ähnliche Entwicklung sei aufgrund von mehr Bewerberinnen und Bewerbern auch in Sachsen zu beobachten (Leipziger Volkszeitung). In Sachsen-Anhalt soll in diesem Jahr eine neue Werbekampagne für die Gewinnung von Lehrkräften starten (Mitteldeutsche Zeitung), Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ergreifen Maßnahmen, um mehr angehende Lehrkräfte in ländliche Regionen zu locken (Ostsee Zeitung).

Daten des Monitor Lehrerbildung zeigen, dass ein Großteil der Bundesländer bereits seit 2014 spezielle öffentlichkeitswirksame Werbemaßnahmen für das Lehramtsstudium betrieb oder betreibt. Auch bei den lehrerbildenden Hochschulen zeigt sich im Zeitvergleich eine steigende Tendenz zu mehr Initiativen zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden seit 2012.

01 Länderübergreifende News


Bildungsgewerkschaft GEW schlägt 10-Punkte-Programm gegen Lehrkräftemangel vor – GEW
„Mit unserem 10-Punkte-Programm legen wir ein Maßnahmenbündel vor, das kurz-, mittel- und langfristig greift”, unterstrich GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Die Kultusministerien müssten aktuell zusätzliche Quer- und Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger werben, um die Lücken zu schließen. Dies sei der Preis dafür, dass über Jahre zu wenige Lehrkräfte insbesondere für das Grundschullehramt ausgebildet worden seien.
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Neuer KMK-Präsident Lorz: Wir müssen die Bildungssprache Deutsch stärken – Kultusministerkonferenz
In der vergangenen Woche wurde in einer Feierstunde offiziell die Präsidentschaft der KMK an Hessens Kultusminister Alexander Lorz übergeben. Lorz: „In bildungspolitisch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Entwicklungen weiter voranzutreiben. Dazu gehören für mich unter anderem nach der Einigung mit dem Bund die Umsetzung des Digitalpakts sowie die Deckung des gestiegenen Lehrkräftebedarfs. Mein Schwerpunkt wird aber auf der Stärkung bildungssprachlicher Kompetenzen in der deutschen Sprache liegen.”
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In einem weiteren Interview beim Bildungsklick äußerte sich Lorz auch zu Maßnahmen gegen den Lehrermangel und den aktuellen Stand der Verhandlungen beim Digitalpakt. Laut Lorz stehe die Qualifizierung der Lehrkräfte bei der Digitalisierung der Schulen aus landespolitischer Sicht an erster Stelle.

„Bildungspolitik muss digitale Bildung in Schule umfassender denken” – Rat für Kulturelle Bildung
„Digitalisierung ist ein kultureller Prozess” – mit dieser zentralen These positioniert sich der Rat für Kulturelle Bildung in seiner Denkschrift „Alles immer smart. Kulturelle Bildung, Digitalisierung, Schule” zur aktuellen Debatte um die digitale Bildung in der Schule. Zu den Empfehlungen des Rates gehört auch, dass die Bereiche Digitalisierung und Kulturelle Bildung in der Lehreraus- und -weiterbildung stärker miteinander verknüpft werden sollten.
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Anlässlich der Veröffentlichung der Denkschrift verfasste Ratsmitglied Benjamin Jörissen einen Gastbeitrag zu digitaler Bildung auf dem Blog Jan-Martin Wiardas.

Verbände machen Lehrermangel für steigende Schulabbrecher-Quote verantwortlich – News4Teachers
In vielen Bundesländern steige der Anteil an Schülerinnen und Schülern, die die Schule verließen, ohne den Abschluss am Ende der zehnten Klasse zu schaffen. Der Anstieg lasse sich nicht nur durch die wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund und mangelnden Deutschkenntnissen erklären. Aus Sicht verschiedener Lehrerverbände sei aufgrund des Lehrmangels keine „qualifizierte Förderung” mehr möglich.
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Lehrkräfte an Unis: „Pendler zwischen den Welten” – GEW
taz-Redakteurin Anna Lehmann schreibt für die Zeitschrift „E&W” der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft über Lehrkräfte, die für einige Jahre von der Schule an die Hochschule wechseln. Diese würden zwar in der Bildungspolitik kaum thematisiert, leisteten aber einen unersetzlichen Beitrag für die Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und –anwärtern.
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 02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Studie zeigt Mängel bei Lehrerfortbildungen – Stuttgarter Zeitung
Forschende der Universität Tübingen haben im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zum ersten Mal alle staatlichen Fortbildungsangebote für Lehrkräfte eines ganzen Jahres analysiert. Der Studie zufolge gebe es keine systematische Qualitätssicherung, viele Fortbildungen seien wenig nachhaltig und das Angebot oft unstrukturiert. Dennoch seien die meisten Teilnehmenden mit ihren Fortbildungen zufrieden.
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Auch der Deutschlandfunk berichtet bei Campus & Karriere über die Tübinger Studie.

[Baden-Württemberg] Schülerinnen und Schüler wünschen sich stärkere Einbindung digitaler Medien in den Unterricht – News4Teachers
Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg sehen erheblichen Nachholbedarf beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Laut Landesschülerrat betrachteten viele Lehrer digitale Medien als Gegner und nicht als nutzbare Unterrichtsmittel. Lehrkräfte müssten entsprechend geschult werden.
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[Bayern] BLLV mahnt Korrekturen in der Lehrerbildung an – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Der BLLV habe diese bereits mehrfach angemahnt und im Oktober 2017 das Flexible Lehrerbildungsmodell aufgelegt. "Wir setzen darin, wie es der Titel schon sagt, auf mehr Flexibilität in der Lehrerbildung", so Fleischmann. Das leider immer noch praktizierte Konzept sei zu starr und verhindere so, auf veränderte Anforderungen und Bedarfe entsprechend reagieren zu können.
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[Berlin] Lehramtsstudierende beklagen Studienbedingungen – Der Tagesspiegel
Durch den rapiden Ausbau der Studienplätze in der Berliner Lehrerbildung komme es laut Studierenden zu einer Überbelegung von Kursen und Verzögerungen im Studium durch fehlende Praktikumsplätze. Auch die Prüfungsbüros seien überlastet. Studierende kritisierten weiterhin die fehlende Praxisnähe des Studiums. Staatssekretär Steffen Krach wolle sich mit der Schulverwaltung der Kritikpunkte annehmen.
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[Brandenburg] Lehrkräfte aus Refugee Teachers Program im Einsatz – Deutschlandfunk
Ein Beitrag des Deutschlandfunks wirft einen Blick auf den Arbeitsalltag eines syrischen Lehrers an einer Schule in Brandenburg, der seine Zulassung über das Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte der Universität Potsdam erhalten hatte. Mittlerweile unterrichten laut Bericht bereits rund 40 Absolventinnen und Absolventen des Programms an Brandenburger Schulen.
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[Niedersachsen] Lehrkräfte für Islamischen Religionsunterricht fehlen – NDR
Wie das Kultusministerium mitgeteilt habe, fehlen nach wie vor in Regionen mit besonders großer Nachfrage Lehrkräfte für islamischen Religionsunterricht. Künftig stünden jedoch mehr ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung, da die Nachfrage unter Studierenden hoch sei, auch begünstigt durch klare Regelungen zum Tragen des Kopftuches weiblicher Lehrpersonen. In Niedersachsen bildet die Universität Osnabrück Lehrkräfte für islamischen Religionsunterricht aus.
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[Nordrhein-Westfalen] Institut vermeldet Rückschritte bei Inklusion – News4Teachers
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Nordrhein-Westfalen begutachtet und kommt zu dem Ergebnis, dass das Land Rückschritte bei der Inklusion an Schulen macht. Auch die Lehrerbildung müsse noch stärker auf die Bedarfe der Inklusion ausgerichtet werden.
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[Rheinland-Pfalz] Bildungsministerin stellt Initiative für Demokratiebildung in Schulen vor – Ministerium für Bildung
Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets steht, dass den Schülerinnen und Schülern wie den Lehrkräften mehr Möglichkeiten und mehr Zeit für aktives Demokratielernen und -erleben gegeben werden soll. Dazu gehören die Ausweitung des Sozialkundeunterrichts und die Stärkung der Erinnerungskultur, genauso wie die Erfahrung des Wertes von Europa durch Schülerbegegnungen und Austausch. Auch Gedenkstätten-Besuche in der Lehrerausbildung gehören zum Maßnahmenpaket.
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[Saarland] Viele Lehramtsabsolvierende ohne Referendariatsplatz – Saarländischer Rundfunk
Vor allem Lehramtsabsolventinnen und –absolventen mit gesellschaftswissenschaftlichen Fächern hätten schlechte Chancen auf einen nahtlosen Übergang von Studium zu Referendariat und anschließender Verbeamtung. Viele angehende Lehrkräfte bewerben sich daher auf Vertretungsstellen an Schulformen mit Lehrermangel und hielten auch bundesweit nach Stellen Ausschau.
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03 Hochschulspezifische News

[Universität Augsburg] Umweltbildung beginnt in der Lehrerbildung
Die Universität Augsburg hat zum WS 2018/19 eine Zusatzqualifikation im Bereich Umweltbildung aufgebaut. Damit können Lehramtsstudierende aller Schularten und aller Fächer bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung umfassend auf eine der dringlichsten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte vorbereitet werden. In verschiedenen Modulen erwerben Studierende umfassende Kenntnisse über Umwelt- und Nachhaltigkeitstheorien, empirische Studien und aktuelle Diskussionen.
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[Universität Halle-Wittenberg] Internationales Co-Teaching am Zentrum für Lehrerbildung – Campus Halensis
Das Online-Magazin der Uni Halle stellt ein Projekt in der Lehrerbildung vor, mit dem Lehramtsstudierende auf die sprachliche und kulturelle Vielfalt im Klassenzimmer vorbereitet werden. Hierbei sammeln Studierende interkulturelle Erfahrungen, indem sie in kulturell gemischten Tandems mehre Unterrichtsstunden gemeinsam bestreiten.
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04 Veranstaltungen

[Universität Koblenz-Landau] Tagung: Evidenzbasierte Unterrichtsentwicklung und Lehrerbildung – 18./19.02.2019
Unterrichtsentwicklung und Lehrerbildung sind zentrale Bausteine für die Weiterentwicklung des Bildungs- und Schulsystems. An ihrer Ausgestaltung wirken zahlreiche Akteurinnen und Akteure von Schulen, Landesinstitut, Bildungsadministration, Studienseminaren und Universität mit. Die Tagung „Evidenzbasierte Unterrichtsentwicklung und Lehrerbildung” soll einen Austausch zwischen allen Beteiligten in Rheinland-Pfalz ermöglichen.
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[Universität Marburg] 8. ICM-Konferenz „Inverted Classroom: The Next Stage” – 26./27.02.2019
Die Konferenz wird von thematisch abwechslungsreichen Vorträgen und Workshops geprägt sein, sodass gemeinsam die „Next Stage” des Inverted Classroom Modells und der Digitalisierung erforscht und diskutiert werden kann. Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer erwarten Themen wie Digitales Prüfen, Blockchain, OER, ICM in den Fächern, KI, Online-Lehre, Präsenzphase in digitalen Lehrszenarien sowie Tipps und Tricks zur Videoerstellung.
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[Universität Wuppertal] Fachtagung: BNE-Strukturen gemeinsam gestalten – Austausch und Vernetzung zu BNE in der Lehramtsausbildung in NRW – 07./08.03.2019
Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln bewegen – so lautet die Zielsetzung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE). Die Frage, wie sich dieser Ansatz strukturell in der Ausbildung von Lehrkräften verankern lässt, steht im Zentrum der Fachtagung am 7. und 8. März 2019 an der Universität Wuppertal.
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[Verband Bildungsmedien / Verband Bildung und Erziehung] Deutscher Lehrertag 2019 Frühjahrstagung – 21.03.2019
„Schule 2019 – Zukunft gestalten!”, so lautet das Motto der Frühjahrstagung des Deutschen Lehrertages, der am 21. März 2019 im Rahmen der Leipziger Buchmesse stattfinden wird. Wie Unterricht in Schule heute und morgen gestaltet werden kann, das vermitteln beim Deutschen Lehrertag 2019 32 praxisorientierte Einzelveranstaltungen, aus denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuell wählen können.
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[Universität Regensburg] Thementag Theorie-Praxis 2019: Horizonte – Impulse für Schulen von morgen – 28.03.2019
Der Thementag bündelt die Expertise von Universität und Schule in einer gemeinsamen Veranstaltung und macht sie füreinander nutzbar, indem er in insgesamt 26 wissenschaftsbasierten und professionsbezogenen Workshops in zwei Zeitschienen allen an der Lehrerbildung beteiligten Akteurinnen und Akteuren eine Plattform bietet, um sich im gemeinsamen Dialog miteinander auszutauschen und institutionsübergreifend voneinander zu lernen.
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[Universität zu Köln] Tagung „Zukunft Schule” – 28.-30.08.2019
Welche gesellschaftlichen Trends zeichnen sich ab? Welche Auswirkungen hat das auf das Bildungssystem? Wie können wir die Entwicklungen aktiv steuern? Darüber sprechen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Medien auf der Tagung „Zukunft Schule”. Für die Moderation konnte das ZfL erneut den Wissenschaftsjournalisten Armin Himmelrath gewinnen.
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05 Internationale News

[Luxemburg] Gewerkschaft fordert Reform des Referendariats – Tageblatt
Nach Ansicht der Gewerkschaft SEW-OGBL sei das Referendariat in seiner derzeitigen Form hauptverantwortlich für das seit Jahren leidende Ansehen des Lehrerberufs im Großherzogtum. Der Stresslevel im Referendariat sei zu hoch, vor allem Grundschullehrkräfte starteten ausgelaugt in den Lehrerberuf.
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06 Dokumente/Literatur

Christophel, Eva / Hemmer, Michael / Korneck, Friederike / Leuders, Timo / Labudde, Peter (Hrsg.): Fachdidaktische Forschung zur Lehrerbildung. Waxmann, 2019.
Der vorliegende Tagungsband der GFD-KOFADIS-Tagung 2017 in Freiburg gibt einen Einblick in die fachdidaktische Forschung zur Lehrerbildung in zahlreichen Fächern, wobei auch die heterogene Zusammensetzung von Schulklassen Beachtung findet. Zudem werden verschiedenste Methoden der Kompetenzentwicklung beleuchtet wie etwa Lehr-Lern-Labore oder auch die Arbeit mit Schulbüchern.
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Fritz, Ursula / Lauermann, Karin / Paechter, Manuela / Stock, Michaela / Weirer, Wolfgang (Hrsg.): Kompetenzorientierter Unterricht. Theoretische Grundlagen – erprobte Praxisbeispiele. utb., 2019.
Die Bildungsdebatten der letzten Jahre haben, verstärkt durch internationale Schulleistungsstudien wie PISA oder TIMSS, den Blick auf die Ergebnisse von Lern- und Bildungsprozessen gelenkt, insbesondere im Spiegel des Kompetenzerwerbs. Die Autorinnen und Autoren stellen konkrete Unterrichtsmethoden und -beispiele vor, die Lehramtsstudierende sowie Lehrerinnen und Lehrer bei der Durchführung kompetenzorientierten Unterrichts unterstützen.
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McElvany, Nele / Schwabe, Franziska / Bos, Wilfried / Holtappels, Heinz Günter (Hrsg.): Lehrerbildung – Potentiale und Herausforderungen in den drei Phasen. Waxmann, 2019.
Dieser Band versammelt ausgewählte Perspektiven aus Bildungsforschung, Bildungspraxis, Bildungspolitik und Bildungsverwaltung mit dem Ziel, bereits erfolgreiche Strategien und Konzepte sowie zukünftige Bedarfe und Desiderate für eine gelingende Lehrerbildung zu identifizieren und zu diskutieren.
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Rott, David / Zeuch, Nina / Fischer, Christian / Souvignier, Elmar / Terhart, Ewald (Hrsg.): Dealing with Diversity. Innovative Lehrkonzepte in der Lehrer*innenbildung zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion. Waxmann, 2018.
In diesem interdisziplinär angelegten Band werden hochschuldidaktische Konzepte vorgestellt, die darauf abzielen, dass sich Lehramtsstudierende mit den Themenfeldern Inklusion und Heterogenität auseinandersetzen. Fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Angebote werden gleichermaßen in ihrer Anlage beschrieben und bezogen auf verschiedene Dimensionen dargestellt.
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Salzborn, Samuel/ Kurth, Alexandra: Antisemitismus in der Schule. Erkenntnisstand und Handlungsperspektiven. Wissenschaftliches Gutachten. Januar 2019.
Die Autoren legen ein erstes bundesweites Gutachten zu Antisemitismus in der Schule vor. Es enthält auch Kritik an der universitären Lehramtsausbildung. An den Hochschulen hätten sich in den einschlägigen Fächern (Geschichte, Politikwissenschaft, Germanistik und auch in der Erziehungswissenschaft) Fächerkulturen und damit Curricula etabliert, die nicht mehr an den inhaltlichen Anforderungen der Schul-Lehrpläne ausgerichtet seien. Ein zunehmender Werte-Relativismus in der Erziehungswissenschaft könne zudem fatale Folgen für die Thematisierung von Antisemitismus in der Schule haben.
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07 Interviews/Kommentare

Beitrag von Prof. Klaus Zierer (Universität Augsburg) zur Digitalisierung im der Lehrerbildung – Süddeutsche Zeitung
Der Beitrag des Augsburger Bildungsforschers Klaus Zierer setzt sich kritisch mit der Schwerpunktsetzung Digitalisierung in der neuen Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung auseinander und beleuchtet die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Virtual Reality in der Lehrerbildung zur Simulation von Unterrichtsszenarien.
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Drei Fragen an: Michael Felten – Bildungsklick
Gymnasiallehrer und Buchautor Michael Felten spricht sich im Interview für ein Nebeneinander von Förder- und Regelschulen zum Wohle des einzelnen Kindes aus. Außerdem betont er, wie wichtig es sei, mehr junge Menschen für das Studium der Sonderpädagogik zu gewinnen. Die Rekrutierung des Lehrkräftenachwuchses sei in dem Bereich vor lauter Strukturstreit um die Inklusion unter den Tisch gefallen.
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10. Januar 2019

News

Robert Bosch Stiftung: Verstärkung für den Monitor Lehrerbildung


Lernen mit digitalen Medien, Inklusion, Integration, und Ganztagsausbau – von den heutigen und zukünftigen Lehrern wird viel erwartet. Umso wichtiger ist es deshalb, allen an der Lehrerbildung beteiligten Akteuren durch die Bereitstellung von aussagekräftigen Daten zu Strukturen und Inhalten der Ausbildung von Lehrkräften einen evidenzbasierten Diskurs zu ermöglichen.

Diese Funktion erfüllt bereits seit 2012 der Monitor Lehrerbildung, das bundesweit einzige Infoportal zum Lehramtsstudium. Mit seinen Informationen auf Länder- und Hochschulebene schafft er Transparenz über die erste Phase der Lehrerbildung an den Hochschulen. Daneben hat der Monitor Lehrerbildung durch seine regelmäßigen Publikationen sowie Serviceangebote in der Fachcommunity einen hohen Stellenwert erlangt.

Mit der Robert Bosch Stiftung engagiert sich seit November 2018 ein weiterer Partner im Monitor Lehrerbildung und verstärkt das bisherige Konsortium bestehend aus Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband. Durch ihre langjährige und breite Expertise im Bildungsbereich ist die Robert Bosch Stiftung ein wertvoller Partner im Bereich der Lehrerbildung und der Qualitätsentwicklung von Schule.

Gemeinsam will das Partnerquintett des Monitors in den kommenden Jahren weiterhin relevante Daten generieren sowie Einordnungen und Empfehlungen zur bestehenden Situation liefern – neue Veröffentlichungsformate und ein Blick auf die tatsächlichen Bedarfe der Schulpraxis sind bereits geplant.

Unter www.monitor-lehrerbildung.de sind relevante Daten zu dieser ersten Phase der Lehrerbildung übersichtlich dargestellt. 63 Hochschulen und alle 16 Länder beteiligten sich an der Erhebung des Monitor Lehrerbildung 2016. Sämtliche Daten sowie viele weitere Informationen zum Thema sind unter www.monitor-lehrerbildung.de frei zugänglich.

01 Länderübergreifende News


GEW-Chefin Marlis Tepe wünscht sich größeres Engagement im Kampf gegen den Lehrermangel – News4Teachers
Nach Einschätzung Tepes unternehmen die Länder bislang zu wenig gegen den Lehrermangel. In vielen Bundesländern gelte für Lehramtsstudiengänge immer noch ein Numerus Clausus. Außerdem sei es für die Universitäten immer noch unattraktiv Lehrkräfte auszubilden. Die Anstrengungen im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von 50 Millionen Euro pro Jahr reichen laut Tepe nicht aus.
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Länder hoffen auf schnelle Einigung beim Digitalpakt – FAZ
Allerdings wolle man nicht von der Position abrücken, dass die Grundgesetzänderung, die vor allem eine 50/50-Finanzierung von künftigen Bildungsvorhaben vorsieht, nicht zu akzeptieren sei. Der scheidende KMK-Präsident Holter fordere, dass der Digitalpakt notfalls auch ohne Grundgesetzänderung umgesetzt werden solle, denn das Vorhaben dürfe auf keinen Fall scheitern.
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Europäische Projektpartnerschaft zur unternehmerischen Lehrerausbildung gestartet – Univations GmbH
Mit dem Europäischen Erasmus+ Projekt „Partnership for Initial Entrepreneurship Teacher Education” (PIETE) wird das Ziel verfolgt, unternehmerische Kompetenzvermittlung verstärkt in der Erstausbildung von Lehrkräften der Sekundarstufe II zu berücksichtigen. Um den dafür erforderlichen Wissenstransfer zu gewährleisten, baut die Initiative auf institutionelle Tandemkonstellationen, in denen jeweils Hochschulexperten aus den Bereichen der Lehrerausbildung und der unternehmerischen Bildung eng zusammenarbeiten.
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Groß angelegte Metastudie zieht Nutzen von Digitalisierung an Schulen in Zweifel – Süddeutsche Zeitung
Die Studie des neuseeländischen Forschers John Hattie mit dem Augsburger Pädagogikprofessor Klaus Zierer kommt zu dem Schluss, dass mit einer Revolution des Lehrens und Lernens durch digitale Medien an Schulen nicht zu rechnen sei. Der Lernerfolg verbessere sich kaum, vor allem in Mathematik und Naturwissenschaften bleibe der Effekt hinter den Erwartungen zurück.
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Zahl der Pensionierungen von Lehrkräften weiter rückläufig – Statistisches Bundesamt
Rund 24.400 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer wurden im Jahr 2017 in den Ruhestand versetzt. Das waren 1.100 Pensionierungen weniger als im Vorjahr (-4,2 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies der zweite Rückgang in Folge, nachdem 2015 mit 27.900 Pensionierungen der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993 erreicht worden war.
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02 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Angehende Lehrkräfte können ihr Referendariat in Teilzeit absolvieren – Stuttgarter Zeitung
Ab diesem Jahr können angehende Lehrkräfte die zweite Phase ihrer Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren, sofern sie Kinder betreuen, Familienangehörige pflegen oder eine Schwerbehinderung haben. Das Referendariat dauert in Teilzeit 30 Monate. Für Kultusministerin Eisenmann werde der Lehrerberuf so attraktiver.
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Weiterführende Informationen zum Teilzeit-Referendariat in Baden-Württemberg liefert News4Teachers.

[Berlin] SPD zieht Verbeamtung von Lehrkräften in Betracht – Der Tagesspiegel
Laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres sei die Rückkehr zur Verbeamtung zwar kein „Allheilmittel”, aufgrund des akuten Lehrermangels aber auch kein Tabu mehr. Bei den Koalitionspartnern (Linkspartei und Grüne) stoße die Idee auf Kritik: Zunächst solle erhoben werden, ob die fehlende Verbeamtung wirklich ein Grund für den Nachwuchsschwund nach dem Referendariat sei.
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Wie die Berliner Zeitung berichtet, wolle die Berliner SPD zur gerechteren Verteilung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern nun außerdem eine „Quereinsteiger-Quote” an Schulen durchsetzen.

[Hamburg] Expertenbericht sieht Defizite bei Lehrerfortbildung – News4Teachers
Der Abschlussbericht einer Expertenkommission zur Verbesserung des Mathematik-Unterrichts in Hamburg sehe große Defizite bei Fortbildungen für Lehrkräfte. Diese bestünden häufig aus einmaligen Veranstaltungen ohne nachhaltigem Konzept und hätten oft keinen direkten Bezug zum Unterricht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Bericht fordere eine bessere Qualifizierung von Fortbildenden.
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[Hessen] Kultusminister Lorz fordert langfristig angelegten Ausbau von Studienplätzen im Lehramt – Frankfurter Neue Presse
Der neue KMK-Präsident sieht durch die steigenden Anforderungen an Schule auch einen weiter wachsenden Bedarf an Lehrpersonal. Es sollten nicht nur freie Lehrerstellen neu besetzt werden, sondern darüber hinaus weitere Lehrkräfte ausgebildet werden. In Hessen seien die Studienkapazitäten zwar schon ausgebaut worden, die Hochschulen stießen jedoch allmählich an ihre Grenzen.
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[Nordrhein-Westfalen] Schulministerin Yvonne Gebauer im Interview zu ihren Bildungsvorhaben 2019 – Bildungsklick
Gebauer äußert sich im Interview zu den geplanten Maßnahmen gegen den Lehrermangel, für die Qualitätsverbesserung der Schulen und für eine bessere Gewährleistung von Chancengerechtigkeit durch sogenannte Talentschulen. Bei der Inklusion setze Nordrhein-Westfalen vor allem zunächst auf eine Verbesserung der Qualität.
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[Sachsen-Anhalt] Neue Zahlen zum Lehrermangel – Volksstimme
Laut Bildungsminister Marco Tullner habe das Land 2018 rund 1.000 neue Lehrkräfte verpflichtet. Tullner räume allerdings ein, dass diese Einstellungen noch keine sofortige Verbesserung der Unterrichtsversorgung bedeuteten. Spätestens im Februar solle die nächste Ausschreibung für bis zu 600 Stellen starten. Zudem fordere die Linkspartei einen offenen Bewerbungspool, über den sich jederzeit Interessierte bewerben können, statt wie bisher nur zu festen Terminen.
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[Schleswig-Holstein] Lehrerausbildung soll umgebaut werden – Hamburger Abendblatt
Nach Angaben der Koalition aus CDU, FDP und Grünen solle die sogenannte „Einheitslehrkraft” für Gymnasien und Gemeinschaftsschulen abgeschafft werden. An der Universität Flensburg werde es künftig den Master-Studiengang „Lehramt an Gemeinschaftsschulen” geben, während die Universität Kiel und die Musikhochschule Lübeck schwerpunktmäßig auf das Lehramt an Gymnasien vorbereiten sollen.
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[Thüringen] Universitäten offen für schulstufenbezogene Lehrerbildung – Süddeutsche Zeitung
Die Präsidenten der beiden lehrerbildenden Thüringer Hochschulen in Erfurt und Jena hätten sich dafür ausgesprochen, offen über das Modell von Bildungsminister Helmut Holter zu diskutieren. Der letztjährige KMK-Chef hatte vorgeschlagen, von einer Ausbildung nach Schularten auf eine schulstufenbezogene Lehrerbildung umzustellen.
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03 Hochschulspezifische News

[Universität Duisburg-Essen] Kooperationsprojekt: Mathe? Läuft!
Stark nachgefragt ist eine neu entwickelte Fortbildungsreihe, die Kindern im Übergang zur Schule den Spaß am Rechnen vermittelt. Hier lernen Kita-Mitarbeitende und Lehrkräfte, wie spätere Rechenschwierigkeiten früh erkannt werden und wie man rechtzeitig gegensteuert.
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[Universität Passau] Eintauchen in virtuelle Welten im Unterricht – Passauer Forscher erhält in Australien Best-Paper-Award
Immersive Learning, das steht für Eintauchen in eine künstliche Lernumgebung. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Informatikdidaktiker Andreas Dengel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Passau im BMBF-Forschungsprojekt SKILL, in dem innovative Lehr- und Beratungskonzepte in der Lehrerbildung entwickelt werden. Eine seiner Arbeiten wurde nun auf einer Konferenz im australischen Wollongong ausgezeichnet.
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[Universität Siegen] Kooperation soll Lehrermangel an Berufskollegs lindern
Die Universität Siegen und die TH Köln mit Campus Gummersbach haben einen Kooperationsvertrag zur Ausbildung von Lehrkräften für Berufskollegs unterzeichnet. Wer an der TH in Köln oder in Gummersbach einen Bachelor in den Fächern Elektrotechnik oder Maschinenbau abschließt, kann an der Uni Siegen im Idealfall ein auflagenfreies Masterstudium für das Lehramt am Berufskolleg mit den Fächern Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Technische Informatik, Fertigungstechnik und Maschinenbautechnik anschließen.
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[Universität Tübingen] Gemeinsames Projekt zur Digitalisierung in der Lehrerbildung mit der PH Weingarten bewilligt
Die Universität Tübingen und die PH Weingarten haben im Rahmen des Programms 'digital@bw: Digitalisierung in der Lehrerbildung' erfolgreich Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums eingeworben. Innerhalb des Projekts „TPACK 4.0” werden interdisziplinäre, praxisorientierte und forschungsbasierte Ansätze zur Förderung mediendidaktischer Kompetenzen von Lehrpersonen über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelt und beforscht.
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[Universität Tübingen] Projektmittel zur Digitalisierung in der gymnasialen Oberstufe eingeworben
Innerhalb des von der Robert Bosch Stiftung und der Vector Stiftung gemeinsam geförderten Entwicklungs- und Forschungsprojekts GMS Oberstufe Digitale Medien werden adaptive mediendidaktische Konzepte zur Förderung der Medienkompetenzen und des selbstregulierten Lernens von Schülerinnen und Schülern entwickelt und beforscht.
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04 Veranstaltungen

[BilRess-Netzwerk] 10. Netzwerkkonferenz: "Ressourcenbildung erfolgreich gestalten – Initiativen, Projekte, Aktionen" – 19.03.2019
Auf der 10. BilRess-Netzwerktagung werden die Netzwerkmitglieder im Mittelpunkt stehen mit ihrer Vielzahl an Initiativen, Projekten und Aktionen. Wie bei den vergangenen Veranstaltungen werden neben fachlichen Inputs und Diskussionen auch bereits bestehende Ansätze, Konzepte, Curricula und Lehr-Lern-Materialien aus allen Bildungsbereichen vorgestellt und vor allem im interaktiven Ressourcenzirkel konkret erfahrbar gemacht.
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[Universität Paderborn] 8. Paderborner Grundschultag: „Übergänge gestalten – Entwicklungen begleiten” – 20.03.2019
Der Grundschultag 2019 stellt die Gestaltung und Entwicklung von Übergängen in der Schul- bzw. Bildungslaufbahn von Kindern in den Mittelpunkt. Dabei geht es sowohl um Gestaltungsoptionen des Ein- und Übertritts ins Schulsystem, der Übergänge vom Primarbereich in die Sekundarstufe als auch um die Unterstützung bei der Be- und Verarbeitung von Entwicklungen, die für die Zeit des Verbleibs in den jeweiligen Institutionen charakteristisch sind.
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[Universität Münster] Forschen.Lernen.Lehren an öffentlichen Orten – The Wider View – 16.-19.09.2019
Die Tagung soll einen interdisziplinären Dialog über theoretische Zugänge und praktische Umsetzungsmöglichkeiten des Lernens und Lehrens an öffentlichen Orten anregen – insbesondere unter Vertreterinnen und Vertretern der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung. Im Sinne eines „Wider View” wird neben den Perspektiven der Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften auch die Sicht der Fachwissenschaften mit einbezogen.
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05 Dokumente/Literatur

Brouër, Birgit / Burda-Zoyke, Andrea / Kilian, Jörg / Petersen, Inger (Hrsg.): Vernetzung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Ansätze, Methoden und erste Befunde aus dem LeaP-Projekt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Waxmann, 2018.
Eine zentrale Anforderung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” ist die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure, Inhalte sowie Phasen der Lehrerbildung. Der hier vorgelegte Sammelband dokumentiert eine Auswahl der Ansätze, Methoden und Befunde, die in diesem Zusammenhang an der Universität Kiel im Rahmen des QLB-Projekts „Lehramt mit Perspektive” (LeaP) erarbeitet wurden.
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Rothland, Martin / Biederbeck, Ina (Hrsg.): Praxisphasen in der Lehrerbildung im Fokus der Bildungsforschung. Waxmann, 2018.
Dieser Band bietet eine disziplin- und standortübergreifende Zusammenführung von Forschungsanliegen und -zugängen zu Praxisphasen in der Lehrerbildung. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören die unterschiedlichen Lerngelegenheiten innerhalb von Praxisphasen, deren Nutzung und Wirkung sowie das Forschende Lernen, die Begleitung und Betreuung von Lehramtsstudierenden im Rahmen der Praxisphasen.
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06 Interviews/Kommentare

PISA-Chef Andreas Schleicher kritisiert, dass Lehrkräfte wie Fließbandarbeiter behandelt würden – Die Welt
In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland übt Schleicher Kritik an der derzeitigen Organisation des Lehrerberufes in Deutschland. Dieser sei von zu wenig Selbstbestimmung gekennzeichnet und intellektuell zu unattraktiv. Er fordere außerdem eine größere Bereitschaft zur Teamarbeit seitens der Lehrkräfte.
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Der Berliner Schulleiter Henning Rußbült widerspricht Schleichers Einschätzung in einem Interview im Deutschlandfunk Kultur. Viele Lehrkräfte seien bereits Teamplayer, die aktiv Ideen und Sichtweisen einbrächten.

DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel über Auslandssemester unter Fremdsprachenlehrkräften – Neue Presse
Laut Wintermantel sollten angehende Lehrkräfte von Fremdsprachen unbedingt einen eigenen Auslandsaufenthalt während des Lehramtsstudiums realisieren. Vor allem von Studierenden im Grundschullehramt fordert Wintermantel mehr Mobilität. Eine mögliche Maßnahme seien mehr Partnerschaften mit ausländischen Universitäten.
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KMK-Präsident Alexander Lorz im Interview – Handelsblatt
Zur Übernahme der KMK-Präsidentschaft plädiert Lorz für eine stärkere Gewichtung der Bildungssprache Deutsch in den Lehrplänen der Schulen sowie für eine Förderung der Diagnosefähigkeit in der Lehreraus- und –fortbildung. Lorz äußert außerdem Zweifel am Erfolg der durch einige Länder gestarteten Lehrerwerbekampagnen, um mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger für das Lehramt zu begeistern. Man werde weiterhin auf Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger angewiesen sein.
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07 Sonstiges

Podcast: Im Digital der Ahnungslosen – Die Schule der Zukunft – hr2kultur
Ein Podcast von hr2kultur widmet sich anhand der aktuellen Debatte um den DigitalPakt Schule der Frage ob der DigitalPakt in seiner derzeitigen Form überhaupt der richtige Weg sei, um die Schulen ins digitale Zeitalter zu führen. Thematisiert werden der Nutzen von WLAN und Tablets im Klassenzimmer, die Qualifizierung von Lehrkräften und kommerzielle Interessen an Schuldigitalisierung. Auch PISA-Chef Andreas Schleicher wird interviewt.
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10. Dezember 2018

Newsletter Dezember 2018

01 Thema des Monats


Demokratiebildung an Schulen
Eine Befragung der Bertelsmann Stiftung unter mehr als 1.200 Lehrkräften kommt zu dem Ergebnis, dass Demokratie im Unterricht nur eine untergeordnete Rolle spiele. Eine Ursache sei, dass das Thema in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften zu wenig behandelt werde: Nur 16 Prozent der Befragten hätten sich im Studium damit intensiv auseinandergesetzt, im Referendariat sinke der Wert auf 13 Prozent und in der Weiterbildung sei das Thema für 18 Prozent von hoher Relevanz.

Spiegel Online fasst die wichtigsten Ergebnisse der Befragung zusammen. Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer, erklärt, warum aus seiner Sicht das negative Resümee der Studie die Realität an deutschen Schulen nicht umfassend reflektiere.

Im Rahmen seiner Hochschulbefragungen erhebt der Monitor Lehrerbildung auch, ob die lehrerbildenden Hochschulen Angebote und Maßnahmen im Curriculum verankert haben, die Lehramtsstudierende auf die Aufgabe der Demokratiebildung vorbereiten. Die Antworten können auf den jeweiligen Hochschulseiten unter „Studieninhalte” abgerufen werden.

02 Länderübergreifende News

Zusätzliche Förderrunde der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bund und Länder ergänzen die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” ab 2020 um eine neue Förderrichtlinie. Förderschwerpunkte sind die Themen „Digitalisierung in der Lehrerbildung” und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen”. Eine Antragsstellung steht allen nach der Bund-Länder-Vereinbarung zur „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” förderfähigen Hochschulen offen.
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Nach Ablehnung durch Bundesrat: DigitalPakt Schule soll im Sommer 2019 kommen – News4Teachers
Nachdem die Bundesländer einstimmig die Grundgesetzänderung für den DigitalPakt gestoppt haben, nehme man nun den Sommer 2019 als neuen Zieltermin ins Visier. In Pressemeldungen demonstrierten Bildungsministerium und Kultusministerkonferenz Einigkeit, am Plan eines Digitalpaktes festzuhalten. Uneinigkeit herrsche in den Ländern allerdings noch, ob der Weg über eine Grundgesetzänderung gehen könne.
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Jan-Martin Wiarda berichtet von der gemeinsamen Pressekonferenz von KMK und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Der Deutschlandfunk interviewt Jürgen Böhm (Deutscher Realschullehrerverband) und Prof. Christoph Meinel (Universität Potsdam) zum Thema DigitalPakt und fragt in einer Sondersendung, ob die Schulen bereit für den digitalen Wandel seien.

Hessen übernimmt 2019 KMK-Präsidentschaft – Kultusministerkonferenz
Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, wurde während der 364. Kultusministerkonferenz in Berlin zum Präsidenten der KMK gewählt. Er folgt im Amt auf Helmut Holter, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Freistaates Thüringen.
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Umfrage: Jugendliche stellen Chancengleichheit im Bildungssystem infrage – Stifterverband
Jugendliche zweifeln weiterhin an der Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Stifterverbandes, der SOS-Kinderdörfer weltweit und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Vorfeld des Tages der Bildung am 08.12.2018. Damit eine hochwertige Bildung in Deutschland erreicht werden kann, sind laut den Befragten speziell für den Beruf ausgebildete Lehrkräfte besonders wichtig (94 Prozent).
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Lehrermangel: Bis zu 240.000 Schülerinnen und Schüler mehr an Berufsschulen – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Im Jahr 2030 werden einer Studie der GEW zufolge etwa 240.000 mehr Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen lernen als von der Kultusministerkonferenz (KMK) berechnet. „Der Mangel an Berufsschullehrkräften wird noch größer werden”, sagte Ansgar Klinger (GEW) bei der Vorstellung der „Prognose der Schüler*innenzahl und des Lehrkräftebedarfs an berufsbildenden Schulen in den Ländern bis 2030”. „Eine länderübergreifende Zusammenarbeit in der Ausbildung von Lehrkräften der beruflichen Schulen ist notwendiger denn je.”
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Bericht von der Konferenz Bildung Digitalisierung 2018 – News4Teachers
News4Teachers berichtet von der Konferenz Bildung Digitalisierung 2018, die am 15./16. November in Berlin stattfand. Verschiedene Praxiseispiele vom Lernen mit digitalen Formaten an deutschen Schulen werden in den Artikeln zu Tag 1 und Tag 2 der Veranstaltung vorgestellt. Die Konferenz könne als Leitveranstaltung für das Zukunftsthema Nummer eins im deutschen Bildungswesen angesehen werden.
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Auf der Konferenz legte das Forum Bildung Digitalisierung den Orientierungsrahmen „Gute Schule in der digitalen Welt” vor, welcher auch anhand von Rückmeldungen auf der Konferenz sukzessive weiterentwickelt werden soll. Der Orientierungsrahmen zeigt Qualitätsmerkmale für die Schul- und Unterrichtsentwicklung in einer digitalen Welt auf, die auch als Leitfaden für die Lehrerbildung dienen können.

Forsa-Umfrage unter Eltern und Lehrkräften: „Wertorientierungen und Werteerziehung in Deutschland” – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann: „Eltern wie auch Lehrkräfte formulieren in überwältigender Deutlichkeit, wie wichtig ihnen das Thema Werteerziehung und eine Orientierung an den gesetzlich verankerten Bildungs- und Erziehungszielen in Schule sind.” Anhand der Umfrageergebnisse fordert der VBE u.a., ein breiteres Veranstaltungsangebot zu diesem Thema auch in der Lehrerausbildung zu verankern.
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Studie der Varkey-Stiftung: Lehrerberuf hat ein miserables Image – Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB)
Nach der Studie würde lediglich jeder/jede Fünfte seinem Kind empfehlen, Lehrerin oder Lehrer zu werden. Nur 22 Prozent der Deutschen meinten, dass Lehrkräfte von den Schülerinnen und Schülern respektiert würden. BvLB-Bundesvorsitzende Maiß und Straubinger: „Das Engagement und die Belastung der Lehrkräfte müssen in der Öffentlichkeit stärker gewürdigt werden.”
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Start der landesweiten Werbekampagne #lieberlehramt – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Wissenschaftsministerin Bauer: „Wir werben für das Studium und damit den späteren Lehrerberuf in denjenigen Fächern, in denen der Bedarf am größten ist: den sogenannten Mangelfächern.” Besonders gesucht werden Interessentinnen und Interessenten für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), für Elektrotechnik, Kunst, Musik, Sport und Religion.
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[Bayern] Interviews mit dem neuen Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) – Deutschlandfunk/News4Teachers
Piazolo spricht in Interviews im Deutschlandfunk und bei News4Teachers u.a. über sein Wahlkampfversprechen von 5.000 neuen Lehrkräften in den nächsten fünf Jahren, Zweitqualifizierungen für Lehrkräfte als Mittel gegen den Lehrermangel und seine Pläne, das Handyverbot an Schulen zu kippen.
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[Berlin] Grüne stellen Konzept für Qualitätsverbesserung an Schulen vor – rbb24
Teil des Konzepts der Grünen gegen Lehrermangel und fehlende Ausstattung an Schulen in Berlin sei es, alle Fächer zu Mangelfächern erklären zu lassen und sie dadurch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger öffnen zu können. Außerdem solle es eine Übernahmegarantie für derzeitige und zukünftige Lehramtsstudierende geben. Der während der Delegiertenkonferenz verabschiedete Leitantrag Bildung ist hier einsehbar.
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[Hamburg] Ausbau Referendariat: Hamburg will deutlich mehr Lehrkräfte ausbilden – Behörde für Schule und Berufsbildung
Schulsenator Ties Rabe: „Wir werden die Zahl der Ausbildungsplätze in kurzer Zeit um über 40 Prozent erhöhen, so dass statt bisher rund 570 künftig rund 810 Lehrerinnen und Lehrer jedes Jahr die Ausbildung am Hamburger Landesinstitut abschließen können. Anders als viele andere Bundesländer haben wir in Hamburg zurzeit noch deutlich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. Diese Chance wollen wir nutzen.”
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[Mecklenburg-Vorpommern] Land legt Förderprogramm zur wissenschaftlichen Qualifizierung von Lehrkräften auf – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern eröffnet Lehrerinnen und Lehrern neue Wege, ihre fachdidaktische Qualifikation zu verbessern. Das Land hat ein Programm zur Förderung der wissenschaftlichen Qualifizierung von angehenden oder ausgebildeten Lehrkräften im Umfang von zwei Millionen Euro aufgelegt. Im Fokus stehen dabei die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik.
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[Niedersachsen] Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg landen oft an problembehafteten Schulen – News4Teachers
Aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen gehe hervor, dass Quereinsteigerinnen und –einsteiger in den Lehrerberuf besonders häufig auf Stellen landeten, wo die pädagogischen Herausforderungen am größten seien. Grüne und GEW forderten nun Entlastungsstunden für Quereinsteigerinnen und –einsteiger an Schulen in schwierigem Umfeld und eine Steigerung der Attraktivität des Lehramts für Grund-, Haupt- und Realschulen.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Flensburg] Die fünfte Schuladoption geht erfolgreich zu Ende
Zum fünften Mal hat ein Team aus Lehramtsstudierenden eine Woche lang die Verantwortung für eine Grundschule übernommen: 14 angehende Grundschullehrerinnen und -lehrer haben 140 Kinder der Grundschule Jübek unterrichtet und beaufsichtigt. Das Stammkollegium hospitierte währenddessen in verschiedenen Schulen in der Region, um sich über gute Konzepte im MINT-Bereich zu informieren.
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[Universität Heidelberg] Heidelberger Konzept zur Digitalisierung in der Lehrerbildung wird gefördert
Ein von Universität und PH Heidelberg getragenes Verbundvorhaben zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung erhält Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums: So wird das Projekt „HSE: Go digital! Now!”, das von der Heidelberg School of Education (HSE) als hochschulübergreifende Einrichtung verantwortet wird, über einen Zeitraum von zwei Jahren mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert.
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[Universität Kiel] Studie: Welchen Ruf hat der Lehrerberuf in Printmedien?
Forschende der Universität Kiel fanden heraus, dass heute über Lehrkräfte positiver berichtet wird, als noch in den 1990er und frühen 2000er Jahren. Anders sieht es bei Themen wie Schulsystem, Arbeitsbedingungen sowie Aus- und Weiterbildung aus.
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[Universität Lüneburg] Neue Initiativen zur Verbesserung der Studienqualität
Ein neues Projekt der Professorinnen Henrike Friedrichs-Liesenkötter und Jessica Süßenbach beschäftigt sich mit Bildung im Kontext digitaler Medien unter Berücksichtigung von Inklusion. Konkret wollen sie erreichen, dass angehende Lehrkräfte in der Lage sind, Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Medien anzuregen und solche Medien im inklusiven Unterricht einzusetzen.
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[TU München] Digital-Profis für den Schulunterricht
Die TU München und das Deutsche Museum haben ihre strategische Partnerschaft erweitert und ein neues Labor für Lehrerbildung eröffnet: Im TUMlab-Forum entwickeln Lehramtsstudierende Schülerkurse zu digitalen Technologien, die sie anschließend im TUMlab selbst halten. Dieses Modell soll die künftigen Lehrkräfte auf ihren Beruf im digitalen Zeitalter vorbereiten.
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[Universität Vechta] UNESCO zeichnet Nachhaltigkeits-Initiativen aus
Das Verbundprojekt „Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – berichten” (HOCH-N) sowie das „Deutschsprachige Netzwerk für LehrerInnenbildung für nachhaltige Entwicklung” (LeNa) sind im Kontext des UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für Nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet worden. Die Vision von LeNa ist eine umfassende Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Lehrerbildung.
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[Universität Vechta] Mehr finanzielle Mittel für die Lehrerbildung – Nordwest Zeitung
Die CDU-Landtagsfraktion habe sich für eine Aufstockung der Grundfinanzierung für die Lehrerbildung an den niedersächsischen Hochschulen um 6 Millionen Euro ausgesprochen. Die genaue Aufteilung des Betrages stehe noch nicht fest, ca. 1,8 Millionen für die Lehrerbildung der Universität Vechta seien laut eines CDU-Abgeordneten jedoch sicher.
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05 Veranstaltungen

[Univention GmbH] Univention Summit 2019 – 31.01./01.02.2019
Rund 350 IT-Verantwortliche von Systemhäusern, Cloud Service-Providern und Software-Herstellern treffen sich mit Open Source-Anwenderinnen und Anwendern aus der Wirtschaft und dem Bildungssektor zum Networken und Wissenstransfer in Bremen.
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[Universität Kassel] Konferenz Bildung Macht Zukunft – 21.-24.02.2019
Die Konferenz will Verbindungen herstellen zwischen der "Bildung für Nachhaltige Entwicklung", dem "Globalem Lernen" und der "Kritischen Politischen Bildung", zwischen Schule und außerschulischem Lernen, zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlichen Strukturen sowie zwischen Theorie und Praxis.
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[Bundesministerium für Bildung und Forschung] Bildungswelten der Zukunft – BMBF-Bildungsforschungstagung 2019 – 12./13.03.2019
Die BMBF-Bildungsforschungstagung im März 2019 in Berlin ist die erste Konferenz unter dem Dach des neuen Rahmenprogramms empirische Bildungsforschung. Die zweitägige Tagung bietet Informations-, Diskussions- und Forenangebote für einen Austausch zwischen Bildungspraxis, Bildungsadministration und Bildungsforschung.
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[Projekt „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen”] Fortbildung "Qualität pädagogischer Beziehungen stärken" – 30.03.2019
Die Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Studierende und Leitungen, die sich mit der Qualität von pädagogischen Beziehungen auseinandersetzen und das Thema in ihren Praxisfeldern verankern möchten. Unter anderem werden die „Reckahner Reflexionen” vorgestellt. Diese zehn Leitlinien beschreiben, wodurch sich gute Beziehungen in pädagogischen Settings kennzeichnen und richten sich hierbei an den Kinderrechten aus.
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[PH Zug] Bildungs- und Schulleitungssymposium WELS (World Education Leadership Symposium) – 25.-27.09.2018
Das Bildungs- und Schulleitungssymposium ist seit über 12 Jahren die größte internationale Fachtagung im gesamten europäischen Raum zu Bildungs- und Führungsfragen. Über 800 Bildungsexpertinnen und -experten aus ca. 50 Ländern aus Praxis und Wissenschaft tauschen sich zum Symposium in Zug über zukunftsfähige Lösungen aus.
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06 Internationale News

[Österreich] Zertifikatskurs für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund startet zum zweiten Mal – Universität Wien
Der Zertifikatskurs der Universität Wien, der geflüchteten Lehrkräften den Einstieg in Wiener Schulen ermöglichen soll, kann fortgesetzt werden. Laut Kursleiter Gottfried Biewer sei der zweite Kursdurchgang trotz anfangs fehlender Finanzierung durch ungewöhnlich hohe Spendenaufkommen von Privatpersonen ermöglicht worden.
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07 Dokumente/Literatur

Berkemeyer, Nils / Mende, Lisa: Bildungswissenschaftliche Handlungsfelder des Lehrkräfteberufs. utb, 2018.
Diese Einführung in das bildungswissenschaftliche Studium fokussiert die Profession der Lehrkraft und zeichnet sich besonders durch seine didaktische Aufbereitung und eine konsequente Orientierung an den Standards der Kultusministerkonferenz für die Lehrerbildung aus.
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Hochschulrektorenkonferenz: Statistische Daten zu Studienangeboten an Hochschulen in Deutschland – Studiengänge, Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Wintersemester 2018/2019.
Das Dokument der Hochschulrektorenkonferenz enthält ab Seite 12 detaillierte Angaben zu Studienangeboten in der Lehrerbildung im Wintersemester 2018/2019.
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Koch, Günther: Erziehungswissenschaften für Lehramtsstudierende. utb, 2018.
Die Grundlagen der Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie speziell für Lehramtsstudierende. Günther Koch bietet alles Wesentliche an Basiswissen u.a. zu Erziehung und Bildung, Lehr- und Lernstrategien sowie Unterrichtsprinzipien.
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Müller, Kathrin / Müller, Ulrike B. / Kleinbub, Iris (Hrsg.): Individuelles und gemeinsames schulisches Lernen – Forschungsbeiträge zur Unterrichtsgestaltung und Lehrerbildung bei heterogenen Lernvoraussetzungen. Beltz, 2018.
Der Band geht der Frage nach, welche Perspektiven „Junge Wissenschaft” auf das gemeinsame Lernen unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen eröffnet. Es werden theoretische Fragen diskutiert und die Entwicklung, Durchführung und Evaluation konkreter Praxismodelle dargestellt, um den Aufbau tragfähiger Konzeptionen im Umgang mit Heterogenität zu unterstützen.
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Reintjes, Christian / Bellenberg, Gabriele / Brahm, Grit im (Hg.): Mentoring und Coaching als Beitrag zur Professionalisierung angehender Lehrpersonen. Waxmann, 2018.
Dieser Band versammelt professionalisierungstheoretisch-konzeptionelle sowie empirische Beiträge des zweiten internationalen Kongresses der Gesellschaft für Schulpraktische Professionalisierung (IGSP), der im März 2017 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand.
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Schlegel, Clemens M. (Hg.): Perspektive Lehramt – Schulpraktika begleiten. Praxiserprobte Arbeitshilfen für Mentorinnen und Mentoren. Raabe, 2018.
Zu den Arbeitshilfen für Mentorinnen und Mentoren von Lehramtsstudierenden im Schulpraktikum gehören u.a. eine Material-Box mit 500 Beobachtungsaufträgen, 80 Analysebögen zur nachhaltigen Auswertung von Unterrichtseinheiten sowie fächerübergreifende und fachdidaktische Materialien für die qualitätsorientierte Gestaltung und Reflexion.
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08 Sonstiges

Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung 5/2018 - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der neue Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung setzt seinen Themenschwerpunkt bei der Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium. Unter anderem setzt sich Heike Scheika mit dem Einfluss von Praxissemestern auf das Referendariat auseinander, Prof. Dr. Wilfried Schubarth (Universität Potsdam) stellt Erfolgsfaktoren für die Qualität von Schulpraktika vor.
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Erfahrungen von Lehrkräften mit Elterngesprächen – Zeit Campus
Zeit Campus sammelt Erfahrungsberichte von drei jungen Lehrkräften, die von ihren Herausforderungen auf Elternsprechtagen erzählen. Hier gebe es für die Lehrkräfte immer wieder überfordernde Situationen, im Lehramtsstudium seien sie auf diese Gespräche nicht vorbereitet worden.
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21. November 2018

Zusätzliche Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Das BMBF hat die Förderrichtlinie zur neuen Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung bekanntgegeben. Förderschwerpunkte sind die Themen "Digitalisierung in der Lehrerbildung" und "Lehrerbildung für die beruflichen Schulen". Im Juni 2018 hat das BMBF den Startschuss für diese weitere Förderlinie gegeben, die auf den besonderen Handlungsbedarf in den beiden Themenfeldern reagiert. Ab 2020 können demnach Projekte gefördert werden, die sich mit der Verbesserung der Lehrerbildung in diesen beiden Handlungsfeldern beschäftigen.

Weitere Informationen zur Förderlinie gibt es auf den Seiten des BMBF.

09. November 2018

Newsletter November 2018

01 Thema des Monats

Lehrerbildung für die Berufsschulen
Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung hat Lehrkräftebedarf und -angebot an beruflichen Schulen bis zum Jahr 2035 berechnet. Das Ergebnis: Schon aufgrund des Ersatzbedarfs für ausscheidende Lehrkräfte werde sich der Lehrermangel an beruflichen Schulen weiter verschärfen. Fast 50 Prozent der beschäftigten Berufsschullehrkräfte seien derzeit über 50 Jahre alt und würden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Bis 2030 müssten die Berufsschulen 60.000 Lehrkräfte einstellen, um ihren Bedarf zu decken.

Studienautorin Claudia Burkard äußert sich im Deutschlandfunk, die Reaktionen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und des Deutschen Lehrerverbandes fasst News4Teachers zusammen. Bildungsjournalist Jan-Martin Wiarda hebt den Kontrast zur Lehrerbedarfsprognose der Kultusministerkonferenz hervor. Auch die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet.

In der Schwerpunktbroschüre „Attraktiv und zukunftsorientiert?! – Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen” hat sich der Monitor Lehrerbildung im vergangenen Jahr mit der Attraktivitätssteigerung der Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern auseinandergesetzt. In diesen Fächern ist der Nachwuchsmangel besonders groß, unter anderem aufgrund von hoher Konkurrenz des Lehrerberufes mit der freien Wirtschaft. Ein qualitätsgesicherter Quereinstieg ins Berufsschullehramt ist eine der zentralen Empfehlungen.

02 Länderübergreifende News

Projekte der 2. Förderphase (2. Bewilligungsrunde) der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ausgewählt – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Die gemeinsame „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” von Bund und Ländern startet im Jahr 2019 in die 2. Förderphase. Seit 2015 wurden in der 1. Förderphase 49 Projekte unter Beteiligung von 59 Hochschulen gefördert. Das Auswahlgremium hat die bisherigen Ergebnisse und Anschlusskonzepte zur weiteren Verbesserung der Lehrerbildung begutachtet. 48 Projekte von 58 Hochschulen aus allen Bundesländern konnten überzeugen und wurden für eine Weiterförderung bis Ende 2023 empfohlen.
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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat eine Pressemitteilung inklusive einer Liste der für die 2. Förderphase ausgewählten Projekte mit empfohlenen Fördersummen veröffentlicht. Viele der beteiligten Hochschulen nehmen die weitere Bewilligung zum Anlass, um in Pressemeldungen ihre geförderten Projekte in der Lehrerbildung vorzustellen. Eine Übersicht der Mitteilungen findet sich auf der Startseite des Monitor Lehrerbildung.

KMK: Länder benötigen jährlich rund 32.000 Lehrkräfte bis 2030 – Kultusministerkonferenz (KMK)
Die Kultusministerkonferenz rechnet deutschlandweit bei derzeit 798.200 hauptberuflichen Lehrkräften nach einer vorläufigen Länderabfrage für den Zeitraum 2018 bis 2030 mit einem durchschnittlichen jährlichen Einstellungsbedarf von rund 31.900 Lehrerinnen und Lehrern. Dem steht ein Angebot von jährlich 31.200 Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungsdienstes gegenüber. Dies bedeutet, dass nach jetzigem Stand im jährlichen Durchschnitt voraussichtlich 700 Stellen nicht besetzt werden können (Unterdeckung von 2,1 Prozent).
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Der Verband Bildung und Erziehung zweifelt an den KMK-Zahlen zum Lehrerbedarf und fordert Modellrechnungen, die Verbesserungen der Lehr- und Lernsituationen einbeziehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stellt ihrerseits ein 10-Punkte-Programm gegen den Lehrermangel vor. News4Teachers sammelt weitere Reaktionen aus Politik und Verbänden und vergleicht die KMK-Prognose von 32.000 benötigten Lehrkräften pro Jahr mit der Studie der Bertelsmann Stiftung vom Januar 2018.

Acht Thesen für Bildung in der Digitalisierung – Forum Bildung Digitalisierung
Am 17.10.2018 fand im Bundestag ein öffentliches Fachgespräch zum Thema „Digitalisierung in Schule, Ausbildung und Hochschule” statt. Unter den geladenen Expertinnen und Experten war auch Dr. Ekkehard Winter für das Forum Bildung Digitalisierung, das acht Thesen für Bildung in der Digitalisierung formuliert hat.
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Fachportal für inklusive Bildung – Aktion Mensch
Das neue Fachportal richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, Bildungsverantwortliche sowie außerschulische Pädagoginnen und Pädagogen, kurz: An alle, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und in diesem Kontext mit dem Thema Inklusion konfrontiert sind. Seit Ende September bietet das Online-Angebot neben Informationen auch Impulse für den Unterricht und didaktische Materialien für die Umsetzung vor Ort.
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Rassismus als Thema in der Lehrerbildung – Zeit Campus
Zeit Campus sammelt in einem umfangreichen Artikel Berichte von Lehramtsstudierenden, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus in der Schule erzählen. In ihrer Ausbildung würden Lehrkräfte noch nicht genug für das Thema sensibilisiert.
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Heinz-Peter Meidinger fordert Maßnahmen gegen „Schweinezyklus” – News4Teachers
Meidinger (Deutscher Lehrerverband) fordert langfristigere Planungen bei Lehramtsstudienplätzen, um dem ständigen Wechsel von Lehrermangel und –überangebot, bekannt als „Schweinezyklus”, entgegenzusteuern. Der derzeitige Mangel im Grundschullehramt sei ein Resultat des Abbaus von Plätzen in Zeiten des Überangebots, im Gymnasiallehramt werde derzeit vielerorts der gleiche Fehler begangen.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Lehramtsstudierende fordern Ausbildungsreform – Deutschlandfunk
In einem offenen Brief an das Wissenschaftsministerium fordern Studierende der Universitäten Heidelberg und Ulm sowie der PH Heidelberg und Weingarten eine Reform der Lehrerbildung. Es brauche einen höheren und früheren Praxisanteil und damit eine bessere Vorbereitung auf den Schulalltag. Derzeit machten Lehramtsstudierende erste nennenswerte Praxiserfahrungen erst im achten Semester.
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[Bayern] Mehr Schulen mit Profil Inklusion, neue Lehrstühle für Sonderpädagogik – Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Im neuen Schuljahr werden weitere 58 Schulen aus allen Teilen Bayerns Inklusion als besondere Aufgabe in ihr Schulprofil integrieren. Außerdem nimmt Bayern gezielt Investitionen in die Lehrerbildung vor: So werden die Kapazitäten der bayerischen Universitäten zur Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik deutlich ausgebaut: München und Würzburg erhalten jeweils einen zusätzlichen Lehrstuhl, am neuen Standort Regensburg entstehen drei Lehrstühle.
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[Berlin] Neues Stipendienprogramm soll Fachabsolventinnen und Absolventen für Lehramtsmaster gewinnen – Der Tagesspiegel
Über das Programm könnten 100 Studierende mit Hochschulabschluss ohne Lehramtsoption in einem MINT-Fach bei Wechsel in einen Lehramtsstudiengang zwei Jahre lang pro Monat 500 Euro bekommen. Dafür verpflichteten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten zu einem Referendariat in Berlin und weiteren drei Jahren an einer öffentlichen Berliner Schule.
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[Brandenburg] Bildungsministerium legt Bericht zur Begabungsförderung vor - Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung seien die Schulen des Landes Brandenburg auf einem guten Weg. Zugleich müsse noch mehr getan werden für die Ausbildung und Schulung der Lehrkräfte, für Beratungsangebote und das Erkennen und Fördern von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen und Talenten.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Studie „Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium” veröffentlicht – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
An den Universitäten Greifswald und Rostock bleibt die Zahl der Lehramtsstudierenden, die in der Regelstudienzeit das Studium absolvieren, in vielen Lehrämtern und Fächern deutlich hinter den veranschlagten Erwartungen zurück. Das geht aus der Studie „Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium” hervor, die unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Falk Radisch von der Universität Rostock durchgeführt wurde.
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Eine Zusammenfassung zum Abschlussbericht der Studie findet sich hier.

[Sachsen] Starke Lehrkräfte gegen Rechtsextremismus – Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Das Sächsische Kultusministerium und die Robert Bosch Stiftung haben die Ergebnisse des dreijährigen Modellprojekts „Starke Lehrer – starke Schüler” präsentiert. Ziel des Projektes ist es, die bewusste Auseinandersetzung mit rechtsextremen Einstellungen an beruflichen Schulen zu stärken und den Lehrern in Konfliktsituationen mehr Sicherheit zu vermitteln.
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[Sachsen] ESF-Projekte zur Förderung des Studienerfolgs im Lehramt vorgestellt – Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Die mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekte zur Erhöhung des Studienerfolgs im Lehramt sind „TUD_MTC – Mentoring – Tutoring - Coaching” an der TU Dresden und „Teaching (for) You - Kompetenzkolleg für Studienanfänger_innen in lehrerbildenden Studiengängen” an der Universität Leipzig.
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[Sachsen-Anhalt] Mit Stipendien gegen den Lehrermangel – News4Teachers
News4Teachers berichtet über den Anlauf eines Stipendienprogramms, bei dem eine ländliche Gemeinde in Sachsen-Anhalt Lehramtsstudierende finanziell unterstützt, welche sich ihrerseits auf eine Lehrerstelle in der Region festlegen. Laut Heinz-Peter Meidinger (Deutscher Lehrerverband) sei das Modell eine „völlig neue Idee” im Lehrerbereich.
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04 Hochschulspezifische News

[TU Dresden] Universitätsschule Dresden: Schule der Zukunft
Die Universitätsschule Dresden wird als Modellversuch in Dresden errichtet. An der Schule in Trägerschaft der Stadt Dresden werden innovative Formen des Lehrens, Lernens und Zusammenlebens erarbeitet, erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. Die Universitätsschule bietet eine Möglichkeit, die Schule der Zukunft zu denken und unter wissenschaftlicher Absicherung zu erproben. Sie wird Forschungseinrichtung der TU Dresden sein.
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[Universität Hannover] Leibniz Universität erfolgreich im Programm „Qualität plus” zur Verbesserung von Studium und Lehre
Im Programm "Qualität plus - Programm zur Entwicklung des Studiums von morgen" des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur haben mehrere Projekte aus unterschiedlichen Fakultäten der Universität Hannover den Zuschlag bekommen. Dazu gehört auch das Projekt „Strukturelle und inhaltliche Verbesserung der Lehrerausbildung für das Fach "Werte und Normen" an Gymnasien”.
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[Universität Jena] Anstieg der Studierendenzahlen im Lehramt
Der bereits im letzten Jahr spürbare Run auf die Jenaer Lehramtsstudiengänge hat angehalten. Besonders gestiegen ist in diesem Jahr das Interesse am Lehramt für Regelschulen (+ 46 %). Neben den ausgezeichneten Berufsperspektiven sei laut Studiendezernentin Prof. Dr. Eva Schmitt-Rodermund das „Jenaer Modell der Lehrerbildung” mit seiner praxisnahen Ausbildung ein Grund für diesen Trend.
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[Universität Regensburg] Projekt „FiLBY” startet an über 800 bayerischen Grundschulen – #lesen.bayern
Im Rahmen des Projektes FiLBY (Fachintegrierte Leseförderung Bayern) entwickelt der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Regensburg in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Arbeitskreis Lesen des ISB sowie dem Bayerischen Rundfunk einen systematischen und langfristigen Leselehrgang für die Grundschule.
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[Universität des Saarlandes] Mehr als eine Million Euro für Forschungsprojekt zur Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht
Das Projekt soll Aufschluss darüber geben, wie man die Technologie der „Augmented Reality” sinnvoll im Schulunterricht einsetzen kann. Am Beispiel von Physik-Experimenten soll untersucht werden, ob Schülerinnen und Schüler die Wirklichkeit durch virtuelle Erweiterungen besser verstehen lernen. „Wir wollen analysieren, welche Voraussetzungen und Methoden die Lehrerinnen und Lehrer benötigen, um Lernprozesse mit Hilfe dieser speziellen digitalen Technologie zu fördern”, so Projekt-Koordinator Prof. Dr. Roland Brünken.
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05 Veranstaltungen

[BeltzForum] Bildungskongress 2018: Anerkennung und Wertschätzung. Von der Defizitorientierung zur Positivsicht – 09./10.11.2018
Zu den Vorträgen und Workshops des Lehrer-Bildungskongresses in Weinheim gehören unter anderem „Schulleitungskonferenz: Widerstand gegen Veränderungen. Wie können Schulleiter_innen diesen Prozess konstruktiv steuern?” von Prof. Dr. Claus Buhren und „Fake News in Schule und Unterricht” von Armin Himmelrath und Julia Egbers.
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[Verband Bildung und Erziehung / Verband Bildungsmedien] Deutscher Lehrertag: Herbsttagung 2018 – 16.11.2018
Der größte bundesweite Fortbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer, der in Dortmund erstmals unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz stattfinden wird, hat 2018 das Motto „NEUE WEGE GEHEN!?”. Insgesamt werden 39 Angebote zur Auswahl stehen, darunter sowohl fachspezifische Angebote als auch übergreifende Themen, wie etwa die Gestaltung interaktiver Lehrangebote im Kontext der Digitalisierung oder das Thema Zeitmanagement.
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06 Dokumente/Literatur

Cress, Ulrike / Diethelm, Ira / Eickelmann, Birgit / Köller, Olaf / Nickolaus, Reinhold / Pant, Hans Anand / Reiss, Kristina: Schule in der digitalen Transformation – Perspektiven der Bildungswissenschaften. acatech DISKUSSION, 2018.
Im Fokus der Betrachtung stehen besonders Aspekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Expertengruppe behandelt darüber hinaus den sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht und eine gute Integration der digitalen Transformation in die Lehrkräfteausbildung.
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Diehr, Bärbel (Hg.): Universitäre Englischlehrerbildung. Wege zu mehr Kohärenz im Studium und Korrespondenz mit der Praxis. Peter Lang Verlag, 2018.
Die Englischlehrerbildung findet in einem Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis statt. Die Aufgabe ihrer Weiterentwicklung stand im Mittelpunkt des Wuppertaler Symposiums Kohärenz und Korrespondenz in der universitären Englischlehrerbildung. Der Band enthält Beiträge aller Vortragenden aus Wissenschaft, Schule und Ausbildung.
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Hellmann, Katharina / Kreutz, Jessica / Schwichow, Martin / Zaki, Katja: Kohärenz in der Lehrerbildung. Theorien, Modelle und empirische Befunde. Springer VS, 2018
In diesem interdisziplinären Sammelband werden Lehr-Lern-Maßnahmen und empirische Befunde zur Kohärenzsteigerung in der Lehrerbildung aus Sicht der Fachwissenschaften, Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und Schulpraxis dargestellt.
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Hinsken, Aletta F.: Qualitätssicherung und Governance in der Lehrerbildung. Eine Bestandsaufnahme nach der Reform in Baden-Württemberg. Universitätsverlag Webler, 2018.
Hauptaugenmerk der qualitativen Studie liegt auf der Qualitätssicherung in der Lehrerbildung nach der baden-württembergischen Strukturreform mit dem Erkenntnisinteresse, wie die Anforderungen an Studium und Prüfung zwischen Hochschulen und Ministerien moderiert und wie sie in Governancestrukturen an Hochschulen umgesetzt werden.
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Netzwerk Digitale Bildung: Wegweiser Digitale Bildung 2.0. Für zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Werkzeugen. 2018
Insgesamt sieben Kapitel beleuchten das Thema Digitale Bildung näher. In den ersten drei Kapiteln steht die Pädagogik im Vordergrund. Die Leserinnen und Leser erfahren, wie sich mit digitalen Werkzeugen ein Unterricht gestalten lässt, der sowohl die Handlungsfähigkeit als auch die Entwicklung der Kinder fördert. Die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte sowie die Erstellung nachhaltiger Medienentwicklungspläne bilden weitere Schwerpunkte.
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07 Ausschreibungen

Call for Papers: 2. Bundesweite Tagung „Wieviel Wissenschaft braucht die Lehrerfortbildung? Ko-Konstruktion und Kooperation” – PH Freiburg
Die Veranstaltung am 14./15.03.2019 ist als Folgetagung des Programmworkshops der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern „Wie viel Wissenschaft braucht die Lehrerfortbildung?” geplant. Beiträge aller an der Fort- und Weiterbildung beteiligten sind willkommen und können zwischen dem 15.10. und 19.11.2018 eingereicht werden.
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Medienkonzepte für Schulen in einer digitalen Welt gesucht – Stifterverband
Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung fördern Schulen in ganz Deutschland, die gemeinsam mit einer lehrerbildenden Hochschule Medienkonzepte für den Schulalltag entwickeln. Kinder und Jugendliche sollen so strategisch kompetent auf ein Leben in der digitalen Welt vorbereitet werden. 15 Schulen erhalten jeweils bis zu 15.000 Euro für die Umsetzung ihrer Ideen. Bis zum 14.12.2018 können sich Schulen bewerben, die im Rahmen von Schulnetzwerken mit einer lehrerbildenden Hochschule zusammenarbeiten.
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Call for Proposals: World Education Leadership Symposium (WELS) – PH Zug (CH)
Das Bildungs- und Schulleitungssymposium findet statt vom 25.-27.09.2019 in Zug / Zentralschweiz. Hier sollen wichtige Akteure aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis die Möglichkeit zum vielfältigen Ideen- und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen im Bildungsbereich durch Vorträge, Symposien, Workshops und Podiumsdiskussionen erhalten. Die Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 15.12.2018.
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Inklusives Lernen: Jetzt für Jakob Muth-Preis bewerben – Bertelsmann Stiftung
10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – 10 Jahre Engagement für ein inklusives Bildungssystem: Der Jakob Muth-Preis für inklusive Schule wird für 2019 erneut ausgeschrieben. Bewerben können sich Schulen bis zum 31.01.2019.
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08 Sonstiges

Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung 04/2018 – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der neue Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung informiert über die 2. Bewilligungsrunde der 2. Förderphase und die Fortschritte der Projekte an den beteiligten Hochschulen. HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt schreibt in einem Kommentar über die Lehrerbildung als zentraler Aufgabe der Hochschulen. Außerdem wird das Projekt „ProfJL – Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung” der Universität Jena näher vorgestellt.
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„Klasse Lehrer?”: Dokumentation über die Lehrerausbildung – 3sat
Der Dokumentarfilm „Klasse Lehrer” von Johan von Mirbach und Angela Scheele kann über die 3sat-Mediathek aufgerufen werden. Die Filmemacher werfen einen kritischen Blick auf die Lehrerausbildung in Deutschland und schauen, wie die Ausbildung anderswo gestaltet wird.
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Video: Ausbildungsmarketing für Betriebe: Berufsorientierung an Gymnasien – foraus.de
Der Erklärfilm will am Beispiel einer Aachener Projektpartnerschaft Ausbildungsverantwortliche ermutigen, sich selbst zu engagieren und die Berufsorientierung in ihrem Betrieb auch als ein wertvolles Werkzeug des Ausbildungsmarketings und der Rekrutierung zukünftiger Auszubildender zu erproben.
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29. Oktober 2018

Neue Studie der Bertelsmann Stiftung zum Lehrermangel an Berufsschulen

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung hat den künftigen Lehrkräftebedarf an Berufsschulen berechnet. Bis zum Jahr 2030 werden dort 60.000 neue Lehrkräfte gebraucht.

Bis zum Jahr 2030 geht fast die Hälfte der rund 125.000 Berufsschullehrkräfte in den Ruhestand. Allein bis 2020 benötigen Berufsschulen jährlich durchschnittlich 4.000 neue Lehrkräfte, ausgebildet werden derzeit allerdings nur rund 2.000 Lehrkräfte pro Jahr: Es klafft demnach auch bei den Berufsschulen eine gewaltige Lücke zwischen Bedarf und dem Angebot an Lehrkräften.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Im vergangenen Jahr hat der Monitor Lehrerbildung eine Schwerpunktbroschüre zur Attraktivitätsteigerung der Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern veröffentlicht. In diesen Fächern ist der Nachwuchsmangel besonders groß, unter anderem aufgrund von hoher Konkurrenz des Lehrerberufes mit der freien Wirtschaft. Ein qualitätsgesicherter Quereinstieg ins Berufsschullehramt ist eine der zentralen Empfehlungen.

 

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.



 

 

23. Oktober 2018

Studie zum Studienabbruch im Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern

Eine neue Studie im Auftrag des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern hat die individuellen Studienverläufe von Lehramtsstudierenden an den Universitäten Rostock und Greifswald untersucht. Das Ergebnis: Vor allem im Lehramt für Regionale Schulen und für Gymnasien gibt es an beiden Hochschulen hohe Schwundquoten: Nach dem 10. Semester befinden sich nur noch weniger als die Hälfte der Studierenden einer Kohorte weiterhin im anfangs gewählten Lehramtsstudiengang. Im Lehramt für Regionale Schulen an der Universität Greifswald beträgt die Schwundquote sogar 85%.

Landespolitik und Bildungsforscher fordern folgende Maßnahmen, um den Studienerfolg zu steigern und mehr Lehramtsstudierende zu einem Abschluss zu bringen:

- Verbesserungen in der Eignungsabklärung

- Verbesserte Betreuung in der Studieneingangsphase

- Verbesserungen im curricularen Aufbau und Ablauf des Studiums

- Stärkung des Berufsfeldbezugs und der Praxisnähe

- Verbesserung der organisatiorischen Studienabläufe

- Steigerung der Wertschätzung des Lehramtsstudiums

Alle Informationen zur Studie sowie weitere Zahlen gibt es auf den Seiten des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern.

18. Oktober 2018

Auswahlgremium hat weitere Projekte zur Förderung durch die Qualitätsoffensive Lehrerbildung empfohlen

Anfang des Monats hat das Auswahlgremium der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" die Vorhabenbeschreibungen für die 2. Förderphase (2. Bewilligungsrunde) bewertet und Förderempfehlungen ausgesprochen. Die zur Förderung empfohlenen Projekte können nun Vollanträge stellen.

Für die in der 2. Bewilligungsrunde ausgewählten Projekte beginnt der Förderzeitraum am 01.07.2019 und endet am 31.12.2023. 48 Projekte sind insgesamt für die 2. Förderphase ausgewählt worden. Bereits im Februar hatte das Auswahlgremium über die ersten 18 Projekte entschieden.

Eine vollständige Liste der zur Förderung empfohlenen Projekte gibt es hier. Weitere Informationen rund um die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gibt es auf den Seiten des BMBF.

Eine Broschüre des Monitor Lehrerbildung liefert einen Überblick über die in den Projekten der ersten Förderphase gesetzten Schwerpunkte und ordnet diese ein.

Viele der beteiligten Hochschulen haben eigene Pressemitteliungen zu der weiteren Förderung ihrer Projekte in der 2. Bewilligungsrunde veröffentlicht, darunter:

 ⋅ Universität Bamberg

 ⋅ HU Berlin

 ⋅ Universität Bielefeld

 ⋅ TU Braunschweig

 ⋅ Universität Bremen

 ⋅ TU Dortmund

 ⋅ TU Dresden

 ⋅ Universität Duisburg-Essen

 ⋅ Universität Erfurt

 ⋅ Universität Gießen

 ⋅ Universität Göttingen

 ⋅ Universität Halle-Wittenberg

 ⋅ TU Kaiserslautern

 ⋅ Universität Kiel

 ⋅ Universität Konstanz

 ⋅ Universität Lüneburg

 ⋅ Universität Mainz

 ⋅ Universität Münster

 ⋅ Universität Oldenburg

 ⋅ Universität Rostock

 ⋅ Universität des Saarlandes

 ⋅ Universität Stuttgart

 ⋅ Universität Tübingen

 ⋅ Universität Vechta

05. Oktober 2018

Der 5. Oktober ist Weltlehrertag

Seit 1994 ist der 5. Oktober der internationale Weltlehrertag. Die UNESCO erinnert am heutigen Tag an die Schlüsselrolle von Lehrkräften weltweit für gute Bildungsprozesse. Auch in Deutschland fordern Verbände und Gewerkschaften mehr Wertschätzung für die Arbeit von Lehrkräften und ein höheres gesellschaftliches Ansehen des Lehrerberufes. VBE und GEW haben anlässlich des Weltlehrertages eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie von der Politik massive Investitionen in die Bildungsqualität, vor allem in die Ausbildung qualifizierter Lehrkräfte, fordern. Besonderes Augenmerk gelte vor dem Hintergrund anhaltenden Lehrermangels der pädagogischen und didaktischen Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern.

Mehr Informationen zum Weltlehrertag gibt es auf den Seiten der UNESCO.

04. Oktober 2018

Newsletter Oktober 2018

01 Thema des Monats



Teamarbeit in der Lehrerbildung
Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Schulakademie hat die Kooperation von Lehrkräften in den Blick genommen. Im Rahmen einer forsa-Umfrage wurde erfragt, wie Lehrkräfte im Kollegium kooperieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte sich weiterhin mehrheitlich als Einzelkämpfer verstehen. Studienautor Hans Anand Pant spricht sich im Deutschlandfunk für ein verändertes Berufsverständnis und eine Änderung der Lehrerbildung aus. Diese bereite noch zu wenig auf spätere Teamarbeit vor.

Der Monitor Lehrerbildung befragte 2016 die lehrerbildenden Hochschulen, ob diese sicherstellen, dass die Arbeit im multiprofessionellen Team, inklusive der Klärung des Rollenbildes „Lehrkraft”, ein Thema in den schulpraktischen Studien und Praktika darstelle. Außerdem wurden die Hochschulen gefragt, welche Personengruppen an der Betreuung der schulpraktischen Studien und Praktika in der Regel beteiligt seien, um Aussagen darüber treffen zu können, ob multiprofessionelles Arbeiten bereits während der Praktika erlebt werden kann.

02 Länderübergreifende News



Quereinsteiger unterrichten besonders häufig an Brennpunktschulen – Bertelsmann Stiftung
Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung hat die Verteilung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern an Berliner Schulen untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass diese überproportional häufig an sogenannten Brennpunktschulen eingesetzt werden. Gerade dort seien aber pädagogische und didaktische Kompetenzen aufgrund der benachteiligten Schülerschaft besonders wichtig.
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Der VBE hat eine Stellungnahme zu den Ergebnissen veröffentlicht und begrüßt die Empfehlung, bereits pensionierte Lehrkräfte gezielt in die Ausbildung der Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen mit einzubeziehen. Studienautor Dirk Zorn erläutert im Interview mit der ZEIT die Ergebnisse der Studie. Der Deutschlandfunk hatte bereits vor Erscheinen der Studie über das Thema berichtet.

ifo-Bildungsbarometer 2018 – ifo Institut München
Das neue ifo-Bildungsbarometer zeigt, dass sich die Deutschen mehrheitlich dafür aussprechen, Themen wie sexuelle Belästigung, Gleichstellung, Gewalt und Machtmissbrauch in der Schule zu behandeln. Die Mehrheit der Befragten ist außerdem dafür, dass Lehrkräfte in ihrer Aus- und Fortbildung lernen, wie sie bei ihrer Unterrichtsgestaltung besser auf Geschlechterunterschiede eingehen können.
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News4Teachers fasst die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Befragung zusammen. Ludger Wößmann vom ifo-Zentrum für Bildungsökonomik ordnet die Ergebnisse im Interview mit dem Deutschlandfunk ein.

Bildung auf einen Blick 2018 - OECD
Der neue OECD-Bericht stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema Chancengerechtigkeit. Untersucht wurden der Aufbau, die Finanzierung und die Leistung der Bildungssysteme in 36 OECD-Ländern und Partnerländern. Deutschland hat dem Bericht zufolge in einigen Bereichen aufgeholt und steht international gut da. Es bestehen aber gerade beim Thema Chancengerechtigkeit weiterhin große Herausforderungen.
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Der VBE betont, dass trotz der seit Jahren herrschenden Mangelsituation an den Schulen dennoch Verbesserungen erzielt worden seien und führt dies auf das große Engagement der Lehrkräfte zurück. News4Teachers fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen. Auch der Deutschlandfunk berichtet.

SVR-Integrationsbarometer 2018 bescheinigt gutes Integrationsklima – News4Teachers
Laut der Studie des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) beurteile die Mehrheit der Menschen in Deutschland das Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern nach wie vor positiv. Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, fordere mehr Gewicht für interkulturelle Kompetenz in der Lehrerausbildung, um Schulen als „Kompetenzzentren für Integration” weiter zu fördern.
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Neuer Online-Kurs unterstützt Lehrkräfte beim Umgang mit Vielfalt – Bertelsmann Stiftung / Bildungsklick
Der kostenfrei belegbare Massive Open Online Course (MOOC) „Vielfalt fördern” soll Schulen dabei unterstützen, Unterricht mit Blick auf jedes Kind anzubieten. Zu den zentralen Fragen gehören: Wie können Lehrkräfte besser zusammenarbeiten, um die Herausforderungen der Heterogenität zu meistern? Und wie können Potenziale und Interessen der Schülerinnen und Schüler identifiziert und evaluiert werden?
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Politische Bildung gegen Rechtsextremismus - Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk widmet eine Sendung dem Thema „Politische Bildung” und diskutiert mit Gästen, wie Rechtsextremismus durch Demokratiebildung vorgebeugt werden kann. Der Vorsitzende des Schulausschusses im sächsischen Landtag, Patrick Schreiber, spricht sich in der Sendung dafür aus, Demokratiebildung als Querschnittsthema in allen Lehramtsstudiengängen zu verankern.
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03 Länderspezifische News

[Berlin] Ausbau der Studienkapazitäten im Lehramt – Tagesspiegel
Berliner Universitäten bauen ihre Kapazitäten in der Lehrerbildung massiv aus. Künftig sollten die Berliner Universitäten 2.000 Lehramtsabsolventinnen und Absolventen pro Jahr in die Schulen entlassen.
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Gleichzeitig sorgen sich laut Tagesspiegel die Berliner Universitäten um die Qualität ihrer Lehre im Lehramtsstudium, da die große Zahl der Lehramtsstudierenden nicht mit einer entsprechenden Erhöhung des Hochschulpersonals einhergehe.

[Sachsen] Umfrage: Mehrheit der sächsischen Lehramtsstudierenden will im Land bleiben – Sächsische Zeitung
Im Zuge der Studie seien rund 1.300 Lehramtsstudierende der TU Dresden, Universität Leipzig und der TU Chemnitz befragt worden. Laut Ergebnis wollen 73 Prozent der sächsischen Studierenden im Freistaat in den Lehrerberuf starten. Ebenfalls 73 Prozent aller Befragten schätzen das Lehramtsstudium als belastend ein, außerdem hätten viele Studierende Probleme damit, Studium und Familie zu vereinbaren.
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[Sachsen] Bewerbung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern im Lehramt – MDR
Auswahlverfahren für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern ins Lehramt seien häufig nicht sinnvoll. Dies betreffe insbesondere die Feststellung eines Zweitfaches. Die GEW Sachsen fordere daher aussagekräftigere Testverfahren, z.B. persönliche Vorstellungsgespräche, zur Eignungsabklärung.
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[Schleswig-Holstein] „Wie sieht der Unterricht der Zukunft aus?” – Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) / Bildungsklick
Bildungsministerin Karin Prien eröffnete in Kiel mit über 3.000 Lehrkräften den bundesweit größten Impulskongress für die Bildung mit digitalen Medien an Schulen. Der Kongress unter der Überschrift „Digitale Bildung und Fachunterricht” ist der Auftakt für ein umfangreiches und auf zwei Jahre angelegtes Programm des IQSH zur fachlichen Fortbildung und kollegialen Hospitation der schleswig-holsteinischen Lehrkräfte.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Bielefeld] Studieren für die inklusive Schule – GEW
Die GEW berichtet über das Projekt „Biprofessional” der Universität Bielefeld, das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert wird. „Wir haben die Aufgabe, Lehrkräfte inklusiv auszubilden, haben aber selbst wenig Expertise”, so Prof. Martin Heinrich, der das Projekt verantwortet. Aus den Erkenntnissen der einzelnen Forschungsprojekte, etwa zur „Multiprofessionellen Kooperation” sollen einmal Lehrkonzepte entstehen, die in das Curriculum der Lehrkräftebildung einfließen.
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[HU Berlin] Neuer Master für Quereinstieg in das Grundschullehramt
Die HU Berlin bietet ab dem kommenden Wintersemester 2018/19 ein zweijähriges Masterprogramm an, in dem die Studienfächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht studiert werden können. Das Angebot richtet sich insbesondere an Absolventinnen und Absolventen nicht lehramtsbezogener Studiengänge.
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[Universität Bochum] „Lehrkräfte plus” geht in die zweite Runde
Die Universität Bochum startet im Sommersemester 2019 zum zweiten Mal mit einem Weiterbildungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte. Mit dem Angebot „Lehrkräfte plus” bilden sich Menschen fort, die bereits als Lehrerinnen und Lehrer in ihren Heimatländern tätig waren und nach der Flucht ihrem Beruf an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen nachgehen möchten.
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[Universität Erfurt] Universität Erfurt erhält Fördermittel für Projekte zur Digitalisierung des Studiums
Über das Förderprogramm „Curricula der Zukunft” unterstützt das Thüringer Wissenschaftsministerium bis Ende 2019 insgesamt zehn Modellprojekte, mit denen akademische Lehrpläne und Lernformen digital weiterentwickelt werden sollen. Darunter ist auch das Projekt von Prof. Dr. Gerd Mannhaupt und seinem Team, das in Kooperation mit der Universität Jena das Thema „Umgang mit Inklusion im Schulkontext” an den beiden lehrerbildenden Hochschulen in einem gemeinsam entwickelten Curriculum verankern möchte.
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[Universität Potsdam] Universität Potsdam baut das Lehramt massiv aus
Die Universität Potsdam stärkt die Lehrerbildung wie nie zuvor in ihrer 27- jährigen Geschichte. Dafür hat die Landesregierung einen Aufwuchs von 5,5 Millionen Euro im Jahr 2019 und ab 2020 von jährlich 11 Millionen Euro beschlossen. Mit diesen für die Lehrerbildung zweckgebundenen Mitteln sollen die Studienanfängerzahlen schrittweise von derzeit 650 auf 1.000 Plätze erhöht werden. Für 2019 ist eine Steigerung um 150 Plätze auf 800 und ab 2020 um weitere 200 Plätze vorgesehen.
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Auch die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichten über den Ausbau des Lehramtes in Potsdam. Dem Artikel zufolge laufen auch weiterhin Gespräche mit der BTU Cottbus-Senftenberg über eine mögliche künftige Ausbildung von Berufsschullehrkräften.


05 Veranstaltungen

[Hochschulforum Digitalisierung] Themenwoche „Shaping the Digital Turn” – 21.-28.09.2018
Auf Youtube stehen Videos zur Themenwoche des Hochschulforums Digitalisierung, die in der letzten Woche stattfand, zur Verfügung. Unter anderem gab es im Rahmen der Themenwoche auch Veranstaltungen zur Lehrerbildung in der digitalen Welt. So richtete das Forum Bildung Digitalisierung die Fachtagung „Lehrkräfte bilden für die digitale Welt” aus. Weitere Videos der Veranstaltungen der Themenwoche finden sich im Youtube-Kanal des Hochschulforums Digitalisierung.
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[Universität Bremen] Konferenz: Failing Identities, Schools and Migrations – Teaching in (Trans-)National Constellations – 26.-28.10.2018
In Vorträgen und Diskussionen setzen sich die Teilnehmenden der Konferenz kritisch mit Schule sowie der Lehrerbildung in Deutschland und der Welt auseinander. Zu den drei Schwerpunkten der Tagung – Failing Identities, Migrations, Schools – wird es jeweils einen Grundsatz-Vortrag geben.
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[Universität Leipzig] Tagung „Kommunikation im Lehramt – Methodenvielfalt und Konzepte” – 09.03.2019
Ziel der Tagung ist es, den Austausch über didaktische Konzepte und Methoden, Lehrangebote und deren Integration in die Struktur der Ausbildungseinrichtungen zu vertiefen. Im Anschluss an einen Impulsvortrag sind zwei Workshop-Einheiten sowie eine moderierte "Poster-Session" geplant, in die Präsentationen zu Lehrkonzepten bzw. Forschungsergebnissen aller Teilnehmenden einfließen können.
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06 Dokumente/Literatur

Neuber, Nils / Paravicini, Walter / Stein, Martin (Hg.): Forschendes Lernen – the wider view. WTM-Verlag, 2018.
Die Idee des Forschenden Lernens beeinflusst die hochschuldidaktische Diskussion seit über 50 Jahren. Mit der Einführung des Praxissemesters in vielen Bundesländern erlebt sie jetzt eine Renaissance. An vielen Hochschulen werden Konzepte des Forschenden Lernens diskutiert, die nicht selten deutlich über das Praxissemester und die Lehrerbildung hinausweisen.
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Sonnleitner, Magdalena / Prock, Stefan / Rank, Astrid / Kirchhoff, Petra: Video- und Audiografie von Unterricht in der LehrerInnenbildung. utb, 2018.
Eine Einführung in alle Unterrichtsvideo- und -audiografien relevanten Aspekte – von der Planung über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung. Durch den theoretisch fundierten Überblick informiert das Buch grundlegend über die zentralen Herausforderungen in den einzelnen Phasen. Es enthält konkrete, sofort umsetzbare Handlungsempfehlungen, die sich in der Praxis bewährt haben.
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07 Ausschreibungen

Call for Papers: Tagung „Reflexivität in allen Phasen der Lehrerbildung” – Universität Gießen
Die Gießener Offensive Lehrerbildung lädt für den 08./09. April 2019 zum Austausch darüber ein, wie die Entwicklung von Reflexivität als Fähigkeit und Bereitschaft zur professionsbezogenen Reflexion über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg gefördert werden kann. Bis zum 10. Oktober 2018 gibt es die Gelegenheit, einen Beitrag zur Tagung einzureichen.
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Call for Papers: Tagung „Flickenteppich Lehrerbildung? Professionalisierungsstrategien für Forschung und Praxis” – Universität Tübingen
Die Tagung am 01./02. April 2019 rückt die verschiedenen Ansätze und Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis der Lehrerbildung ins Zentrum und adressiert hierbei sowohl professionstheoretische Fragen wie auch die vielfältigen Herausforderungen, die mit der theoretischen Fundierung, der empirischen Beforschung und praktischen Ausgestaltung der Lehrerbildung verbunden sind. Abstracts zu Vorträgen können bis zum 15. November 2018 eingereicht werden.
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Call for Papers: Educating the Global Citizen: International Perspectives on Foreign Language Teaching in the Digital Age – LMU München
This conference (March 25th – 28th, 2019) will engage with the epistemological and critical foundations of educating future global citizens across varied contexts. The aim is to explore citizenship and sustainability education from a wide range of perspectives. The deadline for submissions is November 30th, 2018.
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08 Sonstiges

Dokumentation „Die Schule von morgen” – arte
Im ersten Teil „Schule und Innovation” präsentiert der französische Film aus dem Jahr 2017 den Stand der Forschung zu pädagogischen Modellen und zeigt Schulalltag in Ländern von Finnland bis Singapur. Der zweite Teil unter dem Titel „Schule und Hirn” berichtet von wissenschaftlichen Entdeckungen über die Funktionsweise des Gehirns und die mögliche Übertragung der Erkenntnisse auf neue Lernmethoden.
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13. September 2018

Quereinsteiger unterrichten in Berlin besonders häufig an Brennpunktschulen

Der Lehrermangel spitzt sich zu. Deshalb entwickelt sich der Quereinstieg in den Lehrerberuf immer stärker von der Ausnahme zur Regel. Quereinsteiger arbeiten besonders häufig an Brennpunktschulen, wie erstmals eine Studie für das Bundesland Berlin aufzeigt. Damit benachteiligte Jugendliche nicht besonders unter dem Lehrermangel leiden, ist besondere Unterstützung für ihre Schulen gefragt.



 

Die Zahl der Quer- und Seiteneinsteiger an Berliner Grundschulen steigt stark. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres 2018/2019 verfügte nur ein Achtel aller neu eingestellten Lehrkräfte über einen Abschluss im Lehramt für die Grundschule. Damit spitzt sich eine Entwicklung weiter zu, die sich bereits in den beiden vorausgehenden Schuljahren abgezeichnet hatte. Waren im Schuljahr 2016/2017 noch 4,3 Prozent (insgesamt 506) aller Lehrkräfte an Grundschulen Quereinsteiger, so waren es im Jahr darauf bereits 6,5 Prozent (insgesamt 781). Dies entspricht einer Zunahme um gut die Hälfte in einem Jahr. In Zeiten des Lehrermangels wird damit aus einer Ausnahme zunehmend der Normalfall: Arbeiteten 2016 in fast jedem dritten Grundschulkollegium nur vollausgebildete Lehrkräfte, galt dies ein Jahr später nur noch für gut ein Sechstel aller Grundschulen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bildungsforscher Dirk Richter, Alexandra Marx und Dirk Zorn für die Bertelsmann Stiftung.

Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.

07. September 2018

Newsletter September 2018

01 Thema des Monats


Lehrermangel zu Schuljahresbeginn
Zum Start des neuen Schuljahres fehlt es vielerorts in Deutschland an ausgebildeten Lehrkräften. Heinz-Peter Meidinger (Deutscher Lehrerverband) beziffert die bundesweit fehlenden Lehrkräfte auf 40.000, am stärksten betroffen seien die Stadtstaaten und neuen Bundesländer. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warnt mit Blick auf den Lehrermangel vor einem Bildungsnotstand, auch Unionfraktionschef Volker Kauder greift den Begriff auf. Der Deutschlandfunk widmet dem Lehrermangel eine Sondersendung mit Gästen aus Politik und Verbänden.

Der Monitor Lehrerbildung befragt seit 2015 die Bundesländer nach öffentlichkeitswirksamen Werbemaßnahmen für das Lehramtsstudium, sowie deren Schwerpunkten und Zielgruppen. Seit 2012 werden die lehrerbildenden Hochschulen zu Projekten und Programmen zur Rekrutierung von Lehramtsstudierenden sowie zur Rekrutierung spezifischer Zielgruppen für das Lehramt befragt

02 Länderübergreifende News


KMK-Chef Holter: Lehrerausbildung nach Schulform abschaffen – News4Teachers
Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), schlägt vor, angehende Lehrkräfte in Zukunft nicht mehr nach Schulform auszubilden, sondern nach Altersstufen der zu unterrichtenden Kinder. Wenn Lehrkräfte an verschiedenen Schularten zum Einsatz kommen könnten, werde die Durchlässigkeit zwischen den Schulen erhöht und der Unterricht an den Schulen stärker abgesichert.
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Bildungsjournalist Armin Himmelrath ordnet für Spiegel Online Holters Aussagen in die Komplexität des bundesweiten Lehrermangels ein. Die Resonanz auf Holters Idee aus Politik und Verbänden sei in vielen Fällen ablehnend, es gebe jedoch auch Zustimmung, wie von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Holter selbst wehrt sich im ARD-Interview gegen die Kritik, einen „Einheitslehrer” zu fordern.

Bildungsmonitor 2018: Erstmals deutlicher Rückgang der Bildungsqualität in fast allen Bundesländern – Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Im Vergleich zum Vorjahr gab es beim Bildungsmonitor 2018 erstmals nahezu bundesweit Rückschritte. Vor allem in den Handlungsfeldern Schulqualität, Integration und Verminderung von Bildungsarmut verschlechterten sich die Ergebnisse deutlich. Dies sind die zentralen Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors 2018.
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News4Teachers fasst die Ergebnisse des Bildungsmonitors zusammen und sammelt Reaktionen aus der Politik. Auch der Deutschlandfunk berichtet. Spiegel Online widmet sich dem Schwerpunktkapitel der diesjährigen Studie, Digitalisierung: Im internationalen Vergleich gebe es hier massiven Nachholbedarf.

Hochschulrektorenkonferenz schlägt Kurz-Studium für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger vor – ntv
Laut HRK-Präsident Peter-André Alt sollten Universitäten und Hochschulen für Lehrkräfte ohne Lehramtsausbildung eine „Begleitqualifizierung parallel zur Schulpraxis” anbieten. Hierfür brauche es zusätzliche Budgets vonseiten der Bundesländer. Viele der derzeitigen Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg seien fachlich sehr gut, hätten aber didaktische Mängel.
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Sondersendung zum praktischen Nutzen von Bildungsforschung – Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk widmet eine Sondersendung von „Campus & Karriere” der Frage ob Bildungsstudien wie PISA oder IGLU tatsächlich zu einer Verbesserung des Unterrichts an Schulen führen. Zu Wort kommen unter anderem Prof. Manfred Prenzel (Zentrum für Lehrerbildung, Universität Wien) und Wilfried Bos (Institut für Schulentwicklung, TU Dortmund).
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In einem weiteren Segment der Sendung schildern Lehrerbildende aus Hamburg ihre Erfahrungen mit Bildungsstudien.

Verhandlungen zum Digitalpakt verzögern sich weiter – Jan-Martin Wiarda
Jan-Martin Wiarda vermeldet, dass sich die Verhandlungen um den Digitalpakt zwischen Bund und Ländern weiter verzögern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe den Kultusministerien signalisiert, dass der neue Staatssekretär Christian Luft sich erst einarbeiten müsse.
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03 Länderspezifische News

[Bayern] BLLV-Präsidentin kritisiert Fehlplanungen in der Lehrerbildung – BR
Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbandes (BLLV), fordert im Interview eine Flexibilisierung der Lehrerausbildung. Dass Gymnasiallehrkräfte für den Dienst an Grundschulen nachqualifiziert werden müssten, um den dortigen Lehrermangel auszugleichen, sei auf Fehlplanungen zurückzuführen. Außerdem sollten ausgebildete Grundschullehrkräfte bessere Bezahlung erhalten.
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[Berlin] Nur ein Drittel der neuen Lehrkräfte mit abgeschlossenem Lehramtsstudium – rbb24
Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befänden sich unter den 2.700 zum neuen Schuljahr eingestellten Lehrkräften rund 750 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie mehr als 900 Lehrkräfte ohne volle Lehrbefähigung. Insgesamt habe sich die Personalsituation an den Schulen weiter verschlechtert.
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Im Streit um den wachsenden Lehrermangel fordere die Berliner CDU den Rücktritt von Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Die Qualität der berufsbegleitenden Lehramtsausbildung werde zudem von Berliner Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern massiv kritisiert.

[Brandenburg] Über 1.100 neue Lehrkräfte zum Schulstart – rbb24
Von den über 1.100 zum neuen Schuljahr eingestellten Lehrkräften seien mindestens ein Viertel Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Die nötigen pädagogischen Fachkenntnisse sollen diesen künftig berufsbegleitend oder in einem dreimonatigen Kompaktkurs vermittelt werden.
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[Hamburg] Investitionen in Ausbildung von Lehrkräften geplant – Die Welt
Um für einen fortwährenden Anstieg der Schülerzahlen gewappnet zu sein, solle die Zahl der Referendariatsplätze bis 2020 um 15 Prozent gesteigert werden. Dies entspreche 135 neuen Plätzen. Auch in den Gebäudebau und die inhaltliche Verbesserung des Unterrichts solle im kommenden Schuljahr investiert werden.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Linkspartei schlägt Verkürzung der Lehrerausbildung vor – Deutschlandfunk
Die Linken-Politikerin Simone Oldenburg spricht im Deutschlandfunk über Maßnahmen zur Bekämpfung des Lehrermangels in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Verkürzung des Referendariats auf zwölf Monate könne dem Land mehr Bewerberinnen und Bewerber bescheren. Es brauche eine bessere Verzahnung von Studium und Referendariat und mehr begleiteten Unterricht für angehende Lehrkräfte.
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[Niedersachsen] „Stabilisierungspaket Schulqualität in Zeiten des Lehrkräftemangels” – Niedersächsisches Kultusministerium
Dem anhaltenden Mangel an Lehrkräften will Niedersachsens Kultusminister Tonne mit einem neuen Stabilisierungspaket begegnen. Bausteine des Pakets sind unter anderem die Entwicklung einer Perspektive für eine bessere Bezahlung von Grund-, Haupt- und Realschullehrkräften und die Durchführung einer Imagekampagne zur Anwerbung von Lehrkräften.
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[Niedersachsen] Masterplan Digitalisierung veröffentlicht – Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Das Land Niedersachsen wird in den nächsten Jahren über 1 Mrd. Euro für das Gelingen der Digitalisierung investieren. Damit auch an den Schulen, an den Universitäten und Hochschulen, aber beispielsweise auch an den Studienseminaren sämtliche Möglichkeiten der digitalen Bildung genutzt werden können, liegt hierauf ein besonderer Fokus der Ausbauoffensive.
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News4Teachers und Deutschlandfunk berichten darüber, was der Masterplan zur Digitalisierung an Schulen beinhaltet. Vom Verband Niedersächsischer Lehrkräfte kommt Kritik an den geplanten Schritten im Schulbereich – ohne gut ausgebildete und genügend Lehrkräfte sei eine Umsetzung des Masterplans nicht möglich.

[Nordrhein-Westfalen] Zweites Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Lehrerversorgung – Ministerium für Schule und Bildung
Schulministerin Yvonne Gebauer stellte zum Start des Schuljahres 2018/19 die aktuellen Besetzungszahlen vor. Danach konnten von den im Jahr 2018 zu besetzenden 9.623 Stellen 3.694 nicht besetzt werden – eine Besetzungsquote von 61,6 Prozent. Zu dem nun vorgestellten Maßnahmenpaket gehören eine Erweiterung des Seiteneinstiegs und der erweiterte Einsatz von Oberstufenlehrkräften an Schulen der Sekundarstufe I.
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert angesichts der präsentierten Zahlen die Landesregierung auf, zur Bekämpfung des Lehrermangels die Attraktivität des Lehrerberufs zu verbessern, z.B. durch finanzielle Anreize für Lehrkräfte, die sich bereit erklären, an Schulen im schwierigen sozialen Umfeld zu arbeiten.

[Rheinland-Pfalz] Fast alle Planstellen für Lehrkräfte besetzt – News4Teachers
Die im Vergleich mit anderen Bundesländern komfortable Situation führe Bildungsministerin Stefanie Hubig auf gezielte Maßnahmen zurück, Lehrkräfte an den Schuldienst in Rheinland-Pfalz zu binden. Auch seien offene Stellen über das ganze Schuljahr besetzt worden und nicht erst am Ende des Schulhalbjahres.
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warnt dennoch: Der Fachkräftemangel sei auch in Rheinland-Pfalz angekommen. Noch nie habe es so wenig ausgebildete Lehrkräfte im Bewerberinnen- und Bewerberportal des Landes gegeben. Es brauche mehr Planstellen und Ausbildungsplätze.

[Sachsen] Hürden für Lehrkräfte-Nachwuchs – Sächsische Zeitung
Der Artikel beleuchtet die Nachfrage nach Lehramtsstudienplätzen im Freistaat: Trotz des Lehrermangels scheitern viele Lehramtsinteressierte an Zulassungsbeschränkungen, da die Hochschulen den Ausbau ihrer Studienkapazitäten in der Lehrerbildung aktuell ausgereizt hätten. Die personelle Situation in der Lehrerbildung könne sich außerdem noch weiter verschärfen, wenn Hochschullehrende durch eine Aussicht auf Verbeamtung an Schulen zurückwechselten.
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[Thüringen] Bildungsministerium schreibt Lehrergewinnungskampagne aus – Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Das Bildungsministerium hat das öffentliche Ausschreibungsverfahren für eine Lehrergewinnungskampagne für den Freistaat Thüringen gestartet. Bildungsminister Holter: „Der Schwerpunkt soll dabei auf Bedarfsbereichen wie den naturwissenschaftlichen Fächern, den Regelschulen und dem ländlichen Raum sowie auf der Berufsorientierung liegen.”
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Greifswald] Lehramtsstudierende kritisieren Studium – Ostsee Zeitung
In vielen Instituten fehle es an Lehrpersonal für Didaktik, dadurch verlängere sich die Regelstudienzeit. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt im November 2018 solle nun über eine Verbesserung der Lehrerausbildung und einen Ausbau der Planstellen in der Fachdidaktik beraten werden.
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[Universität Hannover] PRO*Niedersachsen fördert Projekt zur Lehrer-Eltern-Interaktion in Schulen
In einer ersten Phase des Projekts soll die Lehrenden-Eltern-Interaktion in Familien mit und ohne Migrationshintergrund untersucht werden. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Handlungsempfehlungen für Lehramtsstudierende an niedersächsischen Hochschulen aus den Erkenntnissen abgeleitet und in ihre Ausbildung integriert werden können.
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[TU Kaiserslautern] Schulprojekt zu digitalen Hilfsmitteln im Physiklabor – Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk berichtet über ein Projekt an der TU Kaiserslautern, bei dem Schulkinder mit Tablets und Smartphones physikalische Messungen und Experimente durchführen können. Didaktikerinnen und Didaktiker erhoffen sich hiervon ein effektiveres Lernen. Der Fachbereich Physikdidaktik biete außerdem Lehrkräften Fortbildungen zum Einsatz digitaler Medien im Physikunterricht an.
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[Universität Leipzig] Lehramtsstudierende fördern Kinder an Leipziger Brennpunktschulen
Lehramtsstudierende der Universität Leipzig werden an drei Brennpunktschulen im Leipziger Osten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe eins und fünf gezielt fördern und so praktische Unterrichtserfahrungen sammeln. Das gemeinsame Projekt des Zentrums für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) der Universität Leipzig, der Jugend mit Zukunft gGmbH, die im Auftrag der Initiative ProBildung Leipzig-Ost arbeitet, und des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) heißt „StartTraining”.
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[Universität Lüneburg] Stressmanagement für angehende Lehrkräfte
Ein Forscherteam der Universität Lüneburg untersucht, ob ein internetbasiertes Training für das Stress- und Classroom-Management künftigen Lehrerinnen und Lehrern dabei helfen kann, ihr Referendariat gelassen zu meistern. Das Trainingsprogramm "Gelassen im Referendariat” unterstützt angehende Lehrkräfte dabei, mit weniger Daueranspannung in den Beruf zu starten und lindert den sogenannten Praxisschock nach dem Studium.
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05 Veranstaltungen

[TU Dresden] 3. TUD-Sylber-Konferenz "Phasenübergreifende Vernetzung in der Lehrerbildung" – 17.11.2018
Die Konferenz bietet eine Gelegenheit, den phasenübergreifenden Austausch zwischen den Akteuren der sächsischen Lehrerbildung weiter zu intensivieren. Anhand konkreter Fragestellungen sollen Erfahrungen und Überzeugungen ausgetauscht werden, um anschließend gemeinsam über die Aufgabenteilung zwischen den Phasen, produktive Gestaltungsmöglichkeiten von Schnittstellen sowie über phasenübergreifende Ausbildungsstrategien nachzudenken.
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06 Internationale News

[Österreich] Ausblick auf Reformen in der Lehrerbildung – Die Presse
Zu Beginn des kommenden Semesters werden die separaten Lehramtsstudiengänge für Hauptschul-, NMS (Neue Mittelschulen)- und Gymnasiallehrkräfte in eine einheitliche Lehramtsausbildung für Sekundarstufenlehrkräfte umgewandelt. Erich Müller, Vizerektor für Lehre an der Universität Salzburg, fordert in dem Artikel zudem, Pädagogische Hochschulen zukünftig als Fakultäten für Lehrerbildung in die Universitäten zu integrieren.
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07 Dokumente/Literatur

Ehmke, Timo / Hammer, Svenja / Köker, Anne / Ohm, Udo / Koch-Priewe, Barbara (Hg.): Professionelle Kompetenzen angehender Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Waxmann, 2018.
Dieser Band gibt einen vertieften Einblick über die Zielsetzung, den theoretischen Hintergrund, das methodische Vorgehen und die Ergebnisse des DaZKom-Projekts. Die Relevanz von Kompetenzen von Lehrkräften im Bereich DaZ in Schule und Fachunterricht wird thematisiert und das theoretische Modell von DaZ-Kompetenz detailliert dargestellt.
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FDP-Bundestagsfraktion: Digitalisierungsmonitor 2018 – So sieht Deutschland die Digitalisierung.
Die Ergebnisse der repräsentativen forsa-Studie im Auftrag der FDP Bundestagsfraktion zeigen mit Blick auf die Digitalisierung an Schulen: Über 70% der Befragten glauben, dass Lehrkräfte auf die Digitalisierung nicht ausreichend vorbereitet sind, dies glauben außerdem 85% der Schülerinnen und Schüler. Nur 20% der Befragten glauben, dass die Schule ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet.
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Hußmann, Stephan / Welzel, Barbara (Hg.): DoProfiL – Das Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann, 2018.
Der Themenschwerpunkt von DoProfiL ist die Inklusionsorientierung in der universitären Lehre und Forschung. In diesem Buch finden sich allgemeine und fächerübergreifende Perspektiven, Theorien und Forschungsbefunde zu Inklusionsorientierung ebenso wie fachbezogene Perspektiven, Theorien und Forschungsbefunde aus mehr als 25 Teilprojekten.
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Klemm, Klaus: Unterwegs zur inklusiven Schule – Lagebericht 2018 aus bildungsstatistischer Perspektive. Bertelsmann Stiftung, 2018.
Die Inklusion in Deutschland kommt besonders im Förderschwerpunkt Lernen voran: In allen Bundesländern gehen immer weniger Kinder mit Lernhandicaps auf separate Förderschulen. Bundesweit geht die Exklusionsquote zurück – es gibt allerdings große regionale Unterschiede.
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Schmaltz, Claudia: Heterogenität als Herausforderung für die Professionalisierung von Lehrkräften. Springer VS, 2018.
Die vorliegende Studie geht der Frage nach, inwiefern Lehrkräfte durch Fortbildungen in ihrer Professionalisierung für den Unterricht in heterogenen Lerngruppen unterstützt werden können. Die Autorin zeigt auf, wie sich die Unterrichtsplanungskompetenz der teilnehmenden Lehrkräfte im Laufe einer Fortbildung zur Differenzierung im Unterricht entwickelt und welche Aspekte dabei für die Lehrkräfte von Bedeutung sind.
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08 Interviews/Kommentare

Interview mit dem Erziehungswissenschaftler Peter Struck (Universität Hamburg) zum Lehrermangel und Reformen in der Lehrerbildung – Die Zeit
Struck spricht im Interview über die Gründe für die unterschiedlichen Ausmaße des Lehrermangels in den Bundesländern und langfristige Maßnahmen zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung in Deutschland. Um mehr Lehrkräfte auszubilden, wirbt Struck für eine Abschaffung des Numerus Clausus für Lehramtsstudierende. Außerdem sollten Lehramtsstudium und Lehrerpraxis vom selben Ministerium verantwortet werden.
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In der Frankfurter Rundschau veröffentlicht Struck außerdem einen Gastbeitrag über Lehrerbildung in Finnland. Dort habe der Lehrerberuf ein höheres Ansehen als in Deutschland, eine Zulassung zum Lehramtsstudium erfolge auch über ein persönliches Interview.

Gastbeitrag von Klaus Zierer, Professor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, zu einer Umgestaltung der Lehrerbildung – Süddeutsche Zeitung
In seinem Gastbeitrag fordert Zierer eine Generalüberholung der Lehrerbildung. So sollten Lehrkräfte schon im Studium stärker lernen, im Team zu arbeiten. Eine zentrale Aufgabe der Lehrerbildung sei es zudem, angehende Lehrkräfte zu „Bildungsagenten” auszubilden, deren Aufgaben über die reine Wissensvermittlung hinausgingen.
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06. September 2018

Prof. Dr. Isabell van Ackeren im Gespräch mit dem Team des Monitor Lehrerbildung über digitale Medien in der Lehrerausbildung

Isabell van Ackeren ist Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität Duisburg-Essen.

 

Monitor Lehrerbildung: Frau van Ackeren, wie verändern sich Schule und Unterricht durch die Digitalisierung?


van Ackeren: Digitalisierung durchdringt unsere Lebenswelt spürbar. Wissen erschließt sich zusehends über digitale Medien und wir haben über digitale Medien teil an gesellschaftlicher Kommunikation.

 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte auf "mehr Information" oder laden Sie es hier als PDF herunter.

Der kompetente Umgang mit digitalen Medien wird in einem breiten Begriffsverständnis im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz von 2016 als neue Kulturtechnik beschrieben, die die traditionellen Kulturtechniken ergänzt und verändert. Schule, die auf ein Leben in dieser digital geprägten Welt vorbereiten muss, wird durch diese tiefgreifende Entwicklung herausgefordert, sich sehr grundsätzlich mit ihr auseinanderzusetzen. Die Perspektiven der Bearbeitung sind vielfältig. Es geht zum Beispiel um die Frage, wie und wofür digitale Medien in fachlichen und überfachlichen Kontexten eingesetzt und nutzbar gemacht werden, wie sie in Kultur und Gesellschaft wirken, aber auch, wie sie aus technologischer Perspektive funktionieren und angepasst werden können. Dabei sind curriculare Zielperspektiven ebenso anzugehen wie die dafür notwendigen Grundlagen etwa im Bereich von Infrastruktur und Ausstattung, Bildungsmedien und -inhalten, der Professionalisierung des auch schon in Schule lehrenden Personals sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen. Bei alledem geht es nicht nur um die Unterrichtsebene und die Perspektive der einzelnen Lehrkraft, sondern um eine systematische Organisationsentwicklung von Schule, um den Veränderungsprozess systematisch und langfristig zu gestalten. Auch das muss in der Lehrerausbildung angebahnt werden.

Monitor Lehrerbildung: Wie muss das Thema Digitalisierung daher im Lehramtsstudium aufgegriffen werden? Wo liegen dabei Ihrer Auffassung nach Chancen und Herausforderungen? 

van Ackeren: Folgt man einer solch breiten Konzeption von Bildung in der digitalen Welt, dann reicht es nicht, dass Thema nur punktuell im Studienverlauf anzubieten, zum Beispiel in pädagogischen bzw. psychologischen Modulen in den Bildungswissenschaften. Die fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Ausbildungsanteile sind hier genauso in den Blick zu nehmen und am besten sinnvoll im Ausbildungsverlauf, auch in der klugen Vernetzung mit den Praxisanteilen, aufeinander zu beziehen. Insofern bedarf es in den Hochschulen eines strategischen Vorgehens, um den Stand und die Entwicklungsperspektiven in der Breite zu reflektieren und konkrete Handlungsschritte zur curricularen Integration des Ausbildungsgegenstands zu koordinieren. Leitend sollte dabei die Frage sein, welches Professionswissen und welche Handlungskompetenzen angehende Lehrkräfte für ihre spätere Berufspraxis in Schule und Unterricht in einer sich beständig weiterentwickelnden Welt benötigen. Bei der Koordinierung können die Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education eine zentrale Rolle übernehmen, auch in Kooperation mit anderen Standorten und den Pädagogischen Landesinstituten. Mit dem Thema der Digitalisierung besteht auch die Chance, dieses mit dem Diskurs um Individualisierung und den Umgang mit Heterogenität in einer inklusiven Schule und Hochschule zu verbinden. Dazu gehören Möglichkeiten der adaptiven Gestaltung von zeitlich und räumlich flexibilisierten, zukunftsorientierten Lernangeboten, die andere und vielfältigere Lernwege ermöglichen. Digitalisierung ist ja kein Selbstzweck, sondern muss gerade in der Lehrerbildung pädagogischen Zielen folgen und dient im Übrigen der Erfüllung der Kernaufgaben der Hochschule.

Digitalisierung in der Lehrerbildung lässt sich in eine Gesamtstrategie der Digitalisierung von Studium und Lehre an Hochschulen integrieren, um sich als attraktiver Ausbildungsstandort zu profilieren. Zugleich bietet sich hier die Möglichkeit, Expertinnen und Experten für Bildungs- und Lernprozesse zusammenzubringen, die ausgehend von der Lehrerbildung auch Impulse für Lehr-Lernprozesse im Kontext der Digitalisierung in anderen Studiengängen setzen können. Eine grundlegende Herausforderung besteht darin, entsprechende Expertise in den Hochschulen zu mobilisieren und zum Beispiel auch Professuren mit einem Schwerpunkt für Digitalisierung in der Lehrerbildung einzurichten und adäquat zu besetzen sowie Angebote zur Professionalisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu machen. Hier müssen die steuernden Akteure in den Hochschulen im Blick halten, wann sich entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. bei der Nachbesetzung von Stellen oder der Akquise von Mitteln, ergeben. Darüber hinaus müssen Möglichkeiten für die Integration des Themas in die Curricula und in neue bzw. bestehende Veranstaltungen gefunden werden, wobei sich hier auch Fragen der Credit-Verteilung ergeben dürften. Auch dieser Prozess ist systematisch zu koordinieren.  

Monitor Lehrerbildung: Laut KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ sollen digitale Lehr- und Lerntechniken dem Primat des Pädagogischen folgen – also Werkzeug für gute und erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse sein. Wie können Skeptiker davon überzeugt werden, dass Digitalisierung kein weiteres Problem, sondern Teil der Lösung umfangreicher bildungspolitischer Probleme ist?

van Ackeren: Natürlich ist es so, dass der Einsatz digitaler Medien nicht automatisch zu einer höheren Lernqualität mit besseren Lernergebnissen führt. Die Lernpotenziale digitaler Medien müssen aktiv gestaltet und genutzt werden, das gilt es deutlich zu machen. Dabei ist eine Stärkung empirischer Forschung sehr wichtig, die über die Evaluation von Einzelprojekten hinausgeht und dazu beiträgt zu verstehen, wie andere, erfolgreiche Lernprozesse gelingen. Mehr Evidenz sollte dazu beitragen, die teils kritischen Diskussion zum Thema sachlich zu fundieren und auf dieser Basis zu reflektieren, wie kooperative Lehr- und Lernformen, die Unterstützung selbstgesteuerten, problem- und handlungsorientierten Lernens und die Berücksichtigung lernendenzentrierter Ansätze in mediendidaktisch sinnvollen Lernsettings gelingen können, um einen intensiveren Austausch untereinander sowie mit den Lerninhalten zu ermöglichen und die Qualität von Studium und Lehre weiter zu verbessern. Dabei sollte die fachkulturelle Verschiedenheit nicht aus dem Blick geraten und Berücksichtigung finden.

Schließlich benötigen Lehrende ein sie unterstützendes Umfeld mit technischer, mediendidaktischer und rechtlicher Expertise und entsprechendem Service, um den Einstieg in das Thema ohne größere Barrieren zu erleichtern. Der Aufbau einer E-Learning-Community kann diesen Prozess befördern, um zu zeigen, dass der Entwicklungsprozess gelingen kann und sich die Anstrengungen lohnen. Die Hochschulleitung kann dazu beitragen, indem sie die Entwicklung als strategischen Prozess mit einer klaren Vision anleitet, unterstützt und wertschätzt, aber zum Beispiel auch im Rahmen von Zielvereinbarungen mit Neuberufenen erwartet, dass eine fundierte Auseinandersetzung mit Digitalisierung in der Lehre und im Speziellen in der Lehrerbildung erfolgt.

Monitor Lehrerbildung: Wie sollten die Länder sicherstellen, dass die Ziele der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, die sich auf Schule und Lehrerbildung beziehen, bis 2021 auch tatsächlich erreicht werden?

van Ackeren: Zentrales Ziel ist die Implementation von Medienbildung als integraler Bestandteil der Ausbildung, und zwar möglichst abgestimmt über alle Ausbildungsphasen hinweg. Das Vorhaben ist sehr anspruchsvoll und beginnt, wie in einigen Ländern bereits geschehen bzw. in der Entwicklung, bei der Vereinbarung curricularer Standards und entsprechender Kompetenzen für alle Lehrämter in den Bildungswissenschaften, Didaktiken der Fächer und Fachwissenschaften mit Anschlussperspektiven für die zweite und dritte Ausbildungsphase. Die Umsetzung kann zum Beispiel über Zielvereinbarungen und Hochschulverträge zwischen Land und lehrerbildenden Standorten verabredet werden, spielt aber auch im Rahmen der Akkreditierung von Lehramtsstudiengängen und beim Zugang zum Vorbereitungsdienst eine zentrale Rolle. Darüber hinaus können entsprechende Förderprogramme von Bund und Ländern gezielt hochschulübergreifende Kooperationen und Verbünde zur Vernetzung von Infrastruktur und didaktischen Konzepten fördern. Die von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz angekündigte zusätzliche Förderrunde zur Digitalisierung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist hier ein sehr gutes Signal, kann aber nur ein Anfang sein angesichts des übersichtlichen finanziellen Rahmens. So verteilen sich die für Digitalisierung vorgesehenen 32 Mio. € auf vier Jahre und 16 Bundesländer mit ihren lehrerbildenden Standorten. Neben der Programmfinanzierung bedarf es aber auch der nachhaltigen Unterstützung der neuen Aufgaben, die dauerhaft im Kontext der Digitalisierung – nicht nur im Rahmen der Lehrerbildung – entstehen bzw. zusätzlicher Ressourcen bedürfen, etwa im Bereich der Pflege von Infrastruktur, der technischen und didaktischen Beratung sowie der Personalentwicklung.

Monitor Lehrerbildung: Wie ist es aus Ihrer Sicht zu bewerten, dass viele Hochschulen Angebote zur Medienpädagogik und Mediendidaktik im Wahlpflichtbereich der Lehramtsstudiengänge verankern, dass also Studierende, die sich für das Thema nicht interessieren, auch nicht verpflichtend mit Digitalisierung in Berührung kommen?

van Ackeren: Schulen und dementsprechend auch die Lehrerbildung sind in den vergangenen Jahren mit vielen Querschnittsaufgaben und entsprechenden Erwartungshaltungen konfrontiert worden, die sich auch grundlegenden gesellschaftlichen Wandlungsprozessen ergeben und bei denen vom Bildungssystem ein substanzieller Lösungsbeitrag erwartet wird. Neben Fragen zum Beispiel der Demokratieerziehung, Europabildung, Menschenrechtsbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, der kulturellen Bildung, der Gesundheits- und Verbraucherbildung, der Inklusion und Sprachförderung betrifft dies auch die Medienbildung bzw. die Bildung in der digitalen Welt. Ich finde es durchaus verständlich, dass es eine große Herausforderung darstellt, diese Themen jeweils curricular zu verankern. Digitalisierung betrifft gleichwohl, wie zum Beispiel auch das Thema Inklusion, den Kern von Schule, bei dem sich Perspektiven auf das Lernen grundsätzlich verändern. Dies müssen alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer nachvollziehen können, so dass hier ein Wahlpflichtbereich oder Zertifikat allein nicht mehr ausreichen. Zugleich ist das Thema sehr gut dafür geeignet, es in bestehende Themen der Schul- sowie der allgemeinen und fachspezifischen Unterrichtsentwicklung im Studium zu integrieren; aber es hat eben auch seinen eigenen Wert.

Monitor Lehrerbildung: Wie kann sichergestellt werden, dass Inhalte der Medienpädagogik und Mediendidaktik unter spezieller Berücksichtigung digitaler Medien zu echten Querschnittsthemen im Lehramtsstudium werden, d.h. dass angehende Lehrkräfte in allen Teilstudiengängen und fächerübergreifend auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und auf die spezifischen Fragestellungen der Medienpädagogik im digitalen Zeitalter vorbereitet werden?

van Ackeren: Über die bereits skizzierten Möglichkeiten auf Ebene der Länder müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Vorbereitung der Lehramtsstudierenden in allen Lehrämtern und Fächern verpflichtend stattfindet. Die hochschulweite Koordinierung dieser Aufgabe sollte strategisch durch die Hochschulleitung unter Einbindung zentraler Akteure, z.B. der Zentren für Lehrerbildung sowie der Studiendekaninnen und Studiendekane, angegangen werden. Austausch- und Reflexionsprozesse in der Hochschule nehmen die Lernkultur als Ganzes in den Blick. Ein Innovationsfonds für Entwicklungsvorhaben in größeren curricularen Einheiten sowie die Schaffung von zeitlichen Freiräumen für die Lehre – z.B. auch über Freisemester für die Lehre bzw. Lehrforschung – können den Prozess zusätzlich befördern.

Monitor Lehrerbildung: Aus unseren Daten geht hervor, dass der didaktische Einsatz digitaler Medien im Rahmen der schulischen Praxisphasen an vielen Hochschulstandorten im Lehramtsstudium zwar erwünscht, aber nicht unbedingt verpflichtend ist, da die infrastrukturelle Ausstattung der Praktikumsschulen nicht in jedem Fall ausreichend ist. Haben wir hier das Henne-Ei-Problem? Wie könnten dennoch für jeden Lehramtsstudierenden Möglichkeiten geschaffen werden, digitale Medien im praktischen Einsatz zu erproben?

van Ackeren: Ich denke, man muss an beiden Institutionen, Hochschule und Schule, gleichermaßen ansetzen. Einerseits sind Schulen besser auszustatten und in der Entwicklung eines schulischen Konzepts im Umgang mit neuen Medien zu unterstützen. Andererseits bieten sich in vielen Fällen auch schon niederschwelligere Möglichkeiten für Lehramtsstudierende in Praxisphasen an. So kann durchaus auch mit den privaten, mobilen und internetfähigen Geräten gearbeitet werden, die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht mitbringen; „bring your own device“ ist hier das Stichwort, um den Einsatz digitaler Medien zu erproben. In anderen Ländern ist die Integration von Handys und Smartphones in den Lernprozess viel selbstverständlicher, wobei es einer klaren Regelung der Nutzung bedarf. Darüber hinaus entwickeln sich auch an den Hochschulen selbst, z.B. im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, neue Lehr-Lern-Labore sowie moderne Klassenzimmer, die man für das Thema Digitalisierung nutzen kann. Hier werden vielfältige Lerngelegenheiten praxisorientierten Lernens geschaffen, in denen sich Lehramtsstudierende im Austausch mit Schülerinnen und Schülern im eigenen Lehrerhandeln erproben und reflektieren können. In diesen Lehr-Lern-Laboren kann auch der Einsatz digitaler Medien systematisch und praxisnah erprobt werden. Hochschulen könnten insgesamt prüfen, wie sie vorhandene Strukturen, wie zum Beispiel auch Makerspaces, digital erweitern und für eine entsprechende Nutzung in der schulischen Ausbildungsregion, auch in Praxisphasen, verfügbar machen.

Monitor Lehrerbildung: Stimmt aus Ihrer Sicht die Theorie, dass die heutigen Studierenden als sogenannte „Digital Natives“ bereits über eine ausgeprägte Digitalkompetenz verfügen? Wenn dem so ist, wie könnte diese Digitalkompetenz mit der langjährigen Praxiserfahrung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen konstruktiv zusammengeführt werden?

van Ackeren: Gerade im Bereich der Digitalisierung gibt es bislang einen stark außerschulisch und informell geprägten Kompetenzerwerb, wodurch Bildungschancen ungleich verteilt sein können, zumal digitale Medien in verschiedenen sozialen Milieus unterschiedlich genutzt werden. Insofern gehen wir an unserem Standort nicht davon aus, dass es bei allen Studierenden einschlägige Kompetenzen gibt. Unsere Erfahrungen sprechen auch nicht unbedingt dafür. Zwar haben heutige Studierende sicherlich einschlägige Fertigkeiten der Bedienung. Allerdings gibt es Forschungsbefunde, die zeigen, dass ein verständiger und reflektierter Umgang mit den Inhalten und weitere Fähigkeiten zur Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten der Tools bei weitem nicht immer erreicht werden. Vorhandene Kompetenzen müssen mit den Studierenden im Hinblick auf den eigenen Lernprozess sowie den von Schülerinnen und Schülern reflektiert werden. Dabei können Lehrende und Studierende im Umgang mit digitalen Medien verschiedene Rollen einnehmen; Lehrende können auch zu Lernenden werden und umgekehrt. 

Monitor Lehrerbildung: Wenn wir die Digitalisierung der Schulen und der Lehrerbildung als bundesweite Herausforderung verstehen, bei der Wissen und Expertise gebündelt werden sollte, wie könnten übertragbare Konzepte entwickelt werden, damit nicht jeder Hochschulstandort und auch nicht jedes Bundesland in seinen Lehramtsstudiengängen „sein eigenes Süppchen kocht“ und mühsam tragfähige Umsetzungswege eruiert, für die woanders vielleicht schon Good Practice-Erfahrungen vorliegen?

van Ackeren: Hier kommt es meines Erachtens darauf an, die Vernetzung zwischen Standorten zu fördern und lernende Regionen zu schaffen. Ein Programmbudget für Kooperationen ist das sicherlich hilfreich. Dies betrifft auch die Entwicklung und Pflege einer entsprechenden Plattform, auf der Konzepte und Module zum digitalen Lehren und Lernen veröffentlicht werden, perspektivisch über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg. Hier bieten sich auch die neuen Wege der Distribution offener Bildungsressourcen an. Schließlich bleibt zu hoffen und zu erwarten, dass sich in der zweiten Phase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung die Standorte mit ihren entwickelten Konzepten in diesem Sinne stärker vernetzen und damit auch nicht geförderte Standorte einbinden.

Monitor Lehrerbildung: Frau van Ackeren, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.

10. August 2018

Newsletter August 2018

01 Thema des Monats


Digitalisierung an Schulen
Nachdem in Frankreich ein weitgehendes Handyverbot an Schulen für Kinder unter 15 Jahren beschlossen worden ist, lehnen Politik und Verbände in Deutschland eine Übernahme des Modells größtenteils ab. KMK-Präsident Helmut Holter betont, die Entscheidungsgewalt über derartige Maßnahmen müsse bei den Schulen bleiben, der Verband Bildung und Erziehung bezeichnet das Verbot als „Scheinlösung”. Laut Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) gehe ein absolutes Handyverbot an der Lebensrealität vorbei, Kinder sollten in der Schule vielmehr den richtigen Umgang mit digitaler Technik lernen.

In einem Artikel der Südwest Presse bemerkt Dräger außerdem, wie auch GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann, dass die Lehramtsausbildung in Bezug auf die Rolle digitaler Medien im Unterricht noch nicht gut aufgestellt sei. Wie dies verbessert werden kann, ist Inhalt einer neuen Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung des Hochschulforums Digitalisierung. Nachdem die Publikation „Lehramtsstudium in der digitalen Welt” des Monitor Lehrerbildung gezeigt hat, vor welchen Herausforderungen gerade das Lehramtsstudium in Deutschland in Zeiten des digitalen Wandels steht, widmet sich die Studie Beispielen guter Praxis an lehrerbildenden Hochschulen in Deutschland, die diesen Herausforderungen aktiv begegnen.

Die Bedeutung der Digitalisierung in der Lehrerbildung thematisiert der Monitor Lehrerbildung außerdem in einem neuen Interview mit Prof. Dr Isabell van Ackeren, Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität Duisburg-Essen.

02 Länderübergreifende News

Alltagsrassismus als Thema in der Lehrerbildung – Zeit Online
Im Zuge der aktuellen Integrationsdebatte im Kontext von #MeTwo berichtet Zeit Online über Vorurteile bei Lehrkräften und Lehramtsstudierenden. Angesichts der Ergebnisse aktueller Studien der Universität Mannheim und des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung müsse eine Auseinandersetzung mit verzerrter Diagnostik bereits im Lehramtsstudium erfolgen.
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Auch andere Medien wie Spiegel Online oder News4Teachers widmen sich dem Thema Rassismus an Schulen und den Möglichkeiten, Diskriminierung schon in der Lehrerbildung zum Inhalt zu machen. Ein Bildungsexperte der Universität Bochum legt im Deutschlandfunk dar, wie eine sinnvolle Auseinandersetzung mit Rassismus im Lehramtsstudium aussehen könne.

Mehr Gewalt an Deutschlands Schulen – Berliner Zeitung
VBE-Chef Beckmann fordert eine bessere Vorbereitung auf Gewalt und Konfliktsituationen in der Lehrerausbildung. In den letzten fünf Jahren seien an Deutschlands Schulen mehr Fälle von Kriminalität und Gewalt verzeichnet worden. Auch mehr Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte seien notwendig.
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Konkurrenz verdirbt das Geschäft – Jan-Martin Wiarda
Auf seinem Blog widmet sich Jan-Martin Wiarda dem Kampf um Lehrkräfte zwischen den Bundesländern und kritisiert die Praxis der Bundesländer, sich durch höhere Gehälter und Verbeamtungen gegenseitig Lehrkräfte abzuwerben. Diese Praxis beseitige nicht den derzeitigen akuten Lehrermangel, erläutert Dirk Zorn (Bertelsmann Stiftung) im Beitrag.
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Auch der Deutschlandfunk widmete sich dem Thema und interviewte Simone Fleischmann, Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), die nicht nur eine Erhöhung der Gehälter für Grundschullehrkräfte fordert, sondern auch eine Flexibilisierung der Lehrerbildung und attraktivere Arbeitsbedingungen an Schulen.


03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Ministerpräsident kritisiert Digitalpakt, verteidigt Pläne für Lehrerbildung und Autoindustrie – News4Teachers
Ministerpräsident Kretschmann übe scharfe Kritik am Prozess rund um den Digitalpakt und verteidige seine Pläne, die Autokonzerne des Landes in die Lehrerbildung einzubeziehen. Für seine Ankündigung in einem Zeitungsinterview, dass angehende Lehrkräfte künftig bei Autoherstellern zu digitalen Inhalten geschult werden sollten, hatte er Kritik geerntet.
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[Baden-Württemberg] IQB-Bildungstrend 2016: Pädagogische Hochschulen ziehen Konsequenzen – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Experten aus den Pädagogischen Hochschulen und den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung haben Maßnahmen erarbeitet, die den für Baden-Württemberg ernüchternden Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2016 entgegensteuern sollen. Zu den Maßnahmen gehören neue Drittmittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte und ein höherer Professionsbezug im Grundschullehramtsstudium.
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[Bayern] Schülerinnen und Schüler bewerten Lehrkräfte im Referendariat – Süddeutsche Zeitung
Kultusministerium und Bayerischer Philologenverband ziehen zu einem Modellversuch, bei dem seit zwei Jahren Schülerinnen und Schüler den Unterricht von Nachwuchslehrkräften bewerten, positive Bilanz. Das Feedback werde vonseiten der Schülerinnen und Schüler sehr überlegt und umsichtig abgegeben und helfe den Referendarinnen und Referendaren in ihrer Weiterentwicklung.
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Bildungsjournalist Jan-Martin Wiarda schreibt in seinem Kommentar im Tagesspiegel, die positive Bilanz des Experiments sei vor allem einem geschickten Konzept geschuldet und zeige, dass Schülerinnen und Schüler bei einer vernünftigen „Feedback-Kultur” eine konstruktive Rolle bei der Unterrichtsentwicklung spielen könnten.

[Bayern] Familienfreundlicher Vorbereitungsdienst für Referendarinnen und Referendare – Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Kultusminister Sibler: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir ein echtes Anliegen. Daher möchte ich unseren Referendarinnen und Referendaren ab 2019 einen familienfreundlichen Vorbereitungsdienst ermöglichen”. In Zukunft könnten beispielsweise am Gymnasium Referendarinnen und Referendare nur noch zehn Stunden statt bis zu 17 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht pro Woche halten.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Seiteneinstieg ins Lehramt: „Zu viel Praxis und zu wenig Theorie!” – Focus Online
Carolin Retzlaff-Fürst, Direktorin des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung, weist in einem Statement darauf hin, dass es dringend begleitender Qualifizierungen bedürfe, damit Lehrkräfte im Seiteneinstieg die erforderlichen didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten erwerben könnten, die sie für den Umgang mit Schülerinnen und Schülern sowie für das Unterrichten benötigten.
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Im November 2018 treffen sich alle Verantwortlichen der Lehrerausbildung Mecklenburg-Vorpommerns zu einer Zukunftswerkstatt, um die qualitative Weiterentwicklung der Lehramtsstudiengänge voranzubringen.

[Nordrhein-Westfalen] Eckpunkte zur Neuausrichtung der Inklusion und neue Mindestgrößenverordnung für Förderschulen vorgestellt – Ministerium für Schule und Bildung
Schulministerin Yvonne Gebauer hat die Eckpunkte für die Neuausrichtung der Inklusion in der Schule vorgestellt: „Wir werden die Angebote an Schulen des Gemeinsamen Lernens bündeln und eindeutige Qualitätskriterien einführen, damit alle Schülerinnen und Schüler profitieren können.”
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News4Teachers und der WDR geben einen Überblick über die Neuerungen bei der Inklusion in NRW sowie Reaktionen von Verbänden und Gewerkschaften. Schulministerin Gebauer wird im Deutschlandfunk interviewt.


04 Hochschulspezifische News

[Universität Bielefeld] Gründung von drei Forschungs- und Entwicklungszentren an der Bielefeld School of Education (BiSEd) – Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Mit der Gründung von drei Forschungs- und Entwicklungszentren erfolgte ein weiterer Schritt auf dem Weg der BiSEd zu einer Professional School 2020. Die nun strukturell verankerten Zentren für (1) kritisch-reflexive Praxisorientierung, (2) Forschendes Lernen in Praxisphasen und (3) inklusionssensible Lehrerbildung verknüpfen in Zukunft Verwaltungs-, Service- & Forschungsleistungen für eine evidenzbasierte Lehrerbildung.
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[Universität Gießen] Universität Gießen startet das Projekt Campusschule
Zur Steigerung der Qualität in der Lehrerbildung startet die Universität Gießen eine besondere Kooperation mit ausgewählten Schulen in der Region – den sogenannten Campusschulen – und will damit in der Zusammenarbeit neue Impulse setzen. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) dient der Vernetzung von wissenschaftlicher und schulischer Praxis.
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[PH Heidelberg] Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eröffnet
Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung und Lebenslanges Lernen im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Die PH Heidelberg trägt durch die Gründung des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung maßgeblich dazu bei, zukünftige Lehrkräfte zu 'BNE-Agents' auszubilden, und dadurch Nachhaltigkeit im Bildungswesen fest zu verankern.”
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[TU München] Die „Toolbox Lehrerbildung” bietet digitale Medien zur Unterrichtspraxis
Die Technische Universität München (TUM) hat ein frei zugängliches Onlineportal für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern gestartet. Die Module der „Toolbox Lehrerbildung” sind so gestaltet, dass sie auf die konkrete Schulpraxis der MINT-Fächer vorbereiten, unter anderem mit Videos aus dem Unterricht. Die Plattform steht sowohl Aus- und Fortbildungseinrichtungen als auch (angehenden) Lehrkräften kostenlos zur Verfügung. Sie ist Teil der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern.
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[Universität Münster] Videoportal „ProVision” für die Lehrerbildung eröffnet
Rund 200 Expertinnen und Experten aus dem Bereich Lehrerbildung haben sich am 27. Juni bei der Tagung „Mit Videos Lehren und Lernen” an der Universität Münster getroffen. Anlass war die Eröffnung des neuen Videoportals „ProVision”. Das Portal ist zugänglich für Akteure aller Phasen der Lehrerbildung in der Universität, im Vorbereitungsdienst, in der Lehrerfortbildung sowie für Personen, die im pädagogischen Bereich tätig sind.
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[Universität Vechta] Lehrkräfte fit machen für Bildung für nachhaltige Entwicklung
Zum Oktober 2018 startet an der Universität Vechta ein neues Forschungsvorhaben: „A Rounder Sense of Purpose” ist ein internationales Verbundprojekt mit dem Ziel, die von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) festgelegten 39 Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu bündeln, zu konkretisieren und damit für die praktische Arbeit von Fachkräften in der Jugendarbeit, Schulen und Hochschulen fassbarer zu machen.
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[Universität Würzburg] Projekt entwickelt Tools für den Religionsunterricht mit neuen Medien
Das Projekt „ReLab digital” am Lehrstuhl für Evangelische Theologie II der Universität Würzburg hat zum Ziel, den Religionsunterricht attraktiver zu machen und Schülerinnen und Schüler zugleich digital zu bilden. Hierfür entwickeln Religionspädagoginnen und -pädagogen aus ganz Deutschland seit einem Jahr digitale Werkzeuge zu verschiedenen Themen.
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[Universität Würzburg] Sonderpädagogik: Menschen mit Behinderung gestalten Lehre mit
In der Sonderpädagogik an der Universität Würzburg bringen sich Menschen mit Behinderung aktiv als Tutorinnen und Tutoren ein und gestalten das Seminar „Vertiefung der Heil- und Sonderpädagogik. Ausgewählte Aspekte sonderpädagogischer Theoriebildung” im Sommersemester 2018 mit.
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05 Veranstaltungen

[Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen] Bundeskongress für Schulpsychologie „Heterogenität verbindet” – 20.-22.09.2018
Das Kongressmotto „Heterogenität verbindet” soll dazu einladen, das Thema Heterogenität in der Schule aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, neue Ideen zu entwickeln und somit vor allem einen konstruktiven, lösungsorientierten Blick auf die pädagogischen und psychologischen Herausforderungen zu entwickeln, mit denen Schulen aktuell konfrontiert sind.
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[Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein] Impulskongress und Digitalstrategie 2020. Digitale Bildung und Fachunterricht – 21.09.2018
Der Impulskongress dient als Auftakt für ein umfassendes Programm der Fachfortbildung und kollegialen Hospitation in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren, um das Wissen und den Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht in besonderer Weise zu akzentuieren.
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[Universität Oldenburg] Pädagogische Woche: „Veränderung selbst gestalten – digital, inklusiv, interkulturell & sprachsensibel” – 24.-27.09.2018
Die Pädagogische Woche beschäftigt sich im Jahr 2018 mit den Veränderungsprozessen in der Schule. Begleitet wird die Pädagogische Woche von einer großen Lehr- und Lernmittelausstellung mit über 20 Ausstellern und Serviceangeboten, die spezifisch für jeden Thementag die Akteure in der Schule mit ihrer Expertise bei den Veränderungsprozessen unterstützen. Die Anmeldung ist bis zum 16.09.2018 möglich.
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06 Internationale News

[Österreich] Zukünftige Finanzierung des Qualifizierungsprojektes für geflüchtete Lehrkräfte noch nicht gesichert - Kurier
Die Universität Wien bildet geflüchtete Lehrkräfte in einem einjährigen Zertifikatskurs für den Einsatz an österreichischen Schulen fort, jedoch ist die zukünftige Finanzierung des Vorzeigeprojektes noch nicht gesichert. Es gibt zahlreiche Bewerbungen für das Qualifizierungsprogramm und 23 Absolventinnen und Absolventen stehen bereits zum kommenden Schuljahr für den Einsatz an Wiens Mittelschulen und Gymnasien zur Verfügung.
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07 Dokumente/Literatur

Hochschulforum Digitalisierung: Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung. Edition Stifterverband, 2018
Wie können angehende Lehrerinnen und Lehrer für den digitalen Wandel vorbereitet werden? Eine neue Überblicksstudie des Hochschulforums Digitalisierung trägt Ideen zusammen. Vorgestellt werden elf ausgewählte Fallbeispiele, wie z.B. die Digitalstrategie der PH Schwäbisch Gmünd, welche anhand von „Good-Practice-Kriterien” in ihrem individuellen Hochschulkontext analysiert werden und Orientierung für vergleichbare Studienangebote bieten.
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Netzwerk Digitale Bildung: Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen. Ideen für einen zeitgemäßen Unterricht, der Neugier und natürlichen Wissensdrang fördert. 2018
Die Broschüre enthält Ideen für den Unterricht von heute: Was bei Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ankommt, welche Vorteile Lehrkräfte und Lernende von einem Unterricht mit digitalen Werkzeugen haben – und welche unterschiedlichen Methoden es gibt. Exemplarisch wird das Konzept des Collaborative Classroom vorgestellt.
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Universität Siegen: Bildungsforschung an der Universität Siegen. 2018
Die Broschüre bietet Einblicke in die Breite der facettenreichen Beiträge Siegener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Bildungsforschung und beschäftigt sich mit Fragestellungen, die für die Ermöglichung gelungener Bildungsprozesse bedeutsam sind. Die Broschüre wurde vom Zentrum für Lehrerbildung der Universität Siegen herausgegeben und ist hier online abrufbar.
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08 Interviews/Kommentare

Interview mit dem Schulforscher Peter Daschner zum Thema Lehrerfortbildung – Spiegel Online
Daschner äußert sich im Interview kritisch gegenüber dem derzeitigen Stand der Fortbildung von Lehrkräften in Deutschland. Eine neue Studie unter seiner Beteiligung habe gezeigt, dass ein großer Teil der Formate nicht auf Wirksamkeit und Nachhaltigkeit angelegt sei.
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09 Sonstiges

Gastbeitrag: „Das Scheitern der Pseudo-Inklusion” – Bildungsklick
Hans Wocken, emeritierter Professor für Lernbehinderten- und Inklusionspädagogik, setzt sich mit aktuellen Inklusionskritiken auseinander und fordert eine Umsteuerung der Inklusions-Politik. Es brauche klare bildungspolitische Bekenntnisse zum Primat der Inklusion und zum progressiven Rückbau des Sonderschulsystems.
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25. Juli 2018

Mandy Schiefner-Rohs im Gespräch mit dem Team des Monitor Lehrerbildung über digitale Medien in der Lehrerausbildung

Jun.-Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs ist Juniorprofessorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Schulentwicklung an der TU Kaiserslautern.

 

Monitor Lehrerbildung: Frau Schiefner-Rohs, wie verändern sich Schule und Unterricht durch die Digitalisierung?


Schiefner-Rohs: Die Schule, wie wir sie kennen, war Antwort auf Anforderungen der Industrialisierung. Wenn wir davon ausgehen, dass Digitalisierung die Gesellschaft ähnlich verändern wird, müssen wir auch über Schule nachdenken.

 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte auf "mehr Information" oder laden Sie es hier als PDF herunter.

Und damit begeben wir uns auf ein unsicheres Terrain. Wir wissen schlichtweg noch nicht, wie Schule im Zeitalter der Digitalisierung aussehen wird bzw. aussehen muss. Die Veränderung von Overhead-Projektoren zu Beamern, von Tafeln zu interaktiven Whiteboards sehe ich folglich nur als ersten Schritt. Denken Sie nur an die Veränderungen durch digitale Endgeräte im Alltag: Seit knapp 20 Jahren ist dort z.B. das Handy ständiger Begleiter. Ein solch medienbasierter Alltag geht auch an Schule nicht vorbei. Bis dato wird jedoch das Potenzial digitaler Medien in der Schule (Stichwort zeit- und ortsunabhängiges Lernen) nicht ausgeschöpft. Allerdings sollten wir insgesamt mehr über Lehren und Lernen in der Schule nachdenken, weniger über die Medien an sich.

Monitor Lehrerbildung: Wie muss das Thema Digitalisierung daher im Lehramtsstudium aufgegriffen werden? Wo liegen dabei Ihrer Auffassung nach Chancen und Herausforderungen? 

Schiefner-Rohs: Wichtig ist mir vor allem, dass Digitalisierung nicht auf einzelne technische Anwendungen verkürzt wird. Auf diese Weise würden wir für spezifische Medienangebote ausbilden, was weder dem Thema noch dem Umfang der Digitalisierung gerecht wird. Ich gehe sogar so weit: Die Anwendung konkreter Angebote wie Moodle oder Apps können Studierende alleine lernen. Wir müssen es ihnen in unseren Lehrangeboten nur auch zutrauen! So sollten Studierende darin vielfältige eigene Erfahrungen mit Medien machen können und ihre Vorstellungen über digitale Medien reflektieren. Neben der inhaltlichen Beschäftigung mit Medien heißt das Kreativität, Kooperation, Kritik und Kommunikation innerhalb von Studium und Lehrveranstaltung. Spezifische Schwerpunkte setzen ggf. Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften. Herausfordernd bleibt, dass Dozierende in der Lehrerbildung offen für eine solche Praxis sind. 

Monitor Lehrerbildung: Laut KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ sollen digitale Lehr- und Lerntechniken dem Primat des Pädagogischen folgen – also Werkzeug für gute und erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse sein. Wie können Skeptiker davon überzeugt werden, dass Digitalisierung kein weiteres Problem, sondern Teil der Lösung umfangreicher bildungspolitischer Probleme ist?

Schiefner-Rohs: Die politische Debatte über Medien in der Lehrerbildung bildet sicherlich nur einen Bruchteil des wissenschaftlichen Diskurses darüber ab. Gerade die umfassenden Transformationsprozesse im Zuge der Digitalisierung führen dazu, dass Medien längst nicht ausschließlich als Werkzeuge für das Lernen gesehen werden. Sie sind auch ein Bildungsraum zur Auseinandersetzung z.B. mit gesellschaftlichen Fragen. Die Sandwich-Position der Lehrerbildung erfordert meines Erachtens, sowohl den Werkzeug-Charakter digitaler Medien aufzunehmen als auch nach Medieninhalten, Darstellungsformen und systemischen Veränderungen durch Medien und Technologien zu fragen. In der Medienpädagogik gibt es dafür z.B. das Konzept medienpädagogischer Kompetenz. Lehrerinnen und Lehrer sollen demnach selbst ‚medienkompetent’ und zugleich in der Lage sein, didaktische Szenarien zu entwerfen. Ihre Szenarien zielen auf mündige Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt auf ‚gute’ Schule. Für die umfassende Diskussion von Medien in der Lehrerbildung wäre der Rückgriff auf solche Konzepte sicherlich hilfreich. Sie denken nicht von der Digitalisierung her, sondern nehmen zuerst pädagogische Herausforderungen auf. Der Umgang mit Heterogenität könnte hierfür ein praktisches Beispiel sein, wie auch Skeptikerinnen und Skeptiker in Diskussionen verwickelt werden können.

Monitor Lehrerbildung: Wie ist es aus Ihrer Sicht zu bewerten, dass viele Hochschulen Angebote zur Medienpädagogik und Mediendidaktik im Wahlpflichtbereich der Lehramtsstudiengänge verankern, dass also Studierende, die sich für das Thema nicht interessieren, auch nicht verpflichtend mit Digitalisierung in Berührung kommen?

Schiefner-Rohs: Für die Verankerung medienpädagogischer und -didaktischer Fragen im Studium spreche ich mich klar aus. Allerdings sollte im Zuge der strukturellen Verankerung auch darüber diskutiert werden, welche Folgen jeweilige Formen der Verankerung haben. Solange Medienpädagogik nur ein Wahlpflichtbereich ist, wird die Beschäftigung mit Medien z.B. als besonders und ggf. als unerwünschtes Thema erachtet. Stattdessen sollte die medienpädagogische Grundbildung aller Lehrer*innen und Erzieher*innen in den Blick genommen werden, wie dies auch ‚Keine Bildung ohne Medien!’ fordert. Dafür sind allerdings alle an Lehrerbildung beteiligten Fächer und Disziplinen gefordert. Deshalb ist die umfassende Integration in Studium und Lehre noch ein weiter Weg, gerade weil Medien oft auf das Technische beschränkt werden. Zusätzliche Veranstaltungen sind ebenfalls nicht unbedingt der einzige Königsweg. Denn wer sagt, dass Medienpädagogik nicht in einer Einführung in die Pädagogik zum Thema werden kann?

Monitor Lehrerbildung: Wie kann sichergestellt werden, dass Inhalte der Medienpädagogik und Mediendidaktik unter spezieller Berücksichtigung digitaler Medien zu echten Querschnittsthemen im Lehramtsstudium werden, d.h. dass angehende Lehrkräfte in allen Teilstudiengängen und fächerübergreifend auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und auf die spezifischen Fragestellungen der Medienpädagogik im digitalen Zeitalter vorbereitet werden?

Schiefner-Rohs: An Lehrerbildung in den unterschiedlichen Phasen sind viele Menschen beteiligt. Ich halte es daher für bedeutsam, alle Involvierten ‚ins Boot’ zu nehmen. Dazu gehören Universitäten, Lernorte der zweiten Phase (Referendariat) und die Schulen selbst. Es bringt ja wenig, digitale Medien an der Hochschule zu fokussieren, wenn im Referendariat andere Konzepte wichtig sind. Aber Vorsicht: Was im Gewand digitaler Medien daherkommt, ist pädagogisch manchmal fragwürdig. Medien sind deshalb eine ständige und gemeinsame Reflexionsaufgabe. Darüber hinaus sind digitale Medien Aufgabe aller Lehrenden in der Lehrerbildung, aber unter verschiedenen Blickwinkeln:  Bildungswissenschaften stellen andere Fragen an Medien wie Fächer und Fachdidaktiken. Diese Pluralität ernst zu nehmen und produktiv zu nutzen, ist für mich ein erster Schritt zu einer übergreifenden Strategie.

Monitor Lehrerbildung: Aus unseren Daten geht hervor, dass der didaktische Einsatz digitaler Medien im Rahmen der schulischen Praxisphasen an vielen Hochschulstandorten im Lehramtsstudium zwar erwünscht, aber nicht unbedingt verpflichtend ist, da die infrastrukturelle Ausstattung der Praktikumsschulen nicht in jedem Fall ausreichend ist. Haben wir hier das Henne-Ei-Problem? Wie könnten dennoch für jeden Lehramtsstudierenden Möglichkeiten geschaffen werden, digitale Medien im praktischen Einsatz zu erproben?

Schiefner-Rohs: Wir dürfen Digitalisierung nicht als reines Praxisproblem verstehen, in dem es nur darum geht, Technologien zu nutzen. Also, um im Bild zu bleiben, statt an der Tafel nun auf ein Whiteboard zu schreiben. Insbesondere in der ersten Phase der Lehrerbildung steht die Reflexion über Medien im Zentrum: Wie verändern digitale Medien Gesellschaft, pädagogisches Handeln darin und letztlich den Schulalltag? Welchen Einfluss haben sie auf Meinungsbildung und gesellschaftliches Zusammenleben? Welche ethischen Implikationen müssen wir in den Blick nehmen? Um solche Fragen zum Gegenstand der Lehrerbildung zu machen, braucht man nicht unbedingt digitale Medien im Klassenzimmer. In der Medienpädagogik geht nicht um Geräte per se, sondern um die Kommunikation über Einsatz, Aneignung und Wandel des Zusammenlebens.

Monitor Lehrerbildung: Stimmt aus Ihrer Sicht die Theorie, dass die heutigen Studierenden als sogenannte „Digital Natives“ bereits über eine ausgeprägte Digitalkompetenz verfügen? Wenn dem so ist, wie könnte diese Digitalkompetenz mit der langjährigen Praxiserfahrung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen konstruktiv zusammengeführt werden?

Schiefner-Rohs: Wir müssen endlich aufhören, von den digital natives zu sprechen. Zum einen weisen verschiedene internationale und nationale Studien darauf hin, dass es nicht gerechtfertigt ist, eine gesamte Generation so zu bezeichnen. Zum anderen wissen wir aus Studien, dass heutige Studierende nicht unbedingt medienkompetent sind. Sie können Medien technisch handhaben, Informationen werden aber zum Teil unkritisch bewertet. Gerade die kritische Reflexion mit Medien ist für alle Menschen notwendig, unabhängig von ihrem Lebensalter oder Geburtsjahr. 

Monitor Lehrerbildung: Wenn wir die Digitalisierung der Schulen und der Lehrerbildung als bundesweite Herausforderung verstehen, bei der Wissen und Expertise gebündelt werden sollte, wie könnten übertragbare Konzepte entwickelt werden, damit nicht jeder Hochschulstandort und auch nicht jedes Bundesland in seinen Lehramtsstudiengängen „sein eigenes Süppchen kocht“ und mühsam tragfähige Umsetzungswege eruiert, für die woanders vielleicht schon Good Practice-Erfahrungen vorliegen?

Schiefner-Rohs: Gute Beispiele können immer nur Anregungen bieten. Sie können aber nicht 1:1 in die eigene Bildungspraxis integriert werden. Dazu sind die jeweiligen Kontexte und Bedarfe in den Hochschulen und Schulen zu unterschiedlich. Daher wäre Austausch und Kommunikation über die Bundesländer hinweg für mich ein wichtiger, aber nicht der einzige Schritt. In Rheinland-Pfalz machen wir z.B. gute Erfahrungen damit, curriculare Standards der Medienbildung auf Basis guter Beispiele zu entwickeln. Im Gespräch sind Landesvertreter, Hochschulvertreter und das Pädagogische Landesinstitut. Zentral ist aber auch Kommunikation und Austausch im Nachgang: Nur so können die eigenen Initiativen kritisch hinterfragt und sukzessive weiterentwickelt werden.

Monitor Lehrerbildung: Frau Schiefner-Rohs, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.

19. Juli 2018

Überblicksstudie Digitalisierung in der Lehrerbildung des Hochschulforums Digitalisierung

Eine neue Überblicksstudie des Hochschulforums Digitalisierung stellt elf ausgewählte Fallbeispiele guter Praxis zur Digitalisierung im Lehramtsstudium vor.

 

Nachdem die Publikation “Lehramtsstudium in der digitalen Welt” des Monitor Lehrerbildung gezeigt hat, vor welchen Herausforderungen gerade das Lehramtsstudium in Deutschland in Zeiten digitalen Wandels steht, widmet sich das Hochschulforum Digitalisierung in seiner Überblicksstudie Beispielen guter Praxis an lehramtsbildenden Hochschulen in Deutschland, die diesen Herausforderungen aktiv begegnen.

 

In Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten der Ad-hoc AG Lehrerbildung und Digitalisierung wurden elf Fallbeispiele anhand von Good-Practice-Kriterien in ihrem individuellen Hochschulkontext analysiert, um Orientierung für vergleichbare Studienangebote bieten zu können.

18. Juli 2018

Prof. Dr. Torsten Brinda im Gespräch mit dem Team des Monitor Lehrerbildung über digitale Medien in der Lehrerausbildung

Torsten Brinda ist Sprecher des Fachbereichs Informatik und Ausbildung/Didaktik der Informatik bei der Gesellschaft für Informatik und Lehrstuhlinhaber „Didaktik der Informatik“ an der Universität Duisburg-Essen.

 

Monitor Lehrerbildung: Herr Brinda, wie verändern sich Schule und Unterricht durch die Digitalisierung?


Brinda: Die digitale Transformation bietet große Potenziale für das System Schule im Allgemeinen und Unterricht im Speziellen. Ähnlich wie in anderen Bereichen können Arbeits-, Kommunikations- und Kooperationsprozesse mit Mitteln der Digitalisierung auch in der Schule unterstützt und verbessert werden.

 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte auf "mehr Information" oder laden Sie es hier als PDF herunter.

Zukünftig kommt hier sicherlich sog. Educational Management Systemen zentrale Bedeutung zu, die die innerschulische Datenerhebung und -verwaltung unterstützen, deren Aufbereitung und Analyse sowie das Erstellen von Berichten für übergeordnete Stellen. Mit fortschreitender Kompetenzforschung in den einzelnen Fachdidaktiken und den Mitteln der Digitalisierung werden zunehmend technische Möglichkeiten verfügbar, mit denen fachspezifische Kompetenzen von Lerngruppen oder Jahrgangsstufen erhoben und für Maßnahmen innerschulischer oder externer Steuerung genutzt werden können. Das ermöglicht eine bessere Wirksamkeit des Bildungssystems. 

Arbeitsprozesse jedweder Art werden innerschulisch zunehmend digital unterstützt: das kann z. B. bei Schul-Apps anfangen, die Schülerinnen und Schülern und deren Eltern den Zugriff auf die jeweilige Schülerakte ermöglichen, über etwaige Veränderungen im Stundenplan des jeweiligen Tages informieren, aber auch nach Fächern strukturierte digitale Sammlungen von Unterrichtsmaterialien und Stundenplanungen für Schüler und Lehrkräfte einschließen. Der Unterricht wird perspektivisch in allen Fächern mit einem größeren Spektrum an zur Verfügung stehenden Unterrichtsmitteln (traditionellen, wie digitalen) gestaltet werden, wobei jeweils zu entscheiden ist, was das für ein Unterrichtsvorhaben bestmögliche Mittel ist. Zusätzlich zu dieser Nutzung digitaler Medien in allen Fächern werden sich auch die Unterrichtsinhalte weiterentwickeln: einerseits wird jedes Schulfach sich auch mit der Frage auseinanderzusetzen haben, wie sich die jeweilige Disziplin im Lichte der Digitalisierung hinsichtlich Arbeitsweisen, Information, Kommunikation und Kooperation weiterentwickelt, andererseits sind die Grundlagen der Digitalisierung als Fundament der sogenannten „digitalen Welt“ ebenfalls im Schulcurriculum zu verorten. Hier kommt dem Schulfach Informatik besondere Bedeutung zu, in dem offengelegt werden kann, wie sich Phänomene der „digitalen Welt“ erklären lassen und wie man diese Welt aktiv mitgestalten kann. Die Bildungspolitik „ziert“ sich aufgrund schulorganisatorischer Herausforderungen bislang sehr, diesen besonderen Stellenwert der Informatik auch im Schulcurriculum verbindlich sichtbar werden zu lassen. Ohne Informatik gäbe es keine Digitalisierung. Ohne Informatik in der Schule bleibt die Auseinandersetzung damit an der Oberfläche und Fragen wie „Was geschieht mit meinen Daten im Netz?“, „Was können Computer und was nicht?“ oder „Entmündigung durch Code“ werden nicht wirklich beantwortet und bleiben auf der Ebene von Hörensagen.

Monitor Lehrerbildung: Wie muss das Thema Digitalisierung im Lehramtsstudium aufgegriffen werden? Wo liegen dabei Ihrer Auffassung nach Chancen und Herausforderungen?

Universität im Allgemeinen und Lehrerbildung im Speziellen sollte Digitalisierung nicht nur im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Mittel und Gegenstand machen, sondern perspektivisch selbst hinsichtlich Verwaltung und Dienstleistungen für Studierende und Lehrende vollumfänglich nutzen. Alle Lehramtsfächer stehen vor der Aufforderung darüber zu reflektieren, wie das fachliche Lehren und Lernen durch digitale Medien bestmöglich unterstützt werden kann. Hinzu käme eine grundlegende Reflexion der jeweiligen Disziplin, wie die Digitalisierung das Lernen, Arbeiten, Kommunizieren, Kooperieren, Problemlösen in der jeweiligen Disziplin verändert. Lehramtsstudierende sollten während ihres Studiums idealerweise in möglichst vielen Lehrveranstaltungen und auch sonst an der Universität als Institution völlig selbstverständlich auf digitale Medien und Systeme treffen und damit Digitalisierung in der Praxis erleben, um diese Erfahrungen dann später in der Schule als Modellsituationen aufgreifen und dort implementieren zu können. Hier stellt es sicherlich eine Herausforderung dar, alle Universitätsangehörigen zu einem solchen Wandel zu bewegen. Da Digitalisierung in der Schule nicht nur zum Medium, sondern auch verstärkt zum Unterrichtsgegenstand wird und neben dem Schulfach Informatik alle Fächer dazu Beiträge leisten können, bedarf es perspektivisch auch einer grundlegenden informatischen Bildung für alle Lehrkräfte, in Analogie zu Fächern wie Mathematik oder Deutsch als Fremdsprache. Natürlich kann diese aber eine eigene Informatiklehrerbildung nicht ersetzen.

Monitor Lehrerbildung: Laut der erwähnten KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ sollen digitale Lehr- und Lerntechniken ja dem „Primat des Pädagogischen“ folgen – also Werkzeug für gute und erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse sein. Wie können Skeptiker davon überzeugt werden, dass Digitalisierung kein weiteres Problem, sondern Teil der Lösung umfangreicher bildungspolitischer Probleme ist?

Schulen werden mit vielfältigen Trends und Ideen (wie z. B. G8, Inklusion etc.) konfrontiert, die kurzfristige Umsetzungserfordernisse nach sich ziehen. Nicht selten werden aber zuvor dringliche Änderungen auch wieder zurückgenommen. Das mindert die Euphorie bzgl. anstehender Anpassungen. Der digitale Wandel ist eine fundamentale Herausforderung für unsere gesamte Gesellschaft, ist Realität und ein unumkehrbarer Prozess, der gerade erst begonnen hat. Schaut man in die übergeordneten Ziele des Schulsystems, dann findet man dort Anliegen wie Weltverständnis, Mitgestaltungsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung. All diese übergeordneten Ziele darf man nicht nur vor dem Hintergrund einer Welt von Humboldt & Co. interpretieren, sondern muss die aktuelle Welt zur Kenntnis nehmen, die nun mal maßgeblich und in zunehmendem Maße durch Digitalisierung geprägt ist. Skeptiker betonen gerne, die Stundentafel sei ohnehin schon zu voll, und man solle sich erst mal um andere, vermeintlich wichtigere Dinge kümmern. Erkannten Problemen soll man sich selbstverständlich widmen, darf dies aber nicht gegen die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung ausspielen. Man kann nicht so tun, als wäre die Lebenswelt der Schüler heute die gleiche, wie in der Zeit vor der Digitalisierung. Die Nutzung digitaler Unterrichtsmittel eröffnet für viele Schulfächer ganz neue Möglichkeiten: so können im naturwissenschaftlichen Unterricht an der Schule nicht zur Verfügung stehende Experimente bspw. in virtuellen Laboren durchgeführt werden. Beobachtungen in der Natur oder im Sport können digital aufgezeichnet, archiviert und ausgewertet werden. Digitale Medien werden gemäß der jährlichen JIM-Studien sehr intensiv von den Jugendlichen in ihrer Freizeit genutzt. Damit sollten sie auch in der Schule in allen Fächern – wo ein didaktischer Mehrwert erkennbar ist – eingesetzt werden. Dadurch, dass man die Digitalisierung damit in die Schulen hinein holt, gibt es dann auch die Möglichkeit, sich konstruktiv mit den damit in Zusammenhang stehenden Phänomenen und Fragen auseinanderzusetzen: Wie wirken solche Systeme? Wie funktionieren sie? Wie kann man sie in schuladäquatem Umfang selbst gestalten? An dieser Stelle kommt dem Schulfach Informatik eine ähnliche Bedeutung zu, wie bspw. der Mathematik für die Physik.

Monitor Lehrerbildung: Wie ist es aus Ihrer Sicht zu bewerten, dass viele Hochschulen Angebote zur Medienpädagogik und Mediendidaktik im Wahlpflichtbereich der Lehramtsstudiengänge verankern, dass also Studierende, die sich für das Thema nicht interessieren, auch nicht verpflichtend mit Fragen der Digitalisierung in Berührung kommen?

Wenn man möchte, dass zukünftig alle Lehrerinnen und Lehrer digitale Medien in ihrem Unterricht kompetent einsetzen und an der Erreichung der Ziele der KMK-Strategie mitwirken sollen, dann müssen sie die zu vermittelnden Kompetenzen selbst erworben haben. Die Curricula in den Studiengängen müssen so gestaltet sein, dass die Studierenden die dazu erforderlichen Kompetenzen im Rahmen ihres Studiums verbindlich erwerben. Ob das in speziellen Veranstaltungen erfolgen sollte oder integriert in mehrere andere ist eine vergleichbare Diskussion, wie die Frage, ob digitale Bildung in der Schule in einem eigenen Fach verortet sein sollte oder fächerintegriert. Weniger entscheidend als der Ort ist jedoch die Verbindlichkeit. Für die Schule halte ich eine Kombination aus Integration und eigenem Fach für unverzichtbar, da einerseits die fachspezifische Anwendung erforderlich ist, andererseits ein Lernort, an dem nicht integrierbare Inhalte vermittelt werden und eine Systematisierung stattfindet. Das könnte man entsprechend im Lehramtsstudium umsetzen. Neben Inhalten aus dem Bereich der Medienbildung und -pädagogik sollten alle Lehrkräfte dort auch grundlegende Informatikkompetenzen erwerben.

Monitor Lehrerbildung: Wie kann sichergestellt werden, dass Inhalte der Medienpädagogik und Mediendidaktik unter spezieller Berücksichtigung digitaler Medien zu echten Querschnittsthemen im Lehramtsstudium werden, d. h. dass angehende Lehrkräfte in allen Teilstudiengängen und fächerübergreifend auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und auf die spezifischen Fragestellungen der Medienpädagogik im digitalen Zeitalter vorbereitet werden?

Zunächst einmal muss sichergestellt werden, dass die zu erwerbenden Kompetenzen in den Zielkompetenzen der Lehramtsstudiengänge verbindlich verankert werden. Dann müsste geprüft bzw. nötigenfalls ein Konzept entwickelt werden, wo die erforderlichen Kompetenzen im Rahmen des jeweiligen Teilstudiengangs erworben werden. Das müsste dann zum Gegenstand regelmäßiger Überprüfungen der Lehramtsstudiengänge gemacht werden. In den einzelnen Studiengangsmodulen sollten Modellsituationen geschaffen werden, in denen digitale Medien selbstverständlich verortet werden und die in entsprechender Art und Weise auch in der Schule umgesetzt werden könnten. Hochschulweite Sammlungen und Zurverfügungstellungen von Best Practice-Beispielen und ggfs. daran orientierte Fortbildungen könnten die Umsetzung begleiten.

Monitor Lehrerbildung: Aus unseren Daten geht hervor, dass der didaktische Einsatz digitaler Medien im Rahmen der schulischen Praxisphasen an vielen Hochschulstandorten im Lehramtsstudium zwar erwünscht, aber nicht unbedingt verpflichtend ist, da die infrastrukturelle Ausstattung der Praktikumsschulen nicht in jedem Fall ausreichend ist. Haben wir hier das Henne-Ei-Problem? Wie könnten dennoch für jeden Lehramtsstudierenden Möglichkeiten geschaffen werden, digitale Medien im praktischen Einsatz zu erproben?

Die Hochschulen könnten bei der Auswahl von Praktikumsschulen natürlich deren technische Ausstattung als Auswahlkriterium miteinbeziehen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mit „Bring Your Own Device“-Ansätzen zu arbeiten, indem die Schülerinnen und Schüler eigene Geräte (z. B. Smartphones, Tablets) mit in den Unterricht bringen. Das stellt dann natürlich höhere Herausforderungen an die Unterrichtsvorbereitung, da zu verwendende Software natürlich plattformunabhängig zur Verfügung stehen muss, und die Lehrkraft die Geräte der Schüler zunächst natürlich nicht kennt. Zusätzlich ist in diesem Szenario die Verteilung von Materialien und die Verwendung des Internets, aufgrund möglicher mangelnder W-LAN-Ausstattung der Schule eine weitere Herausforderung, die Lehrkräfte bewältigen müssen.

Monitor Lehrerbildung: Stimmt aus Ihrer Sicht die Theorie, dass die heutigen Studierenden als sogenannte ‚Digital Natives‘ bereits über eine ausgeprägte Digitalkompetenz verfügen? Wenn dem so ist, wie könnte diese Digitalkompetenz mit der langjährigen Praxiserfahrung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen konstruktiv zusammengeführt werden?

Handhabungskompetenzen bzgl. digitalen Medien, vor allem der Umgang mit Smartphones und Tablets, sind sicher insgesamt gut ausgeprägt. Studien zum Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen lassen diesen Schluss zu. Was jedoch ein reflektiertes Handeln betrifft, das Kenntnisse zu den zugrundeliegenden Fachkonzepten auch aus der Informatik erfordert, sind die „Digital Natives“ oft eher „Digital Naives“.

Monitor Lehrerbildung: Wenn wir die Digitalisierung der Schulen und der Lehrerbildung als bundesweite Herausforderung verstehen, bei der Wissen und Expertise gebündelt werden sollte, wie könnten übertragbare Konzepte entwickelt werden, damit nicht jeder Hochschulstandort und auch nicht jedes Bundesland in seinen Lehramtsstudiengängen „sein eigenes Süppchen kocht“ und mühsam tragfähige Umsetzungswege eruiert, für die woanders vielleicht schon Good Practice-Erfahrungen vorliegen?

An vielen Standorten wurden Expertengruppen zur „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ eingerichtet. Hier wäre vermutlich ein bundesweites Netzwerk eine gute Idee, über das Materialien ausgetauscht und Initiativen koordiniert werden könnten. Zudem sollten die Materialien als Open Educational Resources der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sodass diese für den Einsatz in der eigenen Lehre, aber auch als Grundlage für weitere Materialien frei von der Community genutzt werden können. Wir sollten gerade in diesen Bereichen als Vorbilder vorangehen und aufzeigen wie die Digitalisierung für eine schnelle, unkomplizierte und grenzenlose Kommunikation und Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen für einen kontinuierlichen Austausch von Wissen und Expertise und somit zur Verbesserung von Bildungsprozessen genutzt werden kann.

Monitor Lehrerbildung: Herr Brinda, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.

11. Juli 2018

Newsletter Juli 2018

01 Thema des Monats


Chancengerechtigkeit in der Schulbildung
Die Veröffentlichung des Nationalen Bildungsberichts 2018 durch die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine bundesweite Debatte über Chancengerechtigkeit in der Schulbildung ausgelöst. Verschiedene Medien und Verbände wie der VBE weisen auf eine wachsende Spaltung der Bildungsniveaus hin, der Spiegel schreibt von „alarmierenden Ergebnissen”.

Laut Bildungsexperte Dirk Zorn von der Bertelsmann Stiftung könne eine mögliche Lösung im qualitätsgesicherten Ganztagsausbau der Schulen liegen, da Schulen so die individuelle Förderung von Schulkindern voranbringen und pädagogische Angebote erweitern könnten. In der Publikation „Neue Aufgaben, neue Rollen?! - Lehrerbildung für den Ganztag” des Monitor Lehrerbildung wurden bereits im letzten Jahr die Anforderungen des zunehmenden Ausbaus der Ganztagsschulen für die Lehrerbildung untersucht und analysiert inwieweit angehende Lehrkräfte heute auf den Einsatz an einer Ganztagsschule vorbereitet werden. Denn die Qualität guter Ganztagsschulen steht und fällt auch mit den Kompetenzen der an ihnen tätigen Lehrkräfte.

02 Länderübergreifende News


Nationaler Bildungsbericht 2018 in Berlin vorgestellt – Kultusministerkonferenz
Die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF) haben gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bericht „Bildung in Deutschland 2018” vorgestellt. Der nunmehr siebte Bildungsbericht beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens und widmet sich in seinem diesmaligen Schwerpunkt den Wirkungen und Erträgen von Bildung.
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News4Teachers fasst die Erkenntnisse aus dem Bildungsbericht zusammen und geht dabei besonders auf die Themen Lehrermangel und die wachsende Spaltung der Bildungsniveaus ein. Auch Die Zeit präsentiert eine Zusammenfassung. Jan-Martin Wiarda kritisiert in seinem Kommentar, die Politik habe keine konkreten Antworten auf die Personalnot im Bildungssystem.

Zusätzliche Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beschlossen – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)
Schwerpunkte der nächsten Förderrunde in Höhe von 64 Millionen Euro sind die Digitalisierung und die Lehramtsausbildung für berufliche Schulen. Diese Entscheidung von Bund und Ländern fußt auf den Ergebnissen einer programmbegleitenden Zwischenevaluierung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.
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Kultusministerkonferenz und Bundesministerin vereinbaren Zusammenarbeit – Kultusministerkonferenz
Der Digitalpakt für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien und der geplante Nationale Bildungsrat standen im Mittelpunkt des ersten Treffens von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und den Bildungsministerinnen und -ministern der Länder auf der Kultusministerkonferenz im Juni in Erfurt. Während beim Thema Nationaler Bildungsrat noch viele Fragen geklärt werden müssen, zeichnete sich beim Digitalpakt eine hohe Übereinstimmung zwischen Bund und Ländern ab.
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Der Deutschlandfunk interviewt Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann und liefert eine detaillierte Zusammenfassung der Beschlüsse. Ab 2019 sollen Gelder für den Digitalpakt fließen, die Länder sich mit 10 bis 15 Prozent daran beteiligen. Auch Jan-Martin Wiarda analysiert die Ergebnisse des Treffens und schreibt von einem „Durchbruch” beim Digitalpakt.

Zusammenfassung der PISA-Sonderauswertung „Effective Teacher Policies” – News4Teachers
Der Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der neuen PISA-Studie, welche die Ausbildung und Evaluation von Lehrkräften in den Fokus rückt. Insgesamt 18 Staaten seien begutachtet worden. Wichtige Erfolgsfaktoren für gute Lehrerleistungen seien verpflichtende Praxisphasen vor dem eigentlichen Berufseinstieg, praxisnahe Fortbildungen während der Laufbahn und systematisches Feedback.
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PISA-Koordinator Andreas Schleicher fordert im Deutschlandfunk eine praxisnähere Lehrerausbildung und eine Erhöhung der Attraktivität des Berufes, da sich, im Gegensatz zu beispielsweise Österreich, in Deutschland eher „mittelmäßige” Schülerinnen und Schüler für den Lehrerberuf entschieden.

„Digitale Medien: Vielversprechender Ansatz für mehr Chancengerechtigkeit an deutschen Schulen” – Robert Bosch Stiftung
Im internationalen Vergleich mit anderen Industrienationen hängt der Bildungserfolg in Deutschland immer noch stark von der sozialen Herkunft ab. Um diesen Effekt auszugleichen, setzen immer mehr Schulen auf individuelle Förderung im Unterricht. Ein Team europäischer Bildungsforscher hat jetzt im Auftrag der Robert Bosch Stiftung untersucht, ob digitale Medien das personalisierte Lernen unterstützen können, indem sie zum Beispiel den Wissensstand prüfen und Lerninhalte anpassen.
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03 Länderspezifische News

[Bayern] Mehr Studienplätze im Grundschullehramt geplant – Süddeutsche Zeitung
Kultusminister Bernd Sibler habe im Bildungsausschuss des Landtags angekündigt, landesweit 700 neue Studienplätze für das Lehramt an Grundschulen zu schaffen. Zudem könne der Numerus Clausus für Studienanfängerinnen und Studienanfänger verringert oder abgeschafft werden.
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[Bayern] BLLV: 4000 Lehramtsstudierende gehen in Bayern jährlich verloren – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Nach Recherchen des BLLV gehen pro Kohorte jedes Jahr rund 4000 Lehramtsstudierende vom ersten Studienjahr bis zum Abschluss verloren. Darunter fallen nicht nur die, die ihr Studium vollständig abbrechen, sondern auch die, die erkennen, dass sie lieber einen anderen Studiengang aufnehmen oder einen anderen Beruf ergreifen möchten. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann mahnt vor diesem Hintergrund erneut Korrekturen in der Lehrerbildung an.
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[Brandenburg] Anhörung vor dem Bildungsausschuss eröffnet Defizite bei Medienbildung im Lehramtsstudium – Märkische Onlinezeitung
Eine Bestandsaufnahme des Landtags zu Digitalisierung und Medienbildung an Schulen habe ernüchternde Erkenntnisse hervorgebracht. Schon in der Lehrerausbildung sei das Thema nicht verpflichtend, Nachwuchs-Lehrkräfte würden außerdem von sich aus dagegen tendieren, digitale Medien im Unterricht einzusetzen.
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[Niedersachsen] Land erhöht Grundfinanzierung der kleineren lehrerbildenden Hochschulen – Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Das Land Niedersachsen erhöht für 2018 die Grundfinanzierung der kleineren lehrerbildenden Hochschulen. Insgesamt erhöhen sich die Mittel in diesem Jahr um drei Millionen Euro - davon entfällt eine Million Euro auf die Universität Vechta. Das Geld soll den Hochschulen ermöglichen, erste Vorhaben zur Verbesserung der Lehrerbildung umzusetzen, ohne dazu auf Ressourcen der neben der Lehrerbildung bestehenden Schwerpunkte zurückgreifen zu müssen.
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[Nordrhein-Westfalen] Neuer Vorbereitungsdienst in Teilzeit startet – Ministerium für Schule und Bildung
Erstmals können angehende Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen ihren Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolvieren. Für den Starttermin am 01.11.2018 liegen aktuell 97 Bewerbungen vor. Schulministerin Yvonne Gebauer betonte, dass es heute immer mehr darauf ankomme, auch der persönlichen Lebenssituation der Bewerberinnen und Bewerber gerecht zu werden.
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[Nordrhein-Westfalen] Mehr Studienplätze für künftige Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen – Ministerium für Kultur und Wissenschaft
Die Landesregierung und die Universitäten reagieren auf die jüngste Lehrerbedarfsprognose für das Land Nordrhein-Westfalen und erhöhen die Zahl der Studienplätze in den Lehramtsstudiengängen für Grundschulen. So stehen im Studienjahr 2018/2019 insgesamt 2.220 Bachelor-Studienplätze im Grundschullehramt bereit. Die Erhöhung um 339 Plätze entspricht einer Steigerung um 18 Prozent.
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[Schleswig-Holstein] Kabinett stimmt dem Entwurf eines neuen Lehrkräftebildungsgesetzes zu – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
„In Zukunft wird es kein Sekundarschullehramt mehr geben, sondern ein Lehramt für Gymnasien und ein Lehramt für Gemeinschaftsschulen”, so Bildungsministerin Karin Prien. Außerdem werde der bisher nur für den berufsbildenden Bereich zugelassene Direkteinstieg für alle Lehrämter geöffnet. Nach der Zustimmung des Kabinetts wird der Gesetzentwurf nun zur ersten Lesung in den Landtag gehen; das Gesetz soll am 01.02.2019 in Kraft treten.
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[Schleswig-Holstein] Digitales Bildungspaket vorgestellt – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Bildungsministerin Karin Prien hat das „Digitale Bildungspaket Schleswig-Holstein” vorgestellt. Zu den Projekten des Pakets gehört die systematische Verankerung des Lernens mit digitalen Medien in der Lehrkräftebildung. Geplant sind weiterhin ein Zentrum für Blended-Learning und der Ausbau der Unterrichtshospitationen an digitalen Modellschulen.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Bremen] Bildungsreport zum Studiengang „Inklusive Pädagogik” – NDR
Der NDR Bildungsreport stellt den in Deutschland einzigartigen Studiengang „Inklusive Pädagogik” der Universität Bremen vor, der im kommenden Wintersemester auch für die weiterführenden Schulen startet, und interviewt die beiden Professoren Prof. Dr. Natascha Korff (Inklusive Didaktik) und Prof. Dr. Frank J. Müller (Inklusive Pädagogik).
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[Universität Duisburg-Essen] Wie geht Inklusive Berufsorientierung?
Immer mehr Mädchen und Jungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen die Regelschule. Wie vermittelt man ihnen eine gute Berufsorientierung und welche Maßnahmen eignen sich für welche Schulform? Dies untersucht das Forschungsprojekt „BEaGLE: Berufsorientierung im Gemeinsamen Lernen der Sekundarstufen”.
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[Universität Frankfurt] „Keine Langzeitstrategie gegen den Lehrermangel” – Frankfurter Rundschau
Holger Horz, Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Universität Frankfurt, äußert sich in der Frankfurter Rundschau zu der Entwicklung des Lehrermangels in den kommenden Jahren. Er rechne bundesweit mit bis zu 50.000 unbesetzten Stellen in den nächsten fünf Jahren. Problematisch sei vor allem, dass nur rund die Hälfte der Lehramtsstudierenden schlussendlich an Schulen lande.
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[PH Freiburg / Universität Freiburg] Neue School of Education, neuer Master of Education
Die Universität und die PH Freiburg stärken ihre Kooperation in der Lehrerausbildung: Die Hochschulen haben eine Vereinbarung unterzeichnet, der zufolge sie ihr Kooperationsnetzwerk Freiburg Advanced Center of Education (FACE) zur School of Education FACE weiterentwickeln. Der Studiengang Master of Education startet zum Wintersemester 2018/19.
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[PH Heidelberg] Neues Zentrum will Lehrkräften interkulturelle Kompetenzen vermitteln
Die PH Heidelberg hat das Center for International Teacher Education (CITE) gegründet. Hier sollen zukünftige Lehrerinnen und Lehrer die Kompetenzen zum angemessenen Umgang mit kulturellen Unterschieden in einer zunehmend heterogen zusammengesetzten Schülerschaft bereits im Studium strukturiert und forschungsbasiert erwerben können.
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[PH Karlsruhe] Neues Studienmodell reagiert auf Bedarf an Berufsschullehrkräften
Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und die PH Karlsruhe haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das kooperative Studienmodell soll es Studierenden des Bachelorstudiengangs Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Karlsruhe ermöglichen, zunächst einen vollwertigen Ingenieurabschluss zu erlangen und sich anschließend mit einem Masterstudium an der PH Karlsruhe für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen zu qualifizieren.
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[Universität Tübingen] Tübinger Lehrerbildung stellt sich in Dokumentation mit ihrer strukturellen und inhaltlichen Neukonstitution vor
Wie sieht die Lehrerinnen- und Lehrerbildung für eine Schule der Zukunft aus? Wie können neue Angebote zu einem besseren Studium führen? Was macht die „optimale” Struktur einer universitären Lehrerinnen- und Lehrerbildung aus? Die Diskussion dieser und weiterer Fragen hat in den letzten Jahren Entwicklungen hin zu einer grundlegend veränderten Tübinger Lehrerbildung angestoßen, über welche eine neue Dokumentation berichtet.
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05 Veranstaltungen

[BilRess-Netzwerk] 9. BilRess-Netzwerkkonferenz „Lernen und Lehren in Lernlaboren und Lernfabriken – praktische Wege der Ressourcenbildung – 18.09.2018
Auf der 9. BilRess-Netzwerkkonferenz stehen Praxisräume im Vordergrund: Konzepte aus allen Bildungsbereichen werden vorgestellt und diskutiert. Zudem haben die Teilnehmenden die Gelegenheit in der Lernfabrik der Technischen Hochschule Mittelhessen selbst aktiv zu werden und das Konzept Lernlabor zu erfahren und erleben.
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[Universität Potsdam] Tag der Lehrerbildung 2018: Lokal Global Digital – 26.09.2018
Das Programm beinhaltet Workshops und Vorträge zu internationalen Schulpartnerschaften, Austauschprogrammen für Lehrerinnen und Lehrer und bisherigen Erfahrungen mit dem Refugee Teacher Programm in der Praxis. Außerdem bietet der Tag Einblicke in Schulsysteme anderer Länder und eine Diskussion zu Hürden und Chancen der Internationalisierung in Bezug auf Digitalisierung.
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[Hochschulforum Digitalisierung / Forum Bildung Digitalisierung] Fachtagung Lehrerbildung & Digitalisierung – 27.09.2018
Das Forum Bildung Digitalisierung führt in Kooperation mit dem Hochschulforum Digitalisierung eine Fachtagung zur Lehrerbildung im digitalen Zeitalter durch. In den Blick genommen werden alle drei Phasen der Lehrerbildung und insbesondere die Schnittstellen und Synergien zwischen diesen. Neben der Darstellung guter Beispiele steht vor allem auch der Austausch im Vordergrund, wie sich das Kompetenzprofil von Lehrkräften für Bildung in der digitalen Welt weiterentwickeln muss.
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[Universität Vechta] Fachtagung „Beratung und (Selbst-)Reflexion in der Lehrer*innenbildung” – 27.-28.09.2018
Im Rahmen der Tagung soll diskutiert werden, wie und anhand welcher theoretischen Grundlagen, Methoden, Verfahren und Instrumente Beratungs- und Selbstreflexions-kompetenzen an Hochschulen implementiert und überprüft werden (können). Eine Anmeldung ist bis zum 31.08.2018 möglich.
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[Universität Rostock] Tag des forschenden Lernens – 05.10.2018
Das Forschende Lernen wird seit einigen Jahrzehnten als ein geeignetes Lehr-Lernformat betont, um bedeutsame Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden zu fördern und zur Professionalisierung beizutragen. Die Veranstaltung soll das Forschende Lernen in der Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar machen und zum Austausch von Dozierenden und Studierenden zu gelingenden Formaten und Konzepten beitragen.
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[TU München] Folgetagung: Vernetzung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft – 26./27.10.2018
Ziel der Tagung ist es, die Vernetzung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft aus unterschiedlichen Perspektiven darzustellen und zu diskutieren. Am ersten Tag bieten acht parallele Workshops die Möglichkeit für Impulsvorträge, Poster-Präsentationen und Austausch. Am zweiten Tag werden die Ergebnisse der Workshops und Einsichten des erstens Tags präsentiert und in kleineren Gruppen vertieft weitergeführt.
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06 Internationale News

[Österreich] Projekt für geflüchtete Lehrkräfte vor dem Aus – Kurier
Das Projekt CORE, mit dem an der Universität Wien geflüchtete Lehrkräfte mit einem einjährigen Zertifikatslehrgang für den Unterricht in Österreich qualifiziert werden, werde möglicherweise eingestellt. Bislang habe sich für die nächste Runde des Zertifikatskurses noch keine neue finanzielle Förderung der ursprünglich vom Außenministerium getragenen Initiative gefunden.
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07 Dokumente/Literatur

Zinn, Bernd (Hg.): Inklusion und Umgang mit Heterogenität in der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung. Eine Bestandsaufnahme im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Franz Steiner Verlag, 2018.
Die Umsetzung von Inklusion und der Umgang mit Heterogenität stellen besondere Anforderungen an die Lehrkräfte. Dieser Band thematisiert die mit der inklusiven Bildung verbundenen Herausforderungen an die Professionalisierung im Lehramt an berufsbildenden Schulen und liefert einen Überblick über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
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Petzold-Rudolph, Kathrin: Studienerfolg und Hochschulbildung - Die akademische und soziale Integration Lehramtsstudierender in die Universität. Springer VS, 2018.
Kathrin Petzold-Rudolph beschäftigt sich mit den vielschichtigen Beziehungen zwischen der Universität als Sozialisationsinstanz und der Entwicklung von Studierenden vor dem Hintergrund der gestiegenen Relevanz akademischer Bildung sowie der Reformprozesse im Hochschulbereich und in der Lehrkräftebildung in den letzten zwei Jahrzehnten.
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08 Interviews/Kommentare

Interview mit Prof. Dr. Torsten Brinda, Professor für Didaktik der Informatik an der Universität Duisburg-Essen, über digitale Medien in der Lehrerausbildung – Monitor Lehrerbildung
Im Interview spricht Brinda über die Veränderungen von Schule und Unterricht durch die Digitalisierung sowie die Chancen und Herausforderungen durch die Integration von digitalen Medien in das Lehramtsstudium.
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Interview mit Jun.-Prof. Dr Mandy Schiefner-Rohs, Juniorprofessorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Schulentwicklung an der TU Kaiserslautern, über die Bedeutung der Digitalisierung in der Lehrerbildung – Monitor Lehrerbildung
Mandy Schiefner-Rohs beantwortet die Fragen des Monitor Lehrerbildung zu digitalen Medien in Schule und Unterricht sowie den Möglichkeiten für verpflichtende Inhalte zur Digitalisierung in der Ausbildung von Lehrkräften.
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09 Ausschreibungen

Gesucht: Konzepte und Beispiele für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht – Universität Wuppertal
Im Rahmen des Wettbewerbs „Bildung in der digitalen Welt” der Universität Wuppertal sind Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aller Schulformen, Fächer und Jahrgangsstufen eingeladen, Konzepte und Beispiele für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht einzureichen. Die Abgabefrist endet am 30. November 2018.
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10 Sonstiges

Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung 03/2018 – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der aktuelle Newsletter informiert über die zusätzliche Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Außerdem werden das Projekt „Teaching Talent Center” der Universität Erfurt und das Stipendienprogramm SCHULWÄRTS! des Goethe Instituts vorgestellt. Ein Kommentar der Psychologin Prof. Dr. Uta Klusmann widmet sich der Gewinnung und Auswahl angehender Lehrkräfte.
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Tübingen School of Education: TüSE-Newsletter 7, Juni 2018.
Der 7. Newsletter der Tübingen School of Education stellt wichtige Aktivitäten der TüSE zwischen März und Juni 2018 vor. Unter anderem geht es um die Projekte Portfolio und ProfiL, den neuen Master of Education und die Workshop-Reihe „New Topics INKLUSION”.
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13. Juni 2018

Newsletter Juni 2018

01 Thema des Monats


Lehrerbildung in der digitalen Welt
Im Vorfeld der neuen Veröffentlichung des Monitor Lehrerbildung „Lehramtsstudium in der digitalen Welt – Professionelle Vorbereitung auf den Unterricht mit digitalen Medien?!” sprach das Team des Monitor Lehrerbildung mit Prof. Dr. Thomas Knaus, Leiter der Abt. Medienpädagogik der PH Ludwigsburg und Wissenschaftlicher Direktor des FTzM Frankfurt (Main) über die Bedeutung der Digitalisierung für die Lehrerbildung, ihre Chancen und Herausforderungen. Das Interview finden Sie hier. Weitere Interviews werden in den nächsten Monaten in diesem Newsletter sowie in unserem Dokumente und Links-Bereich unter „Interviews/Experten-Statements” veröffentlicht.

Verschiedene Medien greifen in diesem Monat das Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung auf. Die Rheinische Post berichtet über die Forderungen des KMK-Präsidenten Helmut Holter, die Ausbildungskapazitäten für Lehrkräfte auszubauen und dabei besonderes Augenmerk auf das Digitalwissen der angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu legen. Das Handelsblatt berichtet über die Bemühungen des MINT-Forums, den Lehrkräftemangel in den MINT-Fächern zu bekämpfen, und betont deren Wichtigkeit für die Sicherung des Fachkräftebedarfes.

Jan-Martin Wiarda thematisiert die Ergebnisse des Monitor Lehrerbildung auf seinem Blog und schreibt, vor allem mit Blick auf die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt”, von „frappierenden Erkenntnissen”. Mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sprach Wiarda über den aktuellen Planungsstand des Digitalpaktes für Schulen.
 

02 Länderübergreifende News


Bericht von der Fachtagung „Perspektive Begabung” – Stifterverband
Über 500 Bildungsexpertinnen und -experten kamen zum Spitzentreffen der Talentfördernden in Köln, das in diesem Jahr den Titel „Smart – Fördern in der digitalen Welt” trug. Zahlreiche Vorträge, Praxisforen und Diskussionen setzen sich mit Themen wie der Digitalisierung in der Lehrerbildung auseinander.
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Studie: Kleinere Klassen können zu besseren Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik führen – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Kleinere Klassen in Grundschulen führen zu besseren Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Außerdem senken sie die Wahrscheinlichkeit, dass Schulkinder eine Klasse wiederholen müssen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.
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Bundesländer im Konkurrenzkampf um Lehrkräfte – Süddeutsche Zeitung
Wissenschafts- und Bildungsjournalist Jan-Martin Wiarda schreibt in der Süddeutschen Zeitung über das Wettbieten zwischen den Ländern um Lehrkräfte. Besonders für finanzschwache Bundesländer wie Bremen sei die Wettbewerbsspirale problematisch.
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Eignungstests für angehende Lehrkräfte – Frankfurter Neue Presse
Der Artikel informiert über verschiedene Eignungstestverfahren für Lehramtsanwärterinnen und –anwärter. So werden unter anderem das „PArcours”-Projekt der Universität Passau und „Starker Start ins Studium” an der Universität Frankfurt vorgestellt.
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03 Länderspezifische News


[Berlin] Lehrkräfte unzureichend auf Konflikte im Klassenraum vorbereitet – rbb 24
Der Beitrag des rbb sammelt Stimmen von Lehrkräften, die berichten, wie sie im Laufe ihrer Tätigkeit Fähigkeiten in Deeskalation und Vermittlung im Klassenzimmer erlernt haben. Das Studium habe sie nicht auf solche Konfliktsituationen vorbereitet. Eine gestiegene Wahrnehmung der Problematik sei jedoch vorhanden, so plane die HU Berlin zwei Professuren zu Interkulturalität und Heterogenität in der Schulpraxis.
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Zum Umgang von Lehrkräften mit unterschiedlichen Kulturen und Schichten an Schulen sowie den Vorbereitungsmöglichkeiten des Lehramtsstudiums interviewt rbb 24 außerdem einen Berliner Schulleiter.

[Berlin] Lehrermangel: Bildungssenatorin umwirbt Lehramtsstudierende – Der Tagesspiegel
Da aufgrund neuester Prognosen der Lehrerbedarf in Berlin auch mit Lehrkräften im Quer- und Seiteneinstieg nicht gedeckt werden könne, würden nun andere Maßnahmen ausgelotet. So sollen Teilzeitkräfte zum Aufstocken ihrer Stunden bewegt werden, außerdem werbe die Bildungsverwaltung unter Lehramtsstudierenden im Masterstudium dafür, studienbegleitend an Schulen zu unterrichten.
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Vonseiten der Berliner Universitäten komme derweil scharfe Kritik an den Plänen, Lehramtsstudierende studienbegleitend unterrichten zu lassen.

[Sachsen-Anhalt] Bildungsminister verspricht Verbesserung der Ausbildung von Quereinsteigerinnen und –einsteigern im Lehramt – Mitteldeutsche Zeitung
Wer von August an aus einem anderen Beruf in den Schuldienst komme, solle vor Dienstbeginn einen vierwöchigen Einsteigerkurs belegen. Zudem gebe es berufsbegleitend einen 200-stündigen Kurs, der sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecke.
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[Schleswig-Holstein] Bildungsministerin Prien stellt dem Bildungsausschuss fünf Kernpunkte für die Lehrkräftegewinnung vor – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Die Punkte, welche unter Einbindung der beiden Universitäten für Lehrkräfteausbildung im Land erarbeitet wurden, umfassen: Stärkung der aktiven Lehrkräfte, Stärkung der Ausbildung angehender Lehrkräfte, des Quer-, Seiten- und Direkteinstiegs, des Kontaktes mit dem Lehrerberuf sowie die Stärkung der gesellschaftlichen Anerkennung von Lehrkräften.
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04 Hochschulspezifische News


[Universität Duisburg-Essen] Leitbild Vielfalt und Inklusion für die Lehrerausbildung
Die Universität Duisburg-Essen entwickelt ihre Lehramtsstudiengänge inklusionsorientiert weiter. Sie befindet sich in einem längerfristigen Prozess, in dessen Rahmen alle Professionalisierungsfelder des Lehramtsstudiums überprüft und die Studieninhalte umfassend ausgebaut werden. Zentrale Leitlinien sind Bildungsgerechtigkeit, soziale Teilhabe, Diversitätsbewusstsein, individuelle Potenzialorientierung und barrierefreies Lehren und Lernen.
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[Universität Flensburg] Schule, Sexualität und neue Medien
An der Universität Flensburg sind zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekte gestartet, die sich mit sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten beschäftigen. Beide Forschungsprojekte haben zum Ziel, auf der Basis empirischer Analysen dringend benötigtes Praxiswissen zu diesem Themenfeld zu erarbeiten, das perspektivisch in das Flensburger Lehramtsstudium integriert werden kann.
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[FHM Rostock] Neuer Bachelorstudiengang Bildungswissenschaften Primar- und Elementarpädagogik
Der Studiengang qualifiziert für den frühkindlichen Bereich und die pädagogische Arbeit an Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Absolventen können somit sowohl im Kindergarten als auch über den qualifizierten Seiteneinstieg als Lehrperson in Grundschulen tätig sein. Das Studium Bildungswissenschaften Primar- und Elementarpädagogik stellt somit eine alternative Möglichkeit zum klassischen Lehramtsstudium dar.
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05 Veranstaltungen


[Landesregierung Baden-Württemberg] Festival für digitale Bildung – 04.07.2018
Das Festival für digitale Bildung ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe der Landesregierung Baden-Württemberg zu zentralen Themen der Digitalisierungsstrategie digital@bw. Unter dem Motto Bildung ist Zukunft und Zukunft ist digital soll ein Blick auf Potentiale digitaler Technologien für die Bildungslandschaft geworfen werfen.
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[Stifterverband] Podiumsdiskussion „Fit für die Zukunft: Neue Impulse für das Lehren und Lernen” – 04.07.2018
Welche Impulse können außerschulische Lernangebote für die Weiterentwicklung des Schulunterrichts geben? Sind unsere Lehrkräfte fit für die Zukunft in einer digitalen Welt? Diese und weitere Fragen sind Thema dieser Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung findet im Anschluss an die Sitzung des Landeskuratoriums Nordrhein-Westfalen statt und richtet sich an weitere Mitglieder, Partnerinnen und Partner sowie Interessierte des Stifterverbandes aus der Region. Anmeldungen sind bis zum 22.06.2018 möglich.
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[TU Dresden] 1. TUD-Sylber Summer School – 16./17.08.2018
Die TUD-Sylber Summer School ist als eine Come-Together-Veranstaltung gedacht. Promovierende mit Lehramtsbezug innerhalb und außerhalb des Projektes TUD-Sylber sollen zusammengebracht werden. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, professionellen Austausch zu ermöglichen und wertvollen Input von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erhalten.
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[Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz] Internationale Konferenz: The Interplay of Theory and Practice in Teacher Education – 20.-22.08.2018
The conference aims at bringing together international experts in the field of teacher education to critically reflect different pathways of teacher education on a global scale and further develop ideas to improve the interplay of theory and practice and initiate further cooperation between different national systems of teacher education.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) / Universität Marburg] Jahrestagung der DGfE-Kommission „Professionsforschung und Lehrerbildung” – 05.-07.09.2018
Die weitaus meisten Lehrerinnen und Lehrer werden als Fach-Lehrpersonen (aus)gebildet und unterrichten in diesen Fächern. Diese Tatsache ist in der Professionsforschung jenseits kompetenzorientierter Studien zum fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Wissen bislang allerdings kaum systematisch reflektiert und empirisch untersucht worden. Die Tagung rückt das bisher wenig beachtete Verhältnis von Fachlichkeit und Professionalisierung in den Vordergrund.
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[Stiftung Bildung und Gesellschaft u.a.] Deutsches Lehrerforum 2018 – 13.-15.09.2018
Das Deutsche Lehrerforum richtet sich an Lehrkräfte ebenso wie an engagierte Referendarinnen und Referendare, Lehramtsstudierende aller Fächer und Schulformen sowie an Teach First Fellows. Es bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Arbeit im kollegialen Miteinander weiterzuentwickeln und gute Beispiele in die Breite zu tragen.
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[Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) der Universität Leipzig] Leipzig Summer School 2018 – 18.-20.09.2018
Die Leipzig Summer School ist eine sozialwissenschaftliche Methodenwerkstatt und umfasst quantitative und qualitative Methodenkurse. Primäre Adressatinnen und Adressaten sind Forschende im Bereich der Schul- und Unterrichtsforschung, sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch Personen mit ersten Forschungserfahrungen. Eine Early-Bird Anmeldung ist bis zum 29.06.2018 möglich.
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Frankfurt University of Applied Sciences: fraMediale – 19.09.2018
Die siebte fraMediale widmet sich Schnittstellen und Schnittmengen, aber auch Grenzen und Reibungsflächen in der Diskussion um digitale Medien in Bildungskontexten. Das Programm aus rahmenden Vorträgen, Workshops, Infoshops und Exponaten bietet sowohl erziehungswissenschaftliche, insbesondere medienpädagogische, und informatische Ansätze als auch inspirierende Praxiserfahrungen und Vorhaben der interdisziplinären Zusammenarbeit.
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[Deutsche Sporthochschule Köln] 1. Kölner Tag des Schulsports & Wissenschaftliches Symposium: „Tägliche Herausforderungen meistern – Sportlehrkräfte im Fokus" – 19.09.2018
Ziel der Veranstaltung ist es, die Akteure aus Praxis und Theorie in einen Austausch zu bringen und die Vernetzung untereinander zu fördern. Durch die strukturelle Verzahnung des Tags des Schulsports und des wissenschaftlichen Symposiums erhalten Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Forschung, Lehrerbildung und Schulpraxis, sowie weitere Interessierte die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.
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[Internationales Centrum für Begabungsforschung (icbf)] 6. Münsterscher Bildungskongress: „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit – für alle!” – 19.-22.09.2018
Ein wesentliches Ziel des Bildungskongresses ist es, einen weiter gefassten Blickwinkel einzunehmen, damit das Verständnis von Bildungsgerechtigkeit nicht nur die Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg beinhaltet, sondern das allgemeine Ziel fokussiert, alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen, ihre Begabungen zu entwickeln und optimal zu fördern.
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[Rochow-Museum / Universität Potsdam] Fortbildung „Qualität pädagogischer Beziehungen stärken” – 06.10.2018
In der Fortbildung werden unter anderem die „Reckahner Reflexionen” vorgestellt. Diese zehn Leitlinien beschreiben, wodurch sich gute Beziehungen in pädagogischen Settings kennzeichnen und richten sich hierbei an den Kinderrechten aus. Die Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte, die sich mit der Qualität von pädagogischen Beziehungen auseinandersetzen und das Thema an ihrer Schule verankern möchten.
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06 Dokumente/Literatur


Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bundesbericht Forschung und Innovation, 2018.
Das Bundeskabinett hat den Bundesbericht Forschung und Innovation 2018 beschlossen. Laut Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sei es ein wesentlicher Punkt der neuen Forschungs- und Innovationsstrategie, Bildungs- und Innovationspolitik zusammenzudenken. Die Bund-Länder-Initiative Qualitätsoffensive Lehrerbildung soll fortgesetzt und um die Schwerpunkte Digitalisierung sowie Lehrerbildung für die beruflichen Schulen erweitert werden.
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Bühler-Garcia, Georg / Bürki, Gisela / Weidinger, Wiltrud: Unterwegs – Das bin ich. Das kann ich. Da will ich hin. hep verlag, 2018.
Das Lehrmittel für Jugendliche und junge Erwachsene mit Flucht-/Migrationshintergrund umfasst ein Arbeitsbuch für Lernende und einen didaktischen Kommentar für Lehrpersonen. Den Mittelpunkt bildet das Arbeitsbuch, das sich mit den Themen überfachliche Kompetenzen (Life Skills), Berufswahlorientierung und Spracherwerb Deutsch befasst.
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Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD): Ergänzende Wege der Professionalisierung von Fachkräften – Positionspapier der GFD zur Problematik des Quer- und Seiteneinstiegs, 2018
Während der Quer- und Seiteneinstieg in der Öffentlichkeit oftmals pauschal als problematisch wahrgenommen wird, sieht die GFD die Problematik im Fehlen von Konzepten, die sich an den Standards einer professionellen Lehrkräftebildung orientieren. Die GFD fordert eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern, um forschungsbasiert Konzepte für ergänzende Professionalisierungswege zu entwickeln und formuliert hierfür einige Leitlinien.
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Gesellschaft für Informatik: Stellungnahme zu den Veränderungsvorschlägen zu den „Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung” (Fachstandards) der Kultusministerkonferenz auf Basis der KMK-Strategie zur „Bildung in der digitalen Welt”, 2018.
Prof. Ira Diethelm und Prof. Torsten Brinda von der Gesellschaft für Informatik haben zu den Änderungsvorschlägen der Kultusministerkonferenz (KMK) an den Fachstandards in der Lehrerbildung ausführlich Stellung bezogen: Die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt” vorgeschlagenen Überarbeitungen seien zu unkonkret und bedürfen sowohl im allgemeinen Teil als auch in den Abschnitten zu einzelnen Fächern einer stärkeren Ausdifferenzierung.
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07 Interviews/Kommentare


Interview mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek über Geschichtsunterricht an deutschen Schulen und den Digitalpakt – Die Welt
Karliczek sieht im Interview keine Notwendigkeit, sich bei der Behandlung der deutschen Geschichte mehr auf positive Aspekte zu konzentrieren. Außerdem äußert sie sich zum aktuellen Stand des Digitalpaktes für Schulen und ihre derzeitigen Gespräche mit den Bundesländern.
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12. Juni 2018

Prof. Dr. Thomas Knaus, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der PH Ludwigsburg, Direktor des FTzM und Honorarprofessor am Fachbereich Informatik & Ingenieurwissenschaften der Frankfurt UAS in Frankfurt am Main, im Gespräch mit dem Team des Monitor Lehrerbildung über digitale Medien in der Lehrerausbildung

Monitor Lehrerbildung: Herr Knaus, wie verändern sich Schule und Unterricht durch die Digitalisierung?


Knaus: Schule und Unterricht können sich im Hinblick auf den aktuellen gesellschaftlichen Wandel, der vereinfacht mit ‚Digitalisierung‘ überschrieben wird, verändern – gleichermaßen müssen sie es aber auch: Einerseits gilt es, die didaktischen Potentiale digitaler Medien im Unterricht und ihre erweiterten Möglichkeiten für Kommunikation und Kollaboration in der Schule zu nutzen; anderseits müssen mit dieser sehr umfassenden gesellschaftlichen Entwicklung auch curriculare Entwicklungen einhergehen.

 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte auf "mehr Information" oder laden Sie es hier als PDF herunter.

Gerade die Relevanz des Lernens über Medien – die Medienkompetenzförderung und ein technisch-informatisches Grundverständnis – beispielsweise im Sinne eines Computational Thinking – wiegen umso schwerer, wenn die Schule nicht nur ihren Qualifikationsauftrag erfüllen will, sondern als ein Ort von Sozialisation auch Chancengleichheit anstrebt. Denn die Forschungslage zeigt, dass Sozialstatus und Bildungsgrad der Eltern sowohl über Leseleistungen als auch die Art der individuellen Nutzung digitaler Medien entscheiden. Da der umfassende Medienwandel alle Menschen betrifft, stoßen nicht wenige Familien bei der Medienerziehung ihrer Kinder an Grenzen: Viele von uns können noch keine guten Vorbilder sein, da wir den vernünftigen Umgang mit digitalen Medien selbst gerade erst erlernen.


Der souveräne, kritische und sichere Umgang mit digitalen Medien ist aber künftig in allen gesellschaftlichen Bereichen gefordert: in Kommunikation und Kultur, Wirtschaft und Beruf sowie Demokratie und Politik – bis hin zur Frage, ob und wie sich Menschen entwickeln und bilden können. Hier muss die Schule als sekundäre Sozialisationsinstanz die familiäre Medienerziehung sinnvoll ergänzen, damit allen Kindern und Jugendlichen möglichst vergleichbare Bildungs- und Entwicklungschancen geboten werden und sie zu mündigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen können – was neben der Qualifizierung dem zentralen gesellschaftlicher Auftrag von Schule entspricht. In jüngerer Zeit werden zunehmend Stimmen laut, die in Anbetracht der Digitalisierung eine neue Kulturtechnik fordern – eine, die die traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen ergänzt. Vieles von dem, was in diesem Zusammenhang gefordert wird, findet sich bereits in den umfänglichen Dimensionen des Konzepts der Medienkompetenz – mit einer adäquaten und konsequenten Medienkompetenzförderung in Schule und außerschulischen Kontexten wäre also schon viel erreicht.


Die didaktischen Potentiale digitaler Medien für den Unterricht stecken im Lernen mit Medien und in den erweiterten Möglichkeiten kollaborativer Arbeitsformen, die formale, non-formale und informelle Bildungskontexte verbinden sowie das soziale Lernen und damit die sozial-integrative Funktion von Schule fördern können. Auch das Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen gelingt mittels digitaler Medien bedarfsgerecht und kann sogar etwas leichter organisiert werden als ohne mediale Unterstützung. Die erweiterten Kommunikations-, Kollaborations- und Partizipationsmöglichkeiten bieten auch Potentiale für die Schule als Organisation, wenn beispielsweise Schulverwaltung, Unterrichtsplanung, Öffentlichkeits- und Elternarbeit mittels digitaler Medien verbessert und vereinfacht werden können.
Besonders interessant finde ich persönlich, dass digitale Medien räumliche und zeitliche Entgrenzung sowie Neuvernetzung ermöglichen und dadurch das Potential besitzen, tradierte organisatorische Strukturen, wie Stundentaktungen, Kooperationsverbote, Fächergrenzen und Raumkonzepte auf den Prüfstand zu stellen.

 

Monitor Lehrerbildung: Wie muss das Thema Digitalisierung im Lehramtsstudium aufgegriffen werden? Wo liegen dabei Ihrer Auffassung nach Chancen und Herausforderungen?


Knaus: In vielen Bundesländern ist Medienbildung in der Schule inzwischen als fächerübergreifender Schwerpunkt verankert und zielt auf die umfassende Förderung von Medienkompetenz. Das ist sehr zu begrüßen, dennoch wird aber in einschlägigen Studien immer wieder bestätigt, dass gerade das Lernen über Medien nicht bei den Schülerinnen und Schülern ankommt. Das verwundert insofern nicht, wenn man sich vor Augen hält, dass medienpädagogische Inhalte in keiner Phase des Lehramtsstudiums systematisch und vor allem in der notwendigen Breite verankert sind! An der Uni Erlangen/Nürnberg – meiner früheren Wirkungsstätte – sowie in Frankfurt am Main und Ludwigsburg, wo ich heute tätig bin, können Lehrende und Lehramtsstudierende eigene Medienkompetenz entwickeln und erhalten geeignete Unterstützung zur Aus- und Fortbildung ihrer medienpädagogischen Kompetenz – das ist die Befähigung, die Lehrende benötigen, um ihrerseits bei Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz gezielt fördern zu können.


Die GMK und die Sektion Medienpädagogik der DGfE haben kürzlich erhoben, dass vergleichbare Angebote in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung nicht flächendeckend verfügbar sind – mitunter schlicht einfach deswegen, weil auch in den Hochschulen und Universitäten entsprechende Kompetenzen fehlen und thematisch einschlägige Professuren und Lehrstühle in der erforderlichen Zahl erst geschaffen werden müssen. Das heißt, es ist derzeit eher Glücksache, wenn eine künftige Lehrerin oder ein angehender Lehrer sich im Rahmen der Ausbildung medienpädagogische Kompetenz aneignen kann. Dabei sollte darin nicht nur eine neue ‚lästige Pflicht‘ für Lehrende stecken, sondern digitale Medien können neben der Erweiterung kognitiver (Lern-)Prozesse neue ästhetisch-kreative Erfahrungsräume bereitstellen. Und wenn sich Lehrende auf das Lehren und Lernen mit Medien einlassen, profitieren sie darüber hinaus von vielfältigen Erleichterungen.


Wenn man davon ausgeht, dass erstens der didaktische Medieneinsatz die Unterrichtsgestaltung sinnvoll erweitern und gleichzeitig vereinfachen kann und zweitens – wie ich zuvor begründete – die Schule in der aktuellen gesellschaftlichen Umbruchsituation zusätzlich zur Qualifikation und Sozialisation auch die familiäre Medienerziehung ergänzen sollte, dann erscheint diese Diskrepanz zwischen Könnensollen und Nichtermöglichen schwer nachvollziehbar. Ob die curricularen Vorgaben der Länder eingehalten, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern gefördert wird und Lehrende für ihre Unterrichtsgestaltung profitieren können, wird derzeit – trotz gesellschaftlicher Relevanz und entsprechend deutlicher Empfehlungen zahlreicher Kolleginnen und Kollegen aus den Erziehungs- und Bildungswissenschaften und nicht zuletzt auch in den Strategiepapieren der KMK aus 2012 und 2016 – dem Zufall überlassen!

Monitor Lehrerbildung: Laut der erwähnten KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ sollen digitale Lehr- und Lerntechniken ja dem „Primat des Pädagogischen“ folgen – also Werkzeug für gute und erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse sein. Wie können Skeptiker davon überzeugt werden, dass Digitalisierung kein weiteres Problem, sondern Teil der Lösung umfangreicher bildungspolitischer Probleme ist?


Knaus: Ganz so leicht, wie es Ihre Frage nahelegt, ist es meines Erachtens nicht: Ihre Frage könnte nämlich so verstanden werden, dass lediglich ein paar MOOCs und OER produziert werden müssen, um globale Bildungsaufgaben zu lösen. Videos, beispielsweise als Tutorials in frei zugänglichen Online-Kursen oder als Vorlesungsvideos, sind zwar definitiv unterschätzt – gerade, wenn die Videos didaktisch in Unterricht, Vorlesung oder Seminar eingebunden werden, wie beispielsweise nach dem Inverted Classroom-Konzept. Eine solche Annahme überschätzt aber generell die Technik und die intrinsische Lernmotivation und sie unterschätzt die Relevanz der persönlichen Beziehung, der sozialen Verbundenheit und der Kollaboration in Erziehungs- und Lernkontexten. Auch der Aufwand, den die Erstellung und regelmäßige Aktualisierung didaktischer Lehr- und Lernmaterialen bereitet, wird nicht selten unterschätzt. Denn auch wenn ‚Educational Ressources‘ frei verfügbar sein sollen, heißt das nicht, dass OER auch kostenfrei zu haben sind: Erfahrungen bezüglich der kollaborativen Contentgenerierung auf Onlineplattformen zeigen, dass es nicht leicht ist, Expertinnen und Experten zur unentgeltlichen Erstellung und Aktualisierung von OER zu gewinnen – zumindest nicht auf Dauer. Wer OER fördern will, muss Geld in die Hand nehmen, um Strukturen und Anreize zu schaffen und die Erstellung von Content und dessen didaktische Aufbereitung zu finanzieren. Auch genügt es nicht, Spezialistin oder Spezialist für ein Fach zu sein, da – wie die Gestaltung von Unterricht – auch die Erstellung von Lehr- und Lernmaterialen neben dem fachlichen Wissen auch (medien-)didaktische Kenntnisse erfordert. Ich würde es daher lieber so formulieren: Die Digitalisierung zwingt uns zum Nachdenken über tradierte Bildungsziele, Lern- und Unterrichtskonzepte und zur Neu-Gestaltung eben dieser – sie liefert aber auch einige hilfreiche Werkzeuge für diese überfälligen wie umfänglichen Gestaltungsvorhaben.


Über die von Ihnen angesprochene Formulierung zum ‚Primat des Pädagogischen‘ in der letzten KMK-Erklärung haben wir im Kreise von Pädagoginnen und Pädagogen lange nachgedacht, auch etwas geschmunzelt und bis heute nicht so recht verstanden, was es damit auf sich hat – nicht zuletzt auch in Anbetracht der Position dieses Einschubs in der Erklärung. Vielleicht dachte die Redaktion: ‚Das hört sich hier alles arg technisch und didaktisch an… wir brauchen noch etwas, um die stets kritischen Pädagoginnen und Pädagogen mit ins Boot zu holen…‘ – wer weiß. In jedem Fall würde ich den ‚Primat des Pädagogischen‘ nicht so übersetzen wollen, dass digitale Lehr- und Lerntechniken Werkzeuge für ‚erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse‘ sind – nicht zuletzt die Reduktion pädagogischer Fragen auf Lernprozesse greift meiner Einschätzung nach etwas kurz. Das gleiche gilt aber auch für die Argumentation in der 2016er KMK-Erklärung selbst, in der der Fokus auf Digitalisierung und Lernen gelegt wurde, aber weniger auf Bildung – obwohl es der Titel ja nahelegen würde. Es fällt auch auf, dass in der aktuellen Erklärung im Gegensatz zum Papier aus 2012 zur Medienbildung in der Schule eine klare Dominanz des Lernens mit Medien – also die mediendidaktische und die anwendungsbezogene Perspektive – gegenüber dem Lernen über Medien oder deren aktiver Gestaltung vorherrscht. Beim Lesen entstand daher bei mir stellenweise der Eindruck, dass sich nach der Vorstellung der Autorinnen und Autoren des neuen Strategiepapiers durch die mediendidaktische Verwendung digitaler Medien zur Erreichung der definierten Kompetenzziele die pädagogische Leitkategorie Mündigkeit quasi ‚von selbst‘ einstellen sollte – bedauerlicherweise gelingt das aber nicht so ohne weiteres.


Und doch stimme ich Ihnen zu, dass uns die Digitalisierung nicht nur vor Herausforderungen stellt, sondern – wie Sie es sagen – auch Lösungen bereithält. Wie diese Potentiale aussehen können, habe ich bereits an ein paar Beispielen gezeigt: Digitale Medien wie VR/AR-Technologien können physische Erfahrungsräume erweitern, visuelle Medien können in Unterricht und Studium komplexe Gegenstände veranschaulichen und mobile Medien können tradierte räumliche Grenzen infrage stellen und damit informelle, formale und non-formale Bildungskontexte zusammenbringen. Auch am Beispiel des überfachlichen Abstimmungsverfahrens zur neuen KMK-Erklärung kann das Potential digitaler Technik aufgezeigt werden – nämlich zur Evolution tradierter Diskursstrukturen: Erstmals wurde eine Erklärung der KMK zur Vorab-Kommentierung veröffentlicht. Diese neue Partizipationsstrategie sorgte für eine intensive Auseinandersetzung innerhalb der Fachgesellschaften und mündete in konkrete Verbesserungsempfehlungen. Die Erklärung behandelt also nicht nur im gegenständlichen Sinne die Herausforderungen, die digitale Technik an die Gesellschaft und das Bildungssystem stellt, sondern die KMK nutzte mit dem vorherigen Einbezug der Fachöffentlichkeit auch das Potential, das digitale Medien zur Kommunikation, Kollaboration und Partizipation bieten. Das hat mir sehr gefallen und dies scheint in Anbetracht vieler weiterer komplexer Aufgaben, die eine fachübergreifende Expertise, überregionale Beteiligung und Kooperation erfordern, als ein kluger und weiterhin verfolgungswürdiger Weg.

Monitor Lehrerbildung: Wie ist es aus Ihrer Sicht zu bewerten, dass viele Hochschulen Angebote zur Medienpädagogik und Mediendidaktik im Wahlpflichtbereich der Lehramtsstudiengänge verankern, dass also Studierende, die sich für das Thema nicht interessieren, auch nicht verpflichtend mit Fragen der Digitalisierung in Berührung kommen?


Knaus: Der Lehrberuf ist herausfordernd und stets werden von Gesellschaft und Politik neue Ansprüche an Schule und Lehrende herangetragen. Das Studium des Lehramts ist entsprechend bereits sehr vielfältig und recht umfangreich. Es ist daher zunächst einmal verständlich, dass Hochschulen die universitäre Phase der Lehramtsausbildung entlasten möchten, indem sie die ihres Erachtens eher spezifischen Themen in den Wahlpflichtbereich ausgliedern. Dies ist auch insofern nachzuvollziehen, da ja Lehrende im Idealfall als Kollegium auch als Team zusammenwirken und daher nicht jede und jeder alles können muss – Indiz dafür ist der (seltener auch die) ‚Medien-Beauftragte‘ der Schule.


Allerdings gibt es gleich drei Gründe dafür, dass Medienbildung beziehungsweise schulische Medienpädagogik und Mediendidaktik keine ‚Spezialthemen‘ sind: Erstens betrifft Digitalisierung und die damit weiter gepushte Mediatisierung alle gesellschaftlichen Bereiche; damit wird Medienbildung wie auch informatische Bildung zum Bestandteil Allgemeiner Bildung. Zweitens lässt sich der fächerintegrative Ansatz nicht erfüllen, wenn medienpädagogische Inhalte im Studium optional sind. Woher sollte das fachliche Wissen kommen und wie können die angehenden Lehrenden Anregungen für fächerintegrierende und didaktische Möglichkeiten erhalten? Ein Vertrauen auf ebenfalls freiwillige Fortbildungen erscheint mir in Anbetracht des so umfänglichen gesellschaftlichen Wandels etwas blauäugig. Das Lernen über Medien findet daher, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in der Schule schlicht nicht statt – auch hierzu lässt die Studienlage keine anderen Schlüsse zu, worauf die Initiative ‚Keine Bildung ohne Medien‘ seit vielen Jahren unermüdlich hinweist. Darüber hinaus wäre es drittens wünschenswert, wenn möglichst alle Lehrenden die didaktischen Potentiale des Lehrens und Lernens mit Medien kennen und gezielt nutzen könnten. Dass die didaktische Nutzung digitaler Medien – nach anfänglichem Mehraufwand – Lehrende auch entlasten kann, muss sich erst noch herumsprechen. Die Nutzung digitaler Medien ist dann nicht nur eine ‚lästige Mehrbelastung‘, sondern die digitalen Werkzeuge können Lernprozesse fördern und dabei sogar mit lehrunterstützenden Potentialen zur aktivierenden und abwechslungsreichen Gestaltung und Organisation von Unterricht aufwarten.

Monitor Lehrerbildung: Wie kann sichergestellt werden, dass Inhalte der Medienpädagogik und Mediendidaktik unter spezieller Berücksichtigung digitaler Medien zu echten Querschnittsthemen im Lehramtsstudium werden, d. h. dass angehende Lehrkräfte in allen Teilstudiengängen und fächerübergreifend auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und auf die spezifischen Fragestellungen der Medienpädagogik im digitalen Zeitalter vorbereitet werden?


Knaus: Damit das Lernen mit und über Medien im Unterricht aller Schulen ankommt, müssten entweder konsequent medienpädagogische Inhalte in die Studien- und Prüfungsordnungen aller Lehramtsstudiengänge aufgenommen und zusätzlich innerhalb des fächerübergreifenden oder fächerintegrativen Konzepts ein Vernetzungsort übergreifender Projekte und Arbeitsgruppen geschaffen werden. Oder ein eigenes Fach Medienbildung – ggf. auch als sinnvolle Kombination von Medienbildung und informatischer Bildung – müsste etabliert werden. Das wäre aus vielen Gründen konsequent und würde auch das Problem der ‚Nicht-Zuständigkeit‘ lösen, das auf die sonst übliche Orientierung an Fächern in der Schule zurückzuführen ist: Die fachliche Ausbildung und damit die nötige Expertise innerhalb des Kollegiums wäre garantiert und es gäbe klare Verantwortlichkeiten innerhalb der jeweiligen Schule.


Solange also die Schule über die organisationserleichternde Fächerstruktur verfügt, wird das Lernen über Medien nur dann wirklich in der Schule ankommen, wenn entweder ein Fach Medienbildung geschaffen wird oder die fächerübergreifenden und fächerintegrativen Perspektiven mittels eines ‚Vernetzungsorts‘ und einer mindestens zweijährigen grundlegenden Medienbildung mit festem Stundenkontingent verbunden werden. Hier wäre auch Raum für die – zeitlich zwar aufwändigere, aber didaktisch sehr wertvolle – Gestaltung eigener Medienbeiträge durch die Schülerinnen und Schüler, die in den Fächern üblicherweise zu kurz kommt. Besonderer Reiz dieses Konzepts ist, dass die jeweiligen Fächer zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten für das Lernen über Medien, die kritische Rezeption und Reflexion (medialer) Wissensressourcen sowie die lernförderliche und didaktische Nutzung digitaler Medien für Kommunikation, Kollaboration und Präsentation bieten, während der ‚Vernetzungsort‘ mittels klarer Verbindlichkeiten die Nachteile des Konzepts – nämlich die Beliebigkeit eines zusätzlichen Schwerpunkts – reduziert. Nötig wäre dann aber, dass jeder Lehrerin und jedem Lehrer in der ersten und zweiten Phase der Ausbildung medienpädagogische Inhalte zugänglich gemacht werden. Entsprechende Empfehlungen finden sich im Orientierungsrahmen für die Entwicklung von Curricula für medienpädagogische Studiengänge und Studienanteile der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft – DGfE.


Unabhängig davon, welche der beiden Optionen favorisiert wird, wären meines Erachtens klare länderübergreifende Empfehlungen der KMK wünschenswert. Dies ist nicht zuletzt auch deswegen nötig, da die konsequenten Erweiterungen der Studien- und Prüfungsordnungen eine längerfristig erhöhte Nachfrage nach qualifizierender Lehre sowie der aktuelle Forschungsbedarf entsprechender Professuren und Lehrstühle bedarf.

Monitor Lehrerbildung: Aus unseren Daten geht hervor, dass der didaktische Einsatz digitaler Medien im Rahmen der schulischen Praxisphasen an vielen Hochschulstandorten im Lehramtsstudium zwar erwünscht, aber nicht unbedingt verpflichtend ist, da die infrastrukturelle Ausstattung der Praktikumsschulen nicht in jedem Fall ausreichend ist. Haben wir hier das Henne-Ei-Problem? Wie könnten dennoch für jeden Lehramtsstudierenden Möglichkeiten geschaffen werden, digitale Medien im praktischen Einsatz zu erproben?


Knaus: An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ‚guter Unterricht‘ nicht unbedingt Unterricht mit digitalen Medien sein muss. Ich konnte selbst schon erleben, dass aus dem Wunsch ‚digitalen Unterricht‘ anzubieten, ursprünglich aktivierender und kollaborativ ausgerichteter Unterricht zum einseitigen Lehrervortrag an der ‚digitalen Tafel‘ degradiert wurde – das führt wirklich am Ziel der ganzen Bemühungen vorbei. Nichts gegen digitale Tafelsysteme, aber diese immer wieder erlebte Praxis ist für mich ein Indiz für eine falsche Prioritätensetzung und falsch verstandene Didaktik: Denn die Medienauswahl sollte sich stets an der Zielgruppe und am Unterrichtsgegenstand orientieren und der schulische Medieneinsatz entsprechend kein Selbstzweck sein oder sich irgendwelchen ‚Moden‘ unterordnen.


Aber zu Ihrer Frage: Klug wäre es, die erste und zweite Phase der Lehrendenausbildung möglichst gut mit digitalen Medien auszustatten und kurzfristig auch Leihgeräte wie Tablets und mobile Router für studentische Praxisprojekte und schulische Praktika anzubieten. Denn, wenn die Lehrerinnen und Lehrer bereits im Rahmen ihrer Ausbildung die Vorzüge des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien kennengelernt haben, werden sie in der Schule eine entsprechende Ausstattung in höherem Maße einfordern und sie könnten vielleicht sogar ihre neuen Kolleginnen und Kollegen begeistern. Sich aber für die Ausbildung von Lehrenden zu engagieren und diese Lehrenden dann an den Schulen mit nicht-funktionierender und veralteter Technik alleine zu lassen, führt nicht weiter. Denn die neuen Lehrerinnen und Lehrer müssten dann die nötige technische Infrastruktur einfordern – das gelingt aber nicht immer, da sich jedes neue Mitglied einer Gruppe zunächst den Gepflogenheiten des Umfeldes anpasst, um in der Organisation und im Kollegium ‚anzukommen‘ und darüber hinaus nicht selten Ressentiments im Kollegium, auf Seiten der Schulleitung oder des Sachaufwandsträgers überwunden werden müssen. Der ‚digitale Wandel‘ in der Schule kann daher nicht nur Aufgabe der folgenden Generation von Lehrenden sein, sondern zusätzlich sollten Bund und Länder gemeinsam die Schulträger, Schulverbünde und Einzelschulen unterstützen, geeignete Infrastrukturen und Unterstützungssysteme zu entwerfen und aufzubauen, dauerhaft zu betreiben und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dass dies aktuell noch nicht flächendeckend geschieht, ist übrigens nicht nur auf finanzielle, sondern auch auf organisatorisch-bürokratische Ursachen zurückzuführen: Bei Computer, Internet und digitalen Medien in der Schule berühren sich nämlich die Zuständigkeiten der Länder und der Städte, Kreise und Gemeinden: Während die Länder für die Hochschulen und die curricularen Fragen des Unterrichts verantwortlich sind, müssen die Sachaufwandsträger für die nötige sächliche Ausstattung und Infrastruktur aufkommen. Nicht selten führen diese tradierten Zuständigkeiten zu hemmenden Abhängigkeiten, Zurückhaltung und Abstimmungsproblemen und diese dann sogar zur Verschwendung öffentlicher Mittel, da unabhängig voneinander Lösungen entwickelt werden, die entweder nicht zusammenpassen oder das gleiche leisten.


In Frankfurt am Main gelang es uns, Stadt, Land und Hochschule an einen Tisch zu bekommen und daher im Rahmen umfänglicher Kooperationsprojekte ein Unterstützungssystem zu konzeptionieren, das anschließend mit 152 Schulen über einen Zeitraum von über 17 Jahren erprobt und gemeinsam weiterentwickelt wurde. Wir konnten unter anderem beobachten, dass die unterrichtliche Mediennutzung mit dem Grad der Unterstützung und der Verlässlichkeit der Technik zunimmt und dadurch nicht nur das Lernen mit Medien in höherem Maße stattfindet, sondern aufgrund des selbstverständlicheren und zuverlässigen Zugriffs auf die Medientechnik auch das Lernen über Medien – und damit die Medienkompetenzförderung – profitiert.


Gerade aber das Lernen über Medien lässt sich nicht allein durch die Bereitstellung technischer Möglichkeiten realisieren, denn hierzu benötigen Lehrende auch medienpädagogische Kompetenz, die ja – wie zuvor konstatiert – weder im erforderlichem Maß noch in der nötigen Breite gefördert wird. An dieser Stelle schließt sich der Kreis.

Monitor Lehrerbildung: Stimmt aus Ihrer Sicht die Theorie, dass die heutigen Studierenden als sogenannte ‚Digital Natives‘ bereits über eine ausgeprägte Digitalkompetenz verfügen? Wenn dem so ist, wie könnte diese Digitalkompetenz mit der langjährigen Praxiserfahrung von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen konstruktiv zusammengeführt werden?


Knaus: Zunächst eine Rückfrage: Was genau ist mit ‚Digitalkompetenz‘ gemeint? Liegt der Fokus hierbei auf digitaler Technik oder dem Umgang mit der medialen Erscheinungsform? Ich würde hier – schon um fachlich und begrifflich zu differenzieren und auch entsprechend an die Arbeiten meiner Kolleginnen und Kollegen aus Informatik und Medienpädagogik anknüpfen zu können – lieber von informatischer Bildung und von Medienkompetenz sprechen.


Die Idee, die ich aus Ihrer Frage heraushöre, nämlich das gemeinschaftliche und gegenseitige Lernen auf Augenhöhe, gefällt mir sehr – ob in Unterrichtskontexten beispielsweise als Lernen durch Lehren oder im Sinne kollegialer Begleitung und Unterstützung in Schule und Hochschule. In der öffentlichen Diskussion fällt aber auch nicht selten das Argument, dass jüngere Generationen, da sie mit digitalen Medien aufgewachsen sind, bezüglich des kompetenten und selbstbestimmten Umgangs mit Medien bereits ausreichend qualifiziert wären, dass ihnen also die Schule oder Hochschule diesbezüglich nichts beibringen könne. Hier stößt die schöne Idee an Grenzen: Weder meine alltäglichen Beobachtungen, noch meine Forschung bestätigen nämlich diese Annahme – wie auch die Studien meiner Kolleginnen und Kollegen. Fragt man Schülerinnen und Schüler, ob ihnen mediale Produktionsprozesse oder die ‚Etikette‘ schriftlicher Korrespondenz geläufig sind, sie einschätzen können, wie Big Data und Algorithmen ihre Weltwahrnehmung und Handeln beeinflussen, sie eine komplexe Formel in einer Tabellenkalkulation nutzen, eine Formatvorlage erstellen oder kollaborativ Texte verfassen können, ein souveränes Mail- und Kalendermanagement betreiben oder welche Prüf- und Qualitätskriterien sie bei einer Recherche anlegen, dann wird ersichtlich – wie auch die Ergebnisse der ICILS-Studie belegen – dass es noch viel zu lernen gibt. Zur Illustration des Arguments lässt sich auch eine Analogie zum Deutschunterricht herstellen: Wenn Kinder in die Grundschule kommen, sind sie in der Regel der deutschen Sprache bereits mächtig und können beispielsweise Grammatik intuitiv nutzen, wissen aber noch recht wenig um die dahinterstehende Logik.


Sowohl Medienkompetenz als auch informatische Bildung gehen deutlich über das konkrete Anwendungswissen hinaus und erfordern Reflexionsfähigkeiten, die nicht alleine dadurch erworben werden, dass man mit digitalen Medien aufgewachsen ist. Entsprechend ist auch die Medienkompetenz der Lehramtsstudierenden – wie aller anderen Studierenden auch –  nachgewiesenermaßen nicht sehr ausgeprägt, obwohl sie sich selbst solche Kompetenzen zuschreiben. Möglicherweise lässt sich diese Fehleinschätzung darauf zurückführen, dass allgemeinsprachlich selten zwischen Medienkompetenz und technischen Bedienfähigkeiten unterschieden wird: Wer also in der Bedienung keine Schwierigkeiten hat, schätzt seine Medienkompetenz entsprechend hoch ein – ein Irrtum, der auf einem verkürzten Kompetenzverständnis beruht. Aber auch die technischen Bedienfähigkeiten finden in den seltensten Fällen Anwendung in der Schul- und Unterrichtspraxis, denn frappierenderweise verstehen angehende Lehrende – obwohl sie digitale Medien ganz selbstverständlich zur Kommunikation in der Freizeit und Kollaboration im Studium einsetzen – diese oft nicht als unterstützende Werkzeuge für ihren Unterricht. Ich vermute, dass diese (bisher noch ungesicherte) Beobachtung auf fehlende medienaffine Vorbilder zurückzuführen ist: Jede Studentin und jeder Student des Lehramts verfügt über subjektive Vorstellungen von ‚guter Lehre‘, die sie gerne in ihre eigene Unterrichtspraxis übernehmen und ‚schlechter Lehre‘, wie sie keinesfalls mit ihren Schülerinnen und Schülern umgehen würden. Aber weder die negativen noch die positiven Modelle aus der eigenen Schulzeit nutzten digitale Tafeln oder Tablets, sondern sie hatten ein Stück Kreide in der Hand. Ergo lässt sich weder das Lernen über Medien, noch das Lernen mit Medien ohne gezielte Qualifizierung durch Fachkräfte fördern. Die immer vielfältigeren Medienerfahrungen der Schülerinnen, Schüler, Studierenden und auch der Lehrenden bieten jedoch wunderbare Anknüpfungspunkte für die Reflexion über Medienwirkungen, das eigene Medienhandeln und für die handlungsorientierte Medienkompetenzförderung.

Monitor Lehrerbildung: Wenn wir die Digitalisierung der Schulen und der Lehrerbildung als bundesweite Herausforderung verstehen, bei der Wissen und Expertise gebündelt werden sollte, wie könnten übertragbare Konzepte entwickelt werden, damit nicht jeder Hochschulstandort und auch nicht jedes Bundesland in seinen Lehramtsstudiengängen „sein eigenes Süppchen kocht“ und mühsam tragfähige Umsetzungswege eruiert, für die woanders vielleicht schon Good Practice-Erfahrungen vorliegen?


Knaus: In der Tat ist auch mein Eindruck, dass nicht wenig Engagement und umfänglichere Ressourcen verpulvert werden, da derzeit auf allen Ebenen – Einzelschule, Schulverbünde, Schulträger wie Gemeinden, Kreise und Städte sowie Länder und auf Bundesebene – mit hohem Aufwand Konzepte, Papiere, ja sogar Software und Tools entwickelt werden, die es anderenorts bereits gibt. Zwar sind derartige Bemühungen und Projekte auf den ersten Blick als sehr wertvoll einzuschätzen, da die unterschiedlichen Zugänge und Sichtweisen kreativitätsförderlich sind und gute Ideen immer Konjunktur haben sollten, aber leider verbleiben nicht wenige Einzelprojekte in einer gewissen Unverbindlichkeit oder unter dem Aufmerksamkeitsradar. Es braucht daher bundesweite oder sogar länderübergreifende, europaweite Initiativen und mehr Gelegenheiten, die Good Practice-Erfahrungen vorzustellen oder zu dokumentieren und weiterzugeben. Zu zeigen, was möglich ist und neugierig zu machen, war stets der erste Schritt erfolgreicher Medienbildungsentwicklung – das konnten wir immer wieder feststellen und gilt für alle Ebenen. Aus diesem Grund haben wir in Frankfurt bereits vor über 17 Jahren die Vorgängerveranstaltung der heutigen fraMediale ins Leben gerufen – einer Tagung, die Good Practices der Medienbildung ein Podium bietet.


Darüber hinaus müssten meines Erachtens Verbote, die eine Kooperation verbieten, verboten werden – im Gegenteil: Die Zusammenarbeit müsste gezielt gefördert werden. Der ‚DigitalPakt‘ des BMBF ist ein kreativer Versuch mit den bestehenden Beschränkungen umzugehen – es ginge aber auch noch etwas konsequenter. Dann müssten eigentlich nur noch die alten Grenzen in den Köpfen der Entscheiderinnen und Entscheider fallen… Es passiert mir immer wieder, dass ich langjährig erprobte Konzepte für die regionale Medienbildungsentwicklung oder die technische und medienpädagogische Unterstützung von Schulen vorstelle und dafür werbe, sie als Anregung der eigenen (regionalen) Schul- oder Medienbildungsentwicklung zu nutzen und daraufhin hören muss: ‚Ach wissen Sie… das hört sich ja gut an und mag bei Ihnen funktionieren, aber bei uns ist doch alles ganz anders!‘ Ist es das wirklich?

23. Mai 2018

Newsletter Mai 2018 – Nr. 2

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus


Neue Publikation „Lehramtsstudium in der digitalen Welt – Professionelle Vorbereitung auf den Unterricht mit digitalen Medien?!” und neue Länderdaten ab sofort online!
Im Herbst/Winter 2017/18 wurden Hochschulen und Länder im Monitor Lehrerbildung erstmalig dazu befragt, wie Lehramtsstudierende derzeit auf den Unterricht mit digitalen Medien vorbereitet werden und welche Rahmenbedingungen seitens der Länder und der Hochschulen für die Verankerung von digitaler Medienkompetenz und mediendidaktischer Kompetenz im Lehramtsstudium existieren. An der diesmaligen Erhebung beteiligten sich alle 16 Länder und 63 von 70 lehrerbildenden Hochschulen. Die Ergebnisse sind ab sofort online auf unseren Länder- und Hochschulseiten abrufbar und wurden zudem in der neuen Broschüre „Lehramtsstudium in der digitalen Welt – Professionelle Vorbereitung auf den Unterricht mit digitalen Medien?!” aufbereitet.

Die Erhebung zeigt, dass die Vorbereitung auf den späteren Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht noch kein Pflichtbestandteil des Lehramtsstudiums aller Fächer und Lehramtstypen ist. In der Broschüre werden zentrale Herausforderungen auf dem Weg zu einem höheren Stellenwert digitaler Medien im Lehramtsstudium aufgezeigt und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Broschüre steht zum Download und als Online-Version zur Verfügung und kann auch als kostenloses Printexemplar angefordert werden. Schreiben Sie uns einfach!
 

02 Länderübergreifende News


Deutscher Schulpreis 2018 vergeben – Robert Bosch Stiftung
Das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2018. Die Auszeichnung überreichte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek im ewerk in Berlin. Jurysprecher Prof. Michael Schratz würdigte das „außergewöhnliche Inklusionsmodell” der Martinschule.
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Der Deutschlandfunk berichtet von der Preisverleihung und interviewt Dagmar Wolf von der Robert Bosch Stiftung.

Felix Klein: Lehrkräfte sollen für Umgang mit Antisemitismus ausgebildet werden – Der Tagesspiegel
Klein, neuer Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, fordere, angehende Lehrkräfte schon in ihrer Ausbildung auf den Umgang mit Extremismus, Rassismus und Antisemitismus an Schulen vorzubereiten. Die Schulgemeinschaft müsse deutlich machen, dass judenfeindliche Vorfälle nicht geduldet würden.
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Forschen für die Schulpraxis – Universität Wuppertal
Die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Schulakademie haben das Forschungsprogramm „Wie geht gute Schule? – Forschen für die Praxis” ins Leben gerufen. In der ersten Ausschreibungsrunde stellen sie 520.000 Euro für Forschungsprojekte zur Verfügung, die die exzellente Praxis von Trägern des Deutschen Schulpreises beleuchten.
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Meidinger: Stillstand bei Digitalisierung der Schulen – Rheinische Post
Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbands, beklage gegenüber der Rheinischen Post, dass eine Umsetzung der Pläne des Digitalpakts Schule noch immer auf sich warten lasse, da Schulen weiterhin auf erste Gelder von Bundesseite warteten. Die Infrastruktur für die Digitalisierung sei jedoch dringend benötigt, an vielen Schulen sei W-LAN entweder nicht vorhanden oder zu langsam, um im Unterricht nutzbar zu sein.
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Campus & Karriere zu Gewalt gegen Lehrkräfte – Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk widmet eine Sendung seines Campus & Karriere-Formats der neuen vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) vorgelegten Studie zur Gewalt gegen Lehrkräfte. Zu Ursachenforschung und Lösungsansätzen werden unter anderem VBE-Vorsitzender Udo Beckmann und Schulpsychologe Klaus Seifried befragt.
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Datenbank ermöglicht Zugang zu über 5.000 Lernertexten zu Forschungszwecken – Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Mit der Forschungsdatenbank Lernertexte (FD-LEX) haben Bildungsforscherinnen und -forscher ab sofort Zugriff auf über 5.000 Texte, die Schülerinnen und Schüler verfasst haben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können die Texte für eigene Forschungsprojekte nutzen. Das Angebot ist ab sofort unter www.fd-lex.de erreichbar.
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Grundschulverband wehrt sich gegen konservative Grundschulreform – News4Teachers
Der Vorstand des Grundschulverbandes wendet sich in einer Streitschrift gegen Vorurteile gegenüber dem Grundschullehramt sowie eine davon beeinflusste reaktionäre Bildungspolitik. Als Auftakt einer mehrteiligen Reihe zum Thema widmet sich News4Teachers der Ausgangslage des Konflikts.
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Möglichkeiten des Quer- und Seiteneinstiegs ins Lehramt – Frankfurter Rundschau
Der Artikel beleuchtet den Stand der Dinge des Lehrermangels nach Bundesländern und Schulformen und erklärt, wie jeweils der Quer- und Seiteneinstieg ins Lehramt funktioniert.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Ethikunterricht künftig ab Klasse 5 – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Die Landesregierung baut den Ethikunterricht im Land aus, künftig steht er bereits ab Klassenstufe 5 auf dem Lehrplan. Ethik sei ein wichtiges Angebot für eine wachsende Zahl an Schülerinnen und Schülern ohne kirchliche Bindung, begründet Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Vorhaben.
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[Berlin] Grundschullehrkräfte erhalten höhere Vergütung – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin
Berlin wird zum 01.08.2019 seinen Grundschullehrkräften eine höhere Besoldungsgruppe ermöglichen. Lehrkräfte, die mindestens vier Jahre an einer Grundschule oder auch im Grundschulteil einer Integrierten Sekundarschule gearbeitet und insgesamt 30 Stunden Fortbildung absolviert haben, steht der Laufbahnwechsel von A 12/E 11 auf A 13/E 13 offen.
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[Hamburg] FDP fordert Schülerfeedback für Lehrkräfte – NDR
Die Hamburger FDP-Fraktion fordere vom rot-grünen Senat ein „flächendeckendes Konzept zur Unterrichtsevaluation”. So sollen Schülerinnen und Schüler künftig die Leistung ihrer Lehrkräfte beurteilen können. Nach Einschätzung der Schulbehörde sollten solche Maßnahmen auf freiwilliger Basis von Schulen eingeführt, und nicht von Behörde oder Politik verordnet werden.
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[Niedersachsen] Interview mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne zum Ausbau des Islam-Unterrichts – Nordwest Zeitung
Im Interview spricht Tonne über die Zukunft religiöser Bildung an Schulen und die steigende Zahl muslimischer Schülerinnen und Schüler. Das Fach Islamische Religion solle ausgebaut werden, die ersten Referendarinnen und Referendare würden an der Universität Osnabrück bereits ausgebildet. Auch um Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg werde geworben.
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[Rheinland-Pfalz] Philologenverband und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Konflikt über Lehrerbesoldung – News4Teachers
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordere mehr Solidarität unter Lehrkräften und bestehe auf ihrer Forderung einer gleichwertigen Bezahlung aller Lehrämter. Der Philologenverband hatte sich zuvor gegen eine Angleichung des Gehalts von Grundschullehrkräften gegenüber Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulformen ausgesprochen.
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[Schleswig-Holstein] Kritik am Kurs von Bildungsministerin Karin Prien – News4Teachers
Die weniger als ein Jahr im Amt stehende CDU-Ministerin Prien werde vonseiten der SPD wegen der hohen Quote von Lehrkräften ohne vollständige Lehramtsausbildung im Land kritisiert. Fast 900 Lehrerstellen seien betroffen, die Ministerin verschärfe das Problem durch falsche Entscheidungen.
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[Thüringen] Lehrkräfte sollen besser besoldet werden – News4Teachers
News4Teachers berichtet über einen neuen Beschluss des Thüringer Finanzministeriums, einige Lehrkräfte an weiterführenden Schulen künftig besser zu besolden. Für die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer sollen die neuen Regeln ein Mehreinkommen von 200 bis 500 Euro pro Monat bedeuten.
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04 Hochschulspezifische News

[HU Berlin] Islam-Theologie soll zum Wintersemester 2019/20 starten – Der Tagesspiegel
Im Zuge der Einrichtung eines neuen Zentralinstituts seien sechs Professuren und drei Studiengänge geplant. Auch ein Lehramtsstudiengang mit Bachelor und Master solle zu den Studiengängen gehören.
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[TU Kaiserslautern] Das Klassenzimmer der Zukunft: DFKI und TU Kaiserslautern eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden – Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Das gemeinsam von der TU Kaiserslautern und dem DFKI betriebene „Immersive Quantified Learning Lab” (iQL) versteht sich als Ideen- und Prototypen-Werkstatt für das Lernen der Zukunft und verknüpft Mensch und Computer zu einer intelligenten Kreativplattform. In der neuen Laborumgebung werden – in Kooperation mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen – Technologien für neue Lehr- und Lernmethoden entwickelt und erprobt.
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[PH Karlsruhe] Kompetenzorientierung fördert politisches Wissen schwacher Grundschulkinder
Das Institut für Politikwissenschaft und ihre Didaktik hat in einem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt eine Unterrichtsreihe zur Europäischen Union für den politischen Sachunterricht der vierten Klassenstufe konzipiert und deren Wirksamkeit überprüft – mit dem Ergebnis, dass die Schülerinnen und Schüler nach der Unterrichtsreihe um 33 Prozent besser abschnitten als vorher.
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[Universität Tübingen] Studien untersuchen berufliche Entwicklung angehender Lehrerinnen und Lehrer
Eine Studie untersuchte die Bedeutung des pädagogisch-psychologischen Wissens für den späteren beruflichen Erfolg von angehenden Lehrkräften. Eine weitere Studie ging der Veränderung des Wissens über eine effiziente Klassenführung – als einem Aspekt dieses Wissens, der gerade junge Lehrkräfte herausfordert – und der emotionalen Erschöpfung junger Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst nach.
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05 Veranstaltungen

[Universität der Künste Berlin] Tagung: Die Künste, die Politik und die allgemeine Bildung – Künstlerische Fächer an öffentlichen Schulen – 01./02.06.2018
Ausgehend von einer Betrachtung des staatlichen Kultur- und Bildungsauftrags fragt die Tagung exemplarisch nach der Situation künstlerischer Schulfächer und danach, wie Unterricht in Musik, Kunst und verwandten Fächern aussehen sollte, wenn er diesem Auftrag gerecht werden will.
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[Universität zu Köln / Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache] Vortrag: Rechtschreib-Förderdiagnosen aus freien Texten der Klassen 3 bis 9 mit der Oldenburger Fehleranalyse (OLFA) – 03.07.2018
Im Vortrag von Prof. Dr. Günther Thomé (Institut für sprachliche Bildung Oldenburg) wird die OLFA für die Klassen 3-9+ als Forschungs- und als förderdiagnostisches Instrument vorgestellt. OLFA und OLFA-online ermöglichen als Forschungsinstrumente valide Erhebungen der Rechtschreibkompetenz und -leistung von großen Stichproben (Quer- und Längsschnittanalysen).
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[PH Salzburg] Kongress: Diversitätssensible Pädagog_innenbildung – Möglichkeiten und Grenzen in der Entwicklung zur inklusiven Hochschule – 18./19.10.2018
Der Kongress eröffnet Möglichkeiten, auf Basis eines breiten Inklusionsbegriffes mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung und Praxis in einen Austausch zu kommen. Im Rahmen der Tagung sollen Einblicke in aktuelle Befunde und Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen pädagogischen Denkens und Handelns im Zusammenhang mit Lehrerbildung in allen Phasen gegeben werden.
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[Bundesministerium für Bildung und Forschung] Zweiter Programmkongress der Qualitätsoffensive Lehrerbildung – 07./08.11.2018
Auf dem zweiten Programmkongress der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" kommen am 07./08.11.2018 im bcc Berlin die Akteurinnen und Akteure der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern mit weiteren Entscheidenden und Gestaltenden der Lehrerbildung zusammen.
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06 Dokumente/Literatur

Aktionsrat Bildung / vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (Hrsg.): Digitale Souveränität und Bildung. Waxmann, 2018
In seinem Gutachten beschreibt der Aktionsrat Bildung die Auswirkungen der Digitalisierung auf alle Bildungsphasen, die Implikationen für das Bildungssystem sowie die digitale Souveränität als übergreifendes Ziel digitaler Bildung. Zu den Handlungsempfehlungen gehört unter anderem eine flächendeckende und systematische Fortbildung für Lehrkräfte.
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Die wichtigsten Punkte des Gutachtens in Bezug auf Schule und Lehrerbildung fasst News4Teachers zusammen.

07 Interviews/Kommentare

Interview mit Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz – Hannoversche Allgemeine
Holter fordert im Interview einen Ausbau der Ausbildungskapazitäten für Lehrkräfte. Vor allem im Bereich des Digitalwissens sollten Lehrkräfte mindestens auf den Stand ihrer Schülerinnen und Schüler gebracht werden. Diese Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer solle auch aus dem Digitalpaket des Bundes für die Schulen finanziert werden.
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08 Ausschreibungen

Call for Participation: Konferenz Bildung Digitalisierung 2018 – Forum Bildung Digitalisierung
Das Forum Bildung Digitalisierung lädt alle, die sich für Bildungsgerechtigkeit und für gelungene Lernprozesse in der digitalen Welt einsetzen, am 15./16. November 2018 zur jährlichen Konferenz Bildung Digitalisierung nach Berlin ein. Ein Programm mit dem Fokus auf Schul- und Unterrichtsentwicklung ist in Vorbereitung. Dabei sollen die im Mittelpunkt stehen, die Bildung vor Ort gestalten. Deadline für die Einreichung von Programmvorschlägen ist Freitag, der 22. Juni 2018.
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Fellowship Fachdidaktik MINT – MINT-Inhalte gekonnt vermitteln – Deutsche Telekom Stiftung
Um die Fachdidaktiken als zentrales Element für die Lehrerausbildung an Hochschulen zu stärken, hat die Deutsche Telekom Stiftung das Fellowship Fachdidaktik MINT ins Leben gerufen. Pro Jahr vergibt sie bis zu neun Stipendien in drei Förderlinien an herausragende Nachwuchswissenschaftler, die ein Postdoc-Vorhaben im Bereich der MINT-Fachdidaktiken planen oder bereits durchführen. Die aktuelle Ausschreibung endet am 12. Oktober 2018.
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04. Mai 2018

Newsletter Mai 2018

01 Thema des Monats



Lehrerbildung für die Berufsschulen
Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender fand vom 16. bis 20. April 2018 die Woche der beruflichen Bildung in unterschiedlichen Regionen Deutschlands statt. Unter dem Motto „Du bildest Zukunft!” besuchten sie Schulen, Betriebe und weitere Institutionen, um die hohe gesellschaftliche Bedeutung der beruflichen Bildung zu würdigen und Wege zu diskutieren, wie Attraktivität und Wertschätzung der Berufsbildung weiter gesteigert werden können. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Ausbildung der Berufsschullehrkräfte.

Verschiedene Medien berichteten über die Themenwoche. So widmete ihr der Deutschlandfunk mehrere Beiträge seines Campus & Karriere-Formats und interviewte den SPD-Bildungspolitiker Rainer Spiering zu Möglichkeiten der Stärkung der Berufsschullehrerbildung.

In einer Sonderpublikation des Monitor Lehrerbildung „Attraktiv und zukunftsorientiert?! - Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen”, die im Dezember 2017 erschienen ist, wurden vor dem Hintergrund eines anhaltenden Lehrermangels Handlungsempfehlungen für eine qualitätsvolle Sicherung des Lehrkräftenachwuchses an beruflichen Schulen formuliert. Die Broschüre ist hier online abrufbar. Weitere Daten zur Lehrerbildung für die beruflichen Schulen und zu Regelungen des Quer- und Seiteneinstiegs finden Sie auf den einzelnen Länderseiten.

 

02 Länderübergreifende News


Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel – Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Auf der Webpräsenz des Bund-Länder-Förderprogramms Qualitätsoffensive Lehrerbildung beleuchtet Armin Himmelrath verschiedene Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel. Der Beitrag nennt verschiedene Ansätze aus den Hochschulen, um Zugangswege zum Lehramt zu flexibilisieren. Projekte, die im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert werden, widmen sich unter anderem der Einrichtung von Quereinstiegsmasterstudiengängen – so z.B. die Projekte der FU Berlin und der TU München.
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Verzögerungen beim Digitalpakt Schule sorgen für Unmut bei Kultusministerien – Jan-Martin Wiarda
Bundesbildungsministerin Anja Karliczeks Ankündigung einer Grundgesetzänderung für die Digitalisierung deutscher Schulen sorgt bei den Kultusministerien für Verwunderung und Ärger: Laut Hamburger Schulsenator Ties Rabe werde dies die Umsetzung des Digitalpakts um drei Jahre bis 2020 verzögern.
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forsa-Schulleitungsumfrage zum Thema "Gewalt gegen Lehrkräfte" vorgestellt – Verband Bildung und Erziehung
Nach der Lehrkräftebefragung im November 2016 wird mit der aktuellen, bundesweit repräsentativen Schulleitungsbefragung erneut deutlich, wie relevant das Thema ist. „Die Ergebnisse sind so eindeutig, wie erschütternd”, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die gestern veröffentlichten Ergebnisse einer vom VBE in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage.
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Materialsammlung zur Vermittlung des Judentums für Lehrkräfte online – Deutschlandfunk
Angesichts der immer häufigeren antisemitischen Vorfälle an deutschen Schulen haben die Kultusministerkonferenz und der Zentralrat der Juden eine neue Website zur Antisemitismus-Prävention für Lehrkräfte freigeschaltet. Die Seite enthalte Kapitel zu jüdischer Geschichte und Gegenwart, Religion, Antisemitismus und Israel, sowie Ideen für außerschulische Projekte.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Pläne für Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung ab 2019 – Südwest Presse
Im Zuge des Umbaus der Landes-Schulverwaltung sollen Anfang 2019 ein „Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung” (ZSL) sowie ein „Institut für Bildungsanalysen” (IBBW) eingerichtet werden. Ziel des ZSL solle ein auf Unterrichtsqualität ausgerichtetes Ausbildungs-, Fortbildungs- und Unterstützungssystem sein.
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[Bayern] Kids Go Digital - Bayerischer Pädagogikpreis geht an die Universität Eichstätt-Ingolstadt – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Alle zwei Jahre vergibt die Akademie des BLLV den „Bayerischen Pädagogikpreis” - diesmal in der Kategorie „Pädagogik innovativ”. Unter den 43 Einsendungen machte das Projekt „Kids Go Digital” der Universität Eichstätt-Ingolstadt das Rennen. „Bei dem Projekt hat uns vor allem die Interaktion zwischen Schülern und Studierenden überzeugt”, erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.
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[Brandenburg] Reformpläne für Lehrerbildung stoßen auf Skepsis – Märkische Onlinezeitung
In einer Anhörung vor dem Bildungsausschuss des Landtags bezeichneten Ausbildungsexperten die Pläne des Landes, Neu-Lehrkräfte schneller an Schulen zu bringen und Studierenden anderer Fächer den Umstieg auf das Lehramt zu erleichtern, mit Verweis auf Vorgaben der Kultusministerkonferenz als schwer umsetzbar. Auch müssten mit großem Aufwand Studienordnungen geändert werden.
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[Hamburg] Deutscher Lehrerverband: „Hamburg auf dem Weg zur Einheitsschule?” – Deutsches Verbände Forum
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, übt Kritik an den Plänen des Hamburger Senats zur Abschaffung der bisherigen schulartspezifischen Lehrerbildung für Stadtteilschulen und Gymnasien und der Schaffung eines Einheitsschullehramts für die Sekundarstufe. Stadtteilschulen hätten zu einem großen Teil deutlich andere Herausforderungen als Gymnasien.
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[Hessen] Lehrkräfte nicht bereit für digitalen Unterricht – Frankfurter Rundschau
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordere gemeinsam mit Eltern- und Schülervertreterinnen und -vertretern, Lehrkräfte schon in der Ausbildung besser mit mediendidaktischen Kompetenzen auszustatten. Das Unterrichten von Schulkindern mit digitalen Systemen müsse in der Lehrerbildung einen höheren Stellenwert erhalten.
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[Nordrhein-Westfalen] Land startet Lehrerwerbekampagne – Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Schulministerin Yvonne Gebauer hat mit einer Plakatenthüllung vor dem Landtag den Startschuss für eine landesweite Werbekampagne für den Lehrerberuf gegeben – unter dem Motto „Schlau machen – Lehrer werden”. Die breit angelegte Lehrerwerbe- und Informationskampagne solle helfen, den Lehrernachwuchs treffsicher, bedarfsgerecht und langfristig zu sichern.
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[Sachsen] Nur wenige geflüchtete Lehrkräfte im sächsischen Schuldienst – MDR
Der MDR berichtet über die Hürden für geflüchtete Lehrkräfte, im sächsischen Schuldienst zu arbeiten. Ein zentrales Problem stelle die sächsische Forderung nach zwei studierten Unterrichtsfächern dar. Ein Nach-Qualifizierungsprogramm wie in Brandenburg sei im Freistaat nicht in Sicht.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Bamberg] Sollten Kinder Programmieren in der Grundschule lernen?
Ute Schmid, Professorin für Angewandte Informatik an der Universität Bamberg, spricht sich für die Integration informatischer Lerninhalte in bestehende Fächer wie Mathematik, Kunst oder Deutsch aus. So könne verhindert werden, dass die Lehrpläne der Grundschule durch ein weiteres Fach überfrachtet würden.
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[Universität Bochum] Bericht über „Lehrkräfte Plus”-Projekt – News4Teachers
News4Teachers berichtet über das Projekt der Universität Bochum, durch das sich geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer für den Einsatz an deutschen Schulen weiterqualifizieren. Vor allem die Interaktion mit den Eltern der Schulkinder sei für viele der vorwiegend syrischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine neue Herausforderung.
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[Universität Koblenz-Landau] Berufsbegleitendes Fernstudium „Inklusion und Schule” – Bildungsklick
Das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) der Universität Koblenz-Landau bietet den neu initiierten Masterstudiengang „Inklusion und Schule” an. Damit soll die Lücke zwischen den Inhalten der klassischen Lehrerausbildung und den Anforderungen, denen Lehrende an Schulen sich heute in der Praxis gegenübersehen, geschlossen werden.
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[Universität Leipzig] Bildungsangebote zu Themen der Sexualität und sexueller Selbstbestimmung als Querschnittsaufgabe im Lehramtsstudium
Angebote zu Themen der Sexualität und sexueller Selbstbestimmung sollen künftig deutlicher in die Ausbildung von Lehrkräften integriert werden. Vor kurzem startete die Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Hochschule Merseburg ein vom Bund unterstütztes interdisziplinäres Forschungsprojekt mit dem Titel "SeBiLe - Sexuelle Bildung für das Lehramt".
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[Universität Magdeburg] Universität Magdeburg erweitert das Angebot in der Lehramtsausbildung
Die Universität Magdeburg erweitert mit den Fächern Mathematik und Physik ihr Angebot in der Lehramtsausbildung für allgemeinbildende Schulen. Ab dem kommenden Wintersemester (Oktober 2018) ist es möglich, neben den Schwerpunktfächern Wirtschaft und Technik auch das Fach Mathematik mit den Fächern Physik, Deutsch, Sport, Ethik und Sozialkunde zu kombinieren. Darüber hinaus wird der bisherige Fächerkanon im Fach Technik um das Fach Physik erweitert.
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[Universität Potsdam] Interview mit Andreas Musil, Vizepräsident für Lehre und Studium – Potsdamer Neue Nachrichten
Im Interview spricht Musil über den Lehrermangel in Brandenburg und eine mögliche Aufstockung der Studienplätze in der Lehrerbildung an der Universität Potsdam. Eine Notwendigkeit, Lehrkräfte auch an anderen Hochschulen im Land auszubilden, sehe Musil nicht. Auch Seiteneinstiegsquoten im Lehramt und die Zukunft des Potsdamer Projekts für geflüchtete Lehrkräfte kommen zur Sprache.
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[Universität des Saarlandes] Masterstudiengang „Educational Technologies”
Der seit 2011 bestehende Masterstudiengang beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um das Thema Lernprozesse mit digitalen Technologien und deren sinnvollem Einsatz. Der Studiengang ist einer der bundesweit wenigen auf diesem Gebiet und verbindet Computer- und Bildungswissenschaften, Pädagogik, Psychologie und Informatik.
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[Universität Trier] Projekt des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Trier abgeschlossen
Das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) an der Universität Trier hat sich in dem kürzlich abgeschlossenen zweijährigen Projekt PerLe mit der zentralen Frage der Eignung für den Lehrerberuf befasst. Hierbei ging es unter anderem darum, besonders geeignete Lehramtsstudierende mit Führungsqualitäten zu identifizieren und zu fördern.
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05 Veranstaltungen

[Universität Paderborn / ProWood Stiftung] Netzwerktreffen „teachwood” – 03.-05.05.2018
Kinder sachgerecht in technisch-handwerkliches Arbeiten einzuführen und damit zu begeistern, das ist gemeinsames Ziel der Arbeitsgruppen der naturwissenschaftlich-technischen Sachunterrichtsdidaktik der Universität Paderborn und der ProWood Stiftung. Zusammen arbeiten sie am Projekt „teachwood”, einem langfristig angelegten Stiftungsprojekt zur Qualitätsentwicklung in der Lehrerbildung.
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[Universität Münster] Ringvorlesung: Digitalisierung in Schule und Hochschule – 03.05.-05.07.2018
In der Ringvorlesung werden beide Phasen der Lehrerausbildung – Universität und Studienseminar – berücksichtigt und die Veränderungspotentiale der Digitalisierung aufgezeigt. Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind alle Personen, die sich mit Lehrerbildung und Bildungsprozessen beschäftigen.
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[Bertelsmann Stiftung] Lunchtime: Lehrkräftemangel in der Primarstufe verschärft sich: Was tun? – 07.06.2018
Klaus Klemm und Dirk Zorn haben in einer Expertise für die Bertelsmann Stiftung kürzlich gezeigt, dass sich der Mangel an grundständig ausgebildeten Lehrkräften in Deutschlands Grundschulen bis 2025 deutlich verschärfen wird. Nun haben die Autoren in einem kurzen Policy Paper Handlungsempfehlungen für kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung gebündelt. Die Empfehlungen sollen im Berliner Harnack-Haus mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulpraxis, Lehrerbildung, Bildungsverwaltung und Verbänden diskutiert werden.
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[Universität Münster] Eröffnung des WWU-Videoportals ProVision für die Lehrerbildung: Mit Videos lehren und lernen – 27.06.2018
Auf der Veranstaltung wird das neue Videoportal ProVision vorgestellt. In verschiedenen Workshops werden Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mit Unterrichtsvideos in allen Phasen der Lehrerbildung präsentiert und diskutiert. Angesprochen sind Akteurinnen und Akteure der universitären Lehrerbildung, des Vorbereitungsdienstes und der Lehrerfortbildung.
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[Universität Münster] Tagung: CoMeCo-Lehramt. Counselling – Mentoring – Coaching für ein erfolgreiches Lehramtsstudium – 03./04.09.2018
Die Tagung will Formate, Ideen und Konzepte für Beratungsangebote theoretisch fundiert wie konkret praxisorientiert darstellen. Sie bietet zudem die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch über die Wirkungen vorhandener Formate sowie die Chance zur Entwicklung neuer Ideen für den Professionalisierungsprozess von Lehramtsstudierenden. Ab sofort ist es möglich, sich für diese Veranstaltung anzumelden.
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[PH Freiburg / Verlag Handwerk und Technik / hep verlag] Bildungsforum "Individuell lernen – anders unterrichten" – 21./22.09.2018
In verschiedenen Workshops werden innovative Lehr- und Lernkonzepte vorgestellt und vertieft sowie neue Lösungen für den Unterrichtsalltag erarbeitet. Die Workshop-Leitenden setzen sich unter anderem intensiv mit Fragen der Kompetenzorientierung, dem Umgang mit digitalen Medien sowie dem gehirngerechten Lernen und anderen Unterrichtsmethoden auseinander.
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[TU Dortmund] 3. IFS-Bildungsdialog „Lehrerbildung – Potentiale und Herausforderungen in den drei Phasen” – 27.09.2018
Die Fachtagung widmet sich den zwei Schwerpunktthemen „Praxisanteil in der Lehramtsausbildung”, sowie „Weiterbildung im Lehrerberuf”. Diese werden gerahmt von einem Überblicksvortrag zu aktuellen Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen sowie einer Podiumsdiskussion zu Ansätzen der Bildungspolitik, Bildungspraxis und Bildungsforschung.
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[Robert Bosch Stiftung / Stiftung der Deutschen Wirtschaft] 8. Forum Leadership in der Lehrerbildung – 08./09.11.2018
Das Forum mit dem Thema „Gemeinsam stärker - Multiprofessionalität in der Schule” dient den Besucherinnen und Besuchern als Plattform zum Kennenlernen sowie zum erweiterten Austausch über die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams. Diskutiert werden Voraussetzungen für das erfolgreiche Arbeiten in multiprofessionellen Teams, der Umgang mit Widerständen sowie der Mehrwert der Zusammenarbeit.
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06 Internationale News

[Schweiz] Faktencheck zu Arbeitsbedingungen von Lehrkräften – SRF
SRF geht in seinem Faktencheck den Behauptungen von Lehrerverbänden nach, dass die Arbeitsbedingungen von Schweizer Lehrkräften sich verschlechtert hätten. Überprüft werden Aussagen zu Einsparungen bei der Bildung, überfüllten Klassenzimmern sowie Unterbezahlung und Überarbeitung von Lehrkräften.
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07 Dokumente/Literatur

Fischer, Christian / Platzbecker, Paul (Hg.): Auf den Lehrer kommt es an?! - Unterstützung für professionelles Handeln angesichts aktueller Herausforderungen. Waxmann, 2018.
Im Fokus der 34. Münsterschen Gespräche zur Pädagogik stand die Frage, wie Lehrkräfte darin unterstützt werden können, ihre Verantwortung für das Lernen der Schülerinnen und Schüler professionell wahrzunehmen. Neben wissenschaftlichen Referaten stellt der Tagungsband aktuelle Ansätze aus der Praxis der Lehrerbildung und –fortbildung vor.
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Kiel, Ewald (Hg.): Unterricht sehen, analysieren, gestalten. utb, 2018.
Unterrichtsprinzipien sind leitend für die Gestaltung von Unterricht. Sie gelten überfachlich für alle Unterrichtsbereiche und bestimmen die Lehr-Lernverfahren, mit denen Inhalte dargestellt und vermittelt werden. Sie werden somit zur Planung, Durchführung, Auswertung und Legitimation von Unterricht herangezogen. Dieses Studienbuch richtet sich an Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen sowie Dozierende in pädagogischen und fachdidaktischen Studienbereichen.
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Neuweg, Georg Hans: Distanz und Einlassung. Gesammelte Schriften zur Lehrerbildung. Waxmann, 2018.
Dieser Band versammelt Schriften zur Lehrerbildung und zum Lehrerberuf, die in den zurückliegenden beiden Jahrzehnten erschienen sind. Er gliedert sich in vier Teile: Forschung zum Lehrerberuf, Wissen und Können, Distanz und Einlassung, sowie Lehrerhandeln.
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08 Interviews/Kommentare

Kommentar zu erforderlichen Reformen in der Lehrerbildung von Rebecca Röhrich – Frankfurter Neue Presse
In ihrem Kommentar bemängelt Röhrich die Medienkompetenz von Lehrkräften und führt dies auf strukturelle Probleme in der Lehrerbildung zurück. Es bedürfe einer verpflichtenden und grundsätzlichen Ausbildung von Lehramtsstudierenden zu Themen wie Datenschutz oder Umgang mit Cyber-Mobbing.
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09 Ausschreibungen

Ein Stipendium speziell für Lehramtsstudierende: Bewerbung für das Förderprogramm Studienkolleg bis 7. Mai – Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Noch bis zum 7. Mai 2018 können sich angehende Lehrerinnen und Lehrer für ein Stipendium des Studienkollegs der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) bewerben. Angesprochen sind bundesweit Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen und Schularten, die als Lehrkraft Verantwortung an Schulen übernehmen möchten. Ziel ist es, sie mit dem Thema Schulentwicklung vertraut zu machen und ihnen zu vermitteln, welche Gestaltungsspielräume es an Schulen gibt.
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06. April 2018

Newsletter April 2018

01 Thema des Monats


Diversität in der Lehrerbildung
Eine kürzlich veröffentlichte Sonderauswertung der PISA-Daten von 2015 zeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund größerer Unterstützung bedürfen, um in Schule und Gesellschaft erfolgreich zu sein: Obwohl Kinder mit Migrationshintergrund häufiger hoch motiviert seien, in der Schule ihr Bestmögliches zu erreichen, schneiden sie im Schnitt schlechter ab als ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund. Als Faktoren nennt der Bericht vor allem geringere Zugehörigkeitsgefühle und schulbezogene Ängste bei Einwandererkindern.

Für Kinder mit Migrationshintergrund könnte es hilfreich sein, wenn sie in der Schule Lehrkräften begegnen, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte haben. In einem Artikel des Spiegel berichten drei Lehrkräfte mit eigener Zuwanderergeschichte über ihre Arbeitserfahrungen an deutschen Schulen und ihre besondere Rolle im Umgang mit zugewanderten Kindern und Eltern.

Der Monitor Lehrerbildung erfragt seit 2012 bei den lehrerbildenden Hochschulen, ob Maßnahmen zur Rekrutierung spezifischer Zielgruppen ergriffen werden, darunter auch Studienanfänger mit Migrationshintergrund. Es zeigt sich: Seit 2012 ist die Anzahl der Hochschulen, die Maßnahmen zur Rekrutierung spezifischer Studierendengruppen ergreifen, erheblich angestiegen - von 23 Hochschulen im Jahr 2012 auf 52 im Jahr 2016. Damit gibt es mittlerweile an mehr als drei Vierteln der Hochschulen Maßnahmen, um spezifische Zielgruppen für ein Lehramtsstudium zu gewinnen.

02 Länderübergreifende News


Fünf Hochschulen arbeiten an der Zukunft des MINT-Lernens – Deutsche Telekom Stiftung
Ab Herbst werden die Universitäten Kiel, Koblenz-Landau und Würzburg sowie die HU Berlin und die TU Kaiserslautern in einem Entwicklungsverbund gemeinsam Konzepte für guten MINT-Unterricht in der digitalen Welt entwickeln, erproben und in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften der MINT-Fächer integrieren. Die Telekom-Stiftung investiert insgesamt 1,6 Millionen Euro in das Vorhaben.
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PISA-Sonderauswertung: Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund brauchen mehr Unterstützung, um in Schule und Gesellschaft erfolgreich zu sein – OECD
Geringe formale Bildung und niedriger beruflicher Status der Eltern sowie Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Zu diesem Schluss kommt eine Sonderauswertung der PISA-Daten von 2015.
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Der Verband Bildung und Erziehung betont als Reaktion auf die neusten Pisa-Ergebnisse die Wichtigkeit einer guten Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. Laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft müsse die Lehrerbildung stärker auf inklusive und diversitätsbewusste Lehrinhalte und Didaktiken ausgerichtet werden.

KMK stärkt länderübergreifende Bildungszusammenarbeit – Kultusministerkonferenz (KMK)
Die Kultusministerkonferenz beschließt unter anderem, einen Themenkatalog und einen Entwurf für weitergehende Vereinbarungen der Länder zu grundsätzlichen Fragen der Bildungspolitik auszuarbeiten sowie die Option für einen Staatsvertrag zu prüfen, um die länderübergreifende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln, die Vergleichbarkeit und Qualität des Bildungswesens zu verbessern und Mobilitätshindernisse abzubauen.
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Erfahrungsberichte von Lehrkräften mit Migrationshintergrund – Spiegel Online
In dem Spiegel Online Artikel berichten drei Lehrkräfte mit Migrationshintergrund von ihren Erfahrungen in deutschen Klassenzimmern. Schwerpunktthema ist die besondere Rolle, die ihnen im Umgang mit zugewanderten Eltern und Kindern zukomme.
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Weiter steigende Geburtenraten verschärfen Lehrermangel – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Das Statistische Bundesamt berichtet, dass 2016 das fünfte Jahr in Folge die Anzahl der Geborenen angestiegen ist. Die Bertelsmann Stiftung hatte im letzten Jahr eine Berechnung vorgelegt, die aufzeigte, dass die Zahl der Geburten von der Politik unterschätzt wird. Der VBE weist darauf hin, dass in den Jahren 2021 und 2022 fast 800.000 Kinder einen Schulplatz benötigen werden und fordert: „Die Politik muss jetzt reagieren.”
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Studie: Rund 22.000 Lehrkräfte fehlen künftig an Berufsschulen – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Nicht nur an Grund-, auch an Berufsschulen werden dringend Lehrkräfte benötigt. Eine von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beauftragte Studie hat ergeben: Bis 2025 werden rund 22.000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer gebraucht.
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Bericht: Burn-out bei Lehrkräften – Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk berichtet zum Thema Burn-out bei Lehrkräften. Vermehrt seien auch jüngere Pädagoginnen und Pädagogen betroffen, auch, weil sich oft Personen mit Prädispositionen für Burn-out für den Lehrerberuf entscheiden. Stressbewältigung sollte daher bereits im Lehramtsstudium eingeübt werden.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Höherer Stellenwert für Rechtschreibkompetenz – News4Teachers
Kultusministerin Susanne Eisenmann nehme Lehrkräfte in die Pflicht, die Rechtschreibung von Kindern und Jugendlichen stärker in den Fokus zu rücken. Dazu solle es einen Leitfaden für Lehrkräfte der ersten bis zehnten Klasse geben. Vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die nicht das Fach Deutsch studiert hätten, sollten hierdurch unterstützt werden.
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[Bayern] Bernd Sibler ist neuer Kultusminister – Erfahrung als Lehrer und Kultusstaatssekretär – Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Als Schwerpunkte seiner Arbeit nannte Sibler, selbst ausgebildeter Gymnasiallehrer, unter anderem die Werte- und Demokratieerziehung sowie die Digitalisierung an den Schulen weiter voranzubringen, vergleichbar gute Lebens- und Bildungschancen in allen Landesteilen anzubieten und die jungen Menschen auf ihrem individuellen Bildungsweg passgenau zu begleiten.
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[Bayern] BLLV: „Zweitqualifizierung gefährdet Unterrichtsqualität” – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Gymnasial- und Realschullehrkräfte, die keine Anstellung bekommen haben, können sich für die Grund- und Mittelschule zweitqualifizieren. Für Schulen und Lehrkräfte bedeute das allerdings eine enorme Mehrbelastung. Der Organisations- und Betreuungsaufwand sei erheblich. In einem Positionspapier hat der BLLV Forderungen und Verbesserungsvorschläge zusammengefasst.
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[Berlin] Lehrkräfte im Quereinstieg vorwiegend an Brennpunktschulen – Der Tagesspiegel
Laut erstmals offengelegten Zahlen des Senats seien Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger extrem ungleich an Berliner Schulen verteilt. Während weit über die Hälfte der Schulen kaum mit Lehrkräften im Quereinstieg arbeiten müsse, läge andernorts, besonders in Brennpunktbezirken, die Quote bei fast 30 Prozent.
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[Brandenburg] Höhere Seiteneinsteigerquote an Schulen, Lehrerbildung an den Universitäten Cottbus und Frankfurt (Oder) im Gespräch – Märkische Allgemeine
Laut Bildungsministerin Britta Ernst sei damit zu rechnen, dass zum kommenden Schuljahr jede zweite neue Lehrkraft keine klassische Berufsausbildung haben werde. Zur Rekrutierung neuen Lehrpersonals sei im Gespräch, künftig auch an den Universitäten Cottbus und Frankfurt (Oder) Lehrkräfte auszubilden.
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[Hamburg] Einsatz digitaler Medien im Unterricht soll ausgebaut werden – Die Welt
Gemeinsam mit der Joachim-Herz-Stiftung und der TU Hamburg entwickele die Schulbehörde der Hansestadt digitale Unterrichtsmaterialien, die bereits zum Schuljahr 2018/2019 allen Lehrkräften in Hamburg zur Verfügung stehen sollen. Die Materialien würden dann über das Internetportal digital.learning.lab kostenlos verfügbar gemacht.
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[Niedersachsen] Land schafft mehr Lehrerstellen an Gymnasien – News4Teachers
Da vermehrt Gymnasiallehrkräfte Personallücken an Grundschulen schließen müssten, würden im laufenden Schulhalbjahr mehr Stellen für Lehrkräfte an Gymnasien ausgeschrieben, als ursprünglich geplant. Als Ausgleich verpflichteten sich die Gymnasien, Lehrkräfte abzuordnen, die 20 Stunden an anderen Schulformen übernehmen.
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[Sachsen] Sachsen verbeamtet Lehrkräfte: Regierung beschließt Handlungsprogramm in Höhe von über 1,7 Mrd. Euro – Medienservice Sachsen
Neulehrkräfte sollen künftig verbeamtet werden, Rückkehrende können ihren Beamtenstatus behalten und Grundschullehrkräfte werden besser bezahlt. Die Staatsregierung hat ein Handlungsprogramm in Höhe von über 1,7 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre vorgelegt.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Flensburg] „Am richtigen Ort in Bewegung”
Auf dem 11. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education in Flensburg wurde über die Organisation der bestmöglichen Lehrkräftebildung diskutiert. Zu Gast waren etwa 150 Vertreterinnen und Vertreter von rund 25 Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education aus ganz Deutschland.
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[Universität Gießen] Neuer Newsletter der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL)
Die Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) der Universität Gießen hat einen eigenen Newsletter gestartet. Damit hält die GOL Abonnentinnen und Abonnenten ab sofort ein Mal pro Semester über die Fortschritte des Projekts auf dem Laufenden.
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[Universität Konstanz] Studie zu Zeitzeugen im Geschichtsunterricht prämiert
Die Konstanzer Juniorprofessorin Dr. Christiane Bertram erhielt für ihre Studie zum Einsatz von Zeitzeugen im Geschichtsunterricht den Publikations-Preis der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung. Bertram hatte in insgesamt 30 Klassen untersucht, welche Wirkungen die Arbeit mit Zeitzeugen auf den Unterrichtserfolg hat.
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[Universität Wuppertal] Inklusion an Schulen: Wie Lehrkräfte besser mit Sonderpädagoginnen und -pädagogen zusammenarbeiten
Im Rahmen eines Verbundprojektes mit der Universität Siegen – vertreten durch Prof. Dr. Matthias Trautmann und Jun.-Prof. Dr. Daniel Mays – soll ein Qualifizierungskonzept für in der Sekundarstufe I tätige Sonder- und Regelschullehrkräfte entstehen, mit dessen Hilfe sich die kooperative Unterrichtsplanung in strukturierte Bahnen lenken lässt.
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05 Veranstaltungen

[Universität Paderborn] Philosophiedidaktischer Workshop „Verschwörungstheorien” – 13.04.2018
Im Workshop der Fachdidaktik Philosophie geht es um medientheoretische, medienpraktische, philosophische und philosophiedidaktische Perspektiven auf das Thema „Verschwörungstheorien”. Vorträge halten Prof. Dr. Tanjev Schultz (Mainz), PD Dr. Karl Hepfer (Erfurt) und JProf. Dr. Caroline Heinrich (Paderborn).
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[Universität Tübingen] Vorlesungsreihe: Lehrer*innenbildung für eine Schule der Zukunft. Perspektiven aus der fachdidaktischen Forschung – 18.04.-25.07.2018
In der Vorlesungsreihe der Tübingen School of Education (TüSE) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen aktuelle fachdidaktische Fragestellungen und Forschungsdesiderate für eine Schule der Zukunft heraus und zeigen mit Blick auf verschiedene Schulfächer, welche Konsequenzen sich hieraus für die zukünftige Gestaltung der Lehrerbildung ableiten lassen.
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[Universität Vechta] Workshop: Mentor*innenqualifizierung für Lehrkräfte – 25./26.04.2018
In der Veranstaltung werden Haltungen thematisiert sowie Techniken und Methoden handlungsorientiert vermittelt, die die Selbstklärung und Selbstreflexion der Studierenden wertschätzend unterstützen. Der zweitägige kostenlose Workshop beschäftigt sich inhaltlich mit den Themen der Rolle und Haltung der Mentor*innen, der Gesprächsführung und Beratung sowie der Unterrichtshospitation und –Reflexion.
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[Universität Paderborn] DaZ-Tag 2018 – Durchgängige Sprachbildung: Unterricht und Schulentwicklung – 08.06.2018
Im Rahmen des DaZ-Tags soll es um Fragen des sprachbildenden Unterrichts unter den Bedingungen sprachlicher und kultureller Vielfalt gehen. Im Vordergrund stehen dabei der Austausch zu Theorie und Praxis der Unterrichtsgestaltung in allen Fächern sowie die Implementierung sprachbildenden Unterrichts in den Schulalltag als Aufgabe der Schulentwicklung.
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[Universität Münster] Tagung: CoMeCo-Lehramt. Counselling – Mentoring – Coaching für ein erfolgreiches Lehramtsstudium – 03./04.09.2018
Die Tagung will Formate, Ideen und Konzepte für Beratungsangebote theoretisch fundiert wie konkret praxisorientiert darstellen. Sie bietet zudem die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch über die Wirkungen vorhandener Formate sowie die Chance zur Entwicklung neuer Ideen für den Professionalisierungsprozess von Lehramtsstudierenden.
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06 Internationale News

[Schweiz / Liechtenstein] Lehramtsstudium für Vorschul- und Primarstufe soll verlängert werden – Liechtensteiner Volksblatt
Die Kammer der pädagogischen Hochschulen in der Schweiz fordere, die Lehrerausbildung für die Vorschul- und Primarstufe von drei auf bis zu fünf Jahre zu verlängern. In Liechtenstein, wie in den Schweizer Kantonen, stoße die mögliche Systemänderung aufgrund ihres finanziellen Mehraufwands jedoch auf Widerstand.
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07 Dokumente/Literatur

Eis, Andreas / Moulin-Doos (Hg.): Kritische politische Europabildung – Die Vielfachkrise Europas als kollektive Lerngelegenheit?. Prolog, 2018.
Der Band verbindet Ansätze kritischer Europaforschung, Politischer Ökonomie und Politischer Bildung. Die Autorinnen und Autoren vertreten dabei sowohl die universitäre Forschung und (Lehrer-) Bildung als auch außerschulische Bildungsformate in Verbänden und NGOs bis hin zu Fragen der Umsetzung fachlicher Ansprüche im Unterricht, in Seminaren, Projekten, offenen Lernumgebungen und Bildungsmaterialien.
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Gollub, Patrick: Studentische Forschung im Praxissemester. Peter Lang, 2018.
Dieses Buch präsentiert studentische Studienprojekte, die im Rahmen des Praxissemesters an der Universität Münster entstanden sind. Sie sind Resultat aus Projektseminaren der ersten beiden Kohorten in den bildungswissenschaftlichen Begleitveranstaltungen am Institut für Erziehungswissenschaft. Thematische Schwerpunkte sind beispielsweise Unterrichtsqualität, Inklusive Bildung, Inklusionsorientierte Schulentwicklung, Lehrer-Schüler-Interaktion sowie Unterrichtskommunikation.
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McElvany, Nele / Schwabe, Franziska / Bos, Wilfried / Holtappels, Heinz Günter (Hg.): Digitalisierung in der schulischen Bildung – Chancen und Herausforderungen. Waxmann, 2018.
Dieser Band versammelt unterschiedliche Perspektiven aus Bildungsforschung, Bildungspraxis, Bildungspolitik und Bildungsverwaltung mit dem Ziel, bereits erfolgreiche Strategien und zukünftige Bedarfe für eine gelingende Integration digitaler Medien in den schulischen Alltag zu identifizieren.
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08 Interviews/Kommentare

Interview mit Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) – Jan-Martin Wiarda
Im Interview mit Jan-Martin Wiarda spricht Helmut Holter über das Lehrerbesoldungsrecht, die neue Bildungsministerin Anja Karliczek und die zukünftige Rolle der KMK angesichts des geplanten Nationalen Bildungsrates.
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Interview mit Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, zur Digitalisierung in der Bildung – Deutschlandfunk
Meidinger äußert im Interview Skepsis gegenüber dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht an Grundschulen: Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben sollten dort Vorrang haben, an den weiterführenden Schulen komme es dann auf im Umgang mit digitaler Technik hochqualifizierte Lehrkräfte an.
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Gastbeitrag zum Seiteneinstieg ins Lehramt von Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin des Zentrums für LehrerInnenbildung an der Universität zu Köln – Jan-Martin Wiarda
In ihrem Gastbeitrag plädiert Dziak-Mahler dafür, die Nachqualifizierung von Lehrkräften im Quer- und Seiteneinstieg als möglichen Wegweiser für Reformen des Lehramtsstudiums zu sehen. Der Lehrerberuf brauche eine flexiblere Ausbildung und eine gesellschaftliche Aufwertung.
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09 Ausschreibungen

Medienpreis: Telekom-Stiftung sucht wieder herausragenden Bildungsjournalismus – Deutsche Telekom Stiftung
Der Medienpreis Bildungsjournalismus wird in den beiden Hauptkategorien „Text” sowie „Audio/Video/Multimedia” verliehen. Ausgezeichnet werden journalistische Stücke, die sich auf herausragende Weise mit Aspekten der Bildungspolitik, der Bildungspraxis oder auch der Bildungskritik beschäftigen. Bewerbungen und Beitragsvorschläge können bis zum 31. Mai 2018 bei der Telekom Stiftung eingereicht werden.
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09. März 2018

Newsletter März 2018

01 Thema des Monats


Auswahlgremium der Qualitätsoffensive Lehrerbildung empfiehlt 18 Projekte zur Anschlussförderung
Am 22. und 23. Februar 2018 wurden die Vorhabenbeschreibungen für die zweite Förderphase des Bund-Länder-Programms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” bewertet und Empfehlungen für förderwürdige Projekte ausgesprochen. Grundlage war das erfolgreiche Abschneiden der Projekte in der Zwischenbegutachtung. Zur Anschlussförderung empfohlen wurden 18 Projekte. Detaillierte Informationen finden Sie auf den Seiten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Bund und Länder stärken mit ihrer gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an den Hochschulen und unterstützen Reformen in der Lehrerbildung. Am Programm sind derzeit 59 lehrerbildende Hochschulen in ganz Deutschland beteiligt.

Die Erfahrungen, Wirkungsweisen und Ergebnisse der Projekte werden ab sofort im Newsletter der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” veröffentlicht. Gemeinsam mit renommierten Autoren, Forschern und Akteuren aus der hochschulischen und schulischen Praxis werden zentrale Handlungsfelder der Lehrerbildung diskutiert und aufgezeigt, welche Lösungsansätze die Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” für die spezifischen Herausforderungen der Lehrerbildung entwickeln und umsetzen.

Den aktuellen Newsletter der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” finden Sie hier. Die Anmeldung zum Newsletter kann hier erfolgen.Weitere Informationen zur „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” gibt es hier.

Der Monitor Lehrerbildung hat bereits im Juni 2016 eine Sonderpublikation zum Bund-Länder-Programm veröffentlicht und dort eine erste Clusterung der geförderten Projekte nach Themenfeldern vorgenommen. Die Broschüre „Qualitätsoffensive Lehrerbildung – zielgerichtet und nachhaltig?!” steht hier zum Download zur Verfügung. Factsheets mit einer Übersicht der in der ersten Förderphase bewilligten Projekte geordnet nach Bundesländern finden Sie hier zum Download. Ein Zeitstrahl gibt einen Überblick über die einzelnen Förderphasen des Programms.

02 Länderübergreifende News


Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht Investitionen in Bildung vor – MDR
Der Koalitionsvertrag der Großen Koalition, der am 7. Februar vorgestellt wurde, sieht eine „Offensive für Bildung, Forschung und Digitalisierung” vor. Neben der Einführung eines Nationalen Bildungsrates soll es eine Investitionsoffensive für Schulen geben, die unter anderem die Digitalisierung und den Ausbau der Ganztagsschulen sowie einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung adressiert. Die Länder sollen die notwendige Qualifikation der Lehrkräfte sicherstellen.
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Der Verband Bildung und Erziehung sieht den Koalitionsvertrag als einen guten Anfang, der jedoch noch viele Fragen offen lasse. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, sieht die Länder nun in der Pflicht, den Investitionen des Bundes mit Aufstockungen ihrer Bildungshaushalte zu folgen. Gerade im Bereich der Inklusion seien massive zusätzliche Finanzmittel nötig. Die Gesellschaft für Informatik e.V. kritisiert die geplanten Investitionen als nicht ausreichend und fordert eine bessere Lehrkräftequalifizierung und Pflichtstunden in Informatik.

Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2018 fordert größere Anstrengungen bei digitaler Bildung – Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)
Am 28. Februar 2018 hat die Expertenkommission Forschung und Innovation ihr 11. Jahresgutachten an die Bundesregierung überreicht. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Thema digitale Bildung. Die Expertenkommission empfiehlt, digitale Schlüsselkompetenzen bereits in der Grundschule flächendeckend zu unterrichten. Schulen benötigten dafür neben einer exzellenten IT-Ausstattung gut qualifizierte Lehrkräfte zur Vermittlung dieser Kompetenzen.
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Kommissionsvorsitzender Prof. Dietmar Harhoff kommt im Deutschlandfunk zu Wort und fordert die stärkere Förderung digitaler Bildung an deutschen Schulen und Universitäten.

Bildungsmesse didacta 2018 - didacta
Vom 20. bis 24. Februar fand in Hannover die Bildungsmesse didacta 2018 statt und wurde in verschiedenen Medien thematisiert: Der Deutschlandfunk berichtete live vom Hannoveraner Messegelände und veranstaltete eine Diskussionsrunde zur Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs. News4Teachers interviewte den Präsidenten des Didacta Verbandes, Wassilios E. Fthenakis und berichtete über die Verleihung des Schulbuchs des Jahres auf der Messe.
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Expertenrat fordert bessere Verteilung geflüchteter Schulkinder und Änderungen in der Lehrerbildung – News4Teachers
Nach Meinung des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sollen junge Flüchtlinge ausgewogener als bisher auf deutsche Schulen verteilt werden. Außerdem sollten Lehrkräfte in ihrer Ausbildung besser auf die kulturellen, sprachlichen und sozialen Unterschiede bei den Schulkindern vorbereitet werden.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Unterrichtsversorgung ganz oben auf der Prioritätenliste – Kultusministerium BW
Ministerin Susanne Eisenmann: „Wir setzen an vielen Stellen an, um die Situation an den Schulen zu verbessern.” Die Anzahl an Studienplätzen für die Grundschulen wurde deutlich nach oben korrigiert. Der höhere Bedarf an Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen soll mittelfristig auch durch das Weiterqualifizierungsprogramm für Haupt- und Werkrealschullehrkräfte abgefedert werden.
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[Bayern] Kampagne: Zeit für Bildung – flexibel, effizient, intelligent – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Ziel der landesweiten Kampagne ist es, für Schulen optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit sie den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht werden können. Im Mittelpunkt der Kampagne stehe die Vielfalt der Kinder, die ebenso vielfältige Formen der Ressourcenverteilung verlange.
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[Berlin] Cornelsen eröffnet neues Informationszentrum in Berlin – Bildungsklick
Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es in Berlin einen neuen Ort, um sich von modernen Formen der Unterrichtsgestaltung inspirieren zu lassen. Im neuen Cornelsen-Informationszentrum können sie Lehrwerke und Verlagsentwicklungen kennenlernen. Digitale Lernumgebungen werden dabei in besonderer Weise anschaulich.
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[Berlin] Anteil von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern wächst weiter – News4Teachers
Nur noch ein Viertel der zum zweiten Schulhalbjahr neu eingestellten Lehrkräfte an Grundschulen seien ausgebildete Grundschullehrkräfte. Die Berliner Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft poche nun auf eine bessere pädagogische Anleitung und eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg.
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[Niedersachsen] Interview mit Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler – Neue Osnabrücker Zeitung
Björn Thümler diskutiert im Interview die Lehrerausbildung in Niedersachsen. Insbesondere Berufsschullehrkräfte sollten laut Thümler praxisorientierter ausgebildet werden. Die Hochschulen in Osnabrück, Hildesheim und Vechta sollen eine höhere Grundförderung erhalten, um eine besser ausgestattete Lehrerausbildung liefern zu können.
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[Nordrhein-Westfalen] Medienkunde soll Pflichtprogramm an Schulen werden – Rheinische Post
Schulministerin Yvonne Gebauer erarbeite einen Erlass, der Medienkunde zur Pflicht an nordrhein-westfälischen Schulen machen solle. Bis 2021 solle an jeder Schule ein fächerübergreifendes Konzept entwickelt werden. Ein separates Schulfach sei jedoch vorerst nicht geplant.
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[Sachsen] Neue Zahlen zum Lehrermangel: Über 60 Prozent der neuen Lehrkräfte im Seiteneinstieg – News4Teachers
Von 660 freien Stellen zum zweiten Schulhalbjahr seien bisher nur 622 besetzt worden. 62 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte hätten keine grundständige Ausbildung an einer Hochschule und kämen aus anderen Berufen. Kultusminister Christian Piwarz bezeichne die Zahlen als „ernüchterndes Ergebnis”.
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[Sachsen-Anhalt] Minister kündigen Maßnahmen für bessere Personalausstattung an Schulen an – MDR
Ministerpräsident Reiner Haseloff und Bildungsminister Marco Tullner haben konkrete Maßnahmen zur Verringerung des Unterrichtsausfalls angekündigt. Dies solle zum Teil durch mehr Stellen für Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg erreicht werden. Bei der Lehrerausbildung solle stärker auf den höheren Anteil von Schulkindern mit Migrationshintergrund eingegangen werden.
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[Schleswig-Holstein] Diskussionsrunde mit Bildungsministerin Karin Prien – NDR
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien und GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke diskutieren bei NDR 1 Welle Nord über den Zustand der Schulen und der Bildungspolitik im Land. Prien verspricht größere Anstrengungen zur Erhöhung der Ausbildungskapazitäten fürs Lehramt an den beiden lehrerbildenden Universitäten.
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[Thüringen] Programmieren in der Grundschule: Initiative in Thüringen gestartet – Fraunhofer IAIS
Mit einer landesweiten Initiative für Grundschulen wurde unter dem Motto „Die Jüngsten fit machen für die digitale Welt” für Lehrerinnen und Lehrer die neue Thüringer Fortbildungsreihe „Programmieren in der Grundschule mit dem Calliope mini” gestartet. Zurück in den Schulen werden die Lehrkräfte im Rahmen ihres Unterrichts mit den Schülerinnen und Schülern ein erstes Verständnis für Informationstechnologien entwickeln.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Halle-Wittenberg] Ausbau der Studienkapazitäten im Lehramt geplant – Mitteldeutsche Zeitung
Um den Lehrermangel in Sachsen-Anhalt zu bekämpfen solle die Martin-Luther-Universität nach dem Willen des Landes ihre Kapazitäten in der Lehrerbildung ausbauen. Die MZ berichtet von einer Diskussionsrunde an der Universität, in der die wichtigsten Fragen zur praktischen Umsetzung des Plans besprochen wurden.
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[TU Kaiserslautern] Projektstart: Digitale Medien in der Lehramtsausbildung stärker vernetzt
Die TU Kaiserslautern baut mit dem Projekt „MeSUS – Medienbildung an der Schnittstelle von Universität und Studienseminar” die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften im Bereich der Digitalisierung aus. Dabei vernetzt es die Lehramtsausbildung der Universitäten mit der Referendariats-Ausbildung an den rheinland-pfälzischen Studienseminaren, beginnend mit dem Standort Kaiserslautern.
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[Universität Lüneburg] Fortbildung für Lehrkräfte: Studierende im Praktikum besser betreuen
Lehrkräfte haben seit drei Jahren eine neue Aufgabe: Als Mentorin oder Mentor unterstützen sie Lehramtsstudierende während ihres Praktikums in der Schule. Das Zukunftszentrum Lehrerbildung (ZZL) der Leuphana Universität Lüneburg hat vor diesem Hintergrund jetzt mit einem Fortbildungsangebot begonnen.
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[Universität des Saarlandes] Neues Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD)
Informatikerinnen und Informatiker haben gemeinsam mit Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern an der Universität des Saarlandes das Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) gegründet. Die interdisziplinäre Einrichtung will sich Themen der digitalen Bildung an der Schnittstelle von Didaktik und Informatik widmen.
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[Universität des Saarlandes] Fachdidaktiker der Saar-Uni schließen Kooperationsvertrag mit dem Bildungsverband Didacta
Die Lehrstühle Fachdidaktik Deutsch und Fachdidaktik Mathematik der Universität des Saarlandes und der Bildungsverband Didacta arbeiten künftig im Bereich „Bildung in der digitalen Welt” zusammen: Gemeinsam wollen sie Online-Angebote für das digitale Lehren und Lernen erstellen, fachspezifische Materialien entwickeln und publizieren sowie Fachveranstaltungen organisieren.
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05 Veranstaltungen

[Wolters Kluwer / Verband Bildung und Erziehung] Deutscher Schulleiterkongress – 08.-10.03.2018
Über 120 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen diskutieren in Düsseldorf beim siebten Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) vom 8. bis 10. März 2018 mit Schulleitungen aus ganz Deutschland über die Zukunft der Bildungslandschaft. Es geht um den Austausch von Ideen, wie die Schule von morgen gestaltet werden kann.
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[Fujitsu Central Europe] Fujitsu Campusforum „Bildung 4.0: Chancen und Herausforderungen” – 27./28.03.2018
Nach einem erfolgreichen Auftakt 2017 starten die Fujitsu Campusforum Events 2018 in Berlin und Zürich. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Lehre sollen Chancen und Herausforderungen von Bildung 4.0 diskutiert und konkrete technische Lösungsansätze vorgestellt werden.
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[Universität Koblenz-Landau] 16. Koblenzer eLearning-Tage: DIGITALISIERTE Bildung – BILDUNG digital. Trends zwischen Hype und Nutzen – 05./06.06.2018
Die 16. Koblenzer eLearning-Tage nehmen das Verhältnis von Bildung und Digitalisierung in den Blick und schaffen damit einen thematischen Rahmen für die Präsentation und Diskussion ausgewählter Praxisbeispiele. Ein besonderer Fokus liegt dabei in diesem Jahr auf der Lehrerbildung.
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[Universität Jena] Tag der Forschung zur Lehrerbildung und Bildungsforschung – 30.06.2018
Im Jahr 2018 steht der Tag der Forschung unter dem Motto „Lehrbildung und Bildungsforschung”. In verschiedenen Formaten soll gezeigt werden, wie sich Qualität, Innovationskraft und Perspektivenvielfalt der Lehrerbildung und Bildungsforschung in Schule und Hochschule entfalten.
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[Universität Paderborn] 2. Paderborner MINT@SekII-Tag – Schule digital vernetzt!? – 26.09.2018
Am 26.09.2018 findet zum zweiten Mal ein Sekundarstufe II-Tag mit dem Schwerpunkt auf den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in der Sekundarstufe II statt. Hauptziel der Veranstaltung ist die Fortbildung und Vernetzung von Lehrkräften, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern, Lehramtsstudierenden sowie Multiplikatoren aus dem Bildungssektor der MINT-Fächer in der Sekundarstufe II.
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06 Internationale News

[Österreich] Geflüchtete Lehrkräfte dürfen ab Herbst an Wiener Schulen unterrichten – Kurier
Geflüchtete, die schon in ihren Herkunftsländern als Lehrkräfte gearbeitet hätten, würden derzeit in einem speziellen Lehrgang auf die Arbeit an österreichischen Schulen vorbereitet. Die Initiative namens „CORE – Integration im Zentrum” sei europaweit die erste ihrer Art.
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07 Dokumente/Literatur

Bahr, Matthias / Reichmann, Bettina / Schowalter, Christine (Hg.): Menschenrechtsbildung: Handreichung für Schule und Unterricht. Grünewald, 2018.
In der Suche nach einem gemeinsamen ideellen, ethischen und rechtlichen Fundament haben Menschenrechte das Potenzial, das Zusammenleben in einer freiheitlichen Welt zu ordnen und zu strukturieren. Bildungspläne fordern deshalb seit langem Lernprozesse über, mit und für Menschenrechte. Das vorliegende Buch nimmt diesen Auftrag ernst, gibt der Menschenrechtsbildung grundlegende didaktische Konturen und zeigt exemplarisch, wie Menschenrechtsbildung in schulischen und außerschulischen Lernorten Gestalt gewinnen kann.
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Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Perspektiven für eine gelingende Inklusion – Beiträge der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” für Forschung und Praxis. 2018.
Die neue BMBF-Broschüre bietet einen Überblick über aktuelle Forschungsthemen zum Programmschwerpunkt Inklusion. Dabei werden unter anderem theoretische Fragen zum Stand der Forschung diskutiert, Anwendungsbeispiele zur Umsetzung in die Praxis vorgestellt und aktuelle Entwicklungen in der beruflichen Lehrerbildung beschrieben.
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Deutscher Akademischer Austauschdienst: Auslandsaufenthalte im Lehramtsstudium. 2018
Ausgerichtet auf die besonderen Bedürfnisse und Fragen von Lehramtsstudierenden präsentiert die neue Broschüre die wichtigsten Infos zu Studienaufenthalten und Lehramtspraktika im Ausland. Authentische Tipps von Studierenden, Referendarinnen und Referendaren, Lehrkräften und Hochschulmitarbeiterinnen und –mitarbeitern runden die Infos ab.
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08 Ausschreibungen

Call for Papers: Beratung und (Selbst-) Reflexion in der Lehrer*innenbildung
Die Universität Vechta veranstaltet vom 27.-28.09.2018 eine Fachtagung zum Thema „Beratung und (Selbst-) Reflexion in der Lehrer*innenbildung”. Interessierte Personen aus Wissenschaft und Ausbildungspraxis sind eingeladen, sich an der inhaltlichen Ausgestaltung der Fachtagung zu beteiligen. Abstracts zu Tagungsbeiträgen können bis zum 31.03.2018 eingereicht werden.
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21. Februar 2018

In Hannover läuft die didacta

Vom 20.-24. Februar läuft in Hannover die Bildungsmesse didacta mit mehr als 800 Ausstellern und 1.400 Veranstaltungen. Während der Messe berichtet der Deutschlandfunk regelmäßig live, spricht mit Gästen aus dem Bildungsbereich und stellt Neuheiten vor.

Kernthemen der diesjährigen didacta sind unter anderem die Digitalisierung und der deutschlandweite Lehrermangel. Das komplette Messeprogramm sowie alle weiteren Informationen finden sich hier.

21. Februar 2018

Schulstudie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz zur Zufriedenheit der Deutschen mit dem Bildungssystem

Eine am Montag veröffentlichte Studie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz zur Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Bildungssystem zeigt, dass sich eine Mehrheit mehr Einfluss der Bundespolitik beim Thema Lehrpersonal und Lehrerausbildung wünscht.

Im Januar 2018 wurden mehr als 4.000 Personen ab 18 Jahren zu ihrer Zufriedenheit mit dem deutschen Bildungssystem befragt. Die Befragten sind mehrheitlich (61%) dafür, dass der Bund in der Bildungspolitik an Einfluss gewinnt. Am häufigsten wurde angegeben, dass der Bund in Lehrpersonal und in die Lehrerausbildung investieren sollte. Investitionen in die Lehrerausbildung wurden vor allem von Befragten gewünscht, die älter als 60 Jahre sind.

Die gesamte Schulstudie finden Sie hier.

08. Februar 2018

Newsletter Februar 2018

Neue Ideen für den Newsletter Monitor Lehrerbildung

Wir wollen den Newsletter Monitor Lehrerbildung verbessern und dafür setzen wir auf Ihren Input: Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Anregungen und Wünsche haben, wie wir unseren Newsletter in puncto Design, Anordnung, Nachrichtenauswahl und -präsentation noch mehr auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden können! Ihre Anregungen können Sie an bianca.brinkmann@che.de senden.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

01 Länderübergreifende News

Studie: Lehrermangel an Schulen verschärft sich – Bertelsmann Stiftung
Die Schülerzahlen steigen, die Klassen werden heterogener und viele erfahrene Lehrkräfte gehen in den Ruhestand. Während an den weiterführenden Schulen erst gegen Mitte des nächsten Jahrzehnts ein Lehrerengpass entstehen wird, spüren die Grundschulen schon heute den Schüler-Boom. Bis 2025 werden zirka 35.000 Lehrkräfte in Grundschulen fehlen.
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Die Studie der Bertelsmann Stiftung wird in Medien und Verbänden aufgegriffen. Die Tagesschau fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Der Verband Bildung und Erziehung wirft der Politik Versäumnisse in der Personalplanung vor und fordert die bessere Qualifizierung von Lehrkräften im Quer- und Seiteneinstieg.

Koalitionsverhandlungen: Union und SPD einigen sich auf Investitionen in Bildung – Tagesschau
Teil des beschlossenen Bildungspakets sollen Milliardeninvestitionen in Kitas und Ganztagsschulen sowie die Umsetzung des Digitalpakts für die Schulen sein. Außerdem solle das Grundgesetz geändert werden, um das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik zu kippen.
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PISA-Sonderauswertung zum Schulerfolg sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler – OECD
Schülerinnen und Schüler aus eher bildungsfernen Elternhäusern erbringen vor allem dann gute schulische Leistungen, wenn sie an Schulen mit hoher sozialer Mischung unterrichtet werden und der Unterricht in einem geordneten Rahmen stattfindet. Dies geht aus einer PISA-Sonderauswertung der OECD hervor.
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Leistung macht Schule: Bund und Länder fördern gemeinsam leistungsstarke Schülerinnen und Schüler – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit der Initiative sollen in den kommenden zehn Jahren die schulischen Entwicklungsmöglichkeiten talentierter Kinder und Jugendlicher im Regelunterricht gefördert werden. Das Bundesbildungsministerium und die Länder stellen zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro bereit.
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Die PH Karlsruhe übernimmt unter der Leitung von Gabriele Weigand die bundesweite Koordination des Verbundes. Die Universität Trier ist mit dem Forschungsprojekt LUPE beteiligt.

„Deutscher Lehrerpreis 2017” in Berlin verliehen – Deutscher Philologenverband
Die Gewinnerinnen und Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ” 2017 stehen fest. 15 Lehrerinnen und Lehrer sowie sechs Pädagogen-Teams aus insgesamt neun Bundesländern wurden in Berlin ausgezeichnet. Rund 4.800 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten sich zum zehnjährigen Jubiläum am Wettbewerb, der von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird.
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Anlässlich der Preisverleihung interviewt ZDF heute den Lehrerbildungsexperten Christoph Straub und stellt im Video ein Projekt zu innovativem Mathematikunterricht vor.


02 Länderspezifische News

[Bayern] Grüne fordern Einführung des Schulfachs „Digitalkunde” – Nordbayern
Die bayerische Grünen-Fraktion spricht sich für die Errichtung eines eigenständigen Ministeriums für Digitalisierung im Land aus. Außerdem solle „Digitalkunde” als Schulfach eingeführt werden. Hierfür solle auch die Ausbildung der Lehrkräfte einen stärkeren Fokus auf Herausforderungen der Digitalisierung legen.
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[Bayern] Berufsschulen decken Lehrkräftebedarf zunehmend mit Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern – Augsburger Allgemeine
Der Artikel beleuchtet den Lehrermangel an bayerischen Berufsschulen. Zunehmend werde dort vor allem in den Fächern Metall- und Elektrotechnik auf Masterabsolventinnen und Masterabsolventen sowie Diplom-Ingenieurinnen und –Ingenieure ohne Lehramtsausbildung gesetzt.
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[Berlin] Regierender Bürgermeister und Berliner Hochschulleitungen unterzeichnen die Hochschulverträge für die Jahre 2018 bis 2022 – FU Berlin
Die Verträge sehen für die Hochschulen eine Erhöhung der jährlichen Zuschüsse im konsumtiven und investiven Bereich in Höhe von 3,5 Prozent vor. Beide Seiten trafen ferner Verabredungen zur Fortschreibung der bisherigen Studierendenzahlen, zum Kapazitätsausbau in der Lehramtsausbildung und zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen.
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[Brandenburg] Lehrermangel: Bildungsministerin plant Ausbildungsoffensive – rbb 24
Laut Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) müssten bis 2019 im Land ca. 2000 neue Lehrkräfte eingestellt werden. Auch mittelfristig solle weiter auf Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gesetzt werden, diese sollen allerdings besser qualifiziert werden. Außerdem sollen an der Universität Potsdam deutlich mehr Lehramtsstudienplätze entstehen.
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[Hamburg] Senat für Reformpläne in der Lehrerbildung in der Kritik – Die WELT
Eine Anhörung von Lehrerbildungs-Experten habe gezeigt, dass die Pläne des Senats, auch an Hamburgs Stadtteilschulen künftig nur noch Gymnasiallehrkräfte zuzulassen, auf großen Widerstand stoßen. Der Deutsche Lehrerverband betone die unterschiedlichen pädagogischen Herausforderungen an Gymnasien und Stadtteilschulen.
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[Hessen] Mehr Lehramtsstudienplätze an den Universitäten Frankfurt und Gießen – Focus Online
Durch finanzielle Zuwendungen des Landes wurden im laufenden Wintersemester die Studienplätze an den Universitäten Frankfurt und Gießen aufgestockt. 180 Plätze entfielen auf die Universität Frankfurt, 105 auf Gießen. In Frankfurt führe dies zu einer Senkung von Numerus Clausus und Wartesemestern für angehende Grund- und Förderschullehrkräfte. In Gießen bleibe beides weitgehend unverändert.
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[Rheinland-Pfalz] Verband Bildung und Erziehung (VBE) beklagt Lehrermangel an Förderschulen und fordert Änderungen in der Lehrerbildung – News4Teachers
Der VBE beklagt das Fehlen von 200 voll ausgebildeten Förderschullehrkräften im Land. Zur mittelfristigen Deckung des Lehrermangels solle laut VBE das Förderschullehramt mehr beworben werden, zudem sollen Ausbildungskapazitäten erhöht und förderpädagogische Inhalte Pflichtbestandteil in allen Lehramtsstudiengängen werden.
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[Sachsen] Inhalte der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden Teil der Lehrerausbildung – Medienservice Sachsen
Bei dem dreijährigen Projekt geht es zum einem darum, Lehrkräften notwendige Kompetenzen für den Umgang mit Schülerinnen und Schülern zu geben, die emotionale und Verhaltensprobleme zeigen. Gleichzeitig soll damit ein Beitrag geleistet werden, die Chancen für eine optimale Entwicklung, Erziehung, Förderung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Sachsen zu verbessern.
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03 Hochschulspezifische News

[Universität Augsburg] Möglichkeiten und Grenzen einer Digitalisierung im Bildungsbereich: Lehrstuhl für Schulpädagogik entwickelt kostenlosen Onlinekurs für (angehende) Lehrkräfte
Forscherinnen und Forscher der Universität Augsburg und des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik GmbH haben einen kostenlosen Onlinekurs „Lernen 4.0” konzipiert, der die Lücke zwischen einer digitalen Ausstattung von Schulen bzw. Universitäten mit Hard- und Software und einer erfolgreichen und zielführenden Integration digitaler Medien in Unterricht und Lehre schließen soll. Der E-Learning-Kurs startet am 15. Januar 2018 und richtet sich an alle, die lehrend tätig sind.
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[Universität Bielefeld] Drei Kulturen politischer Bildung an deutschen Schulen
Gymnasiasten in Hessen und Schleswig-Holstein haben acht Mal mehr Zeit für politische Bildung in der Schule als Schülerinnen und Schüler an Gymnasien in Bayern. Das ist ein Ergebnis im erstmals erstellten „Ranking Politische Bildung 2017” von Professor Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak von der Universität Bielefeld.
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[Universität Oldenburg] Eröffnet: „Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung”
Im „Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung” (OX) können Schulklassen und andere Lerngruppen an Experimenten zu verschiedenen wirtschaftlichen Themen teilnehmen. Außerdem dient das Labor der Aus- und Weiterbildung von Ökonomie-Lehrkräften sowie der fachdidaktischen Forschung.
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04 Veranstaltungen

[Universität Kiel] Öffentlicher Vortrag „Mythen und Fakten zur Lehrerbildung” – 22.02.2018
Die Gewinnung und Ausbildung erfolgreicher Lehrkräfte ist von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Dementsprechend wird die Frage, wie sie gelingen kann, öffentlich kontrovers diskutiert. Der Vortrag hat zum Ziel, zu ausgewählten Fragen der Professionalisierung von Lehrkräften den aktuellen Forschungsstand darzustellen.
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[Verband Bildungsmedien] Frühjahrstagung Deutscher Lehrertag 2018 – 15.03.2018
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse organisiert der Verband Bildungsmedien e. V. wieder gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung einen Deutschen Lehrertag am Messedonnerstag, 15. März 2018. Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Jens Weidner, Professor für Erziehungswissenschaft und Kriminologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, zum Thema „Optimismus. Warum manche weiter kommen als andere.”
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[FU Berlin] Workshop „Praxisorientierung im Lehramtsstudium – Innovationen und Befunde in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung” – 12./13.04.2018
Zum Programm-Workshop laden die Programmbegleitung des gemeinsamen Programms von Bund und Ländern Qualitätsoffensive Lehrerbildung und das Projekt „K2teach - Know how to teach” der Freien Universität Berlin über 150 Personen aus 45 Standorten der QLB ein, um über Innovationen und Befunde einer praxisorientierten Lehrkräftebildung zu diskutieren, diese kritisch zu hinterfragen und erste Ergebnisse der Projektarbeit vorzustellen.
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[Universität Jena] 1. NeLe Nachwuchstagung – 28.06.2018
Am 28.06.2018 findet die erste jährliche Nachwuchstagung des Netzwerks Lehrerbildungs-Nachwuchskollegs (NeLe) statt. Ziel der Tagung ist die Nachwuchsförderung und die Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten im Bereich Lehrerbildung und Bildungsforschung.
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05 Dokumente/Literatur

Dreer, Benjamin: Praxisleitfaden Lehrerausbildung. Beltz, 2018.
Wie gelingt der Einstieg in den Lehrerberuf? Und wie lässt sich eine anspruchsvolle Begleitung in der Schule umsetzen? Dieses Buch zeigt, worauf man bei der Arbeit mit dem Lehrernachwuchs achten muss – ob für die langfristige Implementierung in der Schule oder für den kurzfristigen Einsatz in konkreten Betreuungssituationen.
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Greiten, Silvia / Geber, Georg / Gruhn, Annika / Köninger, Manuela: Lehrerausbildung für Inklusion. Waxmann, 2017.
Hochschulen stehen bundesweit vor der Herausforderung, die Lehrerausbildung auf ein inklusives Schulsystem hin zu gestalten. Dazu bieten sich für die Hochschulentwicklung und Hochschuldidaktik verschiedene Ansatzpunkte, die der Band in Form von Einzelbeiträgen aufgreift.
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06 Interviews/Kommentare

Interview mit dem Sonderpädagogen Berthold Brunner zur Reform der Lehrerbildung in Hamburg – taz
Berthold Brunner spricht im Interview über die Pläne von Hamburgs rot-grüner Regierung, das Lehramt für Stadtteilschule und Gymnasium zusammenzulegen und die Beweggründe des Verbands für Integration, die Reform in ihrer derzeitigen Form abzulehnen.
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Interview mit Jutta Kocke von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind - Deutschlandfunk
Im Interview spricht Jutta Kocke über die Bund-Länder-Initiative zur Förderung besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Die Schwerpunktverlagerung auf das individuelle Leistungspotenzial des einzelnen Schulkindes sei begrüßenswert, es gebe aber mit Blick auf Klassenstärken und Lehrerausbildung noch viel zu tun.
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31. Januar 2018

Lehrermangel an Grundschulen verschärft sich

Grundschulen stehen unter Druck. Nationale und internationale Vergleiche haben jüngst gezeigt: Das Leistungsniveau stagniert und Kinder aus benachteiligten Familien verlieren den Anschluss. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen, werden die Klassen heterogener und viele erfahrene Lehrkräfte gehen in den Ruhestand. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass bereits bis 2025 ca. 35.000 Lehrkräfte in Grundschulen fehlen. Nur mit kurzfristigen, qualitätsbewussten Maßnahmen kann ein Lehrermangel abgewendet werden.

An den Grundschulen wird sich in den kommenden Jahren die bereits heute spürbare Personalnot weiter zuspitzen. An den Universitäten werden gerade genug Lehrkräfte ausgebildet, um jene zu ersetzen, die alters- oder gesundheitsbedingt aus dem Schuldienst ausscheiden. Der aktuell starke Anstieg der Schülerzahlen erfordert aber zusätzliches Personal, vor allem im Zeitraum von 2021 bis 2025. Auch beim Ausbau der Ganztagsschulen und der Weiterentwicklung der individuellen Förderung werden zusätzliche Lehrkräfte gebraucht. Aufgrund der langen Dauer der Lehrerausbildung reicht eine Aufstockung der Ausbildungskapazitäten nicht. Zusätzlich müssen kurzfristigere und flexible Lösungen gegen den Lehrermangel umgesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bildungsforscher Klaus Klemm und Dirk Zorn für die Bertelsmann Stiftung.
Insgesamt müssen bis einschließlich 2025 knapp 105.000 Grundschullehrer neu eingestellt werden. Davon entfallen etwa 60.000 auf den Ersatz ausscheidender Lehrkräfte. 26.000 Lehrer werden außerdem benötigt, um die Unterrichtsversorgung bei steigenden Schülerzahlen zu gewährleisten. Für den Ausbau von Ganztagsschulen werden weitere 19.000 Lehrer benötigt. Allerdings stehen im gleichen Zeitraum nur 70.000 regulär ausgebildete Absolventen für das Lehramt an Grundschulen zur Verfügung. Damit fehlen den Grundschulen mindestens 35.000 regulär ausgebildete Lehrkräfte: Erst ab 2026 zeichnet sich Entspannung ab. „Gute Schule ist guter Unterricht und der wird durch gute Lehrer gemacht. Angesichts des bundesweiten Lehrermangels sollten sich die Länder die Lehrer nicht länger gegenseitig abwerben. Die Verantwortlichen sollten gemeinsame Lösungen suchen, um den Bedarf zu decken – und zwar ohne die Qualität einreißen zu lassen“, so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Mit Blick auf den aktuell politisch diskutierten Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz an Grundschulen, mahnt Dräger: „Der Rechtsanspruch ist pädagogisch sinnvoll und von den Eltern gewollt. Er darf nicht an fehlenden Lehrerinnen und Lehrern scheitern“.

Anreize für Mehrarbeit und verlängerten Einsatz von Pensionären schaffen
Während der Anstieg der Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen erst gegen Mitte des nächsten Jahrzehnts ankommen wird, spüren die Grundschulen schon heute den Schülerboom. Mit Blick auf den kurzfristigen Bedarf sollten die Länder deshalb vor allem Anreize für freiwillige Mehrarbeit von erfahrenen Lehrkräften setzen, insbesondere für Teilzeitkräfte und für Pensionäre.
Fast vierzig Prozent aller Grundschullehrkräfte – überwiegend sind es Frauen – arbeiten in Teilzeit. Voraussetzung für eine Deputatsaufstockung von Teilzeitkräften sind u. a. verlässliche Betreuungsmöglichkeiten der Kinder von Lehrkräften. Zudem sollten sie von nicht unterrichtsbezogenen Aufgaben durch andere pädagogische Mitarbeiter in den Schulen entlastet werden. Potenzial gibt es auch bei Lehrkräften an der Schwelle zum Ruhestand. Durch bessere Möglichkeiten des Hinzuverdienstes könnten befristet zusätzlich erfahrene Lehrkräfte für den Unterricht gewonnen werden.
Allerdings basieren die möglichen Maßnahmen mit Blick auf Teilzeitkräfte und Pensionäre auf Freiwilligkeit, so dass ihr Effekt nicht genau zu prognostizieren ist. Um dem sich verschärfenden Lehrermangel zu begegnen, braucht es deshalb zusätzlich Maßnahmen: Seiteneinsteiger müssen für den Einsatz an Grundschulen gewonnen werden.

Flexible Wege in den Schuldienst ohne Qualitätseinbußen
Schon heute unterrichten in der Primarstufe, dort wo der Lehrermangel groß ist, Fachkräfte ohne Studium des Grundschullehramts. Angesichts der besonderen pädagogischen Herausforderungen bedarf es der sorgfältigen Auswahl, Qualifizierung und Begleitung von Seiteneinsteigern. „Flexible Zugangswege zum Lehrerberuf und pädagogische Qualität dürfen nicht im Widerspruch stehen. Wir brauchen einheitliche Standards für die Qualifizierung von Seiteneinsteigern. Dazu gehört auch genügend Zeit für berufsbegleitendes Lernen und für das Mentoring durch erfahrene Kollegen“, sagt Dräger.
Die Studienautoren machen deutlich, dass der Lehrermangel regional unterschiedlich ausfällt und die weitere Entwicklung von Unsicherheiten geprägt bleiben wird. Deshalb, so Dräger, müsse der lokale Bedarf in regelmäßigen Abständen aktualisiert und prognostiziert werden.

Zusatzinformationen
Für die Studie „Lehrkräfte dringend gesucht—Bedarf und Angebot für die Primarstufe“ haben Klaus Klemm und Dirk Zorn den Bedarf an neu einzustellenden Grundschullehrkräften bis zum Jahr 2030 abgeschätzt und mit der zu erwartenden Zahl regulärer Absolventen der lehrerbildenden Hochschulen abgeglichen. Grundlagen ihrer Berechnung für die Primarstufe bilden dabei neben der von den beiden Autoren im Juli 2017 vorgelegten Vorausschätzung zur Entwicklung der Schülerzahlen auch die im Oktober 2017 veröffentlichte Kalkulation zum qualitätsvollen weiteren Ausbau der Ganztagsschule. Außerdem berücksichtigen sie den Ersatzbedarf durch aus dem Schuldienst ausscheidende Lehrkräfte. Die in der Studie enthaltenen Empfehlungen zu kurzfristig wirksamen Maßnahmen gegen den prognostizierten Lehrermangel wurden vorab in zahlreichen Gesprächen mit Verbändevertretern und Experten ergänzt und plausibilisiert.

Experte: Dr. Dirk Zorn, Telefon: 0 52 41 81 81 546
E-Mail: dirk.zorn@bertelsmann-stiftung.de

12. Januar 2018

Newsletter Januar 2018

01 Thema des Monats
  
Demokratiebildung im Lehramtsstudium
Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) ist Präsident der Kultusministerkonferenz im Jahr 2018. Als Schwerpunkt seiner Präsidentschaft kündigte Holter das Thema Demokratiebildung an: „Wir merken heute, dass Demokratie von jeder Generation neu gelernt werden muss. Die heutigen Schülerinnen und Schüler sind schließlich die Stützen und Verteidiger der Demokratie von morgen.”

Der Monitor Lehrerbildung hat in der letzten Erhebung Länder und Hochschulen zur curricularen Verankerung der Themen Demokratiebildung und Menschenrechtserziehung im Lehramtsstudium befragt. 20 von 60 Hochschulen, die für das Gymnasium ausbilden, gaben an, verpflichtende Lehrveranstaltungen anzubieten, die Demokratiebildung als professionelle Kompetenz vermitteln. Menschenrechtserziehung steht bei 16 dieser Hochschulen verpflichtend im Curriculum. Im Lehramt für die Grundschule bzw. Primarstufe bieten 16 von 44 ausbildenden Hochschulen verpflichtende Lehrveranstaltungen zur Demokratiebildung an und 13 zur Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Menschenrechtserziehung. Sieben Bundesländer gaben an, die Vermittlung von Demokratiebildung in mindestens einem Lehramtstyp landesweit einheitlich vorzugeben, beim Thema der Menschenrechtserziehung machten sechs Länder eine solche Angabe.

Detaillierte Angaben zur Verankerung der beiden Themen in allen KMK-Lehramtstypen finden Sie auf den einzelnen Länder- und Hochschulseiten unter dem Thema „Studieninhalte”.


02 Länderübergreifende News

Positionspapier: Lehrkräftebildung für berufliche Schulen innovieren – Stifterverband
Der Stifterverband hat ein Positionspapier veröffentlicht, das zwölf Forderungen aus dem Innovationsnetzwerk Lehramt an beruflichen Schulen präsentiert. Ziel der Netzwerkarbeit ist es, gemeinsam mit Hochschul-, Ministerial- und Verbandsvertretungen geeignete Maßnahmen zu identifizieren, um die Ausbildungswege für das Lehramt an beruflichen Schulen attraktiver zu gestalten und dauerhaft mehr Nachwuchs zu gewinnen.
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Multimedia-Dokumentation: „Studentische Auslandsmobilität erhöhen!” – Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Am 19./20. Juni 2017 fand in Essen eine Tagung zum Thema „Studentische Auslandsmobilität erhöhen!” statt. Dort kamen Studierende mit Vertreterinnen und Vertretern von DAAD und Hochschulen zusammen, um über die Gründe geringer Auslandsmobilität bei deutschen Studierenden zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden. Eine Multimedia-Dokumentation mit Videos, Audiobeiträgen und Texten von der Tagung kann nun online abgerufen werden.
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Studie: Fa(ir)bulous – Faire Beurteilung des Leistungspotentials von Schülerinnen und Schülern – Stiftung Mercator
Eine von der TU Dortmund veröffentlichte und von der Stiftung Mercator geförderte Studie macht deutlich: Übergangsempfehlungen sowohl nach der Grundschule als auch am Ende der Sekundarstufe 1 stimmen oft mit dem Leistungspotenzial der Schülerinnen und Schüler nicht überein. Die zusätzliche Berücksichtigung objektiver Tests könnte Übergangsempfehlungen fairer gestalten.
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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert Abschaffung des Numerus Clausus in Lehramtsstudiengängen – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
GEW-Vize Andreas Keller: „Es kann nicht sein, dass in vielen Lehramtsstudiengängen Studienberechtigte abgewiesen werden, während gleichzeitig über einen zunehmenden Lehrkräftemangel geklagt wird. Wir brauchen sowohl eine Erhöhung der Kapazitäten als auch eine Verbesserung der Betreuungsrelation an den Hochschulen.”
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VBE zu Sondierungsverhandlungen: „Bildung first” – Verband Bildung und Erziehung
„Wir erwarten von den Sondierungsverhandlungen ein klares Signal für mehr Bildungsinvestitionen und größere Bemühungen, gemeinschaftlich die bestehenden Herausforderungen zu lösen” stellt Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), anlässlich der Sondierungsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD fest.
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Bundesländer suchen weiterhin Lehrkräfte für den Quer- und Seiteneinstieg – Frankfurter Allgemeine
Ein Artikel der Frankfurter Allgemeine setzt sich ausführlich mit dem aktuellen Stand des deutschlandweiten Lehrermangels und dessen Deckung durch Lehrkräfte im Quer- und Seiteneinstieg auseinander. Besonders wird die Situation in den einzelnen Bundesländern beleuchtet.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] 200 zusätzliche Studienplätze im Lehramt Grundschule – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Angesichts des hohen Bedarfs an Lehrkräften insbesondere an den Grundschulen wird das Land 200 zusätzliche Studienanfängerplätze an den Pädagogischen Hochschulen einrichten. Laut Wissenschaftsministerin Theresia Bauer wurde darauf geachtet, dass auch die Standorte in den ländlichen Regionen mit besonderem Lehrermangel an den Schulen angemessen berücksichtigt werden.
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[Brandenburg] Lehramtsstipendium soll Lehrkräfte aufs Land bringen – Märkische Allgemeine
Nach dem Misserfolg der „Buschprämie” macht sich die Linkspartei für ein Konzept stark, durch das Lehramtsstudierende, die sich verpflichten, nach Beendigung ihres Studiums eine Stelle im ländlichen Brandenburg anzunehmen, mit einem Stipendium ausgestattet werden sollen. Zunächst sollten jedoch Sachsens Erfahrungen mit dem Modell der Landlehrerprämie, die dem Konzept als Vorbild diene, ausgewertet werden.
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[Hessen] 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte sowie hunderte neue Lehrerstellen – Hessisches Kultusministerium
Der Etat des Hessischen Kultusministeriums wird im neuen Jahr voraussichtlich um rund 175 Mio. Euro höher ausfallen als 2017. 2019 steigt der Bildungshaushalt dann nochmals um weitere 80 Mio. Euro. Das erklärte Hessens Kultusminister Alexander Lorz im Hessischen Landtag anlässlich der Debatte über den Kultusetat für den Doppelhaushalt 2018/19.
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Des Weiteren kündigte das Kultusministerium an, bis Februar 2018 alle freien Lehrerstellen an hessischen Grundschulen zu besetzen, wie das Wiesbadener Tagblatt berichtet. Außerdem seien zur Bekämpfung des Lehrermangels die Studienkapazitäten an den drei lehrerbildenden Universitäten des Landes um 315 zusätzliche Plätze für Lehramtsstudierende erhöht worden.

[Nordrhein-Westfalen] Unternehmenspakt soll Fachkräfte an Schulen bringen – News4Teachers
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) plane einen Pakt mit Unternehmen, welche ihr Personal stundenweise den Schulen zur Verfügung stellen sollen. Es gehe darum, sich Expertise mit einem anderen Blickwinkel in die Schulen zu holen und Schülerinnen und Schülern Kenntnisse direkt aus der Praxis zu vermitteln, so Gebauer.
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[Schleswig-Holstein] Bildungsministerin nimmt Schulen im Kampf gegen Antisemitismus in die Pflicht – News4Teachers
Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sieht zunehmende antisemitische und anti-israelische Tendenzen unter Schülerinnen und Schülern im Land. Hier sollen Schulen stärker als bisher vorbeugen: Demokratie-Erziehung solle intensiver betrieben und Besuche von Erinnerungsstätten an das Nazi-Regime gängiger und gegebenenfalls verpflichtend werden.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Bochum] Programm für geflüchtete Lehrkräfte
An der Ruhr-Universität Bochum startet das Programm „Lehrkräfte plus”. Es bietet geflüchteten Lehrerinnen und Lehrern eine Perspektive, ihren Beruf auch in Deutschland ausüben zu können. Dafür werden sie ein Jahr lang auf sprachlicher und fachlicher Ebene qualifiziert und hospitieren in Schulen, um praktische Erfahrungen sammeln zu können. Vorbild ist das gleichnamige Programm, das schon an der Universität Bielefeld gestartet ist. Beide Projekte werden in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung, der Stiftung Mercator und dem Schulministerium NRW durchgeführt.
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[Universität Freiburg] Förderung für „Netzwerk Philologie und Schule”
Der Germanist Dr. Stefan Seeber, Privatdozent an der Universität Freiburg, erhält für sein Projekt „Netzwerk Philologie und Schule” ein Senior-Fellowship des Stifterverbands und der Baden-Württemberg Stiftung im Programm „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre”. Stefan Seebers Projekt bietet den Studierenden im neuen modularisierten Lehramtsstudiengang Germanistik die Möglichkeit, ihr erworbenes Fachwissen direkt in den Schulunterricht einzubringen.
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[Universität Hildesheim] Digitale Zukunft: Universität Hildesheim sucht künftige Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer
Die Debatte um die Fortschritte bei der Digitalisierung in Deutschland betrifft im Kern auch die Schulen – hier wird die nächste Generation ausgebildet. Doch Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer fehlen. Die Universität Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus, eine Bewerbung zum Sommersemester ist jetzt möglich.
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[TU München] Biotechnologie fürs Klassenzimmer – Neues Bildungsprogramm mit Lehrerfortbildung und Schulausstattung
Schülerinnen und Schüler experimentieren im Unterricht zum Thema Gentechnik mit DNA – was heute nahezu ausgeschlossen ist, will ein neues Bildungsprogramm möglich machen. Die TU München, die Amgen Foundation und das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land kooperieren, um Biotechnologie in die Klassenzimmer zu bringen.
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[Universität Rostock] Erste Zukunftswerkstatt zur Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern – Focus Online
Zu den Themen der ersten Zukunftswerkstatt zählten beispielsweise der Lehrermangel in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere in den ländlichen Gebieten, oder die Vielfalt in der Schülerschaft, z.B. in Bezug auf die kulturelle, religiöse und familiäre Herkunft, sowie der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen.
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05 Veranstaltungen

[Universität Tübingen] Workshop-Reihe: „New Topics Lehrer*innenbildung”
In der Veranstaltungsreihe „New Topics Lehrer*innenbildung” werden innovative und zentrale Themenfelder in unterschiedlichen Formaten (Expertengespräche, Workshops oder Symposien) erarbeitet und diskutiert. Kommende Veranstaltungen behandeln Themen wie „Berufsethos: Werte im beruflichen Handeln von Lehrer*innen” oder „Inklusion und sprachliche Heterogenität”.
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[Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache] 5. Jahrestagung: Sprachliche Bildung und Zuwanderung. Eine Zwischenbilanz – 19./20.02.2018
Der Zugang zu und die Teilhabe an Bildung sind maßgeblich dafür, dass die Integration neu zugewanderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland gelingen kann. Den Bildungseinrichtungen kommt bei diesem Integrationsprozess eine bedeutende Rolle zu. Die individuellen Biografien der Geflüchteten und ihr jeweiliger Bildungsstand gestalten sich allerdings sehr unterschiedlich und stellen das Bildungssystem vor vielfältige Herausforderungen.
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[Universität Vechta] Tagung: Interkulturelle Kompetenz in der Schule – 23./24.02.2018
Das Institut für Katholische Theologie der Universität Vechta veranstaltet unter der Leitung von Prof. Dr. Britta Baumert eine Tagung und Lehrerfortbildung zur „Interkulturellen Kompetenz in der Schule” im St. Antoniushaus in Vechta. Es werden verschiedene Schwerpunktthemen in den Blick genommen. Dabei sucht die Religionspädagogik bewusst einen Dialog mit der systematischen und islamischen Theologie.
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[BilRess-Netzwerk] 8. BilRess-Netzwerkkonferenz: Ressourcenbildung – Bedarfe und Perspektiven der Lernenden – 06.03.2018
Die Netzwerkkonferenz wird gelebte gute Didaktik und Praxis, Erfahrungen, Bedarfe und Wünsche von Lernenden in den unterschiedlichen Bildungsbereichen Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung thematisieren. Die Teilnehmenden werden aus erster Hand erfahren, welche Anforderungen ihre Zielgruppen haben, damit die Inhalte und Angebote zur Verbesserung der Ressourcenkompetenz besser an die Lernenden und ihre Bedarfe angepasst werden.
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[Universität Regensburg] 5. Thementag Theorie-Praxis 2018: Inklusion – Mehrsprachigkeit – Sprache – 13.03.2018
Zum nunmehr 5. Mal bündelt der unter der Federführung des Regensburger Universitätszentrums für Lehrerbildung ausgerichtete Thementag Theorie-Praxis zur Lehrerbildung die Expertise von Universität und Schule. In Impulsvorträgen und Workshops widmet er sich den Themen Inklusion – Mehrsprachigkeit – Sprache im Fach. Zielsetzung ist es, allen an der Lehrerbildung beteiligten Akteuren eine Plattform zu bieten um sich auszutauschen und voneinander zu lernen.
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[NRW-Zentrum für Talentförderung] Tagung: Perspektive Hochschule – Stärken von Neuzugewanderten erkennen und ausschöpfen – 19.03.2018
Zusammen mit der Bezirksregierung Arnsberg und weiteren Partnern gestaltet das NRW-Zentrum für Talentförderung am 19.03.2018 die Tagung mit dem Ziel, geflüchteten schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen mit Hochschulreife künftig eine bessere Unterstützung bieten zu können. Das Angebot der Tagung richtet sich an Lehrkräfte, Studienberatende, Schulsozialarbeitende und Talentscouts.
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[TU Kaiserslautern] Call for Contributions zur Fachtagung: Lehren und Lernen mit digitalen Medien – 18.10.2018
Im Fokus der Tagung, die im Rahmen des Projektes „U.EDU – Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette” ausgerichtet wird, stehen fachdidaktische, fachwissenschaftliche sowie bildungswissenschaftliche Konzepte, die aus theoretischer, empirischer oder praxisorientierter Perspektive das Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien beleuchten. Interessierte können Tagungsbeiträge bis zum 15.02.2018 einreichen.
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06 Internationale News

[Österreich] Das Bildungsprogramm der neuen Regierungskoalition – Der Standard
Ein Beitrag des österreichischen „Standard” bietet einen Überblick über die Bildungspläne des Regierungsprogramms von ÖVP und FPÖ. Im Zentrum stehe ein klares Bekenntnis zum differenzierten Schulsystem. Außerdem solle sowohl der Einstieg in die Schule als auch der Ausstieg in Zukunft höheren Standards unterliegen.
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Gottfried Biewer, Professor für Sonderpädagogik der Universität Wien, übt derweil scharfe Kritik an den Regierungsplänen zur Wiedereinführung der sonderpädagogischen Ausbildung.

07 Dokumente/Literatur

Baltruschat, Astrid: Didaktische Unterrichtsforschung. Springer VS, 2018.
Das Buch liefert das grundlegende Konzept für eine genuin didaktische Unterrichtsforschung, die in dieser Form bislang nicht existiert. Es stellt eine prototheoretische Modellierung in Form einer Aktivitätsstruktur des Unterrichts dar, die ähnlich basal wie das zweipolige Interaktionsmodell ist. Fallanalysen und Exkurse vermitteln innovative und wichtige Einsichten zum Umgang mit Videos und Filmen im Rahmen der Unterrichtsforschung und der Lehrerbildung.
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Hillmayr, Delia / Reinhold, Frank / Ziernwald, Lisa / Reiss, Kristina: Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe. Waxmann, 2017.
Die Broschüre gibt einen Überblick über den Stand der Forschung und zeigt aktuelle Befunde zu Bedingungen und Erfolgsfaktoren digitalen Lehrens und Lernens im Sekundarschulbereich auf. Darüber hinaus wird der Einsatz digitaler Medien in den MINT-Fächern anhand von fachspezifischen Anwendungsbeispielen veranschaulicht. Die Broschüre richtet sich an alle, die sich für digitale Medien im Unterricht interessieren und insbesondere dafür, wie, wann und warum sie sich positiv auf die Lernleistung auswirken können.
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Hilzensauer, Wolf: Wie kommt die Reflexion in den Lehrberuf? – Ein Lernangebot zur Förderung der Reflexionskompetenz bei Lehramtsstudierenden. Waxmann, 2017.
Die Begriffe Reflexion bzw. Reflexionskompetenz werden theoretisch untersucht sowie eine innovative Taxonomie für Reflexionskompetenz vorgestellt. Diese Taxonomie bildet den Grundstein für das Lernangebot, bei dem Studierende selbstständig auf Basis ihres eigenen videografierten Unterrichts ihre angehende Lehrkompetenz analysieren und kritisch hinterfragen.
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Selter, Christoph / Hußmann, Stefan / Hößle, Corinna / Knipping, Christine / Lengnink, Katja / Michaelis, Julia: Diagnose und Förderung heterogener Lerngruppen – Theorien, Konzepte und Beispiele aus der MINT-Lehrerbildung. Waxmann, 2017.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vier Universitäten haben sich dieses zentralen aktuellen hochschuldidaktischen Themas angenommen und stellen in ihren Beiträgen die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit vor. Zielgruppe des Bandes sind alle, die in allen Phasen der Lehrerausbildung tätig sind und (angehende) Lehrpersonen bei der unterrichtlichen Umsetzung einer diagnosegeleiteten Förderung unterstützen.
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08 Kommentare/Interviews

Interview mit Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) – News4Teachers
Im Interview spricht Ludwig Spaenle über seine knapp zehnjährige Amtszeit als Kultusminister im Freistaat, den Lehrermangel an bayerischen Grundschulen und Investitionen in Ganztagsschulen. Bei der zukünftigen Lehrerversorgung in Anbetracht der Prognosen stark ansteigender Schülerzahlen in den nächsten 13 Jahren hält Spaenle Bayern für gut aufgestellt.
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06. Dezember 2017

Newsletter Dezember 2017

01 Thema des Monats


Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen
Die neue Publikation des Monitor Lehrerbildung „Attraktiv und zukunftsorientiert?! - Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen” widmet sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Lehrermangels in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen der Problematik der Nachwuchssicherung in diesem Bereich. Anhand von Daten des Monitor Lehrerbildung aus dem Winter 2016/17 wird dargestellt, worin die größten Herausforderungen bei der Sicherung des Lehrkräftenachwuchses bestehen und wie Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Lehrerbildung im gewerblich-technischen Bereich aussehen könnten. Die Broschüre steht als Online-Version und zum Download zur Verfügung.


02 Länderübergreifende News


Schule digital: Der Länderindikator – Deutsche Telekom Stiftung
Welche Rolle spielen digitale Medien im deutschen Schul- und Bildungssystem? Wie beurteilen Lehrkräfte die Situation an ihren Schulen? Antworten liefert die Studie „Schule digital – Der Länderindikator”, die die Deutsche Telekom Stiftung seit Herbst 2015 jährlich herausgibt. Die Untersuchung liefert länderbezogene Informationen zur aktuellen Situation der digitalen Bildung in Deutschland. Das Schwerpunktthema des diesjährigen Länderindikators (2017) lautet: „Digitale Medien in den MINT-Fächern”.
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Ein Fünftel der Viertklässlerinnen und Viertklässler mit schwachen Leseleistungen – Die Zeit
Der Artikel setzt sich mit dem Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in der internationalen Lesestudie Iglu 2016 auseinander. Während in etwa jedes zehnte Kind in Deutschland besonders gute Leseleistungen zeige, erreiche knapp ein Fünftel der Kinder nicht einmal eine mittlere Kompetenzstufe. Im internationalen Vergleich sei Deutschland damit ins Mittelfeld gerutscht.
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Der Verband Bildung und Erziehung fordert im Zuge der Veröffentlichung der Iglu-Studie höhere Investitionen in den Bildungsbereich. Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache plädiert dafür, sprachliche Bildung zu einem verpflichtenden Bestandteil des Lehramtsstudiums für alle Fächer zu machen.


Deutsches Lehrerforum 2017: Digitalisierung in der Schule muss Priorität haben – Stifterverband
Die digitale Ausstattung der Schulen und die notwendige Sanierung von Schulgebäuden sind gleichrangig anzugehen, fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Lehrerforums 2017. In ihrem Positionspapier setzt sich die Initiative für die flächendeckende Digitalisierung der Schulen ein. Denn digitale Medien seien ein nützliches Mittel, um mehr Chancengleichheit in der Bildung zu verwirklichen.
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Zur Förderung der Medienkompetenz bei Lehrkräften – Bildungsklick
Der Artikel thematisiert den weiterhin seltenen Einsatz digitaler Hilfsmittel unter deutschen Lehrkräften. Vor allem in den Lehramtsstudiengängen an deutschen Universitäten stünde Medienkompetenz noch nicht ausreichend auf dem Stundenplan. Auch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” habe hier noch nicht den entscheidenden Umschwung herbeigeführt. Als positives Gegenbeispiel und Vorreiter in der Medienbildung von Lehrkräften wird das Land Niedersachsen angeführt.
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Hochschul-Bildungs-Report: Zu wenige Lehramtsstudierende im Fach Informatik – Der Tagesspiegel
Der vom Stifterverband mit McKinsey & Company herausgegebene Hochschul-Bildungs-Report zeige einen wachsenden Lehrkräftebedarf im Schulfach Informatik. Werde Informatik als Wahlfach ab der Sekundarstufe I belegt, fehlten rund 4.000 Lehrkräfte. Für ein Pflichtfach ab der Grundschule würden bis zu 24.000 weitere Informatiklehrkräfte gebraucht. Dem entgegen stünde nur ein Anteil von 1,6 Prozent der Lehramtsstudierenden, die Informatik als Studienfach wählen.
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Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung” – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die Studie gibt einen Überblick über rechtliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen zur Integration Geflüchteter ins deutsche Schulsystem. Sie beleuchtet exemplarisch die aktuelle Situation sowie besondere Herausforderungen im Bundesland Bremen. Dabei werden drei Phasen (Schulzugang, Einstiegsphase sowie Interventionen und Interaktionen im Regelunterricht) genauer und mit Blick auf bestehende Regelungen, deren praktische Umsetzung sowie zentrale Handlungsbedarfe untersucht.
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Deutscher Industrie- und Handelskammertag fordert 2,5 Milliarden für digitale Infrastruktur an Berufsschulen – Passauer Neue Presse
Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): "Unsere weltweit anerkannte duale Ausbildung kann nur stark bleiben, wenn beide Partner, Unternehmen und Berufsschule, stark sind". Besonders den Bund nehme er in die Pflicht, mehr in Bildung zu investieren: "An unseren Schulen ist der Investitionsbedarf so hoch, dass ihn die Bundesländer alleine nicht schultern können".
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Deutsche Schülerinnen und Schüler bei Teamarbeit deutlich über dem Durchschnitt – Süddeutsche Zeitung
Ein neu veröffentlichter Teil der Pisa-Studie 2015 zeige, dass deutsche Schülerinnen und Schüler beim Lösen komplexer Probleme im Team gute Ergebnisse erzielt hätten. Diese lägen deutlich über dem OECD-Durchschnitt, der Rückstand hinter Spitzenreiter Japan sei allerdings ebenfalls signifikant. Außerdem hätten Mädchen in Deutschland sehr viel bessere Ergebnisse bei der Teamarbeit erzielt als Jungen.
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Digitalisierung und die Bildungsmisere an Grundschulen – ZDF heute
Ein Beitrag von ZDF heute zu Digitalisierung an Grundschulen setzt sich mit der Bertelsmann-Studie auseinander, in der zukünftige Kosten digitaler Infrastruktur an deutschen Schulen berechnet wurden. Verschiedene Experten-Statements zu den pädagogischen Chancen und Risiken durch den Einsatz digitaler Medien an Grundschulen werden gegenübergestellt. Einigkeit herrscht bei der Forderung nach Investitionen in eine bessere Lehrerausbildung.
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Probleme an Grundschulen: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) kritisiert hohe Quer- und Seiteneinsteigerquoten – Die Welt
Die Forscherinnen und Forscher der DGfE warnen in einer Stellungnahme vor einer Verschlechterung der Schülerleistung, wenn diese von nicht ausreichend fachdidaktisch qualifizierten Lehrkräften unterrichtet werden. Eine Mitverfasserin betont gegenüber der WELT, dass Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern häufig entscheidende Fähigkeiten im Umgang mit Grundschulkindern fehlten.
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03 Länderspezifische News

[Bayern] Lehrerverband fordert Ausbau des Islam-Unterrichts – Merkur
In einem Gastbeitrag für den Münchner Merkur fordert Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Islam-Unterricht für alle muslimischen Schülerinnen und Schüler im Land. Der derzeit laufende Modellversuch an 337 bayerischen Schulen sei ein Erfolg und werde von muslimischen Eltern akzeptiert. Für ein flächendeckendes Angebot müssten allerdings Kapazitäten in der Lehrerbildung ausgebaut und Studierenden ein vollwertiger Studiengang angeboten werden.
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[Bayern] Studie zur digitalen Bildung an bayerischen Schulen – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)
Die Studie untersucht, wie Lehrkräfte die Voraussetzungen für digitales Lernen an bayerischen Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien, ihre eigenen medienbezogenen Kompetenzen sowie die Menge und Art ihres eigenen Medieneinsatzes beurteilen. Außerdem fragt die Studie, inwieweit digitales Lernen in unterschiedlichen Lehrplänen der Schularten und Schulfächer bereits verankert ist. Die Ergebnisse zeigen, dass mit Blick auf wichtige Voraussetzungen digitaler Bildung an Schulen in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht wurden, weitere Schritte aber noch ausstehen.
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[Berlin] Lehrermangel: Berliner Universitäten sollen Absolventenzahlen steigern – Der Tagesspiegel
Obwohl zum neuen Semester bereits ein deutlicher Anstieg bei der Zahl an Lehramtsstudierenden zu verzeichnen sei, solle die planmäßige Absolventenzahl im Lehramt noch einmal stark erhöht werden. Der Senat erwarte von den Berliner Universitäten in den nächsten Jahren eine kontinuierliche Steigerung auf 2.000 Absolventinnen und Absolventen pro Jahr. Vor allem die „Schwundquote” von bis zu 50 Prozent Studienabbrechern müsse hierfür drastisch reduziert werden.
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[Hamburg] Senat plant grundlegende Reform der Lehrerausbildung – Die Welt
Studierende des Grundschullehramtes sollen zukünftig Deutsch und Mathematik als Pflichtfächer belegen. Für angehende Lehrkräfte an weiterführenden Schulen werde das Studium des Lehramts am Gymnasium Pflicht. Kritiker monierten, dass die Hamburger „Stadtteilschulen”, welche stärker auf Berufsorientierung ausgerichtet seien, durch den ausschließlichen Einsatz von Gymnasiallehrkräften ihr Profil verlören.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Mehr Praxis für Lehramtsstudierende – Universität Greifswald
Mehrere Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern wollen den Praxisbezug im Lehramtsstudium stärker ausbauen. Ziel ist es, die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern mit innovativen Konzepten nachhaltig zu verbessern. Das Vorhaben „LEHRer*innenbildung reformierEN in Mecklenburg Vorpommern (LEHREN in M-V)” wird im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern in den kommenden drei Jahren mit rund 4 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
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[Nordrhein-Westfalen] 920.000 Euro für gemeinsames Lehrprojekt – Universitätsallianz Ruhr
Das neueste Projekt der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ist ein berufsbegleitender Studiengang für Lehrerinnen und Lehrer, die sich für die Arbeit mit eingewanderten Kindern und Jugendlichen weiterqualifizieren möchten. Die Stiftung Mercator fördert das Weiterbildungsangebot mit 920.000 Euro. Der Studiengang ist das erste gemeinsame UA-Ruhr-Lehrprojekt, an dem die Standorte Bochum, Essen und Dortmund gleichermaßen beteiligt sind.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Erfurt] Inklusive Lehr- und Lernprozesse besser verstehen
Mit knapp 390.000 Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden drei Jahren das Projekt „Inklusive Berufsbildung und Situationsdefinition” – kurz InBus – an der Universität Erfurt. Ziel des Projekts ist es, Basiswissen zu Verstehens- und Akzeptanzprozessen von unterschiedlichen Lebenswelten im Rahmen inklusiver Bildung auf theoretischer und empirischer Ebene zu erarbeiten, um so mögliche Inhalte für die Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte in der beruflichen Bildung zu begründen, die inklusive Lehr-Lern-Prozesse ermöglichen sollen.
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[Universität Frankfurt] Vom Sprachprofi zum Sprachförderprofi
Im Projekt „Sprachförderprofis” werden seit Herbst 2016 Pädagoginnen und Pädagogen geschult für den Umgang mit Kindern, die Sprachförderbedarf in der deutschen Sprache haben. Die erste Schulungsrunde ist am Mittwoch, den 29.11.2017 mit der Übergabe von Teilnahmezertifikaten zu Ende gegangen. Prof. Petra Schulz: „Unser Ziel ist es, in den Handlungsbereichen Sprachdiagnostik und Sprachförderung in enger Kooperation mit der Praxis Qualitätsstandards zu entwickeln, die die Kontinuität der Fördermaßnahmen im Elementar- und im Primarbereich sicherstellen.”
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[Universität Frankfurt] Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung unterstützt Lehramtsstudierende bei Praxisphasen im Ausland
Die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) hat eine Kooperation mit dem Weltverband der Deutschen Auslandsschulen (WDA) geschlossen mit dem Ziel, Lehramtsstudierenden Praktikumsplätze bevorzugt zur Verfügung zu stellen. Auf der Homepage der ABL werden Praktikumsplätze von Partnerschulen in und außerhalb Europas angeboten. Interessierte Studierende erhalten hier bzw. auf der dort verlinkten Website des WDA einen ersten Überblick, in welchen Ländern und Städten sie ihre Praxisphase absolvieren können.
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[Universität Jena] Strategieprozess „Lehrerbildung 2030” startet
Mit dem Strategieprozess "Lehrerbildung 2030" und unter dem Motto "Vernetzt. Verantwortlich. Forschungsbasiert" soll ein weiteres Kapitel wegweisender Konzepte für die Lehrerbildung aufgeschlagen werden. Laut Prof. Iris Winkler gehe es darum, alle lehrerbildenden Akteure aus Bildungswissenschaft, Fachdidaktik und Fachwissenschaft miteinander ins Gespräch zu bringen und über Zielsetzungen und Strategien der Lehrerbildung der Zukunft zu diskutieren. Im Ergebnis soll ein gemeinsames Strategiepapier verabschiedet werden.
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[Deutsche Sporthochschule Köln] Der Schulsport im Blickpunkt - Neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins IMPULSE erschienen
Mit dem Projekt „Schulsport2020” setzt sich die Deutsche Sporthochschule Köln das Ziel, die universitäre Ausbildung von Sportlehrkräften bis in die Phasen des Berufseinstiegs zu optimieren. Die neue Ausgabe des IMPULSE-Magazins bietet einen Einblick in diesen Forschungsbereich und widmet sich als Themenheft der Sportlehrkräfteforschung und Schulsportforschung.
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[Universität des Saarlandes] Wie Kinder mit Robotern gleichzeitig Mathe, Programmieren und Problemlösen lernen
Angehende Mathematik-Lehrerinnen haben am Lehrstuhl von Prof. Silke Ladel an der Universität des Saarlandes kleine „Lernwelten” entwickelt: In Szenarien wie einem Zauberwald oder einer Autoreise lassen Schülerinnen und Schüler mit mathematischer Finesse kleine Roboter Abenteuer erleben und lernen so spielerisch programmieren und mathematisches Denken. Um ihre Entwicklungen im Praxiseinsatz zu testen, arbeiten die Wissenschaftlerinnen mit Grundschulen zusammen: Schülerinnen und Schüler einer lokalen Grundschule testen die Lernspiele am 7. Dezember.
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[Universität Trier] Zentrum für Lehrerbildung eröffnet PhiLab
Das Lehr-Lern-Labor PhiLab eröffnet Lehramtsstudierenden der Universität Trier einen modernen Lern- und Forschungsort. Mit mathematisch-geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt wird hier an der Stärkung und Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung in und zwischen den beteiligten Unterrichtsfächern gelehrt, gelernt und geforscht. Das PhiLab hat zum Wintersemester 2017/18 seinen Betrieb aufgenommen.
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[Universität Witten/Herdecke] Digitale Schulbücher für alle? Neue Studie zeigt, wie das in Nordrhein-Westfalen gelingen kann
Bisher sind Lehrerinnen und Lehrer, die multimediale Unterrichtsmaterialen verwenden, oft auf das wohlwollende „Weggucken” der Verlage bei Urheberrechtsverletzungen angewiesen. Dr. Maximilian Heimstädt vom Reinhard-Mohn-Institut der Universität Witten/Herdecke sieht einen Lösungsansatz in der systematischen Förderung von „Open Educational Resources” (OER). Dabei handelt es sich um Medien wie zum Beispiel Schulbücher – gedruckt oder digital – die unter freier Lizenz verfügbar sind.
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05 Veranstaltungen

[Universität Jena] Tagung: Fachwissenschaft und Fachdidaktik vernetzen!? Zur Orchestrierung fachbezogener Lernangebote im Lehramtsstudium – 22./23.03.2018
Immer mehr Hochschulen setzen darauf, Fachwissenschaft und Fachdidaktik in der Lehrerbildung stärker zu vernetzen. Was dabei genau unter Vernetzung verstanden wird und wie diese umgesetzt wird, differiert sehr stark. Die Tagung stellt aus den Perspektiven von Wissenschaft und Hochschulentwicklung Aspekte der Vernetzung von Fachdidaktik und Fachwissenschaft zur Diskussion. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist möglich bis zum 31.01.2018.
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[Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft] Jahrestagung der DGfE Kommission „Professionsforschung und Lehrerbildung” – 05.-07.09.2018
Die Tagung mit dem Titel „Fachliche Bildung und Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern” an der Philipps-Universität Marburg dient der Diskussion unterschiedlicher Modellierungen von Fachlichkeit in der Professionsforschung und Lehrerbildung sowie der Erträge dieser Forschung.
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[Universität Lüneburg] Inklusiver Englischunterricht: Gemeinsam Lernen und Lehren – 20./21.09.2018
Am 20. und 21. September 2018 findet an der Leuphana Universität Lüneburg eine gemeinsame wissenschaftliche Tagung und Lehrkräftefortbildung zum Thema „Inklusiver Englischunterricht - Gemeinsam Lernen und Lehren” statt. Neben Keynotes einschlägiger Vertreterinnen und Vertreter des Themas und weiteren wissenschaftlichen Vorträgen werden Unterrichtsentwicklungsprojekte aus verschiedenen Schulformen und Jahrgangsstufen im Programm sowie Workshops für im Kontext des inklusiven Englischunterrichts arbeitende Lehr- und Förderkräfte integriert werden. Das Tagungsprogramm wird im April 2018 veröffentlicht, Anmeldungen sind ebenfalls ab dann möglich.
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06 Internationale News

[Österreich] Künftige Regierung will Lehrkräfte nach Leistung bezahlen – Kurier
Vertreterinnen und Vertreter von ÖVP und FPÖ kündigen an, in ihrer Bildungspolitik ein stärkeres Leistungssystem zu verankern. So wolle man an allen Schulen verpflichtend die fünfteilige Notenskala wieder einführen und Eltern, die die Bildung ihres Kindes vernachlässigen, notfalls Sozialleistungen kürzen. Außerdem sollen Kinder erst bei nachweislich ausreichenden Deutsch-Kenntnissen ins Regelschulwesen übertreten können. Lehrkräfte sollen von ihren Schülerinnen und Schülern anonym bewertet und bei gutem Feedback besser entlohnt werden.
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07 Dokumente/Literatur

Baumgarth, Benjamin / Burkhardt, Anke / Paschke, Sabine / Pasternack, Peer / Thielemann, Nurdin: Drei Phasen – Die Debatte zur Qualitätsentwicklung in der Lehrer_innenbildung. W. Bertelsmann Verlag, 2017.
In der Studie wird die Qualitätsentwicklung der Ausbildung von Lehrenden an Schulen analysiert. Dabei werden alle drei Phasen der Ausbildung betrachtet: Studium, Vorbereitungsdienst, Fort- und Weiterbildung. So vermittelt die Expertise einen umfassenden Überblick über die Struktur der Lehrer- und Lehrerinnenfortbildung im föderalen Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland.
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Lehberger, Reiner (Hg.): Kooperationen in der Lehrerbildung. Books on Demand, 2017.
Dass Fachwissenschaften und Fachdidaktiken im Rahmen der Lehrerbildung in einem relativ unverbundenen Nebeneinander agieren, ist ein oft wiederholter Kritikpunkt an der universitären Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer. Im Rahmen des vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung geförderten "Lehrlabors Lehrerbildung" sind an der Universität Hamburg in den letzten Jahren Formate für eine gelungene Kooperation der beiden Teildisziplinen der Lehrerbildung entwickelt worden. Der Band versteht sich als Anregung und "Wissensspeicher" für die Weiterentwicklung der universitären Lehrerbildung.
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04. Dezember 2017

Neue Publikation "Attraktiv und zukunftsorientiert?! - Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen"

Die neue Publikation "Attraktiv und zukunftsorientiert?!  - Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen" widmet sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Lehrermangels in den gewerblich-technischen Fächern für die beruflichen Schulen der Problematik der Nachwuchssicherung in diesem Bereich. Anhand von Daten des Monitor Lehrerbildung aus dem Winter 2016/17 wird dargestellt, wie die Lehrerbildung in den gewerblich-technischen Fächern derzeit geregelt ist. Weiterhin werden die größten Herausforderungen bei der Sicherung des Lehrkräftenachwuchses umrissen und Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Lehrerbildung im gewerblich-technischen Bereich präsentiert. Zentrale Forderung ist es, die Zugangswege zum Lehramt zu flexibilisieren, damit das Lehramt an beruflichen Schulen mittelfristig konkurrenzfähig zum boomenden Ingenieurarbeitsmarkt sein kann. Die neue Publikation finden Sie hier in der Online-Version und hier zum Download.

Die Frage, wie man in Deutschland Lehrkraft in gewerblich-technischen Fächern an einer beruflichen Schule werden kann, beantworten wir in einem Video:
 

08. November 2017

Newsletter November 2017

01 Thema des Monats


Ganztagsschulausbau in Deutschland
In einer Studie der Bertelsmann Stiftung wurden die Kosten für einen deutschlandweiten Ausbau der Ganztagsschulen ermittelt. Für den Aufbau der notwendigen räumlichen Infrastruktur ergaben die Berechnungen ein Investitionsbudget von rund 15 Milliarden Euro. Doch nicht nur in Infrastruktur muss deutlich mehr investiert werden, auch die Lehrerbildung insgesamt sollte auf die Anforderungen der Ganztagsschule zugeschnitten sein. Der Monitor Lehrerbildung hat im Winter 2016/17 zur Verankerung von ganztagsrelevanten Inhalten im Lehramtsstudium Daten bei Hochschulen und Ländern erhoben, unter anderem zum Thema Multiprofessionalität in den schulpraktischen Studien und zum Betreuungspersonal während der schulpraktischen Studien. In der Sonderpublikation „Neue Aufgaben, neue Rollen?! – Lehrerbildung für den Ganztag”, die im Mai 2017 erschienen ist, werden außerdem Herausforderungen und Empfehlungen für ein ganztagssensibles Lehramtsstudium formuliert.

02 Länderübergreifende News


IQB-Bildungstrend 2016: Veränderte Schülerschaft stellt Grundschulen vor große Herausforderungen – Kultusministerkonferenz
Im IQB-Bildungstrend 2016 untersucht das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Auftrag der Kultusministerkonferenz zum zweiten Mal nach 2011, inwieweit Viertklässlerinnen und Viertklässler die bundesweit geltenden Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz in den Fächern Deutsch und Mathematik für den Primarbereich erreichen. Im Fach Deutsch weist die Entwicklung der Kompetenzen in den Bereichen Zuhören und Orthografie in Deutschland insgesamt einen negativen Trend aus. Auch im Fach Mathematik kann der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die die Regelstandards erreichen oder übertreffen, für Deutschland insgesamt nicht gehalten werden.
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Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Susanne Eisenmann, geht in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung auf die schlechten Ergebnisse ihres Landes Baden-Württemberg ein. Auch in der Südwest Presse werden die Ursachen für das schwache Abschneiden Baden-Württembergs erörtert.


Studie: Das kostet gute Ganztagsschule für alle – Bertelsmann Stiftung
In einer Studie der Bertelsmann Stiftung wurde berechnet, wie sich ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Deutschland verwirklichen lässt. Um bis zum Jahr 2025 80 Prozent aller Schüler zu erreichen, müssen weitere 3,3 Millionen Ganztagsplätze geschaffen werden – unter Berücksichtigung steigender Schülerzahlen. Mit adäquaten Qualitätsstandards werden für diesen Ausbau rund 31.400 zusätzliche Lehrkräfte sowie 16.200 weitere pädagogische Fachkräfte wie etwa Erzieher und Sozialpädagogen benötigt. Um die notwendige räumliche Infrastruktur aufzubauen, müssten die kommunalen Schulträger insgesamt rund 15 Milliarden Euro investieren.
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Ein einer Stellungnahme zu den Ergebnissen der Studie fordert der Verband Bildung und Erziehung Bund, Länder und Kommunen zur Zusammenarbeit bei der Finanzierung des Ganztagsausbaus auf und verweist außerdem auf seine eigenen Leitlinien zur Anpassung der Schulbauten für den Ganztagsunterricht.


Studie zu IT-Ausstattung an Schulen: Finanzierung ist eine milliardenschwere Daueraufgabe – Bertelsmann Stiftung
Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung berechnete das Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen modellhaft für Grundschulen und weiterführende Schulen, was es kostet, sie mit digitaler Infrastruktur auszustatten. Bei der aktuellen Gesamtschülerzahl im Bund von etwa 7,9 Millionen ergeben sich jährliche Gesamtkosten von rund 2,8 Milliarden Euro. Die Ausgaben für die notwendige einmalige Breitbandanbindung der Schulen und für die Fortbildung der Lehrkräfte sind dabei noch nicht berücksichtigt.
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Andreas Breiter, einer der Autoren der Studie, gibt Jan-Martin Wiarda ein Interview zu den Ergebnissen.


Berlin, Bremen und Hamburg diskutieren Einführung der Ein-Fach-Lehrkraft – Berliner Morgenpost
Um dem Lehrermangel in Berlin, Bremen und Hamburg zu begegnen, haben die Bildungssenatorinnen und Bildungssenatoren der drei Stadtstaaten bei einem Treffen die Einführung der sogenannten „Ein-Fach-Lehrkraft” diskutiert. Auf diese Weise könne einigen Bewerberinnen und Bewerbern der Quereinstieg ins Lehramt erleichtert werden. Außerdem werde in bestimmten Fällen die Ausbildungszeit verkürzt.
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Seiteneinstieg: Deutscher Lehrerverband kritisiert „niveauabsenkende Maßnahmen” – Deutscher Lehrerverband
Vor einem Qualitätsverlust in Schule und Unterricht sowie vor einer Nivellierung der Lehrerbildung hat angesichts eines dramatischen Lehrermangels der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, gewarnt. Meidinger räumte ein, dass derzeit an der verstärkten Einstellung von Seiten- und Quereinsteigern in einigen Bundesländern kein Weg vorbeiführe, kritisierte aber die völlig unzureichenden Nachqualifizierungsmaßnahmen, die oft nur Alibicharakter hätten.
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Studie: Religion hat kaum Einfluss auf den Bildungserfolg – Stiftung Mercator
Eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie der Universitäten Konstanz und Göttingen zeigt: Das schlechtere Abschneiden einzelner Konfessionsgruppen im deutschen Bildungssystem ist nicht mit religiösen Faktoren zu erklären. Entscheidend für den Bildungserfolg sind in erster Linie der sozioökonomische Status des Elternhauses sowie sprachliche und kognitive Kompetenzen.
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Wirtschaft fordert Berufsschuloffensive von Bund und Ländern – Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Mit Vorschlägen und Handlungsempfehlungen, wie die Leistungsfähigkeit der Berufsschulen gestärkt werden kann, haben sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und zwei Lehrerverbände an die Politik in Bund und Ländern gewandt. Zu den Kernpunkten des gemeinsamen Papiers gehören die Sicherung des Lehrkräfte-Nachwuchses und die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung.
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Studie: Lehrkräfte bewerten sozial ungleich – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Eine neue Studie der WZB-Forscher Marcel Helbig und Tatiana Morar zeigt, dass Lehrkräfte sozial weniger privilegierten Schülerinnen und Schülern weniger zutrauen: Bei gleicher Leistung und gleichen Kompetenzen erhalten diese Kinder schlechtere Noten als ihre Mitschüler aus sozial höheren Schichten.
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G8 oder G9? Fördert eine längere Beschulung die Intelligenz? – Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
Ein Forscherteam der Universitäten Dortmund und Marburg hat untersucht, wie sich die Beschulungsdauer auf Leistungen in Intelligenztests auswirkt. In zwei Studien verglichen sie die Intelligenztestwerte von G8- und G9-beschulten Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren. G9-Schülerinnen und Schüler schnitten in beiden Studien in fast allen Bereichen besser ab als G8-Schülerinnen und Schüler.
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03 Länderspezifische News


[Baden-Württemberg] Bericht zum Sachstand der Inklusion – Kultusministerium BW
Kultusministerin Susanne Eisenmann: „Die Inklusion wurde in Baden-Württemberg erfolgreich etabliert. So haben die Eltern mehr Wahlmöglichkeiten erhalten. Es bleiben aber Herausforderungen, um die Qualität der inklusiven Bildungsangebote im Interesse der Schülerinnen und Schüler auf Dauer zu sichern. Unser Ziel muss der optimale Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen sein.” Zu den vorrangigen Aufgaben der nächsten Jahre gehöre, zusätzliche sonderpädagogische Lehrkräfte zu gewinnen.
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[Bayern] Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) präsentiert Sechs-Punkte-Programm zur Steigerung der Qualität in der Lehrerbildung – BLLV
Laut BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann wolle der BLLV mit dem „Flexiblen Lehrerbildungsmodell” nötige Korrekturen an der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern anstoßen und voran bringen. Ziel sei es, die Qualität der Lehrerbildung in Bayern zu steigern und eine größere Flexibilität beim Einsatz an den unterschiedlichen Schularten zu ermöglichen. So solle unter anderem die Einschreibung in ein Lehramtsstudium über Fächer und nicht wie bisher über Schularten erfolgen.
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Verschiedene Verbände, wie der Bayerische Philologenverband und der Bayerische Realschullehrerverband kritisieren die Vorschläge des BLLV als eine Vereinheitlichung des Lehramtsstudiums. Die Süddeutsche Zeitung widmet der Debatte einen ausführlichen Artikel. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann ist in einem Interview mit dem Deutschlandfunk zu hören.


[Berlin] Bildungssenatorin Scheeres spricht im Interview über hohe Quereinsteigerquote – Berliner Morgenpost
Im Interview mit der Berliner Morgenpost spricht Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) über aktuelle Maßnahmen, die Unterrichtsversorgung im Land zu gewährleisten und verteidigt die derzeit hohe Quereinsteigerquote. Außerdem kündigt sie an, sich für eine Aufhebung der Zuverdienstgrenze von Pensionären und eine freiwillige Dienstzeitverlängerung einzusetzen.
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[Berlin] Senat startet Werbekampagne für Lehrkräfte – Berliner Zeitung
Um die weiter andauernde Personalnot zu bekämpfen, solle eine bundesweit angelegte Werbeaktion angehende Lehrkräfte nach Berlin locken. Den Anfang machen unter anderem großflächige Plakate an verschiedenen deutschen Fernbahnhöfen. In den nächsten sieben Jahren müsse das Land nach neuesten Berechnungen knapp 14.000 neue Lehrkräfte einstellen.
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[Brandenburg] Das Refugee Teacher Program in der Praxis – Deutschlandfunk
Der Deutschlandfunk berichtet über den Arbeitsalltag der ersten Absolventinnen und Absolventen des Refugee Teacher Program, eines anderthalbjährigen Qualifizierungsprogramms der Universität Potsdam für geflüchtete Lehrkräfte. Vor allem als Schnittstelle zwischen Lehrerkollegium und Familien mit Migrationshintergrund seien die Absolventinnen und Absolventen im Schulalltag äußerst erfolgreich. Das größte Problem in der Ausbildung sei es allerdings, zeitnah ausreichende Sprachsicherheit zu erreichen.
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[Nordrhein-Westfalen] Erste staatlich ausgebildete Islamlehrkräfte ab November im Einsatz – Kölnische Rundschau
Nachdem islamischer Religionsunterricht bisher nur von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern gegeben worden sei, würden nun die ersten 15 Absolventinnen und Absolventen des Lehramtsstudiengangs „Islamische Religionslehre” der Universität Münster ihr Referendariat antreten.
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[Nordrhein-Westfalen] Neue Suchmaschine des Ministeriums für Schule und Bildung zum Eignungs- und Orientierungspraktikum online – Schulministerium NRW
Mit Beginn des Wintersemesters an den Universitäten ist die Suchmaschine „EOPS” vom Ministerium für Schule und Bildung im Internet freigeschaltet worden. Sofern die jeweilige Hochschule kein anderes Verfahren der Platzvergabe im Eignungs- und Orientierungspraktikum vorgibt, haben Studierende hierüber die Möglichkeit, sich einen Überblick über das landesweite Praktikumsplatzangebot an Schulen zu verschaffen und zur Bewerbung um einen Praktikumsplatz Kontakt zu der jeweiligen Schule aufzunehmen.
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[Sachsen] Das Profil des neuen Kultusministers Frank Haubitz – Zeit Online
Die Zeit stellt den neuen sächsischen Kultusminister Frank Haubitz vor. Der parteilose Haubitz war die letzten 24 Jahre Schulleiter eines Dresdner Gymnasiums, Bekanntheit erlangte er als ehrenamtlicher Vorsitzender des sächsischen Philologenverbandes. Aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber bestehender Bildungspolitik gelte seine Besetzung als „Sensation”.
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[Sachsen] Schlechte Bilanz für Maßnahmenpaket gegen Lehrermangel – MDR
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Sächsische Lehrerverband zeigen sich enttäuscht von der Umsetzung des über 200 Millionen Euro umfassenden Maßnahmenpakets der Landesregierung gegen den Lehrermangel. Es sei nicht gelungen, Lehrkräfte zu entlasten oder für eine generelle Aufwertung des Lehrerberufs zu sorgen.
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[Sachsen-Anhalt] Unterrichtsausfall: Volksinitiative für mehr Lehrkräfte erreicht Landtag – Volksstimme
Die Initiative unter Beteiligung des Grundschulverbands und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordere unter anderem die Einstellung von 1.000 Lehrkräften und 400 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und habe bereits 77.000 gültige Unterschriften gesammelt. Nun werde sich das Plenum des Landtags mit dem Anliegen befassen.
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[Schleswig-Holstein] Möglichkeiten des Seiten-, Quer- und Direkteinstiegs ins Lehramt – Die Welt
Der Artikel bietet eine Übersicht über die Möglichkeiten, einen nachträglichen Weg ins Lehramt zu finden. Laut Bildungsministerin Karin Prien habe das Land Schleswig-Holstein positive Erfahrungen mit Seiteneinsteigern gemacht. Nun wolle man die Möglichkeiten für den Umstieg von Fachleuten vor allem aus technischen Berufen weiter ausbauen.
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[Thüringen] Bildungsministerium startet Seiteneinstiegs-Offensive ins Lehramt – In Südthüringen
Als Reaktion auf Unterrichtsausfälle an Thüringer Schulen plane die Landesregierung im kommenden Jahr mit bis zu 100 Lehrkräften aus dem Quer- und Seiteneinstieg den Lehrermangel abzufedern. Im Februar sollen die ersten Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zum Einsatz kommen, auch Lehrkräfte mit nur einem Fach sollen künftig zugelassen werden.
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04 Hochschulspezifische News

[Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft] „Gesunde Lernräume schaffen” – Neues Forschungsprojekt zu Schulräumen
Im Zentrum des Forschungsprojektes PULS+ steht die Entwicklung und Umsetzung einer Weiterbildung für Schulleitende, Lehrkräfte, Architektinnen und Architekten sowie Mitarbeitende der Schulverwaltung. Dazu entwickeln die Projektpartner aus Architektur und Pädagogik, kommunalem Gebäudemanagement und Schulentwicklung ein Bildungsangebot, das die Bereiche Lernen, Raum und Entwickeln abdeckt.
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[Universität zu Köln] Mercator-Institut erhält weitere 8 Millionen Euro Förderung für sprachliche Bildung – Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator fördert das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln in einer zweiten Förderphase (2018 bis 2022) mit 8 Millionen Euro. Am Mercator-Institut durchlaufen pro Semester bis zu 1.000 Lehramtsstudierende Studienanteile zu Deutsch als Zweitsprache. Jährlich 125 Lehrkräfte aus Schule und Erwachsenenbildung absolvieren ein neu entwickeltes Weiterbildungsstudium.
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[Universität Frankfurt] Forschungsstelle NS-Pädagogik erstellt Gutachten zur Publikationstätigkeit des Beltz-Verlages im Nationalsozialismus
Die Verlagsgruppe Beltz fördert das Projekt „Beltz in der NS-Zeit” an der Forschungsstelle NS-Pädagogik der Goethe-Universität. Leiter des im August 2017 gestarteten Projekts ist Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer. Der Erziehungswissenschaftler wird mit der Forschungsstelle eine Übersicht über die Publikationstätigkeit des Verlages in der NS-Zeit erstellen und bewerten. Die Ergebnisse des Gutachtens werden im Frühjahr 2018 erwartet.
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[Universität Passau] Exzellenz-Lehramtsstudierende aus China besuchen Autumn-School der Universität Passau
Ziel des Formates sei es, den Studierenden des Hochschulpartners aus China die Lehrerbildung in Deutschland bzw. Bayern vor Ort näher zu bringen und ein Verständnis für den Theorie-Praxis-Bezug innerhalb der verschiedenen Phasen der Lehrerbildung zu schaffen, so Dr. Hans-Stefan Fuchs, Leiter des Praktikumsamts für Grund- und Mittelschulen.
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[Universität Tübingen] Studie: Verändern Hausaufgaben die Persönlichkeit?
Wer seine Hausaufgaben sorgfältig erledigt, profitiert möglicherweise nicht nur von besserer schulischer Leistung: Schülerinnen und Schüler, die ihre Hausaufgaben sorgfältig bearbeiten, weisen zudem eine günstigere Entwicklung der generellen Gewissenhaftigkeit auf als diejenigen, die sich bei ihren Hausaufgaben nur wenig anstrengen. Somit scheint die Schule nicht nur zum Lernen und zum Wissenszuwachs beizutragen, sondern auch die Persönlichkeit nachhaltig zu verändern, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen in einer Studie herausgefunden.
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05 Veranstaltungen

[Verband Bildung und Erziehung] Herbsttagung Deutscher Lehrertag 2017 – 09.11.2017
Unter dem Titel „Schule 2017 – Vom Umbruch zum Aufbruch?!” findet die Herbsttagung des Deutschen Lehrertages am Donnerstag, den 09. November 2017, in Dortmund statt. Hauptreferent ist Prof. Dr. Jens Weidner, Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Er referiert zum Thema „Optimismus. Warum manche weiter kommen als andere”.
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[Universität Münster] Symposium: "Umgang mit Heterogenität. Anknüpfungspunkte in Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften” – 22.11.2017
Das Projekt „Dealing with Diversity: Kompetenter Umgang mit Heterogenität durch reflektierte Praxiserfahrung” an der Universität Münster zielt darauf ab, angehende Lehrkräfte besser auf einen produktiven Umgang mit der Heterogenität der Schülerschaft vorzubereiten und zu diesem Zweck von Beginn des Studiums an reflektierte Praxiserfahrungen zu ermöglichen. Bei dem Symposium geht es insbesondere um die weitere Gestaltung des Projekts sowie eine verstärkte Vernetzung von Personen und Institutionen der Lehrerbildung in Münster.
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[Universität Duisburg-Essen] Symposium „Inklusion für das berufliche Schulwesen” – 24.11.2017
Das Symposium „Inklusion für das berufliche Schulwesen” möchte die Phasen der Lehrerbildung aus den differenten Perspektiven der Akteure aus Wissenschaft und Praxis betrachten und analysieren, wie eine inklusionssensible Professionalisierung der Lehrerbildung gestaltet werden kann. Zu Beginn des Symposiums werden dazu Input-Vorträge durch Expertinnen und Experten aus der Berufs- und Wirtschaftspädagogik gehalten, die am Nachmittag in Form von Workshops mit den Erfahrungen aus der Praxis vertieft und diskutiert werden sollen.
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[Universität Wuppertal] Tagung „Doing English, doing school” zur Vernetzung der Lernorte im Praxissemester Englisch – 15.02.2018
Die Fach-Arbeitsgruppe Englisch der Bergischen Universität Wuppertal veranstaltet mit Unterstützung des KoLBi-Projektes am 15.02.2018 die Tagung "Doing English, doing school" zur Vernetzung der Lernorte im Praxissemester Englisch. Ziel der Tagung ist es, den Austausch und die curriculare Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren des Praxissemesters zu fördern. In Workshops mit konkreten schulfachbezogenen Fragestellungen und fachdidaktischen Themen sollen die unterschiedlichen Perspektiven auf das Praxissemester konkret zur Sprache kommen.
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[Pädagogische Hochschule Weingarten] Tagung: Professionelle Lerngemeinschaften als Entwicklungsinstrument im Bildungswesen – 05.-07.03.2018
Die positive Rezeption Professioneller Lerngemeinschaften ist breit, die empirische Bestätigung ihrer Wirksamkeit noch eher schmal. Bisher wurde vor allem im deutsch-sprachigen Raum vernachlässigt, Professionelle Lerngemeinschaften systematisch zu reflektieren. Die Tagung verfolgt das Ziel, die angesprochenen Desiderate aufzugreifen und einen Beitrag zur Fundierung eines viel-versprechenden Instruments zu leisten.
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[Fachhochschule Nordwestschweiz] Tagung Partnerschulen 2018: Lehrpersonenbildung gemeinsam gestalten – 04./05.06.2018
„Zusammenarbeit” steht für den vielleicht offenkundigsten Wandel des Berufsbilds von Lehrpersonen im frühen 20. Jahrhundert. Lehrpersonen können den Bildungsauftrag nicht alleine erfüllen, sondern tun dies in Kooperation mit anderen Lehrpersonen, mit den Eltern, mit den Schulleitungen, mit externen Fachpersonen und mit weiteren Akteuren des Berufsfeldes. Diese Wende in der Lehrpersonenbildung hin zur vertieften Kooperation ist Anlass, zu einer ersten Tagung einzuladen, die sich ganz den Partnerschaften von Schulen und Hochschulen widmet.
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06 Internationale News

[Schweiz] Weniger Pensionierungen von Lehrkräften in den nächsten Jahren – Aargauer Zeitung
Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik sei in den nächsten Jahren mit einer Verjüngung der Schweizer Lehrerkollegien zu rechnen. Der Anteil der Lehrkräfte über 50 werde gegen 2020 auf rund 30 Prozent sinken. Dementsprechend zeichne sich auch eine Entspannung bei dem Bedarf an neuen Lehrkräften ab.
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[Schweiz] Schweizer Lehrerverband fordert bessere Rahmenbedingungen für Digitalisierung – Aargauer Zeitung
Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) fordere in einem Positionspapier unter anderem die regelmäßige Weiterbildung von Lehrkräften, digital aufbereitetes Lernmaterial und eine generelle Aktualisierung der Infrastruktur durch Kantone und Gemeinden.
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07 Dokumente/Literatur

Ehm, Jan-Henning / Jan Lonnemann / Marcus Hasselborn: Wie Kinder zwischen vier und acht Jahren lernen – Psychologische Erkenntnisse und Konsequenzen für die Praxis. Kohlhammer, 2017.
Die Lernfortschritte von Kindern im vorschulischen und frühen Schulalter sind enorm und wegweisend für den weiteren Bildungsverlauf. Daher wird dem Lernen in diesem Altersbereich seit einigen Jahren vermehrt Aufmerksamkeit zuteil. Allerdings fehlt es bisher an einem Werk, das sich des Lernens in diesem Altersbereich systematisch annimmt. Hier setzt das Buch an und nimmt primär eine pädagogisch-psychologische Perspektive ein. Für den Lernerfolg wesentliche individuelle Lernvoraussetzungen und Lernumgebungen werden genauso erläutert wie interindividuelle Unterschiede und Schwierigkeiten im Lernprozess.
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08 Kommentare/Interviews

Interview mit Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz – jmwiarda.de
Udo Michallik spricht im Interview mit Jan-Martin Wiarda unter anderem über die Pläne, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Schulpolitik zu lockern. Hier betont er die Schwierigkeit einer Grundgesetzänderung in diesem Bereich. Andere Themen sind die Legitimation von Kultusminister-Beschlüssen und die künftige Rolle des KMK-Sekretariats.
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09 Ausschreibungen

FundaMINT-Lehramtsstipendien: Lehrtalente gesucht – Deutsche Telekom Stiftung
Kompetente und motivierte Lehrkräfte spielen eine zentrale Rolle, um junge Menschen für MINT-Themen zu begeistern und sie auf künftige Herausforderungen vorzubereiten. Die Deutsche Telekom Stiftung möchte mit dem Stipendienprogramm FundaMINT besonders geeignete Lehramtsstudierende auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Beruf finanziell und ideell - durch Workshops, Seminare und Auslandhospitationen - unterstützen und gleichzeitig das Ansehen des Lehrerberufs in der Gesellschaft stärken. Engagierte Lehramtsstudierende der Fächer Mathematik, Informatik, Physik, Sachunterricht und/oder Technik / Naturwissenschaft und Technik können sich ab dem 16. Oktober 2017 um ein Stipendium für ihr Master-/Hauptstudium (bzw. für die letzten vier Semester ihres Studiums) direkt bei der Deutsche Telekom Stiftung bewerben. Eingangsfrist ist der 16. Januar 2018.
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04. Oktober 2017

Newsletter Oktober 2017

01 Thema des Monats



Schulen mit Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung
Die Umfrage des ifo Bildungsbarometers 2017 zeigt, dass sich ein Großteil der Deutschen eine Ausstattung der Schulen wünscht, die den Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerecht wird. Aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung geht allerdings hervor, dass Schulen bislang noch unzureichend vorbereitet sind. Um den Status quo des Themas Digitalisierung in der ersten Phase der Lehrerbildung abzubilden, hat die kürzlich gestartete Erhebung des Monitor Lehrerbildung Digitalisierung zum Schwerpunktthema gemacht. Derzeit werden alle 16 Länder und 70 lehrerbildende Hochschulen in Deutschland zu Aspekten der Digitalisierung im Lehramtsstudium befragt.

02 Länderübergreifende News



Studie zur Digitalisierung an Schulen: Der Geist ist willig, das WLAN ist schwach – Bertelsmann Stiftung
Dass die digitale Welt Schule verändert, ist für viele Lehrkräfte und Schulleitungen klar – wie man diese Veränderung gestalten kann, dagegen noch nicht. Dazu glaubt nur jede fünfte Lehrkraft (23 Prozent), dass digitale Medien dazu beitragen, die Lernergebnisse von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Diese bewerten ihren digitalen Lernerfolg selbst ganz anders: 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler bestätigen, dass sie durch Lernvideos, Internetrecherche oder moderne Präsentationsprogramme aktiver und aufmerksamer seien und wünschen sich einen vielseitigeren Einsatz digitaler Medien.
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Verschiedene Medien berichten über die Bertelsmann-Studie. n-tv fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen, Spiegel Online zeigt zudem einige Grafiken aus der Studie und zieht Parallelen zu den Umfrageergebnissen des jüngsten ifo Bildungsbarometers.

ifo Bildungsbarometer 2017 – Schwerpunktthema Digitalisierung
Ein zentraler Befund der diesjährigen Meinungsumfrage ist, dass die Deutschen der Digitalisierung überraschend zuversichtlich gegenüberstehen: 54 Prozent sehen sich selbst als Gewinner, nur 16 Prozent sehen sich als Verlierer der Digitalisierung. Die Schulen sollten die Digitalisierung vorantreiben: 63 Prozent sprechen sich dafür aus, einen Anteil von mindestens 30 Prozent der Unterrichtszeit für das selbständige Arbeiten am Computer zu nutzen.
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Die Zeit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage zusammen. Der Verband Bildung und Erziehung betont, dass die Politik bei der Digitalisierung in Schulen bisher hinter ihren eigenen Ansprüchen zurückbleibe.

Weltlehrertag am 05. Oktober: Lehrkräfte brauchen Freiheit und Freiräume – Verband Bildung und Erziehung
Anlässlich des Weltlehrertags am 05. Oktober 2017, der unter dem Motto „Lehren in Freiheit, Lehrkräfte bestärken” steht, mahnt Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung: „Für jede Gesellschaft ist es essenziell wichtig, dass die Lehrkräfte in Freiheit lehren können. Sie sind es, welche die zukünftige Generation auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten.
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OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017” veröffentlicht
Die jährlich erscheinende OECD-Studie „Bildung auf einen Blick” vergleicht Länder unter anderem auf die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme hin. Die Ländernotiz zu Deutschland zeigt einen Anstieg der Lehrergehälter in den letzten zehn Jahren. Außerdem wird betont, dass die Lehrerschaft im Land trotz einer Verjüngung immer noch zu den ältesten im OECD-Vergleich gehört.
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Der Spiegel berichtet über die zentralen Ergebnisse mit Fokus auf den Lehrerberuf. Die Presse (Österreich) zieht aus der Studie Bilanz für Österreich. Stefan Kaufmann, bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hebt im Deutschlandfunk die positiven Ergebnisse der OECD-Studie bezüglich frühkindlicher und beruflicher Bildung hervor. Mit Blick auf die vergleichsweise geringe Bezahlung von Grundschullehrkräften fordert der Verband Bildung und Erziehung in einer Stellungnahme attraktivere Bedingungen für den Lehrerberuf.

So viele Lehrkräfte fehlen in Deutschland – Süddeutsche Zeitung
Der Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Faktoren des Lehrkräftemangels in Deutschland und zieht Bilanz zu den unterschiedlichen Lösungsansätzen der Bundesländer. Außerdem werden die Resultate einer eigenen Umfrage zu unbesetzten Lehrerstellen und Seiteneinstiegsquoten vorgestellt.
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Studie: Migranten an Schulen als „Mängelwesen mit Förderbedarf” – Stiftung Mercator
Eine Studie der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Auftrag der Stiftung Mercator hat sich der Frage gewidmet, ob auch die Schule in der Migrationsgesellschaft angekommen ist und die Grundlagen der Lehrerbildung geprüft. Das Ergebnis: Die heute ausgebildete Generation von Lehrerinnen und Lehrern wird nur unzureichend für Differenzsensibilität und Kritik an Diskriminierung qualifiziert. Schulen laufen Gefahr, migrationsgesellschaftliche Ungleichheit fortzuschreiben oder gar zu fördern.
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Die Welt greift die Studie der Stiftung Mercator auf und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Yasemin Karakasoglu, eine Autorin der Studie, kommt im Deutschlandfunk zu Wort.

Julian Dorn erhält Unterrichtspreis 2017 für „friendzone” – Gesellschaft für Informatik
friendzone ist ein soziales Netzwerk, in dem Schülerinnen und Schüler die Grundlagen von Drei-Schichten-Architektur im Internet, Datenbanken, Datensicherheit und Big Data kennenlernen. Alle Lerninhalte werden mithilfe der Anwendung vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei in der Rolle eines Datenbankadministrators Aufgaben innerhalb eines kleinen Unternehmens kennen.
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Neuer Auftritt des Deutschen Bildungsservers online – Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Der Deutsche Bildungsserver wurde im Zuge eines Relaunches komplett überarbeitet. Die Darstellung des Angebots wurde für alle Endgeräte optimiert – unter besonderer Berücksichtigung des Smartphones. Der aktualisierte Auftritt ist nun zunächst in einer Beta-Version online gegangen: Feedback und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.
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Studie zu Mathematikunterricht: So können Lehrkräfte die Motivation von Lernenden fördern – Deutsche Gesellschaft für Psychologie
Lehrkräfte können die Motivation ihrer Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik stärker fördern, wenn sie die individuelle Leistungsentwicklung über die Zeit hinweg beurteilen, anstatt soziale Vergleiche im Klassenverbund anzustellen. Das haben Psychologinnen und Psychologen der Universitäten Mannheim und Augsburg sowie des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung in einer groß angelegten Längsschnittstudie herausgefunden.
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Möglichkeiten des Quereinstiegs ins Lehramt – Unicum
Das Studierendenportal gibt einen Überblick darüber, mit welchen Voraussetzungen Interessierte für einen Quereinstieg in den Lehrerberuf infrage kommen und welche Qualifikationen noch erworben werden müssen. Als Experte kommt Marc Böhmann, Lehrer und Ratgeber-Autor, zu Wort und gibt Tipps zum Einstieg in den Arbeitsalltag einer Lehrkraft.
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03 Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Verband Bildung und Erziehung fordert bessere Studienbedingungen und Besoldung von Grundschullehrkräften – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
„In Baden-Württemberg werden Grundschullehrkräfte – es sind fast ausschließlich Frauen – am kürzesten ausgebildet, schlechter besoldet und grundsätzlich mit einem höheren Deputat bedacht als die Lehrerschaft an der Sekundarstufe ab Klasse 5”, moniert der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg besonders mit Blick auf die für diese Schulart händeringend gesuchten Pädagoginnen und Pädagogen.
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[Berlin] Empörung über Umfrage nach sexueller Orientierung von Lehrkräften – RBB
Fragen zur sexuellen Orientierung seien Teil einer Umfrage zum Thema „Vielfalt und Diskriminierung” im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung gewesen. Auf kritische Reaktionen habe die Behörde nun mit Verständnis reagiert, jedoch auch auf Anonymität und Freiwilligkeit der Umfrage hingewiesen.
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Im Interview mit dem Spiegel äußert sich die zuständige Forscherin zu der Kritik an ihrer Umfrage.

[Berlin] Mehr Studienplätze im Lehramt – Berliner Morgenpost
Der Artikel fasst die aktuelle Lage der Unterrichtsversorgung im Land zusammen und zieht dabei Faktoren wie Pensionierungswellen, Quer- und Seiteneinstiegsquoten und Konkurrenzkampf zwischen den Ländern um Lehrkräfte in Betracht. Das Studienplatzangebot in der Lehrerbildung an Berliner Universitäten solle ausgebaut werden, um die Zahl der Lehramts-Absolventen von derzeit 1.000 bis auf 2.000 zu erhöhen.
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[Berlin] Quereinsteigerquote steigt weiter – Der Tagesspiegel
Seit Beginn des Schuljahres ist durch nachträgliche Einstellungen der Anteil von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern unter neuen Lehrkräften auf über 46 Prozent gestiegen. Besonders hoch ist die Quote in Grundschulen: Hier haben im Schnitt 56,5 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte kein Lehramtsstudium absolviert, in einigen Brennpunktbezirken sogar mehr als 70 Prozent.
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Zu der Problematik der Quereinsteigerquote an Brennpunktschulen veröffentlicht die Berliner Morgenpost einen Kommentar.

[Brandenburg] „Buschprämie” bringt keine neuen Lehrkräfte ins Land – Potsdamer Neueste Nachrichten
Die sogenannte „Buschprämie”, eine Bonuszahlung von 300 Euro pro Monat über drei Jahre, welche Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Bundesländern nach Brandenburg locken sollte, habe nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Dennoch sei das Einstellungsziel von 1.150 neuen Lehrkräften nur knapp verfehlt worden.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Bildungsministerin sieht entspannten Start ins Schuljahr – Die Welt
Durch die Einstellung von gut 400 neuen Lehrkräften, mehr als es Bedarf gegeben habe, sei das Land für das neue Jahr gut aufgestellt. Bildungsministerin Hesse (SPD) betonte, dass dies mit Blick auf andere Bundesländer nicht selbstverständlich sei.
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[Niedersachsen] Grundschullehrkräfte bereiten Klagen wegen zu hoher Arbeitsbelastung vor – NDR
Bei ihren Klagen gegen das Land Niedersachsen erhalten die Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): Es sei durch Studien erwiesen, dass Lehrkräfte aller Schulformen überlastet seien. Klagen von Gymnasiallehrkräften seien ebenfalls in Vorbereitung.
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[Nordrhein-Westfalen] Schulministerin Gebauer macht Lehrkräften Einstellungsangebot – Schulministerium NRW
Schulministerin Yvonne Gebauer hat über 2.400 Lehrkräften für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen einen persönlichen Brief geschrieben und dafür geworben, vorübergehend an einer Grundschule zu arbeiten. Hintergrund dieser Maßnahme ist der aktuelle Engpass in der Lehrerversorgung in der Grundschule zu Beginn des Schuljahres. Im Bereich der Lehrämter für die Sekundarstufe II hingegen gibt es je nach Fächerkombination und Ortswünschen sogar einen ansteigenden Bewerberüberhang.
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[Sachsen] Lehrer in zehn Tagen – Süddeutsche Zeitung
Der Artikel analysiert Ursachen und Folgen des Lehrkräftemangels im Land und der damit verbundenen hohen Quote an Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern im aktuellen Schuljahr. Anhand eines konkreten Falles wird der Alltag eines Seiteneinsteigers in den Lehrerberuf illustriert.
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[Sachsen-Anhalt] Reportage: Land ohne Lehrkräfte – Schulen in Not – ARD
Exakt – die Story (MDR) berichtet über den Lehrkräftemangel zum neuen Schuljahr und kontrastiert die Situation mit Mecklenburg-Vorpommerns erfolgreicher Werbekampagne zur Anwerbung von Lehrkräften. Außerdem wird die Seiteneinsteigerproblematik thematisiert. Hier gebe es in Sachsen-Anhalt keine gezielte „Ausbildung” dieser Personen, wie etwa in Sachsen. Interviewt werden unter anderem Bildungsminister Marco Tullner (CDU) und Bildungsforscher Axel Gehrmann von der TU Dresden.
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04 Hochschulspezifische News

[Universität Bielefeld] „Lehrkräfte Plus” gestartet: Perspektiven für geflüchtete Lehrkräfte
Zusammen mit der Bertelsmann Stiftung bietet die Universität ein bisher einmaliges Programm in Nordrhein-Westfalen an, über das auch der Deutschlandfunk berichtet. 25 ausgebildete Lehrkräfte, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, haben an der Universität Bielefeld mit dem Programm „Lehrkräfte Plus” begonnen. Während der kommenden zwölf Monate qualifizieren sich die acht Frauen und 17 Männer aus Afghanistan, Armenien, Guinea, Irak, Pakistan und Syrien weiter für eine mögliche Tätigkeit im Schuldienst in Nordrhein-Westfalen.
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[Universität Duisburg-Essen] Schlüsselqualifikationen im Lehramt: Das Basic und Advanced Training für Lehramtsstudierende
Das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) der Universität Duisburg-Essen bietet auch im kommenden Semester wieder studienbegleitende Workshops für Lehramtsstudierende der Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund zu lehramtsrelevanten Themen an. Ein Schwerpunkt liegt in dem Bereich Medienkompetenz – hier können Studierende ein Zertifikat erwerben –, ein neuer Themenbereich ist die Nachhaltigkeit. Angehende Lehrerinnen und Lehrer erwerben in den Workshops Kompetenzen, die sie befähigen, das Thema nachhaltige Entwicklung inhaltlich wie methodisch professionell im schulischen Kontext zu vermitteln. Die erste Anmeldephase startet am 16. Oktober 2017.
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[TU Kaiserslautern] Lehren und Lernen mit digitalen Medien nimmt Fahrt auf – Bildungsministerin besucht das Projekt U.EDU
Seit 2016 arbeiten im Projekt „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette (U.EDU)” verschiedene interdisziplinäre Arbeitsgruppen der TU Kaiserslautern an der Frage, wie die Professionalisierung von Lehrkräften beim Lehren und Lernen mit digitalen Medien unterstützt werden kann. Über die gute und enge Zusammenarbeit von Schule und Wissenschaft konnte sich Bildungsministerin Stefanie Hubig am 25.09.2017 bei ihrem Besuch an der TU Kaiserslautern überzeugen. Dort informierte sie sich unter anderem über Lehrkräftefortbildungen in den Bereichen Automatisierungstechnik und digitale Medien.
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[Universität zu Köln] Bilanz der Diggi17 – Deutschlandfunk
Der Beitrag berichtet von der Fachtagung zur Digitalisierung in der Lehrerbildung an der Universität zu Köln. Im Rahmen der Tagung wurden unter anderem die Anforderungen an den Lehrerberuf im digitalen Zeitalter diskutiert.
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[Universität Paderborn] Tablets im Kunstunterricht – Potenziale und Herausforderungen mobiler Medien
Die Universität Paderborn veranstaltet am 22.11.2017 einen Workshop zum Thema „Tablets im Kunstunterricht”. Die Chancen des Lernens und Gestaltens mit iPads im Kunstunterricht werden im Workshop aufgezeigt, praktisch erprobt, reflektiert und für die Teilnehmenden dokumentiert. Zunächst steht dabei die Frage im Mittelpunkt, welchen Zugewinn das iPad für kunstpädagogische Zielsetzungen bieten kann. Ausgewählte Apps werden anschließend dahingehend erprobt und diskutiert. So können abschließend konkrete Lernaufgaben für den eigenen Unterricht gemeinsam entwickelt werden.
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[Universität Potsdam] Zurück in den Beruf – Erste Absolventinnen und Absolventen des Qualifizierungsprogramms für geflüchtete Lehrkräfte
Vor anderthalb Jahren startete die Universität Potsdam ein Programm zur Qualifizierung geflüchteter Lehrkräfte für das deutsche Schulsystem, das bundesweit für Aufsehen sorgte: Mehr als 80 Frauen und Männer nehmen inzwischen daran teil. Die ersten 28 Absolventinnen und Absolventen haben nun das Programm abgeschlossen und sind feierlich verabschiedet worden.
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05 Veranstaltungen

[Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM), Universität Paderborn] Jahrestagung der Mathematik (GDM/DMV) – 05.-09.03.2018
Zur 3. gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) und der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM), welche vom 05.-09.03.2018 vom Institut für Mathematik der Universität Paderborn ausgerichtet wird, laden die lokalen Organisatoren und das wissenschaftliche Komitee herzlich ein. Teil des Programms sind Veranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer (Lehrertag) und den wissenschaftlichen Nachwuchs (Studierendenkonferenz DMV, Nachwuchstag GDM) sowie Vorträge über Mathematik in Industrie und Unternehmen.
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06 Internationale News

[Österreich] Bildungsministerium präsentiert Online-Kurs zu digitalem Unterricht für Lehrkräfte – Die Presse
Das Angebot solle Lehrkräften den Umgang mit Digitalisierung im Unterricht erleichtern. Inhaltlich solle es bei dem Kurs unter anderem um die digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen gehen sowie um Fragen des Datenschutzes und des Urheberrechts.
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[Österreich] Langzeitarbeitslose sollen Lehrkräfte entlasten – Die Presse
Die 3.300 über-50-jährigen Langzeitarbeitslosen sollen an Schulen als „Supportpersonal” zum Einsatz kommen und unter anderem als Haustechnikerinnen und Haustechniker sowie Sekretariatshilfskräfte arbeiten. Die Maßnahme sei Teil der „Aktion 20.000”, mit der 20.000 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 vor allem im gemeinnützigen Bereich geschaffen werden sollen.
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07 Dokumente/Literatur

Baumgartner, Matthias: Performanzentwicklung in der Ausbildung von Lehrkräften. Eine Interventionsstudie zur Verbesserung des Feedbacks bei angehenden Sportlehrkräften. Waxmann, 2017.
In dieser Interventionsstudie wird die Wirksamkeit eines entwickelten Lehrkonzepts hinsichtlich des feedbackbezogenen Performanzfortschritts von angehenden Sportlehrkräften untersucht. Der Band ist als Plädoyer für eine Ausbildung zu verstehen, in der die angehenden Lehrkräfte die beiden Lernorte des hochschulischen Unterrichts und der eigenen Unterrichtspraxis gezielt verknüpfen können. Er richtet sich an Personen, die sich für die Aus- und Weiterbildung sowie die Kompetenzdiagnostik von Lehrkräften interessieren.
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Dawidowski, Christian, Anna Rebecca Hoffmann und Angelika Ruth Stolle: Lehrer- und Unterrichtsforschung in der Literaturdidaktik – Konzepte und Projekte. Peter Lang, 2017
Dieser Band setzt es sich zum Ziel, derzeit bestehende Forschungsansätze zur Lehrer- und Unterrichtsforschung in der Literaturdidaktik zu bündeln und zu diskutieren. Die präsentierten Studien und Vorhaben beziehen sich auf Vermittlungsprozesse im Unterricht und das Unterrichtshandeln, Selbstkonzepte von Lehrpersonen und Lernenden, Aspekte der Lehrerbildung und -ausbildung, Wissenskonstruktionen im Literaturunterricht, literarische Sozialisationsprozesse und ihre Auswirkungen im Unterricht, die Erforschung von Unterrichtskommunikation und die Dimensionierung von Unterrichtsqualität oder Methoden der Lehrer- und Unterrichtsforschung.
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Education, Audiovisual and Culture Executive Agency: Eurydice Brief – Key Data on Teaching Languages at School in Europe, 2017.
This new Eurydice Brief builds on a comprehensive report on teaching languages at school in Europe and includes information on research works and EU policy documents. It presents a state of play of the existing policies on key aspects of foreign language teaching and concludes with further routes which could be explored to encourage language teaching at primary and secondary level in the future.
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Moegling, Klaus: Kultureller Transfer und Bildungsinnovation: Wie Schulen die nächste Generation auf die Zukunft der Globalisierung vorbereiten können. Prolog Verlag, 2017.
Im vorliegenden Band werden in einem ersten Schritt theoretische Konzeptionen und Kontroversen zur Frage nach dem Verhältnis von kulturellem Transfer und Bildungsinnovation offen gelegt, wenn es darum gehen soll, die nächste(n) Generation(en) auf die Zukunft der Globalisierung vorzubereiten. In einem zweiten Schritt wird eine Kritik der Schule, unterrichtlicher Strukturen und der Lehrerbildung unter diesem Fokus vorgenommen. Hierauf aufbauend wird eine bildungsinnovative Konzeption für die schulische Bildung entworfen. Diese Konzeption wird über exemplarische Schulmodelle im internationalen Kontext sowie zahlreiche Unterrichtsbeispiele im Sinne von „best practice” anschaulich illustriert bzw. umgesetzt. Abschließend werden konkrete Vorschläge für eine Neuorientierung der Lehrerbildung vorgenommen.
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08 Kommentare/Interviews

Kommentar zu den Folgen der Digitalisierung von Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin des Zentrums für LehrerInnenbildung an der Universität zu Köln – jmwiarda.de
Myrle Dziak-Mahler tritt in ihrem Kommentar auf Jan-Martin Wiardas Blog der Haltung entgegen, die Digitalisierung in der Bildung sei übertrieben debattiert und stellt sechs Thesen zum Reformprozess des Bildungssystems vor. Unter anderem fordert Sie, Informatik als Unterrichtsfach stärker in Schulen zu verankern und einen Austausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe zu etablieren.
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Kommentar zum „Schweinezyklus” in der Lehrerbildung von George Turner – Der Tagesspiegel
In seinem Kommentar schreibt George Turner über die Misere zwischen wiederkehrendem Lehrkräftemangel und -überangebot und schlägt vor, das Lehramtsstudium in seiner jetzigen Form abzuschaffen, um Studierenden mehr Flexibilität in ihrer Berufswahl zu ermöglichen.
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Kommentar zum Konsulatsunterricht der Türkei in Deutschland von Susanne Vieth-Entus – Der Tagesspiegel
In ihrem Kommentar kritisiert Susanne Vieth-Entus die Haltung der deutschen Kultusministerien, die Beeinflussung türkischstämmiger Kinder durch von der Erdogan-Regierung entsendete Lehrkräfte im Konsulatsunterricht der Türkei nicht stärker zu überprüfen. Als positive Gegenbeispiele werden Rheinland-Pfalz und Niedersachsen genannt, welche muttersprachlichen Unterricht selbst finanzierten.
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09 Ausschreibungen

Ausschreibung wissenschaftliche Geschäftsführung – Universität Bremen
Im Zentrum für Lehrerbildung der Universität Bremen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe die Stelle der wissenschaftlichen Geschäftsführerin bzw. des wissenschaftlichen Geschäftsführers zu besetzen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 17.10.2017 einzureichen.
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11. September 2017

Ausschreibung Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung des Hochschulforums Digitalisierung

Die Ad-hoc AG Lehrerbildung und Digitalisierung des Hochschulforums Digitalisierung schreibt eine Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung aus. Im Rahmen der Studie sollen prägnante Good Practice Beispiele, Konzepte und Modelle zur Integration digitaler Medien und Medienkompetenzen in die erste Phase der Lehrerbildung dargestellt und analysiert werden.

Das Verfahren ist zweistufig angelegt. Bis zum 22.09.2017 können Skizzen eingereicht werden, in denen das konkrete Vorgehen und die Methodik der Überblicksstudie dargestellt sind. Im zweiten Schritt erfolgt die Vergabe des Auftrags. Der Auftragnehmer wird in enger Abstimmung mit dem Hochschulforum Digitalisierung und der Ad-Hoc Arbeitsgruppe stehen.

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11. September 2017

Studie der Stiftung Mercator: Migranten an Schulen als „Mängelwesen mit Förderbedarf“

Eine Studie der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Auftrag der Stiftung Mercator hat sich der Frage gewidmet, ob auch die Schule in der Migrationsgesellschaft angekommen ist und die Grundlagen der Lehrerbildung geprüft. Das Ergebnis: Die heute ausgebildete Generation von Lehrerinnen und Lehrern wird nur unzureichend für Differenzsensibilität und Kritik an Diskriminierung qualifiziert. Schulen laufen Gefahr, migrationsgesellschaftliche Ungleichheit fortzuschreiben oder gar zu fördern.

Lehrkräfte werden in ihrer Aus- und Fortbildung durchgängig als Personen ohne Migrationshintergrund adressiert, die den Umgang mit den migrationsgesellschaftlich „Anderen“ zu lernen haben. Das „Andere“ - die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund - selbst werden wiederrum zum Problem gemacht und implizit, zuweilen auch explizit als Mängelwesen adressiert. Das Thema wird reduziert auf die Notwendigkeit der Förderung dieser Gruppe.
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06. September 2017

Newsletter September 2017

01 Thema des Monats


Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Lehramt
Infolge des Lehrkräftemangels steigt deutschlandweit der Bedarf nach Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf, wie viele Meldungen im vergangenen Monat zeigten. Der Monitor Lehrerbildung bildet jährlich die Zahlen der Kultusministerkonferenz zur Anzahl der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Lehramt ab und befragte darüber hinaus für das Schuljahr 2015/2016 die Bundesländer zur Öffnung des Schuldienstes an Beruflichen Schulen für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Weitere Angaben zu Quer- und Seiteneinstiegsmöglichkeiten in den jeweiligen Bundesländern finden Sie auf den einzelnen Länderseiten.


02 Länderübergreifende News


Bildungsmonitor 2017 – Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Die Fortschritte der Länder bei der Stärkung der Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme haben deutlich nachgelassen. Im Durchschnitt haben sich die Bundesländer seit dem Bildungsmonitor 2013 pro Jahr nur noch um 0,7 Punkte verbessert. Dies sind die zentralen Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitor 2017. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) untersucht, inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.
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Zehn Punkte für bessere Bildungschancen – Vodafone Stiftung
Die zehn Punkte fassen zentrale Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zusammen, die die Politik nutzen könne, um die Chancen auf Bildung und sozialen Aufstieg zu fördern. Dabei werden unter anderem die Förderung von Lehrkräften und der qualitative Ausbau der Ganztagsschulen genannt.
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Lehrkräftemangel an Schulen – Spiegel Online
Bereits jetzt finden einige Länder keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber für ihre offenen Stellen auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt. In dem Artikel wird die Situation beispielhaft für einige Länder beschrieben und nach länderübergreifenden Ursachen – wie ungenaue Prognosen – gesucht.
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Über den Lehrkräftemangel in Sachsen berichtet die Leipziger Volkszeitung und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Auch der Deutschlandfunk berichtet in mehreren Beiträgen über den Lehrkräftemangel in den einzelnen Ländern. Dort wird die Situation in Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Blick genommen.


Ergebnisse zur forsa „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst” – dbb beamtenbund und tarifunion
Bildung ist und bleibt eine der wichtigsten staatlichen Dienstleitungen für Bürgerinnen und Bürger. Die Top 10 der Behörden und Einrichtungen führen weiterhin die Schulen an, aber auch Kindergärten und (Fach-) Hochschulen sind vertreten. Entsprechend gelten Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher wie Professorinnen und Professoren als Berufe mit dem höchsten Ansehen.
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Der Verband Bildung und Erziehung sehe es als positive Entwicklung, dass der Lehrerberuf wieder mehr Wertschätzung erfahre und die hohe Eigenmotivation und das große Engagement anerkannt werde, mit denen die Lehrkräfte ausglichen, was ihnen an Ressourcen von der Politik verweigert werde.


Aktuelle Diskussion um den „Digitalpakt”
Der Verband Bildung und Erziehung hat in einer Stellungnahme von Bildungsministerin Wanka verlässliche Entscheidungen, besonders hinsichtlich der Finanzierung des „Digitalpaktes”, gefordert. Bildungsministerin Johanna Wanka äußert sich im Deutschlandfunk zur Kritik zum „Digitalpakt”. Ihrer Ansicht nach würde der erstellte Zeitplan eingehalten werden und zum jetzigen Zeitpunkt müssten auf Arbeitsebene offene Fragen, wie Kriterien zur Schulförderung, erarbeitet werden.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert „Nationale Bildungsallianz” – Die Tagesschau
Martin Schulz plane, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik aufzuheben, um Schulen und Hochschulen besonders in finanzieller Hinsicht unterstützen zu können. Die CDU kritisiere diese Pläne.
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Seiteneinstieg in den Lehrerberuf – Die Welt
Länderübergreifend werden vermehrt Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger als Lehrkräfte eingestellt. Der Bericht schlüsselt die Situation nach Schularten und Ländern auf, indem sowohl Ursachen wie auch Folgen des Seiteneinstiegs thematisiert werden.
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Befristete Verträge für Lehrkräfte – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Volker Kauder, Unionsfraktionschef, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, spricht sich für eine Abschaffung der befristeten Verträge für Lehrkräfte aus. Der Deutsche Lehrerverband fordere nun, dass in den einzelnen Ländern entsprechende Konsequenzen folgten.
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GEW stellt 15 Positionen zur Bundestagswahl vor – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die neue Bundesregierung müsse nach Ansicht der GEW ein Sanierungsprogramm für Schulen auflegen, den Ganztag durch mehr Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter verbessern und ein Kitaqualitätsgesetz erlassen. Die Politik solle mehr Geld in Bildung investieren.
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03 Länderspezifische News


[Baden-Württemberg] Ergebnisse der Befragung zur Lehrerfortbildung – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Die Lehrkräfte in Baden-Württemberg wünschen sich mehr Fachlichkeit und eine bessere Unterstützung bei der fachdidaktischen Umsetzung der Lehrerfortbildung. Diese Schwerpunkte zeigen sich deutlich in den Ergebnissen einer Befragung des Kultusministeriums zum bestehenden Angebot der Lehrerfortbildungen.
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[Berlin] Hohe Anzahl an Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern – Der Tagesspiegel
Der Lehrkräftemangel in Berlin führe dazu, dass das Land immer mehr Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger einstelle. Auf Datenbasis des Gesamtpersonalrates werden Ursachen und momentane Lösungswege diskutiert.
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[Bremen] Interview zum Thema Lehrkräftemangel mit Helmut Klaßen, Bremer Landessprecher des Bundesarbeitskreises Lehrerbildung – Weser Kurier
Helmut Klaßen äußert sich zum Lehrkräftemangel in Bremen und führt in diesem Zusammenhang an, welche Bedingungen dem Quereinstieg zugrunde liegen. Außerdem weist er auf die vielfältigen Arbeitsfelder hin, die Lehrkräfte in ihrem Berufsalltag bedienen müssen. Dies führe einerseits dazu, dass der Lehrerberuf an Attraktivität verlöre, und andererseits, dass zu wenige Kapazitäten zur Betreuung von jungen Lehrkräften zur Verfügung stünden.
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[Hessen] Forderungen der GEW zu Schuljahresbeginn – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und das gesamte pädagogische Personal seien erforderlich, um dem an allen Schulformen bestehenden und sich verschärfenden Mangel an ausgebildeten Lehrkräften zu begegnen. Damit in Zukunft genug Lehrkräfte für den steigenden Bedarf an den Grundschulen gewonnen werden können, müsse die Besoldung mindestens nach A13 angeglichen werden.
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[Hessen] Digitalisierung der Schulen – Gießener Allgemeine Zeitung
Obwohl das Land Hessen die Schulen bei der IT-Ausstattung finanziell unterstütze, würden digitale Medien noch sehr wenig im Unterricht eingesetzt. Ursachen lägen in der Ausbildung der Lehrkräfte, in der das Thema Digitalisierung nicht ausreichend behandelt werde, in fehlenden Weiterbildungsangeboten und im unzureichenden technischen Support.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Überstunden von Lehrkräften in der Kritik – News4Teachers
Nach den Ergebnissen einer Anfrage der Linken im Landtag gebe es Forderungen nach einem neuen Konzept für Überstunden von Lehrkräften. Die Anfrage habe ergeben, dass die Lehrkräfte im Schuljahr 2015/16 ca. 130.000 Überstunden geleistet hätten, was der Arbeit von 120 Lehrkräften entspräche.
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[Niedersachsen] Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule (RZI) – Niedersächsisches Kultusministerium
Die Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren werden zukünftig als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der sonderpädagogischen Beratung und Unterstützung der inklusiven Schule in der jeweiligen Region dienen. Mit ihren Beratungs- und Unterstützungsleistungen stehen sie Schulen, schulischem Personal, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Schulträgern wie Studienseminaren zur Verfügung.
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[Niedersachsen] GEW-Forderungen zur Landtagswahl – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Für die GEW steht die Senkung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte im Mittelpunkt. Zum 01.08.2018 müsse eine neue Arbeitszeitverordnung Schule in Kraft treten, die die Regelstundenzahl der Schulformen, die Anrechnungsstunden für besondere Belastungen und die Ermäßigungen für Teilzeitkräfte und Ältere regelt. Ebenfalls sollen alle Lehrkräfte nach A 13 besoldet werden.
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[Niedersachsen] Abordnungen an Grundschulen – Neue Osnabrücker Zeitung
Um den Mangel an Grundschullehrkräften aufzufangen, habe das Kultusministerium die Abordnung von gymnasialen Lehrkräften an Grundschulen erhöht. Der Philologenverband Niedersachsen wirft der Landesregierung jedoch „planerische Inkompetenz” vor.
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Die designierte GEW-Vorsitzende des Landes, Laura Pooth, sieht eine langfristige Lösung für den Mangel an Grundschullehrkräften in der Angleichung der Besoldung von Lehrkräften.
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[Nordrhein-Westfalen] Schulministerin Gebauer will Wirtschaftsexperten als Lehrkräfte – WDR
Um besonders dem Bedarf an Lehrkräften in den MINT-Fächern gerecht zu werden, schlug Schulministerin Gebauer vor, Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft in die Schulen zu schicken. Die IHK begrüße diesen Vorschlag.
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[Nordrhein-Westfalen] Schwerpunktthemen der neuen Schulministerin – Ministerium für Schule und Bildung
Ministerin Yvonne Gebauer hat in einer Pressekonferenz ihre Schwerpunktthemen vorgestellt. Der Fokus werde auf inklusiver wie gymnasialer Bildung liegen. Außerdem solle dem Lehrkräftemangel entgegengewirkt werden.
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[Sachsen] Sachsen stellt wieder Lehrkräfte ein – Medienservice Sachsen
Sachsens Kultusministerium hat wieder Lehrerstellen ausgeschrieben. Für 102 Stellen werden Lehrkräfte gesucht. Erstmalig können sich Lehrerinnen und Lehrer dabei direkt an einer Schule bewerben. Das sogenannte schulscharfe Einstellungsverfahren richtet sich ausschließlich an grundständig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer für die Schularten Grundschule, Oberschule und Förderschule.
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[Sachsen-Anhalt] SPD stellt Bildungsplan auf – News4Teachers
Der Koalitionspartner SPD habe einen Bildungsplan entworfen, um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken. Darin soll die Forderung nach einem Nachtragshaushalt für 2018 enthalten sein, sodass zusätzliche Stellen für Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden können.
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[Sachsen-Anhalt] Interview mit Kultusminister Marco Tullner über die Lehrkräfteversorgung im Land – Mitteldeutsche Zeitung
Marco Tullner stellt sich der Kritik der Opposition. Die Lage habe sich seit dem letzten Schuljahr verbessert, auch wenn noch einige Schwierigkeiten bestünden, wie die Unterrichtsabdeckung an Grundschulen oder Problemschulen. Diese Probleme seien aber bekannt und die Landesregierung habe einige Maßnahmen begonnen, um die Situation zu verbessern.
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[Thüringen] Baustellen in der Schulpolitik – Thüringer Lehrerverband
Der Thüringer Lehrerverband bezweifelt, dass im neuen Schuljahr eine Unterrichtsgarantie bestehen kann. In diesem Zusammenhang verweist der Verband auf falsche Planungsentscheidungen in der Vergangenheit und macht auf andere Themen, wie Gewalt gegen Lehrkräfte und Inklusion, aufmerksam, die vernachlässigt würden.
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04 Hochschulspezifische News


[Universität Bochum / TU Dortmund / Universität Duisburg-Essen] Berufsbegleitender Studiengang – Integration neu eingewanderter Kinder und Jugendlicher – Universitätsallianz (UA) Ruhr
Im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten Projekts erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Fragen des Unterrichtens und des Lernens von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen und auf diese Weise Kompetenzen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, in verschiedenen Lehr- und Lernsituationen in Schule, Erwachsenenbildung und betrieblicher (Aus-)Bildung auf die besonderen Herausforderungen zu reagieren, die im Rahmen des Unterrichtens mit der Gruppe der Neu-Zugewanderten entstehen.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Neues Online-Portal „MYWAY”
Über das Online-Portal des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung „MYWAY” können sich sowohl Studieninteressente als auch aktuelle Lehramtsstudierende mit grundlegenden Informationen über ihren jeweiligen Studiengang versorgen.
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[Universität Leipzig] Seiteneinsteigerprogramm für Lehrkräfte
Das Seiteneinsteigerprogramm wird vorerst bis 30.11.2021 die Lehramtsausbildung an der Universität Leipzig ergänzen. Für den Grundschulbereich gibt es bereits seit März 2015 ein Pilotprojekt. Das soll nun erweitert und auch für die weiterführenden Schulen und die Sonderpädagogik ausgebaut werden.
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[PH Schwäbisch Gmünd] Diagnosekompetenz von Gemeinschaftsschullehrkräften untersucht
Nina Grausam untersuchte im Rahmen ihrer Dissertation den Einfluss der neuen Schulform auf die Diagnostik und Förderung der Schreibkompetenz, die Auswahl der Aufgabenstellungen, die Bewertung der Texte, die Urteilsgenauigkeit, die Bezugsnorm und die Rückmeldungen der Lehrkräfte.
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[Universität Tübingen] Robin-Hood-Effekt verstärkt Motivation in Mathe
Kinder, deren Eltern sich wenig für Mathematik interessieren, profitieren mehr von einer unterstützenden Maßnahme zur Steigerung der Motivation als Kinder, deren Eltern Mathematik als wichtig erachten. Es zeigte sich ein Robin-Hood-Effekt in dem Sinne, dass die „Motivationslücke” zwischen Kindern aus unterschiedlichen Familien verringert wird, indem nützliche Informationen zugunsten benachteiligter Kinder verteilt werden.
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05 Veranstaltungen


[Universität Koblenz-Landau] Symposium und Nachwuchstagung: Verzahnung von Theorie und Praxis in der Lehrkräfteausbildung – 13.09.2017
Auch in diesem Jahr veranstaltet das Zentrum für Lehrerbildung an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, wieder ein Internationales Symposium „Schulen der Zukunft/Schools for the Future". Das diesjährige Symposium findet am 13. September 2017 am Campus Koblenz statt und ist eingebettet in die am 12. September 2017 beginnende Nachwuchstagung „Professionelle Kompetenzentwicklung angehender Lehrkräfte durch Theorie-Praxis-Verknüpfung" im Rahmen des Bund-Länder-Programms Qualitätsoffensive Lehrerbildung.
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[Forum Bildung Digitalisierung] Fachtagung: „One App Fits All? Individuelle Förderung und personalisiertes Lernen im digitalen Wandel” – 20.09.2017
Im deutschsprachigen Raum werden von Lehrkräften Möglichkeiten, die digitale Medien für individuelle Förderung der einzelnen Lernenden bieten, nur wenig genutzt. Mit dieser Fachtagung soll gemeinsam mit Bildungspraxis, -verwaltung und -forschung vor dem Hintergrund der aktuellen Forschungslage diskutiert werden, was der Grund für die Zurückhaltung ist, wo die Herausforderungen liegen und wie die Potenziale digitaler Medien besser genutzt werden können.
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[Südwestmetall] 3. Kongress „MINT Zukunft schaffen”: Digitale Transformation - Schule und Unterricht 4.0 gestalten – 17.10.2017
Zusammen mit den Ministerien und der Initiative „MINT Zukunft schaffen” veranstaltet Südwestmetall zum dritten Mal mit seinen Partnern in Baden-Württemberg den landesweiten Kongress für Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche sowie interessierte Unternehmen. Es werden Workshops rund um die Themen Digitalisierung und digitale Bildung in Schule und Unterricht, wie z. B. Medienentwicklungsplan an Schulen für Schulleitungen, der Weg zum Medienprofil und die Umsetzung im Schulalltag, Programmieren einer App im Unterricht, digitale Ethik – digitale Werte im Unterricht, angeboten.
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06 Internationale News


[Österreich] Qualitätsoffensive für Österreichs Schulen – Bundesministerium für Bildung
Die Maßnahmen der Qualitätsoffensive zielen einerseits darauf ab, die Grundkompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern und andererseits jene Schulen zu unterstützen, die die größten Herausforderungen haben. Die Offensive umfasse zwei Maßnahmenpakete: das Projekt „Grundkompetenzen absichern” sowie 5.000 zusätzliche Lehrkräfte für Schulen mit besonderen Herausforderungen.
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[Schweiz] Informatik macht Schule – Luzerner Zeitung
Mit dem neuen Lehrplan 21 wurde in den Schulen das Fach „Medien und Informatik” eingeführt. Jetzt werde diskutiert, ab welcher Klasse und in welchem Umfang das Fach unterrichtet werden soll.
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07 Dokumente/Literatur


Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Berufsschule im dualen System – Daten, Strukturen, Konzepte, 2017.
Die vorliegende Studie gibt einen Einblick in Schülerzahlen und Strukturen der Teilzeit- Berufsschule und zeigt am Beispiel ausgewählter Ausbildungsberufe, welche Anforderungen sich insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung für den dualen Lernortpartner aktuell ergeben. Die Ergebnisse zeigen, dass Lösungsansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen immer auch multiperspektivische Analysen sowie die Berücksichtigung bundeslandspezifischer und regionaler Unterschiede erfordern.
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08 Kommentare/Interviews


Redezeit zum Thema „Lehrer dringend gesucht” – NDR
Frauke Heiligenstadt, Niedersächsische Kultusministerin, Grete Rhenius, ehemalige Lehrerin und Vorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein, und Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann-Stiftung für die Bereiche Bildung und Integration, diskutieren über mögliche Ursachen und Folgen des Lehrkräftemangels.
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Kommentar von Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), anlässlich des Beginns des neuen Ausbildungsjahres – BIBB
Esser schließt seine Ausführungen mit der Forderung, die Berufsschulen wieder attraktiver zu gestalten. Dazu gehörten auch Initiativen zur Lehreraus- und -fortbildung. Schon jetzt zeichnen sich in den Berufsschulen große Nachwuchsprobleme ab, insbesondere in den gewerblich-technischen Fächern. Lehrkraft an berufsbildenden Schulen müsse wieder ein attraktiver Beruf werden.
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Interview mit Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands – Die Welt
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger spricht im Interview über Probleme der Bildungspolitik, die momentan im Wahlkampf aufgegriffen werden. Angesichts des Bildungsföderalismus könne der Bund in vielen Fällen jedoch wenig ausrichten. Vor allem müssten die vielen maroden Schulen renoviert werden. Außerdem müsse der „Digitalpakt” schneller konkretisiert werden.
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Statement zur „Pädagogik der Vielfalt” – Frankfurter Rundschau
Anhand einiger Praxisbeispiele wird in dem Artikel gezeigt, wie inklusiver Unterricht gelingen kann. Dafür müssten Schulen sich allerdings öffnen und über eine neue Konzeption von „Unterricht” nachdenken.
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09 Ausschreibungen


Ausschreibung Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung – Hochschulforum Digitalisierung
Im Rahmen der Studie sollen prägnante Good Practice Beispiele, Konzepte und Modelle zur Integration digitaler Medien und Medienkompetenzen in die erste Phase der Lehrerbildung dargestellt und analysiert werden. Interessierte können sich noch bis zum 22.09.2017 bewerben.
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Die vollständige Ausschreibung als PDF-Datei.


Georg-Eckert-Forschungspreis: Ausschreibung 2017 – Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Im Rahmen des Georg-Eckert-Forschungspreis werden wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der internationalen Bildungsmedienforschung ausgezeichnet, die sich mit kulturellen, politischen, bildungspraktischen oder wissenssoziologischen Aspekten von Schulbüchern und schulischen Bildungsmedien befassen. Bewerbungsfrist ist der 30.09.2017.
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23. August 2017

Ausschreibung „Zukunft des MINT-Lernens“ der Deutsche Telekom Stiftung

Die Deutsche Telekom Stiftung fordert die lehrerbildenden Hochschulen Deutschlands im Rahmen eines Entwicklungsverbundes dazu auf, Konzepte für guten MINT-Unterricht mit digitalen Medien zu entwickeln. Die Ideen werden sowohl in Lehr-Lern-Laboren als auch in Projektschulen erprobt. Ziel ist es, dass die beteiligten Hochschulen die Ergebnisse dauerhaft in ihre MINT-Lehrerausbildung integrieren und an andere Hochschulen weitergeben. Die Ausschreibung für interessierte Hochschulen startet am 01.09.2017. Die Hochschulen mit den vielversprechendsten Anträgen werden zu einem zweitägigen Auswahl-Workshop nach Bonn eingeladen, an dessen Ende eine internationale Expertengruppe die Teilnehmer am Entwicklungsverbund bestimmt. Die Arbeit des Entwicklungsverbundes „Die Zukunft des MINT-Lernens“ beginnt voraussichtlich im Mai 2018, die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.

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02. August 2017

Newsletter August 2017

01 Thema des Monats 

 
Lehrkräftebedarf wird steigen
Die Bertelsmann Stiftung prognostiziert einen Anstieg der Schülerzahlen bis 2025 auf 8,3 Millionen. Das sind über eine Million Schülerinnen und Schüler mehr als erwartet. Damit werden an deutschen Schulen auch mehr Lehrkräfte benötigt. Doch wie lassen sich geeignete Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramtsstudium finden? Der Monitor Lehrerbildung erfragt seit 2012, welche Maßnahmen zur Gewinnung geeigneter Studierender Länder und Hochschulen ergreifen.


02 Länderübergreifende News


Studie: Schüler-Boom: Zehntausende zusätzliche Lehrkräfte und Klassenräume notwendig – Bertelsmann Stiftung
Nach 15 Jahren kontinuierlichem Rückgang kündigt sich ein Schüler-Boom an. 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche werden voraussichtlich im Jahr 2025 in Deutschland zur Schule gehen. Damit erweist sich insbesondere die offizielle Prognose als erheblich zu niedrig: Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht bisher für 2025 nur von 7,2 Millionen Schülerinnen und Schülern aus. Statt demographischer Rendite kommen somit erhebliche Investitionen auf die Bundesländer zu, weil zehntausende Lehrkräfte und Klassenräume fehlen.
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Die neue Studie der Bertelsmann Stiftung wird sowohl von den Verbänden als auch in den Medien aufgegriffen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wie auch der Verband Bildung und Erziehung unterstützen die Forderung nach mehr Lehrkräften.
Die Süddeutsche Zeitung und Spiegel Online fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Die Welt widmet sich ausgehend von der Zukunftsprognose auch dem aktuellen Lehrkräftemangel und der hohen Quote im Seiteneinstieg.

Förderung von zehn Hochschulen im Programm „Spracherwerb stärken – Lehramtsstudierende gewinnen” – Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Die zehn ausgewählten Hochschulen vertreten unterschiedliche Ansätze, wie Lehramtsstudierende praxisnah interkulturelle Kompetenzen sowie ihre Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung in DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und DaF (Deutsch als Fremdsprache) erwerben und reflektieren können. Für die Umsetzung ihrer Projekte erhalten die Hochschulen vom Stifterverband eine Förderung von jeweils 60.000 Euro.
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Grünes Licht für weitere Förderung – Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Das Institut für Schulbuchforschung erhält für weitere sieben Jahre Förderung. Das Institut hat in seiner zweiten Evaluierung sehr gut abgeschlossen und mit der Verzahnung von Forschung, Forschungsinfrastrukturen und Wissenstransfer überzeugt.
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Studie: „Vielfalt im Klassenzimmer. Wie Lehrkräfte gut Leistung fördern können” – Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung
Lehrkräfte seien gegenüber Fragen der Vielfalt und Zugehörigkeit vergleichsweise liberal eingestellt. Dennoch seien ihre Leistungserwartungen an türkeistämmige Kinder geringer als die an Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund. Dies könne sich negativ auf Bildungserfolge auswirken.
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Das individuelle Lernen von Kindern unterstützen: DIPF und Jacobs Foundation starten Partnerschaft – Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Im Rahmen der Partnerschaft soll die Frage untersucht werden, wie man mit zeitgemäßer Technik mehr über verschiedene Lernvoraussetzungen von Kindern erfahren und ihnen eine gezielte Förderung bieten kann. Zentrale Elemente der Kooperation sind ein neues Forschungsprojekt und eine Qualifikationsprofessur.
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Lehrkräfte-Fortbildung: Im Klassenzimmer produzierte Handy-Filme – Deutschlandfunk
Der Beitrag berichtet über Fortbildungen von Lehrkräften zum Thema „Videoclips mit dem Smartphone produzieren”. Mit Smartphones und der richtigen App seien Videoclips zumindest vom organisatorischen Aufwand relativ leicht zu produzieren. Lehrkräfte müssten vor allem lernen, diese sinnvoll in ihren Fachunterricht einzubinden.
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Lehrkräftemangel an Berufsschulen – News4Teachers
Der Artikel betrachtet die Situation in Sachsen als Beispiel für den Lehrkräftemangel an Berufsschulen. Besonders im gewerblich-technischen Bereich sei der Mangel gravierend, da die Anforderungen im Studium sehr hoch seien und danach die freie Wirtschaft potenzielle Lehrkräfte abwerbe.
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Inklusionsquote an deutschen Regelschulen – Rheinische Post
Auf Basis der Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2015/16 der Kultusministerkonferenz wird der aktuelle Stand der Inklusion länderübergreifend beurteilt. Eine hohe Inklusionsquote könne darauf hindeuten, dass die Inklusion in diesen Ländern gut angenommen werde. Das Land mit der höchsten Inklusionsquote sei Bremen, mit der geringsten Hessen. Allgemein gebe es eine steigende Tendenz.
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03 Länderspezifische News


[Baden-Württemberg] Haushaltsplanung: Keine Streichungen der Lehrerstellen – SWR
Für den Landeshaushalt 2018/19 werden keine weiteren Lehrerstellen gestrichen. Opposition und Gewerkschaft begrüßten diese Tendenz, obwohl die SPD kritisiere, dass bereits zum kommenden Schuljahr Stellen gestrichen wurden, und die GEW fordere, wesentlich mehr Lehrkräfte einzustellen.
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[Bayern] SPD kritisiert Bildungspolitik der Regierung – Bayerischer Rundfunk
Bildungspolitiker Martin Güll fordere von der Regierung, Schülerzahl- und Lehrkräftebedarfsprognosen zu verbessern. Die aktuelle Schieflage in der Verteilung der Lehrkräfte – Mangel an Grund- und Mittelschulen, Überangebot an den Gymnasien und Realschulen – müsste durch eine Reform der Lehrerausbildung behoben werden, sodass Absolventinnen und Absolventen flexibel einsetzbar seien.
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Die Landesregierung weist diese Vorwürfe hingegen zurück und behauptet, dass bereits massiv in Bildung investiert werde und man auf steigende Schülerzahlen bereits seit 2014 reagiert habe.

[Bayern] Pakt für Berufliche Bildung – Bayerisches Staatsministerium
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Arbeitsministerin Emilia Müller und Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich unterzeichneten den „Pakt für Berufliche Bildung” mit Wirtschaftsverbänden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Digitalisierung. Die Berufsschulen erhalten für ihre technische Modernisierung Sondermittel in Höhe von zusätzlich 5 Millionen Euro. Die Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen wird ebenfalls ausgebaut.
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[Berlin] Neue Fortbildungspflicht für Lehrkräfte – Der Tagesspiegel
In Berlin werde über eine Fortbildungspflicht für Lehrkräfte diskutiert, die durch ein neu entwickeltes Punktesystem von der Schulleitung kontrolliert werden soll. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sehe darin eine zu hohe bürokratische Belastung. Der Landesschülerausschuss hingegen würde die vorgeschlagenen Richtlinien sogar noch verschärfen.
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[Hessen] Universitäten bieten deutlich mehr Studienplätze im Lehramt an – Universität Gießen
Die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien verkündete konkrete Zahlen zu ihrer im Februar mit dem Land geschlossenen Abmachung, mehr Studienplätze im Lehramt zu schaffen. Ab dem Wintersemester 2017/18 werden die hessischen Universitäten – finanziert durch das Land Hessen – 315 neue Studienplätze im Grund- und Förderschullehramt zur Verfügung stellen. Zudem werden auch die Weiterbildungsangebote ausgeweitet.
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[Nordrhein-Westfalen] Die Bildungsversprechen der neuen Landesregierung – Der Spiegel
Armin Himmelrath stellt die wichtigsten Wahlkampfversprechen von CDU und FDP im Bereich Schul-und Hochschulpolitik vor. Im schulischen Bereich soll zum G9-Gymnasium zurückgekehrt, die Unterrichtsversorgung erhöht und die Inklusion verlangsamt werden.
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[Saarland] Ganztagsschulen bieten Fortbildung zur Inklusion – ganztagsschulen.org
Unter dem Motto „Gemeinsam auf dem Weg zur Inklusion an Gemeinschaftsschulen” bieten elf saarländische Schulen als „Pilotschulen Inklusion” für andere Gemeinschaftsschulen eine praxisnahe Fortbildung und Beratung zum Thema an. Dazu gehören auch Möglichkeiten zur Hospitation und zum Erfahrungsaustausch.
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[Sachsen] Sachsen macht bisher nicht berücksichtigten Gymnasiallehrkräften Einstellungsangebot – Medienservice Sachsen
Um den Unterricht im kommenden Schuljahr an Grund-, Förder- und Oberschulen besser absichern zu können, bietet die Sächsische Bildungsagentur bisher nicht berücksichtigten Gymnasiallehrkräften an, sie am Gymnasium einzustellen. Die Bedingung dabei ist, dass sie für drei Schuljahre an eine Grund-, Förder- oder Oberschule abgeordnet werden.
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[Sachsen-Anhalt] Für Ganztagsschulen fehlen Lehrkräfte – MDR
In Sachsen-Anhalt gebe es schon für die Deckung des regulären Unterrichts nicht genügend Lehrkräfte. Für außerunterrichtliche Angebote im Ganztagsschulbetrieb soll nun Geld für die Zusammenarbeit mit externen Anbietern bereitgestellt werden. Kritiker sehen dabei einen zu hohen Organisationsaufwand auf Seiten der Schulen. Außerdem gebe es im ländlichen Raum nicht genügend externe Partner.
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[Thüringen] Mangel an Berufsschullehrkräften – MDR
In Thüringen werden zu wenig Berufsschullehrkräfte ausgebildet: Während jährlich ca. 180 Lehrkräfte in Rente gingen, beendeten in demselben Zeitraum nur zehn Lehramtsanwärterinnen und -anwärter ihr Studium. Sowohl bei der Rekrutierung von Berufsschullehrkräften als auch bei der Struktur der Berufsschule selbst soll nun nach Lösungen gesucht werden.
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[Thüringen] Pläne des neuen Bildungsministers – MDR
Helmut Holter, neuer Bildungsminister in Thüringen, plane eine bessere Besoldung der Lehrkräfte, weitere Verbeamtungen und ein Seiteneinsteierprogramm. Darüber hinaus soll das Fortschreiten der Inklusion verlangsamt werden.
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04 Hochschulspezifische News


[HU Berlin] Universität kritisch gegenüber Verdopplung der Lehramtsstudierenden – Der Tagesspiegel
Der Berliner Senat habe beschlossen, die Zahl der Lehramtsstudierenden zu verdoppeln. Die Humboldt-Universität klage, dass unter einem so schnellen Anstieg die Qualität der Lehre leide. Außerdem gehe man nicht davon aus, dass dauerhaft eine so hohe Zahl an Lehramtsabsolventen erwartet würde, so dass es auch nicht zur Schaffung dauerhafter Stellen kommen könne.
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[Universität Erlangen-Nürnberg] Weiterqualifizierung für Lehramtsstudierende
Ein Lehramtsstudium führt nicht mehr zwangsläufig in die Schule. Das Zentrum für Lehrerbildung reagiert auf diese Herausforderung mit einem Coaching-Angebot für Lehramtsstudierende zur Entwicklung von Perspektiven für Karrieren außerhalb der Schule.
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[Universität Mannheim] Migrantenkinder erhalten im Gymnasium schlechtere Mathe-Noten – bei gleicher Leistung
Kinder mit ausländischen Wurzeln werden nach dem Übergang auf das Gymnasium im Fach Mathe in Klassenarbeiten und Zeugnissen schlechter benotet – auch wenn sie in standardisierten Tests die gleichen Leistungen erzielen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Dies fanden Forscher des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie in einer neuen Studie heraus.
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[TU München] Onlineplattform für Forschung der Lehrerbildung
Die TU München hat eine Onlineplattform gestartet, die den aktuellen Stand der Bildungsforschung verständlich und übersichtlich zusammenfasst. Das „Clearing House Unterricht” soll dabei helfen, die Lehrerausbildung und den Schulunterricht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten. Beantwortet werden konkrete Fragen aus dem Schulalltag.
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05 Veranstaltungen


[Universität Duisburg-Essen] Herbstschule 2017 „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht” – 04.-07.09.2017
Um Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare und Studierende bei ihrer Arbeit zu unterstützen, haben die drei Partner RuhrFutur, die Kompetenzteams Essen, Mülheim/Oberhausen und die Universität Duisburg-Essen ein institutionenübergreifendes, gemeinsames Veranstaltungsformat entwickelt. Grundsätzlich können Lehrkräfte aller Schulformen der Städte Essen, Mülheim und Oberhausen, Referendarinnen und Referendare und Lehramtsstudierende der Universität Duisburg-Essen an allen Veranstaltungsformaten teilnehmen.
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[Universität Göttingen] Summer School: Lehramt Weltweit: Orientierung. Einblicke. Potenziale. – 28./29.09.2017
Neben Vorträgen und verschiedenen Workshops zu Themen wie internationalen Schulsystemen, Interkulturalität und der Bedeutung eigener Auslandserfahrungen in der Schulpraxis, wird der Austausch unter Studierenden im Mittelpunkt der Summer School stehen. Eingeladen sind die niedersächsischen Lehramtsstudierenden aller Schulformen und Fächer.
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[TU Dresden] 2. TUD-Sylber-Konferenz „Regionale Vernetzung in der Lehrerbildung” – 11.11.2017
Die regionale Vernetzung zwischen der universitären Lehrerbildung und außeruniversitären Bildungsakteuren in den peripheren Regionen Sachsens ist einer von drei Schwerpunkten des Maßnahmenpakets „Synergetische Lehrerbildung im exzellenten Rahmen” (TUD-Sylber), das an der TU Dresden im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern gefördert wird. Die 2. TUD-Sylber-Konferenz soll daher eine Gelegenheit bieten, die Vernetzung derjenigen zu intensivieren, die sich für eine gelingende Regionalisierung der Lehrerbildung einsetzen.
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[Forum Bildung Digitalisierung] Konferenz Bildung Digitalisierung 2017 – 23./24.11.2017
Nach einem knappen Jahr intensiver Zusammenarbeit in der Werkstatt schulentwicklung.digital werden 38 Schulen ihre Zwischenergebnisse vorstellen. Im Fokus stehen die Fragen, was es für eine gute Bildung in der digitalen Welt braucht und wie digitale Medien dabei helfen können, pädagogischen Herausforderungen zu begegnen. Darüber hinaus werden die aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen reflektiert, insbesondere den „DigitalPakt Schule” von Bund und Ländern und die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt”.
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06 Internationale News


[Österreich] 12-Punkte-Plan zur Digitalisierung unterstützt auch Schulbildung – Bundesministerium für Bildung
Ein Teil des 12-Punkte-Plans umfasst Maßnahmen im Bildungsbereich, die im Rahmen der vom Bildungsministerium formulierten Strategie „Schule 4.0 – Jetzt wird’s digital” umgesetzt werden. Beide Konzepte förderten, dass die Digitalisierung in den Klassenzimmern und der Gesellschaft ankomme und künftig alle vom digitalen Fortschritt profitierten.
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07 Dokumente/Literatur


Berndt, Constanze / Häcker, Thomas / Leonhard, Tobias (Hrsg.): Reflexive Lehrerbildung revisited. Traditionen – Zugänge – Perspektiven. Klinkhardt, 2017.
Die Autorinnen und Autoren gehen dem reflective turn, seinen Begründungen, Formen und Wirkungen nach und ziehen eine vorläufige Bilanz darüber, welche ‚Substanz‘ sich hinter dem Konzept einer ‚reflexiven Lehrerinnen- und Lehrerbildung‘ verbirgt. Dabei zeigt sich, dass die Bedeutung von Reflexion zwar weithin konsensfähig zu sein scheint, zugleich aber auch erstaunliche Unschärfen in den Begriffsverwendungen sowie eine große Heterogenität in den theoretischen Zugängen, Konzeptualisierungen und Versuchen der Operationalisierung aufweist.
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Epp, André: Von der Schule in die Berufsausbildung. Soziale Konstruktionen durch Lehrkräfte über ungünstige Faktoren in der Bildungsbiografie von Schülerinnen und Schülern. Qualitative Fall- und Prozessanalysen. Biographie – Interaktion – soziale Welten. Verlag Barbara Budrich, 2017.
Der Übergang von der Schule in die Berufswelt ist für Schülerinnen und Schüler ein herausfordernder Prozess, in dem sie auch von den Lehrkräften besonders unterstützt werden. Der Autor untersucht auf der Grundlage von Experteninterviews die Theorien, die Lehrkräfte bezüglich einer erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Gestaltung des Übergangs von Schülerinnen und Schülern in die Ausbildungs- und Berufspraxis haben.
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Huber, Stephan Gerhard/Stiftung der Deutschen Wirtschaft/Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Schule gemeinsam gestalten. Beiträge für Wissenschaft und Praxis aus dem Studienkolleg der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Robert Bosch Stiftung. Waxmann, 2017.
Derzeitige und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Beiratsmitglieder des Studienkollegs diskutieren in insgesamt 14 Beiträgen aktuelle Herausforderungen von Schulentwicklung aus den vier schulgestalterischen Handlungsfeldern Unterrichtsentwicklung, Personalmanagement, Erziehung sowie Organisation und Verwaltung. Besonders in den Beiträgen des Kapitels Personalmanagement wird dabei die Lehrerbildung in den Blick genommen.
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08 Interviews/Kommentare


Interview mit Robert Rauh, mit dem Lehrerpreis ausgezeichneter Lehrer und Buchautor – ARD Mediathek
In dem Interview berichtet Robert Rauh unter anderem über seinen eigenen Unterricht (in den Fächern Politik und Geschichte) und über seine Vorstellungen davon, was eine gute Lehrkraft ausmache: Motivation, Transparenz und Humor.
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Kommentar zu inklusivem Unterricht von Philipp Krüger, Lehrer für Geschichte, Erdkunde, Ethik und Sport – Spiegel Online
In seinem Kommentar spricht Philipp Krüger über Mittel, die jeder Lehrkraft zur Verfügung stünden, um den eigenen Unterricht trotz geringfügiger personaler und räumlicher Ressourcen inklusiver zu gestalten. Außerdem beschreibt er, was auf institutioneller Ebene nötig wäre, um inklusiven Unterricht zu unterstützen.
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14. Juli 2017

Studie der Bertelsmann Stiftung: Schüler-Boom: Zehntausende zusätzliche Lehrkräfte und Klassenräume notwendig

Die neue Studie der Bertelsmann Stiftung „Demographische Rendite adé. Aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Folgen für die allgemeinbildenden Schulen“ zeigt, dass im Jahr 2025 voraussichtlich 8,3 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland zur Schule gehen. Das sind gut 300.000 Kinder und Jugendliche mehr an den allgemeinbildenden Schulen als vor zwei Jahren. Damit erweist sich insbesondere die offizielle Prognose aus dem Jahr 2013 als deutlich zu niedrig: Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht bisher für 2025 nur von 7,2 Millionen Schülern aus. Es kommen erhebliche Investitionen auf die Bundesländer zu, weil zehntausende Lehrer und Klassenräume fehlen.
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05. Juli 2017

Newsletter Juli 2017

01 Thema des Monats

  
Lehrerbildung für den Ganztag
Im Rahmen der neuen Publikation des Monitor Lehrerbildung „Neue Aufgaben, neue Rollen?! – Lehrerbildung für den Ganztag” wurden Interviews mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu diesem Thema geführt. Das Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts, können Sie hier nachlesen. Weitere Interviews zu diesem Thema werden nach und nach in unserer neuen Rubrik Experten-Statements erscheinen.

 

02 Länderübergreifende News  

4. JAKO-O Bildungsstudie: Eltern beurteilen Schule in Deutschland – JAKO-O
Eltern geben der Schule und den Lehrkräften gute Noten, mit der Bildungspolitik sind sie in großen Teilen jedoch weiterhin unzufrieden. Die Schulen und die Lehrkräfte scheinen also trotz oft schlechter Rahmenbedingungen einen guten Job zu machen. In einem Punkt sehen die Eltern aber auch einen positiven Trend im Bildungssystem: Sie empfinden die Bildungschancen zunehmend als gerecht verteilt.
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DAK-Studie zur Gesundheit von Grundschullehrkräften – DAK
Die Analyse wurde erstmals im Rahmen der Schulinitiative fit4future durchgeführt und wird jährlich wiederholt. Zentrale Ergebnisse: Im Schulalltag gebe es viele Faktoren, die die Gesundheit der Lehrkräfte beeinträchtigen. So bewertete gut ein Drittel der Befragten die Lärmsituation als mangelhaft oder ungenügend. Ein Viertel beklagte den Zeitdruck in der Schule, knapp 20 Prozent gelingt es kaum, nach Unterrichtsschluss abzuschalten.
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Erste MINT-freundliche „Digitale Schulen” in Deutschland ausgezeichnet – Gesellschaft für Informatik e.V.
Am 7. Juni wurden in Berlin das Gymnasium Würselen und die Gesamtschule Marienheide als erste „Digitale Schulen” in Deutschland ausgezeichnet. Sie sind damit die ersten von zwölf Schulen, die durch die Initiative MINT Zukunft schaffen e.V., die Gesellschaft für Informatik und den Internetverband eco für ihr umfassendes digitales Bildungsangebot ausgezeichnet werden.
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Zu wenig Nachrichtenkompetenz angehender Lehrkräfte – Deutschlandfunk
Eine Studie der TU Dresden ergab, dass der Umgang mit Journalismus im Lehramtsstudium kaum eine Rolle spiele. Grundlage der Studie war eine Befragung von Lehrkräften und eine Analyse verschiedener Studiengänge. Der Kommunikationswissenschaftler Lutz Hagen kommt zu dem Ergebnis, dass das Thema in der Lehramtsausbildung mehr verankert werden müsse.
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21 Lehrkräfte zu Gast bei der Lindauer Nobelpreisträgertagung – Lindauer Nobelpreis
21 Lehrkräfte aus Deutschland und Österreich waren bei der 67. Lindauer Nobelpreisträgertagung zu Gast – als Anerkennung für ihr besonderes Engagement bei der Wissensvermittlung in und außerhalb des Klassenzimmers. Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen setzen sich für mehr und bessere multimediale Schulbildungsangebote ein.
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03 Länderspezifische News  

[Baden-Württemberg] Qualitätskonzept für das Bildungssystem – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Ziel des Konzeptes sei, dass Schulen und Schulaufsicht besser und transparenter anhand von Daten wie beispielsweise den Ergebnissen von Vergleichsarbeiten, den Auswertungen der amtlichen Schulstatistik sowie unter Berücksichtigung des sozioökonomischen Umfelds auf Probleme an Schulen reagieren können. Das Kultusministerium plant deshalb bis zum Jahr 2019 zwei neue Institutionen einzurichten: ein „Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung” sowie ein „Institut für Bildungsanalysen”. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann spricht mit dem Deutschlandfunk über die Erwartungen an die beiden neuen Institutionen.
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[Berlin] Lehrkräfteeinstellungen für das Schuljahr 2017/18 – Der Tagesspiegel
Auch für das kommende Schuljahr werde es nicht genügend ausgebildete Bewerberinnen und Bewerber für die offenen Stellen an Schulen geben. Besonders betroffen seien die Grundschulen, die bereits eine hohe Quote an Quereisteigerinnen und Quereinsteigern zu verzeichnen hätten.
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[Hessen] Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter – Hessisches Kultusministerium
Rund ein Jahr nach dem Startschuss der Pilotphase zur neuen Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen hat Hessens Kultusminister Alexander Lorz verkündet, dass dieses zum kommenden Schuljahr regulär etabliert werde.
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[Niedersachsen] Zentrale Bildungsentwicklungen in Niedersachsen im Überblick – Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Das DIPF beleuchtet in einem neuen Bericht die aktuelle Situation des Bildungswesens in Niedersachsen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren die landesspezifischen Entwicklungen vor dem Hintergrund der in der aktuellen Ausgabe des nationalen Berichts benannten bundesweiten Trends und Herausforderungen.
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[Nordrhein-Westfalen] Rückkehr zu G9 – Genügend Lehrkräfte? – WDR
CDU und FDP haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf eine Rückkehr zu G9 geeinigt. Wie viele Stellen dadurch für Lehrkräfte geschaffen werden müssten, sei noch nicht genau vorauszusehen. Allerdings gebe es schon jetzt in MINT-Fächern und regionalspezifisch einen Mangel, obwohl der gymnasiale Bereich im Gegensatz zu den Grundschulen bei der Unterrichtsversorgung gut dastehe.
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[Sachsen] Hohe Abbruchquote bei Seiteneinstieg – Sächsische Zeitung
Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger fühlten sich oft zu wenig betreut und unzureichend auf den Schulalltag vorbereitet. Das führe dazu, dass durchschnittlich jede(r) neunte(n) Lehrkraft aus dem Seitenanstieg die Stelle kündige bzw. gekündigt werde.
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[Sachsen] Steigende Schülerzahlen – zu wenig Lehrkräfte – MDR
Der MDR berichtet in zwei Artikeln über Maßnahmen des Kultusministeriums, dem Lehrkräftemangel und dem damit verbundenen Stundenausfall entgegenzuwirken. Zum einen sollen gezielt Referendarinnen und Referendare umworben werden, die in Bayern keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Eine weitere Maßnahme bestehe darin, den Lehrkräften zusätzliche Unterrichtsstunden als Überstunden zu bezahlen.

[Sachsen-Anhalt] Bedarfsprognose von Lehrkräften – Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalts
Analog zu der Schülerzahlentwicklung ist auch der Lehrkräftebedarf im Betrachtungszeitraum relativ konstant. Er überschreitet jedoch nach der zugrunde liegenden Berechnung von 2020/21 bis 2027/28 das gegenwärtig vereinbarte Vollzeitäquivalente (VZÄ)- Ziel von 14.500. Bezogen auf den Lehrkräftebedarf im Schuljahr 2030/31 ergebe sich ein kumulierter Einstellungsbedarf von 8.995 VZÄ ab 2017/18 bis zum Schuljahr 2030/31. Diese Einstellungsbedarfe entsprechen im Durchschnitt einem jährlich zu erbringenden Einstellungsvolumen von etwa 650 VZÄ.
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[Thüringen] Lehrkräftemangel – MDR
Die CDU fordere als Maßnahme, mehr Referendarinnen und Referendare einzustellen. Allerdings gebe es ein Problem mit den Ausbildungskapazitäten: An den Studienseminaren, die für die begleitende Ausbildung der Referendarinnen und Referendare zuständig sind, fehlten Fachleiterinnen und Fachleiter. Die Regierung sehe die Ursache jedoch in der universitären Lehrerbildung: Es werden überwiegend Lehrkräfte für Fächer ausgebildet, in denen ein Überangebot herrsche.
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04 Hochschulspezifische News  


[FU Berlin] Q-Master als Chance für Quereinstieg – Deutschlandfunk
Der Artikel stellt den Q-Master der FU Berlin vor, der es Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern ermöglicht, sich für den Lehrerberuf an der Universität ausbilden zu lassen. Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss in entsprechend relevanten Fächern. Bisher ist eine Ausbildung für das Gymnasium und die Sekundarschule möglich.
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[Universität Bremen] Projekt „Duale Promotion” ist Hochschulperle im Juni 2017 – Universität Bremen
Der Stifterverband hat das bundesweit einzigartige Projekt „Duale Promotion” der Universität Bremen mit seiner Hochschulperle des Monats Juni ausgezeichnet. Angehende Lehrkräfte können in dem Projekt ihr Referendariat mit einer Promotion verbinden. Ziel ist es, wissenschaftlichen Nachwuchs für die Lehrerausbildung zu gewinnen. Die Universität kooperiert dabei eng mit den Schulen.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Lehrkräfte fit machen für inklusiven Geschichtsunterricht
Wie berufserfahrene Lehrkräfte effektiv fachliche und pädagogische Kompetenzen für inklusiven Unterricht erwerben können, untersucht in den kommenden drei Jahren ein Forscherteam der KU. Das Projekt „InKLUsiv Geschichte Lehren (KLUG)” wird vom Bundesforschungsministerium mit insgesamt 840.000 Euro gefördert.
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[Universität Frankfurt] Neue Professur „Educational Technologies” zur Erforschung digitaler Bildung – Universität Frankfurt
Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung und die Goethe-Universität Frankfurt am Main haben Prof. Dr. Hendrik Drachsler in einem gemeinsamen Berufungsverfahren für eine Professur für Informatik mit dem Schwerpunkt Educational Technologies berufen. Die Berufung soll die deutsche Forschung zur Digitalisierung von Bildung stärken.
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[Universität Mainz] Binationales Masterprogramm in der Lehrerausbildung mit der Université de Bourgogne
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Université de Bourgogne in Dijon in Frankreich setzen neue Impulse in der internationalen Lehrerausbildung: Zum Wintersemester 2017/2018 startet in Mainz ein binationales Master of Education-Programm. Das neue Masterprogramm schließt nahtlos an den bestehenden integrierten lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang Mainz-Dijon an.
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[Universität Münster] Universität und Bezirksregierung unterzeichnen Kooperationsvereinbarung – Universität Münster
Um die universitäre Lehrerbildung stärker mit der Schulpraxis zu verzahnen, haben die Universität Münster und die Bezirksregierung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung eine Vereinbarung abgeschlossen. Studierende der WWU sollen so bereits frühzeitig Praxiserfahrungen sammeln und Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität und Inklusion erwerben.
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[Universität Ulm / Pädagogische Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd] Kooperation für Ausbildung von MINT-Lehrkräften – Universität Ulm
Anlässlich des ersten „Tags des Lehramts” haben Dozierende beider Hochschulen Bilanz über die Kooperation gezogen und Zukunftsideen diskutiert. Der Bericht stellt einige Beispiele aus der gelungenen Kooperation vor.
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05 Veranstaltungen  


[Universität Bochum] 24. Bochumer Dialog zur Lehrerbildung: „Das Ende der Kreidezeit? – Zur Digitalisierung in der Schule” – 12.07.2017
An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Dr. Birte Güting (Stellv. Schulleiterin der Schiller-Schule Bochum), Dr. Andreas Rienow (Geographisches Institut der RUB) und Dr. Matthias Burchardt (Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne der Universität zu Köln).
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[Universität Leipzig] Leipzig Summer School: Sozialwissenschaftliche Methodenwerkstatt für Erziehungswissenschaftler*innen – 12.-15.09.2017
Die Leipziger Methodenwerkstatt umfasst Angebote quantitativer und qualitativer Methoden empirischer Forschung. Sie richtet sich primär an Forschende im Bereich der Schul- und Unterrichtsforschung, sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch Personen mit fortgeschrittenen eigenen Forschungserfahrungen.
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[Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz (BilRess)] 7. Netzwerkkonferenz: „Bildung:Ressourcen:Garten:Landschaft” – 14.09.2017
Die 7. BilRess-Netzwerkkonferenz wird den Themenkomplex Garten- und Landschaftsbau mit Fokus auf Ressourcenbildung im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung von unterschiedlichen Seiten in Theorie und Praxis aufgreifen: Neben fachlichen Inputs und Diskussionen sollen bereits bestehende Ansätze, Konzepte, Curricula und Lehr-Lern-Materialien vorgestellt und in Lernstationen konkret erfahrbar gemacht machen.
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[TU Darmstadt] Tagung MINTplus – 05.10.2017
Das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung durch das BMBF geförderte Projekt MINTplus „Systematischer und vernetzter Kompetenzaufbau in der Lehrerbildung” verfolgt das Ziel, die Studiengänge Lehramt an Gymnasien, an Beruflichen Schulen und die damit verbundene Ausbildung der angehenden Lehrkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften weiter zu profilieren. Auf der Tagung werden Zwischenergebnisse präsentiert und diskutiert.
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[Pädagogische Hochschule Karlsruhe] Zukunftsforum Bildungsforschung: Frühe Bildung 2.0? (Forschungs-)Diskurse in der Pädagogik der Kindheit – 17./18.11.2017
Die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs nimmt in ihrem diesjährigen Zukunftsforum Bildungsforschung Entwicklungen und Kulturen kindlichen Aufwachsens von der Geburt bis zum Ende der Grundschulzeit in den Blick. Die drei großen Themenbereiche sind: (1) Wissenschaftstheoretische und forschungsmethodische Zugänge einer Pädagogik der Kindheit, (2) Professionalisierung und Vermittlung im Elementar- und Primarbereich, (2) Kinderwelten – Bildungswelten. Einreichungen für Beiträge sind noch bis zum 15.07.2017 möglich.
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06 Internationale News  


[Österreich] Gewerkschaft warnt vor Lehrkräftemangel – Salzburger Nachrichten
Der Lehrkräftemangel liege laut Gewerkschaft bereits vor, werde nur bisher durch Überstunden, den Einsatz (noch) nicht ausgebildeter Lehrkräfte oder aus dem Ruhestand zurückkehrender Lehrkräfte aufgefangen. Die Situation werde sich bald weiter verschärfen, da die Regelstudienzeit für ein Lehramtsstudium erhöht wurde und so ein Jahr weniger Studierende ihr Studium beenden würden.
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[Österreich] Kritikpunkte am Schulsystem – Salzburger Nachrichten
In dem Beitrag werden mehrere Punkte aufgeführt, die am österreichischen Schulsystem verbessert werden könnten. Neuere Reformen wie die Schulautonomie werden kritisiert und als nicht gewinnbringend deklariert, da die Grundvoraussetzungen wie mehr finanzielle und personelle Ressourcen fehlten.
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[Schweiz] Verlässliche und anforderungsgerechte Löhne für Lehrpersonen – Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH)
Die Löhne der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer seien immer noch deutlich tiefer als diejenigen von Berufsleuten anderer Branchen mit vergleichbaren Anforderungen. Besonders groß sei der Nachholbedarf auf den Stufen Kindergarten und Primarschule, wie eine Umfrage des LCH zeige.
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07 Dokumente/Literatur  


Aktionsrat Bildung: Gutachten „Bildung 2030 – veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik”, 2017.
Seit seiner Gründung im Jahr 2005 leisten die jährlich erscheinenden Gutachten des Aktionsrats Bildung einen wichtigen Beitrag zur bildungspolitischen Diskussion. In seinem aktuellen Gutachten „Bildung 2030 – Veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik” identifiziert der Aktionsrat Bildung zwölf Themengebiete, die aus seiner Sicht für das Bildungssystem der Zukunft von zentraler Bedeutung sind. Aufbauend auf der Beschreibung des Status quo wurden für jedes Thema Leitfragen formuliert.
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Csapó, Beno, Funke, Joachim (Hg.): The Nature of Problem Solving. Using Research to Inspire 21st Century Learning. OECD-Publishing Paris 2017.
Eine neue OECD-Publikation zur PISA-Studie zeigt auf, warum und wie die Problemlösekompetenz von Schülerinnen und Schülern in der PISA-Studie berücksichtigt wurde und welche Rückschlüsse für die Problemlösungsforschung sie erlaubt. Sie erläutert beispielsweise, wie die Kompetenz mittels computerbasierter Assessment-Technik erfasst wird.
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Bund Deutscher Architekten, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Verband Bildung und Erziehung: Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland, 2017.
Die Leitlinien formulieren Qualitätsstandards, die den veränderten Anforderungen an Schulbauten gerecht werden. Sie beschreiben wichtige Prinzipien für den Schulbau, geben Empfehlungen zur räumlichen Organisation von Schulen sowie zu spezifischen Raumbedarfen für ausgewählte Funktionsbereiche und weisen auf die erforderlichen Qualitäten von Prozessen und Verfahren im Schulbau hin.
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Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Zukunft Schule. Herausforderungen und Chancen für Thüringens Schulsystem, Bericht der Kommission „Zukunft Schule”, 2017.
Im Januar 2016 wurde die Entscheidung getroffen, eine Kommission einzurichten, die sich insbesondere mit den Perspektiven von Schulen im ländlichen Raum befasst und zudem Vorschläge für die Schulverwaltung sowie Schulnetzplanung formuliert. Die Kommission wurde um weitreichende und zugleich realistische Reformvorschläge gebeten.
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08 Interviews/Kommentare  


Interview mit Rolf Richter, Bundesvorsitzender des Ganztagsschulverbandes – News4Teachers
Rolf Richter spricht sich in dem Interview für Qualitätsstandards und höhere Investitionen in die Bildung aus. Zu den Qualitätsstandards zähle vor allem, dass Ganztag mehr darstelle als Betreuung der Schülerinnen und Schülern am Nachmittag: Die Lernkultur müsse sich an Ganztagsschulen nach dem Motto „Mehr Bildung statt bloßer Betreuung” ändern.
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Interview mit dem Bildungswissenschaftler Andreas Dörpinghaus, Lehrstuhl für Systematische Bildungswissenschaft – Blog der Heidelberg School of Education
Andreas Dörpinghaus bietet aus der Bildungsphilosophie heraus eine etwas andere Perspektive auf die Lehrerbildung. Er fordert ein „Handeln auf Distanz als Grundgedanke reflexiver Lehrerbildung” und spricht sich für mehr Theorie im Lehramtsstudium aus.
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07. Juni 2017

Newsletter Juni 2017

01 Monitor Lehrerbildung im Fokus


Neue Länder- und Hochschuldaten und neue Publikation zur Lehrerbildung für den Ganztag veröffentlicht
Ab sofort stehen neue Daten auf Hochschul- und Länderebene zu Strukturen der Lehrerbildung online zur Verfügung. 69 Hochschulen und alle 16 Länder beteiligten sich an der neuesten Erhebung des Monitor Lehrerbildung. Die neue Publikation des Monitor Lehrerbildung „Neue Aufgaben, neue Rollen?! – Lehrerbildung für den Ganztag” beleuchtet vor dem Hintergrund des bundesweiten Ganztagsschulausbaus die derzeitige Vorbereitung von Lehramtsstudierenden auf die spätere Tätigkeit an einer Ganztagsschule. Zentrale Forderung ist es, schon im Lehramtsstudium die multiprofessionelle Zusammenarbeit über Fächerdisziplinen hinweg zu fördern, beispielsweise durch gemeinsame Lehrveranstaltungen oder gezielte Kooperationen mit weiteren pädagogischen Professionen im Rahmen der Praxisphasen.

02 (Hoch)schulpolitik


Länderübergreifende News

Forsa-Lehrkräftebefragung zu „Inklusion” – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Im Rahmen der im Auftrag des VBE durchgeführten forsa-Umfrage „Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrkräfte in Deutschland – Meinungen, Einstellungen, Erfahrungen” wurden 2.050 Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen im April und Mai 2017 repräsentativ befragt. Es gibt zusätzlich Stichproben für Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und eine für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Laut der Studie bestehe weiterhin großer Entwicklungsbedarf.
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Über die Situation in Nordrhein-Westfalen informiert der WDR mit einem Artikel über die Forderungen der Lehrkräfte sowie mit einem Interview mit Prof. Dr. Christian Huber von der Bergischen Universität Wuppertal zum Forschungsstand der Inklusion.

In Bayern hat sich der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband unter anderem mit folgenden Forderungen geäußert: Doppelbesetzung aus Lehrkraft und Sonderpädagoge / Sonderpädagogin, Unterstützung durch multiprofessionelle Teams sowie einer besseren Vorbereitung durch angemessene Aus-, Fort und Weiterbildung. Auch das bayerische Kultusministerium reagierte auf die Umfrageergebnisse.

Deutscher Schulpreis 2017 – Die Bundesregierung
Bei der Auszeichnung des Deutschen Schulpreises 2017 wurde eine berufsbildende Schule mit dem Hauptpreis von 100.000 Euro ausgezeichnet. An der Schule in Hameln lernen fast 2.000 Schüler aus 34 Nationen. Außerdem stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik in Aussicht.
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Leitlinien für eine innovative Lehrer_innenbildung – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die GEW hat im Rahmen ihres 28. Gewerkschaftstags Anträge zu bildungspolitischen Themen sowie eine Vielzahl von Beschlüssen verfasst. Einer der Beschlüsse trägt den Titel „Leitlinien für eine innovative Lehrer_innenbildung”, der unter dem Motto „Bildung für eine demokratische, soziale und inklusive Gesellschaft” steht.
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Prämierung des Bundeswettbewerbs „Starke Schulen” – Starke Schule
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Sieger des Wettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen” ausgezeichnet. Der erste Platz geht an die Ganztagsschule „Johannes Gutenberg” aus Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt. Die prämierten Schulen setzten sich unter rund 500 Bewerbern durch und überzeugten die Jury mit innovativen Konzepten, systematischer Förderung und einer gelungenen Berufsorientierung für ihre Schülerinnen und Schüler.
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Neue Expertise zeigt: G8 oder G9 macht keinen Unterschied – Bildungsklick
Eine von der Stiftung Mercator beauftragte Expertise deckt weder positive noch negative Effekte von G8 oder G9 auf. Die Stiftung Mercator spricht sich dafür aus, keine weiteren Ressourcen in dieser Strukturdebatte zu binden und im jeweiligen Bundesland den Status Quo zu erhalten. Zentrale Erkenntnis der Expertise von Prof. Dr. Olaf Köller vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel sei es, dass die G8-Reform keine negativen Folgen habe.
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Bildung in Chemie stärken – Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat die Broschüre „Diskussionsergebnisse und Empfehlungen aus der Klausurtagung ‚Stärkung des Chemieunterrichts in den Schulklassen 5 und 6‘” veröffentlicht. Neben einer Analyse des Ist-Zustands in der Orientierungsstufe an Schulen in Deutschland finden sich in ihr Empfehlungen, wie die Brücke zwischen früher Chemiebegeisterung und dem Fachunterricht geschlossen werden kann.
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Länderspezifische News

[Bayern] Lehrerfortbildung: Cornelsen kooperiert mit Apple Professional Learning – Cornelsen
Ziel des befristeten Pilotprojektes mit Apple Professional Learning ist es, Aussagen zu Qualitätskriterien und Kundennutzen bei Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte zu liefern. Schulleitungen und Lehrkräfte lernen im Rahmen der Fortbildungsreihe, welche Chancen digitale Medien im Grundschul-, MINT- oder Fremdsprachenunterricht bieten und wie digitale Lernumgebungen nachhaltig gestaltet und finanziert werden können.
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[Bayern] Junger BLLV fordert Mut zur Veränderung – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Im Leitantrag „Mut weiterzudenken” fordert der „Junge BLLV” nicht nur eine Reform der Lehrerbildung. Im Rahmen der Digitalisierung fordert der „Junge BLLV” außerdem neue Ansätze für Methodik und Didaktik des Unterrichts. Die derzeitige Fixierung auf Noten als Instrument zur Leistungsmessung sieht er ebenfalls kritisch. Auch machen sich junge Lehrkäfte für die Meinungsvielfalt und Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern an den Schulen stark.
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[Brandenburg] Auch Brandenburg kriegt den Lehrermangel nicht in den Griff – News4Teachers
Unterrichtsausfälle wegen fehlender Lehrkräfte und unqualifizierte Vertretungen – das sei auch in diesem Jahr Alltag an vielen märkischen Schulen. Im ersten Schulhalbjahr 2016/2017 konnten in Brandenburg 116.329 Stunden nicht unterrichtet werden, teilte das Bildungsministerium auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag mit. Die Lehrergewerkschaft GEW hält die Angaben für zu niedrig und geht von einem wesentlich höheren Stundenausfall aus.
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[Berlin] 2.500 Mini-Computer für Schulen – Senat für Bildung, Jugend und Familie
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat heute mit ihrem Projektpartner, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, ein neues Leitprojekt im Rahmen des eEducation Berlin Masterplans vorgestellt. Gemeinsames Ziel: mehr Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern sowie grundlegende Kenntnisse in Informatik und Programmieren zu vermitteln. Im Rahmen der Initiative stellt das Start-Up Calliope den Schulen mit einer Förderung von Google 2.500 Mini-Computer zur Verfügung.
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[Berlin] Mehr Geld für Grundschullehrkräfte – Senat für Bildung, Jugend und Familie
Lehrkräfte an Grundschulen, die nach dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz ausgebildet wurden, sollen schon ab dem Schuljahr 2017/18 nach E 13 vergütet werden. Zum anderen ist die Anhebung der Besoldung der (Zweiten) Konrektorinnen und (Zweiten) Konrektoren an Grundschulen zum 01.08.2018 vorgesehen.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Schulfrieden für Inklusion hat Bestand – Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Das Land bereitet die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern schrittweise auf die Umsetzung der Inklusion vor. Grundlage ist die Inklusionsstrategie, die vom Landtag und von der Landesregierung im Sommer 2016 beschlossen wurde. Bis zum Jahr 2023 erhalten die öffentlichen Schulen für die Umsetzung 237 Stellen für Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich. Die Inklusionsstrategie des Landes sieht vor, dass Schulen mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung als eigenständige Förderschulen auslaufen.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Beitrag „Gewalt gegen Lehrer nimmt zu” – NDR
Der Beitrag zeigt nicht nur auf, dass Gewalt gegen Lehrkräfte zunehme und besonders bereits Kinder in der Grundschule betroffen sind, sondern er versucht gleichzeitig Lösungen aufzuzeigen, wie die verstärkte Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams an Schulen, besonders mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern.
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[Niedersachsen] Stärkung der Inklusion – NDR
Die niedersächsische SPD plane, 15 Millionen Euro für rund 650 Inklusionshelfer zu investieren, um Lehrkräfte im regulären Unterricht zu unterstützen.
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[Nordrhein-Westfalen] Job-Perspektiven für Lehramtsstudierende – Westdeutsche Allgemeine Zeitung
In dem Artikel werden die Einstellungsprognosen für Lehramtsstudierende in Nordrhein-Westfalen zusammengefasst. Eine gute Prognose wird für Lehrkräfte der Sekundarstufe I mit den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch gegeben.
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[Saarland] Reaktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes auf Koalitionsverhandlungen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung eine Erhöhung der Bildungsausgaben auf einen Anteil von 30% sowie eine bessere Personalausstattung besonders für multiprofessionelle Teamarbeit. Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband reagiert mit Unverständnis auf die Überlegungen, das Nachmittagsangebot an Schulen auszuweiten, bevor nicht die Unterrichtsversorgung geklärt sei.

[Sachsen] Sachsen-Stipendium geht in die dritte Runde – Medienservice Sachsen
Angehende Lehrkräfte können sich ab jetzt zum dritten Mal für das „Sachsenstipendium” bewerben. Insgesamt 50 Stipendien vergibt das Kultusministerium für Studierende der Lehrämter Grundschule, Oberschule und Sonderpädagogik, wenn sie sich verpflichten, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in einer Schule auf dem Land zu arbeiten.
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[Sachsen-Anhalt] Anzahl der Unterrichtsstunden für Lehrkräfte soll angehoben werden – Volksstimme
Nach Zahlen der Kultusministerkonferenz unterrichteten Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt mit 21,5 Stunden pro Woche deutlich weniger als Lehrkräfte im Bundesdurchschnitt. Nachdem das Bildungsministerium bereits Pläne zur Erhöhung der Stundenzahl zur Diskussion gestellt hat, erhält es nun Unterstützung von Finanzminister Andre Schröder.
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Auf den Vorschlag von Finanzminister Andre Schröder reagierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit Kritik. Die Mehrarbeit von Lehrkräften sei keine Lösung, um die unzureichende Versorgung an Lehrkräften in den Griff zu bekommen.

[Rheinland-Pfalz] Streitpunkt „Inklusion”
Sowohl der Verband Bildung und Erziehung als auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sehen in Rheinland-Pfalz einen dringenden Handlungsbedarf für die Inklusion. In Kritik stehen die eigens für Inklusion eingerichteten Schwerpunktschulen, die die Auswahl der Eltern einschränke und zudem nicht genügend finanziert würden, um mehr pädagogisches Personal einzustellen. Das Ministerium für Bildung weist die Kritik zurück: Man baue Schwerpunkschulen bedarfsgerecht aus und auf.

[Rheinland-Pfalz] Umfrage zu Belastung von Lehrkräften – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Die GEW hat rheinland-pfälzische Lehrkräfte befragt, wie diese ihren Arbeitsplatz Schule erleben. Fast 75 Prozent der 1.650 Lehrkräfte, die sich an einer Online-Umfrage beteiligt haben, geben an, dass ihre außerunterrichtliche Arbeit in den letzten Jahren viel oder sehr viel zugenommen habe. 60 Prozent der Lehrkräfte fühlten sich durch Mehrarbeit wegen Vertretungsunterricht belastet oder sehr belastet.
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03 Hochschulspezifische News


[Universität Bayreuth] Ringvorlesung „Diversität und Heterogenität in Schule und Hochschulbildung”
Die Universität Bayreuth startet im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” die Ringvorlesung „Diversität und Heterogenität in Schule und Hochschulbildung”. Dazu sind insbesondere Lehrkräfte und Eltern eingeladen. Die Ringvorlesung ist ein Baustein im Projekt „Fachliche und kulturelle Diversität in Schule und Universität”.
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[Humboldt-Universität zu Berlin] Ringvorlesung „Forschungsorientierung im Lehramt: Chancen und Herausforderungen” – Humboldt-Universität Berlin
Die Vorlesung richtet sich an alle im Lehramtsstudium Tätigen aus den Fachwissenschaften, den Fachdidaktiken, der Sprachbildung und den Bildungswissenschaften, aber auch an Studierende. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden ihre Konzepte, Erfahrungen und Ergebnisse empirischer Forschung teilen und diskutieren.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Neuer Masterstudiengang „Musikpädagogik/Community Music”
Der neue Masterstudiengang „Inklusive Musikpädagogik/Community Music” verbindet die Umsetzung von Inklusion als Menschenrecht mit der Professionalisierung von Musikpädagoginnen und Musikpädagogen. Er richtet sich an Absolventinnen und Absolventen aus dem Lehramt oder künstlerisch-pädagogischen Studiengängen, aber auch an Studierende aus den Bereichen Musiktherapie, Kulturvermittlung, Soziale Arbeit oder Sonderpädagogik.
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[Universität Erfurt] Neuer Masterstudiengang Lehramt an Berufsbildenden Schulen ab Wintersemester 2017/18 – Universität Erfurt
Die Universität Erfurt bietet zum kommenden Wintersemester 2017/18 den neuen Master of Education Berufsbildende Schulen an. Der Studiengang wurde grundlegend überarbeitet und neuen Erfordernissen angepasst. Der Masterstudiengang wird für die Fächer Bautechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik sowie neu für Gesundheit, Pflege, Körperpflege und Sozialpädagogik angeboten.
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[Universität Halle] Weniger Erstsemester im Lehramtsstudium – Mitteldeutsche Zeitung
Gemäß Vereinbarungen mit der Landesregierung nimmt die Universität Halle-Wittenberg im kommenden Semester weniger Lehramtsstudierende an. Man wisse zwar, dass aktuell ein hoher Bedarf an Lehrkräften bestehe, doch langfristig Prognosen fehlten, weshalb keine längerfristige Planung im Rahmen der Ausbildungskapazitäten möglich sei.
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[Universität Kassel] Master in Bildungsmanagement: Bewerbungen für den dritten Jahrgang – Universität Kassel
Der berufsbegleitende Master Bildungsmanagement bereitet auf Management- und Führungsaufgaben in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen vor. Der weiterbildende Studiengang ermöglicht den Studierenden, einen ganzheitlichen Blick auf die eigene Bildungsinstitution und die darin laufenden Lehr-Lernprozesse und deren organisationale Planung, Steuerung und Kontrolle.
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[Pädagogische Hochschule Karlsruhe] Neuer Masterstudiengang „Kulturvermittlung” – PH Karlsruhe
Die PH Karlsruhe erweitert ihr Studienangebot: Zum Wintersemester 2017/18 startet der neue Masterstudiengang Kulturvermittlung (Master of Arts). Der 4-semestrige Masterstudiengang bietet eine Vertiefungsqualifikation für Bachelorabsolventinnen und -absolventen, die nach ihrem kulturwissenschaftlichen, kunstwissenschaftlichen, pädagogischen oder im weitesten Sinne geisteswissenschaftlichen Erststudium vertiefte Kompetenzen im Bereich der Kulturpädagogik erwerben möchten.
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[Universität Regensburg] Leseflüssigkeitstraining FILIUS – Universität Regensburg
Im Rahmen des Projekts entwickelten Prof. Dr. Schilcher, Lehrstuhlinhaberin für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, und Johannes Wild, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, ein neuartiges Lesetraining für die zweite Jahrgangsstufe, das Lesen im fachlichen Kontext fokussiert. Das Training sei für teilnehmende Lehrkräfte einfach und unkompliziert durchzuführen und werde über einen längeren Zeitraum hinweg täglich eingesetzt.
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04 Veranstaltungen


[Universität Potsdam] 2. Netzwerktagung des Projektes „Campusschulen” – 27.06.2017
Die nun schon zweite Netzwerktagung des Projektes „Campusschulen”, das im Rahmen der Bundesinitiative „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” gefördert wird, wird eröffnet durch Workshops für Lehrkräfte, die auf die verschiedenen Schulstufen ausgerichtet sind. Außerdem gibt es einen Keynote-Vortrag über die Schulentwicklung preisgekrönter deutscher Schulen. Ebenso werden neue Campusschulen mit dem Label „Netzwerkpartner im Campusschulen-Netzwerk 2016/2017” ausgezeichnet.
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[Forum Bildung Digitalisierung] Kompetenzen in der digitalen Welt: Aus der Sicht der Fächer und der Fachdidaktiken. – 30.06.2017
Das Forum Bildung Digitalisierung lädt Verantwortliche aus Bildungsministerien und Landesinstitute sowie Expertinnen und Experten aus Fachdidaktik, Medienbildung und Bildungspraxis dazu ein, unter anderem folgende Fragen praxisbezogen zu diskutieren: Wie kann jedes einzelne Fach zur Entwicklung der Kompetenzen beitragen? Wie gelingt die Umsetzung des Kompetenzmodells in der Praxis? Wie wird der Kompetenzerwerb zertifiziert?
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[Universität Paderborn] Interkultureller Thementag 2017 – 06.07.2017
Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Ment4you – Vielfalt wirkt.” des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung in Kooperation mit den Projekten Leben ist Vielfalt und Balu und Du. Die angebotenen Vorträge und Workshops beschäftigen sich mit Fragen zur Interkulturalität und Kompetenzen in Bezug auf diversitätssensibles Lehren und Lernen.
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[Universität zu Köln] Tagung „Diggi17 – Enter Next Level Learning” – 27.-29.09.2017
Welche (neuen) Kompetenzen und Fähigkeiten erfordert die Digitalisierung von der Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern sowie von anderen Akteuren im Bildungswesen? Auf der Tagung kommen Besucherinnen und Besucher und Expertinnen und Expertenaus Wissenschaft und (Schul-)Praxis sowie aus der Informationstechnologie-Branche und der freien Wirtschaft zusammen, um gemeinsam über Entwicklungen der Digitalisierung im Kontext von Lehren und Lernen zu diskutieren.
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[Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft] Öffentliche Fachtagung: All inclusive? Perspektiven für eine innovative Lehrer_innenbildung – 16.11.2017
Auf der Fachtagung stellt die GEW ihre Visionen für eine bessere Ausbildung von Lehrkräften vor. Es gibt eine Podiumsdiskussion zum Thema „Reform der Lehrer_innenbildung: Perspektiven in den Ländern und an den Hochschulen” sowie Arbeitsgruppen zu Themen wie Einphasigkeit, Vielfalt, Qualitätssicherung und Teamarbeit.
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05 Internationales


[Österreich] Startschuss für Innovationslabor digitale Bildung – Bundesministerium für Familien und Jugend
Das Future Learning Lab ist ein mit digitalem Equipment ausgestatteter konfigurierbarer Lern- und Lehrraum für Pädagoginnen und Pädagogen. Es ist ein „lebender Raum”, der zeigt, wie Informations- und Kommunikationstechnologie im Bildungsbereich integriert werden kann.
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[Österreich] Bereits mehr als 800 Stellungnahmen zum Bildungsreformgesetz – ORF
Mehr als 800 Kommentare und Verbesserungsvorschläge wurden bisher zum Bildungsreformgesetz abgegeben, noch bis Ende April sind Stellungnahmen möglich. Der oberste Lehrervertreter, Paul Kimberger (FCG), rechnet mit mehr als 1.000 Stellungnahmen zum Regierungsentwurf bis zum Ablauf der Begutachtungsfrist. Das Bildungsreformgesetz bringe den Schulen nicht mehr Autonomie und werde die Situation für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler nicht verbessern - das ist der Tenor der bisher eingegangenen Stellungnahmen.
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06 Dokumente/Literatur


Bertelsmann Stiftung / Robert Bosch Stiftung / Stiftung Mercator / Vodafone Stiftung Deutschland: Mehr Schule wagen. Empfehlungen für guten Ganztag, 2017.
Eine Qualitätsoffensive für Ganztagsschulen – das fordern vier große deutsche Bildungsstiftungen. Der bisherige Ausbau sei nach dem Motto „Masse statt Klasse” verlaufen: Zwar ist die Zahl der Ganztagsangebote in den vergangenen 15 Jahren enorm gestiegen. Das damit verbundene Versprechen auf bessere individuelle Förderung und mehr Chancengerechtigkeit jedoch werde kaum eingelöst, weil die politischen Vorgaben und Rahmenbedingungen unbefriedigend seien.
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07 Interviews/Kommentare


Beitrag von Prof. Dr. Klaus Zierer zur Bildung 4.0 – Wirtschaftswoche
Prof. Dr. Klaus Zierer von der Universität Augsburg beleuchtet in seinem Beitrag die Bedingungen, unter denen die Digitalisierung des Lernens sinnvoll sei und welche „Trends” der Bildung 4.0 gehaltvollem Lernen eher im Wege stünden: Block und Tafel gegen Tablets und Smart-Boards auszutauschen sei ohne didaktisches Konzept nicht zielführend.
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Interview mit Dr. Dirk Zorn zum Thema Ganztagsschule – Deutschlandfunk
Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Studie „Mehr Schule wagen. Empfehlungen für guten Ganztag” hat der Deutschlandfunk ein Interview mit Dr. Dirk Zorn, dem Ansprechpartner der Studie von der Bertelsmann Stiftung, geführt. Wesentliche Ergebnisse der Studie werden in dem Interview zusammengefasst und in die aktuelle Schuldebatte eingeordnet.
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Interview mit Prof. Dr. Jürgen Oelkers zum Thema Ganztag – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der Erziehungswissenschaftler und Bildungshistoriker Prof. Dr. Jürgen Oelkers erläutert, wie sich die Schule durch den Ganztag verändere und warum sie auch künftig nicht überflüssig werde. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die Lehrerbildung, die sich an dieser Realität orientieren und Lehrkräfte auf Ganztagsschularbeit vorbereiten müsse.
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Interview mit Prof. Dr. Christina Hansen zum Thema frühzeitige Praxisphasen – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Frau Prof. Dr. Christina Hansen, Inhaberin des Lehrstuhls „Grundschulpädagogik und -didaktik” erklärt, warum die Universität Passau Lehramtsstudierende bereits im ersten Semester an die Schulen schicke. So werde den angehenden Lehrkräften früh bewusst, welche Anforderungen der Schulalltag an sie stelle. Dies würde besonders diejenigen zum Umdenken anregen, die sich aus den falschen Gründen für ein Lehramtsstudium entschieden haben.
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08 Sonstiges


Sendung „Wir sind Eure Lehrer” – ARD Mediathek
Journalistin Donya Farahani ging für eine Woche an eine Gesamtschule in Duisburg-Marxloh: Sie half mit bei der Unterrichtsvorbereitung und Pausenaufsichten und gab sogar eine Stunde unter Aufsicht selbst.
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31. Mai 2017

Neue Länder- und Hochschuldaten und neue Publikation zur Lehrerbildung für den Ganztag veröffentlicht

Ab sofort stehen neue Daten auf Hochschul- und Länderebene zu Strukturen der Lehrerbildung online zur Verfügung. 69 Hochschulen und alle 16 Länder beteiligten sich an der neuesten Erhebung des Monitor Lehrerbildung. Erstmals wurden Hochschulen und Länder gezielt zur curricularen Verankerung von Studieninhalten, die für die spätere Arbeit an einer Ganztagsschule relevant sind, wie etwa die Arbeit in multiprofessionellen Teams oder weiterer professioneller Kompetenzen, wie Organisation und Gestaltung von Ganztag, befragt. Weiterhin wurden schwerpunktmäßig Daten zur Organisation des Lehramtsstudiums für die beruflichen Schulen erhoben.

 

Die neue Publikation des Monitor Lehrerbildung "Neue Aufgaben, neue Rollen?! - Lehrerbildung für den Ganztag" beleuchtet vor dem Hintergrund des bundesweiten Ganztagsschulausbaus die derzeitige Vorbereitung von Lehramtsstudierenden auf die spätere Tätigkeit an einer Ganztagsschule. Zentrale Forderung ist es, schon im Lehramtsstudium die multiprofessionelle Zusammenarbeit über Fächerdisziplinen hinweg zu fördern, beispielsweise durch gemeinsame Lehrveranstaltungen oder gezielte Kooperationen mit weiteren pädagogischen Professionen im Rahmen der Praxisphasen. Die neue Publikation finden Sie hier in der Online-Version und hier zum Download.

26. Mai 2017

Studentische Aushilfe (m/w) für das Projekt Monitor Lehrerbildung gesucht

Das CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung gGmbH ist ein unabhängiger Think Tank, der sich für ein wandlungsfähiges Wissenschaftssystem einsetzt. Vor diesem Hintergrund unterstützt es Entwicklungs- und Veränderungsprozesse im deutschen und europäischen Hochschulraum und erarbeitet Ideen und Konzepte.

Wir suchen zum 1. August 2017, zunächst befristet für drei Monate (mit Option auf Verlängerung), eine

 (Studentische) Aushilfe (m/w)
für das Projekt Monitor Lehrerbildung (16 Std. pro Woche)

Der Monitor Lehrerbildung ist ein Kooperationsprojekt von Bertelsmann Stiftung, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband. Das Projekt stellt Daten zur ersten Phase der Lehrerbildung, dem Lehramtsstudium, transparent und übersichtlich dar.


Ihre Aufgaben

Sie unterstützen das Projektteam bei folgenden Arbeiten:
• Pflege und Weiterentwicklung der Website www.monitor-lehrerbildung.de (Zusammenstellung und Veröffentlichung des monatlichen Newsletters, Zusammenstellung und Versand der wöchentlichen Presseschau, Pflege des Veranstaltungskalenders
• Inhaltliche Weiterentwicklung der Website (www.monitor-lehrerbildung.de)
• Unterstützung beim Erstellen einer Printpublikation (Recherchen, Aufbereitung und Visualisierung von Daten)
• Redigieren von Texten

Unsere Anforderungen
• Eigenverantwortliche und selbstständige Arbeitsweise
• Bereitschaft zur Einarbeitung in Themen der Lehrerbildung
• Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
• Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit
• Gute Kenntnisse in Word
• Grundkenntnisse in Excel wünschenswertd

Die Tätigkeit erfordert die Anwesenheit im CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh.

Im CHE finden Sie ein engagiertes und kompetentes Team sowie ein professionelles Arbeitsumfeld vor, das geprägt ist von einer Kultur des kollegialen Lernens.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, gerne online, an:
CHE Gemeinnütziges Centrum
für Hochschulentwicklung GmbH
Andrea Horstkötter
Verler Str. 6
33332 Gütersloh

bewerbung@che.de oder über unser Online-Bewerbungsformular unter www.che.de

03. Mai 2017

Newsletter Mai 2017

01 (Hoch)schulpolitik


Länderübergreifende News

Fellowship Fachdidaktik MINT – Deutsche Telekom Stiftung
Um die Fachdidaktiken als zentrales Element für die Lehrerbildung an Hochschulen zu stärken, hat die Deutsche Telekom Stiftung das Fellowship Fachdidaktik MINT ins Leben gerufen. Pro Jahr vergibt sie bis zu neun Stipendien in drei Förderlinien an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die ein Postdoc-Vorhaben im Bereich der MINT-Fachdidaktiken planen oder bereits durchführen. Die nächste Ausschreibungsrunde startete am 02.05.2017.
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Debatte über Vorgaben für Migrantenanteil an deutschen Schulen – Die Zeit
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat sich in einem Interview mit dem „Focus” gegen einen festgelegten Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ausgesprochen. Allerdings solle die Quote unabhängig von regionalen Gegebenheiten ausgewogen sein. Der Deutsche Philologenverband befürchtet eine Konzentration insbesondere von Flüchtlingskindern an Brennpunktschulen und begrüßt eine geregelte Verteilung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Der Deutschlandfunk führt zu diesem Thema ein Streitgespräch mit Özcan Mutlu, Sprecher der Grünen im Bundestag, und Heinz-Peter Meidinger, Vertreter des Deutschen Philologenverbandes.
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„Was macht eine gute Lehrkraft aus?” – NDR
Ausgehend von John Hatties Ergebnis, dass guter Unterricht in erster Linie von der Lehrkraft bedingt sei, wird in dem Artikel diskutiert, was eine gute Lehrkraft ausmache. Genannt wird unter anderem die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zu schülerorientiertem Unterricht. Außerdem sollten Lehrkräfte immer wieder die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler einfordern.
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Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über die Qualität des Mathematikunterrichts – Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Kern der Diskussion ist der alarmierende Befund, dass vielen Mathematikstudierenden Grundkenntnisse fehlten. Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) und der Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts (MNU) befürworten die aktuelle Diskussion über die Qualität des Mathematikunterrichts. Aus Sicht der Fachgesellschaften werden in der gegenwärtigen Diskussion jedoch einige Aspekte verzerrt oder verkürzt dargestellt.
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Eye-Tracking als Format in der Lehrerbildung – Deutschlandfunk
Besonders jungen Lehrkräften falle es schwer, ihre Aufmerksamkeit im Klassenzimmer gleichmäßig zu verteilen und alle Schülerinnen und Schüler im Blick zu haben. Bisher haben vor allem Videoaufzeichnungen mögliche Verbesserungen aufgezeigt. In einem Mini-Versuch hat man nun am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung Eye-Tracking-Brillen erprobt, die die Fixierung der Augen der Lehrkraft aufzeichnen. Im Herbst soll dazu ein DFG-Projekt anlaufen.
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Dokumentarfilme zum Vorbereitungsdienst in Hamburg und Berlin – Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Zwei Dokumentarfilme geben Einblicke in den Ausbildungsalltag in Hamburg und Berlin. „Lehrkraft im Vorbereitungsdienst” heißt der Dokumentarfilm von Timo Großpietsch, der im NDR Fernsehen gezeigt wurde und dort aufgerufen werden kann. Ein weiterer Film, der im Mai in die Kinos kommt, zeigt das Leben von drei Referendaren in Berlin.
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Fehlgesteuerter Lehrkräftearbeitsmarkt – Studis-online
Der Artikel fokussiert die verschiedenen Engpässe, die die einzelnen Länder auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt durchlaufen. Außerdem würden sich die Länder (junge) Lehrkräfte gegenseitig abwerben, während Bedarfsprognosen nicht zuverlässig genug seien.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Den Grundschulen gehen die Lehrkräfte aus – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Eine von der GEW beauftragte Studie des Bildungswissenschaftlers Klaus Klemm komme zu dem Ergebnis, dass bis 2030 mindestens 8.000 zusätzliche Lehrerstellen in den Klassen 1 bis 4 fehlen, jedoch viel zu wenig Lehrkräfte für die Primarstufe ausgebildet werden.
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[Baden-Württemberg] Verband befürchtet Engpässe in der Unterrichtsversorgung – Berufsschullehrerverband (BLV) Baden-Württemberg
Der BLV warnt mit Nachdruck vor einer deutlichen Verschlechterung der Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen. Bleibe es bei den Planungen des Kultusministeriums und des Finanzministeriums, würden das Unterrichtsdefizit und die Überstundenbugwelle deutlich ansteigen.
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[Baden-Württemberg] Kultusministerium startet Lehrkräftebefragung zur Fortbildung – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Für die angekündigte inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung bei der Lehrerfortbildung bezieht das Kultusministerium auch die Meinung der circa 117.000 Lehrerinnen und Lehrer der öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg mit ein. Bis zum 08.05.2017 haben alle Lehrkräfte die Möglichkeit, an einer Online-Befragung teilzunehmen.
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[Bayern] Fünf Prozent der Lehrkräfte unterrichten ohne Ausbildung – Bayerische Staatszeitung
Die Zahlen für den Lehrkräftebedarf im Schuljahr 2016/17 lägen dem Kultusministerium noch nicht vor, doch bereits im Schuljahr zuvor unterrichteten an den bayerischen Schulen ungefähr fünf Prozent ohne Staatsexamen oder Fortbildung.
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[Berlin] Informationsmesse „Berlin-Tag” für zukünftige Lehrkräfte und Erzieherinnen wie Erzieher – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bietet zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – den Berlin-Tag an. Alle, die in Berlin im Lehr- oder Erzieherberuf arbeiten möchten, können sich am 06.05.2017 bei Vorträgen und Präsentationen über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sowie das Berliner Bildungs- und Schulsystem informieren.
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[Hessen] Weiterbildung zur Grundschullehrkraft – Hessisches Kultusministerium
Am 01.06.2017 startet ein neues Programm zur Qualifizierung für das Lehramt an Grundschulen in Hessen. Die Weiterbildung wird von der Hessischen Lehrkräfteakademie organisiert und sieht 200 Plätze zur Deckung des Lehrkräftebedarfs an Grundschulen vor.
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[Niedersachsen] Hohe Nachfrage von Lehrkräften nach Fortbildungen im Bereich Medienkompetenz – Niedersächsisches Kultusministerium
Mehr als 20.400 Lehrkräfte haben sich im vergangenen Jahr in Fragen der Medienbildung weiterqualifiziert. Besonders stark nachgefragt seien Fortbildungsangebote im Bereich des mobilen Lernens und zu schulischen Medienbildungskonzepten gewesen.
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[Nordrhein-Westfalen] GEW Initiative „Bildung. Weiter denken!” – Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Im Bereich der Schulentwicklung fordert die GEW zusätzliches Personal für Ganztagsangebote und Inklusion sowie für die Sanierung und Modernisierung von Schulen. Besonders der Ganztagsschulausbau müsse vorangetrieben werden, damit Bildungsungerechtigkeiten abgebaut werden könnten.
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[Sachsen] Viele unbesetzte Referendariatsplätze – MDR
Laut Kultusministerium gäbe es noch Ausbildungskapazitäten für 700 Referendarinnen oder Referendare. Das Land wolle nun nach Ursachen für die schlechte Bewerberlage forschen, da der Nachwuchs aufgrund des Lehrkräftemangels dringend benötigt wird.
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[Sachsen] Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Schulwesens – Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Kultusministerin Brunhild Kurth erklärt in einer Rede, welche Änderungen und Verbesserungen durch das neue Schulgesetz vorgesehen sind: So sollen Schulen im ländlichen Raum erhalten bleiben, indem die Mindestanzahl von Schülerinnen und Schülern gesenkt werde. Schulen sollen sich regional öffnen und Schulträger, Eltern sowie die Schülerschaft stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Außerdem sollen die Lehrpläne überarbeitet werden.
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[Thüringen] Land weicht Regeln bei Inklusion auf – MDR Thüringen
Die Förderzentren sollen laut Angaben des Thüringer Bildungsministeriums nicht vollständig geschlossen werden, sodass den Eltern weiterhin die Wahl bleibe, auf welche Schule sie ihr Kind schicken wollen. Allerdings soll die Größe der Förderzentren verkleinert werden. Auch von Lehrplänen mit einem einheitlichen Tempo für Kinder mit und ohne Förderbedarf wird zugunsten von regionalen Stufenplänen abgesehen.
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02 Hochschulspezifische News


[Universität Bamberg] Qualifizierungsprogramm „Move on.” Für eine Tätigkeit außerhalb der Schule – Universität Bamberg
Das Projekt „Move on” richtet sich mit seinem Angebot im Besonderen an Lehramtsabsolventinnen und -absolventen der Fächer Deutsch, Englisch, Geschichte und Sozialkunde der Schulformen Gymnasium und Realschule. Das Ziel von Move on ist es, den Studierenden vielfältige Anschlussmöglichkeiten an den nationalen und internationalen Arbeits- und Bildungsmarkt zu eröffnen.
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[TU Chemnitz] Wissenschaftsministerin lehnt Ausweitung der Lehrerbildung am Standort Chemnitz ab – Freie Presse
Wirtschaftsverbände sowie Großunternehmen aus der Region Chemnitz hatten gefordert, wieder verstärkt Lehrkräfte an der TU Chemnitz ausbilden zu lassen, sodass diese mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch einen Lehrberuf in dieser Region ergreifen. Die TU Chemnitz erklärte sich unter der Prämisse, dass diese vom Land finanziert werde, zu einer Ausweitung der Lehrerbildung bereit. Das Wissenschaftsministerium lehne dies jedoch ab.
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[TU Dresden] Einrichtung einer Universitätsschule – TU Dresden
An der TU Dresden soll eine Universitätsschule eingerichtet werden, in der Reformmodelle von Schule durchgeführt werden sollen. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem individuelle Stundenpläne, eine ganztägige Betreuung und verstärkte Unterstützung des Lernprozesses durch digitale Medien. Außerdem sollen Lehramtsstudierende so vermehrt Praxiseinblicke erhalten.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Weiterbildungsangebote für (angehende) Lehrkräfte – Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
An der KU können Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare sowie bereits praktizierende Lehrkräfte seit kurzem berufliche Möglichkeiten jenseits des klassischen Klassenzimmers entdecken. Sechs Modul- und Zusatzstudien ermöglichen es, sich unkompliziert weiterzubilden und sein Profil individuell zu schärfen. Auch Bachelor- und Masterstudierende können dieses Weiterbildungsangebot unter bestimmten Voraussetzungen nutzen.
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[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt] Neues Graduiertenkolleg „Inklusive Bildung” – Katholische Universität Eichstädt-Ingolstadt
Für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die an Forschung zu Fragen von Inklusion und Bildung mitwirken wollen, hat die KU ein neues Graduiertenkolleg eingerichtet. Ab dem kommenden Wintersemester sind für das Graduiertenkolleg „Inklusive Bildung” sieben Promotionsstipendien in den Fächern Bildungsphilosophie, Didaktik der Geschichte, Musikpädagogik, Kunstpädagogik, Pädagogik, Psychologie sowie Sozialpädagogik auf jeweils drei Jahre zu vergeben.
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[Universität Koblenz-Landau] Projektvorstellung „Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung (MoSAiK)” – Universität Koblenz-Landau
Professionalisierung und Weiterentwicklung der Lehrerbildung ist das Ziel des Projekts MoSAiK. Durch die Angebote sollen Theorie und Praxis im Lehramtsstudium besser verknüpft und die Studierenden auf die steigenden Anforderungen in ihrem Berufsfeld optimal vorbereitet werden.
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[Universität Regensburg] Universität wird Studienstandort für das Lehramt für Sonderpädagogik – Universität Regensburg
An der Universität Regensburg wird der Studiengang Sonderpädagogik mit drei Lehrstühlen eingerichtet. Mit der Entscheidung für die Ausweitung des derzeitigen Studienangebots auf einen dritten bayerischen Standort, neben München und Würzburg, sind die Weichen für eine weitere Stärkung der Lehramtsausbildung in Regensburg gestellt.
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[Universität Tübingen] Studie „Zeitzeugen im Geschichtsunterricht – Spaß oder Nutzen?” – Universität Tübingen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen haben in einer Studie herausgefunden, dass das Lernen mit lebenden Zeitzeugen im Vergleich zur Arbeit mit einem Video oder einer Transkription eines Zeitzeugeninterviews den Schülerinnen und Schülern zwar deutlich mehr Spaß macht, aber die Gefahr besteht, dass sie weniger dabei lernen.
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03 Veranstaltungen


[Universität Vechta] 1. Pädagogischer Tag des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Vechta: Wie gelingt gute Schule? – 12.05.2017
Referentinnen und Referenten aus der hochschulischen Lehrerbildung sowie aus der Schulpraxis geben Einblicke in die Theorie und Praxis guter Schule. Ein Vortrag beschäftigt sich mit der Feedbackkultur in Schulen.
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[Deutsche Telekom Stiftung] Jahrestagung Junior-Ingenieur-Akademie: Mit Technik Schule gestalten – 12./13.05.2017
Vom Programmieren einer App bis zum Bau einer Solaranlage – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie gehört das alles zum Schulalltag. Was im Jahr 2005 an einer Schule als Pilotprojekt gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen bundesweiten Modell entwickelt. Die Junior-Ingenieur-Akademie der Telekom Stiftung will jungen Menschen technische Grundbildung vermitteln, sie für das Berufsfeld des Ingenieurs begeistern, aber auch den Übergang von der Schule zur Hochschule oder in einen Ausbildungsberuf erleichtern und individuelle Kompetenzen frühzeitig fördern.
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[Universität Regensburg] Kooperative Lehrerbildung Gestalten – 1. Projekt-Kongress – 26.06.2017
Das KOLEG-Projekt der Universität Regensburg, das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern gefördert wird, stellt sich seit Juni 2015 den Herausforderungen einer zukunftsorientierten Lehrerbildung. Im Zuge des 1. Projekt-Kongresses werden Einblicke in die Entwicklungen der Lehrerbildung an der Universität Regensburg gegeben und erste Ergebnisse der Begleitforschung der Teilprojekte vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik thematisiert zudem Chancen und Herausforderungen der Lehrerbildung.
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[Verband Englisch & Mehrsprachigkeit e.V. / Universität Paderborn] Fremdsprachentag 2017 – 13.09.2017
Der Fremdsprachentag bietet an einem einzigen Tag allen Teilnehmenden jeweils vier verschiedene Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Fragen und Themenbereichen des Fremdsprachenunterrichts.
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04 Internationales

[Österreich] Programm „Teach for Austria” – Teach for Austria
Teach for Austria rekrutiert Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die während eines zweijährigen Fellowprogramms an sogenannten Zielschulen eingesetzt werden. An Zielschulen sind Kinder, die aus einem sozial-schwachen oder bildungsfernen Milieu stammen. Seit 2017 werden auch bereits erfahrene Lehrkräfte in dem Programm eingesetzt.
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[Polen] Lehrkräftestreik wegen Schulreform – MDR
In Polen hat es auf Grund einer Schulreform, die ab September 2017 in Kraft treten soll, an ungefähr einem Drittel aller Schulen Streiks gegeben. Die Schulreform sehe eine Rückkehr zur achtjährigen Grundschule vor. Die Lehrergewerkschaft ZNP fürchte Entlassungen und Nachteile für betroffene Schülerinnen und Schüler. Die Regierung weise die Kritik zurück.
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[Schweiz] Die Universität Freiburg stärkt die Lehrerbildung – Universität Freiburg
Die Universität Freiburg unterstreicht mit der Gründung des Instituts für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und dem Ausbau auf vier Professuren den hohen Stellenwert einer fachlich fundierten, qualitativ hochwertigen Lehrerbildung. Das neue Institut vereint das französischsprachige und das deutschsprachige Zentrum unter einem Dach.
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05 Dokumente/Literatur


Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): Bericht des Zukunftsforums Lehrer_innenbildung. Gute Bildung für eine demokratische, soziale und inklusive Gesellschaft, 2017.
Das Zukunftsforum Lehrer_innenbildung, dass 2013 von der GEW eingerichtet worden ist, hat von 2014 bis 2017 herausgearbeitet, dass sich die Lehrer_innenbildung für eine demokratische, soziale und inklusive Gesellschaft den Herausforderungen einer Migrationsgesellschaft stellen muss. Wichtige Gelingensbedingung für eine innovative Lehrer_innenbildung ist demnach außerdem die Verzahnung von Theorie und Praxis während der Ausbildung.
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Mulder, Regina H. (Hrsg.): Falko: Fachspezifische Lehrerkompetenzen. Konzeption von Professionswissenstest in den Fächern Deutsch, Englisch, Latein, Physik, Musik, Evangelische Religion und Pädagogik. Waxmann, 2017.
Die Publikation dokumentiert die Forschung der FALKO-Projektgruppe (Fachspezifische Lehrerkompetenzen) der Universitäten Regensburg und Augsburg. Es wurden qua domänenspezifischer Operationalisierung Testinstrumente zur Erfassung des Fachwissens und des fachdidaktischen Wissens von (angehenden) Lehrkräften für die Unterrichtsdisziplinen Deutsch, Englisch, Latein, Physik, Musik und Evangelische Religion entwickelt und validiert. Ergänzend wurden von der Pädagogik flexibel einsetzbare Vignetten zur Messung des fachunabhängigen pädagogischen Wissens konzipiert.
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Praetorius, Anna-Katharina; Südkamp, Anna: Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften. Theoretische und methodische Weiterentwicklungen. Waxmann, 2017.
Das Buch gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zum Thema der diagnostischen Kompetenz und stellt Ansätze zu ihrer Weiterentwicklung vor. Kern des Buchs ist ein umfassendes und differenziertes Arbeitsmodell der diagnostischen Kompetenz, das in zukünftiger Forschung als theoretische Grundlage genutzt werden kann. Darüber hinaus werden Herausforderungen bei der Erfassung diagnostischer Kompetenz benannt sowie innovative Methoden zur Analyse der Urteilsakkuratheit von Lehrkräften vorgestellt.
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06 Interviews/Kommentare


Interview mit Prof. Axel Gehrmann (TU Dresden) zur Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern – Sächsische Zeitung
Die Technische Universität (TU) Dresden werde bis 2023 bis zu 900 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ausbilden. Dafür bestehe eine Vereinbarung mit dem Kultusministerium. In dem Interview beschreibt Professor Gehrmann Strukturen und Herausforderungen dieser Ausbildung.
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„Masterplan Lehramtsstudium” – Ein Kommentar von Dr. Jan-Martin Wiarda
In seinem Blog stellt sich Dr. Jan-Martin Wiarda die Frage, wann der Masterplan Lehramtsstudium komme. Der Masterplan für das Medizinstudium habe gezeigt, dass es möglich ist, sich auf politischer Entscheidungsebene bundesweit auf einen Konsens hinsichtlich der Ausbildungsinhalte und -struktur zu einigen. Ähnliches solle auch für das Lehramtsstudium angestoßen werden.
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Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, äußert sich kritisch zu gegenwärtigen Entwicklungen des Schulsystems – Saarbrücker Zeitung
In seinem Beitrag beim bildungspolitischen Forum eines CDU-Stadtverbandes habe Josef Kraus nicht nur Kritik daran geübt, dass die PISA-Studie als Begründung zu Reformvorhaben herhalten müsse, für die sie keine Evidenz gebe, sondern auch an dem übereilten Abbau von Förderschulen und Ausbau von Ganztagsschulen. Auch die immer stärker werdende Kompetenzorientierung in den Lehrplänen halte er für nicht zielführend.
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Zukunftsforscher Matthias Horx über die Schultrends der Zukunft – News4Teachers
Wichtige Bausteine eines guten Unterrichts in der Zukunft seien emotionale und kommunikative Kompetenzen. Dies nennt Horx in seinem Artikel in der Zeitschrift „Schulverwaltung spezial” die „Pädagogik der Resonanz”, in der die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden und dadurch individuelle Motivation verstärkt berücksichtigt werde.
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06 Sonstiges


Bericht über eine Lehrkraft aus dem Ruhestand – Berliner Morgenpost
In dem Artikel berichtet Lehrer Helmut Helmer über seine Rückkehr in den Lehrerberuf aus dem Ruhestand. Er blickt auf 50 Jahre Erfahrungen in diesem Beruf zurück und beschreibt die kleinen und großen Herausforderungen.
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Bericht über einen Quereinstieg in den Lehrerberuf – Berliner Zeitung
In dem Artikel wird über einen promovierten Biochemiker berichtet, der sich zu einem Quereinstieg in den Lehrerberuf entschieden hat. In einem Rückblick auf die ersten zwei Jahre in seinem Beruf schildert der jetzige Chemielehrer Herausforderungen, denen er sich gegenübergestellt sah.
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Dokumentarfilm „Ich. Du. Inklusion.” – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Für den Film begleitete Regisseur Thomas Binn zweieinhalb Jahre lang fünf Grundschüler mit und ohne Förderbedarf des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs an der Geschwister-Devries-Schule in Uedem (NRW). Neben diversen Premiere-Veranstaltungen werden Rahmenprogramme und Möglichkeiten zur gemeinsamen Diskussion und Austausch angeboten.
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05. April 2017

Newsletter April 2017

01 (Hoch)schulpolitik


Länderübergreifende News

Umfrage zur Qualität der Fortbildung von MINT-Lehrkräften in Deutschland – Deutsche Telekom Stiftung
Im Auftrag der Stiftung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 500 Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Fächer zu ihrer eigenen professionellen Weiterentwicklung befragt. Die Antworten zeichnen ein ambivalentes Bild: Einerseits hat sich die Fortbildungsbeteiligung unter MINT-Lehrkräften sehr positiv entwickelt. Andererseits lässt sich aber nur wenig des Gelernten auch problemlos in die Praxis überführen.
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Umfrage zur Qualität der Fortbildung von MINT-Lehrkräften in Deutschland – Deutsche Telekom Stiftung
Im Auftrag der Stiftung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 500 Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Fächer zu ihrer eigenen professionellen Weiterentwicklung befragt. Die Antworten zeichnen ein ambivalentes Bild: Einerseits hat sich die Fortbildungsbeteiligung unter MINT-Lehrkräften sehr positiv entwickelt. Andererseits lässt sich aber nur wenig des Gelernten auch problemlos in die Praxis überführen.
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Bewerbungsportal für Stipendien bis 12.05.2017 geöffnet – Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Angehende Lehrkräfte aller Fachrichtungen können sich für ein Stipendium des Studienkollegs in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung bewerben. Das Programm richtet sich an Lehramtsstudierende, die zukünftig als Lehrkraft oder Schulleitung Verantwortung an Schulen übernehmen wollen. 2016 wurden 1.823 Studierende durch das Programm gefördert.
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Unterrichtsmaterial im Rahmen der Nationalen Kampagne „studieren weltweit – ERLEBE ES!” – Deutscher Akademischer Austauschdienst
Der Spotlight-Verlag hat in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst englisch-, französisch- und spanischsprachige Unterrichtsmaterialien für den Fremdsprachenunterricht in der Oberstufe erstellt. In den Heften werden Themen behandelt, die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Aspekten von Internationalisierung vertraut machen, wie z.B. Schüleraustausch, ERASMUS-Aufenthalte und auch landeskundlich Interessantes.
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Brandbrief zur mangelnden Qualität des Mathematik-Unterrichts – Der Tagesspiegel
Um die 130 Professorinnen und Professoren sowie Lehrkräfte äußerten in einem Brandbrief ihre Sorgen, dass der Mathematikunterricht aufgrund seiner Kompetenzorientierung und Bildungsstandards nicht mehr ausreichend auf ein Studium im Bereich Wirtschaft, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vorbereite.
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Dazu ein Kommentar von Dr. Jan-Martin Wiarda, Journalist und Politikwissenschaftler
Dr. Jan-Martin Wiarda schreibt in seinem Blog, warum er die Kritik von Professorinnen und Professoren sowie Lehrkräften an den mangelhaften mathematischen Grundkenntnissen der Schülerinnen und Schüler für nicht plausibel halte. Sie widersprächen Ergebnissen der empirischen Bildungsforschung und seien Zeichen einer Fehlwahrnehmung. weiterlesen

Forderung nach mehr Anstrengungen in der digitalen Bildung – Gesellschaft für Informatik
„Bildung im Zeitalter der Digitalisierung – wo stehen wir und wo wollen wir hin?” unter diesem Motto diskutierten Bildungsexpertinnen und -experten aus Politik und Wissenschaft auf Einladung der Gesellschaft für Informatik e.V. und des Nationalen MINT-Forums über die Konzepte und Strategien für eine umfassende Bildung in der digitalen Welt.
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Problematik des Seiteneinstiegs – Frankfurter Allgemeine Zeitung
Flächendeckend fehlten Lehrkräfte: Besonders betroffen sei der Grundschulbereich sowie Mangelfächer wie Mathematik, Informatik, Physik oder Kunst. Besonders betroffen seien Länder wie Sachsen, Berlin und Brandenburg, in denen dann ein hoher prozentualer Anteil der Stellen von Personen ohne pädagogische Ausbildung besetzt werde.
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Preisträger des fraMediale-Preises 2017 – fraMediale
Im Rahmen der fraMediale wurden am 29.03. Zukunftsprojekte zum Einsatz digitaler Medien ausgezeichnet, darunter auch ein Projekt zur Medienbildung von Lehrerinnen und Lehrern: „Vermessung der Erde, Was ist, was kann, was soll GPS?” wurde in der Kategorie Best Practice- oder Zukunftsprojekte mit digitalen Medien von Lehrerinnen und Lehrern geehrt.
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Verband Bildung und Erziehung warnt vor wachsender pädagogischer Deprofessionalisierung – Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann kritisiert die zunehmende Deckung des Lehrkräftebedarfs durch Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die nicht angemessen ausgebildet seien, bevor sie in die Schulpraxis gelangen. Durch Inklusion und Integration stiegen die Anforderungen an die pädagogische Professionalität von Lehrkräften und diese könne nur durch eine hochwertige Qualifizierung gewährleistet werden.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Maßnahmen gegen drohenden Lehrkräftemangel – Stuttgarter Zeitung
Kultusministerin Susanne Eisenmann habe den Vorschlag unterbreitet, dass Lehrkräfte ihre Pensionierung verschieben, um den drohenden Lehrkräftemangel einzudämmen. Als Anreiz sollen sie einen finanziellen Ausgleich erhalten. Der Verband Bildung und Erziehung wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stehen diesem Vorhaben skeptisch gegenüber.
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[Baden-Württemberg] Zahl angehender Lehrkräfte sinkt – Stuttgarter Zeitung
Laut Statistischem Landesamt sinke die Zahl der Lehramtsabsolventinnen und -absolventen seit den letzten zwei Jahren. Ebenso ginge der Anteil an Lehramtsstudierenden unter den Studienanfängern seit dem Wintersemester 2011/12 zurück. Gründe hierfür werden zum einen in den hohen Anforderungen gesehen, die der Lehrerberuf mit sich bringe. Zudem böte die Wirtschaft eine gute Alternative, auch in finanzieller Hinsicht.
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[Baden-Württemberg] Weiterqualifizierung für Haupt- und Werkrealschullehrkräfte – Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Um Haupt- und Werkrealschullehrkräfte, die in Realschulen, Gemeinschaftsschulen oder sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren tätig sind oder künftig dort eingesetzt werden, zu unterstützen beziehungsweise vorzubereiten, habe das Kultusministerium ein Konzept zur Weiterqualifizierung entwickelt. Das Konzept sehe vier verschiedene Gruppen vor, für die jeweils eigene Qualifizierungsangebote konzipiert wurden.
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[Bayern] Verband alarmiert: Die Unterrichtsversorgung kippt! – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
An vielen Grund- und Mittelschulen drohe die Unterrichtsversorgung nun endgültig einzubrechen. Der BLLV-Vorstand verlange einstimmig ein Notprogramm. Fakt sei, dass zugunsten des Kernunterrichts Schulleitungen oft kurzfristig gezwungen seien, Wahlangebote, Förderunterricht, Vorkurse und Arbeitsgemeinschaften ausfallen zu lassen, um den Unterricht einigermaßen zu sichern.
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[Berlin] Zukunftsfähige Struktur des Berliner Schulsystems etabliert – Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Nach der Schulstrukturreform in Berlin zieht die wissenschaftliche Begleituntersuchung ein Zwischenfazit: Die Umstellung sei ein reibungslos vollzogener Schritt zu einem zukunftsfähigen Rahmen. Unter anderem konnte die Anzahl von Schulen mit einem hohen Anteil mehrfach benachteiligter Schülerinnen und Schüler reduziert werden. Die Leistungen der Jugendlichen an den neuen Integrierten Sekundarschulen seien im Zuge des Wechsels überwiegend konstant geblieben. Außerdem liefert die Studie Hinweise zur weiteren Optimierung des Reformprozesses.
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[Berlin] Bericht zur Schulqualität veröffentlicht – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Das Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg hat seinen Bericht zur Schulqualität 2016 veröffentlicht. Er enthält Informationen über Schulsysteme und Qualitätssicherungsverfahren.
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Die Berliner Morgenpost kritisiert auf Grundlage der Studie, dass die individuelle Förderung gemäß der Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler nicht gelänge. Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass der neue Rahmenlehrplan sowie die Reform der Lehrerbildung diesem Problem langfristig entgegenwirken könnten.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Auf dem Weg zu einer modernen und zukunftsfähigen Lehrer*innenbildung – Landesweites Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung
In verschiedenen öffentlichen Medien wurde berichtet, dass etwa die Hälfte aller Lehramtsstudierenden das Studium abbreche. Dabei wurde Bezug genommen auf Auskünfte des Landtages, die wiederum auf Daten des statistischen Landesamtes fußen, aus denen keine Rückschlusse auf die tatsächliche Abbruchquote gezogen werden könnten. Im Vergleich mit den Ergebnissen bundesdeutscher Untersuchungen seien bisher keine Auffälligkeiten oder eine überhöhte Anzahl von Studienabbrüchen im Lehramt in MV auszumachen.
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[Sachsen] Forderung an TU Chemnitz, mehr Lehrkräfte auszubilden – Freie Presse
Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik fordern angesichts des hohen Lehrkräftebedarfs besonders im Raum Chemnitz die TU Chemnitz auf, ihre Ausbildungskapazitäten im Bereich der Lehrkräfteausbildung zu erhöhen. Studierende aus Leipzig und Dresden kämen zu selten in die Region Chemnitz (zurück), um dort eine Stelle als Lehrkraft anzutreten.
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[Sachsen-Anhalt] Diskussion um Lehrerausbildungskapazitäten – MDR
Die Universität Magdeburg überlege, wieder Lehrkräfte für Physik und Mathematik auszubilden. Das Wissenschaftsministerium lehne solch eine Forderung mit Hinweis auf Strukturplanungen, die in Zusammenarbeit mit den Universitäten des Landes getroffen worden seien, ab. Außerdem sei der akute Lehrkräftemangel durch diese Maßnahme nicht zu lösen.
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[Thüringen] Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) können unbefristet im Schuldienst bleiben – Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Die derzeit befristet angestellten Lehrkräfte für „Deutsch als Zweitsprache” erhalten nun eine unbefristete Beschäftigungsperspektive. Neben rund 900 Lehrerinnen und Lehrern mit einer Lehrbefähigung im Fach DaZ sind aktuell 135 DaZ-Lehrkräfte nur befristet beschäftigt. Mehr als 95 Prozent der Lehrkräfte für DaZ sollen jetzt ein unbefristetes Stellenangebot erhalten.
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[Thüringen] Angebot der Verbeamtung wird gut angenommen – MDR
Die Landesregierung hatte im Februar beschlossen, ab dem kommenden Schuljahr 2017/18 Lehrkräfte wieder zu verbeamten. Die überwiegende Mehrheit der Lehrkräfte, die für eine Verbeamtung in Frage kommen, habe bereits einen entsprechenden Antrag gestellt.
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02 Hochschulspezifische News


[Humboldt-Universität zu Berlin] Einrichtung eines Instituts für Islamische Theologie – Humboldt-Universität zu Berlin
Ziel des islamisch-theologischen Studiums an der HU Berlin ist die Vermittlung der wissenschaftlichen Grundlagen in islamischer Theologie zur Ausbildung von Imamen sowie die Qualifizierung von Studentinnen und Studenten für das Lehramt.
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[Universität Bremen] Auftaktveranstaltung Reihe „Nachgefragt!” – Universität Bremen
Lehramtsstudierende und Wissenschaftlerinnen sowie Wissenschaftler diskutierten mit Schülerinnen und Schülern rund ums Thema. Anlass war die neue Veranstaltungsreihe „Nachgefragt” der Universität Bremen. Organisiert wird sie von der Lehrerbildung der Universität im Rahmen des Projekts „Schnittstellen gestalten”. Ziel sei es, Schule und Ausbildung, Theorie und Praxis und damit verschiedene Lebenswelten enger miteinander zu verbinden.
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[Universität Bremen] Jahrbuch 2016 mit dem Jahresthema „Lehrerbildung” – Universität Bremen
In dem Jahrbuch werden Einblicke in die Lehrerbildung der Universität gegeben. Es werden sowohl Zahlen und Fakten zur Lehrerbildung in Bremen als auch Herausforderungen und Entwicklungsschritte sowie Initiativen im Rahmen der Nachwuchsförderung beschrieben. Anm. der Redaktion: In unserem letzten Newsletter haben wir einen falschen Link angegeben.
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[Universität Duisburg-Essen] Basic und Advanced Training für Lehramtsstudierende – Universität Duisburg-Essen
Das Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) bietet studienbegleitende, extracurriculare Workshops zu folgenden Themenfeldern an: Beruf und Rolle der Lehrkraft, Didaktik und Methodik, Kommunikation, Differenzierung, Integration und Förderung, Diagnostik, Beurteilung und Beratung, Medienbildung. Zielgruppen sind Lehramtsstudierende aller Fächer, Schulformen und Semester der Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund.
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[Universität Duisburg-Essen] Sprach- und Bewegungscamp: Ferienprojekt im Zentrum für Lehrerbildung – Universität Duisburg-Essen
Um neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Sprache zu ermöglichen, kann Sport eine wichtige Brücke sein. Deshalb bietet der Förderunterricht im Rahmen eines Kooperationsprojekts ein Sprach- und Bewegungscamp für diese besondere Lerngruppe an. Die mitwirkenden Studierenden des Camps erhalten im Vorfeld einen umfassenden Einblick in die speziellen Lernwege und -bedingungen der Schülergruppe. Das Camp startet am 10.4.2017.
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[TU Kaiserslautern] Entwicklung eines intelligenten Schulbuchs für Tablet und Rechner – TU Kaiserslautern
Im Projekt „HyperMind” wird ein intelligentes Schulbuch für Tablet und Rechner entwickelt. Dabei wird eine Technik genutzt, die Blickrichtungen der Leserin / des Lesers erkennt und danach analysieren soll. So soll schnell klar werden, ob die Schülerinnen oder Schüler Lerninhalte verstanden haben. Die Technik soll dabei helfen, sie individuell zu fördern. Das Projekt wurde auf der Computermesse Cebit in Hannover vorgestellt.
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[Universität Mainz] Modellprojekt nutzt regionale Natur- und Kulturräume zur ganzheitlichen und fachübergreifenden Bildung in der Grundschule – Universität Mainz
Das Modellprojekt zur Draußenschule zeigt, dass sich außerschulische Lernorte nicht nur eignen, um etwa den Biounterricht in die freie Natur zu verlegen, sondern dass auch Mathematik und Deutsch an außerschulischen Lernorten gut vermittelt werden können. Über die dreijährige Laufzeit haben die Projektverantwortlichen beobachtet, dass sich die Lehrkräfte in dieser Hinsicht deutlich professionalisiert haben.
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[Universität Potsdam] Qualifizierungsprogramm „Refugee Teachers” wird weitergeführt – Universität Potsdam
Das an der Universität Potsdam im April 2016 begonnene Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte geht in die dritte Runde: Insgesamt 33 berufserfahrene Lehrerinnen und Lehrer, die nach Deutschland gekommen sind, wurden im dritten Durchgang in das rund einjährige Refugee Teachers Welcome Programm aufgenommen.
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[TU Dresden] Berufsbegleitende Qualifizierung für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger in den Lehrberuf startet – Technische Universität Dresden
Mit Beginn des Sommersemesters startet als Reaktion auf den Lehrermangel in Sachsen ein Programm zur Qualifizierung für den Lehrberuf im Seiteneinstieg. Die Rahmenvereinbarung sieht vor, bis zu 900 Lehrkräfte für den Primarbereich sowie für bestimmte Fächer im Sekundarbereich zu qualifizieren. Die wissenschaftliche Qualifizierung ist auf zwei Jahre angelegt.
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03 Veranstaltungen


[Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e. V.] 25. Deutscher Berufsschultag – 05.05.2017
Der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e.V. (BLBS) veranstaltet alle vier Jahre den „Deutschen Berufsschultag”. Die „Deutschen Berufsschultage” leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung der beruflichen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland, haben programmatischen Charakter und erarbeiten konstruktive Lösungsansätze für die berufliche Aus- und Weiterbildung.
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[Universität Wuppertal] Symposium „Kohärenz und Korrespondenz in der universitären Englischlehrerbildung” – 19./20.06.2017
Das Symposium ist Teil des fakultätsübergreifenden Projekts „Fachwissenschaft und Fachdidaktik in der Lehrerbildung”. Die Beziehungen zwischen Sprachwissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft, Didaktik des Englischen, Bildungswissenschaften und Praxiselementen werden als horizontal gedachte Kohärenz diskutiert. Zudem wird das Verhältnis des Schulfachs Englisch zur universitären Disziplin Anglistik/Amerikanistik als vertikal gedachte Korrespondenz beleuchtet.
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04 Internationales

[Österreich] Hohe Anzahl von Lehramtsstudierenden unterrichtet an Schulen – Der Standard
An Österreichs Schulen würden knapp 1.000 Lehramtsstudierende arbeiten, um Ausfälle im Lehrpersonal aufgrund von Langzeiterkrankungen, Elternzeit o.ä. aufzufangen. Die Anzahl eingesetzter Lehramtsstudierender sei allerdings vom Schultyp abhängig.
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[Österreich] Viele Überstunden von Lehrkräften – Der Standard
In dem vergangenen Schuljahr 2015/16 hätten die Lehrkräfte an den österreichischen Schulen ungefähr 5,4 Millionen bezahlte Überstunden geleistet. Das Land würde dafür um die 260 Mllionen Euro bezahlen.
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05 Dokumente/Literatur


Vodafone Stiftung Deutschland: Wie lernen Lehrer? Eine Umfrage unter Lehrerinnen und Lehrern zu ihrem eigenen Lernverhalten, 2017.
Lehrkräfte hätten Freude an der Auseinandersetzung mit neuen Themen und sähen Lernen als entscheidend für ihren Beruf an, aber ihre Weiterbildungsbemühungen würden an den Schulen kaum unterstützt. So schätzten lediglich drei Prozent der Befragten die Lernkultur an ihrer Schule als gut oder sehr gut ein.
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06 Interviews/Kommentare


Kommentar: Ganztag kann kommerzieller Nachhilfe entgegenwirken – News4Teachers
Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat ergeben, dass besonders Kinder aus wohlhabenden Familien Nachhilfe in Anspruch nähmen. Dies würde die Leistungsdifferenz aufgrund der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler noch vergrößern, so Bildungsforscher Wilfried Bos. In gut funktionierenden, gebundenen Ganztagsschulen, in denen Lehrkräfte nachmittags anwesend seien, wäre der Bedarf an Nachhilfe sehr viel geringer.
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Interview zum digitalen Lernen und zur Schule der Zukunft – Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag
Christian Filk, Professor für Medienpädagogik und interdisziplinäre Medienforschung an der Europa-Universität Flensburg, schildert seine Zukunftsvisionen von Schule. Die innere Schulkultur sollte wesentlich offener gestaltet werden, sodass mehr fächer- und jahrgangsübergreifender Unterricht stattfinden könne. Besonders die digitalen Medien stellten dafür gute Unterstützungsmöglichkeiten bereit.
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Kommentar einer Junglehrerin zum Einstieg in das Referendariat – News4Teachers
Eine Junglehrerin aus Thüringen zeigt aufgrund ihrer Erfahrungen auf, an welchen Hürden motivierte und engagierte Lehramtsabsolventinnen und -absolventen oft scheitern. Einen wichtigen Aspekt stellen dabei die zentralen Vergabestellen dar, die weder die Bedürfnisse der Schulen noch Persönlichkeitsmerkmale der Bewerberinnen oder Bewerber berücksichtigten.
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Kommentar zur Noteninflation an Gymnasien – Focus
Robert Rauh, Lehrer und Seminarleiter für Geschichte, Politik und Deutsch in Berlin, berichtet über Ursachen der Noteninflation an deutschen Gymnasien. Gründe sieht er in den nach unten korrigierten Anforderungen der Abiturprüfungen sowie der Nachlässigkeit bei der Bewertung von Orthographie und zunehmenden Defiziten in Rechentechniken.
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06 Sonstiges


Informationen zum Lehramtsstudium – Der Spiegel
Spiegel-Online hat einen Artikel rund um das Thema „Lehramtsstudium” veröffentlicht. Dieser gibt Informationen darüber, wer auf Lehramt studieren kann, wie das Studium aufgebaut ist, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben und wie die Berufschancen aussehen.
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27. März 2017

Umfrage zur Qualität der Fortbildung von MINT-Lehrkräften in Deutschland

Im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 500 Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Fächer zu ihrer eigenen professionellen Weiterentwicklung befragt. Die Antworten zeichnen ein ambivalentes Bild: Einerseits hat sich die Fortbildungsbeteiligung unter MINT-Lehrkräften sehr positiv entwickelt. Andererseits kommt in der Praxis wenig von dem Gelernten an: Nur knapp ein Viertel der Befragten konnte die Inhalte der letzten Fortbildung umfassend in den eigenen Unterricht überführen.

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08. März 2017

Newsletter März 2017

01 (Hoch)schulpolitik


Länderübergreifende News

Chancenspiegel – eine Zwischenbilanz: Zur Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme seit 2002 – Bertelsmann Stiftung
Die neue Studie zeige, dass sich die Leistungen an deutschen Schulen verbessert hätten, weniger Schüler blieben ohne Abschluss. Die soziale Herkunft beeinflusse die Chancen der Schüler jedoch nach wie vor erheblich. Auch seien die Unterschiede zwischen den Bundesländern seit 2002 größer geworden.
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Digitalisierung des Unterrichts – Neue Impulse auf der didacta – Deutsche Telekom Stiftung
Der Artikel fokussiert fünf „digitale Trends” rund ums Klassenzimmer, die auf der didacta Bildungsmesse in Stuttgart vorgestellt worden sind: (1) Virtual Reality im Unterricht, (2) Programmieren für Grundschülerinnen und -schüler, (3) Smarte Schulbücher, (4) Clouds für die Schule, (5) Lernlandschaften statt Klassenzimmern.
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Ergebnisse der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst – heute.de
Angestellte Lehrkräfte erhalten wie andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst 4,35 Prozent mehr Geld in den nächsten zwei Jahren. Außerdem wird eine neue Entgeltstufe eingeführt, durch die angestellte Lehrkräfte durchschnittlich 150 Euro mehr verdienen.
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Sowohl der Verband Bildung und Erziehung (VBE) als auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zeigen sich mit dem Ergebnis zufrieden. Es gebe eine lineare Erhöhung mit einer sozialen Komponente und die neue Erfahrungsstufe 6. Lehrkräfte in Deutschland erhielten damit ein Zeichen der Wertschätzung.


Qualität der Schulen steigern: Ganztagsschulen ausbauen – Ganztagsschulverband
Der Ganztagsschulverband appelliert an die Politik, in den kommenden Jahren mehr in die Qualität der Bildung an Ganztagsschulen zu investieren. Dazu benötigten Schulen vor allem genügend fachlich und pädagogisch ausgebildetes Personal, um neben der normalen Unterrichtsverpflichtung gezielt individuell fördern zu können.
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Forderung nach mehr Geld für die Bildung – Rheinische Post
Der ehemalige Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart fordert im dem Artikel mehr und vor allem verpflichtende Fortbildungsangebote für Lehrkräfte. Besonders Mathematiklehrkräfte sollten sich im Gebiet der digitalen Medien und deren Einsatz im Unterricht weiterbilden.
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Lehrer favorisieren gebundene Ganztagsschule– Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Eine neue Umfrage der Hertie-Stiftung ergab, dass Schulleitungen und Lehrkräfte der Sekundarstufe I die gebundene Variante der Ganztagsschule befürworten. Viele Lehrkräfte wünschen sich zudem einen Ausbau von Angeboten zur Berufsorientierung durch die regionale Wirtschaft.
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Kulturkampf um den (gebundenen) Ganztag: Pädagogen sehen Förderchancen, Gymnasial-Eltern lehnen ihn ab – News4Teachers
Mit Bezug auf die neue Studie der Hertie-Stiftung zum Ganztag und eine Studie zur Elternzufriedenheit mit Ganztagsschulen der Bertelsmann Stiftung analysiert der Artikel das Für und Wider der gebundenen Ganztagsschule.
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Neue KMK-Präsidentin Dr. Susanne Eisenmann legt den Schwerpunkt auf berufliche Bildung – Kultusministerkonferenz (KMK)
Das zentrale Thema für das Präsidentschaftsjahr 2017 sei die berufliche Bildung, die wieder viel stärker als aussichtsreiche Bildungsoption in den Blick genommen werden müsse. Mit dem Schwerpunktthema soll ein Diskurs über die Zukunft der beruflichen Bildung angeregt werden. Gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sei es, die Leistungsfähigkeit und Qualität der beruflichen Bildung angesichts demografischer und technologischer Herausforderungen zu erhalten und weiterzuentwickeln.
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Länderspezifische News

[Baden-Württemberg] Übersicht der Herausforderungen an das baden-württembergische Bildungssystem – Stuttgarter Nachrichten
Vor dem Hintergrund schlechterer Ergebnisse Baden-Württembergs im IQB-Bildungstrend beriet Kultusministerin Eisenmann mit Akteuren der Bildungslandschaft: Besonders in den Bereichen Lehrkräftefortbildung, Ressourcensteuerung und Qualitätsentwicklung seien Verbesserungen möglich und notwendig, um Baden-Württemberg wieder an der Spitze der deutschen Bildungslandschaft zu platzieren.
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[Baden-Württemberg] Weiterqualifizierung im Bereich Sonderpädagogik – Stuttgarter Nachrichten
Kultusministerin Eisenmann plane Werkreal- und Hauptschullehrkräfte im Bereich der Sonderpädagogik weiterzubilden, um einen Engpass bei Inklusionsstellen zu verbessern. Im nächsten Schuljahr sollen 160 Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen neu eingestellt werden.
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[Bayern] Demokratieerziehung junger Flüchtlinge fordert Berufsschullehrkräfte – Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Um die Berufsschullehrkräfte, die in den Berufsintegrationsklassen unterrichten, in ihrer Aufgabe mit den meist 16- bis 21-jährigen jungen Zuwanderern zu unterstützen, richtet das Bildungs- und Wissenschaftsministerium gemeinsam mit der Hanns Seidel Stiftung und der Stiftung Bildungspakt Bayern eine Arbeitstagung mit dem Titel „Flucht nach Bayern – Wie gelingt Demokratieerziehung?” aus.
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[Bayern] Präsidentin des BLLV fordert individuellere Leistungsbewertungen – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)
Im Mittelpunkt müsste laut BLLV-Präsidentin Fleischmann der Lernfortschritt der einzelnen Schülerinnen und Schüler stehen und nicht die Note, die sich am Leistungsstand aller orientiere. Ein erster Schritt in die richtige Richtung könnte es sein, die sogenannte „Lernentwicklungsgespräche” auf andere Jahrgänge oder auch Schularten auszudehnen. Bislang würden sie nur auf freiwilliger Basis in den ersten drei Grundschulklassen angeboten.
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[Hamburg] Diskussion über Notwendigkeit von Schulnoten – Hamburger Morgenpost
Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg, Marlis Tepe, habe eine Abschaffung von Noten zugunsten von Berichten gefordert. Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsparteien unterstützten zwar einen vermehrten Einsatz von Berichten, die Mehrheit sehe allerdings trotzdem die Notwendigkeit von Noten hinsichtlich ihrer Selektionsfunktion.
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[Hessen] Kultusministerium und Universitäten streben Ausweitung der Studienplätze im Lehramt an – Hessisches Kultusministerium
Der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Universitäten haben sich auf eine Ausweitung der Ausbildungskapazitäten für Studierende des Lehramts für Grundschulen sowie für Förderschulen geeinigt. Nun würden Möglichkeiten der Umsetzung sowie Finanzierungsfragen besprochen.
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[Mecklenburg-Vorpommern] Jeder zweite Lehramtsstudierende im Land bricht Ausbildung ab – Nordkurier
Laut Angaben der Linksfraktion im Landtag breche rund die Hälfte der Lehramtsstudierenden in Mecklenburg-Vorpommern das Studium ab. Die Linksfraktion fordere daher eine separate Lehramtsausbildung und eigene Zentren für Lehrerbildung an den beiden lehrerbildenden Universitäten des Landes, Rostock und Greifswald.
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[Nordrhein-Westfalen] Vorwurf der GEW: Bespitzelung und Denunziation an Schulen – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Vertreterinnen und Vertreter türkischer Eltern- und Lehrerverbände sowie Imame sollen zu Treffen eingeladen worden sein, dessen Ziel es gewesen sei, die Anwesenden zu bewegen, Lehrkräfte an die Konsulate zu melden, die sich in Schule und Unterricht regierungskritisch gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan äußern.
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[Nordrhein-Westfalen] Bündnis90/Die Grünen wollen Ganztag ausbauen – Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)
Im Falle einer erneuten Regierungsbeteiligung wollen das Bündnis90/Die Grünen Ganztagsschulen besser ausstatten. Mit einer jährlichen Finanzierung von 600 Millionen Euro soll mehr Fachpersonal eingestellt und für einkommensschwache Familien der Ganztagsbesuch ihrer Kinder kostenlos werden. Unterstützung erhalte der Vorschlag auch aus anderen Parteien.
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[Sachsen] Kultusministerium wirbt mit Videoclip um ausländische Lehrkräfte – Medienservice Sachsen
Gegen den Lehrermangel will Sachsen jetzt auch verstärkt um Lehrkräfte aus dem Ausland werben. Dabei setzt das Kultusministerium auf Social Media und Internet. Start der Kampagne ist ein Videoclip. Im Film erzählen drei Lehrkräfte aus verschiedenen Ländern ihre Geschichte und ihren Weg an eine sächsische Schule.
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[Thüringen] Verbeamtung von Lehrkräften und Erhöhung der Neueinstellungen – MDR
In Thüringen sollen Lehrkräfte, die nicht älter als 47 Jahre sind, wieder verbeamtet werden können. Außerdem sollen mit ca. 900 Stellen mehr Lehrkräfte in den Schuldienst eingestellt werden als bislang geplant.
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02 Hochschulspezifische News


[Freie Universität Berlin] Informatik an der Grundschule: Neues Unterrichtsmodul – Freie Universität Berlin
An der Freien Universität Berlin ist in Kooperation mit der französischen Bildungsinitiative „La main à la pâte” ein deutschsprachiges Internetangebot mit Bildungsmaterialien für Grundschulen zum Thema Informatik erarbeitet worden. Das Unterrichtsmodul „1, 2, 3 ... kodiert, programmiert, verschlüsselt!” soll Erst- bis Sechstklässler auf die digitale Welt vorbereiten.
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[Universität Bremen] Jahrbuch 2016 mit dem Jahresthema „Lehrerbildung” – Universität Bremen
Das Jahrbuch 2016 widmet sich dem Thema Lehrerbildung. Es werden sowohl Zahlen und Fakten zur Lehrerbildung in Bremen als auch Herausforderungen und Entwicklungsschritte sowie Initiativen im Rahmen der Nachwuchsförderung beschrieben.
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[TU Chemnitz] Forderung nach Ausbau der Lehrerbildung – Freie Presse
Die Sächsische Bildungsagentur fordere, dass an der TU Chemnitz bald auch Lehrkräfte für die Oberschule und für das Gymnasium ausgebildet werden. Dies solle vor allem junge Studierende, die sich für ein Lehramtsstudium entscheiden, in der Region halten.
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[Universität Frankfurt] Auslandserfahrung für Lehramtsstudierende – Universität Frankfurt
Eine neue Kooperation zwischen der Universität Frankfurt und dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen ermöglicht jährlich zahlreichen Lehramtsstudierenden der Goethe-Universität Schulpraktische Studien an einer der 140 anerkannten Deutschen Auslandsschulen weltweit zu absolvieren. Die Studierenden verbringen dabei mehrere Monate im Ausland.
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[Universität Jena] „Ausgezeichnete Schulen für Lehrerausbildung” geehrt – Universität Jena
Die durch die Universität Jena ausgezeichneten Schulen würden sich durch besondere Konzepte bei der Verknüpfung von wissenschaftlichen und praktischen Ausbildungsinhalten hervorheben, die sie bei der Betreuung von Praxissemesterstudierenden bzw. Lehramtsanwärtern erfolgreich umsetzten.
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[PH Karlsruhe] Schärfung des Profils zur nachhaltigen Positionierung der Hochschule – Pädagogische Hochschule (PH) Karlsruhe
Auf drei „Profilfeldern” will die bildungswissenschaftliche Hochschule ihre besonderen Stärken zur Geltung bringen und sich national wie international besser aufstellen: (1) „MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit”, (2) „Deutsch als Zweitsprache – Migrationsmehrsprachigkeit – Bilinguales Lehren und Lernen”, (3) „Bildungsprozesse diversitätsbewusst gestalten”.
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[Universität Mainz] „Lehr-Lern-Forschungslabor Geschichte” verbindet Wissenschaft und Praxis – Universität Mainz
Das Labor ist Teil des durch die Qualitätsoffensive Lehrerbildung geförderten Projektes „Das Lehr-Lern-Forschungslabor – Ort der zukunftsorientierten Kooperation in der Lehramtsausbildung”. Ziel ist es, neben der besseren Verknüpfung von Theorie und Praxis, auch die Kooperation zwischen Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Bildungswissenschaft zu verbessern.
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[Universität Marburg] Kulturelle Bildung langfristig im Bildungssystem verorten – Universität Marburg
Der erste Jahrgang des Weiterbildungsmasters „Kulturelle Bildung” an der Universität Marburg wurde verabschiedet. Der Studiengang qualifiziert für die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Schule und kultureller Bildung. Er wurde 2014 in Zusammenarbeit mit der ALTANA-Kulturstiftung eingerichtet und richtet sich an Lehrkräfte, Künstlerinnen und Künstler und Kulturvermittlerinnen und –vermittler.
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[Universität Tübingen] Die Tübinger School of Education als Unterstützerin der Fachdidaktik – SWR2 Campus
Der Beitrag berichtet darüber, wie die Einrichtung der School of Education die Einbettung der Fachdidaktik im Lehramtsstudium unterstützt. So könnten jetzt Abschlussarbeiten in den Fachdidaktiken geschrieben werden. Ebenso wurden Promotionen in diesem Bereich ermöglicht.
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03 Veranstaltungen


[Universität Koblenz-Landau] Thementag „Arbeit mit Flüchtlingen” – 14.03.2017
Viele der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen sind nun seit einem oder zwei Jahren in Deutschland und im Schulsystem. Auf dem Thementag soll Bilanz gezogen werden: Wie gelingt eine nachhaltige Integration dieser Lernenden in die bestehenden Systeme? Lassen sich nach dieser ersten Zeit bereits Erfolge verzeichnen oder bestehen weiterhin Herausforderungen, die sich auf verschiedenen Ebenen, aber im direkten Kontakt vor allem Lehrkräften stellen?
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[Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen] Winterakademie 2017 – 14.-17.03.2017
Die Winterakademie hat sich zu einem festen Bestandteil des Qualifizierungsangebots der Graduiertenakademie entwickelt. Den inhaltlichen Kern der Winterakademie bilden die insgesamt zehn Workshops aus den beiden Kernbereichen „Forschungsprozess und Methodenkompetenz” und „Sozial- und Personalkompetenz”.
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[Universität Rostock] Zweite landesweite Verbundtagung „LEHREN in MV” – 17.03.2017
Im Mittelpunkt des noch bis Juni 2019 im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung geförderten Vorhabens steht die Verbesserung und Weiterentwicklung der Ausbildung von Lehrkräften. So widmet sich ein Teilprojekt der Qualifizierung von Mentorinnen und Mentoren, die Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern und Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern als qualifizierte fachdidaktische Partner unterstützend zur Seite gestellt werden. Ein anderes Teilvorhaben stellt die Gestaltung inklusiver Lehr-Lern-Prozesse in den Fokus der Forschungen. Die Verbundtagung stellt nun die ersten Ergebnisse und Vorhaben der einzelnen Teilprojekte vor.
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[Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Jena] Graduiertentagung: „Bildung. Forschung. Dialog” – 28.-29.03.2017
Die Universität Jena veranstaltet in Kooperation mit der Erfurt School of Education eine Spring School zu aktuellen Fragen der Lehrerbildung und Bildungsforschung. Im Rahmen des Projekts ProfJL wird mit der Spring School eine Plattform zum wissenschaftlichen Austausch, zum Diskurs und zur Vernetzung der (Post-)Doktorandinnen und (Post-)Doktoranden von verschiedenen Standorten geschaffen.
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[Stiftung Bildung und Gesellschaft] Deutsches Lehrerforum 2017 – 14.-16.09.2017
Das dritte Deutsche Lehrerforum steht ganz im Fokus der Digitalisierung. Folgende Fragen werden in diesem Jahr behandelt: Welche Kompetenzen brauchen Schülerinnen und Schüler im digitalen Zeitalter? Wie verändert sich die Rolle von Lehrenden und Lernenden durch die Digitalisierung? Kann sich Schule als Institution im digitalen Zeitalter neu erfinden? Welche Methoden und Werkzeuge setzen Lehrkräfte bereits erfolgreich im Unterricht ein? Wie entwickeln Lehrkräfte Medienkonzepte? <